Bauer Willi
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Gutschrift für den Wald

Es ist doch logisch: Wenn für den Ausstoß von Kohlendioxid bezahlt werden muss, muss es für dessen Bindung eine Gutschrift geben.

https://www.fablf.de/fileadmin/introduction/images/Presse/Pressemeldungen/191216_PM_CO2-Senkenfunktion.pdf

Bisher hat es auf diesen Vorschlag noch keine Antwort der Politik gegeben. Übrigens gilt das auch für die Bindung von CO2 im Humus.

Das wirkt natürlich noch ganz anders, wenn der Vorschlag von einer jungen Dame mit langen Haaren vorgetragen wird.

https://www.facebook.com/iris.schafer.1614/videos/682736562259244/

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68 Kommentare

  1. Paulus sagt

    Kein anderes Thema hat jemals so viel Kreativität hervorgerufen wie diese CO2-Debatte. Mit einer Pauschale in Höhe von 125,00 €/ha, wie sie Herr von und zu Elverfeld fordert bin ich als Waldbesitzer einverstanden – zunächst. Darüber hinaus würde ich gerne noch den Erholungswert und den Wert der Freizeitnutzung bepreisen, wenn wir schon bei der allgemeinen Bepreisung sind. Dann kommt mir noch eine Biodiversitätsabgabe in den Sinn, für naturnahe Waldbewirtschaftung und so. Auf eine Abgabe mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an. Dazu passend der Vorschlag einer CDU-Ministerin; die möchte tatsächlich eine Steuer auf Fleisch erheben, damit die Bauern tierwohlgerechte Ställe errichten können. Das Naheliegende, nämlich die vielfältigen Bestimmungen und Verordnungen zu überdenken und zu durchforsten hat sie dabei leider ausgeblendet. Irgendwann steht dann so ein armer Tropf wie ich im Jobcenter und sagt in gebrochenem rheinischen Slang: Annemie isch kann nit mi, isch bruch och not wat zum Leeve.
    Zurück zum Thema: Mit dem klassischen Altersklassenwald und Reinbeständen, verbunden mit Kahlschlägen könnte ich mir so etwas ja vorstellen. Und jetzt versuche ich das mit der derzeitigen Realität in Einklang zu bringen. Mit der Buchen-Naturverjüngung in Mischbeständen fange ich an … Allein die Schwierigkeiten die eine korrekte Antragstellung und Beurteilung ermöglichen, dürfte alle Beteiligten hoffnungslos überfordern. Ist so ähnlich wie mit der EnEV, da blicken selbst deren Miterfinder im UBA nicht mehr durch. Davon konnte ich mich selbst überzeugen.

    Schön, dass Willi auf die langen Haare der jungen Dame hingewiesen hat. Ich habe ehrlich gesagt mehr ihre die jugendliche Fülle geschaut.

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    • firedragon sagt

      Was für eine Steuer auf Fleisch soll das denn werden, da ist doch schon Mehrwertsteuer drauf. Soll das etwa der gleiche Mist, ähnlich der Stektsteuer werden?
      Wer soll denn diese Steuer bezahlen und wird somit bestraft, weil er /sie Fleisch verzehrt, der Bauer, Metzger oder Verbraucher?

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        • firedragon sagt

          Danke für den Link, Paulus.
          Gut, dass da nochmals erwähnt wurde, das Steuern nicht zweckgebunden sind.

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        • Ferkelhebamme sagt

          Mir schwillt schon wieder der Kamm! Sie möchte Ställe mit Ausläufen. Wie schön-ich auch! ICH DARF ES ABER NICHT!!!! WEGEN IHRER GESETZGEBUNG!!!! Ich möchte ihr gerne die 12 Ordner (natürlich in mehrfacher Ausführung – digital?-nicht in Deutschland!) unseres Antrages um die Ohren hauen, inkl. der 5-stelligen Rechnungen für Gutachten! Und immer wieder kommt eine Behörde und meldet „Bedenken“ an, offensichtlich ohne die Gutachten studiert zu haben.

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            • Ferkelhebamme sagt

              Wer will das schon? Außerdem ist Baurecht in der Rechtsschutz nicht mit drin, einen guten Anwalt können wir uns schlicht nicht leisten. Eine Ablehnung zu schicken, haben sie noch nicht gewagt. Ich glaube in den Behörden schrillen inzwischen alle Alarmglocken, wenn unsere TEL.Nr. im Display erscheint. Westfälische Beharrlichkeit macht Behörden mit unfähigen Beamten zu schaffen. Mich macht es rasend, dass die Obersten dieser Verhinderungsbehörden ständig uns Bauern den schwarzen Peter zuschieben und offensichtlich nicht wissen, was in ihren eigenen Gesetzen steht! Das Geld, was nur für diesen Antrag verbrannt wurde, hätte ich sehr sehr gern in Tierwohl investiert. Jetzt machen Gutachter für Stickstoffemissionen, Flora-Fauna-Habitate, Brandgutachten,etc. davon Urlaub auf den Malediven! Und wir reden hier wohlgemerkt nicht von einem Megastall, sondern einem so vielen gepriesenen Familienbetrieb…

