Bauer Willi
Kommentare 32

Mainstream-Wissenschaft?

In der Wochenzeitschrift “Spiegel” wurde neulich ein Interview mit Harald Grethe, einigen bekannt als Agrarökonom, der einige Jahre Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirat Agrar (WBA) war, veröffentlicht.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/klimaschutz-in-der-landwirtschaft-muessen-viel-weniger-fleisch-und-milchprodukte-produzieren-und-essen-a-21175c9d-188d-4442-99c8-10479aa4d259

Die Überschrift passt nicht ganz zum Inhalt des Gespräches.  Herr Grethe geht auf die Borchert- und Zukunftskommission ein und bemängelt, dass die derzeitige Regierung zwar verbal den Ergebnissen dieser beiden Arbeitsgruppen zustimmt, in der Realität aber nichts unternimmt, die empfohlenen Maßnahmen umzusetzen. Er befürchtet, dass dadurch die Glaubwürdigkeit in die Politik nicht nur bei den Landwirten, sondern auch bei den Naturschützern, die Teilnehmer der ZKL waren, leidet.

Mein persönliches Fazit: auch wenn es zunächst danach aussieht: es ist keine Mainstream-Wissenschaft

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32 Kommentare

  1. Felix Krupp Materna sagt

    Politik und glaubwürdiges Handeln? Das passt leider schon seit Helmut Kohl nicht mehr zusammen. Politik lässt sich nur noch von der jeweils eigenen Ideologie leiten.

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  2. Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

    “Agora-Agrar” wird u.a. von der “European Climate Foundation” gefördert. Der CEO von der “European Climate Foundation” ist Frau Laurence Tubiana, die ein hohes Tier (Agenda Contributor) in Klaus Schwabs “World Economic Forum” (WEF) ist. Nicht nur daraus daraus folgere ich, dass Agora-Agrar ein Ableger eines Ablegers des WEF ist. Ziele und Wortwahl der 5 Organisationen passen insgesamt sehr gut in das Gesamtbild des WEF.
    Die Firma “Agora-Agrar” behauptet Folgendes von sich: “Agora Agrar ist gemeinnützig und wird durch private Stiftungen und Organisationen gefördert. Die Organisation agiert unabhängig von wirtschaftlichen und parteipolitischen Interessen.”

    https://www.weforum.org/people/laurence-tubiana
    —-
    Millionenbeträge erhält “Agora-Agrar” von 4 Förderern:
    https://www.agora-agrar.de/index.html

    Philanthropische Stiftungen und
    Organisationen
    Summe 2022/23
    Robert Bosch Stiftung 800.000 €
    Porticus 375.000 €
    European Climate Foundation 125.000 €
    Umweltstiftung Michael Otto 100.000 €
    Total 1.400.000 €

    ———-
    Ein weiterer Förderer von Agora-Agrar ist die Firma “Porticus”. Der “Grant Manager” dieser Firma ist Bruno Calixto, welcher im WEF als Agenda Contributor anscheinend eine wichtige Rolle spielt.

    https://www.porticus.com/en/home/
    https://www.porticus.com/en/articles/article-placeholder-i7269-porticus-is-douglas-calixto/
    https://www.weforum.org/agenda/authors/bruno-calixto

    Auch die Robert Bosch Stiftung hat mit Timothy Snyder einen Mitarbeiter in Schwabs WEF.
    https://www.weforum.org/people/timothy-snyder

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  3. Arnold Krämer sagt

    1. Grethe weicht im Interview vielen Fragen (insbesondere im ersten Teil) aus.
    2. Grethe argumentiert bzw. redet wie ein Politiker oder Aktivist.
    3. Wissenschaftlichkeit ist z.B. nicht erkennbar, wenn Tierwohl kausal mit Klimaschutz, Umwelt und Gesundheit verknüpft wird.
    4. Es geht darum, im Gespräch zu bleiben und Geld einzusammeln für “agora-agrar”. Den meisten Professoren reicht die C4-Besoldung doch nicht. Da muss mehr kommen.

