Bauer Willi
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Fragen an Misereor

Am 30. August 2022 habe ich ein Gespräch mit Herrn Wolter, zuständig für Landwirtschaft bei Misereor, geführt. Misereor hat gemeinsam mit Greenpeace eine Petition gestartet, die bei mir viele Fragen aufgeworfen hat.

https://www.misereor.de/petition-kein-essen-in-trog-und-tank

https://act.greenpeace.de/kein-essen-in-trog-und-tank

Hier der erste Teil des Interviews (etwa 20 Minuten)

Unten die Themen:

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Die Themen und Fragen des ersten Teils:

  • welche Gründe haben zu dieser Petition geführt
  • soll  jetzt Getreide in die armen Länder exportiert werden oder nicht (Ernährungssouveränität)
  • Beimischung von Bioethanol und Biodiesel zurückfahren, wie?
  • Was ist mit Biogas? Warum wird darüber nicht gesprochen?
  • 60% Getreide im Futtertrog und warum die Zahl erläutert werden muss
  • Abbau der Tierhaltung und Reduktion Fleischkonsum. Wie soll das praktisch gehen?

Das Video bricht aus technischen Gründen abrupt ab. Im zweiten Teil steigen wir hier aber wieder ein.

 

 

 

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95 Kommentare

  1. Pälzer Buh sagt

    Alles Gute Bauer Willi zu ihrem Geburtstag (Nachträglich?)! Machen Sie weiter wie bisher und bleiben Sie Gesund.

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    • Schorsch Summerer sagt

      Interessant. Gibt es bei euch Stroh als Abfall auf das ihr verzichten könnt? Bei uns ist das eher Mangelware, es hat also schon einen Abnehmer. Bei anderen dient es zur Bodenversorgung mit organischer Masse wenn ich mich nicht irre.

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  2. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Mit diesen Leuten reden ist ja richtig, nur es bringt nichts. Laut seinem Lebenslauf war Herr Wolter mehrere Jahre als Biolandwirt tätig. Auf meine Nachfrage warum denn jetzt nicht mehr begründete er dies mit privaten Gründen. Gut, seine Tätigkeit als Biolandwirt bezog sich wohl auf die Leitung eines Hofladens von 2000-2002. Meine Vermutung ist aber das er in seiner jetzigen Tätigkeit viel einfacher und sicherer sein Geld verdient und damit das so bleibt muss die Maschine regelmäßig geschmiert werden. Also: menschengemachten Klimawandel befeuern, ebenso Insektensterben, Biodiversität, Grundwasserverschmutzung auch noch, klimaschädliche Tierhaltung und dann das Ganze noch gut durchrühren mit den Begriffen Transformation, Corona, dem Ukrainekrieg als neuen Grund für alles und dem bösen Putin.
    So sichert man sein Einkommen, einfach ein riesiges Geschäftsmodell. Ja und vor seiner Zeit bei Misereor hat er beim WWF quasi das gleiche gemacht. Auch ein Verein der von diesem Geschäftsmodell lebt. Und da hier jetzt so viel darüber geredet wird hat er die nötige Aufmerksamkeit und Misereor kann jeden Tag die Sektkorken knallen lassen.
    Da Misereor übrigens ein kirchliches Hilfswerk ist und die konventionellen Landwirte als Problem ansieht sollte man unbedingt über Art und Weise von kirchlichen Erntedankfeierlichkeiten nachdenken!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “Meine Vermutung ist aber das er in seiner jetzigen Tätigkeit viel einfacher und sicherer sein Geld verdient und damit das so bleibt muss die Maschine regelmäßig geschmiert werden.”

      Das waren auch meine Gedanken.

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      • Meine ich auch,
        wenn die Arbeit mit Natur und Umwelt nicht oder nur gering entlohnt wird, dann müssen Städter eben sehen wo sie bleiben.
        Die Industrie bezahlt besser, der Automechaniker bekommt einen viel höheren Stundenlohn als der Kranken- nzw. Altenpfleger

        Sind Autos in unserem Land mehr wehrt als Mensch und Ökologie?
        Deswegen haben sie auch den Bezug zur Natur verloren und der Erdball leidet darunter.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Sind Autos in unserem Land mehr wehrt als Mensch und Ökologie?”

          Ja?
          Deshalb haben wir doch die Klimaprobleme…..Inga, Mensch.

          Achnee, zurück….Fehler, die Probleme haben wir wegen des Fleischverzehrs, ich vergaß! 😌

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          • Ja,
            sollten wir als kulturell fortgeschrittenes Land oder EU da nicht umdenken,
            Das war meine Frage.
            Das müsste in die öffentliche Diskusion.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Inga, das ist doch seit Jahren der Fall. Nennt sich Transformation. Deshalb reden doch alle von weniger Fleisch, weniger Milchprodukte, weniger Pflanzenschutz, weniger Dünger, weniger Energieverschwendung, weniger , weniger von allem. Nur nicht weniger Spaß, nicht weniger Kultur, nicht weniger Medien, nicht weniger Motorsport, nicht weniger Kreuzfahrtschiffe, nicht weniger Profisport….usw.
              Der Streit geht erst richtig los, wenn soziale Unterschiede im “Verschwenden” sichtbar werden. Schaun mer mal.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zum Abschalten und dennoch etwas für die Klientel:

                  Samstag, 17. September 2022 | 17 – 22 Uhr
                  Der Tag der Künste / Teil I
                  .
                  .
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                  20:30Uhr:
                  Film & …
                  Antje Schiffers: Die lange Nacht des Bauernfilms & internationale Schnapsbar
                  Ort: Spiegelsaal
                  Gemeinsames Abendbrot aus dem Hofladen Obstgut Morsbroich

                  Seit 22 Jahren tauschen Antje Schiffers und Thomas Sprenger mit Landwirten in Europa: ein Gemälde von ihrem Hof gegen einen Film, in dem die Bauern ihre Arbeit darstellen und filmen. Aus den 40 Filmen im Archiv des Projektes Ich bin gerne Bauer und möchte es auch gerne bleiben wählt das Publikum, was es gemeinsam gucken möchte.

                  https://de.wikipedia.org/wiki/Antje_Schiffers
                  https://www.obstgut-morsbroich.de

                  Vielleicht berichtet ja mal jemand davon?!

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  3. Carsten Knobloch sagt

    Nun ja, wenn man das Wort “mies” schon im Namen hat, wundert sich doch keiner mehr über solch eine Organisation.

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  4. Reinhard Seevers sagt

    OT, aber dennoch Themenbezogen, weil “Wende”.

    Wie im Sozialismus muss anscheinend jeder gesellschaftliche Bereich seine Position zur Erreichung des Plansolls durch ein Pamphlet darlegen. Die Architektenkammer Bremen und die Ingenieurkammer Bremen veröffentlichen ein gemeinsames Positionspapier.

    – Die Bauwende muss jetzt starten-
    Wir sind als gestaltende Partner im Bauwesen (Bau, Betrieb, Rückbau von Gebäuden und Infrastruktur) Teil eines Wirtschaftszweigs, der für ca. 60% des weltweiten Ressourcenverbrauches, für 50% des weltweiten Abfallaufkommens, für mehr als 50% der weltweiten Emissionen von klimaschädlichen Gasen und für mehr als 35% des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich ist. Allein die Zementindustrie erzeugt ähnlich viele klimaschädliche Gase, wie der weltweite Flugverkehr. Ca. 30% der weltweiten CO² – Emissionen werden durch die Bautätigkeit, das Bauen selbst (“graue Energie”) verursacht.
    Die RESCUE-Studie des Umweltbundesamtes (UBA) von 2019 zeigt die notwendige Doppelstrategie für eine Klimawende – auch im Bausektor-auf: die Reduktion des Klimagasausstoßes (-95%) und die Reduktion der stofflichen Entnahmen (-60%).

    —–

    Architektenkammer Bremen und Ingenieurkammer Bremen fordern, die Einhaltung der Klimaziele, die Schaffung hinreichend erschwinglichen Wohnraums und die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Wertschöpfungskette Bau als politisches Leitbild festzuschreiben.

