Bauer Willi
Kommentare 65

Darf Satire alles?

Dieses Bild twitterte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der Demonstration zur Düngeverordnung am Donnerstag, 4,4.2019.

Wer es nicht sofort erkennt: Der Bundesadler scheißt auf einen Traktor.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache: Das ist meiner ganz persönlichen Meinung nach kein guter Stil. In der politischen Auseinandersetzung halte ich persönlich solche Darstellungen für unangebracht und für das Image der Landwirte schädlich. Öffentlichkeitsarbeit geht anders.

Wie ist eure Meinung? Oder habe ich keinen Humor?

Bauer Willi

P.S.: Überlegt mal, zu welcher Partei ein scheissender Bundesadler wohl passen würde?

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65 Kommentare

  1. Borkenkäfer sagt

    Es geht bei der Zeichnung oben und der Demonstration ja um die Düngung und Düngeverordnung.
    Auch die Heute Show wie andere Medien belegen, dass kein Interesse an Aufklärung und Wahrheitsfindung besteht. Die Demo in Münster hatte nicht nur den falschen Initiator mit dem verlogenen Bauernverband sondern war auch grottenschlecht organisiert. Westfleisch Willi mag es gut finden, wenn dort ein Kühlsattel des Konzerns stand.

    Richtig wäre gewesen, wenn dort die neuste Gülleausbringtechnik ausgestellt worden wäre. Hier gibt es gigantische Verbesserungen. Nie zuvor wurde Gülle so genau nach Inhaltwerten mit NIR Sensor usw..

    Bauer Willi ist unbelehrbar und somit wird auch diese Seite nicht genutzt die moderne Landwirtschaft zu präsentieren mit den vielen Innovationen. Ist und bleibt ein rückwärtsgewandter Gammelfleischblog 🙂

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  2. Paulus sagt

    Ottmar Ilchmann hat mit seiner Auffassung wahrscheinlich Recht, indem er sagt, dass diese unglückliche Darstellung, die ich eher als Satire in Verbindung mit Dummheit bezeichnen würde, außerhalb der LW zum Glück kaum jemand wahrnimmt. Höchstmengenverordnungen, Dokumentationspflichten und wer weiß was alles sind doch in allen anderen Wirtschaftszweigen schon seit vielen Jahren Alltag. Wie kann man sich als Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte, welcher Art auch immer nur dagegen wehren? Sie dienen nun mal der Ernährung und das ist ein durchaus sensibler Bereich.
    Darüber, dass so manches wenig sinnvoll ist und eher der Bürokratie dient kann man ja diskutieren.

    Ich frage mich schon seit längerem aus welchem Grund sich die landwirtschaftlichen Verbände immer nur auf das Klagen, Jammern und nur schwer nachvollziehbarer Forderungen zurückziehen, statt offen die Vorteile moderner LW zu kommunizieren.
    Wo bleibt die Aussage, wir bedienen uns neuester Züchtungserfolge, modernster Methoden und sind aufgeschlossen was z.B. Precision Farming zum Wohle aller betrifft? Das wären vielleicht mal sinnvolle Botschaften bei denen man Erfolge herausstellen könnte. Stattdessen kommt das übliche Geseihere und es gipfelt darin, dass ein Bundesadler auf einen Trecker scheißt. Gratuliere!

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    • Thomas Apfel sagt

      Die Vorzüge der modernen Landwirtschaft darzustellen, ist in den Hauptmedien momentan obsolet. Der immer wieder angegriffene Bauernverband hat relativ viel gutes Material dazu erarbeitet und gedruckt, nur bleibt es von der Reichweite her beim eigenen Klientel und den wenigen Followern hängen. Das liegt aber weniger an den Verbänden selbst, sondern an der relativ konsequenten Verweigerungshaltung der Hauptmedien das Thema von dieser Seite aus anzugehen. Ich schätze Ihre Beiträge, aber in diesem Falle sind Sie genau dem Eindruck aufgesessen, der als Frame der Medien zweck´s des Untergrabens des Einflusses der landwirtschaftlichen Berufsverbände („Agrarlobby“) bewusst erzeugt wird. Ich spreche hier nicht aus dem luftleeren Raum, sondern aus 10 Jahren Erfahrung in ehrenamtlicher Verbandsarbeit (Gartenbauverband).
      Die Arbeit der Verbände wird sehr selektiv an die Öffentlichkeit gebracht und ganz selten mit Bezug auf die Vorteile der modernen Landwirtschaft (einige Beiträge des NDR mal ausgenommen).

