Bauer Willi
Kommentare 48

Aktuelles aus dem Feld

In den letzten 30 Tagen hat es genau 9 mm geregnet. Und es war heiß, sehr heiß. Und auch heute, 26.8.2022, haben wir wieder nichts abbekommen. Trotzdem säen wir die Zwischenfrucht. Irgendwann wird es ja mal regnen und dann liegt das Saatgut schon im Boden. Ob wir Raps säen können ist noch ungewiss. Wenn es weiter nicht regnet, ist das sehr fraglich.

Hier einige Bemerkungen zur derzeitigen Situation:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

 

(Aufrufe 1.788 gesamt, 1 heute)

48 Kommentare

  1. Schorsch Summerer sagt

    Hier südlich von Rosenheim hatten wir meist genügend Regen. Nur die letzten 4 Wochen wurde das Wasser dann doch knapp. Der letzte Schnitt (Nr. 4) ging sehr zäh zum Mähen. Das Gras zeigte bereits Befall von Gelbrost. Nördlich von Rosenheim sind vor allem die kiesigen Lagen dürr und der Mais notreif. Im Inntal konnte der Silomais durch ausreichend Grundwasser beim Wachstum aus dem Vollen schöpfen. In Österreich und in der Schweiz gab es immer wieder stärkere Niederschläge deshalb hatte der Inn immer ausreichen Wasser. Gerade eben hat es ein wenig geregnet und morgen sollte da mehr kommen. Ebenso die nächste Woche ab Mittwoch. Was soll ich sagen, es herbstelt seit gestern.

    1
    • Schorsch Summerer sagt

      Update: diese Nacht hat es 31 Liter geregnet. Wenn ich könnte würde ich gerne nächste Woche einige Regenwolken nach Norden verschieben. Ihr könntet sie vermutlich verdammt dringend brauchen.

      6
  2. Pälzer Buh sagt

    Als Winzer sieht es auch sehr mager in den Weinbergen aus, durch Sonnenbrand abgestorbene Traubenteile oder bei jüngeren Reben die gerade komplett Absterben weil es zu trocken ist. Ältere Bio-Anlagen brechen komplett ein, weil Stickstoff unterversorgt.

    2
  3. Gerhard sagt

    Mal hier ein kleiner Bericht von mir aus dem Steigerwald – Mittelfranken – Nordbayern.
    Regen hatten wir bis jetzt im diesem Jahr 387 mm. Davon aber gut 250 bis Ende April. Bei der Ernte kann man sagen, je früher die Reife der Pflanze war um so besser war es. Wintergerste und Raps waren teilweise richtig gut, auch der erste Schnitt auf dem Grünland war o.k. Danach gings steil Berg ab. Bei Weizen und Dinkel fehlen bei mir 20 Prozent zum Durchschnitt der letzen Jahre.

    Grünland ist seit 8 Wochen braun. Zweiter und dritter Schnitt sind Totalausfall.

    Der Mais hier ist zuweilen nicht existent. Es gibt Flächen in der größe mehrer Hektar die nicht einmal aufgelaufen sind. Da standen auf dem Hektar 20 bis 30 Pflanzen. Ist eine folge von Zwischenfruchtanbau der bis zum Frühjahr stehen bleiben muss zwecks Greening. Mit viel Maschineneinsatz wird dann versucht auf schweren Keupper Böden ein Saatbeet zu stande zu kriegen. Dabei gehen rund 100 mm Wasserkapazität den Boden verloren. Das zu dem Thema wir wollen Wasser sparen und Diesel.

    Ich bin immer noch ein Anhänger der Winterfurche, und im Frühjahr so wenig Bodenbearbeitung wie möglich. Ich hatte dann zummindest einen Mais der noch Kolben hatte. Die Maisernte ist hier schon seit 14 Tagen vorbei. Ging sehr schnell.

    Sonnenblumen stehen noch, schauen aber auch recht bescheiden aus.