    ———

    Es bedarf zudem dringend modernisierter und auskömmlicher Honorierungsregeln für Planende, die im konzeptionellen Bereich die Bauherrenschaft zu Nachhaltigkeitsaspekten beraten. Ohne solche Honorierungsregeln wird sich ein entsprechendes Angebot nur verzögert bzw. in nicht ausreichender Kapazität am Markt ankommen.
    Die Frage der Bauwende ist kein “ob”, sondern ein “wie” und “wie schnell”.
    Bremen im August 2022

    Wie kann es sein, dass niemand einen Plan hat, alles fordern kann, und dann noch droht, dass ohne seine Einbeziehung das ausgerufene Ziel nicht erreicht wird…..Leute Leute…..
    Und die Bauern streiten sich seit Jahren mit “Experten” um Milligramm Nitrat, rülpsende Kühe, und Fleischverzicht.

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    • Limes sagt

      “Wir sind als gestaltende Partner im Bauwesen (Bau, Betrieb, Rückbau von Gebäuden und Infrastruktur)…..” und “Ohne solche Honorierungsregeln wird sich ein entsprechendes Angebot nur verzögert bzw. in nicht ausreichender Kapazität am Markt ankommen.”
      Klingt irgendwie nach wir sind sehr wichtig und wenn ihr uns nicht nach unseren Honorierungsregeln bezahlt dann liebe Politik werden wir die Bauwende halt ausbremsen. Anträge kann man halt zügig oder langsam bearbeiten….
      Schon irgendwie kurios die wollen die Bauwende um für sich und ihre Kinder aber denken primär an den schnöden Mammon.

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    • Smarti sagt

      Herr Seevers, zu meinem Verständnis: Die Architektenkammer Bremen und die Ingenieurkammer Bremen sind ähnlich wie bei den Bauern das Landratsamt ? Bewilligen diese die Bauanträge und machen Kontrollen ?
      Oder ist das eine Vereinigung von Architekten und die machen das freiwillig ?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die Architekten- und Ingenieurkammern sind eine analog gesehen Mischung aus Landwirtschaftskammer(Ämter in den meisten Ländern) und dem Bauernverband, sowie die Sozialkasse.
        Ich bin Zwangsmitglied, sonst darf ich den Titel nicht tragen. Damit bin ich automatisch in der Architektenversorgung Niedersachsen/Bayern beitragspflichtig.
        Bauanträge werden von Bauämtern bewilligt, die Architekten und Ingenieure stellen die Anträge hierfür.

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    • Mit diesen Experten,
      die nur fordern, aber kein Ziel haben?

      Das liegt auch in der Natur des Menschen sich selbst zu erhöhen und, die das nötig haben, die machen das ganz schlimm, gerade war einer vor Tagen hier im Blog.
      Der hatte Bauer Willi sogar persönlich angegriffen, ohne einen konstruktiven Vorschlag zur Lage machen zu können.

      Den nehme ich mir nur als Beispiel, wer alles mitreden will, ohne Ahnung zu haben.
      Und davon gibt es viele in unserer Gesellschaft.

      Einfach ignorieren.
      Der, der ehrlich an dem Thema interessiert ist, der lässt sich was erklären, lernt hinzu und korrigiert seine Meinung.

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  5. Tobias Stricker sagt

    Gesunde Ernährung
    Aus unzähligen Untersuchungen wissen wir, dass eine optimale Gesundheit nur dann zu erreichen ist, wenn wir einen Anteil von mehr als 60% tierischer Produkte in unserer Ernährung haben. (Die Prozentzahl bezieht sich auf den Energiegehalt der Nahrung, nicht das Volumen.) Dies entspricht der Ernährung bei uns bis etwa zum 1. Weltkrieg. Erst danach begann der Import aus anderen Kontinenten (Zucker) und die zunehmende industrielle Produktion unserer Nahrung, welche dann auch die Zusammensetzung veränderte. Ab diesem Zeitpunkt sank der (teure) tierische Anteil in unserer Nahrung und parallel stiegen die chronischen Erkrankungen in der Bevölkerung. Eine massive Beschleunigung erfolgte mit der Einführung offizieller Ernährungsrichtlinien, welche faktisch von religiös motivierten Vegetariern in den USA geschrieben wurden und dann weltweit verbreitet. Seitdem steigen die chronischen Erkrankungen geradezu exponentiell an. In den USA ist der Anteil tierischer Nahrung auf unter 23% abgesunken, dafür die offiziell metabolisch Kranken auf über 2/3 angestiegen. Viele sind derartig fett, dass sie nicht einmal mehr alleine laufen können und das ist nur das äußere Zeichen schwerer Krankheit.
    Veganer haben darüber hinaus, eine 20-30% erhöhte Gesamtsterblichkeitsrate.
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4691673/table/tbl4/?report=objectonly
    Ein Fakt, der überall verschwiegen wird, als ob es ihn nicht geben würde.

    Genauso wird verschwiegen, dass die psychische Gesundheit antiproportional linear mit dem tierischen Anteil in der Nahrung zusammenhängt. Je weniger Fleisch, desto mehr psychische Erkrankungen.
    https://www.psypost.org/2021/11/meat-consumption-is-associated-with-better-mental-health-meta-analysis-finds-62107?fbclid=IwAR16-7kZ3ot67Zsh3ySLm14s30LmHfOlY1NGipmiMGReivQD9cglL4g0qUc

    Bei einem tierischen Anteil von unter 40% gibt es kein nachweislich existentes Volk, welches sich dauerhaft reproduzieren konnte. Es gibt Untersuchungen, dass inzwischen bis zu 50% der Paare in den Industrienationen ungewollt kinderlos bleiben. Es gibt einen Grund, warum seit 1980, mit der Einführung der Ernährungsrichtlinien, die Reproduktionsmedizin einen raketenhaften Aufstieg verzeichnen kann.

    Entgegen der empirischen und wissenschaftlichen Evidenz wird aber nach wie vor behauptet, dass tierische Produkte gesundheitsschädlich seien.
    Auch in dem Interview wird auf verschiedene Studien verwiesen, welche deshalb eine Verringerung des Konsums tierischer Produkte anraten.
    Was sind dies für Studien?
    Z.B. die EAT-Lancet-Studie
    Dies ist eine reine PR-Studie im Auftrag der 30 größten Lebensmittel- und Agrarmultinationals als Teil einer groß angelegten weltweiten Kampagne zur Vermarktung hochverarbeiteter fake food Produkte. Der banale Hintergrund ist, dass man hiermit seine Gewinnmargen massiv steigern kann. Statt wie beim Fleisch 5% Marge, hat man beim fake food Margen von 10.000% und mehr. Dort verwandelt man eine handvoll Sojabohnen für 1 Cent in ein Produkt von 9 € im Laden. Das sind Gewinnmargen weit jenseits des Drogenhandels und entsprechend skrupellos handeln diese Kartelle.

    Schaut man sich die EAT-Lancet-Studie an, dann widerspricht sie sich nicht nur kontinuierlich selber, sie bewirbt eine Ernährung, welche nicht einmal die Hälfte der notwendigen Nährstoffe erhält. Hierzu muss man lediglich ihre Empfehlung in einen Nährwertrechner eintragen, um dies zu sehen.
    Diese Studie ist wissenschaftlich nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurde. Ihr einziger Zweck bestand darin, einen Stapel Papier zu haben, wo in großen Buchstaben draufsteht: Esst fake food! Mit dem Stempel der Harvard Universität (Departmen of Nutrition). Dieses erhält alleine 1,5 Milliarden Dollar jährlich von den Lebensmittelkonzernen, zusätzlich die “Wissenschaftler” dort Millionenbeträge an persönlichen Zuwendungen.

    PS: Greta war übrigens ebenfalls Teil dieser Kampagne. Nur falls sich einer fragt, weshalb ein schwedisches Mädchen plötzlich weltweit bekannt und zu einer Galionsfigur werden konnte.

