Bauer Willi
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Keine Spenden für Misereor

Ein Gastbeitrag von Jürgen Donhauser

Als Ständiger Diakon mit Zivilberuf Landwirt in der katholischen Kirche hat mich diese Nachricht in den letzten Tagen erreicht – aber ehrlich gesagt nicht besonders überrascht. Der Schweinehalter Johannes Scharl rief dazu auf, kein Geld mehr an Misereor zu spenden. Warum? Die katholische Hilfsorganisation Misereor hat derzeit – zusammen mit Greenpeace – eine Petition mit den Namen: „Kein Essen in Trog und Tank“ veröffentlicht und ruft zum Unterschreiben auf.

https://www.misereor.de/petition-kein-essen-in-trog-und-tank

Landwirt Scharl ist schon leidgeprüft, denn er befindet sich mit seinem Betrieb in der Diözese Eichstätt, die sich in der Vergangenheit schon mehrmals mit Unkenntnis und pauschalen Verunglimpfungen gegen die konventionelle Landwirtschaft hervortat.

Dass aber nun eine katholische Hilfsorganisation gemeinsame Sache mit der Kampagnen-Organisation Greenpeace macht, hat eine neue Qualität. Es sind zwar beide professionelle Spendensammler, aber zumindest bei Misereor unterstellt man als Katholik noch hehre Ziele, von denen man bei Greenpeace definitiv nicht ausgehen kann. Die jetzt von Misereor vorgebrachten Argumente in der Petition negieren die Fakten und basieren auf Populismus.

Hier die offensichtlichsten Widersprüche:

1. In der Vergangenheit mahnte Misereor immer wieder an, die landwirtschaftlichen Exporte aus der EU würden den Weltmarktpreis nach unten drücken und somit den Kleinbauern in den Entwicklungs- und Schwellenländern keine Chance bieten, rentabel zu produzieren. Nun fordert aber Greenpeace und Misereor in der Petition, die ausgefallenen Getreideexporte aus der Ukraine und Russland zu ersetzen. Was gilt nun? Exporte in die armen Länder? Ja oder nein?

2. Warum misst Misereor mit zweierlei Maß? Während man der Landwirtschaft klimaschädliche Produktion unterstellt obwohl sie im Kreislauf wirtschaftet, so nimmt es Misereor und Greenpeace als normal hin, dass Deutschland als Industrie-Exportnation sowohl ihre Rohstoffe als auch die benötigte Energie importieren, hier produzieren und somit sich permanent gegen Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Land stellen.

3. Warum stellt sich bei Misereor keiner die einfache Frage: „Warum hat der Mensch überhaupt einmal damit begonnen Nutztiere zu halten, wenn sie doch nach ihrer Ansicht als „Futter“Konkurrent auf den Flächen auftreten?“ Die Antwort ist ganz einfach, weil Rinder/Ziegen/Schafe schon immer auch Flächen (Grünland, Steppe) nutzbar machten, die für den Menschen nicht direkt als Nahrungsquelle verwertbar waren. Als Abfallverwerter traten dann noch Schwein und Huhn hinzu. All dies wird inzwischen bei der Diskussion „Trog oder Teller“ komplett ausgeblendet.

4. Misereor unterstellt in seiner Berechnung, dass alle Ackerflächen, die derzeit für Futterbau oder nachwachsende Rohstoffe verwendet werden, gleichwertig für die direkte Nahrungsmittelerzeugung verwendet werden könnten. Was dabei ausgeblendet wird: Bodenverhältnisse, Niederschläge, Temperatur, Lage, Nährstoffversorgung, Fruchtfolge – viele Dinge beeinflussen im Anbau, ob backfähiges Getreide erzeugt werden kann. Gerade dieses Jahr zeigt wieder, wie viel Getreidepartien eben diese Qualitäten nicht erreichen und „Gott sei Dank“ über den Trog und den Tiermagen dann doch noch zu hochwertigen Lebensmittel veredelt werden können und nicht entsorgt werden müssen.

5. Eine weitere Frage: Wie möchte Misereor die ganzen Nebenprodukte (Kleie, Trester, Schalen, Rübenschnitzel usw.) aus der Nahrungsmittelherstellung in Zukunft noch sinnvoll verwerten, wenn diese nicht zusammen mit qualitätsgeminderten Getreidepartien zu Futter für Nutztiere verarbeitet werden kann?

6. Ein wichtiges Argument für Misereor ist die Reduzierung der Tierhaltung aus Klimaschutzgründen. Nur vergisst Misereor dabei, dass der Rückgang von der Nachfrageseite ausgehen muss und nicht von einer national erzwungenen Reduktion der Produktion. Ansonsten füllt ausländische Ware die entstandene Lücke. Diese wird vermutlich umweltschädlicher produziert, was kontraproduktiv für das Klima ist.

7. Wenn denn die „Verschwendung“ von Getreide und Co. zur Tierernährung nach Meinung Misereor moralisch verwerflich sei, warum gilt dies dann nur für Nutztiere? Wäre es dann nicht noch viel verwerflicher Heim- und Haustiere damit zu füttern? Also Tiere, die nur zum Spaß oder als Ersatz für mangelnde soziale Kontakte als Kind- oder Partnerersatz dienen, zu halten, ohne den Aspekt „Beitrag zur Verminderung des Welthungers“! Eigentlich müsste die Abschaffung, oder zumindest die Halbierung der Haustiere ihre erste Forderung sein.

8. Uns Landwirten wird seit Monaten von Politik, Kirche und Medien vorgegaukelt, der Verbraucher sei durchaus bereit, für mehr Tierwohl und mehr Bio auch mehr zu bezahlen. Die derzeitigen Absatzzahlen zeigen ganz etwas anderes, zum Leid der Biobauern die derzeit auf ihrer Ware sitzen bleiben. Eine Absatzkette die funktionieren soll (wie der Begriff „Kette“ schon verdeutlicht) muss von der Seite des Absatzes her gezogen werden – eine Kette kann nicht von der Produktionsseite „geschoben“ werden. Doch dieser Eindruck wird erweckt.

9. Wenn mineralischer Dünger fehlt sind Mist und Gülle aus der Tierhaltung der letzte Rettungsanker, um den Backweizen noch mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Die Bodenfruchtbarkeit in unserer Region ist maßgeblich vom Zusammenspiel mit der Tierhaltung abhängig. Ohne Tierhaltung ist das nicht möglich.

 

  • Was sind die Gründe für die Vorgehensweise von Misereor?

Begonnen mit dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und dessen Verschwendungssucht und den danach folgenden, jahrelangen Berichten über Missbrauch in der Kirche, haben dem Ansehen der Kirche massiv geschadet. Sie war nicht gewohnt, kritisiert zu werden. Um sich wieder dem verlorenen Kirchenvolk zu nähern, unterliegt man nun der Versuchung, sich dem landwirtschaftskritischen Mainstream anzugleichen um wieder Sympathien zu erwerben.

Im Klartext: Man schließt sich der Mehrheitsmeinung an, ohne kritisch zu hinterfragen, nur um mit der Masse mitlaufen zu dürfen – was würde Jesus wohl zu solch einem Verhalten sagen?

Als Diakon erschreckt mich dieses Bild einer Kirche, die nur mit der Mehrheit läuft um geliebt zu werden und sich nicht schützend vor die Schwächeren stellt. Da nach wie vor die ländliche Bevölkerung und insbesondere die Bauern noch die Kirche am Land hochhielten, wohl ein Eigentor. Auch wenn es mich als Diakon im Herzen schmerzt: ich kann es verstehen, wenn Berufskollegen aufgrund dieser unqualifizierten Kritik von Seiten Misereors mit Hilfe Greenpeace dann aus der Kirche austreten oder zum Spendenboykott aufrufen. Damit hat Misereor der katholischen Kirche einen Bärendienst erwiesen und ist auch für weiteren Glaubens- und Mitgliederverlust der Kirche mitverantwortlich.

Gastkommentare stellen die Meinung des Autors dar

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211 Kommentare

    • Arnold Krämer sagt

      Herr Niemann, gibt es von Ihnen auch Beiträge zur Sache? Oder lesen Sie nur noch mit und versuchen dann zu diskreditieren, wenn’s Ihnen angebracht erscheint?

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      • Eckehard Niemann sagt

        Lieber Herr Krämer,
        ich schaue schon länger nur noch ab und an auf diese Internetseite, vieles darin ödet mich an oder stößt mich sogar ab (ich freue mich umso mehr über andere Beiträge).
        Konkret zum aktuellen Kommentar: Warum finden Sie es “diskreditierend”, wenn man – vollständigkeitshalber – darauf hinweist, dass jemand bei der BAYWA arbeitet? Mag ja sein, dass dann der Heiligenschein von “Ständiger Diakon mit Zivilberuf Landwirt” etwas blasser wird. Ich finde, dies ist auch ein – wenn auch bescheidener – “Beitrag zur Sache”…

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        • Bauer Willi sagt

          @Niemann
          Was sind Sie doch für ein armseliger Mensch…
          Stellen Sie sich vor, auch ich habe als Nebenerwerbslandwirt in der Industrie gearbeitet. Wie über 50% aller Landwirte in Deutschland.

          “Große Geister sprechen über Ideen, durchschnittliche Geister sprechen über Ereignisse, Kleingeister über Personen”

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          • Eckehard Niemann sagt

            @ “Bauer” Willi:
            Was sind Sie doch – in diesem Fall – für ein gekränkt-fehlargumentierender Mensch. —- Wenn Personen sich einseitig präsentieren, um ihre Botschaften/Argumente aufzuwerten, dann dürfen selbst kleine und armselige Menschen doch wohl das ganze Bild dieser Person einfordern… Wie ich in meinem Eingangsstatement ja schon richtig sagte: “Es ist ja ok, wenn man bei der Baywa arbeitet – aber man sollte es ggf. auch nicht verschweigen.” —- So wie man “Bauer” Willi und seinen Argumente/Behauptungen auch nicht durch den Hinweis diskreditieren sollte, dass er mal in den Diensten eines Agrarchemie-Konzerns gestanden habe.
            — P.S.: Ihre Auslassung zu meiner Person als “armseligem Menschen” steht diametral zu Ihrer Kritik, wonach nur “Kleingeister” über Personen sprechen würden… Gar nicht gemerkt? —- Bitte nicht abermals mit dem Ausschluss aus der Kommentatoren-Funktion drohen, bitte. Wäre eher “armselig”…

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            • Eckehard Niemann sagt

              @ “Bauer” Willi:
              Was sind Sie doch – in diesem Fall – für ein gekränkt-fehlargumentierender Mensch. —- Wenn Personen sich einseitig präsentieren, um ihre Botschaften/Argumente aufzuwerten, dann dürfen selbst kleine und armselige Menschen doch wohl das ganze Bild dieser Person einfordern… Wie ich in meinem Eingangsstatement ja schon richtig sagte: “Es ist ja ok, wenn man bei der Baywa arbeitet – aber man sollte es ggf. auch nicht verschweigen.” —- So wie man “Bauer” Willi und seinen Argumente/Behauptungen auch nicht durch den Hinweis diskreditieren sollte, dass er mal in den Diensten eines Agrarchemie-Konzerns gestanden habe.
              — P.S.: Ihre Auslassung zu meiner Person als “armseligem Menschen” steht diametral zu Ihrer Kritik, wonach nur “Kleingeister” über Personen sprechen würden… Gar nicht gemerkt? —- Bitte nicht abermals mit dem Ausschluss aus der Kommentatoren-Funktion drohen, bitte. Wäre eher “armselig”…

              Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
              Armselig

              In einem Beitrag bezeichnet “Bauer” Willi mich als “armseligen Menschen”: Ich habe bei Google mal nachgeschaut, was er in seiner personen-kritischen Anmache damit wohl meinen könnte: —–
              Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
              Armselig —–
              “Armsêlig, -er, -ste, adj. et adv. durch einen hohen Grad anhaltender Armuth elend. 1) In eigentlicher Bedeutung. Ein armseliger Mensch. 2) In weiterer Bedeutung, für elend, unglücklich. So werden in den Rechten Witwen, Waisen, alte, abgelebte, sieche Leute u.s.f. armselige Personen, Personae miserabiles genannt. Im gemeinen Leben hingegen hat dieses Wort etwas verächtliches bey sich. Ein armseliges, elendes, Leben. Armseliger Genuß ohne Ruhe, elende Freuden, die der Geitzige genießt! 3) Figürlich, im hohen Grade schlecht, geringe, nichtswürdig. Ein armseliger, d.i. schlechter Trost. Eine armselige Rede. Ein armseliges Geschenk. Ein armseliges Dorf …” —–
              Finde ich eigentlich kein wirklich sachliches Argument… Aber wenn einem sonst nichts einfällt…

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              • Bauer Willi sagt

                Nein, ich drohe nicht mit dem Ausschluß. Nur schade, dass Sie hier die Diskussion mit Ihren ständigen Ad hominem-Kommentaren gegen meine Person aufhalten.
                Wenn Sie diesen Blog so schlimm und mich als Person so schrecklich finden: warum sind Sie dann hier?

                In der Sache haben Sie in den letzten Wochen nie etwas beigetragen.

                Sind Sie eigentlich immer noch der Meinung, dass Herr Donhauser für die Baywa arbeitet?

    • Jürgen Donhauser sagt

      Ach Herr Niemand, einfach mal auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung blicken und dann hier bei Bauer Willi den Beitrag „Schuldbekenntnis eines Landwirts“ lesen, und sie bekommen es chronologisch auf die Reihe – dann erklärt sich alles und sie müßten nichts unterstellen. Was war jetzt eigentlich inhaltlich ihr Beitrag?

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    • evo.... sagt

      Gesund sehen die jungen Männer aber wirklich aus. Keine ausgezehrten faltigen Bio-Fresser.