    Habe am 25.8 dann meine Raps gesäät und auf das beste gehofft im Bezug auf Regen. Glück gehabt, hat geklappt. Hatten jetzt 36 Liter. Ist hier aber extem unterschiedlich verteilt. von 0 bis 75 ist alles dabei. Die Zwischenfrucht kann jetzt denke ich auch aufgehen.

    Noch was zu Thema Ernteschätzung vom BEML. Bei der Anmoderation wird schon gesagt das das auf Statischen Erhebung beruht. Ab da braucht man auch schon nicht mehr zuhören. Viele meiner Kollegen lagern ein Teil Ihrer Ernte erstmal ein, woher wollen die also wissen was da Drausen rumliegt. Und ob der Landhandel seine erfasste Menge weiter gibt -muss-, kann ich nicht sagen. Aber das ist alles stochern im Nebel, oder doch eher ich machen die Zahlen so das sie für meine Botschaft passen. Statistik halt.

    14
    • Mark sagt

      “Ich bin immer noch ein Anhänger der Winterfurche, und im Frühjahr so wenig Bodenbearbeitung wie möglich.” Zu 100% Zustimmung.. Die schlimmen Folgen der Dürre ist eben zum Großteil menschengemacht, Pflugverbot, Verbot der Winterfurche, Zwang zur Winterbegrünung sind staatlich erzwumgeme Massnahmen zur Verstärkung von Wassermangel. Direktsäer habne dieses Jahr erneut gezeigt, dass ihr Verfahren bei Trockenheit eine einzge Katastrophe ist. Am schlimmsten diejenigen, die meinen, mit regenerativer Landwirtschat diese neu erfinden zu müssen. Dieses Jahr ebenfalls voll in die Hosen gegangen. Leider setzten diese lautstarken “Kollegen” ebenso wie die Bio´s den politischen Trend (Mainstream), viele der oben erwähnten politischen Vorgeben haben wir letztlich diesen zu verdanken!

      4
      • Thomas Bröcker sagt

        Ich weiß nicht, ob “wir” das leisten können, aber die Entzauberung der Mythen des Öko-Anbaus und der regenerativen Landwirtschaft ist DIE angezeigte Maßnahme.
        Bodenfruchtbarkeit und Erträgen gehen ohne Tierhaltung UND Mineraldünger nun mal gnadenlos den Bach runter. Es gerät völlig in Vergessenheit, dass nicht das Tier auf der Weide, sondern das Tier IM STALL den Dünger abgibt! Unterschiedlichen Einfluss auf die Biodiversität und den Artenschutz aus den Produktionsflächen beider Lager gibt es nicht nicht, oder nur marginal. Wenn wir dieses Thema nicht angehen, kommt der politisch-ideologisch betriebene Untergang vieler Betriebe so sicher wie das Amen in der Kirche.
        Wir müssen allerdings auch das, was wir schon für Biodiversität und Artenschutz leisten auch kommunizieren. Das Schaffen von Landschaftsstrukturen (oder eben Aufzeigen des Vorhandenen) müssen wir selbst proaktiv in die Hand nehmen. Pragmatisch und ohne irgendwelche ideologisch begründeten Prozentzahlen Baumreihen und Hecken dort anlegen, wo sie Sinn machen und nicht stören ist DAS Gebot der Stunde für die Landwirte in vielen (nicht allen!) Landstrichen.
        DAS lässt sich positiv transportieren und verhindert das Hinterherhecheln hinter irrsinnigen Forderungen und die Verteidigungshaltung, in die wir uns immer wieder treiben lassen.

