Bauer Willi
Kommentare 49

Nachwuchs-Sorgen

Hannovers einziger Bio-Hof hat Sorgen. Es findet sich kein Nachfolger für den Betrieb. Er bewirtschaftet heute 120 Hektar. Der städtische Eigentümer hat ausgerechnet, dass er ab 180 Hektar überlebensfähig wäre. Wo aber die fehlenden 60 Hektar herkommen sollen, weiß die Stadt auch nicht.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Hat-oekologische-Landwirtschaft-am-Kronsberghof-noch-eine-Zukunft

Das Problem der Hofnachfolge haben viele Betriebe. Auf der Seite https://www.hofsuchtbauer.de/ werden daher sehr viele Höfe angeboten. Aber auch die Anzeigen unter „Nachfrage“ sind interessant zu lesen. Alles zu finden in der „Hofbörse“.

Wer also immer schon von einem eigenen Hof geträumt hat, kann hier fündig werden.

Bauer Willi

 

(Aufrufe 1.789 gesamt, 1 heute)

49 Kommentare

  1. firedragon sagt

    Wie sieht es jetzt, zum Jahresende, mit dem Kronsbergbof aus?
    Wenn man nach dem Mainstream geht, müsste doch alles super laufen. Absatz ohne Ende – zumal der Hof über ein großes Einzugsgebiet „verfügt“.
    Oder spielt hier der regionale Verkauf von hofeigenen Produkten keine Rolle mehr und der Hof hat sich zum Markt hin orientieren müssen?

    0
  2. Bauer S sagt

    Kann eigentlich nicht sein , weil Bio super ist. Also keine Absatzschwierigkeiten Dasing

    1+
  3. Arnold Krämer sagt

    E. Niemann:
    „Das Problem für Biobetriebe, die durch städtische oder sonstige Auflagen ohnehin zum Ökolandbau verpflichtet sind: Sie bekommen keine Ökoförderung“.

    Diese Behauptung ist unwahr, und das wissen Sie auch, denn sonst hätten Sie nicht auf Bestimmungen in NRW hingewiesen.
    Die jetzigen Pächter des Ökohofs Kronsberg bekamen 2017 rund 70.000€ Fördergelder, davon rund die Hälfte speziell für die Förderung des Ökolandbaus.
    Das ist alles öffentlich und transparent und im Internet nachzulesen. In 2019 beträgt die Beibehaltungsprämie für Öko-Ackerbauflächen (Getreide, etc. 273 €/ha). Dazu kommen wie für jeden anderen Antragsteller auch knapp 300 €/ha als Basis-, Umverteilungs- und Greeningprämie.

    3+
    • Eckehard Niemann sagt

      Lieber Herr Krämer, diese Behauptung ist nicht unwahr. Weil das Land Niedersachsen seine Öko-Förder-Richtlinie (nach meiner Recherche-Lage) nicht vollständig im Internet veröffentlicht hat, habe ich die Richtlinie aus NRW zitiert. Ich bin ziemlich sicher, dass diese Vorgaben bundesweit gelten.

      In der Tat hat der Kronsberghof im Jahre 2017 die von Ihnen zitierten Summen erhalten.

      Das heißt:

      – Entweder hat das Land Niedersachsen tatsächlich keine ähnliche einschränkende Bestimmung wie NRW (das glaube ich aber nicht und werde der Sache nachgehen, was Sie als Ex-Kammerbeschäftigter vielleicht auch tun sollten).

      – Oder der Betrieb hat diese Einschränkung nicht angegeben (was ich ihm aber nicht unterstellen möchte).

      – Oder die ursprünglichen Pachtbedingungen der Stadt Hannover haben sich verändert (z.B. möglicherweise keine Öko-Verpflichtung mehr im Pachtvertrag oder Verpachtung über eine andere Institution oder anderes).

      Soweit sogut, das alles lässt sich ja sachlich und faktenbasiert klären.

      Was ich Ihnen – gerade nach unseren häufigen und bisher recht fair-sachlichen Gesprächen/Telefonaten – wirklich übel nehme und mit Verwunderung konstatieren muss, das ist Ihre obige Behauptung: „Diese Behauptung ist unwahr, und das wissen Sie auch…“.

