Bauer Willi
Kommentare 21

Düngeverordnung: gegen die Wissenschaft (Video)

Mein unmaßgeblicher Kommentar zur Reform der Reform der Düngeverordnung. Ich verstehe das alles nicht mehr. Verordnungen gegen die Biologie. Das macht keinen Sinn. Ich hoffe, dass sich die Vernunft durchsetzt.

Bauer Willi

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21 Kommentare

  1. Weihe sagt

    Bitte einfach mal zur Seite Nitratmeßnetz in Europa durchblättern. (->Messnetz zur Nitratrichtlinie – Aktueller Sachstand aus Sicht der LAWA, Neumann)
    Mal sehen wem was auffällt. Wohlgemerkt: Veröffentlicht wurde das 2014.
    Warum gab es da keinen Widerspruch? Es wurde schon damals von vielen Beteiligten auf die Unzulänglichkeiten zu den Nitratmeßwerten in Deutschland gemacht – Rufer im Walde….
    Waren die kostenlosen begleitenden Beratungen zu verlockend? Hat man geglaubt, dass das so weiter geht? Merke: Kostenlos ist nicht umsonst!

    Die Aufregung jetzt ist ja schön und gut – aber zu spät!
    https://www.hlnug.de/themen/wasser/hydrogeologie-wasserschutzgebiete/downloads/fortbildungs-und-vortragsveranstaltungen/2014-grundwassertag.html

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  2. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin Willi,bei diesem Schwachsinn über den Du Dir da Deinen Kopf zerbrichst, hoffe ich das die Blutdrucktabletten noch ihre Wirkung zeigen. Diese Welt ist verrückt, und am verrücktesten ist unsere Politik. Mal ganz ehrlich, wir haben Wahlen in Europa und Landtagswahlen in“ Drei neuen Bundesländern“. Die etablierten Parteien lösen kein Problem mehr, sie schaffen immer mehr Unzufriedenheit und Unruhe. Ja nun wähle mal!
    Pest oder Chollera ? Was bleibt da noch als Alternative ? Eventuell die Blauen ?

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  3. Friedrich sagt

    Bei der politischen Argumentation kommt leider nur Unwissen und Dummheit raus. Mit diesen Vorgaben bauen wir kräftig Humus ab und damit auch den CO2-speicher. Wie blöd sind die denn in Berlin und Brüssel nur , daß ihnen nichts besseres einfällt. Mit jedem Kilogramm Humusaufbau binden wir Co2 , was ja auch gewünscht wird. Jetzt die Rolle rückwärts ? Neue Leute (Politiker) braucht das Land und keine Modepüpchen , Unwissende oder Ideologen. Unsere Parteien versagen überall und haben sich das Land zu ihrem Vorteil zur Beute gemacht. Nach 70 Jahren Demokratie brauchen wir eine Runderneuerung in unserem Lande. Wenn nur rd. 290 Direktmandate und über 400 Listenmandatsträger im Bundestag sitzen , dann haben wir eine Parteiendiktatur und keinen Volkswählerwillen mehr, da die Listenmandatsträger von den Parteien bei der Aufstellung der Wählerlisten abhängig sind und so handeln wie es vorgeben wird , damit man immer wieder aufgestellt wird. Wenn ich mir die lebhaften Diskussionen in UK ansehe und hier bei uns im Bundestag , dann kann man nur neidisch auf die Engländer sein. Freie Meinungsäußerung im Parlament wird hier schon sehr klein geschrieben, dafür Vorgabe der Parteivorstände schon sehr groß. Das Gezerre um die Verkleinerung des Bundestages unterstreicht meine Ansicht nur. Es lebt sich halt sehr gut auf Kosten der Allgemeinheit. Für mich ist das eine arrogente Bande (aus eigenem Erleben).

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Friedrich, es gibt in diesem Land viel zuwenig Menschen die sich Gedanken darüber machen, wie Du sie hier darstellst. Ist es Unwissen oder Gleichgültigkeit ?
      Ich persönlich glaube, den meisten ist alles “ Scheiß egal“ solange Sie nicht persönlich davon betroffen sind.

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    • Bergbäuerin sagt

      In England ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. In Deutschland ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. In Italien ist alles erlaubt, was ausdrücklich verboten ist. Das war schon immer so.
      In Österreich haben wir teilweise noch viel absurdere Gesetze als in Deutschland. Deshalb können wir uns seit je nur retten, indem wir den Sinn der Gesetze erfüllen, aber nicht den Buchstaben. Wenn man sicher ist, dass man kein nitratverseuchtes Grundwasser produziert – und nur dann – nimmt man mehrere Bodenproben dort, wo wenig N-Gehalt zu erwarten ist und sagt halt, dass man das über den ganzen Grund verteilt genommen hat. (Geht allerdings nur, wenn einem niemand vom Satelliten aus zuschaut …..) Und dann düngt man weiter wie bisher.