        8
        • Mark sagt

          Wichtig wäre, dass die Landwirte die Kompetenzführerschaft in allen Fragen der Landwirtschaft zurückerlangen. Es kann nicht sein dass diese beim Agrarexperten von Greenpeace angesiedelt ist! Voraussetzung hierfür wäre dringend, dass die Bauern ihre Reihen schließen und nicht jeder etwas anderes erzählt. Dazu bräuchte es einen starken, selbstbewussten und unabhängigen Bauernverband, der ausschliesslich und konsequent die Interessen der konventionellen (90%)Landwirte vertritt. Oberstes Ziel dieses Verbandes müsste sein, staatliche Bevormundung und Gängelung auf ein Mindestmaß zu begrenzen und den Bauern wieder betrieblichen Handlungsspielraum zurück zu geben. Die Aquirierung staatlicher Transferzahlungen gehört nicht zum Aufgabenspektrum dieses Verbandes! Als Präsident dieses Verbandes müsste Claus Weselsky gewonnen werden, der genau dies verkörpert, allen Unkenrufen zum Trotz selbstbewusst, unbeirrt, konsequent und kompromisslos die Interessen seiner Mitglieder vertritt -mit Erfolg!!
          Na ja, man darf ja wohl am Sonntag Morgen ein bischen träumen….

          4
          • Thomas Bröcker sagt

            Genau so einen Typen bräuchten wir tatsächlich an der Spitze. Konzilianz und Kompromissbereitschaft haben uns in die mediale Bedeutungslosigkeit geführt.
            Das ist allein schon dadurch so, dass der Verband und auch viele Landwirte immer erst quasi ein Schuldeingeständnis vor ihre Forderungen stellen (siehe ZKL, die 90 Mrd Schaden kommen immer wieder, sonst kaum inhaltliches aus diesem Schandpapier). Diese bisherige Kommunikationstaktik war ganz sicher von der Hoffnung getragen, so den Gegenüber für inhaltliche Gespräche zu öffnen.
            Das Problem ist, dass diese “Ja, aber”. nicht funktioniert, wenn ich mit dem “ja” die, der Diskussion zu Grunde liegende, falsche Erzählung quasi bestätige.

            4
            • Mark sagt

              “Konzilianz und Kompromissbereitschaft haben uns in die mediale Bedeutungslosigkeit geführt.” Ist sehr vornehm ausgedrückt, aber absolut richtig. Die gesammte Politik weiss, dass sie von dem DBV nichts zu befürchten hat, egal wie groß die Zumutungen gegen Bauern werden. Im Umkehrschluss ist dies die Ursache für das extreme Erstarken relativ kleiner, redikaler Gruppierungen wie Greenpeace etc. Nur wenn es den Bauernvertretungen gelingt, “bedrohlichen”Druck gegen die ingesammt grün eingefärbte Politk aufzubauen, kann der Einfluss dieser NGO´s zurückgedrängt werden.

              6
          • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

            “Wichtig wäre, dass die Landwirte die Kompetenzführerschaft in allen Fragen der Landwirtschaft zurückerlangen. Es kann nicht sein dass diese beim Agrarexperten von Greenpeace angesiedelt ist! (…) Oberstes Ziel dieses Verbandes müsste sein, staatliche Bevormundung und Gängelung auf ein Mindestmaß zu begrenzen und den Bauern wieder betrieblichen Handlungsspielraum zurück zu geben. (…)” — Kompetenz ist in dieser Lage höchstens von sekundärer Bedeutung. Es ist eine politische Machtfrage. Und die “staatliche Bevormundung” liegt nicht wirklich in der Hand unseres Staates, sondern in Brüssel. Und Brüssel setzt die Vorgaben der UNO u.a. mit der Agenda 2030 um, wenn ich das richtig verstehe. Die Bürger Deutschlands sind offensichtlich nicht der Souverän. Das, was in Deutschland geschieht, geschieht ja so oder so ähnlich gleichzeitig auch in vielen anderen Ländern.

            2
        • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

          “(…) aber die Entzauberung der Mythen des Öko-Anbaus und der regenerativen Landwirtschaft ist DIE angezeigte Maßnahme. (…)” — Die angezeigteste Maßnahme sollte die Entzauberung des Narrativs vom sog. “anthropogenen Klimawandel” sein. Solange die Menschen diesem Lügenmärchen Glauben schenken, werden sie Stück für Stück immer tiefer in die Grüne Scheiße geritten.