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ferkelhebamme, die Behörden sind notorisch unterbesetzt, fachlich nicht auf dem Stand, haben Angst vor Widerständen aus der Bevölkerung und teilweise sind sie sogar ideologisch gefärbt und versuchen den Antrag abzulehnen. Dabei ärgern sie sich häufig, dass die Gesetze ihnen nicht die Möglichkeit dazu geben. Im Moment kristallisiert sich heraus, dass der Naturschutz die Führerschaft in der Ablehnungsfront einnimmt, weil bei vorliegender Privilegierung nur noch der Naturschutz eine Verhinderung möglich macht.

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    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      Es ist eine Vorliebe der Politik, für alles und jedes eine Regelung zu finden. Ich glaube, wenn mal drei Monate nicht regiert (und nicht opponiert!) würde, würde die Welt nicht untergehen.
      Zur Gutschrift: So wie ich das bisher verstanden habe, will man den gesamten Agrarbereich aus der CO2-Story raushalten. Auch nicht ganz fair.
      Zu den langen Haaren: Ich schaue den Menschen immer ins Gesicht…zuerst… 🙂

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Ärzte tragen Verantwortung für ein möglichst langes Leben von uns allen. Die können auch nicht sagen: Jetzt habe ich tausenden Menschen das Leben verlängert, da sollte man jetzt einmal nachsichtig sein, wenn ich mirs leichter mache, weniger genau arbeite und damit riskiere, dass meine Methoden den einen oder anderen ins Jenseits befördern.
    Und ein Bauer, der mit dem was er für uns alle tut, nun einmal zugleich auch die Verantwortung dafür trägt, dass CO2 gebunden wird, der erwirbt damit nicht das Recht, ungestrafter als ein anderer CO2 zu emittieren.
    Ein Bauer muss für die Produktion von Rohstoffen und für eine ökologische CO2 bindende Wirtschaftsweise so fair entlohnt werden, dass man ihm zumuten kann, genauso brav seine CO2- Steuer zu bezahlen wie jeder andere Bürger auch.

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    • Seevers Reinhard sagt

      Mir hat Mal ein Chirurg gesagt“….ihr Architekten habt ein Problem. Wenn ihr Mist gebaut habt, steht der für die nächsten Jahrzehnte in der Gegend rum. Wenn ich Mist mache, ist der unter der Erde“. 😁
      Ich finde den Vergleich zwischen Arzt und Landwirt wie einen Vergleich von Äpfel und Birnen.

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    • firedragon sagt

      Ich halte weder was davon CO2 zu besteuern, noch es irgendwie zu vergüten.

      Falls es dazu kommt, dient das doch nur dazu, wieder irgendwelche Auflagen erfüllen zu müssen, daraus folgen Kontrollen, bei Verstößen folgen Abzüge usw…

      Für das Klima oder dessen Wandel (es muss sich ja immer alles irgendwie wandeln und wenden) wird es nichts bringen, das Klima lässt sich ja schlecht mit Geld bestechen.

      Das einzige „positive“, es gibt ein neues Amt und da werden Leute gebraucht – also Arbeitsplätze schaffen, für diejenigen, die gerade irgendwelche „grünen Berufe“ studieren. Die brauchen ja schließlich eine berufliche Perspektive.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Mach die keine Sorgen, eine Vergütung wird nie kommen.
        dennoch ist es Gut dies zu fordern, damit die Menschheit es sieht, dass die Land und Forstwirtschaft mehr für das Klima tut, als die ständig Kritisierenden.

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  3. bauerhans sagt

    gehört nicht zum thema,aber meinungen würde mich interessieren!

    ich hatte eine landw.zeitung gefragt:
    was würde passieren,wenn ich anzeige gegen den Zoo stellen würde,wo das affenhaus abgebrannt war.
    begründung: wer tiere hält,muss die auch überwachen und speziell in der sylvesternacht für eine Nachtwache sorgen.
    leider kam eine nichtssagende antwort.

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      • bauerhans sagt

        Aufmerksamkeit,einen Stallbesuch??

        Peta hat wohl den geplanten neubau des affenhauses infrage gestellt,aber wohl keine anzeige gegen den zoo gestellt.
        die würden sich ja auch „selbst ins knie schiessen“,weil ja starke emotionen bz. des zoos,der affen (unsere verwandten) kursieren.