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    • Ferkelhebamme sagt

      Ich weiß nicht, ob die Reden der Bauernvertreter und Landwirte von Münster irgendwo zu finden sind, die sollten Sie sich mal anhören, wenn Sie etwas Zeit haben. Von diesen Inhalten ist nichts in den Berichterstattungen der Medien zu finden, getoppt hat’s der WDR in der aktuellen Stunde, ich weiß nicht, ob die auf der gleichen Versnstaltung waren, und die liefern auch gleich die Lösung mit: einfach weniger Tiere! Joah…
      Nur dem Herrn Röring sei dringend ein Rhetorik-Trainer empfohlen. Der hat sich furchtbar präsentiert und konnte den Inhalt seiner Rede nicht rüberbringen, obwohl dieser nicht schlecht war.

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      • Ackerbauer sagt

        Eine couragierte Landwirtin!
        Möge in der Staatsregierung die Vernunft zurückkehren.

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      • Paulus sagt

        Danke für den Link und Hut ab vor der jungen Frau.
        Nur am Rande, das mit dem „sie“ ist bei mir nicht nötig. 🙂

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  3. Oberländer sagt

    Aus meiner Sicht ist diese Karikatur absolut in Ordnung.
    Was ist schlecht daran die Bundesregierung als kackenden
    Geier dar zu stellen .
    Es ist nur zutreffend.
    Die meisten dieser “ Politiker“ kennen ja nicht mal die
    geltenden Gesetze ( Landwirtschaftsgesetz von 1955 ).
    Das was unsere Regierungen in den letzten 35 Jahren
    sich den Lebensmittelproduzenten gegenüber erlaubt
    haben war schon schändlich genug und wurde in den letzten
    Jahren zum Hochverrat.
    Verwaltung aufblasen zu einem alles überwuchernden
    Krebsgeschwür , Lügen und Kosten treiben, ist doch das täglich Werk der politischen Elite

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  4. Friedrich sagt

    Wenn ich mir so unser dekadendes und nur auf abzocken eingestelltes Parlament so ansehe , dann darf die Satire aus Sicht der Bauern das ruhig machen. Das gleiche gilt auch für die Medien. Normalerweise sind wir Bauern ja eher zurückhaltend , aber unser Maß ist nun mal voll. Zur Demo in Hannover waren nur 20 Schlepper und rd. 300 Bauern eingeladen und 1000 Bauern mit rd. 100 Traktoren sind gekommen. Bei bestem Wetter haben die Leute ihre Rübendrillen stehen gelassen, um endlich mal Luft gegen „Die da oben“ ab zu lassen. In unserer HAZ standen zwei große Berichte darüber , aber von der Demo in Münster war fast nichts zu sehen oder zu hören, obwohl im Internet ware Schlepperkollonnen zu sehen waren. Hier hat die mediale Zensur mal wieder zugeschlagen. Wenn berichtet wurde , dann nur kurz und „Bauern demonstrieren gegen sauberes Trinkwasser“. Keiner hat sachlich berichtet , oder Hintergrundrecherche betrieben, son dern nur drauf gekloppt. Unter diesem Gesichtspunkt ist die obige Satire schon ok. Wir haben heute dieselbe Situation wie 1968 , als man die Bauern platt machen wollte und die plötzlich Ihre Partei nicht mehr gewählt haben . Das und nur das hat geholfen. Danach war unsere Partei wieder in der Spur. Hoffen wir , daß das jetzt auch wieder funktioniert.

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    • Ackerbauer sagt

      Momentan lenkt das Pendel extrem zu Ungunsten der Bauern aus.
      Je weiter umso größer ist die „Gegenbewegung“ zu erwarten.

      Mein Vater erzählt manchmal vom Krieg, er war da grade 10Jahre alt.
      In dieser Notzeit kamen viele arme Städter zum Betteln, um nur „einen“ Löffel Schweineschmalz!

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      „Unsere Partei!“ Lesen Sie eigentlich manchmal Ihre Texte vor dem Abschicken noch mal durch ,Friedrich? Wäre vielleicht klug.

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  5. Ralf M. sagt

    Ach Willi,

    wenn ich das schon lese : „überlegt mal, zu welcher Partei das passen würde … “

    Bleib doch einfach bei Deiner Scholle, das kannst Du richtig gut und deshalb lese ich als Großstadtbewohner mit Neugier auf Deinen Seiten. Falls Du jetzt auch noch anfängst, zwanghaft die AFD oder vielleicht noch Trump einzubauen, dann machst Du Dich nur lächerlich.

