Zwanzig Prozent unter Bedarf…
Es geht um die neue Düngeverordnung. Für diejenigen, die es nicht wissen: Die Landwirte müssen, bevor wir mit dem Düngen beginnen, eine schriftliche Düngebedarfsplanung machen, die bei einer Kontrolle vorzulegen ist. Das ist ungefähr so, wie wenn die Küche eines Seniorenheims, eines Kindergarten oder einer Firmenkantine die Essensrationen für die Woche plant. Der Koch weiß grob, wie viele Leute zum Essen kommen, welchen Appetit die mitbringen und dementsprechend wir gekocht. So viel Kilo Kartoffeln, Gemüse, Fleisch, Nachspeise. Wenn es gut läuft, bleibt vom Essen nichts mehr übrig. Es wird also restlos alles aufgegessen. Das kommt aber eher selten vor. Mit der Düngung verhält es sich ähnlich. Die Landwirte wollen die Pflanze richtig ernähren, planen, was die Pflanze braucht, wissen aber bis zur Ernte nicht, ob die Pflanzen alles aufessen. Wenn, wie im letzten Jahr, die Dürre kommt und der Ertrag niedriger bleibt, können sie von dem Essen für die Pflanzen nichts mehr wegnehmen. Anders als in der Kantine wird der Dünger aber nicht weggeworfen, sondern er bleibt als Reserve im Boden und wird im nächsten …










