Alle Artikel in: Bauer Willi

Bauern, NABU, BUND –> #BPC 2020

Die #grüneKreuze waren eine tolle Aktion, um auf die Sorgen von uns Bauern aufmerksam zu machen. Medien, Bürger und die Politik haben es wahrgenommen. Jetzt wollen wir Bauern zeigen, wie wir uns für Natur und Klima einsetzen. In einem sportlichen Wettbewerb mit NABU und BUND wollen wir sehen, wer im Zeitraum von Herbst 2019 bis zum 30. April 2020 die meisten Bäume und Sträucher pflanzt. Hier findet ihr das Eingabeformular: https://www.baumpflanzchallenge.de/ Schon heute ist klar, wer dabei gewinnt: Die Natur und das Klima. Bitte macht mit, teilt den Post und macht den Hashtag #BPC2020 überall bekannt. Die Baum-Pflanz-Challenge ist eine gemeinsame Aktion von Bauer Willi und Sebastian Dickow. Wie ihr euren Standort eingeben könnt, wird in einem verlinkten Video gezeigt. Es ist eigentlich ganz einfach: Google Maps aufrufen, mit der Maus auf den Standort gehen, dann „Was ist hier“ anklicken und die Geodaten in das Formular kopieren.      

Pilze im Ackerbau?

Gemeint sind jetzt nicht Champignons oder andere essbare Pilze. Sondern Mykorrhizapilze, die in Symbiose mit Ackerfrüchten leben. Mein Nachbar hat mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht. Ganz ehrlich? Ich hab zwar Landwirtschaft studiert, aber was da steht, war mir nicht mehr in Erinnerung. Es ist aber nicht nur für Ackerbauern, sondern auch für Menschen mit einem eigenen Garten interessant zu lesen. https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/pflanzenbau/dlg-kompakt-03-2019/ Für die Fachleute: lest mal, was da über das Pflügen steht… ist eigentlich auch logisch. Bauer Willi

75% Insektenbestäubung?

Gerade ist der „Insektenatlas“ von BUND und Böll-Stiftung erschienen. Und wieder heißt es, dass „75% unserer Nutzpflanzen von Insektenbestäubung abhängig sind“. Dieser Artikel ist schon mal im Januar 2019 erschienen, hier aber jetzt aus aktuellen Anlass nochmal Darum habe ich mich auf die Suche nach belastbaren Daten gemacht. Bei Wikipedia habe ich eine Statistik der FAO mit den 20 wichtigsten Nutzpflanzen und ihren Erntemengen 2016 weltweit gefunden. Das Ergebnis für die 10 Wichtigsten seht ihr oben. Rot markiert sind die Arten, bei denen die Insektenbestäubung eine Rolle spielt. Auf den Plätzen 11 bis 20 folgen: Wassermelonen (Insektenbestäuber) Bananen (Selbstbestäuber, parthenokarp) Süßkartoffeln (vegetativ) Zwiebeln (vegetativ, Insekten für Samen) Hirse (Selbstbestäuber) Äpfel (Insektenbestäubung) Gurken (Insekten oder parthenokarp) Weintrauben (Selbstbestäuber) Orangen (Selbst- und Fremdbestäuber) Kohl (Insekten- und Fremdbestäuber) Parthenokarp bedeutet „Jungfernfrüchtigkeit“, dass heißt, es ist keine Bestäubung notwendig, damit Früchte gebildet werden. In der Aufstellung oben fehlt der Raps. Er ist – weltweit gesehen – eine eher kleinere Kultur. Auch Raps wird durch Wind bestäubt, allerdings hilft die Insektenbestäubung. mehr Früchte auszubilden. Und von daher sind Honig- und Wildbienen und …

Gutschrift für den Wald

Es ist doch logisch: Wenn für den Ausstoß von Kohlendioxid bezahlt werden muss, muss es für dessen Bindung eine Gutschrift geben. https://www.fablf.de/fileadmin/introduction/images/Presse/Pressemeldungen/191216_PM_CO2-Senkenfunktion.pdf Bisher hat es auf diesen Vorschlag noch keine Antwort der Politik gegeben. Übrigens gilt das auch für die Bindung von CO2 im Humus. Das wirkt natürlich noch ganz anders, wenn der Vorschlag von einer jungen Dame mit langen Haaren vorgetragen wird. https://www.facebook.com/iris.schafer.1614/videos/682736562259244/