          4
    • Wolfgang Kolbe sagt

      Hat am Freitag geregnet. War in Vestenbergsgereuth mit meinem Enkel im Maislabyrinth. Gute Idee von dem Landwirt. Der Begeher dieses Feldes bekommt Info über die derzeitige Landwirtschaft. Ein Gewitterschauer beendete unsere Exkursion. Mein Enkel, 6 Jahre war begeistert. Ich versuche ihm begreiflich zu machen, dass die Kuh nicht lila ist und dass der Beruf des Bauern unseren Respekt verdient, da diese unsere Lebensmittel erzeugen. In der Kita wird versucht, die Kinder im Sinne einer rotgruenen Ideologie zu indoktrinieren. Beispiel, er spendet seine Ersparnisse für Afrika. Meine Gegenargumente, es gibt in Deutschland viele Menschen, die auch dringend Hilfe benötigen.

      1
  4. evo.... sagt

    Da findet man ein Karte zur Veränderung der Niederschläge:

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schneller-schlau/hitzewellen-und-duerren-klimawandel-ist-nicht-die-einzige-ursache-18193478.html

    Dass es durchwegs an den Küsten feuchter wird, ist zu erwarten. Bei höherer Temperatur verdampft mehr Wasser aus dem Meer und das kommt als Regen wieder runter. Z. B. Litauen ( und Teile Lettlands) liegt östlich der Ostsee und bekommt dann mehr Ostseewasser.

    Estland schon nicht mehr, denn dort ist westwärts weniger See. Der Feuchtepol in Zentralfrankreich könnte von einem LUV-Effekt am Zentralmassiv herrühren.

    Von meinem physikalischen Verständnis her ist alles logisch. Bloß bei dem Feuchtepol in der nordwestlichen Tschechei bin ich nicht sicher.

    1
  5. evo.... sagt

    In Bayern gibt für die Bauern in den von der Natur benachteiligten Gebieten eine “Ausgleichszulage”!

    Ich denke wir brauchen eine ähnliche Regelung auch bezüglich des Regens. Die Luftströmungen haben sich -vermutlich wegen der Windräder- verändert. Mit den technischen Möglichkeiten von heute müsste es doch möglich sein den Niederschlag kleinräumig zu erfassen und die benachteiligten Bauern zu entschädigen.

    1
  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    VORSICHT hier seitens der Bauernfront mit Mengenangaben.

    Eventuell mitlesende Mitarbeiter aus der Finanzverwaltung werden sicherlich die Öhrlein aufsperren und sogleich ihre Brillen putzen, um scharf zu stellen.

    Wer 2021 7 t/ha Weizen gedrillt hat, konnte im Schnitt 1.400 Euronen als Faustzahl vereinnahmen, bei gleichbleibender Erntemenge in 2022, der jetzt von Cem Özdemir euphorisch gefeierten Dürre-Superernte, und kontrahierter Ware bei zuletzt „Spitzen”preisen um die 30 Euronen sind das immerhin 2.100 € auf der Einnahmenseite.

    Wer von einem auf das andere Jahre solche Mehreinnahmen verbuchen darf, steigt natürlich in seiner Steuerklasse in der Regel nicht mehr um 2 sondern bisweilen gar um 3 Stufen. Das hat mit Mittelstandsbauch kaum mehr was zu tun. Als Krisengewinnler müssen wir dann sehr schnell zusätzlich eine Übergewinnsteuer latzen, die dato heiß diskutiert wird. – Also bitte Vorsicht, wenn ihr weiter auf den Putz hauen wollt, dass sich förmlichst die Balken biegen…!!!

    Super-Christian wird sich wohl überaus gerne daran partizipieren. – Ampel Bling-Bling: zitronengelb(d)!!!

    (…Oder hat das vielleicht sogar System!?)

