Ohne Kommentar…
…denn der kommt ja garantiert von euch. Bauer Willi P.S.: Gewicht links 850 g/ rechts 1.000 g
…denn der kommt ja garantiert von euch. Bauer Willi P.S.: Gewicht links 850 g/ rechts 1.000 g
Eins vorab: In unserer Familie wird vor dem Essen gebetet. Unsere Ehe ist konfessionsverschieden, katholisch und evangelisch, und jeder von uns ist das mit Überzeugung. Der gemeinsame Gott eint uns. Am Erntedanksonntag gibt es in unserer Gemeinde einen Umzug mit den Früchten des Feldes. Auch die Kirche ist entsprechend geschmückt, aber ich weiß nicht, wie viele Kirchenbesucher damit wirklich etwas anfangen können. Das, was dort vor dem Altar liegt, kann man ja auch im Supermarkt kaufen. Oder eben am Erntedanksonntag gegen eine Spende mitnehmen. Das ist oft billiger als der Einkauf im Discounter. Wir Bauern haben es ja gespendet. Dann höre ich die Predigt. Von Bewahrung der Schöpfung ist da die Rede, und dass wir sorgsam mit der Natur umgehen sollten. Dass heute einiges in Unordnung geraten sei, und dass der Mensch nicht alles tun dürfe, was möglich ist. Und mehr oder weniger verschlüsselt, manchmal aber auch offen, werden Begriffe wie Massentierhaltung, Pestizide, Nitrat oder Gentechnik in das Bewusstsein der Zuhörer gebracht, die andächtig lauschen und beifällig nicken. Unter ihnen sitze ich, der Bauer, der eben noch die …
Meine Nachbarin hat mich gebeten, ihr, so wie jedes Jahr, einen Text für den Erntedank-Gottesdienst zu schreiben. Habe ich, wie immer, gerne gemacht. Es ist wieder soweit. Morgen feiern wir Erntedank, so wie jedes Jahr. Die Kirchen sind wieder festlich geschmückt, die Früchte des Feldes und der Gärten liegen um den Altar. Wobei in diesem Jahr manches davon bei REWE und ALDI gekauft wurde und aus Spanien stammt, weil es hier ja so trocken war und unsere Gärten nicht viel Brauchbares hergegeben haben, wenn wir nicht fleißig Gießkannen geschleppt haben. Aber ansonsten war es ein schöner Sommer, die Sonne hat so viel geschienen wie selten. Wir konnten ins Freibad gehen oder, wenn man Bauer war, die Beregnung umstellen. Denn auch die sind so viel gelaufen wie in kaum einem Jahr zuvor. Wenn man denn eine Beregnung hatte. Ansonsten blieb nur hoffen und beten, dass der Regen kommt. Der dann oft genug trotzdem ausgeblieben ist. Die Getreide- und Rapsernte war mäßig bis schlecht. Deutschland kann sich nicht mehr selbst versorgen, also werden wohl so um die 6 …
In einer Facebook-Diskussion auf der Seite des Bundesumweltministeriums (BMU) fordert ein Kommentator mehr oder weniger deutlich ein sofortiges Verbot von Glyphosat. Das BMU antwortet wie folgt: „Lieber Herr B., wir arbeiten an einem grundsätzlichen Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung bis zum Ende dieser Legislaturperiode. Von heute auf morgen geht der Ausstieg aus Glyphosat nicht, und dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens: Glyphosat ist ein mengen- und flächenmäßig besonders bedeutendes Pflanzenschutzmittel – aber es ist eben nur eines von vielen. Daher greift ein Ansatz, der rein auf die Reduzierung von Glyphosat setzt, zu kurz: Wenn Glyphosat erst einmal weg ist, wird diese Lücke womöglich mit einem ähnlich bedenklichen oder noch bedenklicheren anderen Pflanzenschutzmittel ausgefüllt. Das kann nicht die Lösung sein. Generell soll die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln umwelt- und naturverträglich ausgestaltet werden, nicht zuletzt durch eine deutlich stärkere Berücksichtigung der biologischen Vielfalt bei der Zulassungspraxis und den Anwendungsbestimmungen für Pflanzenschutzmittel. Zweitens: Der Wirkstoff Glyphosat kann nur auf EU-Ebene verboten werden. Auf nationaler Ebene geht es aber nicht um den Wirkstoff, sondern um die darauf basierenden Pflanzenschutzmittel. Derzeit arbeiten …
Ihr kennt den Ausdruck nicht? So nennt man es in Neudeutsch, wenn nach der Ernte die Menschen auf den Feldern die Reste auflesen. Früher wurde das eher aus der Not heraus gemacht, heute eher aus Hobby oder um ein paar Cent zu sparen. Und jetzt ist ja gerade Kartoffelzeit, wo schon mal die ein oder andere Kartoffel auf dem Feld verbleibt. Zwar gibt es Artikel dazu, ob es sich dabei um eine Straftat oder nicht handelt, aber eigentlich sind Bauern froh, wenn so wenig Kartoffeln wie möglich auf dem Feld verbleiben. https://www.derwesten.de/incoming/kartoffelstoppeln-spass-oder-straftat-id5116864.html Gut wäre es trotzdem, den Bauern vorher zu fragen. Und bitte nicht während der laufenden Ernte stoppeln, denn da ist es wegen der Fahrzeuge zu gefährlich. Bei unserem Nachbarn hat diese Woche die Kartoffelernte begonnen. Er ist kein dummer Bauer, denn der hat (zumindest dieses Jahr) keine dicken Kartoffeln… 🙁 Euer Bauer Willi
