Bauer Willi
Kommentare 78

Die blaue Alternative für Deutschland?

Bildquelle: @dirkfisser

Ein Plädoyer für die parlamentarische Demokratie

Innerhalb der Landwirtschaft brodelt es derzeit gewaltig. Die Reform der Reform der Reform der Düngeverordnung scheint nun das „Fass zum Überlaufen“ zu bringen. Und damit sind nicht die Güllekeller gemeint, sondern die Duldsamkeit der Landwirte, die sich in immer kürzeren Abständen auf neue Gesetze und Verordnungen einstellen sollen. Da ist es nicht verwunderlich, dass in den sozialen Netzwerken immer wieder Sätze auftauchen wie „Wahltag ist Zahltag“ oder „Euch kann man nicht mehr wählen“. Solche und ähnliche Plakate waren auch auf der Demo in Münster am 4. April zu sehen. Auch am Sinn der EU wurde gezweifelt.

Keiner spricht es offen aus, aber sehr viele Landwirte spielen mit dem Gedanken, die AfD zu wählen. Nicht, weil sie von deren Konzepten überzeugt wären (die diese Partei nicht hat), sondern aus blankem Protest, ja aus Verzweiflung und Enttäuschung.

Und so sieht sich diese Partei ja auch selbst. Sie wollen eine reine Protestpartei sein, die nicht daran interessiert ist, an der Gestaltung unseres Gemeinwesens konstruktiv mitzuwirken. Sie versteht sich als Sammelbecken für die Unverstandenen, für die, die es „den Eliten da oben mal zeigen wollen“, den Opfern unserer Gesellschaft. Das ist ihr Wählerpotential. Und das gefällt vielen Bauern, die sich auch in der Opferrolle sehen und nicht als Unternehmer.

Was dieser Partei fehlt, ist ein solider und für jedermann nachvollziehbarer Lösungsansatz. Die AfD will zurück zu einer nationalen Politik, proklamiert alte Werte, droht mit dem Untergang des Abendlandes und ist im Kern menschenfeindlich und anti-europäisch. Ihre Aussagen zur Landwirtschaft sind widersprüchlich und folgen meist nur dem Zeitgeist.

Und die Lösung?

Demokratie ist von allen schlechten Lösungen noch immer die beste. Demokratie besteht aus Kompromissen, aus Konsens unter möglichst vielen Interessen. Das erfordert Geduld, Toleranz, einen gewissen Weitblick für die Konsequenzen und die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, es allen recht zu machen. Es erfordert auch Führungsstärke, den Mut zu Entscheidungen, die Risikobereitschaft, auch Fehler zu machen und zu diesen Fehlern auch zu stehen.

Wenn wir uns den Zustand in Großbritannien ansehen, sollten wir erkennen, welch hohes Gut unsere parlamentarische Demokratie ist. Wir haben es gelernt, dass Koalitionen zwar nicht das „Gelbe vom Ei“ sind, aber immerhin besser als ein endloses Debakel, dass die Gesellschaft spaltet in Befürworter und Gegner. Wir haben Vermittlungsausschüsse, die versuchen, die Enden wieder zueinander zu bringen. Wir haben einen Bundespräsidenten, der seine Stimme erhebt und die Parteien aufruft, an das Gemeinwohl zu denken. Wie mühsam die letzte Regierungsbildung bei uns in Deutschland war, hat hoffentlich noch jeder im Hinterkopf. Damals hat die Welt über uns den Kopf geschüttelt, so wie wir es jetzt über Großbritannien machen.

Raus aus der Komfortzone!

Was bedeutet das für uns Wähler? Wir sollten die vordergründig einfachen Lösungen hinterfragen, auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen und nicht den Pfeifen der Rattenfängern hinterherlaufen. Mag die Melodie uns auch noch so gefallen. Ja, das ist mühsam, es fordert uns etwas ab, es ist unbequem. Wenn wir wirklich mündige Bürger sind, übernehmen wir auch Verantwortung, engagieren uns selbst in einer Partei und gestalten unser Gemeinwesen aktiv mit. Wenn wir der Meinung sind, dass „die Politiker ja eh nichts machen“, warum werden wir nicht selber Politiker? Ihre Antwort ahne ich schon. Ja, es ist leichter, die Verantwortung „auf die da oben“ abzuschieben als selber Verantwortung zu übernehmen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

Bauer Willi

P.S.: Auch dieses Plakat war auf der Demo in Münster zu sehen.

Bildquelle: top agrar bei Facebook.

 

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78 Kommentare

  1. Kurt ohne Gurt sagt

    Zur Europawahl gibt es keine %-Hürde, es reicht aus, genug Stimmen zusammenzubekommen, damit es für einen Sitz im Europaparlament reicht. Damit bietet sich die Wahl geradezu zum Experimentieren an: Freie Wähler, Familienpartei und Neue Liberale bieten allesamt landwirtschaftsfreundlichere Programme an als viele der großen Parteien und es gibt genug Landwirte, um eine der drei Parteien ins EP zu hieven.

    0
  2. Ralf M. sagt

    Morgen Willi,

    ich lese ja erst seit drei – vier Wochen auf diesen Seiten und hab viel Wissenswertes über die Landwirtschaft gefunden. Danke dafür. Aber Deine parteipolitischen Aussagen – zuletzt gehäuft gegen die AFD – gehen mir gewaltig auf den Zünder. Ich verstehe auch gar nicht, was das hier soll. Aber gut, es ist Dein privates Projekt und das gilt es natürlich zu respektieren.