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    • Stadtmensch sagt

      Ist sicher richtig was sie schreiben: “Das Kapital braucht Investitionsmöglichkeiten”.
      Man hat gemerkt, dass man mit diversen Verfahren eine Erbse in Stärke, Proteine und Faserstoffe zerlegen kann, die sich von den entsprechenden Fraktionen eines Mais- oder Weizenkorns in ihren physikalischen Eigenchaften unterscheiden.
      Zum Beispiel hat die Erbsenstärke einen hohen Amylosegehalt, der sie zum idealen Träger von Aromen macht.

      Ok, Erbsen in ihre Bestandteile zerlegen und nur mit den “nutriven” Bestandteilen weiterarbeiten kostet viel Energie und niemand wird sich bei großflächiger Anwendung dieser Ernährungsweise in Zukunft ohne diese Technologie (für die ein exklusives zentralisiertes Wissen nötig ist) ernähren können, weil die Tierhaltung dann ja weg ist. Und damit das Wissen um die Tierhaltung.
      Alle sind mal wieder abhängig von ein paar wenigen Spezialisten. So wie jetzt auch schon.

      Wollen wir deshalb Biotechnologie verbieten? Viel wichtiger wäre doch die Frage, wie wir die Stoffkreisläufe schließen. Die Stoffwechselendprodukte einer proteinreichen Ernährung (reaktive Stickstoffverbindungen) müssen zurück in die Kulturlandschaft.

      Vielleicht kann man ja damit die Abfälle der Lebensmittelproduktion irgendwann auch direkt weiterverarbeiten, statt diese über das Nutztier zu veredeln?
      Vielleicht kann man mit Biotechnologie alles was wächst viel velustfreier umwandeln und in eine jeweils geeignte Form bringen, ohne dass nutzlose Mikroorganismen das unkontrolliert zerlegen?

      Naja, wohl eher nicht…

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Vielleicht kann man ja damit die Abfälle der Lebensmittelproduktion irgendwann auch direkt weiterverarbeiten, statt diese über das Nutztier zu veredeln?”

        Warum sollte technologische Verwertung besser funktionieren, als eine biologische über Nutztiere? Erscheint mir völlig abwegig und nicht nachhaltig…..nur weil ein paar Heulsusen keine Tiere toten mögen?

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        • Die gelernten und geprüften Tiertöter machen das doch so human und schonend wie möglich, die meisten Tiere merken kaum was.

          Was die Massenmedien uns zeigen ist nur der Gipfel vom Eisberg, damit sie sich interessant machen und die NGOs stecken dahinter. Warum die so reagieren, wissen wir ja.
          Und wer sonst nichts zu melden hat, der putscht das auf und diskutiert das mit seinen Freunden.. So wird Meinung gemacht.

          Und wenn diese Weiterverarbeitung der Abfälle der Nahrungsmittelproduktion in der Biogasanlagen ist und thermisch genutzt wird?

          Man könnte auch Isoliermaterial oder ähnliches machen.
          Vielleicht Strohhalme und Einmalgeschirr, usw..
          Einstreu für Tiere, Isolierung für Ställe?

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      • Arnold Krämer sagt

        Wenn biologische Prozesse durch technische Prozesse ersetzt werden, erhöht sich der extern zuzuführende Energiebedarf. Allein durch die auch bisher schon immer aufwendigere Technisierung unserer Lebenswelt steigt der Energiebedarf exponentiell. Ich kann mir Zahlen schlecht merken und bin auch schlecht in der schnellen Internetrecherche, aber allein die Energie, die für die vielen Server weltweit bereitgestellt werden müssen, um den “Informationshunger” der Menschen für private unbd wirtschaftliche Zwecke abzudecken, ist unvorstellbar. Wenn dann auch die Prozesse der Rohstofferzeugung für die menschliche Ernährung noch weitgehender und intensiver kapitalisiert und technisiert werden sollen, werden die Abhängigkeiten noch größer als sie ohnehin schon sind. Die aktuelle Wirtschaftskrise gibt eine Vorahnung von dem, was noch möglich werden könnte.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das sehe ich genauso, Herr Krämer. Leider ist unsere Gesellschaft mit dem Glauben an die Digitalisierung als Rettung unweigerlich auch mit der Hoffnung verbunden, dass technologische Lösungen uns ans Ziel bringen werden.
          Man muss genau hinschauen, wo Technologie und Digitalisierung einen Mehrwert darstellen, und wo sie das Gegenteil erzeugen.

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          • Stadtmensch sagt

            Egal was man macht, es ist immer falsch. Gibt man der arbeitsteiligen Gesellschaft was sie braucht (Spiel und Zerstreuung als Ausgleich für entfremdete Tätigkeiten) ist es nicht recht, will man die “Bullshitjobs” (Finanzprodukte und Kaufanreize erfinden) abschaffen, funktioniert angeblich keine Gesellschaft mehr.

            Wie wärs, wenn wir alle ein paar Gänge runter schalten und auf Sparflamme ein paar Devisen erwirtschaften. Dann vergessen wir mal den Euro und Mieteinnahmen und Erträge aus Finanzprodukten und gärtnern im Schrebergarten.

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            • Arnold Krämer sagt

              Klingt gut, aber wie bewegt man alle zum Mitmachen. Und wer geht mit gutem Beispiel voran? Wer ist heute noch glaubwürdig? Wer genießt Vertrauen? Sie wissen doch auch, wie die Menschen sind: Je mehr wir haben, desto mehr haben wir zuwenig.

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        • Stadtmensch sagt

          “Wenn biologische Prozesse durch technische Prozesse ersetzt werden, erhöht sich der extern zuzuführende Energiebedarf.”

          Wir essen doch ohnehin schon Erdöl. Ohne Haber-Bosch Verfahren gäbe es ein Drittel weniger Menschen. Ohne die Technisierung bei Produktion, Verarbeitung, Verteilung, Lagerung der Nahrungsmittel würde die Bevölkerungszahl auch ganz schnell wieder auf das Niveau von 1950 runterfallen.

          Wenn man diesen Prozess angesichts der vielfältigen Krisen etwas strecken will, kommt man um Vermeidung von Verlusten nicht drumherum. Die bestmögliche Futterverwertung liegt ja bei 3:1. Im Schnitt eher bei 5:1. Also warum soll das eine Maschine nicht besser können?

          Momentan findet aus ideologischen Gründen leider das Gegenteil statt. Furchtbare Ineffizienzen bei der Nutzung der Fossilenergieträger in Form von LNG, Rückfall auf Nutzung von Kohle usw…

          • Reinhard Seevers sagt

            “Die bestmögliche Futterverwertung liegt ja bei 3:1. Im Schnitt eher bei 5:1. Also warum soll das eine Maschine nicht besser können?”

            Futterverwertung ist nicht gleich Energieeffizienz. Sie stellt lediglich den Einsatz von Futtermitteln für die Erzeugung von Fleisch ins Verhältnis.

  6. Tobias Stricker sagt

    Tierfutter
    Wie im Video schon angesprochen, sind die 60-80%, je nach Quelle, welche angeblich an Tiere verfüttert werden, ideologischer Unfug.
    1. Es bezieht sich nicht auf die genutzte Ackerfläche, sondern das Gewicht der produzierten Biomasse.
    Das meiste davon sind schlicht die Abfälle der Lebensmittelproduktion. Wenn Soja 20% Öl und 80% Abfall ist, welchen man als Tierfutter einer sinnvollen Verwertung zuführt, dann hat man eben nicht 80% der Fläche für Tierfutter genutzt, sondern 0%. Identisch bei allem anderen. Wir können vom Getreide eben nur das Mehl essen und nicht Stroh und Spelzen.