    Beste Grüße, Ralf

    3+
    • Bauer Willi sagt

      Ach Ralf,
      das klingt jetzt so ein wenig nach „Du bist ja nur Bauer und solltest Dich nicht um Politik kümmern. Das machen wir aus der Stadt schon für euch“. Klingt so, weiß allerdings nicht, ob es auch so gemeint ist.

      Auch Bauern sind politische Menschen….schau mal am Sonntag rein. Danach aber Blutdruck messen…

      Beste Grüße 🙂
      Willi

      4+
      • Christian Bothe sagt

        Nicht unterkriegen lassen,Bauer Willi.Das was Ralf M.da publiziert, ist genau das was ich in meinem Kommentar zur Öffentlichkeit(Städter)und deren Meinung sagte. Da ist viel fachliche Aufklärung notwendig und dein Blog hilft dabei, was viele in ihren Beiträgen darlegen.

        3+
    • Inga sagt

      Bist du ein altmodischer Städter,
      so haben die vorwiegend politisch uninteressierten Leute aus der Stadt früher gedacht,
      aber heutzutage doch keiner mehr!

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  6. Thomas Apfel sagt

    Wenn es darum geht, ob Satire alles darf, dann bitte mal in der Mediathek den gestrigen Rundumschlag gegen die Landwirtschaft bei „Heute-Show“ ansehen.
    Das ist eine Sendung, die man nicht zwingend ansehen muss, aber sie hat große Reichweite und eine klare Anti- Bauern Botschaft.
    Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Botschaften ankommen,: Während die Bauern Frau Klöckners Rede als „Einknicken“ und Affront wahrnehmen, wird sie ind den Mainstream- Medien als Unterstützerin der „Wasservergiftung“ durch die Landwirtschaft dargestellt. Die Nahrungsmittelherstellung wird zunehmend als „Brunnenvergiftung“ wahrgenommen. Ich glaube nicht, dass in diese Diskussion irgendeine Art von Normalität einzieht bevor die Mittel in Brüssel neu verteilt sind. Das Ganze ist einfach nur noch ekelhaft und ich denke ich werde jede Form der Zusammenarbeit mit NABU und Konsorten beenden.

    12+
      • Borkenkäfer sagt

        bauerhans, Sie melden sich aus Freizeitgründen oft zu Wort und das ist weder gut und geistreich noch Satire.
        Es ist zu fragen, ob eine „heuteshow“ wirklich Satire ist. Wenn mit realen Einspielern gearbeitet wird mit ernsten Statements von Bauern, ist das keine Satire mehr sondern eine Herabwürdigung in dieser Verquickung.

        Dass Bauer Willi hier über die interviewten Bauern herzieht, spricht Bände. Ich finde einige Statements waren gut, besonders vom Bocholter Landschwein. Der repräsentiert die Bauern besser als Zucker Willi.

        @ Thomas Apfel: 100% Zustimmung

        6+
        • bauerhans sagt

          „bauerhans, Sie melden sich…. oft zu Wort“

          das ist meine sache!
          falls ich beleidige,wird bauer willi mir das mitteilen.

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        • Bauer Willi sagt

          @Borkenkäfer
          So verdreht man die Tatsachen. In meinem Text steht: „Wie nicht anders zu erwarten, hat man Aussagen gezeigt, die nicht besonders überzeugend waren.“ Damit kritisiere ich die Auswahl der Wortbeiträge. Übrigens hat „Bocholter Landschwein“ noch viel mehr und sehr gutes gesagt. Das wurde aber herausgeschnitten. Also bitte sachlich bleiben.

          Den Nachtreter „Zucker Willi“ können Sie sich übrigens auch sparen. Ich bin seit über 4 Jahren nicht mehr dort tätig. Im übrigen kann ich mich nicht erinnern, dass ich Ihnen das „Du“ angeboten hätte.

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          • Borkenkäfer sagt

            Sie sind der einzige Bauer den ich siezen muss und es macht mir wenig aus dies zu tun. Ist auch ein Zeichen von Distanz und es belegt, dass Sie kein Bauer sind.

            Es ist keine Schande für die Zuckerindustrie zu arbeiten. Deshalb gibt es auch kein Nachtreten was den Namen verdient hätte. Was peinlich ist, wenn man sich dann als Bauer VERKAUFT.

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    • Bauer Willi sagt

      Ich habe es auch gesehen. Ich wusste, das die dort sind und Aufnahmen machen. Wie nicht anders zu erwarten, hat man Aussagen gezeigt, die nicht besonders überzeugend waren. Allerdings wurde ja auch gesagt „wenn ihr das Hack für 3,99 haben wollt, geht es halt nicht anders“.
      Ich finde allerdings auch die Behandlungen von anderen Personen und Themen unterirdisch und billige Effekthascherei. Einfach nicht ansehen, es gibt niveauvollere Sendungen.