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        • Im Stuttgarter Wilhelma Affenhaus für Bongos hat der Vorsitzende des Vereins, ein ehemaliger Flughafenmitgeschäftsführer, in der Stuttgarter Zeitung geschrieben, nachdem einige Affen im großzügigen Neubau Lungenentzündung bekamen: “ Das neue Haus muß gegen Zugluft geschützt und die Tiere müssen behütet werden, koste es was es wolle!“
          Gleichzeitig fühlte er sehr schmerzlich die Kritik am Flughafenausbau an seiner Person als unerträgliche Zumutung: “ Ich soll für mehr Flugbewegungen sorgen, wenn ich das mache, werde ich kritisiert, wie unfair!“

          meine antwort für bauer hans: “ ganz schon abgehoben seine progressive kleinschreibung in diesem heimischen rahmen. woanders hält er die konventionen auch ein oder gibt es ihn dort als anderen bauerhans nämlich in Der Zeit? nochmal“
          Sollen doch diejenigen, die keine Kritik und Zugluft vertragen die Allgemeinheit verklagen auf „Narrenfreiheit“ für sich !

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          • bauerhans sagt

            bei Zeit-online schreibe ich auch alles klein,nur das zu betonende gross.
            leider wird da viel gelöscht,womit ich leben muss.

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  4. Heinrich Steggemann sagt

    Habe vor einigen Wochen mit zwei Herren vom Thünen Institut zum Thema Humusaufbau telefoniert und ihre Metastudie zum Humusaufbau im Ackerland hinterfragt. Ergebnis dieser Metastudie ist, das sich der Gesamtkohlenstoffgehalt bis in einem Meter Tiefe nicht unterscheidet, egal ob wir pflügen oder Minimalbodenbearbeitung betreiben. Bei Minimalbodenbearbeitung ist nur mehr Kohlenstoff oben und weniger im Untergrund zu finden. In dem Gespräch bestätigte sich meine Vermutung, das nur Hauptfrüchte in den Fruchtfolgen waren. Mein Vorschlag sich mehr mit internationaler Forschung zum Liquid Carbon Pathway nach Christine Jones (ständig lebende Wurzeln im Boden) unter europäischen Klimaverhältnissen zu befassen, wurde angenommen.
    Habe gerade mit einem Redakteur vom landwirtschaftlichen Wochenblatt telefoniert, um anzuregen, das ganze Thema Klimagasausstoss und Speicherung einmal aufzuschlüsseln. Was fällt wo wieviel an. Wem wird es angerechnet bzw. angelastet. Was sagen verschiedene gesellschaftliche Gruppen dazu. Was könnte verschiedenen Teilen der Landwirtschaft auf die Füsse fallen, falls wir eine CO2 Gutschrift für Acker, Grünland und Wald einfordern. Wie erfassen wir es usw. usw.

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    • Obstbäuerin sagt

      Ich bin überaus skeptisch, was die Belegbarkeit der Zahlen betrifft. Nachdem das Klimapaket mit Verschärfung wegen Klimanotstand abgesegnet wurde, stellt sich plötzlich heraus, dass es gar nicht so schlimm ist. Jetzt haben wir das CO²-Reduzierungsziel nur um 5% verpasst. Also seit 1990 35% eingespart. Wer kann mir sagen, wo wieviel eingespart wurde. Das könnten uns die 99,9 % der Wissenschaftler doch mal erklären.
      Im Moment fühle ich mich ein bisschen wie in Allice Wunderland. Eine seltsame Erscheinung nach der anderen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die ganzen Berechnungen sind in meinen Augen Schmu. Sie sind auch nicht international vergleichbar und schon gar nicht überprüfbar.
        Schon bei der Bestimmung des Ammoniakausstoßes der Rinder wichen die Länder Europas voneinander erheblich ab. Unsere Wissenschaftler und Politiker meinen aber immer, dass nur wir die richtigen Zahlen hätten. Vom Nitrat ganz zu schweigen.

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        • Stadtmensch sagt

          Bei Industrieproduktion, Haushalten und Verkehr dürfte die Treibhausgas-Bilanzierung leichter möglich sein als in der Landwirtschaft. Bei letzterer steht man meiner Meinung nach gerade am Anfang, entsprechende Untersuchungen anzustellen. Das stand bis vor kurzem noch gar nicht zur Debatte.
          Man darf auch nicht vergessen, dass die sog. Reduktion seit 1990 großteils auf die Deindustrialisierung der ehemaligen DDR zurückzuführen ist und dass die Produktion der Waren, die wir meinen zu brauchen, im allgemeinen ins Ausland verlagert wurde (wo ja auch die ganzen neuen Kraftwerke gebaut werden).