    3
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Immer langsam mit den Pferden, werter Brandenburgbauer, bevor es in Beleidigung ausartet:

        Lt. Raiffeisen-Erntebarometer lag der durchschnittliche Ertrag bei Winterweizen in 2022 bei 88 dt/ha deutschlandweit (angesiedelt zwischen 88 u. 150 dt/ha im Maximum!!! – Nicht meine erträumten Zahlen – Raiffeisen-Digitalität, wo sich jeder verewigen u. nachrecherchieren kann; neben dem DRV selbst, unsere einstige „EINE STIMME“, sicherlich auch der wenig mit Detailkenntnissen ausgestattete Cem Özdemir und seine Untergebenen im BMEL!?)

        guckste also:
        https://www.raiffeisen.com/pflanzen/erntebarometer
        auszugsweise ein herausragendes Beispiel:
        „W.Weizen Pondus 25377 Kollmar 15,2%Feuchte 132dt/ha
        376 Fallzahl 10,1%Eiweiss Sehr fußkrank/unter Anmerkungen“

        Im BMEL ist man offensichtlich auch sehr gläubig unterwegs!?

        Vielleicht fußen genau darauf auch die medialen Präsentationen unser Verbände in Zusammenarbeit mit dem BMEL dieser Tage. Reelle repräsentative Zahlen, die über eine Präzisionswaage erfasst wurden, widerspiegeln diese gem. bisheriger Handhabung für meine Begriffe sicherlich jedenfalls nicht…!?

        Sie dürfen sich berechtigt laut beschweren – aber bitte nicht bei mir…!!!

        4
  7. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Hoffentlich wird unser selbstverliebter Cem in Bälde nicht nur Monologe abhalten müssen, während im Background die Hütte ganz ordentlich brennt…

    Die Maisernte ist jetzt kaum mehr schönzureden vielerorten ganz erbärmlich. Für alle Nichtwissenden: Im August, im August(!) zur untermauernden Wiederholung, sind eben selbige Flächen ca. 6 Wochen früher beerntet, weil „reif”bzw. keine Maiskolben zu sehen waren. Viele Maisanbauer berichten unisono, dass sie einen Kolbenansatz in langjähriger Anbauerfahrung so noch nicht erlebt haben: Von 10 Maispflanzen hatten oft nur 2 überhaupt einen Kolbenansatz, ein Kümmerwuchs, der dieser Bezeichnung im eigentlichen nicht gerecht wird.

    Zur Anbaufläche detallierte Angaben aus „AGRARHEUTE“ / Stand 14.05.22:

    „…Die Umfrageergebnisse zeigen einen Rückgang der gesamten Maisanbaufläche

    von 2.649.000 ha im Jahr 2021
    auf 2.487.600 ha im Jahr 2022.

    Das bedeutet dieses Jahr 161.400 ha weniger Mais auf deutschen Äckern.“

    2,5 Mio. Hektar Maisflächen mithin; und jetzt ein solches Desaster auf diesen Flächen mehrheitlich!!! Auf den Siloplatten wird dieses jetzt augenscheinlich überdeutlich sichtbar. Eine oft erbärmliche Leere, mit Material, das sich kaum silieren lässt, weil die Masse derart vertrocknet ist. Viele Lohnunternehmer rüsten ihre Maisdrescher erst gar nicht für eine Körnermaisernte um, warum auch!?

    In „Normaljahren“ fahren unsere Häcksler- und Maisdrescherfahrer ganztags gegen eine grüne/braune Wand. Heuer hatten diese quasi einen geradezu wundervollen Panoramablick bei schon maximalen Wuchshöhen von 1,50 Meter

    Wenn man nun ähnliche Ein-/Draufsichten in unsere landesweiten Läger hätte, würde sich welches Szenario vielerortens beim Getreide präsentieren!?

    Wir müssen schlussendlich glauben, was man unisono jetzt medial zu transportieren weiß, nicht wahr Herr Özdemir; Ausreißer nach oben bestätigen wie so oft natürlich die Regel. In Ihrer Haut möchte ich jedenfalls nicht stecken, wenn in 2023 nach einem Zähneklapper-Winter Ihres Wahlvolkes die Anschlussversorgung zur neuen Ernte hin wie auch immer geartet ausgeht. Die Vorzeichen aktuell jedenfalls sind alles andere als optimal…

    7
    • Bauer Willi sagt

      Einen Vorteil hat die Energiekrise: wer erfriert kann nicht mehr verhungern… (Achtung: Sarkasmus)

      7
    • Der Brandenburgbauer sagt

      @ unkomplizierter wurzelwicht. Du hast mich falsch verstanden. Es geht nicht um die Erntemenge sondern um die Aussaatstärke die du mit 7t/ha angiebst.