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  4. Heinrich Steggemann sagt

    In den letzten Jahrzehnten haben wir die Bodenbiologie aus dem Blick verloren. Wird durch ackerbauliche Massnahmen das abbauende Bodenleben gefördert, wird organische Substanz zersetzt und Nitrat freigesetzt. Fördern wir das aufbauende Bodenleben, kann aus freiem Stickstoff und CO2 mit Hilfe des flüssigen Kohlenstoffweges (Liquid Carbon Pathway nach Christine Jones ) Humus aufgebaut werden. Grob gerechnet werden für ein 1% Humusaufbau ca. 1500kg Stickstoff und 15000kg Kohlenstoff (entspricht 60to CO2 ) verbaut. Voraussetzung sind fast ganzjährig lebende Wurzeln im Boden, die mit dem Bodenleben zusammenarbeiten. Umgekehrt geht CO2 in die Luft, wenn Humus als Stickstoffquelle dauerhaft abgebaut wird.

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  5. Alexander Borchert sagt

    Lieber Willi,

    ich verstehe Deinen Ärger und Deine Empörung.
    Ich war im Januar bei einer Veranstaltung. Der Referent war Landwirt. Er forscht seit 18 Jahren als konventioneller Landwirt, wie er mit Hilfe selbstgebauter Bodenbearbeitungsgeräte und Veränderungen in der Mikronährstoffzusammensetzung der Böden, die Verfügbarkeit der Dünger erhöhen kann. Auch Humusaufbau ist schon nachweislich gelungen. Ich dachte, ich muss in zwei Stunden mein gesamtes Wissen über den Haufen werfen. Dieser Mann hat uns glaubhaft erklärt, dass die heutigen Bedarfswerte eher das Wachstum und die Erträge begrenzen, weil je nach Bodenzustand dadurch Pflanzenstress entsteht. Entscheidend war dabei das Verhältnis der Nährstoffe zueinander.
    Mittlerweile arbeitet dieser Landwirt mit Hochschulen zusammen und hält sogar „Private“ Bodentage ab.
    Ich will damit nur sagen, dass wir Lösungen im Hintergrund haben, von denen wir noch gar nichts wissen. Mein Fazit damals lautete: „Weniger ist mehr“.
    Allerdings helfen diese Aussagen niemandem weiter, der aufgrund seiner Tierhaltung oder der Biogasanlage auf einem Nährstoffüberschuss sitzt.

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    • Mark sagt

      Hallo Alexander Borchert. es wäre schön den Namen des Referenten zu erfahren. Um Mikronährstoffe wird schon seit geraumer Zeit viel Tamm Tamm gemacht. Mir sind auch Landwirte bekannt, die da voller Euphorie reingesprungen sind und sich eine blutige Nase geholt haben. Bei solchen „Wunderknaben“, welche vorgeben, in der Lage zu sein, gängige Lehrmeinung auf den Kopf zu stellen, bin ich stets vorsichtig. Unis wie Witzenhausen oder BOKU Wien sind solchen, häufig esoterisch angehauchten Verfahren, gegenüber sehr aufgeschlossen…

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      • Dorfmensch sagt

        Hallo Mark,
        die bedarfsgerechte Mikronährstoffdüngung ist kein Teufelswerk. Es gibt seit Jahrzehnten durch Versuche belegte Konzepte für eine sinnvolle Mikronährstoffdüngung. Dazu gehört der Einsatz der Pflanzenanalyse unter Beachtung von Probenahmeorgan und Entwicklungsstadium sowie dem pflanzenartspezifischen Mikronährstoffbedarf der Kulturpflanzenarten. Für den Einsatz der Mikronährstoffblattdünger sind die optimalen Düngungszeitpunkte und Nährstoffaufwandmengen und -bindungsformen unbedingt einzuhalten. Auch wenn auf Schulungen zum Teil anderes behauptet wird, kann man eine durch Kupfermangel geschädigte Weizenähre durch eine Kupferblattdüngung nach dem Ährenschieben nicht mehr „reparieren“. Als Literatur empfehle ich Arbeiten von Prof. Werner Bergmann (Jena) und seiner Schüler.
        Übrigens sind Mikronährstoffe/Spurenelemente im ökologischen Landbau ein größeres Thema als im konventionellen.
        Vor „esoterisch angehauchten Verfahren“ möchte ich ebenfalls warnen. Wunder sowie „Wundermittel“ gibt es in der Pflanzenernährung nicht!!!!!

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    • Bauer Willi sagt

      Ich bin bei so etwas immer skeptisch. Mein Vetter hat mal ein Mittel gekauft, dass angeblich mit 2 l/ha Bodenverdichtungen in 60 cm auflösen sollte. Preis pro Liter 60 €.

