Jahr: 2018

Ernte-Impressionen…

Strahlend blauer Himmel, ein leichter Wind und pralle Körner. Das wünscht sich jeder Bauer. Deshalb hier einfach einmal ein paar Impressionen vom Acker… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Ohne jegliche Hintergedanken, einfach nur so…. Euer Bauer Willi  

Nicht verkaufen!

Wie in den letzten Tagen berichtet, hat die Wintergersten-Ernte im Rheinland begonnen und wird wahrscheinlich Mitte der Woche auch schon wieder beendet sein. Ich bin mit dem Ertrags-Ergebnis zufrieden, sogar sehr zufrieden. Aber wir hatten auch immer Regen zur rechten Zeit. In anderen Teilen Europas sieht es ganz anders aus. Ein stabiles Skandinavien-Hoch hat im Mai und Juni dafür gesorgt, dass rund um die Ostsee kaum Regen gefallen ist. Und derzeit sieht es auch nicht danach aus, dass sich das ändern würde. Entsprechend katastrophal präsentieren sich dort alle Kulturen. In Einzelfällen wird Getreide auch nicht mehr als Korn geerntet, sondern der Aufwuchs gehäckselt und die verbliebene organische Masse für Futter siliert oder in die Biogas-Anlage gefahren, weil der Mähdrusch zu teuer wäre. Zwar ist dies derzeit nur eine nord-europäische Erscheinung, aber so langsam scheinen sich diese Nachrichten auch auf die Börsen auszuwirken, denn die Verarbeiter bekommen dies ja auch mit und überlegen, wann sie ihren Rohstoff kaufen. Beim Weizen ist jedenfalls schon ein kleiner Preisanstieg festzustellen. https://www.kaack-terminhandel.de/de/matif-weizen.html Mit jedem Tag, den es jetzt heiß bleibt und …

Gerstenernte

Wir haben gestern, Samstag, mit der Ernte der Wintergerste begonnen. Zu den Erträgen kann ich noch nichts sagen, aber die Qualität ist schon mal recht ordentlich: Feuchte 13,3% Hektoliter-Gewicht 69,5 Protein 14,9 % Gerade das Hektoliter-Gewicht deutet aber auf einen guten Ertrag hin. https://www.proplanta.de/Agrar-Lexikon/Spezifisches+Gewicht+Getreide+-+Hektolitergewicht_ll1284209088.html 9 t pro Hektar sollten da drin sein.  Sobald die Gerste geerntet ist, was wohl in unserer Region Rheinland Mitte der Woche der Fall sein sollte, wird der Raps bald folgen. Beim Weizen geht es jetzt aufgrund der Hitze und Trockenheit auch mit Riesenschritten auf die Ernte zu. Demnächst mehr. Wie sieht es bei euch aus? Schreibt es in die Kommentare (bitte mit den ersten Ziffern der Postleitzahl) Nachtrag von Sonntag 13 Uhr: Ernteergebnis von zwei Parzellen: knapp über 10 t/ha. Uns bisher bestes Ergebnis bei Wintergerste. Der Mähdrescher fährt gerade wieder vom Hof. Heute Abend ist die Gerstenernte beendet. Wir sind sehr dankbar. Euer Bauer Willi    

Gleich hinter der Grenze: Kühe in Belgien

Ich war zu einem Vortrag in Belgien. Gleich hinter dem Grenzübergang biegt man nach Eynatten/Raeren ab. Eingeladen hatte das Regionalparlament, gemeinsam mit dem Bauernbund und den Ländlichen Gilden. Die arbeiten hier sehr gut zusammen. Was auffällt, wenn man nach Ostbelgien kommt, ist die Tatsache, dass fast alle Kühe auf der Weide laufen. Dazwischen viele Hecken, also gerade so, wie sich das der Bürger vorstellt. Ich habe Marc Schröder vom Bauernbund über die Landwirtschaft in Ostbelgien befragt. Dort läuft manches anders als in Deutschland. Aber das Problem des Strukturwandels gibt es auch hier. Aber seht selbst: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Gerade eingetroffen…

ist die „Wiesbadener Erklärung“, der Beschluss der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauerntages. Hier die Kernforderungen zum EU-Finanzrahmen und zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020. https://media.repro-mayr.de/79/715879.pdf Ihr dürft gerne kommentieren. Ich habe auch eine Meinung, aber lasse euch den Vortritt. Euer Bauer Willi    