    Ab heute mit einem Leser weniger.

    Ralf M. / Berlin

    7+
    • Bauer Willi sagt

      So wenig Toleranz? Es kommen auch wieder andere Themen..Siehe heute😊

      4+
  3. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin Willi, wenn ich Deinen Beitrag heute so lese, muß ich feststellen das bei Dir persönlich die sogenannte “ Kotzgrenze“ noch nicht erreicht ist. dir gehtes noch ausgesprochen ganz gut.Viele Landwirte und Bauern haben die Schnautze gestrichen voll.
    Jetztb in dieser Situation Protest zu Wählenisat nicht der falscheste Weg.
    In vielen Parlamenten bringt die AFD zwar nichts wirklich auf die Reihe, aber
    die etablierten werden auf Trapp gehalten.

    13+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Willi , Mist zu viele Rechtschreibfehler. Wenn ich Deinen Beitrag heute so lese , muss ich feststellen das bei Dir die persönliche “ Kotzgrenze “ noch nicht erreicht ist.
      Dir geht es noch ausgesprochen ganz gut.Viele Landwirte und Bauern haben die Schnautze gestrichen voll. Jetzt in dieser Situation Protesst zu wählen ist nicht der falscheste Weg. In vielen Parlamenten bringt die AFD zwar nichts wirklich auf die Reihe
      aber die etablierten werden auf trapp gehalten.

      3+
    • Schmeckt gut sagt

      Ernsthaft? AFD wählen? Auf gar keinen Fall. Wir hatten in Europa nicht über 70 Jahre Frieden, und verzapfen dann so einen Scheiß.

      6+
        • Schmeckt gut sagt

          Nochmal. Wir geben eher unseren Hof auf und gehen dann mit einer 38 Std Woche einer gut bezahlten Arbeit nach (kenne mehrere Beispiele), als diese Partei zu wählen. Protest geht anders. Das Problem bei uns Bauern ist und bleibt doch die fehlende Einigkeit.

          4+
          • Ackerbauer sagt

            Nicht die Kollegen sind das Problem sondern der Staat.
            Er stört die bäuerliche Einigkeit konsequent und er führt Kriege. betreibt/erlaubt Rüstungsexport.

            2+
    • Ferkelhebamme sagt

      Lieber Brandenburgbauer,
      werfen wir der Regierung nicht vor, den „gewissen Weitblick für die Konsequenzen“ verloren zu haben? Um dann aus Protest rechts zu wählen?? Haben England und die USA nicht deutlich genug die Folgen solcher Protestwahlen gezeigt? Nichts aus unserer eigenen Geschichte gelernt? Als Ferkelerzeuger haben wir schon lange die „Kotzgrenze“ erreicht! Aber es gilt den A… hochzukriegen und nicht nur bequem vom Sofa aus ein Kreuzchen zu machen! Wir haben vom Unternehmerkreis u. a. z.B. Gespräche mit hiesigen Landtagsabgeordneten organisiert und siehe da, es gibt noch Politiker mit Verstand und Augenmaß. Wie wärs, wenn man die mit seinem Kreuzchen unterstützt, statt sie durch Wutkreuzen noch weiter zu schwächen?
      Verantwortungsvolle Bauern denken in Generationen, auch am Wahltag. Wie wollen Sie Ihren Enkeln erklären, dass sie rechts gewählt haben?

      4+
      • Brötchen sagt

        Sehr verehrte Ferkelhebamme!

        Einem Ostdeutschen zu erklären, was Kriegsfolgen sind, ist sicher extrem hilfreich.
        Ich habe das jeden Tag 30 Jahre lang zu spüren bekommen und der Brandenburgbauer noch länger. Wir können auch denken und sind vielleicht besser ausgebildet, als mancher im Westen. 81 lag ich mit 18 an der Neiße, wir wussten nicht, ob wir rüber müssen oder nicht. Zum Glück hat sich das beruhigt. Und glauben sie mir, der Umbruch 89 war sehr kräftezehrend, ein sehr schöne interessante Zeit, aber 5 Jahre kamen einem wie 10 vor. Mein Vater und meine Schwiegermutter sind daran zugrunde gegangen. Und wir haben gelernt, nichts ist in Stein gemeisselt und ein Staat kann sich extrem schnell in Luft auflösen.
        Was Trump betrifft, der macht was Amerika betrifft genau die richtige Politik.
        Für uns unangenehm, aber er stellt die richtigen Fragen. Ich muss den nicht lieben.
        ich mag auch lieber den Chef der für mich was rausholt, der muss mir nicht den Bauch pinseln. Der Brexit….wir werden sehen, wer zuletzt den besseren Deal gemacht hat. Die Schweiz lebt auch ganz gut.

        5+
        • bauerhans sagt

          „Wir können auch denken und sind vielleicht besser ausgebildet, als mancher im Westen.“

          ihr landwirte seid tatsächlich besser ausgebildet als wir hier!
          wir haben allerdings diese kleinen schummeleien des kapitalismus von klein auf gelernt,ihr nicht.

          2+
          • Der Brandenburgbauer sagt

            Moin bauerhans, wo Du Recht hast mit Deiner Bemerkung.
            Das mit den Schummeleien haben wir mit den Jahren auch kapiert.