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    • Bauer Willi sagt

      “Große Geister sprechen über Ideen, durchschnittliche Geister sprechen über Ereignisse, Kleingeister über Personen”

  1. Eckehard Niemann sagt

    “Diakon”, “Landwirt” und…?

    “Ständiger Diakon mit Zivilberuf Landwirt in der katholischen Kirche” so stellt sich Herr Donhauser hier abermals vor. Im Internet findet man unter diesem Namen auch einen Link, der sich auf einen Jürgen Donhauser als Mitarbeiter der BAYWA AG bezieht. Fatale Namensgleichheit oder Verschweigen dieser Tätigkeits-Seite? Es ist ja ok, wenn man bei der Baywa arbeitet – aber man sollte es ggf. auch nicht verschweigen. Aber “Diakon” macht sich vermutlich besser…

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Ich finde einfach eine konventionelle Landwirtschaft, die bei jeglicher Kritik reflexhaft auszuckt, genau so extrem wie eine geldgierige populistische NGO, die sichs leicht macht.

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    • Mark sagt

      Es kommt halt nix als krude Kritik. Sagen Sie doch mal was Gutes über die moderne Landwirtachft, vielleicht löst sich dann der Reflex.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Kritiken kenne ich jetzt seit 30 Jahren…..wie lange muss man denn das Büßergewand tragen und dabei die Lügen ertragen?
      Ich glaube der Zeitpunkt der Erträglichkeit ist erreicht.

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    • Marko sagt

      Ich finde einfach eine konventionelle Landwirtschaft, die bei jeglicher Kritik reflexhaft auszuckt, genau so extrem wie eine geldgierige populistische NGO, die sichs leicht macht.

      Wenn Konvi und Bio in ca 10 Jahren komplett ins Ausland verlagert wurde, können Sie das ja mit ihren Schafen und ihrem Hütehund ausdiskutieren.
      Das sind dann die Einzigen, die Ihnen eventuell noch zuhören werden.

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    • Bauer Willi sagt

      Das ist nun ganz einfach nicht wahr. Es gab in Deutschland die Borchert-Kommission, es gab die Zukunftskommission Landwirtschaft, die wirklich so etwas ist wie ein Gesellschaftsvertrag. Wieso also reflexhafte Zuckungen bei Kritik?

      Was macht die Regierung daraus? Für Landwirtschaft spielt Cem Özdemir den Landwirtschaftsminister, der er aber nicht ist. Er spricht auf dem Weltfrauentag, läuft mit auf dem CSD in Stuttgart, macht Videos über Warnwesten für Hühner und sorgt für die Freigabe von Cannabis. Merkt er nicht, wie lächerlich das wirkt?

      Ich sehe, dass die (Schl)ampel-Koalition in Berlin vollkommen überfordert ist. Und im BMEL läuft nichts. Ein riesiger Ballon: heiße Luft.

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      • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

        “Was macht die Regierung daraus? Für Landwirtschaft spielt Cem Özdemir den Landwirtschaftsminister, der er aber nicht ist. Er spricht auf dem Weltfrauentag, läuft mit auf dem CSD in Stuttgart, macht Videos über Warnwesten für Hühner und sorgt für die Freigabe von Cannabis. Merkt er nicht, wie lächerlich das wirkt?”

        – Aus Ihrer Perspektive, die ich in diesem Fall teile, wirkt er lächerlich. Aber aus der Perspektive seiner sehr zahlreichen Grün handelnden und Grün denkenden Anhänger wirkt er kompetent und auch humorvoll.
        Dennoch: Humor kann eine sehr scharfe Waffe sein, besonders dann, wenn sie ins Schwarze trifft. Wer lächerlich und gefährlich ist, sollte der Lächerlichkeit preisgegeben werden. (Man denke an K. Valentin und seine Bühneneinlagen gegen Hitler oder Göring.)

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Die Ergebnisse des ZKL müssen einem ja nicht gefallen, aber Miserior fordert nichts anderes, als was da drinnen steht: Reduktion der Tierhaltung, Ausbau der Biolandwirtschaft. Das ist doch deren demokratisches Recht.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Frau Ertl,
      die Profis sind in der Lage Kritik auszuhalten, jeder Quatsch, den manche verzapfen kann nicht kritiklos hingenommen werden.
      Die Alternative wäre, alle geben die Landwirtschaft auf und halten Hobbyschafe. Na ja, manche meinen, das wäre auch Landwirtschaft, für mich ist das Landschaftspflege, für unsere kritische Gesellschaft.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/ernaehrungskrise-sind-die-vorgaben-fuer-backweizen-zu-streng,T6MrBDX

        Dieser Link bestätigt meine persönliche Erfahrung. In Zeiten des Überflusses mag es Sinn machen, die Backfähigkeit von Weizen bei 12% Eiweiß anzusetzen. Wenn in Ostafrika plötzlich 23 Millionen Menschen verhungern, kann man das auch in Frage stellen.
        Bei uns bauen sie jetzt als Bereicherung der Fruchtfolge Hirse an – als Schweinefutter. Auch Hirse kann man essen. In Maßen auch Mais. Es stimmt einfach, dass mehr verfüttert wird, als man sinnvollerweise verfüttern soll.

        Und was Stickstoffdünger betrifft, bin ich sowieso der Meinung, dass man Wege finden muss, Klärschlamm entsprechend aufzubereiten. Daran wird ja auch schon gearbeitet.

        • Reinhard Seevers sagt

          In Zeiten des Überflusses werden Bananen, Orangen und Kiwis importiert und der Deutsche Apfel verfault am Stamm…..

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Deswegen verwerte ich sie alle: die schlechten fressen die Schafe, die guten werden Mus oder Saft.

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            • Brötchen sagt

              Geht es hier um Hobby oder Einkommen generierende Landwirtschaft, geht es um Extremnischen, wie Almen oder um den ländlichen Raum von Flächenländern?

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              • Inga sagt

                Wenn du früher den Teller nicht leergegessen hast, haben das doch auch die Schweine bekommen, oder?
                So können die Tiere auch Biertreber oder Reste der Sojaölgewinnung bekommen.

                • Elisabeth Ertl sagt

                  Biertreber und Presskuchen kann man maximal in kleinen Mengen essen. Das kann man doch nicht mit Hirse vergleichen.

        • firedragon sagt

          “… Bei uns bauen sie jetzt als Bereicherung der Fruchtfolge Hirse an …”

          Ja Frau Ertl,
          Sie werden es nicht glauben, es ist eine Bereicherung, auch wenn Sie das nicht so sehen, weil diese Hirse möglicherweise als Futter genutzt wird.
          Eine vielfältige Fruchtfolge beinhaltet unter Umständen (Boden/Witterung/Arbeitskräfte usw) auch den Anbau von Futter.

            • firedragon sagt

              Frau Ertl,
              haben Sie irgendwann schon mal mitbekommen, dass es eine Nachfrage für xy geben muss, um vom Anbau xy leben zu können?

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Sind hungernde Menschen in Ostafrika als Nachfrage zu bezeichnen oder nicht? Kein Geld, also keine Nachfrage?

                • Reinhard Seevers sagt

                  Kein Geld, keine Möglichkeit eine Nachfrage zu generieren, richtig.

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  3. Schmeckt gut sagt

    Und sie tröten in ein Horn und wundern sich, dass nur Disharmonien bzw. Misstöne herauskommen (Grüne und Kirchen): https://www.agrarheute.com/politik/gruenen-konzept-klimawandel-weniger-tiere-weniger-fleisch-597262 Die Kirchen sollten sich langsam mal fragen, wie sie den Mitgliederschwund aufhalten wollen. Zur Zeit öffnen sie eine “Büchse der Pandorra” nach der anderen (ebenfalls Grüne und Kirchen). Wann wohl bei den Grünen der Mitgliederschwund einsetzt? Mein Tipp: spätestens, wenn klar wird, was sie “uns allen” angetan haben.

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  4. Arnold Krämer sagt

    “Der Kapitalismus ist nicht ein dem Menschen aufgezwungenes System. Mensch und Kapitalismus sind die beiden Seiten derselben Medaille.”
    “Deshalb funktioniert er auch so gut….er nutzt die menschlichen Eigenschaften.”

    Das sind zwei Zitate aus der heutigen Diskussion. Die Richtigkeit dieser Aussagen ahnen oder spüren vermutlich auch viele, die mit unzähligen Vorschriften (nicht nur im Agrarbereich) versuchen, gleichzeitig Wohlstand, Gerechtigkeit, Sicherheit herzustellen und zu gewährleisten, jetzt auch aber auch noch die Biodiversität, das Klima, die Umwelt, die Gesundheit der Menschen zu retten. Das muss scheitern, weil es auch mathematisch gesehen bei zuvielen Anforderungen an ein (Optimierungs-) System KEINE Lösung geben KANN.
    Trotzdem lassen Sie nicht nach in ihren (teils maßlosen) Forderungen und gesetzlichen Bemühungen und finden Unterstützung nicht nur bei Menschen, denen der materielle Wohlstand eh suspekt ist sondern auch bei den vielen Menschen, deren Bildung nicht ausreicht, ökonomische Wirkungszusammenhänge überhaupt zu verstehen.
    In dieser Gemengelage sind die Landwirte und ihre Familien das Opfer (und mit zeitlicher Verschiebung die ganze Gesellschaft), wenn es nicht schnell gelingt, in einer Rede- und Denkpause einen (neuen) gesetzlichen marktwirtschaftlichen Rahmen zu finden und zu formulieren, in dem das Wissen und Können der Landwirte und ihrer Familien zum Vorteil aller genutzt werden kann und nicht, wie aktuell absehbar, zerstört wird.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Herr Krämer, ich finde, man muss noch einen Schritt zurück treten, um das ganze Bild zu sehen.
      Man muss sich doch fragen, warum wird so viel Engagement, so viel Ehrgeiz, so viel Emotion, so viel falsche Hoffnung, so viel Besserwissen, so viel Errettung, so viel Weltrettung allein in der Erzeugung durch nationale Landwirtschaft verortet?
      Die Politik und die Bürger ahnen wahrscheinlich, dass es ihr Konsumismus ist, der die ganze Lage verursacht, sie möchten sie aber der Landwirtschaft übertragen, weil sie sich dafür auch so gut eignet. Sie vereinigt alle fürs Leben notwendigen Bereiche, sie ist aber nicht der Hebel zur Verbesserung und Weltrettung. Sie soll dazu genutzt werden, um die eigenen Handlungen zu rechtfertigen, und weiter führen zu dürfen.
      Wer will schon den Konsum halbiert haben, die Kunst und Kultur um die Hälfte eindampfen, die Medien auf ein Minimum zurecht stutzen? Nicht einmal die Frage wird gestellt….allein die Landwirtschaft muss und soll es umsetzen. Die einzigen, die die Ernährung gewährleisten.
      Die Schuldfrage ist so weit manifestiert, dass sie schon gar nicht mehr angezweifelt oder mind. eine Relativierung möglich ist.

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    • Stadtmensch sagt

      Dass die kapitalistische Wirtschaftsweise manifestierte Prädestinations-Ideologie ist (gottgefällige Lebensweise findet Ausdruck in materiellem Besitz) und bis hierher einen langen Weg der Evolution durchschritten hat (und nun leider auch von den Regionen der nachfolgenden Modernisierung übernommen wird), hat nichts mit dem “Urkapitalismus” der Landwitschaft zu tun. Der ist zwangsläufig suffizient, weil die Produktivität der Ökosysteme nun mal Grenzen hat.

      Warum probiert man nicht mal (wenigstens gedanklich) neue Modelle der “Sharing-Economy”, womit die Abgehängten (Besitzlosen) wieder in Verantwortung (Teilhabe) kommen könnten?
      Dann würden sie nicht das Billigste kaufen, weil sie wissen, dass dadurch die regionale Wirtschaft leidet. Wenn das Windrad der Gemeinde gehört, die davon ihren Strom bezieht, wird es eine ganz neue Akzeptanz geben (nur ein Beispiel).
      Also einfach die intrinsische Neigung des Menschen zur “Erfahrung von Selbstwirksamkeit” nicht unterdrücken sondern nutzen! Und wenn es dabei keine “Fortschritt” gibt, dann ist es eben so! Bäume wachsen ja auch nicht in den Himmel.
      Die Wirtschaft würde dann viel eher dem Menschen entsprechen. Ich sage nur, “keine drei Bauern unter einen Hut.”

      Die Liste kann man endlos fortführen. Wenn die Menschen spüren, dass sie an nichts mehr glauben können, an kein Himmelreich als Entschädigung für lebenslange Ohnmacht, dann werden sie zynisch oder treten nach unten. Ihnen ist alles egal und man muss die Wirtschaft mit Zwang stabil halten: “Mach den Bullshitjob der den Planeten ruiniert oder du kannst unter die Brücke ziehen”!

      Naja – etwas Rumgespinne muss schon mal sein…

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      • Sal Mander sagt

        Es gibt heute zahlreiche Sharing-Modelle, von Auto über Haus, Garten und Windrad, das die Gemeinde versorgt. Jeder, der Interesse hat, kann sich in entsprechende Projekte einbringen. Wenn sich nur wenige einbringen, dann deshalb, weil nur wenige Interesse daran haben, nicht, weil das kapitalistische System die Menschen an der Erfahrung ihrer Selbstwirksamkeit hindert.

        Wenn die Leute wirklich etwas wollen, dann werden sie aktiv. Ein Smartphone wollte jeder, und innerhalb von zehn Jahren war über die Hälfte der Menschheit im Besitz eines solchen. Ganz zwanglos.

        Eine am grünen Tisch entworfene Lebensweise gegen den Wunsch und gegen die Bedürfnisse der Menschen durchzusetzen, funktioniert auf Dauer nicht einmal in Diktaturen.