    2. Kann man auf vielen Flächen keine Lebensmittel anbauen. Man kann aber auf diesen Weiden haben und somit Tierhaltung betreiben und auf diese Weise hochwertige Nahrungsmittel erzeugen. 70% der globalen Nutzflächen sind ausschließlich zur Weidehaltung geeignet. Würden wir also auf die Nutztiere verzichten, dann würden wir mindestens 50% der derzeitigen Nahrungsmittel nicht mehr erzeugen. Die behauptete Umwidmung für die Lebensmittelproduktion ist schlicht nicht möglich.
    Was passiert, wenn man die Tiere schlachtet, weil man meint, dann mehr Lebensmittel anbauen zu können, haben die Deutschen sogar schon getestet. Im 1. Weltkrieg meinten unsere Genies in Berlin, dass sie so die fehlenden Lebensmittelimporte ersetzen könnten. Dann mussten sie aber feststellen, dass Steckrüben nicht wirklich für die menschliche Ernährung geeignet sind, die Nahrungsmittelproduktion einbrach aufgrund der fehlenden tierischen Düngung, und die Folge war eine Hungersnot mit 800.000 verhungerten Deutschen. https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-schweinemord-von-1915-als-die-wissenschaft-eine-100.html

    3. Tiere sind Teil einer nachhaltigen Landwirtschaft.
    Sie sind notwendig, um die Gesamtrentabilität durch optimale Ressourcennutzung zu steigern, als auch ihr Dünger wird zur Bodenerhaltung benötigt.

    4. Das Tierfutter besteht vor allem aus 4 Komponenten:
    Gras, Abfällen der Lebensmittelproduktion, für die Lebensmittel ungeeignete Minderqualität, Pflanzen notwendig in der Fruchtfolge zur Erhaltung der Bodenqualität. Letztere sind immer wichtiger, weil man inzwischen mehrmals im Jahr aussät und das Getreide dann nicht mehr ausreifen kann.
    Praktisch nichts davon lässt sich einsparen oder zu anderen Lebensmittel umwidmen. Man gewinnt schlicht keine zusätzlichen Anbaumöglichkeiten, wenn man hierauf verzichtet. https://www.researchgate.net/publication/312201313_Livestock_On_our_plates_or_eating_at_our_table_A_new_analysis_of_the_feedfood_debate

    5. Es wird immer der Eindruck erweckt, dass wenn wir keine Tierhaltung mehr betreiben würden, die entsprechenden Flächen dann wieder “Natur” würden, sprich der Bauer damit nichts mehr machen würde. Eine romantische Vorstellung aus Unkenntnis der Ökonomie und Realität. In Wahrheit sind Ackerflächen die Produktionsmittel der Bauern. Diese müssen sie immer optimal wirtschaftlich nutzen, sonst gehen sie Pleite. D.h. nicht nur, dass diese Flächen in irgendeiner Form weiter genutzt würden, es heißt auch, dass man schon heute diese Flächen eher für den Anbau von teureren Lebensmitteln nutzen würde, anstatt Tierhaltung. Deshalb sind alle für den Lebensmittelanbau geeigneten Flächen auch schon für diesen genutzt. Eine relevante Ausweitung der Lebensmittelproduktion wäre bei Einstellung der Tierproduktion deshalb nicht zu erwarten.

    6. Wir nutzen aus ökonomischen Gründe riesige Landflächen für die Produktion von Luxusprodukten, welche keinerlei Beitrag für die Ernährung leisten. Genannt seien: Schnittblumen, Erdbeeren, Spargel, Salat, … Würden wir tatsächlich zu wenig Lebensmittel produzieren, könnte man hier viel besser ansetzen. Aber komischerweise redet niemand davon, den Damen ihren wöchentlichen Blumenstrauß zu nehmen. Warum wohl?

    7. Wir haben keine Knappheit an Lebensmittel!
    Es gibt deshalb keinen Grund, deren Produktion massiv in Europa auszuweiten. Wie im anderen Beitrag erklärt, gibt es einen Mangel an Geld bei bedürftigen Menschen. Dies löst man aber nicht dadurch, dass wir kein Fleisch mehr essen, sondern das Gegenteil dürfte richtig sein.

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    • Brötchen sagt

      Das Ziel ist, die Flächen sollen ! Wildnis werden.
      WWF
      Steht bereit!
      Es gibt glaube ich , Ziele so und so viel Prozent in D. verwildern zu lassen.

      Wir im Osten zählen sowieso schon als Neandertaler. 😁🤪

      Also geht los.

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      • Wird Steinzeitleben modern?
        Die vielen Leute aus den Großstädten in den Wald?

        Wachsen da so viele Beeren , dass die alle satt werden?
        Fa muss man doch weiterdenken

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  7. Tobias Stricker sagt

    Biofuels
    Die Biofuels hatten vor allem einen Effekt: Sie gaben den Bauern Verhandlungsmacht gegenüber den Lebensmittelmultis.
    Alleine dadurch, dass die Bauern nun sagen konnten: Wenn ihr keine kostendeckenden Preise bezahlt, dann bauen wir eben Biofuels an, konnten sie unmittelbar höhere Preise am Markt durchsetzen, selbst wenn faktisch an der produzierten Menge an Lebensmittel sich nichts verändert hatte. Dies führte tatsächlich zu einem kleinen Preisschock im ersten Jahr. Durch die gestiegenen Preise gab es im Folgejahr sogar MEHR Lebensmittel als davor!
    Aber die höheren Preise veranlassten die multinationalen Konzerne dazu, gegen die Biofuels vorzugehen. Hierzu erfanden sie die Kampagne “Kein Essen in den Tank!”, welche sie nicht unter eigenem Namen betrieben, sondern hierfür entweder eigene hunderte NGOs gründeten oder besonders effektiv einfach die bestehenden, bekannten NGOs einspannten, wie eben Misserio, Greenpeace, … Und sobald die an Bord waren, sprangen sofort auch die woken Politiker auf den Zug auf. So gelang es ihnen innerhalb von 2 Jahren die Biofuels in der EU faktisch zu killen. Lediglich Bestandsanlagen werden noch weiterbetrieben.

    Neben Wasserkraft ist Biogas aber die einzige erneuerbare Energie, welche man bedarfsgerecht nutzen kann. Deshalb gehen selbst die schöngerechneten Energiewendeszenarien von einem Biogasanteil von mindestens 30% in Deutschland aus. Wo die herkommen sollen, insbesondere, ohne dass neue Anlagen gebaut werden dürfen, weiß niemand. Typische Traumschlosskonstruktionen getarnt als Wissenschaft.
    In Wahrheit bestand die ganze Energiewende deshalb aus nichts anderem als dem Ersetzen bestehender Kraftwerke durch neue, mit russischem Gas betriebenen Gaskraftwerken, was uns in die derzeitige Katastrophe geführt hat.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Neben Wasserkraft ist Biogas aber die einzige erneuerbare Energie, welche man bedarfsgerecht nutzen kann. ”

      Ist das so? Kein Wasser, keine Energie, schon gar nicht bedarfsgerecht…..siehe China aktuell.

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  8. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, bin gerade mit meiner Frau von einem erholsamen Wochenendausflug zurück gekehrt. Will das noch etwas genießen. Eins möchte ich allerdings nicht vergessen. Willi, herzliche Glückwünsche zu deinem heutigem Geburtstag. Alles, alles Gute viel Gesundheit und Schaffenskraft. Bleibe deiner bisherigen Linie treu. Es ist immer ein erbauendes Erlebnis in deinem Blog zu lesen und seine Meinung anständig und unverblümt sagen zu dürfen.