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      • Alexander Borchert sagt

        Derzeit wird das Ganze von einer bayerischen FH begleitet.
        Ich will den Namen nicht öffentlich nennen, aber ich versuche demnächst einen Kontakt zum Willi herzustellen. Es stehen immerhin 110 ha Ackerbau dahinter.

        Er hat kein einziges Bodenverbesserungsmittel angeboten. Es waren schon ein paar beeindruckende Zahlen, wenn er die Wasserspeicherkapazität von einem Prozent höheren Humusanteil aufzeigt und dies mit Bildern aus 2018 beweist. Doch diesen Humus aufzubauen geht nicht so nebenbei. Ich habe zu meinem Nachbarn gesagt, da braucht es doppelt soviele Bauern…..
        Mit einem Mittel ist nichts getan. Es ist ein Zusammenspiel aus grobmaschiger Bodenuntersuchung, z.T dem Weglassen bestimmter Elemente (bspw. Magnesium), Einkauf der Dünger bzw. Kalke nach diesen Bodenwerten. Ein Schwerpunkt lag auf der oberflächlichen (max. 3cm) Einarbeitung aller grünen Zwischenfrüchte und Erntereste. Dabei ist eine vollständige Durchschneidung nötig. Erst nachdem Anwelken bzw. Vertrockenen darf eine tiefere Einarbeitung erfolgen. Dadurch ist eine bessere Humuswirkung erzielbar, weil grüneingepflügte Pflanzenreste in der Regel im Boden zuerst faulen. Diese Fäulnis stört die Nährstoffverfügbarkeit, weil die Bodenorgansimen darunter leiden.

        Das entscheidende ist für mich, dass wir konventionell wirtschaftenden Landwirte wieder offener werden für die Nährstoffkreisläufe und die bodenbedingte Nährstoffverfügbarkeit. Vielleicht stecken genau dort die Produktionsreserven, die wir zum Überleben der kommenden Jahre brauchen. Denn größere Ertragszuwächse können wir durch Zuchtfortschritte, durch mehr Dünger- und Chemieeinsatz kaum erwarten.

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        • Bauer Willi sagt

          @Alexander
          Wenn das Namenskürzel M.R. ist, dann kenne ich ihn persönlich. Er ist, wie ich, im Praktikernetzwerk. Ansonsten schreibe mir einfach den Namen, in dem Du ganz oben auf „Ihre Nachricht“ klickst. Dann bekomme ich die Mail direkt.

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  6. Mark sagt

    Ich weiss nicht ob uns die Wissenschaft hier weiter helfen kann, zumal fraglich ist, ob sie überhaupt wweiterhelfen will. Ich erinnere hier nur an die perfiden Aussagen von Prof. Taube. Im Bereich der Ökowissenschaften nimmt die Tendenz sehr stark zu, von faktenbasierter Wissenschaft zu ideologiebasierter Pseudowissenschaft zu mutieren.

    16+
  7. Bei den Oberen macht so vieles keinen Sinn mehr, es ist meiner Meinung nach nur noch ein reines Machtgeplänker…..
    Die soviel angesprochene Nachhaltigkeit hat bei diesen Menschen kein Bestand, da zählt nur jetzt und hier um sich jetzt und hier zu Profilieren …..

    11+
    • Inga sagt

      und warum nutzen die die Wisschenschaft nicht?
      Wieviel kostet unserem Bruttosozialprodukt?

      Und wieviel kostet ihm das „Machtgeplänker“?

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    • Ackerbauer sagt

      Hybris kommt immer vor dem Fall.
      Wenn die „Oberen“ im Machtgeplänker soweit entgleisen
      ist es Zeichen genug das es bald soweit ist
      Man weiß aber nicht wie sich ein Regime auflöst.
      Es wäre wünschenswert das es weitgehend „lautlos“ wie beim ehem. Ostblock bzw der DDR abläuft.

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  8. bauerhans sagt

    siehste willi,
    mir hat einer gärreste in einen schlag w-gerste gefahren,ohne einen auftrag von mir!
    ich suche gerade zusammen mit unserem wasserberater nach dem verursacher.
    wahrscheinlich wollte er mir was gutes tun,bevor die DÜV verschärft wird.

    1+
    • Inga sagt

      Oder er wußte nicht wohin damit

      und wenn die Gerste zu hell aussieht, dann braucht sie doch was, oder?

      Was sie aus dem Acker rausholt muß auch wieder da rein,
      das wußten die Alten schon, auch ohne Wissenschaft,

      aber die heutigen Politiker müssen sich an wissenschaftliche Fakten halten, wenn sie keine Großeltern aus der Landwirtschaft haben, die einem das so erklären könnten!

      Und in Dänemark ist doch nun schon der praktische Versuch gelaufen!

      1+

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