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  7. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin Willi,was aus sogenanter Satier werden kann, gibt es ja einen puplikumswirksames
    Vorbild. „Charlie Hebto“ Da müssen Menschen sterben, weil diese einen Schritt zu weit gegangen sind. Ich unterstütze voll Deine Meinuung. Alles hat einen Grenzwert.
    Wenn viele User hier der Meinung sind, das sei normal bei den Netzwerken, kann ich persönlich diese Meinung nicht gut finden.
    Willi , ja Du hast Humor, aber bei diesem Thema muß mann auch mal die Luft rauslassen. Deine Einstellung dazu nfinde ich prima
    .

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Nachtrag. Das Tagwerk für heute ist vollbracht.Nun schaue ich mir mal Willi,s Seite an.
      Fasebook oder Twitter ist nicht mein Ding. War ich auch noch nie dabei. Alles was mich als Landwirt interessiert finde ich hier bei “ Bauer Willi“.

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  8. Altbauer Jochen sagt

    Ich bin vielleicht zu alt um in der Welt der „Satiriker“
    mitreden zu können,
    wenn es aber stimmt das Böhmermann gesagt haben soll:
    „Das Aussterben der Deutschen ist ein Völkersterben der
    schönen Art “ dann (Entschuldigung) – kotze ich auf Satire !!!
    Das herabwürdigen von rechtschaffenden Bauern
    steht dem kaum nach !

    3+
  9. Borkenkäfer sagt

    Natürlich ist diese Art Satire erlaubt. Nur die Frage stellt sich, ob das sinnvoll ist. Sehe das etwas positiv weil sehr ehrlich vom Bauernverband – was nicht oft vor kommt.

    Der Bundesadler ist Symbol des Bundestages und somit auch des WLV Präsidenten Röring der auch MdB ist. Er scheiß.. nicht nur auf Bauern sondern nutz seine reichlichen Diäten um Bauern das Land wegzunehmen.
    Die gesamte Röringsche Agrarpolitik (System Röring) kostet vielen Bauern die Existenz wegen einer Überförderung Biogas…

    Fazit: Das Bild ist eine Verharmlosung. Ein Aasgeier mit dem Namen Johannes wäre richtig, und nicht der Adler.

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  10. Alexander Borchert sagt

    Ich finde diese Karrikatur genauso affig, wie Du Willi.

    Eigentlich steckt hinter der ganzen DüVO-Diskussion doch auch ein sachfester Hintergrund.
    Zum einen ist die Niederschlagsverteilung immer unterschiedlicher. D.h. die Spätdüngergabe ist oft erst in der Folgekultur wirksam oder wird in tiefere Bodenschichten ausgewaschen, weil dann die Herbstniederschläge zu extrem sind. Dazu müsste eine Diskussion geführt werden, ob die eiweißabhängige Weizenbezahlung noch umweltkonform ist oder ob es nicht auch andere Abrechungskriterien gibt.
    Es müssten sich Experten und Praktiker zu einem runden Tisch „Düngung“ treffen. Sind unsere derzeitige Düngeempfehlungen vielleicht zu sehr am Maximalertrag ausgerichtet, der aufgrund der Witterungsrisiken in immer weniger Jahren erreichbar ist?
    Dann gehört das Thema der Gülle- und der Gärrestverwertung wirklich ernsthaft auf diesen Tisch. Ställe und Biogasanlagen brauchen Ausbringflächen für die anfallenden Nährstoffe.
    Das Problem von uns ist, dass 90 oder 95% der Bauern für die Praxis von 5-10% der Betriebe über einen Kamm geschoren werden. Ich habe schon vor langer Zeit diese offene Diskussionskultur eingefordert. Und ich prophezeie hier, dass die gesellschaftliche Diskussion nie enden wird, bis wir uns selbst mit den wenigen „Düngesündern“ in unseren Reihen auseinandergesetzt haben.
    Und ich behaupte jetzt noch etwas. Die Betriebe, die in der Gülleverwertung bzw. der Gärrestverwertung ein Kostenproblem haben, diese Betriebe werden mit diesen Betriebszweigen finanziell nicht mehr lange Bestand haben. Gülle und Gärreste sind wertvollste Produktionsmittel und kein Abfallprodukt. Allerdings muss dazu die ausgebrachte Menge mit der Fläche und dem Bewuchs auf der Fläche übereinstimmen.