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      • Stadtmensch sagt

        Also die Grünen jetzt in Regierungsverantwortung ohne fachliche Kompetenz ist nicht das Problem. Das Problem ist meiner Meinung nach die Cancel-Culture (verstärkt durch soziale Medien) und die Überzeugung, das Richtige zu tun. Also ohne jegliche Selbstzweifel…

        Wie trotzige Kinder wollen sie den “Aggressor Russland” bestrafen und klammern sich an die moralisch vollkommen verrotteten USA.

        Habeck: “Dienend führen”

        Ich hoffe es finden sich genügend Leute, die diese Idioten zum Teufel jagen…
        Aber es ist eh zu spät. Die Tür nach Russland geht so bald nicht wieder auf. Und was das bedeutet heißt für uns Deindustrialisierung. Viele europäische Nachbarn freut das, so großkotzig wie wir immer daher gekommen sind…

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    • Lady sagt

      “Die Richtigkeit dieser Aussagen ahnen oder spüren vermutlich auch viele, die mit unzähligen Vorschriften …”

      Dann wäre es dreist und rücksichtslos mit immer neuen Forderungen aufzuwarten.
      Ich fürchte allerdings, dass viele einfach in ihrer eigenen kleinen Welt gefangen sind. Und sie nicht in der Lage sind, die Beschränktheit ihrer eigenen Perspektive zu erfassen.
      Und apropos: Ich fand viele der heutigen Beiträge etwas befremdlich und der Sinn blieb mir verschlossen.

  5. Elisabeth Ertl sagt

    Herr Donhauser,
    glauben Sie, dass Prof. Windisch und Urs Niggli von Misereor gesponsert sind? Die halten Viehhaltung für wichtig, aber ebenfalls nicht im gegenwärtigen Ausmaß. Könnte es nicht sein, dass der Einfluss umgekehrt läuft.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @Elisabeth Ertl – wer kann festlegen welches Maß Tierhaltung das richtige ist? Ist Heim-/Haustierhaltung aus dieser Sichtweise dann nicht komplett überflüssig und schädlich?

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Herr Donhauser, das ist zwar nicht das Thema Ihres Links, aber wenn Sie meine Meinung trotzdem off topic wissen wollen: Meiner Meinung nach gibt es kein Recht auf einen Hund für jedermann, wie Wolfsschützer Kotrschal fordert. Vielmehr sollten Hunde das bleiben, was sie von Anfang an waren: Nutztiere für Aufgaben, bei welchen sie konkurrenzlos sind: Jagdhund, Hütehund, Polizeihund, Lawinenhund, eventuell noch Therapiehund, Blindenhund; wenn sie – zusätzlich – geliebte Familienmitglieder sind, umso besser. Leider sind sie heute in vielen Fällen Schadorganismen, die Kinderspielplätze und Mähwiesen verschmutzen, auf Almen ihr potentielles Futter über Felsklippen in den Tod hetzen und den Platz wertvoller zwischenmenschlicher Kommunikation verstellen. Mit Nahrungstieren sind sie insoferne nicht vergleichbar, als sie genau wie Menschen deren Konsumenten sind.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Katzen stehen eh bei Tierschützern auch in der Kritik, weil sie z. B. Vögel fangen. Bei einem Meerschweinchen pro Familie mit Kindern würde ich als Schweinehalter ein Auge zudrücken.

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  6. Smarti sagt

    PETA möchte das Töten von Tieren verbieten – erstmal. Ist dies umgesetzt, dann wird auch die Haltung von Tieren verboten, denn auch das ist nicht artgerecht. Damit wird ein Drittel des Nutzlandes ( nämlich Grünland), nicht mehr zur Nahrungsmittelherstellung nutzbar. Ein weiteres Drittel wird von unserem Landwirtschaftsminister “wegen Naturschutzdingens” aus der Produktion gezogen – und das letzte Drittel wird zu Tode reguliert.
    Sollte es so kommen wie gewünscht, dann werden in Deutschland keine Tiere mehr geboren. ( Die Herden von Kühen, Schweinen, Schafen und Geflügel, die nach einem hoffentlich guten Leben schnell und schmerzlos getötet werden – um uns Menschen
    Leben zu schenken, die werden verschwinden ).
    Damit auch die Verwertung von zwei Dritteln aller in D wachsenden Rohstoffe, aber auch der “Gratis-Dünger” für sämtliche Biolandwirte und der beste Input für Biogas.
    Ja, der schnelle Tod für die Tiere in Deutschland ist damit gestoppt.
    Ironie: Der langsame, schmerzhafte, schleichende Tod der Kinder in armen Ländern geht uns ja nichts an – ist ja nicht unsere Schuld…. und überhaupt – die sind doch selber Schuld… warum kriegen die auch so viele Kinder…
    Fazit: Wer das Töten von Tieren ( auch Naturschutz-Oezdemir ist diese Richtung ) verbietet- fördert eins zu eins das Verhungern von Kindern !

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      • Jürgen Donhauser sagt

        @ Elisabeth Ertl – wir wissen beide was Misereor damit für eine Stimmung und Assoziationen auslösen möchte. Da könnte man genauso naiv zurück fragen: “Ich wüsste nicht, dass jemand ESSEN in den Tank oder Trog gibt”. Hmm, passt ein Laib Brot in den Tank?
        Auf meine Kritikpunkte und der schizophrenen Argumentation von Misereor und Greenpeace wurde nicht eingegangen.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Nein, das wissen wir beide ganz offensichtlich nicht. Ich lese es völlig anders als Sie!

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Außerdem ist sehr detailliert angeführt, um welche menschliche Nahrung es geht. Ich gestehe, ich habe auch erst jetzt im Zuge der Ukrainekrise gelernt, was alles aus der Ukraine kam und wie viele Menschen in Afrika von der Ukraine abhängig sind. Warum darf Misereor nicht dazu lernen?

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            • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

              Tja, dafür gibt’s kein Daumen hoch!
              Übrigens verbreitetet auch “Brot für die Welt” Unsinn. Die stellen eine umgetextete Version des Erntedankliedes “Wir pflügen und wir streuen” auf ihrer Webseite zur Verfügung wo es nur noch um den menschengemachten Weltuntergang geht und nicht wie im original alles von Gott abhängig ist. Einfach mal googln. Frau Ertl, es geht hier nicht um Details, sondern den massiven Generalangriff interessierter Gruppen auf unsere gewohnte Lebensweise und deren Zerstörung.

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          • Jürgen Donhauser sagt

            Dann nehme ich einen Punkt explizit heraus und bitte um ihre Begründung:
            Wenn es nach Sicht von Misereor moralisch verwerflich ist Fleisch zu essen, weil die Nutztierhaltung damit auch Ackerfläche bindet (was an sich schon keine schlüssige Argumentation ist), wie steht es dann mit der Heim/Haustierhaltung die keinerlei Beitrag zur Ernährung liefert? Warum fordert Misereor hier keine Abschaffung oder drastische Dezimierung?

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Es steht nirgends, dass man KEIN Fleisch mehr essen darf. Gefordert wird ein Abbau der TierZAHLEN. Wie Misereor zu Katz und Hund steht, das müssen Sie sie selber fragen. Darüber steht im Text gar nichts.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Warum ist es nur so wichtig das Thema Fleisch so hoch zu hängen? Man muss doch lediglich die Mathematik bemühen, um den Unsinn von der Weltrettung durch weniger Fleischverzehr zu widerlegen.
                Wenn 82 Millionen Deutsche ihren Fleischverzehr halbieren und 2,4 Milliarden Inder ihren um 10kg erhöhen, was resultiert daraus?
                Genau, ganz viel mehr….
                Also muss man ausschließlich zwei Länder überzeugen, dass sie unserem Vorbild folgen (mit Gewalt wirds schwierig) und ihren Versorgungsstand max. erhalten, aber auf keinen fall steigern.
                WIR retten die Welt nicht durch Fleischverzicht, Österreich auch nicht. Wenn wir dagegen unseren Wohlstand halbieren, dann sieht die Sache schon anders aus…aber die Chinesen und Inder müssen dann dennoch auf ihren Stand von heute bleiben. Ansonsten geht die Welt dennoch unter, ist mathematisch doch einfach nachzurechnen….

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                • Reinhard Seevers sagt

                  ..sorry, sollte Inder und Chinesen heißen ….

    • Reinhard Seevers sagt

      Grethe untermauert Cems Aussagen……wenn es aus der Agrarwissenschaft kommt hat die Landwirtschaft wohl kaum eine Chance des Widerlegens mehr.
      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/klimaschutz-in-der-landwirtschaft-muessen-viel-weniger-fleisch-und-milchprodukte-produzieren-und-essen-a-21175c9d-188d-4442-99c8-10479aa4d259
      Das Deutsche Volk und sein Handeln rettet die Welt. Wie wir wohl ohne Externalisierung und Importe sämtlicher Rohstoffe überleben werden, das wird interessant.

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  7. Rudolf Weishaupt sagt

    Deutschlandfunk: Weite Teile Afrikas leiden unter Dürre. Der Schriftsteller Navid Kermani reist derzeit für die Wochenzeitung „Zeit“ durch Madagaskar. Kermani warnte im Dlf: „Wenn es jetzt nicht regnet, droht eine humanitäre Katastrophe.“ Das Interview (https://ogy.de/n3g5), kann man hören.

    Nun bitte! Wurde diese Wasserknappheit auf Madagaskar durch Misereor (die katholische Kirche?), Greenpeace oder die Partei der Grünen verursacht? Zum Teufel mit jedem, der es wagt hier mit einem „Ja“ zu antworten.

    Klimawandel ist sehr real. Wir merken das ja auch hier in Deutschland, Bauer Willi berichtet darüber. Trotzdem sind unsere Sorgen eher ein „Jammern auf hohem Niveau“. Man kann auch die Folgen des Klimawandels nicht sofort stoppen. Jedes Engagement gegen den Klimawandel, das jetzt verwirklicht wird, kann den Prozess erst in mindestens 20 oder 30 Jahren verlangsamen.

    Was also sollen wir in Deutschland tun? Augen zu und durch? Nein, das wäre selbstmörderisch. Möglichst viel unternehmen, um Klimawandel, Artensterben, Wassermangel und Bodenverarmung hierzulande und weltweit zu bekämpfen? Das finde ich richtig!

    Als Aachener und Katholik verfolge ich schon seit langem die Aktivitäten von Misereor, das ja in Aachen ansässig ist. Misereor hat immer das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ verfolgt. Auch habe ich in Erinnerung, dass der Anteil der Spenden, die für die Eigenfinanzierung verwendet werden, bei Misereor im Vergleich sehr niedrig ist. Deshalb macht mich der Beitrag traurig, die wirklich wichtigen Dinge werden nicht berücksichtigt.

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    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      “Klimawandel ist sehr real.” — Konkret real ist das gute alte Wetter. Das “Klima” ist ein (modellierbarer) Datensatz, der mindestens 30 Jahre alt ist. Erklären Sie mir doch mal, wie die etwa 20ppm CO2, die die gesamte Menschheit seit Beginn der Industriellen Revolution insgesamt in die Atmosphäre abgegeben hat, zu einer die Menschheit vernichtenden Apokalypse führen können soll. Was erzählen uns die Hungersteine, die jetzt in manchen Flüssen sichtabr werden? Bedeuten die etwa, dass die Deutschen schon vor 400 Jahren zuviel Auto gefahren sind? Wissen Sie, wie oft die Erde in die Sonne passen würde? Können Sie sich vorstellen, dass das Flagellantentum eine Renaissance erleben könnte? Haben Sie überhaupt kein Gottvertrauen mehr?

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      • Lieschen Müller sagt

        Seit Beginn der Aufzeichnungen (60er Jahre) beträgt der Anstieg mehr als 100 ppm. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 25% in 60 Jahren.

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        • Mark sagt

          Genau, vor ca. 60 Jahren war der CO2 Gehalt bei 280 ppm, jetzt ist er bei ca 400 ppm. Unter 200ppm ist kein Leben auf diesem Planeten mehr möglich. Seien wir also froh, dass der CO2 gehalt um mehr als 100ppm gestiegen ist und nicht gefallen!

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          • Lieschen Müller sagt

            2021 waren es 420 ppm. Als vorindustriell wird 280 ppm bezeichnet. Sie haben schon Recht: besser 50 kg zunehmen, als 50 kg abnehmen. Beim ersten stirbt der Mensch einen langsamen Tod, beim zweiten einen schnellen. Mit welchem Mechanismus hätte denn denn der CO2-gehalt um 100 ppm sinken können?

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    • Bauer Willi sagt

      @Weishaupt
      Am Dienstag habe ich einen Interviewtermin in Aachen bei Misereor.
      Was Misereor macht ist populär. Mit uns Landwirten, die die Lösung sind, redet niemand. Auch Sie reden über die Köpfe der Landwirte hinweg.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Jedes Engagement gegen den Klimawandel, das jetzt verwirklicht wird, kann den Prozess erst in mindestens 20 oder 30 Jahren verlangsamen.”

      Der NABU hat gerade die Umrüstung der Kreuzfahrtschiffe als guten Weg zur Klimarettung gelobt. Wie kann man. das Klima retten wollen, wenn es zugelassen wird, dass Ressourcen grundsätzlich allein für die Herstellung dieser Spaßfahrzeuge nicht unterbunden wird? Wie kann man den Bereich der Nahrungserzeugung überhaupt anfassen, ohne die mehrheitlich schädlichen anderen Bereiche überhaupt nicht anzugehen?
      Wer sagt endlich die Wahrheit darüber, dass die Aufrechterhaltung von Konsum in allen Formen der Maßstab für die Diffamierung der Nahrungserzeugung dient, ein Ablasshandel für ein “weiter so” mit Spaßhaben und Konsum.

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      • sonnenblume sagt

        Der NABU wird doch seinen Spendern nicht auf die Füße treten. Es gibt spezielle Angebote für Veganer. Nachhaltige Schiffsreisen für diese Klientel.