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  9. Tobias Stricker sagt

    Fangen wir damit an, wodurch Hunger in der Welt entsteht. Er entsteht nicht dadurch, dass es zu wenig Nahrungsmittel gibt! Selbst in den Regionen, wo es aktuelle Hungerkrisen gibt. Der Hunger entsteht dadurch, dass die dortigen Menschen sich die vorhandenen Nahrungsmittel finanziell nicht leisten können. Dies liegt daran, dass die Menschen keine Möglichkeit zum Geldverdienen haben, weil man u.a. meinte, die gesamte Weltwirtschaft durch Lockdowns kollabieren zu lassen. Die viel beschimpfte Globalisierung hat die letzten 50 Jahre dafür gesorgt, dass 4 Milliarden Menschen heute nicht hungern mussten, bis man meinte diese durch politische Maßnahmen abrupt zu stoppen. Dies bedeutet alleine in 2020 unmittelbar fast 1 Mrd. Menschen mussten hungern, laut UN. Und bis heute sind die Lockdowns ja nicht tatsächlich beendet, sowie ein Welthandel wie vor Corona nicht einmal annähernd wieder erreicht. Und je länger es dauert, desto mehr Menschen sind von den Konsequenzen betroffen.
    Die richtige Antwort ist also, möglichst viele Menschen wieder in den Welthandel einzubeziehen. Dieser Welthandel wird von dem Konsum in den reichen Ländern angetrieben. Der von der woken Bewegung permanent propagierte Konsumverzicht würde aber einem permanenten Lockdown entsprechen und somit den Hungertod von eben 4 Milliarden Menschen bedeuten.

    Sprechen wir über die Lebensmittelproduktion direkt, dann entspricht die Menge produzierte Lebensmittel praktisch direkt den Verdienstmöglichkeiten der Bauern mit der Produktion der Lebensmittel. Jede künstliche Senkung der Lebensmittelpreise führt somit direkt zu einem geringeren Angebot an Lebensmittel.
    Möchte man z.B. eine akute Hungerkrise in Afrika bekämpfen gibt es nur eine sinnvolle Maßnahme dies zu tun: die UN muss zu möglichst hohen Preisen LOKAL in der Region entsprechende Mengen Lebensmittel von den dortigen Bauern einkaufen und dann an die akut bedürftigen verteilen und am besten so, dass diese damit nicht zu 100% versorgt werden, sondern ebenfalls zumindest noch etwas selber auf dem Markt kaufen müssen. Hiermit wird sofort die Nahrungsmittelproduktion in der Region massiv angekurbelt, da nicht nur die Bauern ihre Höfe trotz Dürre etc. weiter betreiben können, weil sie sich nun z.B. Bewässerung leisten können, auch die gesamte Logistikkette nach dem Feld rentabel wird (2/3 aller Lebensmittel verderben auf dem Weg zum Verbraucher). Umgehend bildet sich dann ein neues Gleichgewicht, bei dem der Großteil der Bevölkerung wieder ausreichend mit Nahrung versorgt ist, weil auch wieder Geld in der Bevölkerung zirkuliert, da 70% der Bevölkerung in Afrika noch immer in der Landwirtschaft arbeitet.

    Der hohe Anteil, der in der Landwirtschaft beschäftigten in Afrika, ist im Übrigen auch der Grund für die geringe Produktivität der dortigen Landwirtschaft, weshalb subventionierte Lebensmittelexporte aus EU und USA nach Afrika direkt zu dortigen Hungerkrisen führt. Die Bauern dort verlieren ihre Einkommensquelle, ohne irgendeine Alternative zu haben. Deshalb ist es tatsächlich sinnvoll, den dortigen Agrarmarkt zu schützen. Da aber insbesondere China inzwischen zum größten Agrarexporteur aufsteigt, muss dieser Schutz von den dortigen Staaten ausgehen und nicht von den Exporteuren. Man muss es ihnen allerdings auch erlauben.

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    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      “(…) Der von der woken Bewegung permanent propagierte Konsumverzicht würde aber einem permanenten Lockdown entsprechen und somit den Hungertod von eben 4 Milliarden Menschen bedeuten.” — Mindestens seit T.R.Malthus (1766 – 1834) wird Panik vor Überbevölkerung verbreitet. Ich vermute jedoch, dass man mehrere Dutzend Milliarden Menschen versorgen könnte.

      Malthus’ massenmörderischer Geist lebt auch in globalistischen Eugenikern/Transhumanisten wie Bill Gates und Klaus Schwab et al.:”„Ein Mensch, sagte er, der in einer schon okkupierten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgend einen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde. Bei dem großen Gastmahle der Natur ist durchaus kein Gedecke für ihn gelegt. Die Natur gebietet ihm abzutreten, und sie säumt nicht, selbst diesen Befehl zur Ausführung zu bringen.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Robert_Malthus
      https://de.wikipedia.org/wiki/Malthusianische_Katastrophe

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      • Tobias Stricker sagt

        Was viel gefährlicher ist:
        den Leuten ist nicht bewusst, was sie eigentlich fordern, weil sie nicht einmal elementare ökonomische Zusammenhänge verstehen.
        Stattdessen folgen sie einer neuen Erweckungsbewegung, so wie den Geißlern im Mittelalter. Je stärker sie sich einschränken, desto besser fühlen sie sich moralisch.

        Einen bösartigen Menschen kann man leicht bekämpfen.
        Gegen Dummheit ist der Kampf aussichtslos!

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      • Brötchen sagt

        Es gibt einen Ausspruch ….der wesentliche Teil der westlichen Geschichte der letzten 30 Jahre besteht darin, Dinge die funktionieren in Dinge zu verwandeln, die gut klingen.

        Ökonom Thomas Sowell

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  10. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    Bei den Linken, zu denen ich jetzt auch Misereor zählen muss, da sie mit Greenpeace* gemeinsame Sache machen, sehe ich viel propagandistische Tugendsignalisierung zusammen mit überaus großen Worten wie “Welternährung”, an denen man sich als Idealist augenblicklich absichtlich verhebt und auch verheben kann, weil es von den uninformiert gehaltenen Bürgern nicht bemerkt werden kann.

    Der Staat konnte im Großen und Ganzen wenigstens ungefähr vorhersehen, welche Schwierigkeiten auf uns zukommen, da der sog. “Transformationsprozess”, der uns als “Great Reset” bzw. “Agenda 2030” aufgezwungen geworden ist, in seinen Zielen mehr oder weniger festgelegt ist.

    Die 60% ist eine reine Propagandazahl, die in den Köpfen der uninformierten Menschen einen Empörungseffekt auslösen soll. Die Menschen werden vorsätzlich implizit und explizit desinformiert, gleichzeitig aber emotional involviert. Diejenigen, die “Grün” denken und handeln, operieren schon seit etwa 50 Jahren mit dieser Art Propaganda, die man konkret als Lügerei bezeichnen sollte.
    Letztendlich wird von Greenpeace, den Grünen und Misereor auf die Lüge vom anthropogenen Klimawandel aufgebaut und vieles auch darauf ausgerichtet.
    Wenn man das Basis-Narrativ vom anthropogenen Klimawandel glaubt, dann wird man argumentativ nicht gegen diesen Grünen Wahnsinn ankommen, auch wenn man hier und da kleine Schlachten wie die Sache mit den 60% gewinnt.
    Das Interview gefällt mir unterm Strich sehr gut, wobei ich es als angemessen empfunden hätte, wenn BW z.B. konkret darum gebeten hätte, dass der Herr von Misereor, der ja ein bisschen mit seinem landwirtschaftlichen Wissen geprahlt hat, die von ihm behauptete mögliche Fruchtfolge kurz zu erläutern. Freundlicherweise hat BW ihn nicht in Bedrängnis gebracht. Dass man solche Leute Vorschub leistent, führt auch dazu, dass diese sich in ihrer mehr oder weniger realitätsfremdem Blase weiterhin wohlfühlen.

    *Greenpeace hätte schon vor 40 Jahren in Greenwar umbenannt werden sollen.

    – Man kann das Klima nicht schützen, weil das Klima ein Datensatz ist.
    – Da, wo Grün/Green draufsteht, ist Sozialismus/Kommunismus drin!

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  11. Obstbäuerin sagt

    Wenn ich ihn richtig verstanden habe, war er Bio-Schweinebauer. Warum ist er das jetzt nicht mehr oder macht er das im Nebenerwerb? Dann müsste er doch wissen, falls er sein Futter selber angebaut hat, wie die Qualitäten bei Bio-Getreide sind und das sogar noch mehr als 60% im Trog landet. Was für eine verlogene Bande – da kriegt man die Wut.