      Sie bezichtigen mich also der wissentlichen Lüge. Das ist schon ein Hammer. Meine Wertschätzung für Sie hat darunter sehr gelitten. Schade eigentlich…

      2+
      • Schmeckt gut sagt

        Faktenbasiert. So, so. Herr Niemann, sie überraschen mich immer wieder mit ihren Aussagen.

        0
      • Arnold Krämer sagt

        Die Richtlinienrecherche habe ich gemacht und zusätzlich mich auch bei dem Fachbeamten der LWK nochmal rückversichert.
        Die besondere Förderung der Ökobetriebe erfolgt aus einem Eu-Topf, der jeweils durch das einzelne Land kofinanziert werden muss. Deshalb förden die Länder im Bereich der Agrarumweltmassnahmen unterschiedliche Dinge auch in unterschiedlicher Höhe und mit unterschiedlichen Spielregeln.
        Das Förderecht ist unübersichtlich und deshalb Vorsicht bei diesbezüglichen Aussagen.

        0
    • Eckehard Niemann sagt

      Und noch was:
      Weshalb ich diesen Hinweis geschrieben habe, dass Ökolandwirte, die eine Ökolandbau-Verpflichtung ihrer Verpächter (Stadt, Gemeinde, Verband etc.) haben, keine Ökoförderung bekommen:
      Weil dies ein wesentliches Argument dagegen ist, dass Gemeinden ihre Flächen nur noch an Biolandwirte verpachten.
      Aber das haben manche Kommentatoren wohl gar nicht im Blick gehabt (Tunnelblick?)

      2+
      • Arnold Krämer sagt

        Herr Niemann, DieEinschränkung betrifft einzelne, ganz spezielle flächenbezogene Agrarumweltmassnahmen. Die Ökoförderung ist eine betriebliche Fördermassnahme, für die die von Ihnen vermutete Einschränkung nicht gilt.

        0
  4. Paulus sagt

    Der Artikel in der HAZ entspricht nicht der Wahrheit. Die Hermannsdorfer Landwerkstätten sind nicht in die Insolvenz gegangen, sondern allenfalls ein juristisch selbstständiger Ableger in diesem verzweigten Konstrukt einschl. der Stiftung.
    Ich durfte Herrn Schweisfurth sen. persönlich in einem privaten Umfeld kennenlernen und habe mich mehrfach und lange mit ihm unterhalten.
    Bei allem Respekt vor dieser beeindruckenden Persönlichkeit und Hermannsdorfer hin oder her, der Mann war immer Vollblutunternehmer, handelte ausschließlich gewinnorientiert und im Grunde eiskalt. Da wurde mit einem nicht unerheblichen Marketingaufwand eine wunderschöne Legende um den Mann mit dem Lodenmantel und dem Schlapphut gestrickt. Nicht mehr und nicht weniger.
    Wenn ein Schweisfurth aus solch einem landwirtschaftlichen Unternehmen aussteigt, halte ich es für ausgesprochen naiv dort mit den gleichen oder ähnlichen Ideen, jedoch ohne den Rückhalt an Kapital einzusteigen. Die Klage der Hofbetreiber, den ausbleibenden wirtschaftlichen Erfolg an 20 oder 60 ha mehr oder weniger festzumachen, halte ich in diesem Fall für vorgeschoben und von den Medien überzeichnet. Die Geschäftsidee stimmte wahrscheinlich nicht.

    2+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das Projekt Hermannsdorfer Landwerkstätten am Kronsberg war leider nicht von Dauer – das Unternehmen ging 2003 in Insolvenz. Der landwirtschaftliche Betrieb Kronsberghof jedoch blieb bestehen. Ein neuer Pächter bewirtschaftet den Hof weiterhin als Demeter-Betrieb mit ökologischer Acker- und Grünlandwirtschaft.

      https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Umwelt-Nachhaltigkeit/Naturschutz/Aufgaben-Projekte/Das-Agrikulturprogramm-f%C3%BCr-Hannover/%C3%96kologische-Landwirtschaft

      0
    • brouss sagt

      Bei den Hermannsdörfern sind vor einiger Zeit die Tierschützer eingebrochen und haben dabei RESERVE-Antibiotika gefunden. Wenn die dauerhaft gesunde Tiere hätten, bräuchten die keine Reserve-Ab´s. Angeblich für einen Wurf schwacher Ferkel. Da haben sie dann wahrscheinlich die Sau nicht gut gefüttert. Das war schnell aus der Öffentlichkeit, dabei ist es der eigentliche Skandal, wenn die „Besseren“ kranke Tiere haben.
      Ein Geschäftsmodell, das 2003 nicht funktioniert hat, könnte heute, bei stark gesteigertem Öko-Bewusstsein, schon wieder funktionieren. Zumal ev. als Familienbetrieb und nicht als Dependance.