            2+
        • Ferkelhebamme sagt

          Liebes Brötchen,
          unter Trump haben die Farmer starke Einkommenseinbußen aufgrund der Strafzölle zu verzeichnen. Seine Versprechungen waren großartige Einkommenssteigerungen. Die Engländer wissen nach einem Brexit nicht, wo sie Erntehelfer herbekommen sollen, die Schweiz setzt schon seit Jahren Tierhaltungsauflagen um, die weit über die EU-Bestimmungen hinausgehen. Also ich habe keine Lust, wieder jeden Tag mit Mistforke in den Stall zu gehen. Und Paulus möchte das auch nicht 😉
          Und hört doch mal mit dem Ossi-Wessi, Ihr-Wir-Getue auf, die Wende ist 30 Jahre her, wir sitzen in einem Boot. Ich möchte nicht die totale Inkompetenz ans Ruder lassen

          3+
  4. Friedrich sagt

    Ja Willi, deine Bedenken zur AFD sind nicht vom Tisch zu wischen , aber der Ertrinkende greift zu jedem Strohhalm. So ist das bei den Mietern bzgl. explodierender Mieten in den Ballungszentren , den Dieselautobesitzern mit der Wertminderung ihrer Neuwagen und eben den Bauern , die gegen die auf Lügen bestehende Düngeverordnung demonstrieren.
    Da die regierenden Parteien diese Leute beschädigen , wird nach Alternativen gesucht und gewählt. In vielen Fällen ist das natürlich aus Protest und nicht aus Überzeugung an dem die Wähler eben ihre Kreuze machen. So etwas nennt man Demokratie, denn keiner muß die wählen , die einem den Lebensast absägen , auf dem man sitzt. Nur so ändert sich etwas in unserem Land. Das die etablierten Parteien das natürlich nicht gut finden ist auch klar, aber nichts ist so gut wie der Wandel , denn die Wähler sind kein Stimmvieh mit dem man alles machen kann. Leider ist unseren Regierenden der Kompass der Sachlichkeit und Realität abhanden gekommen . Mainstream und Ideologie wird hier durchregiert. Mag garnicht daran denken wenn die Realitäten diese Leute einholen , denn dann wird es Heulen und Zähneklappern geben. Ob diese Leute dann auch die Verantwortung übernehmen ?

    19+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Friedrich, ich bin voll Deiner Meinung. Es muss einen saftigen Denkzettel für diev jetzt regierenden geben. Dann werden diese auch mal ihren Arsch bewegen.AFD hin oder her.Seid diese Truppe in den Parlamenten sitzt sind die regierenden gezwungen etwas zu tun.

      9+
  5. Wilfried Kehm sagt

    Bei der Erzeugung von elektrischer Energie in Biogasanlagen mit nachwachsenden Rohstoffen ohne Nutzung der Wärme, ergibt energetisch gesehen eine negative Bilanz. Von der Uni Göttingen wurde dies in einer Studie vor gut zehn einmal Jahren durchgerechnet. Wenn man nur die tausenden von Litern des verbrauchten Diesels für die Aussaat, das Häckseln und den Transport des Maises und des Substrats wieder zurück auf die Felder betrachtet, dem muss das eigentlich auch ohne die Kenntnis der Studie, klar sein. Es wäre ökologisch viel sinnvoller mit dem Diesel direkt den Strom zu erzeugen. Bei einem stationären Motor könnte dafür sogar Heizöl eingesetzt werden, was das ganze noch wesentlich wirtschaftlicher werden lässt. Zudem blieben uns die riesigen Probleme der der Maisanbau in vielen Regionen verursacht erspart. Biogasanlagen machen Sinn, bei der Verwertung von Abfällen der tierischen Produktion sowie von organischen Siedlungsabfällen. Wenn bei diesen Anlagen dann noch eine ganzjährige Wärmenutzung stattfindet (z.B. der Beheizung eins Hallenbades) gibt es gegen solche Anlagen nichts einzuwenden. Bei der Erstellung einer Energiebilanz für Biogasanlagen, darf der Bau und der Rückbau der Anlagen natürlich nicht vergessen werden. Es muss immer die ganze Kette betrachtet werden, um eine Bewertung für eine Technologie abgeben zu können.

    6+
    • bauerhans sagt

      „die riesigen Probleme der der Maisanbau in vielen Regionen verursacht“

      maisanbau verursacht keine „riesigen Probleme“.

      11+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei uns im Oberrheingraben wird seit Jahrzehnten massiv Mais angebaut.

      Das einzige Problem ist der Maiswurzelbohrer, ein Tier das uns der globale Welthandel beschert hat.

      4+
    • Lutz Decker sagt

      Wilfried Kehm: das ist Nonsens.

      In der erster Stufe ( Lande. Produktion) sieht es folgendermaßen aus:

      -1 ha Raps liefert 1500 l /ha Biodiesel=Heizöläquivalent und verbraucht in der Produktion 400 l Heizöl/Diesel (incl. Stickstoff aus HaberBosch-Verfahren)
      -1 ha Getreide oder Zuckerrübe liefert 2.700-3500 ltr. Bioethanol(=3000 ltr Heizöläquivalent- je nach Ertragsniveau und verbraucht ebenfalls 400 l Heizöl/Diesel ( incl. N-Erzeugung)
      1 ha Silomais/Sorghum o.ä. Produziert als Ganzpflanze in der BGA verwertet 6000-7000 ltr. Heizöläquivalent, benötigt aber aufgrund des Nährstoffkreislaufes kaum zusätzlich Nährstoffe, der Veebrauch der Produktion benötigt 200 ltr. Heizöl. Der Wirkungsgrad der Energieproduktion ist damit klar im Vorteil und und weit unterhalb unserer anderen „Energiepflanzen“