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  12. Klaus sagt

    Wir brauchen keine ideologischen Wünsche sondern gleiche Erzeugungsbedingungen innerhalb Europa.

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  13. Smarti sagt

    Danke für Deinen unermüdlichen Einsatz, ich bewundere Deine Gelassenheit und Freundlichkeit, trotzdem stellst Du die richtigen Fragen und lässt Dich nicht abwimmeln.
    Dieses schmierig-freundliche “wir wollen Euch Bauern doch nur helfen…” nachdem so viel zerbrochen ist (z.B. wegen der Behauptung: 60 % des Getreides geht ins Tierfutter, deshalb kein Fleisch mehr konsumieren), geht mir tierisch auf den Zeiger.
    Gerade Misereor müsste doch wissen, wie man Landwirtschaft betreibt, wie unglaublich viel stimmten muss, bis eine gute Ernte auf dem Wagen ist ! Jeder Bauer, der “unrechtmässig” von seinem Beruf vertrieben wurde – ist Einer zuviel ! Da mitmachen ist nicht nur dumm, sondern auch brandgefährlich…. und die merken´s nicht mal.

    Sie lügen weiter…. “es kommt ja jetzt viel Getreide mit Schiffen aus der Ukraine” …. nein, meines Wissens ist es hauptsächlich Tierfutter, das kaum abgesetzt werden kann, weil es teilweise verdorben ist.

    Warum nicht Getreide zu einem guten Preis ankaufen und den armen Ländern zu einem “gemittelten” Preis anbieten ? Das wäre doch viel nachhaltiger und es wäre Allen gedient.
    Jedenfalls Allen, die Landwirtschaft auch weiterhin erhalten wollen.

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    • Johannes Buchner sagt

      Den armen Ländern billiges Getreide zu liefern würde den dortigen Lokalmarkt ähnlich wie mit Dumpingpreisen in Deutschland kaputt machen. Ziel muss es doch sein, den Ländern eine Selbstversorgung zu ermöglichen.

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      • Sonja Kaiser sagt

        Ja, klar. Dann mach doch mal, es fehlen dort gerade Wasser, Dünger, Saatgut, genügend brauchbares Ackerland für so viele hungrige Mäuler ( wenn denn Maschinen oder fair bezahlte Arbeitskräfte da wären…).
        Als Ziel die Selbstversorgung anzustreben ist natürlich richtig – aber kurzfristig werden viele Menschen verhungern, egal ob wir hier ein Schwein/ Rind mehr essen oder nicht.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Man kann ein System, das sich in Jahrzehnten eingespielt hat, nicht über Nacht ändern, so weit hat er schon recht.

          • Smarti sagt

            Frau Ertl, Herr Buchner – jetzt hat man doch seit Monaten in der Presse gelesen, dass mit dem Überfall auf die Ukraine die Getreidelieferungen ausgeblieben sind. Dieses Getreide wurde auf dem Weltmarkt verkauft und sollte jetzt angeliefert werden – ist aber wegen Putin nie angekommen.
            Was für ein Hohn muss es in den Ohren eines ägyptischen Bäckers sein, wenn Sie ihm jetzt sagen, sein Land solle sich selber versorgen, Sie möchten ihm lieber kein Mehl mehr geben, das ist besser für sein Land, wenn es sich selber versorgt?!

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      • Reinhard Seevers sagt

        Schon Mal den Bedarf für Getreide in Ägypten angeschaut? Die Fläche gibt einfach nicht mehr her und der ägyptische Bauer produziert lieber Güse für den wohlhabenden europäischen Markt.
        Ich kann diese Seite Jahrzehnten verbreitete Mär von dem billigen Importprodukt und der anzustebenden Selbsterzeugung nicht mehr ertragen….das geht seit über 50Jahten so. Gibt es auch so etwas wie nationale Verantwortung, oder sind immer und ausschließlich die Anderen Schuld.
        Was sagte Jan Fleischhauer jüngst, Palästina habe seit 2010 mehr Geld aus der EU erhalten, als alle europäischen Länder nach dem Kriege aus dem Marshallplan…..wir sind so blöde….

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      • Ja, es geht jetzt erstmal um die Uktainekrise und nicht für immer,
        Das billige Getreide dorthin nur an Länder, die darunter leiden, nicht einfach an ganz Afrika, so nach dem Gießkannenprinzip

  14. Ludwig sagt

    Miserior hat einen Traum , aber die Realität sieht anders aus. Auch die Marktwirtschaft hat man nicht verstanden , denn nichts ist besser gegen “Hohe Preise” als “Hohe Preise”. Dem Markt wird mit hohen Preisen das Signal gegeben mehr ,z.B. Weizen, anzubauen. Man will natürlich den Hungernden helfen, aber in diesen Ländern herrscht oft Regierungsversagen und diese Länder kaufen lieber Waffen als Nahrungsmittel , oder vernachlässigen ihre eigene ldw. Produktion. Auch die Reduktion der Tierhaltung ist sehr fraglich , denn im Ernährungsverhalten ändert sich ja nicht viel. Statt 1,1 Mill. Schweine/Woche schlachten wir jetzt nur noch rd. 700.000 , aber die Diff. von den Schweinen wird jetzt an Edelteilen importiert. Die Politik übt über den LEH Preisdruck aus und steuert so die ldw. Erzeugerpreise. Erst wenn der LEH auf 5% Marktanteil je Kette (Aldi,Lidl, Rewe, usw.) zerschlagen ist , wird es wieder Markt geben. Die Politik hat sich mit den Ministererlaubnissen gegen das Kartellamt in den letzten 50 Jahren mit der Monopolinstallation beim LEH zu Lasten des vorgelagerten Mittelstandes versündigt. Auch das derzeitige Energieproblem hat durch ideologische Eingriffe der Politik zu dieser Katastrophenlage geführt. Die Politik hat den Weg der “Sozialen Marktwirtschaft” in Richtung Staatswirtschaft verlassen und Staatswirtschaft heist Mangelwirtschaft. Das konnten wir doch vor dem Fall des Eisernen Vorhanges doch überall im Osten erleben.

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    • Schmeckt gut sagt

      Und der Knaller ist dann ja noch, dass sich REWE und Edeka sich öffentlichkeitswirksam darüber beschweren, dass die großen, globalen Player in der LM-Industrie (Nestlé, Coca-Cola…) überproportional hohe Preissteigerungen durchsetzen wollen. Witzig. Zunächst mit dem Einkaufsverhalten in brutalster Weise diese wahnsinnige “Selektion” auf der Anbieterseite fördern (und intern fordern) und sich dann aufregen, dass dies Verhalten in der Krise – sehr deutlich – massive Risiken zutage födert. Warum wird hierüber nicht diskutiert? Fütterung der Massen durch “Industriepampe” ist keine Science-Fiction mehr.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Es ist ja grundsätzlich nicht verwerflich, eine Vision zu haben, und so sehr daneben sind ja die Kritikpunkte auch gar nicht.
      Was aber für diese NGOs so typisch ist: Sie fordern etwas und machen keinen konkreten Plan zur Umsetzung, denn die Verantwortung dafür sollen andere übernehmen – wie im Schlaraffenland.
      Das Interview erinnert mich an ein Gespräch mit einem Wolfsaktivisten des WWF. Auf meine Frage, ob sie schon ausgerechnet haben, was der ihnen vorschwebende Herdenschutz in den Alpen kosten würde, und wie das Staatsbudget umgeschichtet werden soll, damit das Geld zur Verfügung steht, bekam ich zur Antwort: Das auszurechnen ist nicht unsere Rolle und unsere Aufgabe. Unsere Aufgabe ist, das Richtige zu fordern, die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Politik.
      Also: kleinkindmäßig Spendengewinne privatisieren, Kosten verstaatlichen

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    • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

      Die “Soziale Marktwirtschaft” wurde als Kapitalismusvariante erkannt, weswegen sie abgeschafft werden muss. Denn individuelle Entscheidungsfreiheit steht den kollektivierenden staatlichen Maßnahmen im Wege. Der Bürger soll nicht mündig und Souverän sein, sondern unmündig und Untertan. Und später wird es wohl für die meisten Kuchen im Überfluss geben …

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  15. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    „Wer sind wir…!?“, fragt Wolter. – Wenn MISEREOR Getreidepreise von sogar um die 12,00 €/dt ggf. künftig wieder für machbar(!) erachtet, so sollen diese Besserwisser doch selbst ran, deren Spendenaufkommen ermöglicht sicherlich den sofortigen Einstieg in die LW problemlos!?