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  4. Limes sagt

    den Beitrag kann man wohl auch in Zusammenhang mit dem kürzlich neu gegründeten “thinktank” agora- agrar sehen. Agora Agrar will parteipolitisch unabhängig arbeiten und wird durch die Förderung privater Stiftungen wie Robert Bosch Stiftung, Porticus, European Climate Foundation und Umweltstiftung Michael Otto finanziert. Geleitet wird agora-agrar von Dr Chemnitz, ehemals Mitarbeiterin der grünen Böll Stiftung und Prof Grothe. Agora Agrar hat sich zum Ziel gesetzt, wissensbasierte und umsetzbare Politikvorschläge für eine nachhaltige Ernährung, Land- und Forstwirtschaft zu entwickeln.
    mehr zu Themen und Zielen, den Mainstream Themen rundum Landwirtschaft und Ernährung auf der web Seite

    https://www.agora-agrar.de/

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    • Reinhard Seevers sagt

      Diese Nachhaltigkeitsgebrabbel ist genauso ein Blödsinn, wie alle anderen Ökoideen.

      Beispiel: Wenn auf dem Wacken-Festival 400.000Liter Bier getrunken werden, ich für 1,5Liter Bier 1m² Fläche benötige, dann sind allein für dieses Festival 26ha Acker nur für Spaß angebaut worden, nicht für eine nachhaltige Ernährung. Kann man nun der Landwirtschaft vorschreiben, sie solle den Anbau nachhaltig gestalten? Oder kann man nicht einfach die Ursachen nachhaltig ausschalten…..nein, niemals wird man den Menschen den Spaß verbieten können und wollen, dann gäbe es Revolution. Es wird aber ein nachhaltiger Weltrettungsschuh draus, wenn man den Erzeuger einfach einer Nachhaltigkeitsstrategie unterwirft und sich damit selbst einen Heiligenschein aufsetzt.
      Über die Energieverschwendung und die Müllerzeugung bei einem dieser Festivals wollen wir gar nicht erst reden…..und es gibt hunderte dieser Festivals allein in diesem Land.

      Jetzt kommt die Agora daher und wirbt für die Nachhaltigkeitserlangung auf allen agrarischen Sektoren und schwubbs hat die Landwirtschaft sich selber wieder ins Licht gerückt, niemals aber die Spaßindustrie oder die Kunst/Kultur, die Medien etc.

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  5. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Solange wir Bauern sektorenübergreifend Mengen weit über den Bedarf hinaus produzieren, wird sich an einer aktiv gelebten Maxime „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ (Bertholt Brecht), sehr wenig ändern.

    Angesichts eines in weiten Regionen Deutschlands doch sehr extremen Dürrejahres 2022 -anhaltend auch derzeit noch vor der anstehenden Winteraussaat- schöpfen wir, medial gebetsmühlenartig jedenfalls so transportiert, absolut aus dem Vollen. – So what!!!

    Zitat REWE-Chef Lionel Souqze jüngst, seine ganz brutale mediale Verlautbarung, welcher wir Bauern jedenfalls schon seit Jahren/Jahrzehnten nahezu wehrlos ausgesetzt sind:

    „Jede Woche werden uns zur Zeit neue Preiserhöhungen angekündigt unter dem Hintergrund steigender Energie-, ROHSTOFF-, Logistik- und Personalkosten. Wir winken nicht jede Preiserhöhung durch, sondern prüfen zuerst, ob eine solche überhaupt nachvollziehbar ist. Gerade unter den multinationalen Konsumgüterherstellern gebe es Trittbrettfahrer, die von der aktuellen Preiswelle profitieren wollen. – Dagegen kämpfen wir brutal an!“