      Die Verarbeitung von Rapsöl zu Biodiesel, vom Geteeidekorn zu Bioethanol und von der Maissilage zu Biogas:

      In der Verarbeitungsstufe der drei genannten Eneegieträger wird’s bei Raps bitter- denn die Umesterung kostet Energie. Bioethanolproduktion hat ebenfalls energetischen Aufwand für den Gärprozess, zur Biogasproduktion werden Eigenenergieverbräuche von< 3% der Gesamtenergie-Gas benötigt. Bei reiner Verstromung sind es dann bedingt durch den El. Wirkungsgrad (ca 40%) häufig 7-10% Eigenenergieverbrauch.

      Also wie kommen Sie zu Ihrer Aussage?

      7+
      • Ackerbauer sagt

        Vereinfacht gesagt, wird durch die Biogasproduktion der Kohlenstoff nicht wie früher aus der Zeche sondern zu einem gewissen Teil nun aus der Ackerkrume also vom Humusgehalt abgebaut.

        0
        • Inga sagt

          Wie kommst du denn darauf, Ackerbauer?
          Erkläre bitte!

          Das Klimafreundliche an dem Maisanbau, der ja wohl effektiv von der Biogasanlege genutzt wird ist,
          wo gibt es da CO2 Austoß?
          Das Methangas wird ja verstromt.

          Da wird höchstens noch durch den Anbau CO2 aus der Atmosphärengas genommen, denn Pflanzen atmen CO2 ein!

          3+
          • Ackerbauer sagt

            Monomaisanbau verursacht eine neg. Humusbilanz.
            Die Pflanze „verstoffwechselt“ nicht nur CO2
            Die Bakterien im Fermenter wandeln den Kohlenstoff in Methangas um.
            Das „entgaste“ Gärsubstrat wird wieder dem Acker zugeführt.

            0
    • Christian sagt

      Gibt es eigtl. keine Landmaschinen, die mit dem Gas aus diesen Anlagen betrieben werden können? Stapler und lkw/Busse fahren ja tlw mit Flüssig oder Erdgas. Das wäre doch für die Betriebe ein enormer Vorteil?

      0
  6. Christian Bothe sagt

    Sicher werden durch unsinnige Entscheidungen der EU viele Volkswirtschaftsbereiche betreffend auch ein Teil der Landwirte AfD wählen,wobei man ein Konzept für die LW nichterkennen kann. Nicht zuletzt das Theater mit dem Stellvertreterposten für den BT-Präsidenten wird der AfD sowohl bei der Europawahl als auch bei den anstehenden Wahlen weitere Protestwähler zutreiben. Im Übrigen kann man verstehen,das die Bevormundung (Zentralismus) der EU gegenüber den Nationalstaaten insbesondere auch Regularien in der LW Austrittsgedanken von Mitgliedsländern verstärkt. Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit wie von den Gründungsvätern der EWG angedacht,wäre eine sinnvolle Weiterentwicklung der EU und im Sinne von Mitgliedsstaaten.Etwas mehr Germany first wäre auch hier gut und eine Partei wie die Grünen,NGOs usw.folgen ehe nur dem Mainstream. Momentan kämpfen diese mit Wohnungsnot,morgen dann wieder gegen die LW,das Insektensterben und übermorgen gegen Diesel-PKW! Wie durchsichtig so ein Verhalten in Vorbereitung von Wahlen ist,haben mittlerweile viele erkannt und man kann solche Verhaltensmuster nicht wählen!Ob die bürgerliche Demokratie nun das non plus ultra ist mit oft fehlender Entscheidungskompetenz bei vielen Dingen (Bsp.staatliches Tierwohllabel u.a.) ,wird die Geschichte beurteilen wie in der Vergangenheit auch. Etwas mehr Autokratie wäre sicher manchmal angebracht auch wenn das viele nicht gerne hören…

    7+
  7. Bauer S sagt

    Macht die Politik hier einen Tabubruch wenn sie über Enteignung nachdenkt ? Was heißt das für die Agrawende ? KONVILAND in ÖKOHAND ? Der Boden wird dafür vorbereitet!

    2+
  8. Ehemaliger Landwirt sagt

    „Wenn man in der Politik tatsächlich über Enteignungen nachdenkt,“

    Die derzeitige Gesetzeslage lässt eine Enteignung von Wohnhäusern nicht zu.

    Die Forderung von Habeck bezieht sich auf bebaubare, jedoch unbebaute Grundstücke. Aber das macht man schon bei landwirtschaftlichen Grundstücken, die man der Bebauung zuführen will, wenn der böse Bauer sein Grundstück weiter landwirtschaftlich nutzen will.

    1+
  9. Arnold Krämer sagt

    Wir haben agrarpolitisch eine total verfahrene Situation, die alle, ich betone alle, überfordert.
    Es sind die massiven Zielkonflikte sowohl auf der Mikro- wie auf der Makroebene. Und niemand ist in der Lage, Wirkungsintensitäten und Wirkungsrichtungen in Gänze zu überschauen.

