Bauer Willi
Kommentare 29

Das System stimmt nicht…

Gemeint ist damit die Tatsache, dass Ferkel aus Dänemark, die nicht nach den derzeitig diskutierten zukünftigen deutschen Vorgaben kastriert wurden, trotzdem auf dem deutschen Markt verkauft und in das deutsche QS-System eingebunden werden dürfen.

Warum da etwas mächtig im System stinkt und wer da was verbockt hat, beschreibt Nadine Henke in folgendem Beitrag

Tierschutz auf dänisch

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29 Kommentare

    • fingerphilosoph sagt

      @ Brötchen

      Hast Du Dir bei top agrar die Stellungnahme von Dr. Till Backhaus bzgl. Improvac angehört? Er redet u. a. von Metaboliten, die möglicherweise durch Improvac entstehen und deren Wirkung auf den menschlichen Körper nicht untersucht ist. Kommt Dir das aus unserer Diskussion vielleicht bekannt vor? Ist das nicht genau das, was ich hier gesagt habe und weswegen ich von Bauer Willi und ein paar anderen äußerst unfreundlich niedergebügelt worden bin?

      Ich frage mich, ob diese Wendung vielleicht etwas mit dem Mail zu tun haben könnte, das ich diesbzgl. an Julia Klöckner, den Verbraucherschutz “Lebenmittelklarheit” und noch ein paar andere abgesandt habe. Wenn nicht, dann ist es zumindest eine äußerst überraschende Koinzidenz.

      • Brötchen sagt

        Fingerphilosoph

        Ich habe den Anfang gesehen.
        Kann schon sein, das du das erreicht hast!
        vielleicht ist es auch Zufall.
        hab Recht herzlichen Dank, das Du Dir die Mühe gemacht hast!
        vielleicht kannst Du ja noch an das BFR schreiben , vielleicht können die Antworten.
        ich dächte irgendjemand hat hier mal eine Literatur veröffentlicht, wo bezüglich der Abbaurate des impfstoffes Bezug genommen wurde. Das ist aber schon mindestens ein Jahr her.
        Sei gegrüßt!

        P.s. an anderer Stelle wurde jetzt von Anwendung einer reversiblen Hoden Funktionseinschränkung geschrieben…..da hat es bei mir auch gebimmelt 😉

        • fingerphilosoph sagt

          Ich steh nicht auf der Seite der Bauern, mir geht es um den Prozess der Wahrheitsfindung, deshalb finde ich Dankeschöns befremdlich.

          Ich habe meinen Improvac-Brief an Alois und Willi geschickt, wenn’s Dich interessiert: vielleicht schicken sie ihn Dir ja weiter.

    • sonnenblume sagt

      @ Brötchen
      Es gibt noch zwei Landtagswahlen. Warten wir mal ab, was im Dezember passiert.

      • Brötchen sagt

        … die Koalition will zeitnah die Fristverlängerung auf den Weg bringen….daraus lese so schnell wie möglich.

        Ich hatte mich schon damit abgefunden, das es nichts wird.
        Wenn die asp kommt, ist sowieso alles zu spät, das wird nicht lustig.
        In Belgien keulen sie im gesperrten Gebiet alles.
        Mir ist schon ziemlich schlecht, wenn ich daran denke.

        Gruß

        • sonnenblume sagt

          Ich meinte eher, dass sich das Blatt nach den Wahlen durchaus noch wenden kann. Wissen, wissen wir es erst, wenn es festgeschrieben wurde und soweit sind wir noch nicht. Glaube ja nicht, dass die Gegner dieses Ergebnis, zwar mit Protest, aber dann doch einfach zur Kenntnis nehmen. Da wird noch einiges kommen.
          An die Ereignisse in Belgien mag man nicht denken. Bisher sind wir hier von solchen Aktionen noch verschont worden. Aber wir standen zweimal schon kurz davor. Das hat mir gereicht.

  1. Heinrich Steggemann sagt

    Deutsche Familienbetriebe mit Sauenhaltung als Kollateralschaden. Hier ist durch QS die privatwirtschaftliche Chance vergeben worden, die gesamte Lieferkette Schwein in Deutschland wirklich an einem Strang für praktikable Lösungen ziehen zu lassen. Ebenso wären die ausländischen Ferkelexporteure mit im Boot um für gleiche Wettbewerbsbedingungen zu kämpfen. Stärkung der eigenen Kunden sieht anders aus. Oder zählt etwa der ausländische Ferkel mästende Betrieb mehr, als der einheimische Sauenhalter?