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      • Inga sagt

        “Wie kann man den Bereich der Nahrungserzeugung überhaupt anfassen”

        ohne davon Fachwissen zu haben.
        und eben ohne die anderen Umweltsünder zu erwähnen….

        Das bedeutet Respektlosigkeit!
        Ist davon nicht ein Gleichnis in der Bibel zu finden?

    • Jürgen Donhauser sagt

      @Rudolf Weishaupt – Sie gehen mit keinem Wort auf die widersprüchlichen Punkte von Misereor ein, die ich im Artikel aufgezeigt habe – warum?

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    • Ostbauer sagt

      Wenn Misereor das Prinzip “Hilfe zur Selbsthilfe” verfolgt, wie bitte passt dann diese unsägliche Tank- Teller -Trog- Diskussion in ihr Konzept ?

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    • Inga sagt

      “Nun bitte! Wurde diese Wasserknappheit auf Madagaskar durch Misereor (die katholische Kirche?), Greenpeace oder die Partei der Grünen verursacht? ”

      Nein natürlich nicht,
      das sind naturwissenschaftliche Phänomene und wenn Misereor da mitreden will, dann hat es sich erstmal damit zu beschäftigen und mit Umweltgestalter (wenn man sie so bezeichnen darf) wie Land- und Forstwirte zu reden und sie nicht zu ignorieren.

      Welche Berufsgruppe wird von der Kirche noch ignoriert?

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      @ Weishaupt

      “Nun bitte! Wurde diese Wasserknappheit auf Madagaskar durch Misereor (die katholische Kirche?), Greenpeace oder die Partei der Grünen verursacht? Zum Teufel mit jedem, der es wagt hier mit einem „Ja“ zu antworten.”

      Hat die Landwirtschaft die Wasserknappheit auf Madagaskar verursacht?

      Misereor ist ist mir bei Spendenaufrufen immer aufgefallen, als ein Mann mit grüner Arbeitskleidung abgebildet wurde und dazu geschrieben wurde, seht wie es den Bauern bei uns gut geht, im Gegensatz zu den Bauern in Drittländern.

      Offensichtlich sind die der Meinung, den deutschen Bauern geht es zu gut.
      Keinen Cent werfe ich denen in das Spendendose.

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    • Klemens Minn sagt

      Wenn man etwas tun will um die Folgen der Klimaveränderung zu minimieren, muss man die Erfahrung der Menschen nutzen und nicht Menschen mit Erfahrung diskreditieren.
      Zudem muss man das Wissen derer die handeln sollen, verbessern. Dies setzt voraus, dass man die Urteilsfähigkeit der Menschen verbessert. Bevormundung etc. steht dem im Wege.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Danke für Ihren Beitrag! Mich überzeugen die Beiträge Herrn Donhausers schon lang nicht mehr. Er ist als Biolandwirt gescheitert und stellt selbst konventionelle Schweinehaltung als hygienisch äußerst kompliziert dar. Warum nur hat eine meiner Freundinnen Bioschweine auf teilweise Stroh und mit Auslauf 35 Jahre lang ohne gröbere tiermedizinische Probleme und ohne nennenswerte Ausfälle halten können. Es gibt EIN gewichtiges Argument gegen Bio: den geringen Ertrag. Diese unsachliche Verunglimpfung von Biobauern aber, die Herr Donhauser betreibt, die ist unerträglich.
      Herr Donhauser scheint ein unglücklicher Schweinehalter zu sein. Trotzdem plädiert er dafür,die Schweinehaltung unbedingt auf dem gegenwärtigen – oder gar vorletztjährigem – Niveau beizubehalten, obwohl die Gesellschaft weniger Fleisch konsumieren will ( auch aus gesundheitlichen Gründen).
      Alle Weisheitslehren dieser Welt plädieren für die Mäßigung des materiellen Konsums, immer auch des Fleischkonsums. Die leuchtendsten historischen Persönlichkeiten der katholischen Kirche, dir Heiligen, haben dieses Maßhalten empfohlen und auch selber gelebt. Wenn nun die katholische Kirche dieser Tradition folgt, will Herr Donhauser am liebsten austreten.
      Mich überzeugt das alles nicht.

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      • Reinhard Seevers sagt

        So lange eine monotheistische christliche Kirche nicht ohne ihre Heiligen und Seeligen auskommt und das Zölibat praktiziert, so lange ist sie für mich eine im Mittelalter verhaftete Altherrenriege, die ausschließlich machisme Attituden lebt……mich überzeugen die nicht.
        Als Frau müsste man längst ausgetreten sein….was muss noch passieren?

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      • Peter sagt

        “Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
        Ich kenn auch die Herren Verfasser;
        Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
        Und predigten öffentlich Wasser.” …funktioniert heute eben mit Fleisch (;-))

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        • Reinhard Seevers sagt

          Genau Peter. Und es ist so simpel, mit diesem Teilaspekt menschlichen Handelns von den wahren Ursachen abzulenken. Während der Massai Fleisch von seinen Rindern und Ziegen ist, deren Milch mit deren Blut mischt und in Hütten aus Kuhfladen lebt, werden bei uns Kreuzfahrten ökologisiert, Rasenroboter laufen gelassen, E-gebiket und Fleischverzicht gefordert….völlig Gaga, aber kommt an bei den Alibi-Konsumisten.

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          • Reinhard Seevers sagt

            P.s.: Heute im Angebot bei Lidl: Monsieur Cuisine smart nur 449,-€.
            Der Kapitalismus funktioniert, tagtäglich!👍💪

      • Obstbäuerin sagt

        “Die leuchtendsten historischen Persönlichkeiten der katholischen Kirche, dir Heiligen, haben dieses Maßhalten empfohlen und auch selber gelebt.” Nun will ich ja nicht behaupten, dass in den Klöstern leuchtende Persönlichkeiten tätig waren aber mir ist bekannt, dass Völlerei gerade in der katholischen Kirche nicht ganz unbekannt war. Um die Übergewichtigkeit und ausufernde Körperfülle einzudämmen, gab es in einigen Klöstern schmale Türöffnungen zum Speisesaal. Wer nicht mehr durchkam, musste fasten. Wird wohl kaum durch Salat und Kräutertee gekommen sein, Frau Ertl.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Ja, warum wurden immer wieder neue Klöster gegründet? Weil mit der Zeit die Sitten verfallen waren. Aber das Ideal lebte offensichtlich weiter. Wenn ein alter Baum stirbt, wächst ein neuer. Alles auf der Welt ist vergänglich, auch Kultur. Aber es gibt auch immer wieder Neuanfänge.

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Ja, warum wurden immer wieder neue Klöster gegründet? Weil mit der Zeit die Sitten verfallen waren.”
            Die Gründung von Klöstern auf den Sittenverfall zurückzuführen ist schon eine krasse Begründung.
            Ist es nicht eher so, dass jeder neue Orden seine Weltsicht als die allein seeligmachende preisen wollte und das Missionieren in ihrer DNA lag?
            Es gibt so viele Glaubensrichtungen, wie es Menschen gibt, sie vereinigen sich dort, wo sie die größte Schnittmenge mit den eigenen Glaubensgrundsätzen verorten. Vom Animalismus über den Polytheismus bis zum Monotheismus ist ein langer Weg, er ist aber noch nicht zu Ende…evtl. steht am Ende die Erkenntnis, dass Transzendenz nur ein Schutz gegen die menschliche Unfähigkeit zur Vernunft ist?

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            • Stadtmensch sagt

              Die Definition von Vernunft ist ja schon das Problem. Das werden wir wohl nicht los, weil der Geist (sog. Vernunft) im Gegensatz zum Trieb steht.

              Und weil in den kirchlichen Institutionen nun mal Menschen wohnen, braucht man eben schmale Türen zum Speisesaal und Zölibat.

              …und der Grün denkende Mensch braucht einen Waschlappen und eine pflanzliche Nahrung, um ruhigen Gewissens sein 150m² Einfamilienhaus auf dem Acker samt Hund und Elektro-SUV bewohnen zu dürfen.

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      • Sal Mander sagt

        “Alle Weisheitslehren dieser Welt plädieren für die Mäßigung des materiellen Konsums, immer auch des Fleischkonsums.”

        Und? Hat es was genutzt?

        Wenn es einen Zusammenhang zwischen Reden und Handeln gibt, dann ist er, gesamtgesellschaftlich gesehen, umgekehrt reziprok. Das heißt, es geschieht das genaue Gegenteil von dem, was in den Reden thematisiert wird. Wenn immer mehr vom Energiesparen die Rede ist, kann man sicher sein, dass in Wirklichkeit immer mehr Energie verschwendet wird. Wenn von Mäßigung die Rede ist, kann man sicher sein, dass in Wirklichkeit die Völlerei zunimmt. In keiner Gesellschaft ist so viel die Rede vom Individualismus wie in der Gesellschaft der Massenmenschen.

        Das heißt nicht, dass jeder, der Wasser predigt, in Wirklichkeit Wein säuft. Es gibt Wasserprediger, die Wasser trinken, keine Frage. Aber man kann davon ausgehen, dass in einer Gesellschaft, in der immer lauter Wassertrinken gepredigt wird, in Wirklichkeit immer mehr Wein getrunken wird.

        Mit Sicherheit kann ich sagen, dass es den Wasserpredigern, unabhängig davon, ob sie sich selber an ihre Reden halten oder nicht, NICHT gelingt, die Gesellschaft langfristig in ihrem Sinne zu ändern. Deshalb sind all diese Weisheitslehrer und solche, die sich dafür halten, in Wirklichkeit gar nicht weise. Sonst hätten sie längst erkannt, dass sie mit ihren Reden ihre Ziele nicht erreichen, sondern womöglich mit zur Verwirklichung des Gegenteils beitragen.

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        • Stadtmensch sagt

          Müssen ja nicht unbedingt Wasserprediger sein, die die Aufklärung weiter treiben.
          Laut Immanuel Kant ist der Mensch der Ursprung der Ordnung (im Gegensatz zur göttlichen Ordnung, der sich der Mensch fügen muss).

          Es ist also sehr betrüblich wenn man mit “there is no alternative” Wahlen gewinnt.
          Oder wenn jemand den Markt, das Geld, den Kapitalismus als Naturgewalt “vergöttert” und sich dabei innerlich freut, wie sauber das System die Spreu vom Weizen trennt.

          Das zeugt entweder von bösartiger Gegenaufklärung (wie bei jeder Religion zur Absicherung von Privilegien) oder von wirksamer Verblödung der instrumentalisierten Massen. Oder beides…

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          • Brötchen sagt

            Stadtmensch auf Arte läuft ja gerade die amerikanische Doku “Dust Bowl”

            Interessant ist da schon welche Mentalität die Amis haben, vergöttern tun die gar nicht mal.

            Das sind innere Werte, aus denen sich das ergibt. Könnte sein das entspringt auch den kirchlichen Werten dort.

            Betrifft auch Bauern.

            Zudem wird von denen auch gesagt: ” wo sollen wir denn hin, ohne Geld ….”

            Was wurde den Ossis gesagt, nu habt Euch doch nicht so, geht ihr eben woanders hin, z.B. als Sklaven nach AT 😉 Vor allem dritter Teil.

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            • Stadtmensch sagt

              Danke für den Tip. Schau ich mir an.
              Ich kenne Dust Bowl nur von “Früchte des Zorns”. Naja, und von “Dreck” (David Montgomery).

              Prärie mit Büffelgras hätte 10 Jahre ohne Regen sicher besser üerstanden, als mit Massen von verzweifelten Einzelkämpfern, die gegen jeden Verstand den Boden aufreißen, nur damit sie nicht als Sklaven nach Kalifornien müssen. Was ihnen ja dann trotzdem nicht erspart blieb.

              Die Amis sind “Frontier-Menschen”. Immer Kampf, überall Feinde, immer Puritanismus. Deshalb kommen Ayn Rand Elaborate bei denen gleich nach der Bibel – hoffnungslos…

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              • Brötchen sagt

                haben es aber wieder hinbekommen.

                Ich fand es interessant, da es auch Parallelen gibt.

                Auf agrarheute wird das weitsichtige DDR bewässerungsprogramm gelobt, was wieder reaktiviert werden soll, in Thuringia.

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          • Sal Mander sagt

            Der von Isaac Newton begeisterte Immanuel Kant ging davon aus, dass es ein allgemeingültiges moralisches Gesetz im Menschen analog den Naturgesetzen gibt. Damit lag er falsch.

            Die Verblödung der instrumentalisierten Massen ist ein Resultat der Aufklärung selbst, nicht etwa einer bösartigen Gegenaufklärung, cf. Max Horkheimer: Kritik der instrumentellen Vernunft.

            Markt, Geld und Kapitalismus sind insofern Naturgewalten, dass sie Ausdruck dessen sind, was der Mensch ist. Im Marktgeschehen, der Geldwirtschaft und im Kapitalismus verwirklicht sich der Mensch als das, was er naturgemäß ist. Der Kapitalismus ist nicht ein dem Menschen aufgezwungenes System. Mensch und Kapitalismus sind die beiden Seiten derselben Medaille.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Der Kapitalismus ist nicht ein dem Menschen aufgezwungenes System. Mensch und Kapitalismus sind die beiden Seiten derselben Medaille.”

              Deshalb funktioniert er auch so gut….er nutzt die menschlichen Eigenschaften. Deshalb ist es auch so schwer eine Alternative zu finden, ohne den Menschen und seine Eigenschaften zu integrieren….was ist also zu tun? Der 5-fach Formel des v. Weizsäcker, oder dem Subsidenz-Prinzip des Nico Paech folgen?

      • Jürgen Donhauser sagt

        @ Elisabeth Ertl: “Er ist als Biolandwirt gescheitert…” – dann haben sie sich offensichtlich nicht mit den Gründen auseinander gesetzt, sonst hätten sie nicht die Formulierung “gescheitert” verwendet. Ich würde sagen, ich habe dazu gelernt und aus dieser Erkenntnis mich für das Tierwohl und konventionelle Schweinehaltung entschieden. Aber Angesichts der jetzt vielen “gescheiterten” Biobauern finde ich ihr Urteil schon ein wenig platt.