      0
        • Arnold Krämer sagt

          das gilt für alle Tierarten, nicht nur für Schweine
          Gesundheitsgarantie auch für ein vielleicht kurzes Leben gibt es nicht.

          2+
    • brouss sagt

      Noch was:
      In Wien ist auch ein anfänglicher Bio-Romantikhof, den eine Familie von der Stadt gepachtet hatte, pleite.
      Gleichzeitig stellt die Stadt Wien einen anderen 800 ha – Hof auf Bio um.

      0
  5. Bauer S sagt

    Etwas komisch mit der Insolvenz ? Mein Bio Nachbar in ähnlicher Größe bezieht einen fast Sechsstellungen Betrag aus Brüssel.

    0
    • Eckehard Niemann sagt

      Das Problem für Biobetriebe, die durch städtische oder sonstige Auflagen ohnehin zum Ökolandbau verpflichtet sind: Sie bekommen keine Ökoförderung.

      3+
        • Eckehard Niemann sagt

          Richtlinien zur Förderung des Ökologischen Landbaus am Beispiel NRW:

          Nicht förderfähig sind
          a) Landschaftselemente,
          b) Flächen, für die eine Rechtsverpflichtung zur Umsetzung von Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen besteht,
          c) Flächen im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen, von Gemeinden und Gemeindeverbänden oder des Bundes, bei denen bereits vertraglich Bewirtschaftungsauflagen, die denen der beantragten Fördermaßnahme nach diesen Richtlinien entsprechen oder darüber hinausgehen, vereinbart worden sind,
          d) Flächen im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen, von Gemeinden und Gemeindeverbänden oder des Bundes, sofern diese Flächen mit öffentlichen Mitteln zu Umwelt- oder Naturschutzzwecken erworben worden sind.

          2+
          • Schmeckt gut sagt

            Der Betrieb ist in Hannover angesiedelt und hierfür ist das Land Niedersachsen zuständig und nicht NRW. Bitte die Förderung in Niedersachsen benennen. Für NRW klappt es ja schließlich. Ansonsten hat es den Anschein von Rosinenpickerei.

            1+
          • Inga sagt

            Erworben oder gepachtet?

            Vielleicht nimmt diese öffentliche Hand (Bund, Land, Stadt/Gemeinde) ja niedrigere Pachtpreise wegen den Auflagen,
            deswegen braucht der Bund keine Föderung,Schadensausgleich mehr zu zahlen???

            0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              In einer Dorfstadt in meiner Nähe wollte die Verwaltung eine höhere Pacht und ein Glyphosatverbot. Die höhere Pacht für die Felder ging durch, das Glyposatverbot bekam keine Mehrheit.

              1+
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  3 oder 4 sind Bauern,
                  es reicht wenn die Mehrheit vernünftig entscheidet.

                  1+
      • Berthold Lauer sagt

        Sollte doch kein Problem sein! Der Verbraucher, insbesondere der städtische,ist doch gerne bereit, für besondere Qualität mehr zu bezahlen und ist doch auch für kostendeckende Preise!

        4+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wir habe jetzt das Herkunftssiegel für Fleisch- und Fleischprodukte der großen Supermarktketten.

          Ich denke mal, das mit Rot gekennzeichnete Fleisch wird wie Blei in der Kühle liegen. Bevor die das an die Tafel verschenken, kaufe ich denen das Schnitzel für 99 Cent das Kilo ab. 😉

          0
  6. Berthold Lauer sagt

    Natürlich ist eine gewisse Größenausstattung wichtig, aber wer die Überlebensfähigkeit eines Betriebes von weiteren ha abhängig macht, der sollte über sein Konzept nachdenken!