    Nur ein krasses Beispiel: „Rot-Grün“ war „besoffen“ von der Idee der Biogasförderung über das EEG Anfang des Jahrhunderts. Und der Bauernverband hat freudig zugestimmt. Die Bauern als die neuen Ölscheichs. Was hat das für Auswirkungen in der Einkommensentwicklung der Investoren, für die Entwicklung der Bodenpreise, der Anbauverhältnisse, der regionalen organischen Nährstoffüberschüsse usw, usw. gehabt. Dann die Korrekturen von der EEG-Förderung bis zur Einbeziehung der Gärreste in die Dünge-VO, wo sie von Anfang an hin gehört hätten.

    Ein Ausweg aus dem Dilemma kann m. E. nur in einer klaren Selbstbeschränkung der Politik liegen. Einfaches, klares Ordnungrecht, das Vieh-Flächen-Verhältnis und die Haltungsbedingungen der Tiere betreffend, weitgehender Verzicht auf Subventionen.

    Ich weiß, dass das illusorisch ist, weil viele Menschen, die durch den technischen Fortschritt nicht mehr in der Realwirtschaft benötigt werden, beschäftigt sein wollen und beschäftigt werden sollen.
    Insofern wird man den Weg des regulatorischen „Klein-Klein“ weiter gehen. Er erhält und schafft (letztlich unproduktive) Arbeitsplätze in den Verwaltungen, bei Verbänden, NGO‘s, Rechtsanwaltskanzleien, Planungsbüros usw, usw.
    Wielange das trägt, wird sich zeigen.

    8+
    • Brötchen sagt

      a. Krämer es gibt genug Arbeit und keine Arbeitskräfte bzw. welche sie hart arbeiten wollen. sieh dir mal von gestern auf 3sat Bilder aus Südtirol an, dort ist es mit servicekräften schwierig.

      0
      • bauerhans sagt

        klienten der sind so abgesichert,dass sie einfache körperliche jobs ablehnen können.
        ich kenne einige beispiele dazu,jüngere und ältere.

        0
    • Wilfried Kehm sagt

      Bei der Erzeugung von elektrischer Energie in Biogasanlagen mit nachwachsenden Rohstoffen ohne Nutzung der Wärme, ergibt energetisch gesehen eine negative Bilanz. Von der Uni Göttingen wurde dies in einer Studie vor gut zehn einmal Jahren durchgerechnet. Wenn man nur die tausenden von Litern des verbrauchten Diesels für die Aussaat, das Häckseln und den Transport des Maises und des Substrats wieder zurück auf die Felder betrachtet, dem muss das eigentlich auch ohne die Kenntnis der Studie, klar sein. Es wäre ökologisch viel sinnvoller mit dem Diesel direkt den Strom zu erzeugen. Bei einem stationären Motor könnte dafür sogar Heizöl eingesetzt werden, was das ganze noch wesentlich wirtschaftlicher werden lässt. Zudem blieben uns die riesigen Probleme der der Maisanbau in vielen Regionen verursacht erspart. Biogasanlagen machen Sinn, bei der Verwertung von Abfällen der tierischen Produktion sowie von organischen Siedlungsabfällen. Wenn bei diesen Anlagen dann noch eine ganzjährige Wärmenutzung stattfindet (z.B. der Beheizung eins Hallenbades) gibt es gegen solche Anlagen nichts einzuwenden. Bei der Erstellung einer Energiebilanz für Biogasanlagen, darf der Bau und der Rückbau der Anlagen natürlich nicht vergessen werden. Es muss immer die ganze Kette betrachtet werden, um eine Bewertung für eine Technologie abgeben zu können.

      1+
  10. Ehemaliger Landwirt sagt

    „Und alle, die letztens und zukünftig auf die Straße gehen und für günstigen Wohnraum protestieren, sollten sich mal an die Nase fassen.“

    Während der Zeit wo Menschen sich eingeschränkt haben um sich eine Eigentumswohnung zu kaufen, oder ein Häuschen zu kaufen, saßen die wo sich jetzt über höhere Mieten beklagen am Ballermann und lachten über die Häuslebauer. Ganz Unrecht hatten die nicht, in Berlin waren die Mieten so billig, das eine Eigentumswohnung raus geworfenes Geld war.

    Jetzt wollen manche die Wohnungen enteignen, weil denen die Miete zu hoch ist, eine Miete die in jedem Schwarzwalddorf höher ist.

    2+
  11. Altbauer Jochen sagt

    Wenn man in der Politik tatsächlich über Enteignungen nachdenkt,
    (der nächste Schritt nach Sanktionen für unliebsame Bauern ??? )
    wieso begrenzt man nicht den Zuzug in die Zentren?
    -Welcher Eingriff geht wohl tiefer?
    Müssen denn alle nach Berlin oder München ?
    Neulich wurde doch berichtet das 40% der Berufstätigen
    von zuhause aus arbeiten könnten.
    (Anscheinend sitzt die Hälfte der Deutschen nur noch am Computer)
    Da ist es doch für viele egal wo man wohnt .
    Vielleicht eine automatische Mietpreisbremse in den
    Großstädten und gleichzeitig Erhalt des ländlichen Raumes
    mit sozialen Bindungen in der Bevölkerung die extreme
    Parteien bedeutungslos macht !!

    1+
    • Ackerbauer sagt

      Pensionäre und Rentner haben an echten Reformen kein Interesse weil sie bei einer Staats/Systempleite die größten Verlierer wären.

      0
      • bauerhans sagt

        es wird keine staatspleite geben,weil weltweit alles mit allem zusammen hängt,ist nicht vergleichbar mit der ddr.