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          • Reinhard Seevers sagt

            Die Frage ist ja, ob es überhaupt Sinn macht bei einem Anteil von 7,1% THG der Landwirtschaft (UBA) an der Gesamtemission des Landes so einen Aufwand zu betreiben. Eine sowieso eintreffende Reduzierung der Tierzahlen, eine Verteuerung und damit automatische Reduzierung des Stickstoffdüngers, eine Zunahme der Stilllegung etc. lassen doch eine Reduzierung automatisch erwarten. Da muss ja nicht noch zusätzlich Geld und Zeit in der Agrarwissenschaft verplämpert werden. Soll man sich doch lieber auf die Effizienzsteigerung und allgemeinen Verbesserung konzentrieren, ohne ständig eine Bilanzierung vorzunehmen.

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            • Stadtmensch sagt

              Was man da an Anteil ausrechnet ist eine Sache. Wichtig ist doch das Einlagerungspotential. Hier scheint noch Forschungsbedarf zu bestehen. Also Dauerhumus in tieferen Bodenschichten. Mit natürlichen Methoden wahrscheinlich nur mit entsprechend tiefen Wurzeln, „gemachten Mikroorganismen“ und mit entsprechend optimierten Anbausystemen. Verfahrenstechnisch vielleicht mit Biokohle + Gülle Gemisch (wohldosiert). Keine Ahnung…

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          • Obstbäuerin sagt

            Hatten die Verantwortlichen das Alles in ihrer Aufregung vergessen? Das ist wohl eher nicht anzunehmen.

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        • ottmarWelker sagt

          @Reinhard
          die Berechnungen sind entweder is einem „steady state“ Zustand, bei dem alle Faktoren konstant sind und einer variert experimentell oder aus einer „black box“ unter Verwendung systemanalytischer Untersuchungen gewonnen worden und können nicht 1:1 auf die Verhältnisse in der allgemeinen Natur übertragen werden.
          Max von Elversfeldt und die Kommunikationsleiterin, ob kurz-oder langhaarig, mit oder ohne Bart, dralle Figur oder ohne mit Gesichtserkennungs optimierendem Händy von BW beobachtet, interpretieren in ihren, nur ökonomisch, exakten Berechnungen, die von den Politikern ziemlich frei gegriffenen und als Kompromiss beschlossenen Zahlen (wie der Währungsumtausch 2 statt 3 Ost= 1 DM) folgerichtig als Interessenvertreter in ihrem Sinn legitim und offen kennlich in der Pressemitteilung und nach meinem Verständnis auch nachvollziehbar.
          Da für die Grundlagen aber schon 2007 aus der Wissenschaft bekannt gemacht und akzeptiert festgestellt wurde in: DOEISC-108:Carbon Cycling and Biosequestration Integrating Biology and Climate Through Systems Science, S.10-11, dass von den Menschen gemachten CO2 Emissionen 25% in Biomasse (Pflanzen und Pilzen), und weitere 25 % in Ozeanen nicht vollständig gebunden werden könnten, da deren Lebewesen auch CO2 bilden beim Atmen und nur etwa die Hälfte also als wirklich absorbiert worden daher anrechenbar seien, mir keine Offenbarung.
          Nur natürliche Quellen an CO2 würden in einem Kreislauf gehalten von Emission und Verbrauch. Neueres Wissen kann aber anders, braucht es aber nicht grundsätzlich zu sein. So nehme iches zunächst als Fakten einfach hin.
          Bitte, wenn sie nachlesen wollen an hand zahlreichen Berichte wie diesem: United in Science. High Level Synthesis Report of latest climate Science Information Convened by the Science Advising Group of the UN Climate Action Summit 2019, S.6 ane4bf-datap1.s3-eu-west-Lamazonaws.com/wmocms/s3fs-public/ckeditor/files/United in Science..
          Was, @Bauerwilli daher als den ganzen primärproduktiven Bereich neutralisieren (“ den ganzen Agrarbereich aus der CO2 story heraushalten als Gutschrift“) erwähnt, und wie er es als nicht ganz fair erklärt sowie was, wer, ohne Regulierung, etwas erhalten will, fordert, Nitrate, (NOx war früher am Smog beteiligt angesehen worden in den boden- und menschennahen Schichten) als nicht klimarelevant prophezeit oder nur wünscht, verstehe ich dagegen nicht. Nachweisen, müssten die Profiteure es den Zahlenden schon können, was sacrosanct ist in und an der ganzen story oder besser einem essay (Der ist immer wahr; bei einer story ist nicht unbedingt alles wasserdicht).
          JEigene Vorlieben und solche bei preferierten Politikern sind natürlich nicht angesprochen ( heute 8.1.20 erbittet die stellvertretende Vorsitzende der Agrarauschusses des BTes, mit Anmeldung, um Erscheinen bei ihren Lieblingserklärungen am üblichen Lieblingsort).
          “ Klappern gehört zum Handwerk“.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ganz ehrlich Otto, ich habe das Gefühl, Sie haben ein stark überzogenes Kenntnis-Übermittlungsbedürfnis mit Abschweifungscharakter, kann das sein?
            Ich verstehe kein Wort und erkenne keinen Zusammenhang, sorry.
            Aber vielleicht bin ich einfach zu dumm, um Ihnen das Wasser zu reichen.