    Wehe aber, wenn auch das bäuerliche Spendenaufkommen von Misereor diesen Preisvorstellungen unvermittelt angepasst wird, ein förmlicher Ruck durch unsere ländlichen Räume mit den „heroenhaft“ letzten nahezu schon bedingungslos Gläubigen geht, wenn die letzten Schranken dahingehend gefallen sind!?…

    In welchen abgehobenen Träumchen lebt Wolter!? Mit die größten Flächeneigentümer hier in Deutschland sind unsere christlichen Kirchen. Hat er sich mit deren Pfründe- und Stiftungsvorständen schon einmal grundehrlich ausgetauscht!? Man mag das berechtigt bezweifeln, er weiß offensichtlich nicht, wie es da zur Sache geht. – Er weiß es schlichtweg wohl nicht!!! Fangen Sie wieder das Wirtschaften an, Herr Wolter, Erfahrungen in der Praxis verfügen Sie ja bereits. Die derzeitigen Pächter können für ein paar Krümelchen mit einer solchen Erlössituation jedenfalls nicht mehr umgehen, vom alljährlichen Verlust kann niemand (über)leben.

    Alles aus dem Futtertrog direkt in unsere heiligen Discounterhallen, in Bälde sachlich nüchtern abstrakt auf die Tatsachen heruntergebrochen „Fressen wie die Hühner und Schweine“ mithin!? Wie korreliert das(!) jedoch mit unseren final perfektionierten „Einheitsbedingungen des Deutschen Getreidehandels“ heute!? Sind diese bald Geschichte!? Der „ThinkTank“ MISEREOR ist bereit, hier Grenzen zu überschreiten, zu damit brutal einhergehendenVeränderungen im eigenen Verdauungsapparat; ist dies nun also allen anderen Verbrauchern auch zuzumuten!? – „Veredelt“ wird im Menschen selbst was unter jeder Nase reingeschoben wird!?

    Mutterkorn wird übrigens zum förmlichst „auswachsenden Problem“ der Zukunft, wenn es so trocken bleibt. Die aktuellen Werte wurden in diesem Jahr noch einmal in die Extreme halbiert(!), ein Kriterium, das es wahrlich in sich hat. Unsere in erster Linie für die menschliche Ernährung geradezu prädestinierten Sorten im A- und E-Bereich beim Weizen -die bislang jedenfalls unverzichtbaren Aufmischsorten- weisen augenscheinlich eine besondere Prädisposition für Mutterkorn auf. Sehr schnell nicht einmal mehr tauglich für den Futtertrog heute! – Also was tun mit diesem „Abfall“!? Verbrennen, wie den Klärschlamm auch zu astronomischen Preisen!?

    Claviceps purpurea, ein Gift, das heute verstärkt mit weiter zunehmender Tendenz auf unseren Äckern wächst, fordert uns heraus bei forthin zusammenschrumpfenden Erntemengen. Hat der Bio-Landbau damit nicht sogar ein weitaus größeres Problem!?

    Der Agrartreibstoffmarkt kann zügigst Lösungen liefern, lt. Wolter im Hier und Jetzt. Qualitativ minderwertigere Sonnenenergie also sofort nichtsdestotrotz dem menschlichen Verdauungstrakt zuführen!?

    Wer größere Berge an Grünfutter vertilgt, lebt allerdings auch mit dem Risiko eines Jodmangels; die weitaus größeren Endprodukteberge menschlicher Verdauung werden in unserer Wohlstandsgesellschaft höchst effizient gesammelt, um hernach der Pyrolyse zugeführt zu werden. Ein Milliardengeschäft für genau diese Entsorgungsindustrie, das unser Bürgergeld systematisch verbrennt. – Herr Wolter, sind das die von Ihnen favorisierten Wertschöpfungskreisläufe. Natürlich fördert man damit auch unser Betongold, hinreichend Potential mithin, noch mehr Ackerflächen versiegeln zu wollen. Die Renditen boomen dort.

    Je mehr ich über Ihre scheuklappenartig isoliert transportierten Aberwitzigkeiten nachdenke, umso mehr reift in mir der Gedanke, der katholischen Kirche den Rücken zu kehren… Hier findet ein Gedankengut Heimat, das die gemeinen Bauern äußerst schmerzhaft mit Füßen zu treten weiß. Der Kleros hat aber schon immer uns Bauern als „Kanonenfutter“ missbraucht, Wolter bleibt dieser Tradition ganz offensichtlich treu. Hat deshalb Wolter selbst die Seiten als Biobauer gewechselt hin zur Position des Pressesprechers von MISEREOR!? Hierfür finden wir in der Bibel ein sehr treffliches Beispiel…

    In den Körnertanks sehr vieler Mähdrescher ist in 2022 übrigens in rauen Mengen Kümmerkorn angekommen – landläufig bisher als „Hühnerfutter“ bezeichnet. Wir dürfen das heute nicht als Hühner- und Schweinefutter verwerten, nicht im Tank verfahren, nicht der thermischen Nutzung zuführen!? Also haben wir Bauern unverschuldet hier Abfall produziert, der kostenpflichtig zu entsorgen ist!!!

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Herr Wolter meine Gedanken nachvollziehen kann, geht für meine Begriffe gegen Null…

    Ich starte jetzt zu einer sonntäglichen Flurfahrt, um die noch nicht beernteten Zuckerrüben-, Sonnenblumen-, Kartoffelflächen zu betrachten – alles extrem überschaubare Mickrigkeiten; …und dabei noch Ihre Worte im Ohr, lieber Herr Wolter !!!

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  16. Ich sage es ganz ehrlich, bei mir löst dieses Interview keine Begeisterung auch. Der Herr von Miserior argumentiert mit einer “hinterfotzigen ” Scheinheiligkeit. Ihm und seines gleichen geht es in Wirklichkeit ausschliesslich darum, die Preise für Lebensmittel zu drücken. Sind die Preise “hoch”, soll der Staat z.B. durch umswitchen von Verwertungen (Teller statt Tank statt Trog) dafür sorgen, dass die Preise fallen. Jahre lang palavern diese scheinheiligen Organisationen, dass die Preise für Lebensmittel zu niedrig sind, Lebensmittel müssten ihren Preis haben etc.pp. Jetzt, da die Preise für “Agrarrohstoffe/landwirtschaftliche Produkte/Lebensmittel das erste mal in der Nachkriegszeit Preise erzielen können, die sie eigentlich schon längst haben müssten, fallen diese Brüder den Bauern in den Rücken!!! Und dann streiten sie es in der Diskussion sogar noch feige ab: der Brief richtet sich nicht an die Bauern: (die brauchen wir ja noch damit sie auch weiterhin den billigen Dackel machen)der Brief richtet sich an Qzdemir, der soll die Bauern richten. In netten Interviews wie diesem kann man sich dann immer noch mit den Bauern scheinsolidarisieren. Scheinheilig in Perfektion!!! Dieser Hungerhaken erwähnt Prof. Qaim welcher sich dafür ausspricht, 75% weniger Fleisch zu konsumieren/produzieren. Quaim sagt aber vorallem eines: „Wir leben in einer klimatisch günstigen Region mit guten Böden. Die sollten wir für den Anbau von Nahrungsmitteln nutzen, anstatt Äcker stillzulegen.“ Qaim spricht sich für die Nutzung von Gentechnik in der landw. Produktion aus und ist eindeutig gegen die Ausweitung ökologischer Landwirtschaft. Steht Herr Wolters auch dahinter oder betreibt er nur argumentative Rosinenpickerei?? Wolters erwähnt den angeblich höheren Energieaufwand bei der Herstellung tierischer Lebensmittel. Naja, Brot backen erfrordert auch erheblich Energie, ob die Verarbeitung tierischer Produkte im Schnitt mehr Energie je Nährstoffeinheit verbraucht wage ich zu bezweifeln. Wenn Miserior und Greenpis die Energie wirklich so wichtig ist, warum fordern sie nicht, umgehend alle Freizeitparks und Spassbäder in Deutschland zu schliessen. Allein der Europapark in Rust verbraucht täglich die Energie einer Stadt mit 200000 Einwohnern, da ist der Energieverbrauch der anreisenden Besucher noch nicht mit eingerechnet!!! Die fordern das nicht weil dann die Spendenquellen versiegen!!!! Scheinheilig!!! Lieber Willi, es ist gut, dass man mit denen diskutiert. Ich könnte dies nicht,zumindest nicht so gefasst wie Du.

