Alle Artikel in: Bauer Willi

Eliten-Bashing

Das muss man hören! Ein Grüner kritisiert seine eigene Partei und erntet Beifall. Gehen Sie gleich auf Minute 5:05 bis etwa 6:05. Und was er in dieser einen Minute sagt, gilt nicht nur für die Grünen… Hier ein Ausschnitt aus der Rede: (es geht dabei zu Beginn um die Erklärung, warum Donald Trump die Wahl in den USA gewonnen hat) (Zitat) „Irgendwann hat diese Schicht dann angefangen, die Verachtung der progressiven Eliten in eigenen Stolz umzukehren. Ihr bezeichnet uns als ignorant? Wir pfeifen auf Eure angebliche Wissenschaft und Eure überheblichen Statistiken. Wir lassen uns den Mund von Euch nicht weiter verbieten. Wir Grüne sollten nicht denselben Fehler begehen. Dazu müssen wir als Erstes den Duktus der moralischen Überheblichkeit ablegen! Nicht jede abweichende politische Meinung ist per se unmoralisch. Und schlechter Ausgebildete sind nicht dumm. Es geht nicht darum, in den Dialog mit einem harten rassistischen Kern einzusteigen. Aber es liegt an uns, einen respektvollen und offenen Umgang mit allen anderen zu pflegen, die aus uns fremden Milieus kommen, ihnen zuzuhören, sie ernst zu nehmen. Das …

Geht Landwirtschaft auch ohne Pestizide?

Es gibt relativ wenig Beiträge, die sich sachlich und ausgewogen mit den Vor- und Nachteilen von „Pestiziden“ auseinandersetzen. Der nachfolgende Beitrag aus der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ ist so einer. Lesenswert für Bauern und Bürger. http://www.spektrum.de/wissen/geht-landwirtschaft-auch-ohne-pestizide/1429861?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP  

Sind nur wir Europa?

Ein Gastbeitrag unseres Kommentators „Ich seh das so“, der seine Anonymität wahren möchte. Nur so viel: er ist Bauer in unserem schönen Nachbarland Österreich. Wir lesen und hören immer wieder vom GEMEINSAMEN HAUS EUROPA. Wenn man das rein geographisch versteht, ist so eine Aussage noch am besten nachvollziehbar. Wenn man es aber „bautechnisch“ versteht, sieht das doch ganz schön wackelig aus. 1.) Das gemeinsame Haus Europa steht nämlich eigentlich nur auf einer festen Säule – Der gemeinsamen Agrarpolitik. Nur sie gilt bei allen (Noch-)28-Mitgliedern gleichzeitig – und das schon seit Gründung der EG 1957. 2.) Dann gibt es ein Säulchen, das 19 Länder der EURO-Zone mitgebaut haben (gemeint ist die Währung, nicht das Fußball-Turnier), das aber teils mit festen Ziegeln und teils nur mit Sandsteinen erstellt wurde. 3.) Dann gibt es noch etwas namens Gemeinsame Außenpolitik, – vergleichbar mit vielen (Holz-)Pfosten, die alle Länder zwar aneinander gelehnt haben, die aber von einer zierlichen Italienerin mühsam zusammengehalten werden müssen, um zu verhindern, daß das eine oder andere Land seinen Stützbalken wieder wegzieht. 4.) Und dann gibt es noch ….. …

Weltmarktpreis für alle

Der Handel mit agrarischen Rohstoffen orientiert sich in der Regel am Weltmarktpreis. Das ist, nach dem Wegfall der letzten Quoten auch bei Milch und Zucker, jetzt in allen Bereichen so. In allen Bereichen? Nein, nur bei Agrarrohstoffen, und zwar unabhängig davon, wie die Kaufkraft im jeweiligen Land ist, unabhängig davon, welche Lohn- und Lohnnebenkosten dort normal sind unabhängig von den Sozialstandards (Kranken-, Rentenversicherung) unabhängig welche Umweltstandards im jeweiligen Land gelten unabhängig von den Steuergesetzen Ein Englisch-Lehrer leistet in allen Ländern dieser Erde das Gleiche: Er bringt seinen Mitmenschen die englische Sprache bei, egal ob er das in Deutschland oder Indien macht. Wie wäre es, wenn alle Englisch-Lehrer nach dem Weltmarktpreis entlohnt würden? Und wie könnte man den ermitteln? Ich bin gespannt auf eure Kommentare. Und ich kann mir schon denken, was jetzt kommt… 😉 Euer Bauer Willi