    9+
    • Mark sagt

      „Dazu müsste eine Diskussion geführt werden, ob die eiweißabhängige Weizenbezahlung noch umweltkonform ist oder ob es nicht auch andere Abrechungskriterien gibt.“
      Das wird kommen, die neueren A-Weizensorten haben sehr gute Backeigenschaften auch unter 13% RP, unsere EZG hatte von Seiten einer großen Mühle eine A-Weizenanfrage, Bedingung nicht mehr als 13%RP. Die Abrechnungsmodalitäten müssen diesbezüglich angepasst werden.

      “ Und ich prophezeie hier, dass die gesellschaftliche Diskussion nie enden wird, bis wir uns selbst mit den wenigen „Düngesündern“ in unseren Reihen auseinandergesetzt haben.“ Das bezweifle ich allerdings, das Güllefass als Umweltverschmutzer ist gesetzt, die Leute differenzieren nicht nach ordnungsgemäßer Düngung oder unsachgemäßer Düngung. Die unsachgemäße Düngungsvariante wird (aus den Gründen, die Du genannt hast) sich mittelfristig von selbst erledigen, auch ohne Stoffstrombilanz.

      2+
      • Alexander Borchert sagt

        Hallo Mark,
        das mit dem Güllefass sehe ich ein wenig anders. Es wird nämlich schwer werden mit mehr und mehr Bio ohne Rauhfutterfresser. Spätestens dann werden tierische Exkremente oder BioBiogasgärreste zum Ertragsgaranten.

        Es liegt schon auch an uns, wie wertvoll wir diese Stoffe selbst einschätzen und auch in den Dialogen mit der Bevölkerung darstellen.

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      Auf den Punkt gebracht, vielen Dank! Solange wir Bauern uns in dieser Diskussion um die Düngung nicht ehrlich machen, wird uns die Problematik immer wieder einholen.

      Die Karikatur ist übrigens deshalb nicht weiter schlimm, weil niemand außerhalb der Landwirtschaftsblase sie wahrnimmt.

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  11. Eckehard Niemann sagt

    Lieber Willi,
    ich finde Deinen Kommentar absolut richtig und wichtig.
    Danke!

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  12. Ackerbauer sagt

    Eigentlich kreist der Pleitegeier über der Bundesregierung.
    Es ist das letzte demokratische Aufgebot eines Staates wenn er seine Bauern mit Lügen und Intrigen gängelt.

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  13. Mark sagt

    Hier muss man den DBV auch mal etwas in Schutz nehmen. Macht er nichts, ist es nicht recht, macht er was, ist es auch nicht recht. Das Pro und Contra bezüglich eines solchen Bildchens dürfte sich die Waage halten. Wenn einem FAZ- Journalisten dieses nicht gefällt und er dies als Aufhänger für eine Pauschalkritik an der LW nimmt, wäre dies für mich noch längst kein Grund, ein solches Bildchen nicht zu veröffentlichen. Allerdings muss der Verband bei den derzeit heissen Themen deutlich mehr Kompetenz und damit auch mehr Präsenz an den Tag legen. Wenn ich lese, dass z.B. bei der gestrigen Demo am Ende nur heraus kam, dass man ein paar Milliönchen herausgekitzelt hat, um den Schwachsinn umzusetzen zu können, dann ist das m.E. voll daneben. es muss doch darum gehen, den Schwachssin abzustellen.

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  14. Obstbäuerin sagt

    Die Karikatur ist aus meiner Sicht eher eine Situationsbeschreibung. Die betroffenen Bauern können das bestimmt sehr gut nachvollziehen. Der Umweltschützer denkt vielleicht, na endlich machen die mal was richtiges und den Bauern, diesen Umweltvergiftern und Umdenkeverweigerern, geschieht das nur recht.
    Die Frage nach der Ursache für all die unlogischen Entscheidungen, die Akzeptanz von manipulierten Messwerten oder gar falschen Berechnungen wird gar nicht mehr gestellt. Es herrscht irgendwie Konsens zwischen allen Ebenen – nur die Logik bleibt auf der Strecke und der Sachverständige bleibt fassungslos zurück.

    6+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wer an falsche Berechnungen glaubt, ist so was von Naiv. Da wird absichtlich was falsches rausgehauen, ist das in den Medien, ist niemand an der Richtigstellung mehr interessiert.

      Das SPD geführte UBA macht einen Klassenkampf und meint damit Wählerstimmen zu gewinnen.

      Was jetzt noch fehlt ist der Kniefall der Bauern vor dem Umweltbundesamt!

