Alle Artikel in: Bauer Willi

Dieselabgase oder Methan?

Die Zwischenfrucht bildet schon bald Samen und muss beseitigt werden. Aber wie? Abmulchen? Glyphosat spritzen? Wir haben da eine andere Lösung. Die bringt aber Methan in die Umwelt…🙁 Allen kann man es eben nicht recht machen… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Das böse Vieh und die Nahrungskonkurrenz…

Sandra ist frustriert. Deshalb hat sie uns diesen Artikel geschickt. Bin gespannt, was unsere Weltretter dazu zu sagen haben. Immer wieder lese ich hier und auch an anderen Stellen Kommentare, die eindeutig Werbung machen für vegane Ernährung auf Grundlage der Aussage, unsere Nutztiere würden ja Getreide fressen und somit wertvolle Ackerfläche blockieren, die viele viele Menschen ernähren könnte. Diese immer wiederkehrende Aussage frustriert mich, denn diese Aussage ist so nicht richtig und vermittelt ein verzerrtes Bild. Ich will euch mal anhand einiger ganz banaler Beispiele aufzeigen, dass Nutztiere nicht in so einer Nahrungskonkurrenz zu uns stehen, wie es immer und immer wieder versucht wird, einem einzureden. Ich gehe jetzt einmal von ein paar Produkten des täglichen Lebens aus und stelle mir vor, ich lebe mal einen Tag vegan… zum Frühstück Haferflocken, mittags Kartoffelpuffer bzw. Reibekuchen, nachmittags ein Stück Topfkuchen, abends ne Scheibe Brot und dazu ein Bierchen…. Klingt erstmal ganz nett soweit, aber jetzt schau ich mal hinter die Kulissen, und nehm das auseinander! Haferflocken werden bekanntlich aus Hafer gemacht, der Hafer wird aber, bevor er gequetscht …

Bauernhöfe können beschlagnahmt werden

Am Mittwoch, 30. November 2016 hat das Kabinett ein Gesetz verabschiedet, nach dem im Katastrophenfall zur Versorgung der Bevölkerung auch Bauernhöfe beschlagnahmt werden können. Der FOCUS berichtete über die Pläne bereits im August: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/regierung-soll-bauernhoefe-bei-katastrophen-beschlagnahmen-koennen-a-1109774.html Die Epoch-Times schreibt weiter dazu „Um Plünderungen zu vermeiden, sieht das Gesetz die Option vor, die Abgabe von Lebensmitteln unter staatliche Aufsicht zu stellen. Feste Abgabemengen oder Festpreise sollen dann Wucherpreise verhindern.“ http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/enteignungen-moeglich-neue-notversorgung-im-katastrophenfall-ist-beschlossen-a1988004.html Irgendwie hört sich diese Beschreibung bedrohlich an. Schon die Ankündigung dieses Notfall-Regelungen im August diesen Jahres hatte ein hohes mediales Interesse hervorgerufen. Selbst „Verschwörungstheorien“ („Weiß die Regierung mehr als sie sagt?“)  machten die Runde. Wie man sieht, sind wir Bauern doch nicht so unwichtig…. Wir haben derzeit rund 50 Gläser Marmelade im Keller stehen. Da werde ich jetzt aber schön drauf aufpassen… Euer Bauer Willi

Gift im Essen

In unserem Essen lauert der Tod. So jedenfalls die Aussage von Greenpeace. Und tatsächlich lassen sich in vielen Lebensmittel Rückstände in geringen Spuren nachweisen. Aber wie gefährlich sind diese tatsächlich? Da hat dann auch Greenpeace und BUND ein Erklärungsproblem. Und sie geben zu, dass man die Botschaft schon „etwas zuspitzen muss“ (ca. Minute 3:00) damit sie auch gehört wird und das Geschäft mit der Angst auch funktioniert. Schließlich machen sich die Menschen ja ernsthafte Sorgen um ihre Gesundheit, wenn sie Überschriften wie „Unser täglich Gift“ oder „Mit Gift gewürzt“ lesen. Und so lautet der Titel des Beitrages dann auch: „Gift im Essen – Die Lust an der Panik“. Ein sehr sehenswertes Video des NDR, dass zwar 9 Minuten dauert, die sich aber lohnen, wenn man an einem Erkenntnisgewinn interessiert ist. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2012/panorama4031.html Oder waren die Redakteure mal wieder von den …

…der wichtigste Beruf???

Fast zweihundert Kommentare im Blog und bei Facebook auf die Frage, ob es einen sinnvolleren und wichtigeren Beruf als Bauer gibt. Und was für Kommentare! Arroganz, Überheblichkeit, Selbstbeweihräucherung und eine Diffamierung aller anderen Berufe wurde mir vorgeworfen. Leider haben viele die Einführung „wenn es darauf ankommt“ überlesen. Und der gehört zu der Frage mit dazu. Aber egal, wir (Willi und Alois) versuchen es noch einmal. Diesmal gemeinsam. Zunächst mal sind wir uns einig, dass jeder Mensch jeden Tag Nahrung benötigt. Deswegen muss aber in unserer sogenannten „modernen“ Welt nicht jeder auch Bauer sein, denn wir haben eine weit fortgeschrittene Arbeitsteilung. Zumindest in der sogenannten „entwickelten“ Welt. In den „unterentwickelten“ Ländern ist das eh anders. (Sie merken schon unserer aller Arroganz?) Ein deutscher Bauer ernährt heute – statistisch gesehen – rund 145 Menschen. Richtig ist: der Landwirt von heute benötigt viele andere Berufe um diese Leistung zu bringen. Wenn man sich jedoch die Geschichte der Menschheit vor Augen führt, dann konnten sich diese viele Berufe aus erst entwickeln, weil nach dem Schritt vom Jäger und Sammler zum sesshaften Menschen …