        2+
        • Ackerbauer sagt

          Es stimmt das inzwischen weltweit wirtschaftlich und geldpolitisch alles soweit verwoben und vernetzt ist.
          Sie täuschen sich dennoch, auch einen Weltsozialismus wird die Systempleite einholen.

          0
  12. Obstbäuerin sagt

    Wenn die Demokratie eine rein sachbezogene Angelegenheit wäre, könnte ich Bauer Willi zustimmen. Das ist sie aber nicht, denn es geht um Pfründe, Wählerstimmen, Sitze in Parlamenten, Pöstchen und mögliche Koalitionen. Zur Zeit sehen wir die Grünen auf dem Höhenflug und zack werden alle wichtigen Sachthemen vernachlässigt und das Wohlergehen der Insekten steht an vorderster Stelle. Bienenwohl bringt Wählerstimmen – Bayern ist nur der Anfang. Um eine konkurrenzfähige und modern aufgestellte Landwirtschaft zu erhalten, brauchen wir eine stärkere politische und fachliche Vertretung in Deutschland – eine eigene Partei. Ich glaube mit der jetzigen politischen Konstellation werden wir den immer stärker werdenden Umweltaktivisten geopfert. Selbst in der DDR gab es eine Bauernpartei.

    7+
    • Ackerbauer sagt

      Eine eigene Partei kannst schnell vergessen.
      Schau mal in die Dörfer bzw in den Umkreis.
      Der Staat rekrutiert/saugt sogar schon (wachsen oder „weichende“) Nebenerwerbs-Junglandwirte für die Selbstverwaltung an.
      Sie sitzen in den Ämtern zur Antragsbewältigung.
      Wahnsinn wie sich das alles aufbläht!
      Das muss man sich mal nüchtern geben!
      Es ist wie bei einem riesigen Tsunami.
      Das Wasser zieht sich zurück, die Agrarpreise fallen es kommen schöne Staatsmuscheln zum Vorschein,
      aber nur solang bis die Flut zurückkommt!

      1+
  13. bauerhans sagt

    bei uns regiert der POPULISMUS
    d.h. den wählern „nach dem munde zu reden“,eben nicht mehr „dem volk aufs maul zu schauen“.
    und der bauernverband hält an seiner konservativen art fest „aussitzen und beschwichtigen“.
    anstatt eine pressetaskforce loszuschicken (die fachleute dafür sind vorhanden),passiert nix.
    selbst die redner auf den demos werden nicht nach kompetenz ausgewählt.
    der wlv hat zumindest einen,den ich gut kenne,der in MS aber keinen auftritt hatte.

    2+
  14. Eckehard Niemann sagt

    Lieber Willi,
    danke für Deine klaren Worte:
    Gut gebrüllt, Löwe!!!

    2+
    • JimBob sagt

      gestartet als Löwe, gelandet als Bettvorleger.

      Bauer Willi hat auch keine Lösungsvorschläge.

      4+
        • Brötchen sagt

          Dänemark und Holland läuft das besser, ist mein Eindruck. aber da sitzen nicht so viele selbstgerechte weltretter und die denken noch mehr für das eigene Land.

          2+
        • Ackerbauer sagt

          Es wird auf einen „Radikal-Reset“ hinauslaufen.
          Ordo ab Chao/Chaos in den Städten.
          Zwischen Demokratie und Anarchie
          liegen genau 3Tage/9Mahlzeiten
          Jeder ist sich dann selbst der Nächste
          und kann drüber nachdenken ob man Landwirtschaft und die Bauern denn noch braucht.