    • sonnenblume sagt

      Das sehe ich auch so!
      Aber ist das System QS nicht schon durch Tierwohl geschwächt worden? Hätte man das nicht schon einbinden müssen? QS ist doch gesetzlich nicht verankert. Kann man dann für Importe Vorgaben machen ohne gegen Handelsgesetze zu verstoßen? Niemand muss bei QS und Tierwohl teilnehmen. Diese Daten werden zwar von der Schlachtbranche abgefragt, aber ist es für die Vermarktung entscheidend? Hier wurde doch von einem Teilnehmer berichtet, dass man auch ohne QS ohne Abzüge verkaufen kann. Also könnte man sich QS im Grunde auch wegsparen. Das Problem liegt nach meiner Meinung darin, dass Privatwirtschaft und Staat keine gemeinsame Linie finden können oder wollen. So kann das nichts werden. Die Produzenten sind ortsgebunden und müssen die Gesetze einhalten, der Handel ist aber unabhängig und wird sich diese Unabhängigkeit auch nicht nehmen lassen. Da kommt dann die Aussage von Arnold Krämer über die Ställe der Futtermittelhersteller und Viehhandelsgesellschaften zum tragen. Die Partner möchte das QS-System auch nicht verlieren.

  2. Eckehard Niemann sagt

    Vielen Dank an Nadine Henke und ihre klare Benennung der QS-Verantwortlichkeit.
    Nachfolgend einige Kommentare mit näheren Fakten und Funktionären von Bauernverband, Raiffeisen und anderen landwirtschafts-nachgelagerten Vertretern.
    Ist es zutreffend, hier von Heuchelei in Sachen Ferkelerzeuger-Interessen zu sprechen??

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Eckehard, die “Vernetzung” von Bauernverband, Raiffeisen- und Genossenschaften sind ganz entscheidende Faktoren für das “System Landwirtschaft”. Hier sind es mal die eigenen Ferkelererzeuger, die von den eigenen Vertretern geopfert werden. Auch die zurückliegende Milchpreiskrise nach dem Ende der Milchkontingentierung ist so ein Beispiel. Denn bei 70% Anteil von genossenschaftlich verarbeiteter Milch hätte das riesige Preisfiasko eigentlich nicht geschehen dürfen, wenn die eigenen Genossenschaften auf der Seite der Bauern gestanden wären. Stehen sie aber nicht, sie dienen anderen Herren.
      Aber das ganz Traurige ist für mich, dass eine Kritik an der “Vernetzung von Bauernverband und Raiffeisen- und Genossenschaften” immer sofort als “Nestbeschmutzung” von den Bauern aufgefasst wird. Dagegen steht “Verbraucherbashing” und Beschuldigung an Andere sehr hoch im Kurs. Aber das ist halt bequem. Doch damit ändert sich halt nichts.

      • sonnenblume sagt

        Diese Vernetzung ist da und dann schaut doch mal, wer sonst noch wo einen Posten hat! Das ist doch nicht nur im Milchsektor so, oder bei den Ferkeln. Das ist doch im kompletten Agrarsektor so und dann ist sich jeder selbst der Nächste. Was mit der breiten Masse passiert, ist zweitrangig.
        Leider kann man das ganze Geflecht wohl nicht aufdecken. Da läuft ganz sicher auch vieles im stillen Kämmerlein, wo entsprechende Kontakte nicht öffentlich werden.
        Vielleicht ist meine Meinung zu radikal, aber ich glaube, dass ich nicht so falsch liege!