    Obgleich Sonnenblumenöl angeblich ausverkauft ist, wird es an irgendeiner Stelle gehortet, was jetzt zur Ernte dieser traurigen braunen Köpfchen zu einem wahren Erzeugerpreisverfall führt: Man will dem Bauern kaum mehr 50 €/dt zugestehen, erst wenn das goldfarben glänzende Öl in den LEH-Regalen steht, wird es quasi mit Gold aufgewogen. – Eine überaus perfekt funktionierende Wertschöpfungskette!!! Etwa 800 Liter Sonnenblumenöl ohne Presskuchen (der übrigens händeringend als GVO-freies Eiweißfutter überall gefragt ist) stellen in diesem Jahr einen realistischen Ertrag pro Hektar dar. Vorsichtig, extrem niederpreisig geschätzt, mindestens 1.600 €, aktuell weit eher um die 3.200 € und gar mehr bilden demgegenüber den aktuellen Wert ab. DAS(!) wird von einem REWE-Chef mit Zähnen und Klauen verteidigt. Wieviel davon gesteht man dem Erzeuger zu, für ein Produkt, das mit primitivster Technik gepresst, quasi direkt in den Verbraucherregalen ankommt!?

    Aber ein Silberstreifen am Bauernhorizont kommt auf ganz leisten Sohlen dahergeschlichen, man hält hier den Ball derzeit noch extrem flach: Der erste Regionalzug der Deutschen Bahn ist bereits mit Biosprit unterwegs. Die Bahn und das baden-württembergische Verkehrsministerium teilten mit, dass 57 Züge an der umgerüsteten Tankstellen in Aulendorf aufgefüllt und damit klimafreundlicher unterwegs sein werden. Weitere Orte in Deutschland werden folgen. Bis 2040 will die Bahn Dieselkraftstoffe komplett aus ihrer Flotte verbannen. Im Fernverkehr sollen schon bis 2025 alle Dieselloks auf Biosprit umgerüstet werden. Seit Juli schon werden die Sylt Shuttles mit nachhaltigem Kraftstoff betankt. Auch im Güterverkehr wird der Biosprit bereits an 3 Tankstellen genutzt.“

    Es geht voran, hoffentlich werden noch viele diesem Beispiel folgen. – Schon unsere Altvorderen waren nicht nur in der Lebensmittelerzeugung verhaftet, sondern fungierten auch überaus erfolgreich als Energiewirt im eigenen Umfeld. – Back to the roots!!!

    Dafür benötigen wir nicht einmal eine Wissenschaft, die endlich Wissen schafft! – Schon zu Pharaos Zeiten wusste man sich unserer Pflanzenöle bis hinein in die ältesten menschlichen Siedlungen zu bedienen; zu eben jenen Zeiten, wo die Menschheit sesshaft wurde und Landwirtschaft betrieben hat.

    Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, die sehr endlichen fossilen Energieressourcen, die wir aktuell noch systematisch verbrennen, sind übrigens gleichen Ursprunges, was derzeit vollkommen ignorant allerdings gerne ausgeblendet wird, noch…!

    Der Klimawandel eröffnet jetzt jedenfalls die Chance, zu einem ganz anderen Umweltbewusstsein erstarken zu wollen…; und wir Bauern sind hier ein ganz wesentliches Puzzleteilchen, sofern wir uns nicht wieder weit unter Wert verkaufen lassen!!!

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Solange wir Bauern sektorenübergreifend Mengen weit über den Bedarf hinaus produzieren, wird sich an einer aktiv gelebten Maxime „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ (Bertholt Brecht), sehr wenig ändern.”