    8+
  7. Ackerbauer sagt

    Es wundert mich nicht.
    War 2017 auf der Agritechnica
    Fährt man mit offenen Augen durch manche Stadtteile von Hannover und blickt man in Seitenstraßen oder manche Hinterhöfe,
    scheint bei so mancher Bausubstanz oder Gartenwildwuchs die Zeit irgendwie stehengeblieben zu sein.
    Die schleichende Rezession und immer mehr Kaufkraftverlust frisst sich durch das ganzen Land.
    Es geht nur sehr langsam über eine ganze Generation hinweg.
    Meines Erachtens wird der politisch gepushte Biotrend und die Verdoppelung der Lebensmittelpreise wieder mal auf dem falschen Fuß erwischt.

    2+
  8. Thomas Apfel sagt

    Zwei Dinge würden mich zusätzlich interessieren.: Warum geht ausgerechnet ein Öko-Betrieb in Großstadtnähe mit Hofladen und Restaurant nach 3 Jahren in Insolvenz ?
    Das sind (zumal bei 120 ha ) doch nach allen Versprechungen und Erwartungen für die Entwicklung der BIO-Branche, optimale Bedingungen. Oder waren die Einkommenserwartungen und Personalstruktur vom öffentlichen Dienst aus konzipiert und somit nicht zu erwirtschaften? Interessant auch, dass der jetzige Pächter sich von der Direktvermarktung, der Tierhaltung und dem Hofcafe´ (Restaurant) offensichtlich alsbald nach Übernahme verabschiedet hat. Insgesamt ein Beispiel aus der Realwelt der BIO- Landwirtschaft, mit den selben Sorgen, dem selben Zwang nach Wachsen oder Weichen und dem Preisdruck geschuldeten Produktivitätszwängen.

    18+
    • bauerhans sagt

      insolvenz liegt immer am betreiber!
      warum wird in H nicht wirtschaftlich gedacht und das land verpachtet.
      die jetzigen pächter des hofes müssen dann ihr inventar frei verkaufen,was machbar ist.

      0
      • Thomas Apfel sagt

        „Insolvenz liegt immer am Betreiber“
        Diese Aussage ist in Mode und schiebt das Versagen immer dem „Individuum“ zu.
        Ich habe schon einige Betriebe beratend beim Ausstieg begleitet, und glauben Sie mir : es ist immer eine Mischung aus individuellen Fehlentscheidungen UND nicht vorher kalkulierbaren Entwicklungen (Politik, Wetterereignisse, Preisentwicklungen) um nur einige zu nennen. Die obige Aussage ist mir derart von der Häme des Wachsenden geprägt, dass mir schlecht wird.

        17+
        • bauerhans sagt

          ich hatte als nachbar zwei landw. betriebe langjährig beobachtet,einen landmaschinenbetrieb und als aktionär Gerry Weber.

          0
        • Ackerbauer sagt

          Der verdeckter Krieg mit unsichtbaren Fronten ist wie ein Deja-vu.
          Die Alten erzählten manchmal von den 30er Jahren
          viele Landwirte waren damals hochverschuldet und kurz vor dem Ruin.
          Dubiose Wechsel(Geschäfte) brachten nicht wenige Bauern um ihre Existenz.
          Die Juden kontrollierten den Viehhandel.
          In Nordamerika verheizte man den Weizen in den Dampfloks oder man fuhr das Brotgetreide mit Schiffen aufs offene Meer und schaufelte es über die Reling.
          In Südamerika betrieben sie die Dampfloks mit Kaffeebohnen während sich in Europa nur sehr wenige eine Tasse leisten konnten.
          https://www.directupload.net/file/d/5410/u7siilml_jpg.htm
          In welches Ereignis diese wirtschaftliche Spirale damals mündete ist eigentlich allen bekannt.

          1+
          • Inga sagt

            Hier wurden in den 60igern auch Nahrungsmittel vernichtet, während in der 3. Welt Menschen hungerten!