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            • Brötchen sagt

              Reinhard hatte ich auch schon angesprochen, es ist seine Echokammer hier oder Selbsthilfegruppe und ja auch nicht schlecht, was er schreibt. Manchmal verstehe ich sogar etwas von, aber manchmal auch nicht.
              Er belästigt damit ja niemand, also kann man ja lesen oder nicht lesen. So what. Leben und leben lassen…

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich würde es aber gerne verstehen…..ignorieren tue ich schon genug. Wäre doch für alle evtl. schöner, wenn kurze einfache Sätze, ohne geschichtliche Abschweifungen verbunden mit persönlichen historischen Verknüpfungen den Text nicht unnötig aufblähen. Ich lasse ihn am Leben, versprochen!

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                • Brötchen sagt

                  Ja ich auch, er reagiert aber nicht!
                  Wie gesagt, das ist teilweise schon jemand, der viel weiß und kein Dampfplauderer.

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                • firedragon sagt

                  Jep, verständlicher geschrieben wäre von Vorteil, ganz uninteressant sind die persönlichen, geschichtlichen Verknüpfungen nun nicht, allerdings gelegentlich schwer verständlich und für uns etwas ungeordnet – mir kam der Gedanke, es wird möglicherweise „Tagebuch“ oder „Erinnerungsbuch“ geschrieben.
                  Sehe ich jetzt aber nicht so eng – andere Gedankenwelten haben noch keinem geschadet.

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      • @ Obstbäuerin Die exakten Zahlen sind weniger interessant, sondern nur deren Bewertung.
        5 % vom Ziel darüber bedeutet. dass auch 5% weniger als CO2 Ausstoß noch den Mutungsbereich der erfolgten Maßnahmen mit einschließt. Wenn die Marke von 1990 schon nicht richtig liegen sollte, wäre manche dieser Mühen fragwürdig (Kernkraftwerke abschalten).

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        • Die Zeitebene spielt auch mit. Die Minderung des CO2 Ausstoßes um 50 % EU weit bis („by“) 2050 versteht sich ganz exakt auf Sylvester 2049.

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  5. Zertifikatehandel ist von vornherein für den Eimer. Immer schon gewesen. Greenwashing als Renditemodell:

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-09/co2-steuer-emissionshandel-klimaschutz-erderwaermung

    https://www.zdf.de/nachrichten/heute/warum-der-co2-handel-bis-jetzt-gescheitert-ist-100.html

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/zertifikate/nachrichten/emissionszertifikate-das-milliardengeschaeft-mit-dem-abgashandel-seite-2/3531832-2.html

    U.v.m.

    Wissen auch alle, aber im Kern steht dahinter nur: Die Bilanz unterm Strich soll stimmen. Was sie nicht mal tut. Also damit der eine mehr raushauen darf, wird der belohnt, der weniger rauspustet. Herr Lindner hat da mal was erwähnt von wegen Afrika solle in Erneuerbare investieren, die fossilen Energieträger überspringen, damit es niedrige Emissionen hätte und wir weiterhin mehr rauspusten könnten … so ’ne Logik ist einfach nur wirtschaftsliberales Geschwurbel. Nennt sich dann: Global statt national handeln. Übersetzt: Bloß nicht vor der eigenen Türe kehren 🙁

    Wie soll das mit den Wäldern auch gehen? Die aktuelle Misere ist ja TROTZ Wäldern schon entstanden, jetzt dadurch von CO2-Senkung zu sprechen, würde faktisch nichts ändern.

    Anders sähe es beim Thema Humusaufbau aus. Aber wenn bei mehr als 4% Humus 20kg Nitrat/ha weniger ausgebracht werden müssen pauschal, ist die Begeisterung von Tierhaltern von wegen wohin mit der Gülle nicht sehr groß, Humusaufbau zu betreiben, könnte man meinen. Anders gesagt: Hat man speicherfähige Böden, die die Nährstoffe und Feuchtigkeit speichern könnten, darf weniger von oben draufgegeben werden … und so lange die Regierung nicht ein vernünftigens Nährstoff-Netzwerk aufgebaut bekommt, geht es darum, möglichst günstig die Nährstoffüberschüsse loszuwerden. Also je mehr versickert (womöglich ins Grundwasser), desto mehr muß und darf von oben drauf … irgendwie paradox.

    Von der Blockierung der EU-Bodenrahmenrichtlinie durch Deutschland etc. ganz zu schweigen.