      2+
  15. Christian Bothe sagt

    Ob geschmacklos oder nicht,Bauer Willi, aber das zeigt genau die Situation der Bauernschaft und ist sehr aussagekräftig! Wenn ich mit dann solche Typen wie Böhmermann und seine Sendungen anschaue ,ist so eine Bilddarstellung harmlos…

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    • Bauer Willi sagt

      Mir geht es um die Aussenwirkung. Diese Abbildung sehen ja auch andere. Ich war gestern viel auf Twitter unterwegs und da wird die „Karikatur“ ganz anders ausgelegt und kommentiert. Die ewig jammernden Bauern, die auf den Staat schimpfen, die 6,5 Mrd. Subventionen aber gerne einstreichen. Das kam von einem Wirtschaftsjournalisten der FAZ! Also nicht von einem dahergelaufenen Troll,,,
      Logisch, dass das Bild bei den Bauern ankommt. Aber in der breiten Öffentlichkeit??? Und dann ist da ja noch die Forderung von 1. Mrd. Dürrehilfe. Auch vom Staat. Wie passt das dazu?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Egal was Bauern sagen, das „Jammern“ und die Subventionen sind immer die Antwort, weil die schlicht und einfach selbst nichts auf der Pfanne haben, auch wenn es um einen Journalist der FAZ handelt. Von einem solchen Mann müsste man erwarten, dass er sachlich darüber schreibt, wenn nicht, dann kann man ihn auch als Troll bezeichnen, oder er schreibt absichtlich so um die Landwirte zu denunzieren.

        In der heutigen Zeit bedarf es auf einen groben Klotz ein grobes Beil, anders wird man nicht mehr wahrgenommen. Leider kommt dieses Bild viel zu spät, unmittelbar nach diesen Bildern wäre der richtige Zeitpunkt gewesen:

        https://www.bing.com/images/search?q=steht+das+schwein+auf+einem+bein&qpvt=steht+das+schwein+auf+einem+bein&FORM=IGRE

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      • Christian Bothe sagt

        Je länger ich das Bild betrachte um so besser gefällt mir es! Mit der Öffentlichkeit ist das so eine Sache,weil diese dem Mainstream folgend alles gut und schlecht findet,was gerade einen Hype auslöst weit weg von fachlicher Information. Das beste Beispiel war die „Demonstration für Insekten“ in Bayern.Wieviel von den Unterschreibenden wußten überhaupt worum es geht? Hauptsache irgendwie gegen die LW als Schuldigen jedweder Art von global warming ,Insektentod u.a. Machen wir uns doch nichts vor der demokratische Bürger will doch weiter nur billige Lebensmittel kaufen.Aber protestieren kann man mal,weil es doch gerade „in“ ist. Deshalb ist das vom DBV initiierte Bild gut und hat eine hohe Aussagekraft wie immer das irgendeiner für sich interpretiert. Am Ende ist es nur ein Cartoon.Wichtiger sind praktische Infos zur LW für den interessierten Bürger vor Ort.Komme gerade von einer Neueröffnung eines Kuhkaffees in der Nähe einer Großstadt mit 100000 Einwohnern.Eine tolle Sache und der unbedarfte Städter kann hier modernste industrielle Milchproduktion mit 4 Robotern und eine gesunde Stallhaltung von Hochleistungskühen vom Fenster aus betrachten.

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      • Ackerbauer sagt

        Ein Wirtschaftsjournalist ist ein Systemtroll!
        Auf die 3-4Euro Subvention pro Dezitonne Getreide kann ich gut und gern verzichten.
        Die hat der Links-Staat den Bauern vorher gestohlen.
        Inflationsbereinigte Agrarpreise belegen es!

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    • Inga sagt

      Der Staat scheißt auf die Bauern, er braucht sie nicht braucht und er versündigt sich vor der Schöpfung und Gott, weil er sie nicht achtet!

      Böhmermann und Co. holen sich ihren Stoff daraus!

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  16. werner locher sagt

    Die Karikatur ist sehr heikel. Ich denke, wir Bauern müssen erkennen, dass die Bevölkerung (vertreten durch den Staat) legitimiert ist, zu definieren, unter welchen Bedingungen wir die Nahrungsmittel produzieren. Was aber absolut nicht geht ist, dass die Kosten dieser Auflagen dann bei uns hängen bleiben. Eine nachhaltige Agrarpolitik sieht anders aus!

    2+
    • Ackerbauer sagt

      Der Staat bäumt sich zur Endphase immer weiter auf.
      Viele Beamte wollen unbedingt ihren gut bezahlten und „sicheren“ Job
      behalten und auch noch Pensionen ziehen.