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    • Ludger sagt

      Jeder landwirt arbeitet nachhaltig, ansonsten würde er Raubbau an der Natur begehen, die sogenannten öko oder auch bio Bauern können und dürfen um ihrem Label gerecht zu werden gar nicht nachhaltig arbeiten, sowohl diese beiden , aber umso mehr alle die um unseren Markt buhlen also insbesondere die Importware haben weder den Anspruch nachhaltig zu sein noch wird dieses als Ziel gesehen. Konsequenz ist klar, um in Deutschland mehr Nachhaltigkeit bei landwirtschaftlichen Produkten zu erzielen müsste zu allererstmal die importware den gleichen Auflagen entsprechen und auch dieselben Kontrollen erfahren wie es den deutschen Landwirten und ihren Produkten selbstverständlich abverlangt wird, so hätte die deutsche Landwirtschaft, die Umwelt das tierwohl und nicht zuletzt die vielzitierten Insekten profitiert wobei das ganze dann tatsächlich sogar zum Vorteil der Kunden wäre.

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  8. Ludwig sagt

    Miserior oder Brot für die Welt ist alles das Gleiche. Das gehört zu den beiden großen Kirchen. Leider haben die sich zur fünften Kolonne bei den Grünen gemacht. Der Kirchesteuerzahlende Gläubige ist denen egal. Weltenrettung ist angesagt. Selbst viele meiner Bekannten , die in Kirchvorständen sind , sagen das die Kirchen in der Coronazeit versagt haben. Wenn man es ganz hart sieht ,dann ist die Kirchensteuer gleich zu behandeln wie die GEZ-zwangssteuer für den Öffentl. rechtlichen Rundfunk mit nur geringen Informationswert. Wenn ich meinen Glauben nicht hätte , dann wäre ich schon längst aus der Kirche ausgetreten wie es einige meiner Kinder schon getan haben. Ein Gegenargument habe ich dazu auch nicht , sondern hoffe das mal eine Gegenbewegung einsetzt und der Gläubige hier vor Ort mehr Beachtung bekommt , statt die Welt zu retten. Auch bei unseren Pastoren gibt es nur wenige , die den Beruf wirklich als Berufung sehen , sondern eher als Job mit Vollversorgung.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @Ludwig – es ist wie bei den Politikern. Einige starten schon mit Idealismus und wollen positiv wirken. Wenn man sich allerdings an die Vergütung, oder wie Du es formulierst “Job mit Vollversorgung”gewöhnt hat, dann überwiegt immer mehr die Angst dies wieder zu verlieren und man entfernt sich von seinen ursprünglichen Idealen und vertritt das, was die Leute gerne hören. Dies war ein Grund, warum ich mich mit meinen knapp 190 €/Monat Entlohnung als Diakon mit Zivilberuf nicht in Abhängigkeit geben wollte. Aber bitte sei gnädig mit dem “Fußvolk” in der Kirche – es gibt auch noch einige, denen es ein echtes Anliegen ist Menschen, auch durch gute Predigten, zu helfen und zu inspirieren!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “Wenn man es ganz hart sieht ,dann ist die Kirchensteuer gleich zu behandeln wie die GEZ-zwangssteuer für den Öffentl. rechtlichen Rundfunk mit nur geringen Informationswert. ”

      Das stimmt so nicht. Man kann aus der Kirche austreten.
      Und das werde ich auch tun.

      2
  9. Bauer Fritz sagt

    Aktuell dazu:
    Cicero 9/22: Die fünfte Gewalt
    “Was einst und aus guten Gründen vom Staat zur Bekämpfung von Rechtsextremismus auf den Weg gebracht wurde, hat sich mittlerweile in einen riesigen und unüberschaubaren Subventionsapparat verwandelt, bei dem „Demokratie“ nur noch als Schlagwort dafür dient, um Interessengrüppchen zu versorgen und politische Vorfeldorganisationen linker Parteien auf Kosten der Allgemeinheit ins Leben zu rufen. Von wegen „Nichtregierungsorganisationen“: Das intransparente Gestrüpp unzähliger Aktivistenvereine ist längst ein regelrechter Staatsbetrieb geworden, dessen Protagonisten
    mit einem Selbstverständnis auftreten, als wären sie gewählte Volksvertreter.
    Denn sobald weltanschaulich geprägte Nichtregierungsorganisationen mit
    Unterstützung des Staates einseitig in die öffentliche Meinungsbildung eingreifen,
    nimmt „die Demokratie in ihrer Substanz Schaden“, so Brodkorbs Fazit.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @Bauer Fritz – der “Ritterschlag” von Greenpeace erfolgte noch durch Angela Merkel bei der 50 Jahr Feier von Greenpeace vor fast genau einem Jahr!

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  10. Jürgen Donhauser sagt

    Kein anderer, als der Landwirt selbst, hat einen umfassenderen Überblick. Bei ihm laufen alle Anforderungen zusammen und er muss in seinen Entscheidungen abwägen. Alle anderen Beteiligten sehen nur das enge Spektrum ihres alleinigen Anliegens. Umwelt-, Tier-, Klima-, Boden-, Insektenschutz, Nachhaltigkeit, und nicht zu vergessen, Rentabilität. Er ist der einzige, bei dem alle Aspekte zusammenlaufen. Ihm aber, dem Landwirt, spricht man permanent die Eignung hierzu ab die richtigen Entscheidungen fällen zu können. Dies ist der Grund, warum auch bei steigenden Preisen die Hofnachfolger dankend auf solch eine Rolle verzichten. Dem Volk laufen die Bauern davon! Der Weg wird frei für Greenpeace, Misereor, B.U.N.D. etc. Kauft oder pachtet von uns Landwirten die Betriebe und beweist uns wie man alle Anforderungen wirtschaftlich vereinen kann – oder aber vertraut einfach darauf, dass wir schon seit Generationen nachhaltig wirtschaften und schon im eigenen Interesse nicht unsere Grundlagen zerstören wollen. Aber hört bitte einfach auf, von der Seitenlinie besserwisserische Ratschläge zu erteilen, wenn ihr selbst nie in dieser Verantwortung steht!

    21
  11. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    “2. Warum misst Misereor mit zweierlei Maß? Während man der Landwirtschaft klimaschädliche Produktion unterstellt obwohl sie im Kreislauf wirtschaftet, so nimmt es Misereor und Greenpeace als normal hin, dass Deutschland als Industrie-Exportnation sowohl ihre Rohstoffe als auch die benötigte Energie importieren, hier produzieren und somit sich permanent gegen Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Land stellen.” — Man kann das Klima nicht schützen, weil das Klima ein Datensatz ist! Wenn man der Lüge vom anthropogenen Klimawandel glauben schenkt, dann hat schon verloren und wird keine Argumente anbringen können, die die künstlich erzeugten Scheinprobleme aus der Welt schaffen könnten. Beim sog. Klimaschutz geht es ausschließlich um politische Macht.

    —————————————————————————————
    MISEREOR und Greenpeace scheinen im Sinne von UNO/EU/WEF schon länger zu kooperieren.
    https://www.misereor.de/presse/pressemeldungen-misereor/eu-mercosur-handelsabkommen

    “Hamburg/ Aachen, 3. Mai 2021
    EU-Mercosur-Handelsabkommen
    Greenpeace und MISEREOR präsentieren neues Rechtsgutachten

    Hamburg/ Aachen, 3.5.2021 – MISEREOR und Greenpeace haben ein neues Rechtsgutachten zum geplanten EU-Mercosur-Abkommen veröffentlicht. Es belegt die Mängel der bisherigen Bestimmungen zu Menschenrechten und Nachhaltigkeit und sieht Neuverhandlungen als einzigen Ausweg. Letzte Woche hatte der Vizepräsident der EU-Kommission Dombrovskis seine Absicht bekräftigt, das Abkommen mithilfe einer Zusatzvereinbarung mit Brasilien zum Umweltschutz zu retten. Auch die Bundesregierung setzt sich trotz der zwischenzeitlich kritischen Töne der Bundeskanzlerin für einen Abschluss ein. “Dieses Abkommen taugt nichts. Die Bundesregierung ist jetzt gefordert, sich gegen diesen Klimakiller-Deal auszusprechen und für Neuverhandlungen einzusetzen”, sagt Greenpeace Handelsexperte Jürgen Knirsch.”

    Grün bedeutet auch Big Business und massive Geldumverteilung von unten nach oben.

    2
  12. firedragon sagt

    Herr Donhauser,
    der HauptgeschäftsFührer von Misereor stammt ursprünglich aus der Landwirtschaft, er sollte sich seines Ursprungs erinnern. Er könnte auch einfach zu seinen Verwandten gehen und seine Erinnerungen auffrischen und auf den neuesten Stand bringen – tut er aber nicht.

    8
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Drachen,
      viele die aus der Landwirtschaft stammen, fühlen sich beim Erbe benachteiligt,
      anders gesagt, das sind die Schlimmsten.

      6
      • firedragon sagt

        Wenn ich Dir sage, Ehemaliger Landwirt, er gehört eben nicht zu den Benachteiligten, verstehst Du sicherlich, was ich meine.

        1
      • Inga sagt

        Die können wohl nicht zwischen Betriebs- und Privatvermögen unterschieden.

        So etwas müßten Eltern vorher klären.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Euer Wachse-oder-weiche-Wahn hat Viele unglücklich gemacht. Kann man darauf stolz sein?

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Ihr seid doch die vorläufigen Sieger dieses Prozesses, und nun habt ihr Angst, wieder von noch Größeren abgelöst zu werden.

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            • firedragon sagt

              Frau Ertl,
              wenn Sie hier nicht dauernd versichern würden, wie glücklich, Sie auf Ihrem Berg sind, käme ich glatt auf den Gedanken, Sie sind vor Neid zerfressen … weil Ihr Satz eine einzige Neidbekundung ist, an ALLE landwirtschaftlichen Betriebe, die es irgendwie bis hierhin geschafft haben.
              Hier auf dieser Plattform wurde von einigen, auch von mir, dargestellt, warum sich ein Betrieb erweitert oder aufgibt.

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  13. Inga sagt

    “1. In der Vergangenheit mahnte Misereor immer wieder an, die landwirtschaftlichen Exporte aus der EU würden den Weltmarktpreis nach unten drücken und somit den Kleinbauern in den Entwicklungs- und Schwellenländern keine Chance bieten, rentabel zu produzieren. Nun fordert aber Greenpeace und Misereor in der Petition, die ausgefallenen Getreideexporte aus der Ukraine und Russland zu ersetzen. Was gilt nun? Exporte in die armen Länder? Ja oder nein?”

    Misereor hat keine Ahnung,
    es sollte Agraringenieure einstellen.
    Weil es aber keine Ahnung von dem Thema hat wendet es sich stattdessen an Greenpeace.
    Weil die auch nur oberflächlich arbeiten, sollte sich Misereor lieber an Landwirtschaftsämter, -institutionen oder praktische Bauern (Ob die dafür zu hochnäsig sind?) halten.
    Dadurch bekommen sie das optimale Wissen und können urteilen.

    Wir mit unserem relativ fruchtbaren Böden und gute High-Tech-Praxis, die ja auch aus Nahrungsmittelmangel entstanden ist, aber nach und nach ökologischer wurde, können so gut es geht die fehlenden Getreidearten aus der Ukraine ersetzen.
    Und da, wo sie gebaucht werden, wo nichts wächst und deswegen von der Ukraine abhängig sind,, vielleicht hin liefern. jedenfalls entlasten. Andere EU-Staaten helfen vielleicht da auch.
    Das sind aber ganz andere Länder, als die wo wir unsere landw. Produkte auf den Markt werfen, so dass die dortigen Verbraucher danach greifen und die Produkte der eigenen Landwirtschaft verschmähen, so dass die davon kaputt geht.

    Dann muß denen Regionen auch noch geholfen werden, wo der Klimawandel schon weiter fortgeschritten ist und die Landwirtschaft unmöglich macht.

    Jedenfalls können wir unsere zur Zeit nicht vernachlässigen.

    Wer sagt es Misereor und Greenpeace??

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    • Inga sagt

      “Dann muß denen Regionen auch noch geholfen werden, wo der Klimawandel schon weiter fortgeschritten ist und die Landwirtschaft unmöglich macht.”

      Denn Özdemir sagt:

      “Der Hunger ist da am größten, wo Klimakrise und Artensterben mit aller Macht wüten.”

      Wie verhindert man Wüstenbildung?

      • evo.... sagt

        Die Europäer machen sich die Hälfte ihres Kontinents mit Windrädern zu Wüste.

        Ich habe auch den Verdacht, dass das Artensterben mit den Dürren zusammenhängt. In 2018 hatte ich Angst, dass mein Feldgemüse vertrocknet und mir ein paar Tropfschläuche gekauft. Dann hab ich das alte Güllefass mit Wasser gefüllt und bin auf den Acker gefahren. Nachdem ich das Wasser aufgedreht hatte hat sich eine Vielzahl von Schmetterlingen auf die feuchten Stellen gestürzt. War selber überrascht, was es hier noch alles für Schmetterlingsarten gibt.

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        • Inga sagt

          Klar, alle Kreaturen leiden darunter, das ist eine schleichende Verwüstung.
          Da gibt es kaum noch Biodiversität.

          Deswegen muß man vorher Vorkehrungen treffen, aber mit Sachverstand und Verantwortung.

    • Mark sagt

      “es sollte Agraringenieure einstellen.” Ausgebildet von dunkelgrünen Professoren wie Lackner, Spiller, Grethe und Co ?? Das kann man mittlerweile sein lassen.