    Ein konstruktiver Vorschlag wären Agroforsten (agroforestry), die als wesentliches Element auch die Einbringung von Kohlenstoff in den Boden haben. Müßte auch nicht extra prämiert werden, allein die Bodenaufwertung sichert schon Erträge und schützt besser vor Dürren, sprich Ertragsausfällen.

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    • Heinrich Steggemann sagt

      Mit der aktuellen Düngeverordnung betreiben wir politisch verordneten Raubbau am Humusgehalt der Böden und unnötige CO2 Freisetzung. Wissenschaft, Politik und Landwirtschaft sollten sich wieder mehr mit bodenbiologischen Zusammenhängen auseinandersetzen. Dieses Wissen ist leider in den letzten Jahrzehnten markwirtschaftlichen Zwängen zur Rationalisierung und Spezialisierung zum Opfer gefallen, weil es sich nicht rechnete. Die aktuelle Gesetzgebung basiert auf rein bodenchemischem Düngesalzdenken. Wie müssen weiter an der Verbesserung der „Grundfutterleistung “ der organischen Dünger arbeiten. Schafft man es innerhalb von 15 Jahren mit Hilfe der Bodenbiologie 1% Humus in den obersten 30cm aufzubauen, hat man jährlich rund 4 to CO2 pro Hektar festgelegt. Gleichzeitig wurden jährlich rund 100 kg Stickstoff pro Hektar mit verbaut. In der Düngebilanz wird dies nicht berücksichtigt, sondern diese 100kg als Verlust deklariert und abgestraft.

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    • ottmarWelker sagt

      @ Christian,
      seit dem letzten Taifun in der 1. Oktoberwoche hatte es in Schanghai an unseren Platz nicht mehr geregnet bis die kleine Regenzeit jetzt vor wenigen Wochen kam. Sonst zeigte die Wettervorhersage, dass es immer irgendwo in der Provinz regnete. Die Forstpflanzen reichen nicht aus gegen Dürre. Im Gegenteil diese kleinen Bäümchen gingen in einem Bauernbereich meist zuerst ohne pausible Erklärung ein und wurden nachgepflanzt. Wobei die Arbeiter so vorgiengen, dass sie die schweren am Anfang der Straße pflanzten und die kleinen, leichten hinten. Im anderen, beide neben Kanälen gelegen, war das Gemüse um so weniger üppig, je weiter entfernt vom Kanal gepflanzt, obwohl Bäume ähnlicher Größe da gepflanzt standen. Auch jetzt noch wächst dort und anderswo Wintergemüse, wenn bei Trockenheit die großen Wassertöpfe vom Kanal entfernt gelegen gefüllt waren zur Bewässerung zu anfang, und gleich daneben Sumpfland mit blauem Eisvogel wo laub- und nadelwerfenden Bäume gepflanzt waren. Ohne Wasser geht es nicht im Anbau, an Agroforstbäume sind sie hier teilweise gewohnt, außer bei Reis.
      Die vielen, vielen gepflanzten Bäume, nur Platanen werden auf den Stock jetzt zurückgeschnitten, sollen das Klima und die Luft verbessern helfen, gleichzeitig versuchen manche auf eigene Faust diese gar nicht so alten Bäume zu trimmen, was mit Motorsägen ganz gut gelingen mag bis nichts mehr da ist.. Im Sommer mag Schatten gut sein, im dunklen Winter nicht so.
      In den östlichen Bundesländern vor der Wende, auch sonst in Osteuropa hatten sie Erfahrung mit der Erosion in der Landwirtschaft. Dr. Starke in Leipzig, meinte, dass etwas Erosion nützlich sei für das Pflanzenwachstum. Auf den landwirtschaftlichen Filderböden, anders als bei garen Gartenböden ist wohl weniger Humus auch für die Erwerbs Gemüseanbauer tolerierbar. Es regnet wenig, im Windschatten der Schwäbischen Alb gelegen wird bewässert, auch auf etwas windigen Standorten auf ebenem Gelände werden die Böden nicht so leicht weggewaschen oder verweht wie beim Saharastaub gelegentlich auf Autos, dennoch gibt es neue Regenrückhaltebecken im Falle von Starkregen und kaum Minimalbodenbearbeitung mit Glyphosat, das die Pächter von der Stadt auch nicht anwenden dürfen.
      Humus anzureichern als Selbstzweck kann jemand machen, wenn er will. Eine CO2 Gutschrift einzufordern wegen Unmengen von Huminsäuren oder Moder als Vorstufe von Humus im Wald quantifizieren?