      Solche Sätze kann ich immer nicht ganz nachvollziehen. Wenn z.B. in einer Dürreregion in Deutschland ein Betrieb 45dt/ha Roggen erntet, und in einer günstig gelegenen Region 90dt/ha, dann ist dem Betrieb, der weniger geerntet hat nicht dadurch geholfen.
      Wurzelwicht, wenn deine Aussage zutreffen soll, dann kann sie ja nur zutreffen, wenn es ein staatliches Produktionsziel gibt, das erreicht oder nicht erreicht wird. Eine Planübererfüllung würde dann unter kapitalistischen Kriterien wiederum zum Preisverfall führen.
      Es gibt in der agrarischen Rohstofferzeugung keine Steuerungsmöglichkeiten des Erzeugerpreises durch Verknappung, es sei denn staatlich gesteuert. Dann müsste man nämlich parallel die Einfuhren mit einem Einfuhrzoll belegen oder die Einfuhr gänzlich verbieten.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        In diesem Falle hast du schlichtweg mit vorstehenden Ausführungen das Thema verfehlt, leider, lieber Reinhard.

        Wir Bauern agieren immerhin in einer sozialen Marktwirtschaft, als grandios komplett “unfreie Unternehmer” derzeit.

        Einen skandalöseren Regulierungswahn, dem wir Bauern schon jahrzehntelang gnadenlos unterworfen sind, blindwütig in Vielzahl von Entscheidern bis heute umgesetzt, die von der Materie an sich überhaupt keine bis wenig Ahnung haben, dafür aber mit einem starrköpfig unbelehrbar festen Willen beseelt sind, kann man schlussendlich doch kaum mehr toppen.

        Oder will du jetzt etwa das genaue Gegenteil behaupten!?…

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        • Reinhard Seevers sagt

          Sorry Wurzelwicht. Wir reden jetzt von zwei verschiedenen Ebenen. Du hast den von mir zitierten Satz über die Mengenreduzierung geschrieben, der steht da so.
          Jetzt beziehst du dich in der Antwort auf den Regulierungswahn. Das sind zwei unterschiedliche Ebenen….

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          • Brötchen sagt

            Das Hauptproblem haben wir doch jetzt, die Energie ist knapp und verteuert sich ins unermessliche.

            Der Staat ist für die Daseinsvorsorge verantwortlich.
            Dazu zählt die Energieversorgung. Ich persönlich muss mich nicht! darum kümmern.

            Wenn der Staat das nicht schafft und mir das überträgt, brauche ich den Staat nicht mehr!

            Weil er seine Aufgaben nicht erfüllt! Weil er macht, das was ihn nichts angeht, primär und was in was angeht, vernachlässigt er.

            So ähnlich ist das mit der Landwirtschaft.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Nein Reinhard, da hast du etwas komplett falsch verstanden. Ich spreche hier nicht von einer zwingend notwendigen Extensivierung der heutigen Landwirtschaft.

          Vielmehr müssen wir unsere Wertschöpfung auf den Höfen komplett neu denken lernen, irrsinnige Denkblockaden jetzt einfach hinter uns lassen!!! Mit am schwersten dabei tun sich nachweislich sogar die Bauern in Vielzahl selbst, was ich im eigentlichen nicht nachvollziehen kann.

          Denkst du die von dier herausgepickte Aussage im Kontext zu meinem ganzen Kommentar, so wirst auch du vielleicht zu der Erkenntnis erstarken, dass die heute überlebenswilligen und dabei auch -fähigen Höfe fernhin nicht einzig und allein in der Nahrungsmittelerzeugung verhaftet bleiben können, so sie sich denn als Microökonomien erfolgreich am Markt platzieren möchten.

          Der moderne Mensch braucht NAHRUNG + ENERGIE, beides gemeinsam ist heute unabdingbar für die Überlebenschancen des Homo sapiens.

          Zusätzlich quotal im Energiesektor als erfolgreicher Unternehmer positioniert, sieht man den heutigen Landwirt bis zum heutigen Tage aber leider eher nicht, hiergegen kämpft man in unseren Hinterzimmern noch immer absolut beißwütig mit Zähnen und Klauen; und insbesondere auserlesene Marionetten lassen sich dafür geradezu skandalös mit Bravour instrumentalisieren.

          Ich muß en détail hier jetzt wohl nicht listen, wer sich hier nun angesprochen fühlen muss!?