Grenzen des Wachstums

Die Natur will Vielfalt. Dieser einfache Satz, den ich zuerst von Michael Horsch gehört habe, verfolgt mich jetzt immer mehr. Wir Bauern haben dieses Gesetz in den letzten Jahrhunderten immer wieder gebrochen. Und tun es immer noch. Was ich jetzt schreibe, wird vielen Bauern nicht gefallen. Und ganz ehrlich: mir gefällt es auch nicht. Aber wahrscheinlich werden wir an dieser schmerzlichen Erkenntnis nicht vorbeikommen. Grenzüberschreitung Ackerbau Unsere Ackerbaubetriebe sind immer größer und spezialisierter geworden und der Trend geht weiter. Und dies mit noch größerer Geschwindigkeit als in den letzten Jahrzehnten. Fruchtfolgen werden immer weniger nach ackerbaulichen Gesichtspunkten gestaltet als vielmehr nach ökonomischen. Das ist kein Vorwurf, keine Kritik sondern vielmehr eine Folge unseres Wirtschaftssystems. Wir produzieren was Geld bringt. So wie andere Branchen auch. Das hat gerade in intensiven Ackerbauregionen zu sehr kurzen Fruchtwechseln geführt. Raps-Weizen-Weizen in Schleswig-Holstein oder East Anglia, mehrmals hintereinander Mais auf Mais in Ländern Osteuropas sind die Extreme. Oder Soja-Mais-Soja-Mais in den USA, wo zudem die Unkrautbekämpfung oft ausschließlich mit Glyphosat in gentechnisch veränderten Sorten erfolgt. Das Imperium schlägt zurück Gemeint …

Neue grüne Ehrlichkeit…

Es ist ja ein beliebter Sport unter Bauern, ständig über die „Grünen“ zu schimpfen. Und auch eine Reihe von Agrarjournalisten machen das gerne. Der Grund dürfte naheliegend sein: Dem Leser zu gefallen. Von daher wird wohl auch selten darüber berichtet, dass es selbstkritische Stimmen innerhalb dieser Partei gibt, die der Wissenschaft mehr Platz einräumt. https://www.gruene.de/ueber-uns/2018/impulse-debattenbeitraege-zum-grundsatzprogramm/vom-schwierigen-verhaeltnis-zwischen-gruen-und-wissenschaft.html Dies trifft auch für den Artikel bei Spiegel Online zu, in dem sich Theresia Bauer, grüne Ministerin in Baden-Württemberg, für einen anderen Umgang mit neuen Züchtungsmethoden, insbesondere CRISPR-Cas, stark macht. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/die-gruenen-und-die-chancen-der-gentechnik-gastbeitrag-theresia-bauer-a-1214385.html Es wäre erfreulich, wenn diese Stimmen Oberhand gewinnen würden. Und für die Agrarbranche wäre es erfreulich, mal für einen Moment innezuhalten und das Grünen-Bashing zu überdenken. Nur mal so, als Tipp. Ist ja gerade Bauerntag… Wie hieß noch mal ein Song während einer Fußballweltmeisterschaft 2006? „Zeit das sich was dreht“. Gilt für beide Seiten. Euer Bauer Willi Wer sich jetzt nicht regt, wird ewig warten Es gibt keine Wahl und kein zweites Mal Die Zeit bereit, nicht zu vertagen Du fühlst, du träumst Du fühlst, du glaubst, du fliegst Du fliegst …

Einer der meistverkauften Wirkstoffe…

Stellen Sie sich vor, Sie hören von einem Wirkstoff, der weltweit in riesigen Mengen verkauft wird. Der zudem noch sehr billig ist und schon lange auf dem Markt. Sie hören von einem Wirkstoff, der zu einer Gruppe gehört, die zu den 16 häufigsten Todesfällen in den USA führt. Der in der Schwangerschaft zu einer fruchtschädigenden Wirkung führen kann. Der für Netzhautveränderungen verantwortlich gemacht wird und die Wirksamkeit von Impfstoffen herabsetzen kann. Hohe Dosen des Wirkstoffes können zu einer lebensgefährlichen metabolischen Azidose (Übersäuerung) mit Atemlähmung und Bewusstlosigkeit führen. Außerdem kann das Innenohr geschädigt werden, was sich in einem Hörverlust oder Tinnitus äußert. Auch Nierenschädigungen sind beschrieben worden. Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen sind bekannte Nebenwirkungen. Sie hören von einem Wirkstoff, der erwiesenermaßen die Blutgerinnung herabsetzt, was aber akzeptiert wird, weil die Alternative 100mal teurer ist.  Rote Blutplättchen werden irreversibel geschädigt. (Werden aber vom Körper wieder neu gebildet) Ob der Wirkstoff Bauchspeicheldrüsenkrebs auslöst oder verhindert, ist nicht eindeutig geklärt. Die mittlere letale Dosis dieses Wirkstoffes bei Ratten (LD 50) liegt bei 200 mg/kg Körpergewicht. (zum Vergleich: Koffein 192 mg/kg Körpergewicht). Er kann im Urin …