2020 – Jahr der Entscheidung

Meine – wie immer –  persönliche Meinung zu den Entwicklungen der letzten Wochen. Sehen wir der Realität ins Auge. In 2019 ist etwas passiert, dass es so in vielen Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Bauern meldeten sich in Scharen öffentlich zu Wort. Es begann mit dem stillen Protest, dem Aufstellen der grünen Kreuze und ging weiter mit Treckerdemonstrationen überall in Deutschland. Rund 8.000 Traktoren hat Berlin sicherlich noch nie gesehen. Und dann waren da noch rund 40.000 Menschen, die aus ganz Deutschland in die Bundeshauptstadt strömten und dafür, oft stundenlang, unterwegs waren. Sind die Demonstranten Radikale? Die Demonstrationen sollten allein schon deshalb nachdenklich machen, weil hier keine weltfernen Spinner sondern handfeste Menschen mit einer soliden fachlichen Ausbildung und einer Verantwortung für ihre Betriebe demonstrierten. Viele Landwirte fühlen sich bedrängt durch immer mehr Auflagen, die nicht nur die Kosten steigern sondern auch die Existenz kosten können. Berlin hat einen Eindruck von dem festen, unbeirrbaren Zorn von Menschen gespürt, die wissen was sie leisten. Die Demonstrationten wurde von der Basis organisiert, ohne die Lobbyverbände, die der Entwicklung, …

Keine Angst…

Negative Meldung haben es in den Medien immer einfacher als positive. Daher zum Jahresende eine gute Nachricht: Die Ängste der Deutschen nehmen immer weiter ab! Hier der Beweis in einer Umfrage, die so schon zum 28. mal durchgeführt wird. https://www.ruv.de/static-files/ruvde/Content/presse/die-aengste-der-deutschen/aengste-der-deutschen-langzeitvergleich/ruv-aengste-langzeitgrafiken.pdf Was mir besonders daran gefällt, ist die Folie 10, da geht es um Lebensmittel. Wer sich weitere Details ansehen will, die wirklich sehr interessant sind, findet diese hier: https://www.ruv.de/presse/aengste-der-deutschen. Interessant ist auch der Vergleich nach Bundesländern: In NRW und Mecklenburg-Vorpommern haben alle Ängste abgenommen! (auf unterschiedlichem Niveau) Also: durchblättern lohnt sich und macht Mut Bis zum nächsten Jahr grüßt euch Bauer Willi      

Vorsicht mit Kaugummi

Ich fand diesen Artikel aus mehreren Gründen sehr lesenswert. Vor allem auch deshalb, weil man nach ein paar tausend Jahren so viel Erstaunliches aus der DNA eines Kaugummis lesen kann. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Keine Preise für Lebensmittel

In den vergangenen Tagen schickte mir jemand eine interessante Idee: Was wäre, wenn Werbung für Lebensmittel verboten würde? Wenn es also die Flyer der Supermärkte und Discounter am Wochenende nicht mehr geben würde und damit auch nicht die reißerischen „minus xx Prozent“? Man wüsste nicht, dass jetzt Avocados im Angebot sind oder dass die Weintrauben aus Südafrika erneut im Preis gesenkt wurden. Denkbar wäre auch, dass die Flyer zwar die diversen Produkte auflisten würden, allerdings ohne Preis. Wäre ganz schön gewöhnungsbedürftig für den Kunden. Würde das aber auch Auswirkungen auf die Preise haben? Würden diese eher fallen oder eher sinken? Hätte es auch Konsequenzen für den Erzeugerpreis, also das, was der Bauer für seine Produkte bekommt? Was denkt ihr? Die Idee ist doch wirklich interessant, oder?  

Moralischer Imperativ

Ich habe länger gegrübelt, ob ich diesen Gastkommentar von Horst Hermannsen (Journalist) bringen soll.  In einigen Punkten kann ich mich seiner Sichtweise anschließen, in anderen wiederum nicht. Aber genau deshalb wird er mit Sicherheit zu kontroversen Diskussionen führen. Überbevölkerung und Klimawandel Die menschengemachten Probleme nehmen täglich zu. Armut, Ungleichheit und Umweltbelastung haben in der Welt auch deshalb dramatisch Fahrt aufgenommen, weil die Geburtenrate in den ärmsten Ländern massiv wächst. In Afrika etwa hat sich die Bevölkerung seit 1950 verfünffacht. Keine Vermögenssteuer, keine „Kolonialwiedergutmachung“ keine Umverteilung im Westen würde auch nur ansatzweise ausreichen, um die Bevölkerung Afrikas zu versorgen, die um 200.000 Menschen anwächst – jeden Tag. Aus ideologischen Gründen wird in unserer Gesellschaft diese Entwicklung nicht offen als Problem diskutiert. Die Angst vor dem Diskriminierungstabu und noch schlimmer, der Rassismus-Keule ist zu groß. Dagegen tritt der sonst stets laute Impuls, die Welt vor Klimaerwärmung und Umweltbelastung zu retten, hier in den Hintergrund. Dabei ist doch jedem vorurteilsfreien Beobachter klar, dass sich durch die Bevölkerungsexplosion in Afrika dort zukünftig existentielle Probleme Bahn brechen werden, die den …