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Du hast Recht, die 7 t/ha beziehen sich natürlich auf die Erntemengen, nicht auf die Aussaatstärke, das ist natürlich ein Kardinalfehler – danke, dass du mich auf den gedanklichen Dreher hingewiesen hast. Wollte ursprünglich zurück bis auf die Aussaatflächen, das aber wäre zu weit gefasst gewesen u. hätte im Ergebnis meine Kernaussage zu sehr verwässert. – Ja, und so schleichen sich eben solche Fehlerteufelchen bisweilen ein… Entschuldigung!

        6
  8. Brötchen sagt

    Wir hatten gestern bis zu 25 mm…teilweise etwas weiter weg bis zu 100 mm.

    Denke die Lage wird sich dadurch etwas entspannen. Soll noch was kommen.

    Bin auch durch die Lande gefahren. In der Prignitz ist es wesentlich besser als bei uns beim Mais.

    2
  9. Ludwig sagt

    Wir haben die Zwischfruchtflächen zu Rüben mit 28 cm tief gegrubbert, aber es kommt nur Mull hoch und wir werden erst drillen , nachdem es geregnet hat.In diesem Jahr hat es bis zum 30.6. 228 mm , 28,5 mm im Juli und im August bis jetzt 31 mm geregnet. Die Rüben wachsen noch hier in Südhannover, aber wie lange noch ? Der Mais für die Biogasanlagen ist 20% kleiner als sonst. Ein Kollege hat schon im Juli Zwischenfrüchte gedrillt . Die sind zwar teilweise aufgelaufen und dann von der Sonne verbrannt oder vertrocknet ist. Jetzt muß er die ein zweites Mal drillen , weil die Bewilligungsstelle das nicht akzeptieren will, also Vorsicht !

    1
  10. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Zwischenfrucht hatte ich am 30.7.22 gedrillt.
    Sieht ganz gut aus,weil um 10mm Regen gefallen waren.
    Die Fläche für Raps hatte ich einmal 10cm gegrubbert und warte ab.
    Der Mais vom Nachbarn ist wohl 4m hoch,der hatte Dünger für zwei Ernten bekommen,aber kein Herbizid,der Mais war schneller als die Unkräuter.

    • Bauer Willi sagt

      @Hans, wie groß war der Hecht? …ne…der Mais? 4 Meter? In Westfalen? Glaub ich nicht….😎😏😉

      2
  11. komplizierter Wurzelwicht sagt

    Bei uns hat es ähnlich wenig geregnet.

    Für die bevorstehende Zuckerrübenernte brauchen wir wohl vorweg einen geschickten Sprengmeister, damit die Rodetechnik überhaupt zum Einsatz kommen kann. Auf nicht wenigen Äckern wird sich das aber bereits komplett erledigt haben. Die putzigen Rübelchen sind kaum größer als eine Karotte. Nur Spesen, ansonsten nichts gewesen. Sofern es jetzt regnet, werden die Rüben sicherlich keinen größeren Rübenkörper mehr ausbilden sondern weit eher wird die überlebenswillige Rübe mehr Blattwerk bilden und dabei den Zucker im Rübenkörper systematisch veratmen. Gewinnen können wir jedenfalls gegenwärtig hier nichts mehr, ganz im Gegenteil…

    Da macht es doch weitaus mehr Sinn, die ZR als Düngerwert auf der Fläche zu belassen.

    Die Sonnenblumen bringen wohl auch nur Magermengen, die infolge des rasant fallenden Rapspreises aktuell allenfalls noch mit Krümelchen entlohnt werden sollen. Es muss wohl gemutmaßt containerweise Sonnenblumenöl aus der Ukraine in rauen Mengen fließen können!?