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  6. Mark sagt

    Diese Forderung sollte möglichst schnell begraben werden. Soll bloß keiner so naiv sein zu glauben, die Landwirtschaft könne dadurch zusätzlich Einkommen generieren. Das Ganze liese sich nämlich nur umsetzten, wenn die Bauern jährlich einzelbetriebliche CO2 Bilanzen aufstellen würden. Mal abgesehen von dem gigantisch schwachsinnigen Bürokratiewust, der dadurch entstehen würde, werden die zu verwendenten Durchschnittsätze so kalkuliert sein, dass kaum eine positive CO2 Bilanz zu erzielen ist, ich erinnere hier nur an die politisch festgelegten CO2 Äquivalente von Lachgas und Methan. Was passiert, wenn der Borkenkäfer den Wald vernichtet und gerodet werden muss, dass Holz aber zu Bauholz nicht taugt??? Was passiert, wenn die Bauern statt Herbizideinsatz zu hacken (=Humusabbau) verplichtet werden???? Die Idee ist ein Schuss in den Ofen!!!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die LWK Niedersachsen(Talke Heidkroß) hat bereits eine „Einzelbetriebliche Klimabilanzierung zur Verbesserung der Klimaeffizienz in der Schweinemast“ durchgespielt und die aus den ersten Ergebnissen abgeleiteten Emissionsminderungswerte Frau Klöckner bereitgestellt: Es ist eine 18% tige Emissionsminderung der THG durch eine Gasdichte Lagerung möglich.
      Neben einem geplanten Stalltechnik-TÜV wird also intensiv an Einzelbetrieblichen Nachweisen gearbeitet….Bei baulichen Anlagen ist das kurzfristig umsetzbar, beim Ackerbau schon schwieriger.

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      • Mark sagt

        Mir Verlaub, das ist wieder mal ein schönes Beispiel für theoretische Hirnfurzbürokratie. Wenn Lagerverluste durch Abdeckung vermieden werden, dann steigen eben die Ausbringungsverluste. Wenn Ausbringungsverluste von Methan vermindert werden sollen durch Schleppschuhtechnik, dann steigt dadurch die Lachgasemmission mit einem THG-Faktor von 257. Fazit: nichts ereicht ausser Aufwand produziert. Für die Bauern enden solche Spielchen immer mit einem Minus. Und sie laufen immer nach dem gleichen Chema ab. Es wird den Bauern ein Stöckchen hingehalten, über das sie springen sollen, kurz bevor sie dann mit aller Anstrengung in der Lage sind, drüber zu springen, wird das Stöckchen eben etwas höher gelegt. Nein, die Bauern müssen anfangen zu kapieren, solche Spielchen nicht mehr mit zu machen, anstatt sie selbst noch einzufordern.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Naja Mark, gaaanz so sehe ich das auch wieder nicht. Wenn man z.B. im Abschlemmwaser des Biofilters 4% N hat, dann ist das als pflanzenverfügbarer Dünger einetzbar und nicht in der Luft. Da muss dann eben auch weniger N aus anderen Quellen zugeführt werden. Verluste sind die gleichen, unabhängig woher N kommt.
          Es ist eher die Frage, ob die eingesetzte Energie zur Filterung nicht dem Klima wiederum mehr schadet…:-)

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    • Stadtmensch sagt

      „sollte möglichst schnell begraben werden“

      Wieso denn? Überall wird „Dekarbonisierung“ gefördert. Der reine Markt (basierend auf rationalen Einzelentscheidungen) gibt das nicht her. Wenn ich mir z.B. eine Wärmepumpe nebst schickem BlueGen-BHKW hinstelle, muss der Steuerzahler mächtig helfen. Gesamtwirtschaftlich haben alle was davon. Natürlich muss man bei solchen Maßnahmen auch sicherstellen, das unterm Strich das Ziel auch erreicht wird.

      Willi könnte z.B. eine Förderung für die zu erwartende CO2-Bindung in seinem Buchenhain bekommen. Falls das Einlagerungsziel in den nächsten hundert Jahren wegen Naturkatastrophen nicht erreicht wird, hat Willi die Förderung eben geschenkt bekommen. Das Einlagerungsziel wird festgeschreiben und alles was darüber hinaus geht, darf genutzt werden.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn das CO2 bepreist wird, dann dürfte auch die Bindung, bzw. Ersparnis gegengerechnet werden.
      Zb. die Erzeugung von PV Strom.