          3+
  15. Sabine sagt

    Es brodelt ja nicht nur in der Landwirtschaft, sonst hätten wir sowas wie die AfD überhaupt nicht.
    Wir haben endlos Debatten über Personen, ihre Befindlichkeiten und über Zuwanderung gehört, es wird ein riesen Tam-Tam um Insektensterben und Auspuffabgase gemacht und derweil ist nicht nur der Packan in der Produktion in den internationalen Wettbewerb um die billigste Arbeitskraft getrieben worden, sondern jetzt trifft es auch besser ausgebildete Facharbeiter und Angestellte. Die Politik stellt erfreut fest, dass wir eine Rekortbeschäftigung haben. Nie haben so viele Menschen in bezahlten Arbeitsverhältnissen gearbeitet. Super, nur scheint Fleiß kein Weg mehr zu sich seinen Platz in der Gesellschaft zu sichern.
    Die Mittelschicht bröckelt und die Angst sozial abzurutschen ist da und sie ist nicht unbegründet. Selbst wenn beide Eltern arbeiten gehen, wird es schwierig mehr als ein Kind zu versorgen. Ja, die Blagen bekommen heute mehr als vor 50 oder vllt. auch 30 Jahren, dennoch ist es ein Skandal, dass die Gründung einer klassischen Familie ein Armutsrisiko darstellt. Zudem stellt die ein oder andere Familie auch noch fest, dass während sie versucht Kindererziehung und Vollzeit-Jobs unter einen Hut zu bringen, sie sich nur weiter in Richtung Altersarmut bewegt. Spätestens, wenn Großeltern oder Eltern pflegebedürftig werden, entdeckt man als junge Familie, dass man sich mit selbst mit einer guten Rente und vllt. sogar mühsam erspartem Eigenheim kaum erlauben kann, wirklich alt und gebrechlich zu werden. Über 1700 Euro Eigenleistung bleiben nach Abzug der staatlichen Leistungen meist übrig. Selbst wer ein gutes Gehalt und eine ordentliche Rente bekommt, wird Probleme haben das Geld aufzubringen.
    Warum sich also abstrampeln, wenn es eh nie reichen wird?
    Die Politik scheint das nicht ernst zu nehmen, da sind immer andere Themen wichtiger und auch die Medien regen sich lieber über andere Dinge auf. Da scheint niemand rechnen zu können.
    Jetzt schon ist jedes 5. Kind und jeder 5. Rentner laut Statistik von Armut betroffen, kaum eine Familie bleibt zusammen, Schulen scheinen mit der Flut an emotional und sozial unterversorgten Kindern kaum zu Rande zu kommen und rufen nach Fachpädagogen und Sozialarbeitern. Bei den Tafeln werden die Schlangen länger und die Kranken- und Altenpflege kann man eigentlich nur von einem nationalen Notstand reden.
    Trotzdem sind schmutzige Dieselfahrzeuge über Monate das scheinbar größte Problem in den Städten und man überlegt laut und lange, ob da „der Bayer“ nicht vllt. doch etwas zu Rechtsaußen spielt.
    Und so sieht es nicht nur in Deutschland aus, in Frankreich rutschen die Leute genau so ab, in Italien wird es nicht besser über die armen Griechen müssen wir erst gar nicht reden und in Spanien wollen viele Bürger auch mehr Autonomie für ihre Region, weil sie nicht mit den wirtschaftlich schwächeren Regionen in einen Abwärtsstrudel gerissen werden wollen, auch wenn das sicher keine Lösung ist.
    Während dessen twittert der neue, nicht ganz so starke Mann aus USA, er hätte keinen Bock auf Europa, die Nato oder internationale Abrüstungsverträge und wie sehr er sich über Liebesbriefe aus Nordkorea freut und beleidigt bei internationalen Zusammenkünften so ziemlich jeden Verbündeten.
    Der Typ ist eine echte Überraschung, oder vllt. auch nicht.
    Denn u.U. bekommt man genau solche Knalltüten an die Regierung, wenn Politik mehr mit sich selber beschäftigt ist, wie mit den Problemen der Bürger.
    Die Frage ist also nicht, ob und wer für die AfD stimmen wird, sondern wie schlimm es noch wird bevor jemand mal was besseres anschiebt.

    19+
    • Ackerbauer sagt

      Mind. 50% der Beamten und Staatsdiener sind nutzlose Esser.
      sie verpesten dadurch die Umwelt und machen den Bauern Vorschriften.
      Jeden Tag flattern mit der Post „Bescheide“ ins Haus.
      Irlmaier sagte es bereits vor Jahrzehnten.
      Die Steuern und Abgaben werden so hoch das sie niemand mehr bezahlen kann.
      Erst die kleinen Pleiten dann die Großen Insolvenzen.
      Schön der Reihen nach.

      6+
  16. Brötchen sagt

    Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass jemand keine Lösungsansätze hätte. die bundespolitik sitzt teilweise so auf dem hohen Ross, dass manchen eine Weile Oppositionsarbeit gut tun würde. das meiden die wie das Weihwasser. Es gibt dort auch sehr gute Fachbeamte. Es ist eine sehr verfahrene Kiste, für die Landespolitik tut es mir sehr leid. Aber wie die sich mit Peanuts abspeisssen lassen, was den Kohle Ausstieg betrifft spottet jeder Beschreibung! Und über woidtke der gestern einträchtig mit Frau Nahles zusammen sass. Der haben wir den ganzen regelungsirrsinn zu verdanken! Da kann ich ihn noch so gut finden, irgendwo ist eine Grenze und nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber.

    Dazu kommt noch…“..Öffentliche Personen, die sagen, mit Vertretern dieser und jener Position redeten sie gar nicht erst, leisten damit einen intellektuellen Offenbarungseid und sollten folglich auch wie Pleitiers behandelt werden“ m. Klonovsky.
    Für mich steht schon lange gesetzt Europa wähle ich AFD und lokal eventuell freie Wähler oder s.ä.

    3+
  17. Mark sagt

    Die Frage ist doch eher, ob es irgend jemand interessiert, was die Bauern wählen. Sie sind doch längst nicht mehr wahlentscheident. Nur so sind z.B. auch die Aussagen der Ministerin zu erklären, aber auch das Verhalten der übrigen Parteien, besonders auch der Grünen.

    12+
    • Brötchen sagt

      Bauern sind in BB marginal, die machen nur Probleme. Das Land sowieso, wenn das Land uns nicht braucht, brauche ich auch keine Politik.

      2+
  18. Thomas Apfel sagt

    AfD wählen bringt nichts. Eigentlich müsste man schon noch CDU wählen. Alle anderen Parteien haben sich doch schon sprichwörtlich vom Acker gemacht und das Agrarfeld wegen zu vieler Fettnäpfchen in die man treten könnte verlassen. Linke und SPD überschlagen sich doch geradezu noch grüner als die Grünen zu erscheinen, in der Hoffnung vom Wahlerfolg der Grünen in den Städten ein Scheibchen abzubekommen. Frau Klöckner kommt zu mindestens aus familiär landwirtschaftlich geprägtem Umfeld
    und bewegt sich im Rahmen der Möglichkeiten die ihre Partei zulässt. Auch die CDU orientiert sich zunehmend an den Interessen der städtischen Bevölkerung, da sie diese Stimmen zu Gunsten der wenigen Landwirte nicht verlieren will. Ich finde wir haben mit Frau Klöckner schon Jemanden der unsere Interessen im Rahmen ihrer Möglichkeiten vertritt. Sie steht gerade beim Nitrat Thema von der Zuständigkeit her neben oder sogar hinter dem Umweltministerium. Unsere einzige Hoffnung kann nur sein, dass auch ein Umweltministerium zu neutral wissenschaftlich begründeten Entscheidungsfindung zurückkehrt und samt UBA den schädlichen NGO – Kamgagnenmodus verlässt bzw. zu verlassen gezwungen wird.