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Nein Reinhard, da hast du etwas komplett falsch verstanden. Ich spreche hier nicht von einer zwingend notwendigen Extensivierung der heutigen Landwirtschaft.”

            Ja, das scheint wirklich so zu sein. Ich gehe ja auch nicht von einer Extensivierung als Lösung aus.
            Ich sehe auch keine Denkblockaden bei den Bauern. Es gibt doch fast keinen Betrieb mehr, der keine PV auf dem Dach oder nicht irgendwie an einer Biogasanlage beteiligt ist oder selbst eine betreibt. Es gibt unzählige Alternativen zur reinen Nahrungserzeugung, schon heute. Vom Dienstleister, über den Freizeitbereich bis hin zu neuen Rohstofferzeugung für die Textilindustrie etc.

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            • Brötchen sagt

              Reinhard…..dieses ganz erneuerbare Gedöns war ja abseits der Weltrettungsgedönse…..als Wertschöpfungsgedöns gedacht.

              Weil ja die Wertschöpfung bei 100 SVG ungefähr gedeckelt ist und damit auch das Einkommen pro ha und Betrieb.

              So hätte man eine Erhöhung der Wertschöpfung.
              Jetzt könntet ihr Euch alle auf ein Fahrrad setzen und Strom erstrampeln für 1 € müsste sich das rechnen…..;)

              Lw ist sowieso total überbewertet!

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    • Limes sagt

      “Die Bahn und das baden-württembergische Verkehrsministerium teilten mit, dass 57 Züge an der umgerüsteten Tankstellen in Aulendorf aufgefüllt und damit klimafreundlicher unterwegs sein werden”
      Da sieht man mal wieder wie dümmlich und kleinkariert diese Teller und Trog Debatte geführt wird. Verkehrsminister in BW ist Herrmann ein Grüner, der findet es toll die Bahn klimafreundlich mit Biosprit zu bewegen, Özedemir und Lemke auch Grüne lehnen Biosprit ab. Diese Truppe erzeugt nur grüne Kakophonie und Schlagzeilen aber nichts brauchbares für Bürger und Gesellschaft. Machen und ins Investitionsrisiko sollen/müßen andere gehen so stellt amn sich dies vor.
      Was will eigentlich der Mann mit “Wer Führung will bekommt sie”. Kein Plan – keine Orientierung.

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  6. Smarti sagt

    Wenn sich der Strompreis wie befürchtet verdoppelt bis vervierfacht, dann hat sich melken in Deutschland schon nach einigen Monaten erledigt. Es sei denn, man verfügt über eigenen Strom, der nicht teuer über die Leitung verkauft werden kann. Doch ich schätze mal, in dieser glücklichen Lage sind nur die Wenigsten.
    Wir brauchen Strom für die Melkanlage, den Milchtank, die Ventilatoren im Sommer, Wasserheizung und Pumpen im Winter, den Mistschieber, Licht und Wärmetauscher.
    Grob geschätzt ( weil auch andere Betriebszweige noch ein wenig Strom ziehen ) sind dies im Moment gut 15 % der Milchgeldzahlungen. Ein paar Prozentpunkte kann man wegen der “Weideprämie – die nur Milchvieh erhält”, noch abziehen.
    Eine Verdoppelung des Strompreises wäre für uns wohl das kritische Limit erreicht.
    Sollte diese Krise dann länger andauern, ist ohne staatliche Hilfe ebenfalls das Ende der Molkerei abzusehen. Denn unseren Kollegen geht es bestimmt nicht “besser”.

    Ironie ? Fatalismus ? Was braucht sich die Regierung noch Arbeit zu machen ? Es regelt sich gerade von Alleine.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Planen und vorschreiben kann man alles – was derzeit ja bereits gnadenlos in absolut schwachsinnigen Verordnungen, Restriktionen und sogar ggf. im Falle der Missachtung bußgeldbewehrten Verboten administrativ den Bauern aufoktroyiert wird.