      Kennzeichen 3: Staatsanteil wächst und wächst
      Der Staat, der in den guten alten Zeiten 5% der Wirtschaftsleistung weg steuerte, saugt derzeit rund 53% (Deutschland, anderswo noch etwas höher) des wirtschaftlichen Ergebnisses an. Dieser Anteil kriecht in Richtung 60%. Ostblockstaaten hatten vor ihrem Zusammenbruch einen Anteil von etwa 72%. Doch ohne effiziente Privatwirtschaft stirbt das System ab, da keine staatliche Planungs- und Beamtenbürokratie den unternehmerischen Geist und die Privatinitiative ersetzen kann, sondern nur Verschwendung, Misswirtschaft, Stillstand, immer neue die verbleibende produktive Wirtschaft abwürgenden Vorschriften und bürokratische Fehlinvestitionen en gros produziert. Die tödliche Grenzlinie von 72%, die den Ostblock kippte, kommt, zumindest in den EU-Ländern, rasch näher.

      Kennzeichen 4:
      endlose alternativlose „Rettungswahn“ und künstliche Feindbilder
      Rettung des Euro, bankrotter Banken, Staaten (Griechenland, Portugal u.a.) sowie wackelnder Konzerne durch Staat bzw. Steuerzahler. Diese massiven Eingriffe ins Finanzgeschehen kosten Billionen, sind aber „alternativlos“. Gelddruckmaschinen laufen heiß, Digitalgeldspeicher bersten.
      Feindbild Russland wird von den Medien propagiert, Putin verteufelt, neue Grenzzäune entstehen und führen Schengen ad absurdum. Einheimische werden zu Bürgern zweiter Klasse.
      Flüchtlinge integrieren sich nur in viel zu geringen Maße. Nur Integration ins Sozialsystem wird angestrebt. Asylanten stellen immer höhere Forderungen. Forderungskultur löst Willkommenskultur ab. Missbrauch durch Mehrfachanmeldungen unter verschiedenen Namen und massive Abkassierungskultur. Freie Krankenkasse, freie Zahnärzte, Steuerfreiheit, freie Anwälte, freie Wohnungen, freie Kindergärten und Schulen, freier Transport, freie Handynutzung, freie sonstige soziale Unterstützung – erbittern die Bürger mit ihren vollen Abzügen und hohen Steuern, und schaffen ihnen das Gefühl zweit- oder drittklassig zu sein. Politik vertuscht hohe Kriminalität. AfD und Pegida gewinnen Zulauf durch wütende Bürger, die das System mehrheitlich ablehnen.

      Fazit:
      Am Ende jeder zyklischen Phase findet man stets den Bruch zwischen dem eigentlichen Souverän, also dem Volk, und den Regierenden.
      Typisch für die Endphase sind: Immer höhere Steuern und Abgaben, erstickende Bürokratie, immer neue Vorschriften, Verordnungen, Überregulierungen und einschränkende Gesetze, Verlust bürgerlicher Freiheiten, sowie Korruption, endlose Volksbeglückung auf Pump, lügnerische Medienkampagnen, „Schulden spielen keine Rolle, wir schulden es uns ja selbst“, Schönreden von Verfehlungen, Vertuschungen durch die Schoßhundmedien, Propagandawalzen zugunsten der Eliten, Verschwendung von Steuergeldern, extreme Bereicherung der Herrschenden, ablenkende Unterhaltung wie Fußball, Sport, wo es längst nicht mehr um Gesundheit sondern nur noch um hundertstel Sekunden geht, primitive Shows, Facebook, Twitter, Smartphones, endlose Talkrunden mit Scheinproblemen, Filme (vielfach unter Verzicht auf jeden Inhalt), mediale Umwandlung der übelsten Perversionen in Normalität, ja sogar als höchst erstrebenswerte Lebensstile angepriesen, selbstgefällige arrogante Mitläufer des Systems, salbaterndes Gutmenschentum welches mit dem Geld anderer um sich wirft, Wahl- und Umfragefälschungen, gezielte Manipulationen aller Art, natürlich stets im Interesse der Mächtigen, sowie kontinuierliche Durchhalteparolen zwischen Frühstückskaffee und Mitternachtssnack mit dem ewigen Versprechen: Der ganz große Aufschwung und das super-mega-Volksglück lauert schon sprungbereit gleich um die Ecke. Das sozialistische Paradies war nie näher. Alles gibt es dort umsonst.
      Doch trotz allem werden die zyklischen Gesetze ihr Werk, wie immer, gnadenlos verrichten.
      Die über der DDR zu Zeiten der landwirtschaftlichen Kollektivierung und Massenflucht einst per westlichen Luftballons abgeworfenen Flugblätter, die ich als Schüler verblüfft vom Acker auflas und studierte, mit dem Text: „Deutscher Bauer, verlasse deine Scholle nicht, auch Ulbricht kommt noch vors Gericht“ erscheinen mir jetzt in einem neuen Licht. Zwar kam Ulbricht nicht mehr vor ein irdisches Gericht, doch über seine bankrotten Nachfahren richtete die Geschichte. Stumm aber unerbittlich sorgten die Gesetze des Zyklus für den Wandel. Die Zwangskollektivierten erhielten ihr Land zurück.
      Auch jetzt, am Ende des vierten Zyklus, werden diese nicht menschengemachten Gesetze wieder den großen Wechsel im traurigen Bereich menschengemachter Exzesse bewirken. Die Zeit für einen neuen Aufbruch ist überreif. Die Ungleichgewichte und Extreme sind einfach zu massiv geworden. Die Enteigneten und Unterdrückten werden – dank dir oh Zyklus – ihre natürlichen Rechte und das System seine Gesundheit zurückerhalten.