    Ich kann einem solchen geradezu perfiden Pharisäertum, wie es in den Nacherntegesprächen von unseren Verbänden sowie dem gekrönten Özedemir audiovisuell gegenwärtig vollkommen schmerzbefreit vom Stapel gelassen wird, schmerzbefreit lächelnd in jede nur verfügbare Kamera hinein, überhaupt nichts mehr abgewinnen. Die blanke Wut kocht in mir dabei hoch, wenn man die traurigen Realitäten auf unseren Äckern kennt…

    In 2023 wird es -sofern sich die derzeitige Lage nicht schleunigst massiv entspannt, nicht nur in geopolitischer Hinsicht – nicht nur schallende Ohrfeigen geben, sondern weit eher ordentliche Kinnhaken, die das Gegenüber ganz brutal niederzustrecken wissen.

    Wer übernimmt sodann für ein solches Horrorszenario persönlich die Verantwortung!? – Unser erheblich fachbefreiter Cem Holgersson mit seinem speichelleckenden Tross wird sicherlich sofort in andere schützende Sphären zu entfleuchen wissen…

    Aktuell greifen alle nach den Sternen: Halt du sie dumm – ich halt sie arm (unsere Bauern, wen auch sonst)!!!

    12
    • Bauer Willi sagt

      Ich habe mir heute morgen das Video mit dem “Erntebericht” auch angesehen, den ich als Hohn gegenüber den Landwirten empfinde. Besonders der Teil mit den “Scharfmachern”.

      https://www.youtube.com/watch?v=ASEllM_SIKI

      So will er jegliche Kritik an seiner Politik ausschalten und gleich sagen: “Ich rede mit niemandem, der anderer Meinung ist”

      Eine gefährliche Entwicklung

      11
        • Inga sagt

          Unser Landwirtschaftsminister verlangt von seinen Bauern, dass sie ökologisch mit viel Verzicht und unter erschwerten Bedingungen arbeiten, um die globale Ökologie zu retten.
          Kann der zwischen globaler und nationaler Umwelt unterscheiden?

          5
        • Bauernfreund sagt

          Özdemir lügt einfach. Es gibt eine globale Versorgungsbilanz. Auf der einen Seite die Produktion und auf der anderen die Nachfrage.
          Özdemir verringert die Produktion und unsere Nachfrage macht die Teller der Ärmsten leer.
          Das Klima kann er von Deutschland aus nicht retten und Bio ist schädlich fürs Klima. Der Biobauer braucht den meisten Diesel pro kg Weizen, welcher von Putin über Indien geliefert wird.

          8
          • Inga sagt

            Wenn Deutschland viel umweltfreundliche Brachen, Blümchenfelder oder Waldanpflanzung einrichtet, das kommt unserem Klima und Bienen kaum zu Gute. Die Waldanpflanzung in Zukunft bestimmt.

            Aber wenn wo anders, wo mehr nachteilige Klimaveränderung ist, vielleicht wie in Spanien, da hilft es mehr.
            Er denkt zu viel global, das funktioniert nur, wenn die Landwirtschaft dort auch solche Auflagen erfüllt.

            Unterhält er sich nicht mit seinen Berufskollegen in den Ländern darüber?
            Was sagen die dazu?
            Was sagt die EU dazu?

            Weil es bei uns kaum hilft, aber wir in dieser jetzigen Situation mit der drohenden Nahrungsmittelknappheit sind, können wir doch keine große Rücksicht darauf nehmen. Oder sollen wir den Ländern, die mehr Sorge um ihre Umwelt haben auch noch Nahrungsmittel wegkaufen? Bei denen sind die ökologischen Maßnahmen wie Brachen und Waldanpflanzungen viel wichtiger.
            Wir müßten denen noch Nahrungsmittel abgeben, damit die ihre und somit auch unsere globale Umwelt in Ordnung halten.
            Das muß Özdimier begeifern, was hat er für Berater?