Ungleiche Geschäftsbeziehungen

Agrarexporte: Was ist richtig, was falsch? Ein sicherlich strittiges Thema, für das es auch kein Allheilmittel gibt. Exporte generell zu verbieten ist ja keine Lösung. Doch was soll man mit Hühnerbeinen machen, die in Deutschland nicht verzehrt werden. Wie ist eure Meinung? http://www.deutschlandfunk.de/agrarexporte-in-schwache-maerkte-ungleiche.724.de.html?dram%3Aarticle_id=327412

Erlebnisbauernhof mit Wolf

„Artgerecht ist nur die Freiheit“ Über einen solchen Satz können sich Landwirte und Schäfer in Millau nur aufregen. Millau ist ein kleines Städtchen in Südfrankreich, nordwestlich von Nimes, in den Cevennen. Auch dort gibt es Wölfe, die Schafe reissen. Um die Bevölkerung für das strittige Thema zu sensibilisieren, haben sich die Landwirte/Schäfer etwas besonderes einfallen lassen. So eine Art Erlebnisbauernhof: „Wenn ihr schon nicht zu uns kommt, dann kommen wir halt zu euch“. Alles andere seht ihr in dem kurzen Video.  Übrigens „Loup“ heißt übersetzt „Wolf“. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Spendensammelverein

Heute wollen wir uns einmal ganz herzlich bedanken. Und zwar bei den vielen Menschen, die unseren Artikel „Bauer Willi – die Organisation“ richtig verstanden und uns mit Geld zugeworfen haben. Ihnen ist offensichtlich unsere Zeit und unsere Arbeit etwas wert. Nochmals DANKE! Gespendet haben zwei „normale“ Menschen und ein Bauer (aus Westfalen!) So konnte der stolze  Betrag von 210 €  „eingesammelt“ werden.  Den werden wir jetzt in einer Steueroase in der Karibik bunkern.  Werden aber vorher noch mal mit Ronaldo reden… 😉 Willi und Alois  

Ethik, Moral und die Ökonomie

Wir haben auf unserem Hof eine Holzpellet- Heizung.  Nachdem die Ölheizung lange Jahre ihren Dienst getan hat, haben wir uns vor vier Jahren zu Holz als Brennstoff entschlossen, weil auch Frau und Kinder  der Meinung waren, wir sollten etwas für die Umwelt tun. Die Anlage war mehr als dreimal so teuer war wie der Ersatz der Ölheizung. Schließlich mussten wir ja eine neue Lagermöglichkeit für die Pellets schaffen, während der Öltank ja schon da war. Einen neuen Kamin mussten wir auch bauen und die passende Infrastruktur. Zwar sind die Ölpreise seitdem gewaltig gefallen, aber jedenfalls haben wir jetzt ein gutes Gewissen. Am 2.12.2016 habe ich dann mal die Preise für verschiedene Energieträger berechnet. Das Ergebnis seht ihr im Titelbild. Heizöl und Holzpellets muss ich kaufen, den Weizen haben ich selbst. Mit einer LKW-Ladung Brotweizen käme ich gut über den Winter….und hätte bares Geld gespart. Im Vergleich zu Holzpellets rund 1.100 €, zu Heizöl ca. 2.600 €. Ihr versteht, was ich damit sagen will? Aber der Lagerraum ist noch gut mit Pellets gefüllt und so steht einen Entscheidung nicht an. Was …

Ohnmächtig und wütend…

..war ich, als ich den Kommentar gehört habe, den wir hier als Podcast zum Nachhören bringen. Es geht um die aktuelle Situation in Aleppo. Wütend bin ich auf mich, weil auch ich manchmal so denke wie die Entscheidungsträger im UN-Sicherheitsrat. Und ohnmächtig, weil mir nichts wirklich Wirksames einfällt, wie man die Situation der Menschen vor Ort verbessern kann. Angesichts dieser humanitären Katastrophe rücken doch unsere Diskussion hier in den Hintergrund…   Euer Bauer Willi