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  14. Bauernfreund sagt

    Sehr guter Kommentar. Man sollte nicht nur an diese Hungerförderorganisation nicht spenden sondern ganz aus der Kirche austreten.
    Aber hier wir die Schwäche der Bauern deutlich. Biobauern und Landfrauen finden dies alles ganz toll mit der Petition und so, und diese fallen uns permanent in den Rücken.

    Aktive Bauern und Ernährer sind eine kleine Minderheit.

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  15. Schorsch Summerer sagt

    Gerade die Kirche ist seit langem für das Umbruchverbot und das steht genau so in ihren Pachtverträgen drin. Würden bitte die Damen und Herren von Misereor mir mal vormachen wie das aussieht wenn sie meine von der Kirche gepachtete Wiese abgrasen? Dann können wir auch wieder über Spenden reden.

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  16. Thomas.d sagt

    OK muss man nicht wirklich verstanden haben.
    Für mich jedenfalls glaube ich an Gott auch wen ich hin und wieder Zweifel hege.
    Aber was ich mich Frage an was glaubt dir Katholische Kirche?
    Soll es wirklich Gott sein den sie auf der Erde vertritt?
    Bei soviel Mist den die Kirche unter den Teppich gekehrt hat ist schon ein großer Berg geworden.

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  17. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Was passierte mit einem Drittel deutscher LN -wir sprechen hier von immerhin über 5 Mio. Hektaren- wo ein absolutes Umbruchverbot heute gesetzlich manifestiert ist!? Jeder einzelne Quadratzentimeter ist schließlich von irgendeiner Behörde erfasst. Wie/wo soll eben dieses Dauergrünland einer alternativen sinnvollen Verwertung zugeführt werden!? Gerade unsere Almenregionen harren hier sicherlich angespannt der Dinge, was anstelle von Wiederkäuern für die nimmersatten Zweibeiner hier in ausschließlich verbalen Allgemeinpositionen aktuell an gesamtgesellschaftlich gesundheitsfördernder „Kulinarik“ kreiert werden kann. Was wird schlussendlich aus unserem modernen Kult-Almöhi, dem Geißenpeter und seiner Heidi!? Hat Özdemir ein solches drittes immaterielles Weltkulturerbe grün-geistig vielleicht noch nicht auf seinem Schirm oder scheut er vielleicht vor einer inflationären (fleischeslüsternen) Weltkulturerberei verständlicherweise doch etwas „vornehm“ zurück!?

    MISEREOR und auch Greenpeace bleiben in dieser durchaus komplexen Thematik eine Antwort jedenfalls absolut schuldig, wie man eben diese riesigen Flächenareale alternativ nutzbar machen kann. Wir Bauern wissen das bis heute (noch) nicht! – Sollten wir vielleicht künftig die Zweibeiner zur spaßigen Gruppenbeweidung auf die Almen entsenden, um den menschlichen Verdauungsapparat Zug um Zug revolutionieren zu wollen, damit diese neuen „Ernährungsgewohnheiten“ überhaupt salonfähig zu machen sind, das wird zunächst einmal sicherlich ernstzunehmende „Palastrevolutionen“ herbeiführen… Auf geht‘s! – Die Besserwisserfraktionen bitte beispielhaft voran; man baut ja schließlich äußerst vertrauensvoll auf den eigenen Irrsinn u. nimmt damit selbst ggf. eine Überbevölkerung auf unseren Almen billigend in Kauf. Vom heimischen, bestens gesitteten Teller, hin zum übergroßen „Almen-Trog“, so weit unsere Augen reichen. (Sparte Aussaat u. Ernte, exorbitante Vermarktungskosten, Wasser für die heimische Toilettenspülung etc. pp. – Eine Klimafreundlichkeit in ihrem schönsten Purismus.) Ob das unserem aller Herrgott aber wohl auch gefallen kann!?… / Ironie off 😉

    (Für diejenigen, die einen solchen „Schmarrn“ jetzt verteufeln: Als Bauer kann man heute bisweilen nur noch mit Humor aufwarten, um nicht vollkommen verzweifeln zu müssen, zumal ja doch viele ahnungslose Bürger/Kunden der Bauern auf einen solchen Schwachsinn der einzig „Auserwählten“ nur zu gerne „anspringen“; daher „(Galgen-)Humor ist, wenn man trotzdem lacht“.)

    Aber im Ernst, unsere in Rede stehenden Besserwisserfraktionen können hoffentlich die bereits in ihren Schreibtischschubladen sorgsam verwahrten Vorschläge mit medialem Paukenschlag schon morgen liefern, man hat bewusst wohl zunächst nur etwas zu oberflächlich verhalten argumentiert.

    MISEREOR steht unter der Rigide unserer römisch-katholischen Kirche hier in Deutschland, wo letztere selbst landesweit viele Flächen profitabel verpachtet hat, neben der zweiten mächtigsten evangelischen Kirchengemeinde mit deren Spenden-Organisation „Brot für die Welt“ (- die Wurst bleibt daheim!!!) – Diese zwei bislang jedenfalls sehr mächtigen „christlichen Kirchen“, und nebenbei größten Flächeneigentümer hierzulande, bezeugen in ihrer Außenwirkung heute medial oftmals wenig Respekt und Achtung vor der Hände Arbeit derer, die für das „tägliche Brot“ unter Gottes Himmelszelt in großer Leidenschaft ackern…

    Die heute letzten treuen Kirchgänger, die sich allerdings mehr aus Tradition ihren dörflichen Kirchen bis heute noch(!) verpflichtet fühlen, vertreibt man damit vollends. Ein solch widerlicher Parolen-Mainstream hat für meine Begriffe wenig bis nichts mit einem tief verwurzelten Glauben zu tun, wo das Gebet im eigentlichen Balsam für unsere Menschenseelen sein sollte. Wo bleiben Moral und Ethik in eben diesen Götteshäusern!? Vermutet man bisweilen gar gefühlsleere menschliche Bauernhüllen, auf deren Seelen man gnadenlos herumtrampeln darf!?

    Im Mittelalter, als wir noch unter der Knute des fürstbischöflichen Kreuzstabes gestanden haben, hatte jedes Wort in den gut gefüllten Kirchen noch Gehör gefunden – heute verhallen viele Predigten unserer Diener Gottes vor mittlerweile fast leeren Kirchenbänken…, Gottes Wort ist dabei aber nicht in den Herzen vieler Menschen verstummt, das beileibe nicht!!!

    Erst heute über den Äther vernommen: 10% der Bauern schließen in diesem Jahr die eigenen Hof- und Stalltüren, ein Beben durchzieht unser Land und nicht einmal unsere christlichen großen Landeskirchen vernehmen diesen allgewaltigen Knall!? – Ja, es muss einem wirklich Angst und Bange werden in einer solchen zusehends aus den Fugen geratenden empfindungslosen Wohlstandswelt der übersatten Bäuche…!!!

    17
    • Elisabeth Ertl sagt

      Genau die Almen sind doch von Misereor nicht gemeint. Es geht um Raps, Getreide etc. Das wächst nicht auf der Alm

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  18. Arnold Krämer sagt

    Der Gegensatz zwischen Landwirtschaft in Europa und den NGO’s könnte größer nicht sein. Während die Landwirte aufgrund ihrer Betriebsgrößen und Strukturen einem hartem Wettbewerb nach innen (vor allem über den Pachtmarkt) wie nach außen (wegen der offenen Grenzen und der Austauschbarkeit ihrer homogenen Rohstoffe) ausgesetzt sind, huldigen die allermeisten NGO‘s unausgegorenen, weil einseitig die Landwirtschaft belastende planwirtschaftliche Ideen. Da diese immer mehr Einfluss auf die konkrete Politik bekommen, ist der Weg, den die Landwirtschaft aber auch andere Wirtschaftssektoren in D gehen werden, absehbar. Angesichts der gravierenden ökonomischen Unbildung in D ist eine demokratische Umkehr der Entwicklung über Wahlen nur bei schockartigen Erfahrungen in breiten Bevölkerungsschichten möglich.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Es gibt noch etwas zwischen Staatswirtschaft unf Neoliberalismus. Wir wissen das, weil es hier vor 1989 so war. Ihr Ossis seid da die größten Bremser.

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      • Brötchen sagt

        Frau Ertl ich habe gerade meine neuen Preise bekommen für 0.87 Cent bekommt man Strom…,.wenn wir Neoliberalismus hätten, gäbe es diese Differenz zwischen 6 Cent gestehungskosten nicht.
        https://www.welt.de/wirtschaft/article240717873/Energiekrise-Lindner-mahnt-dringende-Reform-des-Strommarkts-an.htm

        Es ist irre ein l Rohmilch für 50 Cent und 1 kWh Strom für 1 Euro oder 2 DM.

        Die Relation ist irre.

        Und genauso wird das mit dem Irrweg, wir reduzieren die Futteranbauflächen per Gesetz.
        Das endet genau so.

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        • Thomas Bröcker sagt

          Da wird gerade wieder einmal die Bereicherung einer, den jetzigen “Erwählten” an der Spitze der politischen Macht nahestehenden Branche durch Staat und Politik organisiert. Ich finde diese Politik, die Kosten des ausufernden, sich bereichernden Begleitapparates der Vertreter der “Erneuerbaren” Energien und der Energiewirtschaft insgesamt gnadenlos auf den Bevölkerung und Wirtschaft überzuwälzen, einfach unglaublich.

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          • evo.... sagt

            Da verdienen die Politiker privat, die Parteien und die Vielzahl an NGO´s mit und deshalb wird eine Veränderung schwer fallen.

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      • Ostbauer sagt

        “Ihr Ossis seid die größten Bremser”
        Da hätte ich jetzt gerne eine Erklärung für!

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Ihr wisst überhaupt nicht, dass wir vor 1989 keinen Nepliberalismus hatten. Ihr seid jetzt seine kompromisslosesten Vertreter.

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          • Brötchen sagt

            Das stimmt nicht!
            Wir sind nur sehr kritisch und aufmerksam für Anzeichen die in Richtung Sozialismus und Planwirtschaft gehen!

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            • Lady sagt

              “Wir sind nur sehr kritisch und aufmerksam für Anzeichen die in Richtung Sozialismus und Planwirtschaft gehen!”

              Ja Brötchen, das stimmt, auch wenn es sicher nicht für alle gilt . Nun bin ich eh nicht so eine Freudin dieser pauschalen Zuordnungen.
              Im Westen haben sehr viele Menschen vergessen – oder haben sie es womöglich nie gewusst?- was überhaupt die Erfolgsfaktoren unserer Wirtschaftsordnung sind. Wer ” ernsthaft” von einem Mietendeckel einen Schutz für Mieter und mehr Wohnungen erwartet, hat nichts begriffen. Das ist die gleiche Nummer wie andere Retter. Die Wirkung ist genau entgegengesetzt und mit handelsüblichem Verstand durchaus voraussehbar.

              Ich denke allerdings, dass Jürgen mit seinem Kommentar ein ganz konkretes Problem angesprochen hat, dem wir mit solchen Abschweifungen wenig gerecht werden.
              Als evangelische Christin habe ich noch nie so ganz verstanden, warum die Kirche genau die Menschen an den Pranger stellt , die ihr sehr nachhaltig – hier passt der Begriff mal- den Rücken stärken.
              Ein guter Freund ist aus der Kirche ausgetreten, ein sehr gut verdienender Unternehmer. Im Folgejahr hat er der Kirche eine sehr großzügige Spende geschickt. Da kam der Pastor und hat persönlich danke gesagt . Diese Geschichte kam mir spontan in den Sinn im Zusammenhang mit den NGO…

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Bei uns trauern die ausgebooteten Bauern der Zeit vor 1995 nach. Da konnte man auch als Bauer in benachteiligten Zonen gut leben, weil der Staat das subventioniert hat. Dann wollte ein Teil unserer Politik im Unterschied zur Schweiz unbedingt der EU beitreten. Zwei Parteien waren dagegen: die FPÖ aus nationalistischen Gründen und die Grünen mit folgendem Argument: Die EU ist grundsätzlich eine gute Sache, aber sie hat einen gravierenden Schönheitsfehler: sie ist nicht demokratisch organisiert, sondern dort diktieren Konzerne und Bürokraten. Bevor dieses System nicht in diesem Sinn reformiert wird, kein EU – Beitritt.
          Die Befürworter, ÖVP und SPÖ, argumentierten wie folgt: Ihr dürft eh weiter “Grüß Gott” sagen, Lederhosen und Gamsbärte tragen, jodeln, Mozartkugeln verkaufen und die Lipizzaner in der Hofburg äußerln. Aber zu alledem wird jetzt alles billiger werden. Die Befürworter hatten das größere Werbebudget, und sie haben – sehr knapp! – gewonnen. Knapp die Hälfte wollte nicht die eigene Seele des Geldes wegen dem Teufel verkaufen.
          Seither hat man das Gefühl: egal, wen man wählt, die Politik macht, was der Geldadel in der EU will. Vorher war das überhaupt nicht so gewesen. Man hatte die Erfahrung gemacht, mit seiner Wählerstimme mitgestalten zu können. Ende 80/Anfang 90 gab es einen breiten gut situierten Mittelstand, und die Lebenszufriedenheit war hoch. Jetzt stürzen immer mehr Menschen in die Armut ab, und andere häufen aberwitziges Kapital an.
          So viel zu Kommunismus und Neoliberalismus.
          Der EU – Neoliberalismus hat alles zerstört, worum uns die Ossis mit Recht beneidet hatten.

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          • Brötchen sagt

            Frau Ertl wir sind hier in einer etwas anderen Lage/Phase.

            War gerade am Samstag im Kino “Märzengrund” falls Ihnen das was sagt.

            Sie arbeiten hier die blockfreie Geschichte Österreichs auf.

            Die Lage ist im Osten eine andere und es bringt nichts ständig zurück zu schauen, manchmal schon, wegen der Wurzeln.
            Also für Neid oder so können wir uns hier nix kaufen.

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    • Inga sagt

      Ja,
      nur theoretisch und so sollten wir alle Vorschläge von den NGOs nehmen.