…ist Julia Nissen und ihr Blog „Deichdeern“. Davon könnt ihr euch hier überzeugen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/Deichdeern-berichtet-ueber-Tinder-fuer-Rinder-Co,dasx15994.html Und wer mehr Zeit (44 min) erübrigen kann, erfährt hier mehr über Landwirtschaft in Brandenburg und eine angehende Landwirtin. Auch sympathisch und authentisch. https://mediathek.rbb-online.de/tv/Dokumentation-und-Reportage/Ackern-und-Ernten-1-4/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822114&documentId=56019528 Da soll mal einer sagen, die Medien würden nicht positiv berichten. Und für uns Bauern gilt: egal ob Blog, Facebook oder Instagram: Hauptsache, man tut was. Bauer Willi
Heute, 1. Oktober 2018 im Supermarkt. Genau eine (1) Sorte Äpfel kommt aus Deutschland. Mit dem schönen Namen Boskoop. Ansonsten: Scifresch aus Neuseeland Braeburn aus Neuseeland Pink Lady aus Neuseeland Cripps Pink aus Chile/Argentinien Elstar aus Frankreich Granny Smith aus Chile Wer versteht das? Ich nicht… Wir haben Oktober und die Apfelernte in Deutschland ist fast durch. Jetzt soll mir bloß keiner was von der CO2-Bilanz von Lageräpfeln erzählen. Frischer als vom Bodensee, Meckenheim oder dem Alten Land geht es jetzt doch wohl nicht. Oder auch aus der Apfelgalerie in Brandenburg. Ja, die haben auch alte Apfelsorten und alles ist echt regional. 🙂 Bauer Willi [huge_it_gallery id=“58″]
Gemeint ist damit die Tatsache, dass Ferkel aus Dänemark, die nicht nach den derzeitig diskutierten zukünftigen deutschen Vorgaben kastriert wurden, trotzdem auf dem deutschen Markt verkauft und in das deutsche QS-System eingebunden werden dürfen. Warum da etwas mächtig im System stinkt und wer da was verbockt hat, beschreibt Nadine Henke in folgendem Beitrag Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen
Mit der Natur verbinden wir immer das Gute. Vor allem wenn wir zurückblicken. Als noch alles im Gleichgewicht war. Also bevor sich der moderne Mensch so zahlreich vermehrt hatte. Vielleicht im Zeitalter des Neandertalers. Dieser lebte ja tausende von Jahre bewiesenermaßen im Einklang mit der Natur. Da war die Biodiversität noch so richtig in Ordnung. Inzwischen sind ja ganz viele Lebewesen ausgestorben. Zum Beispiel Mammute oder Säbelzahntiger oder Wisente. Ok, Wisente gibt es ja mittlerweile wieder durch Rückzüchtungen. Wenn die gute medizinische Gentechnik (die ist ja viel besser und beliebter als die Agrar-Gentechnik) so weitermacht, dann ist es wahrscheinlich bald möglich, dass man viele der ausgestorbenen Tiere und Pflanzen wieder zum Leben erwecken kann. Wir wäre die Reaktion darauf? Spendenbutton auf der Seite des WWF Natur ist schön… Prima, würden wohl viele von uns sagen, so ein Mammut wieder sehen zu können wäre schon toll. Doch wo sollten die Mammutherden weiden? Da kommt sicher bald die Erkenntnis, dass dafür Deutschland wohl eher nicht in Frage kommt. Die großen Weiten Russlands oder Kanadas wären dafür sicher besser geeignet. Da leben nicht so viele Menschen …
Dazu habe ich Herrn Maske, den Präsidenten des Deutschen Imker-Bundes befragt. Lieber Herr Maske, mit einem persönlichen Treffen hat es ja trotz mehrerer Anläufe nicht geklappt, deshalb meine Fragen jetzt in schriftlicher Form. Dazu habe ich mir das Positionspapier des Deutschen Imkerbundes von April 2017 durchgelesen. https://deutscherimkerbund.de/userfiles/Veranstaltungen/Internationale_Gruene_Woche_2018/Digitale_Pressemappe/Vorschlaege_zur_GAP_nach_2020.pdf Sie fordern dort eine „mehr als dreijährige Fruchtfolge auf 50% der Ackerfläche“. Wie würde die aus Ihrer Sicht aussehen? Denken Sie aber bitte auch daran, dass die Kulturen auch für mich vermarktbar sind. Das ist so nicht richtig. Ich fordere eine mehr als „dreigliedrige“ Fruchtfolge, also eine Fruchtfolgevielfalt. Die Betonung liegt auf Fruchtfolgevielfalt. An der Universität Würzburg wurde z. B. wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Anlage größerer Blühflächen nach dem Rapsanbau zu einer Reduzierung des Rapsglanzkäfers führt. Natürliche Gegenspieler können sich dort etablieren und chemischer Pflanzenschutz ist fast nicht notwendig. Solch eine Blühfläche könnte z. B. aus Luzerne bestehen, was außerdem positiv für den Boden ist. Oder die Fläche kann aus sog. „Honigpflanzen“ bestehen, die dann für die Biogasanlage genutzt werden können. Neben der wirtschaftlichen Nutzung stellen solche Blühflächen …
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