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  17. BerndK sagt

    Herr Wolter fordert Planwirtschaft in extremer Form. Und wenn dann alles umgekrempelt ist, soll es der Markt richten. So wird eine “Umgestaltung” der Landwirtschaft nie und nimmer funktionieren. An wievielen Rädchen will Miserior denn drehen, damit wir in einer guten und gerechten Welt leben können?

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  18. Christian Bothe sagt

    Gute Fragestellungen von B.Willi. Habe mir allerdings nicht alles “reingezogen”. Ist selbst für mich als katholischer Mensch ein unkollegiales Verhalten( mild ausgedrückt) von einem ehemaligen Schweinebauern und Handlanger von Greenpeace! Deren Petition im Anhang ist auch nur Polemik! Ich hatte mich ja dazu schon geäußert!Finde es aber toll, das B.Willi den “Verein” in Aachen aufgesucht, und er sich nicht von Qualitätskriterien des Getreides von diesem Typen hat vereinnahmen lassen…

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  19. Reinhard Seevers sagt

    Weltrettung durch Paternalismis und Suggestion.
    Wenn gesundheitliche Aspekte als Maßstab und Steuerungsmechanismus für oder gegen bestimmte Lebensmittel herhalten müssen, dann gute Nacht.
    Wer spricht von Braugerste, Hopfen, Malz, Wein, Obst und deren Brände……es ist der simple Versuch die Ökonomie auszuhebeln, weil man einfach keinen Arsch in der Hose hat, um die Produktion von Spaßfahrzeugen zu verbieten.
    Die Priorisiering bei Landw. Erzeugnissen ist der Beweis, dass Industrie auf dem Weg zur künstlichen Herstellung von Nahrung ist. Und die ganzen Vollspacken von Greenpeace über NABU zu Miserior halten denen noch die Steigbügel.

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  20. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Der Gemeindebrief unserer Kirchengemeinde ist bei mir gelandet,obwohl ich kein Mitglied bin und dort wird auch gerade dieses Thema behandelt.
    Ich überlege noch, zu antworten.

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  21. Arnold Krämer sagt

    Alle Aktivisten auf der „gegnerischen“ Seite träumen von Planwirtschaft in der Marktwirtschaft ohne zu wissen, wie das geht, gehen kann. Die bisherigen Versuche z. B. in der Wohnungswirtschaft, der Energiewirtschaft aber auch der Landwirtschaft sind nicht vielversprechend. Aber ein Umdenken, eine Denkwende sozusagen ist nicht erkennbar. Die vielen Eingriffe des Staates im Zuge der Corona-Krise und der massiven Energiepreiskrise führen zu einem Gewöhnungs- und Verstärkungseffekt auf Seiten der Bürger wie der Politiker hinsichtlich staatlicher Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen. Fehlendes Wirtschaftswissen in den Medien verschärfen bzw. beschleunigen den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Niedergang.

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    • Ja, dann fangen wir bei dem Verbraucher an, der bekommt Fleisch auf Karte, wie in der Planwirtschaft, dass dann aber auch teurer ist.
      Diese Teuerung kommt dem Landwirt zu Gute und der kann dann einen schweinegemütlichen Stall bauen, eventuell auf Stroh.
      Dann erst bezahlt der Verbraucher das Tierwohl mit.

      Und wir brauchen weniger Futterfläche, die man dann zu Ernährungszwecken nutzen könnte.
      Mal sehen wie dann die Fruchtfolge aussehen wird.
      Und dafür soll Özdemir sorgen?
      Schafft er das?
      Vielleicht muss auch der Verbraucher flachere Brötchen essen, damit man die mit weniger Klebereiweiss im Mehl backen kann.

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      • Lieschen Müller sagt

        In der DDR gab es keine Lebensmittelkarten. Es gab manche Produkte einfach nicht. Planwirtschaft bedeutet erstmal nur: die Gesellschaft, bestehend aus der Bevölkerung, vertreten durch die Parlamentarier, sieht vor, z.B. pro Person 50 kg Schweinefleisch im Jahr bereit zu stellen. Wie man das dann aufteilt, wie das erreicht wird und wie sanktioniert wird, wenn die Produzenten die Ziele nicht erreichen, steht auf einer anderen Karte. In der Medizin und der Altenpflege, sowie der Bildung haben wir auch jetzt so eine Planwirtschaft. Auch Kita-Plätze werden “bedarfsgerecht” geplant.

        • Lieschen, da stimmt faktisch nicht sehr viel.
          Planwirtschaft heißt deutlich treffender Zentralverwaltungswirtschaft. Wirtschaftliche Entscheidungen von der Planung bis zur Kontrolle werden von einer zentralen Stelle getroffen. Logischerweise nach Möglichkeit unter Zugriff auf die knappen Ressourcen, vor allem also Arbeit, Kapital, Boden . Ob das mit einer demokratischen Ordnung
          und mit unserem Eigentumsbegriff vereinbar ist, darf sich hier jeder gerne selber überlegen. Die Antwort unserer deutschen Geschichte ist eindeutig!

          Ich bekomme bei dem Thema immer sehr schlechte Laune.

          Lieber Willi, viele gute Wünsche machen sich etwas verspätet noch auf die Reise.

  22. Heinrich Steggemann sagt

    Wenn Länder in Afrika den Import von Geflügelteilen verbieten können, warum bekommen wir kein Verbot von Importware hin, die unterhalb unserer deutschen Standards produziert worden sind???
    Um mal den Lebensmittelbereich zu verlassen. Was würde z.B. ein Importverbot für Strom ( zukünftig kein Atom- und Kohlestrom) oder Erdgas ( ohne Fracking) für unser Land jetzt oder in naher Zukunft bedeuten???
    Mein persönliches Fazit: Am Regal bzw. an der Steckdose bzw. dem Gasanschluss endet die Moral.

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    • Frikadellen piet sagt

      Bei modernen Atomkraftwerken entsteht kein Atommüll wie damals bei uns unser Atommüll könnte sogar in den neuen Atomkraftwerken verfrühstückt werden

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Werter Piet, Sie glauben mithin auch an die unbefleckte Empfängnis, oder!?

        Das, was Sie hier gerne suggerieren würden sind atomare Träumereien, brandgefährliche noch dazu; nach wie vor….

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          …Inga, nein, da liegst du falsch. Putin missbraucht dieses AKW für kriegerische Drohgebärden seinerseits.

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    • Wird Steinzeitleben modern?
      Die vielen Leute aus den Großstädten in den Wald?

      Wachsen da so viele Beeren , dass die alle satt werden?
      Fa muss man doch weiterdenken

  23. Frikadellen piet sagt

    Moin ein wirklich tolles Gespräch was meiner Meinung nach viel mehr Verbreitung finden sollte ich glaube ideal wäre es das Gespräch im Bundestag mal aufzuführen damit die ganzen Entscheidungsträger mal ein bisschen Bescheid wüssten schönen Sonntag schön dass auch mal endlich die ganze Problematik mit den Druck und Teller aufgeführt wurde vor allen Dingen erklärt

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