      Also nicht so ernst nehmen, denn die haben ja kein Fachwissen.
      Das müssen sich die Politiker auch hinter die Ohren schreiben.

      Umf zu gordern haben die gar nichts, nur Vorschläge machen.

    • Thomas Bröcker sagt

      War aber für die Mächtigen und das ungestörte Abwickeln von Ausbeutung jeder Art schon immer hilfreich – dieses Opium für das Volk.

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Mein erster Pfarrer im Konfirmandenunterricht war ein Dr.jur.,der Theologe wurde und hier die Gemeinde mit “harter Hand” führte,der zweite Pfarrer war ein junger,der immer das BGB unterm Arm hatte und gegen den ich mich vorm Landgericht zur Wehr setzen konnte.
        Da war für mich Schluss mit Kirche.

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  19. Elisabeth Ertl sagt

    Herr Donhauser,
    1) Willi hat doch vor kurzem eine Statistik veröffentlicht, wonach ein Schiff aus der Ukraine nach Djibuti gegangen ist und eins nach Ägypten, aber 9 nach Europa. Wäre es nicht fair, wenn Europa sich selbst versorgen würde? Das geht eben nur mit einer Verminderung ( natürlich nicht Abschaffung!) der Tierhaltung.
    2) Die Grenze zwischen Brotweizen und Futterweizen hat sich doch im Lauf der letzten Jahrzehnte derart grotesk nach oben verschoben, dass die Leute schon an Unverträglichkeiten leiden. Hab einmal ganz gewöhnlichen Futterweizen gekauft und daraus problemlos Brot gebacken. Die Grenze sollte wieder dorthin verschoben werden, wo etwas für den Menschen tatsächlich ungenießbar wird.
    3) Den Organisationen zu unterstellen, dass sie mit “keine Nahrungsmittel in den Trog” auch Gras meinen, ist doch allzu polemisch, meinen Sie nicht?
    4) Finde jetzt in der Eile den Link nicht, aber Willi hat vor einiger Zeit eine seriöse Berechnung veröffentlicht, wonach folgende Mengen tierischer Nahrungsmittel pro Person und Woche die bestmögliche Ressourcennutzung bedeuten: 1/2 kg Fleisch, 1 Liter Milch plus 1/2 kg Milchprodukte und nur ausnahmsweise ab und zu ein Ei oder Geflügel. Von dieser Konsumreduktion ist auch Deutschland noch meilenweit entfernt.
    Diese optimale Ressourcennutzung ist demnächst alternativlos, und wenn es mit der Kette nicht funktioniert,wird es eben Rationierungen geben. Soll nichts schlimmeres passieren in einer Gesellschaft, wo das Übergewicht epidemische Ausmaße angenommen hat.
    5) Nur weil es in der Kirche Skandale gibt, ist noch nicht alles, was dort gesagt wird, falsch.

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    • firedragon sagt

      “… Soll nichts schlimmeres passieren in einer Gesellschaft, wo das Übergewicht epidemische Ausmaße angenommen hat. …”

      Frau Ertl,
      Übergewicht hat verschiedene Ursachen.
      Die landwirtschaftlichen Rohstoffe sind am Übergewicht einzelner Menschen nicht die Verursacher.
      Ist ein Mensch aufgrund körperlicher Faulheit, in sich hineinstopfen von Süßkram und unkontrollierten Essgewohnheiten verfettet, dann ist daran nicht die Landwirtschaft schuld, sondern einzig allein dieser Mensch.

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      • Inga sagt

        Oder unsere Gesellschaft?
        Die auch von den billigen und leicht verfügbaren Nahrungsmitteln geprägt ist!

      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich sage nicht, dass die Landwirtschaft “schuld” ist, sonern dass ein gesellschaftlicher Überkonsum und somit auch Überproduktion herrscht. Die Verschwendung und das viele Wegwerfen gehört auch dazu. Solche Dinge muss man sachlich diskutieren dürfen.

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        • Arnold Krämer sagt

          Der Kapitalismus geht an seiner Überproduktion kaputt. Da hatten die Theoretiker des Marxismus schon recht. Und Landwirtschaft ist der einzige wichtige realwirtschaftliche Sektor, der noch durch und durch kapitalistisch „aufgestellt“ ist.

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          • Peter sagt

            @Arnold Krämer…das meinen Sie doch nicht wirklich ernst? Die viel zu kleinteilige Landwirtschaft ist weit weg vom Kapitalismus. Wer Einkommen von 30% und mehr durch Zuschüsse erzielt, ist mitten im Kommunismus. Der gewaltige Apparat, der sich um die landwirtschaftlichen Betriebe aufgebaut hat, erinnert 1:1 an große DDR-Betriebe, wo lauter wichtige Persönlichkeiten über`s Gelände geflitzt sind: Parteisekretäre, Stasi-MA, Funktionäre von FDGB und FDJ. Wer heute alles mehr oder weniger direkt in`s Tagesgeschäft eingreift…am besten gleich ein großes Schild „…ein Betrieb von VEB-Kombinat-Bundes-Landwirtschaft“ (die kleinen Schilder in Blau mit dem Verweis auf den RGW hängen ja vielfach schon…ach nein nennt sich ja gerade EU)

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            • Arnold Krämer sagt

              Sie haben teilweise recht in Bezug auf die viehlose, ackerbaubetonte Landwirtschaft. Hier im Nordwesten sieht die Welt aber etwas anders aus. Die Einkommensbestandteile aus der Staatsknete sind vergleichsweise gering. Die Familienbetriebe bestehen oft aus mehreren steuerlichen Einheiten. Die Flächennutzung wird quersubventioniert durch Veredelung, Biogas, Photovoltaik usw. Es gibt einen ziemlichen Kampf um die Pachtflächen. Viele konkurrieren sich regelrecht zu Tode.
              Die Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Eingriffe unterschiedliche Art sind aber auch hier nicht zu leugnen.
              Urkapitalistisch ist die Landwirtschaft jedoch überall, wenn man sieht, mit welchem Technikeinsatz die Arbeitskräfte eingespart wurden und immer noch werden. Der landwirtschaftliche Arbeitsplatz ist einer der teuersten in der ganzen Volkswirtschaft. In bestimmten Bereichen kostet er mehrere Millionen Euro.

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          • Arnold Krämer sagt

            Der Kapitalismus geht natürlich auch an seinen Feinden in allen politischen Parteien kaputt. Sie versuchen diesen Eindruck natürlich zu vermeiden, weil damit (auf Dauer erhebliche) Wohlstandsverluste zu verzeichen sind und Schuldzuweisungen schlecht sind für die Wahlergebnisse. Im Bereich der Energiepolitik wird dies gerade für viele Wähler erkennbar und entsprechend heftig diskutiert. Mal sehen, was dabei herauskommt. In der Landwirtschaft bzw. Ernährungspolitik sind wir noch nicht ganz soweit.

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        • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

          Es geht hier fundamental auch um Freiheit. Momentan wird vorsätzlich unsere sozial-marktwirtschaftliche Gesellschaft an die Wand gefahren und dann wird behauptet, dass der böse Kapitalismus versagt habe – (So wird beim WEF schadenfreudig schon seit Sommer 2020 geredet!). Überproduktion verschafft Sicherheit und Wohlstand. Nur die roten und Grünen geisteskranken Machtmenschen wollen eine – am liebsten weltweite – DDR-Variation! – Da, wo wir bis Ende 2019 waren, da wollen alle Länder hin, die all das, was wir haben oder hatten, jetzt oder bald auch haben wollen. Das gilt für China, Indien und auch für ganz Afrika und wohl alle anderen ärmeren Länder. Wohlstand und Überfluss ist sehr wohl ohne Umweltverschmutzung möglich. Und nicht alles, was von den absolut hysterischen Grünen seit 40 Jahren als Umweltverschmutzung dargestellt wird, ist auch Umweltverschmutzung. Umweltverschmutzung ist etwas Konkretes, wohingegen der sog. “anthropogene Klimawandel” nichts Konkretes ist, weswegen man in ihn alles Grüne hineininterpretieren kann, was man will.

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        • sonnenblume sagt

          Gesellschaftlicher Überkonsum kann nicht über die Produktion der Landwirtschaft verändert werden.
          Wir stellen nur die Rohstoffe zur Verfügung. Die Weiterverarbeitung und der Kosument stehen hier zur Debatte.
          Ein Beispiel. Kartoffeln kann man als Salzkartoffeln (Grundnahrungsmittel) genießen, oder man verarbeitet sie zu Fritten und Chips. Alles sehr Fettlastig. Was möchte der Kunde und wo hat jetzt die Landwirtschaft einen Einfluss auf eine gesunde Ernährung?
          Fakt ist, dass ab dem Zeitpunkt, wo der Landwirt seine Produkte verkauft hat, er keinen Einfluss auf die Weiterverarbeitung hat und diese richtet sich ausschließlich nach der Nachfrage der Konsumenten.
          Aber niemand hinterfragt das Verhalten der Konsumenten (Wähler) und der Weiterverarbeiter (Industriekonzerne, Arbeitsplätze), sondern stellt die Landwirtschaft in den Mittelpunkt der Diskussion, obwohl sie in keinster Weise an diesem Problem beteiligt ist.

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          • Inga sagt

            “Kartoffeln kann man als Salzkartoffeln (Grundnahrungsmittel) genießen, oder man verarbeitet sie zu Fritten und Chips. Alles sehr Fett lastig.”

            Salzkartoffel sind am kalorienärmsten.
            Wenn wir bei allem Energie sparen sollen, dann sollte man auch auf das frittieren verzichten.
            Ist gesünder und ökologischer.

        • sonnenblume sagt

          Auch die rund um die Uhr gefüllten Regale sind doch ausschließlich Probleme von Handel und Konsument.
          Das hat mit der Produktion in der Landwirtschaft überhaupt nichts zu tun.
          Wenn der Handel an einer Stelle nicht genug Material bekommt, kommt es aus einer anderen Quelle.
          Es gibt im Verhältnis zur Bevölkerung unseres Landes nur noch wenige Landwirte. Also wird man es sich auch nicht mit der Mehrheit verscherzen, sondern läd alle Probleme die auch nur im Weitesten mit Ernährung zu tun haben bei der kleinsten Gruppe ab.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Frau Ertl, irgendwie gehören Sie für mich mit der Widersprüchlichkeit Ihrer einzelnen Aussagen auch zu Denen, die vor allem eins wollen: den anderen Menschen ihre Ansichten. politisch aufdiktieren.
      Meinetwegen soll doch (und wird ja wohl auch mit gewaltigem medialen Getöse getan) “Aufklärung” hinsichtlich der “gesunden Ernährung” betrieben werden. Ach wenn genau dort unendlich viele Mythen und Erzählungen unterwegs sind wie beim Thema Landwirtschaft.

      In Einem (nicht nur in Einem Punkt) hat Herr Donhauser vollkommen recht:
      “Nur vergisst Misereor dabei, dass der Rückgang von der Nachfrageseite ausgehen muss…
      Eine Kette (hier Absatzkette) kann nicht von der Produktionsseite geschoben werden”

      Macht doch, liebe Ertl´s und Co. eure Aufklärungsarbeit und belasst es dabei. Offensichtlich sind die Menschen (Konsumenten) nicht so dämlich jeder Erzählung aufzusitzen.

      Wir als Betriebe müssen für den (sich verändernden) Markt, so wie er wirklich ist und nicht für ein Wunschbild, das sich nicht in wirtschaftliches Überleben umsetzen lässt, produzieren. Das ist schon schwer genug.

      Und jetzt noch einmal ganz deutlich: Eine halbierte Tierhaltung, dazu noch mit überwiegender Weidehaltung (die ja so hübsche Heidi- und Milka-Bilder erzeugt), ist der Untergang der Versorgung der Äcker mit organischem Dünger. Wenn ich dazu noch, gegen jede Erkenntnis und Vernunft, die gut steuerbare Mineraldüngung und die moderne Pflanzenmedizin vom Acker verbannen möchte, versündige ich mich um im (im Duktus der Kirche zu bleiben) tatsächlich gegenüber denen, denen ich dann die Nahrungsmittel wegkaufe.

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      • Brötchen sagt

        Das setzt Planwirtschaft voraus was Frau Ertl vorschlägt! Und das funktioniert nicht!

        Geflügel verwertet am effektivsten nach Fisch.

        Brot kann der Laie aus allem backen, ein anderer Snack ist ein Produkt mit gesicherter Qualität herzustellen.

        Ja es schießen tausende kleine Öko Bäckereien aus dem Boden und die Arbeitskräfte strömen aus allen Teilen der Welt herbei und kneten freudig früh im 3 Teig!

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          • Brötchen sagt

            Die ganze tierische Erzeugung ist mit dem Ackerbau auf vielfältige Weise verzahnt und verflochten.
            Theoretisch kann der Mensch alles verdauen und in nutzbare Nährstoffe umwandeln wie jeder tierische Monogastride auch.

            Gänse sind aufgrund des großen Bauchraumes auch in der Lage Raufutter zu fermentieren.
            Jetzt weisen Experten auch darauf hin wie eng die einzelnen Bereich der Energiewirtschaft verflochten sind.

            Deshalb nochmal, per Gesetz gewachsene Verflechtungen in der tier. Erzeugung zu signifikant zu reduzieren führt in den Versorgungsabgrund! Genauso wie bei der Energie.

            Phase 2 bleibt in Kraft, Lernen durch intensiven und langanhaltenden Schmerz.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Wie sagte Augstein im Gespräch mit Fleischhauer, den Kapitalismus beeinflusst die ganze Gender,- Rassismus-, Identitätsdiskussion nicht, im Gegenteil, es hilft ihm zum Erfolg. Zu dieser Erkenntnis gesellt sich seit Jahren die Alibidiskussion um Ernährung in einem der reichsten Ökonomien der Erde. Derweil wird weiter gecruised und der NABU lobt die Verbesserungen in der Kreuzfahrtbranche….voll auf den Leim gegangen, läuft.