            Deswegen kam ja später diese Flächenstilllegung, damit man, anstatt Getreide zur Vernichtung anzubauen lieber diese Stilllegungsflächen der Natur zurückgab, um die Ökologie auszugleichen.
            Auf diesen Stilllegungsflächen kann man auch Sonderkulturen wie Gemüse anbauen.
            Weiterer Vorteil, man spart die Lagerung und Vernichtung des Überflusses an Getreide u.ä.

            Da dürfen sich die Bauern von Städtern nicht kirre machen lassen, wenn sie als sie angeblich für „Nichtstun“ Subventionen kassieren!
            Wer so etwa behauptet, zeigt damit , dass er von dem Thema keine Ahnung hat.

            1+
            • Ackerbauer sagt

              Die 3.Welt ist für die Kriegsmaschinerie den militärisch-industriellen Komplex essentiell.

              s. Maslowsche Pyramide

              Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.

              Dwight D. Eisenhower

              https://www.directupload.net/file/d/5410/ci94z9v2_jpg.htm

              6+
              • Inga sagt

                Ich habe nur hierauf geantwortet:
                „In Südamerika betrieben sie die Dampfloks mit Kaffeebohnen während sich in Europa nur sehr wenige eine Tasse leisten konnten.“

                Und dass uns Kindern in den 60igern darauf geantwortet wurde, dass der Transport dahin zu teuer ist!

                „Und welches Erreignis meinst du damit:
                In welches Ereignis diese wirtschaftliche Spirale damals mündete ist eigentlich allen bekannt“.

                0
              • Inga sagt

                Ich habe nur hierauf geantwortet:
                „In Südamerika betrieben sie die Dampfloks mit Kaffeebohnen während sich in Europa nur sehr wenige eine Tasse leisten konnten.“

                Und dass uns Kindern in den 60igern darauf geantwortet wurde, dass der Transport dahin zu teuer ist!

                Und welches Erreignis meinst du damit:
                „In welches Ereignis diese wirtschaftliche Spirale damals mündete ist eigentlich allen bekannt“.

                0
          • brouss sagt

            Gebietsweise hatten die Juden ja auch eine eigene Sprache entwickelt, damit niemand anders sie verstehen konnte.
            Vor ein paar Wochen habe ich mit einem alten Bauern hier über die Zeit damals gesprochen. Mich wundert es nicht mehr, dass so etwas passieren konnte.

            1+
            • Eckehard Niemann sagt

              Zitat des anonymen „brouss“: „Mich wundert es nicht mehr, dass so etwas passieren konnte“…
              Wohl nicht nur ich finde es ekelhaft und dumpf, wenn hier mit vagen Andeutungen versucht wird, den Faschismus zu rechtfertigen.

              5+
              • brouss sagt

                Ich finde es faschistoid mir zu unterstellen, ich wolle das Geschehen in der braunen Zeit rechtfertigen.
                Das sind immer und ewig die gleichen Reflexe. Eine sachliche Aufarbeitung hat es nicht gegeben, denn dann würde man merken, dass Hiddlör heute wahrscheinlich ein Grüner wäre.
                Das Ganze hat was mit der Emotionalität der Deutschen zu tun.

                5+
          • Eckehard Niemann sagt

            Zitat des anonymen „Ackerbauern“: „Die Juden kontrollierten den Viehhandel“… Was für eine übel-antisemitische und historisch-falsche Behauptung!
            Dazu eine Passage aus meinem Buch „Nationalsozialismus im Landkreis Uelzen, Band 2“:
            „Gerade die jüdischen Viehhändler waren bei vielen Bauern beliebt, weil man mit ihnen unkompliziert handeln konnte und das Vieh bar bezahlt bekam. Trotz der Verdrängungsversuche durch „arische Viehverteiler“ handelten auch nach 1933 viele Bauern auch weiterhin mit Juden. Die Materialien (Nr. 28) des Landwirtschaftsmuseums Hösseringen berichten von einem Denunzianten-Schreiben 1935 aus Reinstorf, in dem der Kreisbauernschaft 24 Bauern genannt wurden, die „einem Juden aus Salzwedel ihr Vieh verkauften“. Es handelte sich dabei um den Viehhändler Bacharach (Altmark-Blätter 31/1997). Durch Diffamierungen, hohe Steuerforderungen, konstruierte Beschuldigungen und schließlich Verbote machten die Nazis dann den Viehhandel „judenfrei“.

            2+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.