      Landwirtschaft findet allerdings schon immer im Verlaufe der Evolution unter dem großen freien Himmelszelt statt, die Bauern ackern in und mit der Natur;… blenden wir zunächst einmal vielleicht den sofortigen Einwurf der noch weitgehend in den Kinderschuhen steckenden In-Vitro-LW aus, die in großem Stile erst knallhart dem Praxistest standhalten muss.

      Franz Arlt stellte seinerzeit richtig fest: “Die Sonne schickt uns keine Rechnung.” Im Umkehrschluss nimmt dieser “willensheiße Zwergstern” von unseren überaus aufbeblähten Zwangsverwaltungsstrukturen hier auf unserem Blauen Planeten leider keine Bußgeldbescheide entgegen. Diese verglühen zum Nichts, zur realen Werthaftigkeit also…; zu jener Bedeutungslosigkeit, die sie gerade auch für uns Menschlein hier auf Erden zumeist abbilden, wenn wir grundehrlich zu uns selbst wären. 😉

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  7. Brötchen sagt

    https://taz.de/Klimaschutz-Plan-der-Umweltministerin/!5875106/

    Mal ne ganz dumme Frage, wenn ich den Torf abbaue, kann der doch das CO2 direkt im Moor nicht mehr freisetzen, bzw. macht das dann im Erdgemisch.
    Im Prinzip ist doch ein Moor ein extrem nährstoffarmes Biotop, was eine sehr geringe “Produktion” von organischer Masse pro Jahr erzeugt, die sehr lange vor dem Verfallsprozess geschützt ist.

    Also ist das doch nur ein Problem der Zeitspanne in der Kohlenstoff frei wird, als CO2.

    Jetzt mal rein vom Kohlenstoffkreislauf und ohne Betrachtung als Lebensraum.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Das ist in meinen Augen reine Propaganda und Klientelpolitik. Niemand ist in der Lage die Wirkung zu evaluieren. Das sind reine Zahlenspiele. Die Mehrheit glaubt den Unsinn leider ….Es gibt dadurch eine Auffrischung des Ablasshandels. Oder hat schon Mal jemand gelesen, wie viel CO2 durch das Nichtherstellen eines Kreuzfahrtschiffes eingespart wird?

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      • Brötchen sagt

        Wenn der Herr Grethe wirklich an wissenschaftl. Erkenntnisgewinn interessiert wäre, dann würde er sich:

        1. zu diesem Thema zurück haltend oder gar nicht äussern und auf Fachleute verweisen

        oder

        2. nur eigene agrarökonomische Untersuchungen in die Öffentlichkeit bringen

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  8. Reinhard Seevers sagt

    “Grethe: Der Umbau der Nutztierhaltung ist wichtig für unser Klima, unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Ein Baustein davon ist das Haltungskennzeichen. Die Nutztierhaltung steht mit Blick auf das Tierwohlniveau zu Recht in der Kritik der Bevölkerung und von Fachleuten. Das müssen wir verbessern, denn für eine Tierhaltung, die auf Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere bedacht ist, braucht es ausreichend Mittel.”
    Sorry, aber ich verstehe nicht, wieso man immer, machen andere, wie Cem z.B. auch, wiederholt Tierwohl mit Klima und Umweltschutz kausal verbinden kann. Was soll das? Verstärkung einer Argumentationsschwäche?

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    • Brötchen sagt

      Reinhard die behaupten so vieles….jetzt jault die TAZ rum, das die Agrarlobby die Erträge runterrechnet.
      Kommt immer darauf an, wer was verdeht oder politisch instrumentalitiert.

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  9. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Immerhin hatte Grethe laut TA gemeint,dass nur mit Bio die Versorgungssicherheit nicht gegeben wäre!

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    • Franziska Uber sagt

      Das soll er mal den grünen Städtern erzählen, die wissen komischerweise immer besser als wir Bauern, wie das mit Bio alles gut funktioniert. nur

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.
      (auch von Erich)

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