Deutschlands Bauern gehen leise…

Eine Zustandsbeschreibung Donald Trump, Flüchtlingskrise, Brexit, Erdogan und der Syrienkonflikt sind derzeit die alles beherrschende Themen in den Medien. Landwirtschaft interessiert, agrarisch gesprochen, im Moment „keine Sau“. Selbst das medienwirksam inszenierte Monsanto-Tribunal in Den Haag tauchte in Tagesschau und Heute-Journal nicht auf. Es gibt wichtigeres. Auch an den wöchentlich ausgestrahlten diversen „Lebensmittel-Checks“ hat kaum noch  jemand Interesse. Dass dort zum dreiundzwanzigsten Mal über Massentierhaltung und Nitrat berichtet und Bio „über den grünen Klee“ gelobt wird, entlockt dem Zuschauer vielleicht noch ein müdes Gähnen. Wenn er nicht schon vorher umgeschaltet hat. Auf eine Kochshow zum Beispiel. Mehr oder weniger unbemerkt von der Öffentlichkeit findet aber im Land ein Wandel statt. Obwohl Parteien, Organisationen und Medien nicht müde werden, das hohe Lied vom „bäuerlichen Familienbetrieb“ zu singen, ist genau dieser derzeit dabei, von der Bildfläche zu verschwinden. Und dies hängt nicht vorrangig von niedrigen Preisen ab. Die hat es immer wieder einmal gegeben und wer unternehmerisch denkt, hat (hoffentlich) entsprechende Vorsorge getroffen. Nein, diese „Agrarwende“ hin zu immer größer werdenden Einheiten ist (auch) ein Ergebnis der gesellschaftlichen Diskussion und der Kritik …

Tipp für Weihnachten

Und mehr wollte ich dann dazu auch nicht sagen. Der Preis von 14,99 € ist auch unverändert geblieben :-). Das ist gerade mal eine Dezitonne (= 100 kg) Weizen 😉 Besonders geeignet als Geschenk für Mitbürger, die über Landwirtschaft nicht viel wissen. Und das sind Millionen…. Euer Bauer Willi  

Küken und die „Abseitsfalle“

Im Juli 2015 erklärte Minister Schmidt, dass er das Töten männlicher Küken ab 2017 beenden will. http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-07/kueken-schreddern-landwirtschaftsminister-schmidt-in-ovo Wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ recherchiert hat, ist man über das Laborstadium bei der Geschlechterbestimmung im bebrüteten Ei  jedoch noch nicht weit hinaus. Die Firma Evonta Technology hofft, mit der entsprechenden großtechnischen Lösung im Jahr 2019 fertig zu sein. Immerhin müssen pro Jahr 100 Millionen Eier entsprechend untersucht werden. Beim Unternehmen Lohmann, dass das Projekt finanziell unterstützt, ist man jedoch nicht so optimistisch. Man geht hier von einer Entwicklungszeit von 5 bis 10 Jahren aus, also frühestens im Jahr 2021. Das Landwirtschaftsministerium bleibt jedoch bei seinem Zeitplan. http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/tierschutz-toetung-kueken-verbot-aufschub Für mich ist unverständlich, warum das Ministerium sehenden Auges in diese „Abseitsfalle“ läuft, die es sich selbst gestellt hat. Es ist doch nicht unwahrscheinlich, dass im kommenden Jahr ein „Linienrichter die Fahne heben“ könnte. Und schon hat die Landwirtschaft ihren nächsten „Skandal“. Passend zur Bundestagswahl das passende Futter… Verhindern ließe sich das heute noch, in dem man ehrlich zugibt, dass man mit der Einschätzung daneben gelegen hat. meint Euer Bauer …

Bürgerbeteiligung Düngeverordnung

Da soll mal einer sagen, dass unsere Ministerien nicht auf’s Volk hören wollen. Unser Bundesministerium für Landwirtschaft bietet allen Bürger an, sich an der Novellierung der Düngeverordnung zu beteiligen. Das kann man per Brief schicken oder an eine bestimmte Mail-Adresse schreiben. Die Frist dazu endet aber schon am 28.November 2016. Hier der Link zu der Bekanntmachung Und weil die Düngeverordnung halt nichts einfaches ist, bietet das Landvolk Niedersachsen jedem Bürger Infos und sogar eine Sammlung von mehr als 20 Formulierungshilfen an. Damit man auch was Richtiges schreibt. Beispiele:  01-Anschreiben, 02-Stickstoffbedarfsberechnung, usw. Fast schon so gut wie bei Campact. 😉 Hier der Link des Landvolk Niedersachsen.