            2
        • Sal Mander sagt

          Trump ist ein polternder Populist. Mich erinnert der Duktus des Herrn Özedemir eher an einen Märchenonkel. So ähnlich hört es sich an, wenn Opa seinen Enkeln “Räuber Hotzenplotz” vorliest.

          4
      • Ferkelhebamme sagt

        Ich halte ihn für eine Sockenpuppe, und möchte gerne wissen, wer ihm die Worte in den Mund legt.

        9
        • Am Ende des Grünen Regenbogens sagt

          Özdemir, Habeck, Baerbock, Scholz, Rutte et al. sind Mitglieder im “World Economic Forum”. Das WEF kooperiert sehr eng mit der UNO und mit der Brüsseler EU. Das WEF ist maßgelblich an der Ausarbeitung der internationalen ökologischen und ökonomischen Grundausrichtungen (z.B. Agenda 2030 und Agenda 21) sehr vieler Regierungen beteiligt. Das WEF ist u.a. auch für das Bio-Desaster in Sri Lanka mitverantwortlich.

          3
        • Bauer Willi sagt

          Frau Silvia Bender mit R. Künast im Hintergrund. Der fachliche Teil stammt von Frau Kons. Die hat Ahnung und ist schon lange im BMEL.

          1
      • Obstbäuerin sagt

        Er blüht erst richtig auf, wenn es um Umweltthemen geht. Landwirtschaft interessiert ihn wohl nicht so sehr. Dass andere Sichtweisen als seine, falsch und zu verurteilen sind, ist nicht diskutabel. heute früh dachte ich kurz – naja noch zwei Jahre aber dann wurde mir bewusst, dass es noch drei sind.

        5
          • Obstbäuerin sagt

            Ich kenne einige, die das so sehen. Die Frage ist nur, ob das, was danach kommt, besser ist. Obwohl, schlimmer geht ja kaum noch.

            5
            • evo.... sagt

              Im Videotext der ARD gibt es eine Seite zur politischen Stimmungslage und der Beliebtheit der Politiker. Vor ” tagen sah es so aus:

              1. Platz Habeck
              2. Platz Baerbock
              §. Platz Özdemir.

        • Inga sagt

          Das wüßte er und die Grüne Partei auch,
          ich dachte in so einem Falle muß er Berater haben.

          Sonst wäre es doch unverantwortlich fachfremde Minister zu benennen.
          Das wird aber doch schon lange so gemacht, oder?

          Das sieht mir sehr nach unqualifizierter Pöstchenverteilung aus.
          Der, der das zu verantworten hat, nimmt die Politik nicht erst.
          Der spielt mit ihr.

          Wollen wir soche Politiker?

          1
  12. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, habe mal den Niederschlag vom 1.1.22 bis heute zusammen gerechnet. Magere 147 mm sind zusammen gekommen. Die Maissilierung ist zu 75 Prozent abgeschlossen. So zeitig wie heuer 8.8.22 haben wir noch nie bekonnen. Sehr schlechte Bestände mit teilweise ohne Kolben wurden in die Silos gefahren. Was noch steht auf den Ertragsschweren Böden sieht aber nich ganz so schlecht aus.
    Damit soll ab 12.9. bekonnen werden.

    2
  13. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, die Situation wie Willi sie hier beschreibt hatte wir schon öfter in Südbrandenburg. Auch wir haben entschieden mit der Rapsaussaat noch zu warten. Die Erfahrungen der letzten Jahre hat gezeigt das spätere Saaten nicht immer von Nachteil sein müssen. Die Vegetation geht ja oft noch bis in den Dezember hinein. Da ist es oft vorgekommen das Kulturen die zum sogenannten optimalen Termin ins Feld gestellt wurden teilweise besonders was Wintergerste betrifft schon ins Lager gingen. Es ist für viele Landwirte ein schwieriges Jahr jammern hilft da auch nicht. Da müssen wir durch.

    6
  14. Frikadellen piet sagt

    Moin oh Mann das sieht ja nicht gut aus und die Verteilung ist dieses Jahr sehr unterschiedlich in Deutschland ich bin mal gespannt wie sie das entwickelt schon Samstag

    2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.