    6+
    • Friedhelm sagt

      Die CDU opfert uns, ohne jedwedes Zucken, wenn Sie mit den Grünen dann an der Macht bleiben kann in Zukunft.

      6+
  19. JimBob sagt

    ach Bauer Willi,
    was meinen Sie, was bei einer Demokratie von Millionen Leuten, die günstig auf Wohnraum aus sind passieren wird?
    Die Wählen das, was für sie am Besten anspricht.
    Populismus vom Feinsten.

    in einen anderen Beitrag hatte ich schon auf Feldmoching und anderen Städten verwiesen, die über ein LEP die Landwirte enteignen wollen.
    Denen freut es für jeden Landwirt, der aufgibt, erhöht das doch die Landfläche für den Wohungsbau.

    Ich sag Ihnen mal genau meine Priotäten.
    Als erstes komme ich.
    bzw. Meine Kinder, Frau und ich.
    Danach die Familien,
    Nachbar, Freunde.

    dann erstmal nix.
    Dann kommt meine Stadt, mein Land.
    Dann Deutschland.

    dann wieder nix.

    Dann Europa.

    dann sehr lange nix.

    Und für den Rest…. ich will und kann nicht alle retten.

    Und ich muß schon gar nicht, alle einladen, sagen „Das schaffen wir schon“ oder von Herrn Maas sagen lassen „niemanden wird etwas weggenommen“ und dann dafür sorgen, das alle Wohnraum haben und versorgt sind.
    Ne. Das muß ich nicht.
    Dann stimme ich mit meinen Füßen ab.

    Und alle, die letztens und zukünftig auf die Straße gehen und für günstigen Wohnraum protestieren, sollten sich mal an die Nase fassen. Da protestiert keiner für die Ursachen, NullZins der EZB und gesteigerte Nachfrage.
    Das wollte ich nicht und muß ich nicht haben.

    Sie klingen wie jemanden, der sagt „Wasch mich, mach mich aber nicht naß“
    ebenso wie die Gutmenschen, die Bürgen wollten und später die Augen offen gingen, als ums Zahlen ging.

    Die Grünen, sind DIE Heuchler vorm Herrn.
    Erst alle reinlassen, dann mäckeln das kein Wohnraum da ist, den Bau von Wohnraum durch neue Vorschriften verhindern/verteuern, dazu Ausgleichsflächen, mäkeln das keine Fläche für die Umwelt(Bienen) da sind und dann sich hinstellen, als wenn die die Lösung hätten.

    also Bauer Willi
    erzählen Sie mir doch mal was sie alternativ zu den Lösungen parat haben?
    In der Zwischenzeit werden ja alle ärmer ohne Wohnraum und mit Aussicht auf Grundrente für alle, trotz jahrelanger Arbeit(für andere Leute)

    ich höre, bzw. lese

    11+
    • Ackerbauer sagt

      Schickt alle „Eingeladenen“ und Wohnungslosen ins Berliner Regierungsviertel 🙂

      3+
  20. Ackerbauer sagt

    Made by Photoshop.
    Das Plakat dürfte eine Fotomontage sein.

    s. „Zyklen“
    Wahl- und Umfragefälschungen, gezielte Manipulationen aller Art.

    0
    • Arnold Krämer sagt

      Dummes Zeug, was Sie da schreiben. Das Transparent vor dem blauen Schlepper habe ich mit eigenen Augen in Münster gesehen. Soviel Arbeit muss sich Herr Fisser nicht machen. Die Meinungsbildung durch die Medien erfolgt vor allem durch Weglassen, Ignorieren und einseitige Darstellungen.

      6+
  21. Cord Jensen sagt

    Die Sorgen und Nöte der Bauern werden nicht ernsthaft aufgenommen und vor allem nicht richtg verstanden.Münster war schon im Vorfeld eine reine Showveranstaltung-geplant um die Gemüter freien Lauf zu lassen.Bauern können keine Rechnung schreiben wenn sie Getreide abliefern-sie bekommen eine Abrechnung-somit ist die Ansage-Bauern sind Unternehmer nicht ganz richtig,zumal es an Vorschriften nicht mangelt,die eine unternehmerische Freiheit noch erahnen lassen-oder sagt die Politik zukünftig der Automobilindustrie in 2020 dürft ihr nur noch 20%weniger Autos bauen gegenüber 2019.Vielleicht sollte man auch mal über die Düngerproduktion nachdenken,ihn so herstellen,das nur noch geringfügige Auswaschung folgen.Demnächst ist Europawahl-liebe Politiker in Deutschland-wacht auf-wer die Reform der Reform will und keine Alternativen aufweist,die praktikabel sind,hat auf dieser Bühne nichts mehr verloren,kann auch keine Sitzungsgelder verlangen-und schon gar keine Zustimmung.Des weiteren wird auch hier ganz klar an Politikverdrossenheit gearbeitet.

    4+

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