      6+
      • bauerhans sagt

        „Die über der DDR ….abgeworfenen Flugblätter, die ich als Schüler verblüfft vom Acker auflas und studierte“

        jetzt kann ich mir ein bild von dir machen.

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    • Inga sagt

      Die Karikatur kann natürlich auch darauf hinweisen,
      dass die Bauern die Stiefkinder unsere Nation, Gesellschaft, Wirtschaft und somit Kultur sind!

      Sollten wir Gesellschaft durch Wissenschaft, Politik und Medien nicht endlich mal was dagegen tun?
      Auch im Sinne unserer Umwelt?

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  17. bauerhans sagt

    satire ist satire!
    dass der DBV nicht „in die hufe kommt“ und hier und da mal ne lockere pressemeldung „raushaut“,obwohl sogar bei den kreisverbänden die leute dafür vorhanden sind,wundert mich seit jahren.
    im zon-forum gibts „herrn mendel“,der die landwirtschaftlichen themen sachlich und fachlich begleitet,der immer wieder geduldig die emotionalen vorwürfe entkräftet und dafür heftig beschimpft wird.

    1+
  18. Stefan sagt

    Ich finde das ok. Wenn ich sehe wie manche Videos der NGO’s angelegt sind dann ist das noch harmlos.

    7+
    • Bauer Willi sagt

      „Auge um Auge, Zahn um Zahn“? Also auf das Niveau eingehen?
      Ich weiß nicht…Nicht mein Humor…

      2+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bauer Willi,
        du bist bekennender Christ, dann will ich mal Jesus zitieren:

        „Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ (Matthäus 5,39).

        Was bedeutet dieser Vers? Klar ist, dass Jesus mit diesem Ausspruch Rache ausschließen will – wenn einer geschlagen wird, dann soll er die andere Wange hinhalten. Fordert Jesus hier tatsächlich nur Friedfertigkeit, ja Unterwürfigkeit? Was verbirgt sich hinter diesem Ausspruch?

        Rache, nein, Respekt, gerade den hat ein großer Teil der Bevölkerung der Landwirtschaft gegenüber verloren.

        Wenn Bauern mit der Wasserpistole den herannahenden Panzer bekämpfen will, wer wird wohl siegen?

        3+
      • Gurkenhobel sagt

        Doch Willi, leider. Im Laufe vieler Jahre fruchtloser Diskussionen mit Angehörigen der Kaste der Urbanen Eliten, oder der wannabes, die sich dafür halten und inzwischen auch uns auf dem Land mindestens einmal wöchentlich auf den Sack gehen, ist mir die Lust auf Toleranz und Respekt verloren gegangen. Du kennst mich ja auch schon recht lange, immer als „offen für alles“. Die Zeit der political correctness, des ewigen Einsteckens und Zurückruderns ist allerdings vorbei, ich habe keine Lust mehr. Jede Woche bekommst du irgendwo auf die Fresse, im Radio, im Fernsehen, von richtigen Menschen (verbal, mit Drohungen) am Feldrand, wenn ich irgendwo mit der Parzellenspritze einen Versuch behandle. Es ist gut jetzt. Dazu fällt mir der schöne, alte Liedtitel von Ton Steine Scherben aus der Autonomenszene ein, Macht kaputt was euch kaputt macht. Früher fand ich das intolerabel und abstoßend. Aber der Mensch ändert sich. Irgendwann wird dann aus Reden Handeln.

        4+
      • Inga sagt

        auf denen ihr Niveau?

        Zurück auf denen ihre Köpfe am Schreibtisch mit dem Mist!

        Die haben ja weder Verdeck noch Kabine da!

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