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Die “Vernetzung” ist zuerst einmal eine ganz normale Sache. Auch in allen anderen Bereichen und Bevölkerungsschichten. Das Wichtigste ist, dass man diese “Vernetzung” aktiv und transparent gestaltet. Wenn ich dann aber sehe, dass bei den Versammlungen der Gremien nur mehr ein paar Prozent der Mitglieder sich blicken lassen, dann wird mir schon klar, warum die “Oberen” ihre eigenen Süppchen kochen können.
          Dazu hat natürlich auch die “Fusionitis” der vergangenen Jahrzehnte massiv dazu beigetragen, dass ich das einzelne Mitglied nicht mehr wirklich der Gemeinschaft zugehörig fühlt. Je kleiner die Genossenschaften noch sind, desto besser ist der Zusammenhalt und die Gestaltungsfreude. Z.B. haben alle kleinen Sennereigenossenschaften im Allgäu nach dem Ende der Milchkontingentierung Beschlüsse gefasst, die Produktion NICHT zu steigern um die Absatzmärkte zu schützen. Während die meisten großen und global agierenden Genossenschaften eifrig die Milcherzeugung angeheizt haben. Von den großen Genossenschaften ging einzig die Berchtesgadener Milch eG aktiv gegen die Mengensteigerung vor. Dafür wurde sie in den Bauernblättern zum Dank dann auch massiv durch den Kakao gezogen. Aber sie konnten ihre Milcherzeugerpreise halten. Weil dort Leute in den Führungsetagen sitzen, die FÜR ihre Bauern agieren. Das macht den Unterschied.

          • Ich seh das so sagt

            Man muß Alois (leider) ziemlich uneingeschränkt recht geben. Wider besseres Wissen und befeuert durch Welteroberungspläne und Großmannssucht haben vorwiegend große Player der genossenschaftlichen Milchbranche ein rein hausgemachtes Desaster und Fiasko losgetreten.

            Und weil ein einmal gemachter Fehler nicht genug ist, haben die gleichen Welteroberungsphantasien und Großmannssucht in einer weiteren – auch vorwiegend genossenschaftlich organisierten Branche – gleich auch noch ein zweites hausgemachtes Fiasko bei einem europaweiten Produktionszweig losgetreten – bei der Zuckerrübe. Und siehe da, es hat wieder super funktioniert.

            Manager mit ausreichend fixen Monatsgehältern und in Erwartung zusätzlicher Umsatz-, Gewinn- oder sonstiger Bonifikationen haben sich selbst in den 7. Verdiensthimmel gerechnet. Sich dann heute hinzustellen und zu sagen, es war nie und nimmer zu erwarten, daß Preise soweit fallen können, sollte die Bauern in diesen Organisationen doch zur Überlegung treiben, es mal mit versierteren Vorständen oder Aufsichtsräten zu versuchen.

            Weil auslöffeln müssen auch diese Suppe immer die Produzenten.
            Ich habe aber aus den Erfahrungen bei der Milch da meine Zweifel, daß auch nur irgendetwas passieren wird – außer das reihenweise Produzenten den Löffel abgeben.

  3. Eckehard Niemann sagt

    Süddeutsche Zeitung – 15. September 2017: – Markus Balser, Moritz Geier, Jan Heidtmann und Silvia Liebrich

    Landwirtschaft – Wie Lobbyisten bestimmen, was wir essen

    Auffällig viele CDU/CSU-Abgeordnete aus dem Agrarausschuss des Bundestags besetzen Posten in Agrarfirmen und Finanzkonzernen.
    Die Frage ist nun: Wie unabhängig kann ein Abgeordneter sein, der sowohl politische als auch wirtschaftliche Interessen vertritt.
    … Der DBV ist die größte Lobbyorganisation der Landwirte, Dachverband von 18 Landesbauernverbänden (… )
    August, die kleine Stadt Vreden im Münsterland. Johannes Röring ist auf Wahlkampftour. (,,,) Seit 2005 sitzt er für die CDU im Bundestag, er ist ordentliches Mitglied im Bundestagsausschuss Ernährung und Landwirtschaft. (…) Gleichzeitig ist Röring Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV), eines von zwei Bauernverbänden in Nordrhein-Westfalen; er sitzt im Beirat des größten Agrarhändlers in Norddeutschland, im Beirat bei der R+V-Versicherung, die Versicherungen für Landwirte anbietet – und, und, und… – ein Multifunktionär.
    Bemerkenswert ist noch seine herausragende Position bei der QS Qualität und Sicherheit GmbH. (…)

  4. Eckehard Niemann sagt

    QS – 21.09.2018
    Werner Hilse mit QS-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet

    Die QS Qualität und Sicherheit GmbH hat Werner Hilse, ehemaliger Präsident des Landvolks Niedersachsen, mit der QS-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

    Mit der Verleihung der Ehrennadel würdigt QS Hilses langjähriges Engagement im Fachbeirat Geflügel und im QS-Kuratorium sowie seine Verdienste für die gesamte Wertschöpfungskette. Hilse hat sich bereits in der Anfangsphase von QS – als Vorsitzender des CMA Aufsichtsrats – entscheidend für QS eingesetzt und fortan an der Weiterentwicklung und Ausgestaltung des QS-Systems mitgewirkt. Mit großer Souveränität und fachlicher Kompetenz hat er als Vorsitzender des Fachbeirats wegweisende Beschlüsse verabschiedet. Dazu gehören unter anderem die Durchführung unangekündigter Spotaudits, die Einführung des Antibiotikamonitorings sowie die Erfassung von Befunddaten bei Geflügel.

    Hilse wurde die Auszeichnung bei seiner letzten Sitzung als Vorsitzender des QS-Fachbeirats Geflügel verliehen, die am 19. September 2018 in Köln stattfand.

  5. Thomas sagt

    Deutschland stellt ab dem 1.1.2019 seine Ferkelproduktion, fast vollständig ein!
    Aufgrund unseren Gesetzen, die aber nur in Deutschland gelten.
    Dänemark darf mit Anwendung von Schmerzmitteln weiter männliche Ferkel kastrieren.
    Diese dürfen nach Deutschland importiert werden! Und sind dann wieder Tierschutzgesetz gerecht produziert!
    Warum darf dann dieser Weg in Deutschland nicht auch praktiziert werden?

    Ist das Deutsch Nationale Schikane? Ist das mit EU Recht überhaupt vereinbar?

  6. Arnold Krämer sagt

    Es geht darum, die durch die Futtermittelwirtschaft und den Viehhandel genutzten Ställe (das sind in Weser-Ems nicht wenige) voll zu kriegen, damit die Schlachthöfe ihre Kapazitäten auslasten und weiterhin exportieren können. Der Schlachthof Tönnies in Sögel z. B. liefert ca. 50 % seiner Erzeugnisse ins Ausland. Die Schlachtschweine stammen zu einem nicht geringen Teil aus den Niederlanden. Hier geht es um volkswirtschaftliche und nicht um landwirtschaftlich-betriebswirtschaftliche Argumente und Aspekte.

    • Inga sagt

      So ist es,
      so funktioniert unsere Volkswirtschaft!

      Ist sie lückenhaft?
      Weil sie eine ganze Branche als Stützpfeiler ausnutzen muss?

  7. Friedrich sagt

    Die Verlogenheit des Q+S kennt keine Grenzen. Außer , daß dort Arbeitsplätze geschaffen wurden , für Verwaltung und Kontrollen , geht es doch nur darum Geld zu generieren.
    Bei mir kommen sechs verschiedene Organisationen und fast alle kontrollieren das Selbe.
    Nach der Kontrolle kommt immer eine Rechnung, zzgl . evtl. Futteranalysen.Das Kontrollwesen hat sich inzwischen zum Unwesen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme entwickelt. Die Organisationen behandeln uns alle wie Slaven. Das ist bei uns “Totale Kontrolle”. Gläsern sind wir.– Beispiel : Wenn ich meine Schweine von links nach rechts im Stall umtreibe , dann muß ich Datum und Tierzahl mitteilen.

    • Andi sagt

      Ich war anfangs ein großer Verfechter von QS. Mittlerweile muss ich feststellen, dass Friedrich mit seiner Analyse leider recht hat. Der ganze Kontrollwahnsinn ist wirklich zur AB-.Maßnahme verkommen, die wir Bauern bezahlen müssen.

      • Arnold Krämer sagt

        Die produzieren nur Scheinsicherheit.
        In dieser Gesellschaft man man sich auf immer höherem Niveau immer mehr gegenseitig etwas vor.

      • Inga sagt

        Ja,
        daran kann man gut Geld verdienen,
        gut und leichter als in der Landwirtschaft!

        Ob diese Mitarbeiter dann glauben, sie wären etwas besseres als ein einfacher Bauer!?!

        Ob sie besser ausgebildet sind oder glauben die das nur?

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