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        • Arnold Krämer sagt

          Der Kapitalismus hat die ökonomischen Voraussetzungen geschaffen, um sich all den Luxus der „Sonderbewegungen“ leisten zu können.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Es geht doch darum, wo der Punkt ist, wo der Ertragsrückgang durch verminderte Stickstoffdüngung jenes Maß übersteigt, welches an Futter eingespart wird. Ich bin nicht in der Lage, das auszurechnen, aber einem Urs Niggli beispielsweise traue ich das sehr wohl zu.
        Ihr habt doch mit eurer Wachse-oder-weiche-Philosophie die Menschen ebenso erzogen, nämlich zu einem hedonistischen Überkonsum, der jede Menge Zivilisationskrankheoten nach sich zieht. Wenn nun andere Leute gegenläufige Erziehungsstrategien verfolgen, sprecht ihr ihnen das Recht dazu ab. Das ist nicht fair.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Ihr habt doch mit eurer Wachse-oder-weiche-Philosophie die Menschen ebenso erzogen”….

          Aktuelles Beispiel aus der realen kapitalistischen Welt:
          E-bikes sind gut, wird gesagt. Sie kosten viel Geld und generieren Strombedarfe, die Reparatur geht nur noch in Fachwerkstätten. Der Umsatz boomt ungebremst…..in Riester investiert ein Unternehmer in ein neues Werk auf dem grünen Acker (6ha) 16 Millionen Euro in ein neues E-Bike – Werk in dem pro Jahr 100000 E-bikes produziert werden sollen….wer ist IHR?

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        • Obstbäuerin sagt

          Gestern hatte ich ein solches Erziehungserlebnis in unserer Stadt. Zwei junge Menschen haben an einem Stand dafür geworben, keine Babys mehr zu essen. Wer Fleisch isst, isst Babys. Für welche NGO sie dort unterwegs waren, habe ich vor lauter Entrüstung gar nicht gefragt.

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          • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

            Ich vermute, dass es sich um eine NGO handelte, die sich auch für Abtreibung bis zum 9. Monat einsetzt – der linken Polylogik sei Dank!

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        • Arnold Krämer sagt

          “Wachse-oder-weiche-Philosophie”
          Eine solche Philosophie gibt es nicht. Es gibt nur eine Beschreibung davon, was ökonomisch unbd dann strukturell passiert, wenn technischer Fortschritt in einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung FREIWILLIG (vielleicht auch staatlich gefördert oder “angefeuert”) genutzt wird.

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        • Sal Mander sagt

          Wenn ein erwachsener Mensch einen anderen erwachsenen Menschen erziehen will, ist das hochgradig übergriffig. Diese Haltung zeugt von einer Missachtung des Gegenübers und dessen jeweiligen Erfahrungen/Lebenswelt und ist im Kern inhuman.

          Ein erwachsener Mensch hat die Freiheit, zu essen, was er sich selber aussucht, ganz egal, ob das in den Augen von Frau Ertl ungesund ist oder nicht. Frau Ertl geht es schlicht nichts an, was Menschen außerhalb ihrer eigenen Familie essen oder nicht.

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          • Brötchen sagt

            So isses……
            Es gibt nur die Möglichkeit über den Preis einzugreifen…

            Im Sozialismus hatten wir Fantasiepreise teilweise und die führten langfristig in den Untergang.

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        • sonnenblume sagt

          Wer predigt denn ständig Konsum? Das Bruttoinlandsprodukt muss gesteigert werden, der Umsatz muss gesteigert werden, der €, Rubel sollte ich jetzt wohl nicht schreiben, soll rollen! Das kommt doch nicht aus der Landwirtschaft.
          Also kann man uns auch das Konsumentenverhalten nicht anlasten. Das wurde doch vom Staat und der Industrie best möglich gefördert. Soviel zum Überkonsum.

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          • Stadtmensch sagt

            Wer predigt denn ständig Konsum? Das Bruttoinlandsprodukt muss gesteigert werden, der Umsatz muss gesteigert werden, der €, Rubel […] soll rollen!
            Das wurde doch vom Staat und der Industrie best möglich gefördert”

            “Die Definition von Faschismus ist die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht und genau in so einer Welt leben wir”
            Quelle: I-Netz

            Wehe du stimmst dem Wachstumswahn nicht bedingungslos zu. Und der Freiheit, dir deinen Ausbeuter frei aussuchen zu dürfen, um bei ihm Lebenzeit gegen Geld tauschen zu dürfen. Der Markt ist unser Götze und Retouren werden geschreddert. Apokalypse kann man einpreisen – kein Ding…

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          • Reinhard Seevers sagt

            Der Kapitalismus ist ein sich selbst verstärkendes System. Alle sind damit verwoben, man kann sich ihm nur schwer entziehen. Es ist das in der Menschheitsgeschichte erfolgreichste und zerstörerischte zugleich. Ich erkenne niemanden, der eine Alternative anbieten würde oder könnte, die gesellschaftlich akzeptiert würde. Es gibt schlicht keine Alternative zur materiellen Befriedigungskultur.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Ja, aber ihr macht seit Jahzehnten mit. Meine Freundin ist schon in den 1980er Jahren ausgestiegen und hat sich mit Direktvermarktung einen eigenen Weg gesucht.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Elisabeth, ich habe mir im April nach 40 Jahren ein neues Fahrrad gekauft. Von “ohne Gangschaltung” auf 8-Gang- Schaltung ” gewechselt. Die meisten anderen Bürger kaufen sich e-Bike und erklären mich für rückständig…wie willst du die Menschen umerziehen, so, dass sie dem Verzicht folgen?
              Vorschlag?

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            • Arnold Krämer sagt

              Wie wollen Sie die Großstädte versorgen? Sollen die Milchkannen wieder einzeln abgeholt werden, jeweils 3 oder 4 Schweine zum Schlachter gefahren werden? Und bitte eins nicht vergessen! Die Landwirte wollen nicht wieder so arbeiten wie vor 60 Jahren.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Das unterscheidet Sie von den Aktivisten der Tierrechts- und Tierschutzszene.
                  Mit einer Elisabeth Ertl könnte man ja vielleicht einen akzeptablen neuen Rechtsrahmen für Land- und Viehwirtschaft formulieren. Aber…..

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Es kam ursprünglich sehr wohl AUCH aus der Landwirtschaft. Irgendwer hat doch all diese automatisierten Ställe erfunden, um sich damit einemVorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Elisabeth, es gibt schöne Berichte über die Versorgung Berlins mit ausreichend Nahrung. Von den Märkten, auf denen schlechter Fisch und faulige Kartoffeln verkauft wurden, die Entwicklung der Markthallen, die Errichtung von Großschlachthöfen…schlicht die Entwicklung des urbanen Raumes und dessen Versorgung:

              “Am 1. März 1881 eröffnete der Zentralvieh- und Schlachthof in Berlin. Damals gehörte das Areal zu Lichtenberg, zwischendurch zu Friedrichshain, heute befindet es sich nach Grenzkorrekturen in Prenzlauer Berg. Der Schlachthof galt als eine der größten und modernsten Anlagen seiner Art in Europa und versorgte über Jahrzehnte den Großraum Berlin mit Frischfleisch….”

              Diese Mengen mussten erzeugt, zusammengetragen und transportiert werden. Dafür hatte der Kapitalismus die besten Instrumente bereit und es entstanden große Schweineanlagen, die sogar einen eigenen Gleisanschluss besaßen…..dann kam der 1. WK, dann der 2. WK und dann fing alles ganz klein in einem Siedlerhaus von vorne an. Am Ende sind nur wenige Erzeuger übrig, die aber unter Zuhilfenahme von Industriekapital Großanlagen betreiben werden und wiederum die urbanen Räume versorgen. Die Bauern sind dazu nicht mehr nötig.
              Der Kapitalismus gewinnt so oder so. Es fragt sich nur, wer als Kollateralschaden zurückbleibt.

    • Mark sagt

      Frau Ertl,
      1. Die Schiffe fahren dorthin, wo ihre Fracht die beste monetäre Verwertung erzielt(habe ich im Forum schon mal erwähnt).
      2. Die Taxierung Brotweizen/Futterweizen ist schon mehr als 50 Jahre alt und hat sich nicht verschoben.
      3. Die Mehrzahl dieser Organisationen lehnen die Nutztierhaltung als solche offen oder unterschwellig in Gänze ab.
      4. Dass diese Berechnung serös sein soll, mag ihre individuelle Beurteilung sein, realsitisch ist sie jedenfalls nicht! Auf deren Basis (staatl) Rationierungen zufordern haut jedoch dem Fass den Boden raus. (die absolute Diktatur bislang noch nicht da gewesenen Aussmasses lässt grüßen)
      5. Anderes Thema

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich lehne die Nutztierhaltung als solche keineswegs ab und will nicht mit entsprechenden Proponenten in einen Topf geworfen werden.
        War Großbritannien zur Zeit des 2. Weltkrieges eine Diktatur?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Eine Demokratie ist eine Diktatur einer Mehrheit, gegenüber einer Minderheit.
            Das erlebt derzeit die Landwirtschaft.

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            • Inga sagt

              Nur, dass die Mehrheit keine Ahnung davon hat,
              und bildet ihre Vorurteile auf den Mainstream.
              Das sind Kulturbanausen, denn wissen nicht wie eine Anbau-Kultur angelegt wird und was dabei zu beachten ist.

              Aber dann die Frechheit Vorschriften machen, das sollte in unserem ach so hochentwickeltem Land nicht mehr möglich sein!

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            • Arnold Krämer sagt

              …… die Mehrheit in D ist schweigend und lässt mangels WÄHLBARER Alternativen eine 15%- Partei (früher noch weniger) seit 20-30 Jahren die Richtung bestimmen. Der Marsch durch die Institutionen hatte bereits vor 50 Jahren begonnen, so dass die “Erfüllungsgehilfen” überall nicht nur vertreten sondern auch vielfach bestimmend sind.

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              • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

                So ist es! – UNO – Club of Rome – World Economic Forum – WWF – Greenpeace – die “Grünen” – EU – Berlin et cetera, et cetera, et cetera… man kennt sich, man kooperiert und schmiedet Pläne, mit denen die verachteten Massen überzogen und ausgebeutet werden …

                Man stelle sich den Machtrausch vor, den Leute wie Schwab, Trudeau, Macron, Habeck, Baerbock, Özdemir, Merkel, Scholz, Rutte, Sigrid Kaag et al. täglich genießen können und wollen … die machen sich die Welt, widde widde wie sie ihnen gefällt!
                Und wenn es schiefläuft, dann wird es heißen:”Ihr seid der Souverän! Ihr habt uns gewählt! Wir haben nur getan, was ihr wolltet!”
                Ist es nicht auffallend und interessant, wie sehr und wie oft Habeck momentan vor noch viel schlimmeren Zeiten warnend auftritt?

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                • Franziska Uber sagt

                  Klar, vor der UNO war alles goldig, keine Weltkriege und allen Bauern ging es gut.

                  Franzi Uber

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “5) Nur weil es in der Kirche Skandale gibt, ist noch nicht alles, was dort gesagt wird, falsch.”

      Das kann man auch für die Landwirtschaft anwenden,
      Wenn EIN Landwirt seine Tiere nicht ordentlich hält, heißt das nicht, dass alle anderen auch so machen.
      Das sollte gerade die Kirche sich in das Stammbuch schreiben.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        …Ihr Vergleich geht mir in diesem Falle nicht weit genug.

        Ich kann Kinder nicht mit Tieren gleichsetzen, so sehr ich auch letztere liebe.

        Kindesmissbrauch ist eine noch ganz andere Dimension!!! Jedes einzelne gebrochene Kinderherz ist eines zuviel, und hier sprechen wir von wie vielen im Verlaufe der vergangenen Jahrzehnte des fatalen Wegschauens!?

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        • Inga sagt

          Ich denke der Ehemalige bezog sich auf andere Dimension als Kindesmißbrauch.

          Es gibt überall “Schwarze Schafe”

          und die Kirche sollte sich das gerade auch “Hinter die Ohren schreiben.”

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Da haben sie sicherlich Recht, aber von Kindern war in meiner Post nicht die Rede.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Werte Frau Ertl, Sie relativieren quasi in nur einem Satz im letzten Unterpunkt den menschlich absolut verabscheuungswürdigsten Skandal der katholischen Kirche, welcher mittlerweile ein gewaltiges Erdbeben in der Gesellschaft ausgelöst hat und diese Institution an sich massiv auf den Prüfstand stellt… Wer schützt unsere empfindsam zerbrechlichen Kinderseelen, wenn das nicht einmal unseren christlichen Kirchen gelingt!?

      Bis dato ist man innerhalb dieser Reihen nicht befähigt, einen solchen Skandal endlich gnadenlos aufarbeiten zu wollen….

      Aber den Bauern kann/darf man dort medial “vermitteln”, was in der heute nahezu vollkommen zwangsverwalteten Schreibtisch-Landwirtschaft so alles gehörig schief läuft!?

      …Auch die Politik unterschlägt das bisweilen komplett in einer Kommunikation nach außen nur zu gerne!!!

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          • Brötchen sagt

            Das ganz sind ja auch nur verzweifelte Versuche, sich dem Zeitgeist anzudienen und sein Geschäftsmodell zu sichern. Dabei wird dann das eigentliche “Geschäftsmodell” vernachlässigt. Sollte dem Landwirt eine Mahnung sein.

            So What……..ist zwar schade um die kulturelle Tradition…..kann wech….

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  20. Frikadellen piet sagt

    Guten Morgen der ganze Zusammenhang ist super erklärt worden und sollte in den Schulen und in den Kirchen und so weiter veröffentlicht werden damit er mal klar wird schönen Sonntag

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