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  7. Elisabeth Ertl sagt

    Da ist ein Denkfehler: CO2 – Bindung würde auch dann passieren, wenn der Mensch nichts macht, wenn er alles verwalden ließe. Wenn man den Bauern entlohnt, dann muss man es für etwas tun, was die Natur nicht von selber macht: Menschen mit Nahrung und sonstigen Rohstoffen versorgen, alle diese Kulturleistungen, die über das Jäger- und Sammlerleben hinausgehen, und die man mittlerweile an eine kleine Minderheit delegiert und die entsprechend viel zu billig sind. Für Naturvorgänge wie Fotosynthese und tierischen Stoffwechsel an sich kann man ihn nicht entlohnen. Man muss ihn für die künstliche Begrünung einer Wüste entlohnen. Ich finde es aber auch absurd, wenn man bestimmte Quadratmeter der Erdoberfläche kaufen kann wie Produkte. Die sind ja schon da, bevor der Mensch dort arbeitet.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Da geb ich Ihnen Recht Frau Ertl. Allerdings ist es doch so, dass in einem System, indem geplant ist, den Verursacher zu sanktionieren, dem Einzigen, der im System wirtschaftet und eben Co2 binden kann, ein Ausgleich zustünde.
      Welcher Teil der Gesellschaft bindet denn sonst noch Co2 durch sein wirtschaften? Es geht hierbei ja um ein Steuerungsinstrument innerhalb einer Industriegesellschaft zur Co2- Verringerung bzw. -Bindung. Eine Flächenentsiegelung in Verbindung mit der Schaffung eines Co2- Binders wäre sogar noch besser.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Flächenentsiegelung und Co2 – Verpressung unter die Erde wären natürlich klar menschliche Leistungen, die zu entlohnen sind. Die Frage ist, würde ein Bauer, der sich für seine eigentliche Produktionsleistung wertgeschätzt fühlt, dessen Produkte fair bezahlt werden, der auch für die Schaffung und Pflege von Habitaten bezahlt wird, würde der dann auch noch auf die Idee kommen, für die Fotosynthese seiner Pflanzen noch einmal abzukassieren, damit er nicht sehen muss, dass sein Traktor CO2 emittiert, dass ein Überbesatz mit Vieh dem Klima schadet etc. und sich etwas einfallen lässt, wie man dem entgegenwirken könnte, wünschenswerter Weise, weil ihm sein finanzieller Spielraum da Möglichkeiten eröffnet? Damit, sich die Fotosynthese zugute zu halten, gibt man jenen recht, die kritisieren, dass der Mensch keinen Respekt vor der Natur und ihrer spontanen Fotosynthese mehr hat. Der Nichtlandwirt arbeitet halt nicht so nah an der Fotosynthese wie der Landwirt, man kann diese Nähe und die damit verbundene Macht aber auch als ein Privileg betrachten. Unterprivilegiert fühlt sich der Landwirt ja nicht deshalb, weil er so nah an der Natur arbeitet, im Gegenteil, unterprivilegiert fühlt er sich, weil er von anderen Menschen ausgebeutet wird.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Tja, die erstgenannten Leistungen werden nun mal nicht gerecht entlohnt….und eine Anrechnung der CO2 – Bindung ist doch simpel der Emission gegenüber zu stellen….wer das nicht kann, der muss eben zahlen.
          P.S: Wie schadet ein Überbesatz mit Vieh dem Klima, wenn andere demgegenüber kein Vieh halten?

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Ich gebe Ihnen natürlich recht, dass die Leistungen nicht gerecht entlohnt werden. Aber es ist auch nicht fair, jemanden, der die Möglichkeit der CO2 – Bindung gar nicht hat, einem anderen gleichzustellen, der nun einmal die Verantwortung trägt. Das mit dem Vieh ist natürlich auch eine Frage der sinnvollen Organisation.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “ Das mit dem Vieh ist natürlich auch eine Frage der sinnvollen Organisation.“

              Es hat schlicht nichts mit dem Klima zu tun, so wie Sie Bauer Willi ja auch darauf hingewiesen haben, dass das Nitratproblem nichts mit dem Klima zu tun hat.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Ich glaube schon, dass wir insgesamt zu viel Vieh halten, und dass es besser über die Fläche verteilt gehalten werden sollte. Es geht auch nicht nur ums Nitrat, sondern z.B. auch um Methan.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Diese Art der Argumentation hab ich noch nie verstanden…Ich benötige gar keine Fläche. Ich kann theoretisch Futter zukaufen und Exkremente abgeben, ohne der Umwelt zu schaden. Die Methandiskussion wollen wir nicht wirklich aufmachen oder?

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Zumindest verursachen Sie damit mehr Verkehr und entsprechende Emissionen.
                  Zum Methan wäre natürlich eine sehr differenzierte Diskussion nötig, aber es bleibt schon mindestens ein Korn Wahrheit übrig, was das Klima betrifft. Man könnte auch über die gesundheitlichen Folgen des exzessiven Fleisch- und Milchkonsums sprechen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              „Aber es ist auch nicht fair, jemanden, der die Möglichkeit der CO2 – Bindung gar nicht hat, einem anderen gleichzustellen, der nun einmal die Verantwortung trägt.“

              Hier kommen wir zum eigentlichen Kern der Diskussion. Wenn es so wichtig ist, was Landwirtschaft tut – das haben wir ja nun ausgiebig und lang und breit erarbeitet- warum findet dann gesellschaftlich keine wirkliche Anerkennung in Form von gerechter Bezahlung statt? Antwort: Weil unsere Art zu leben und zu wirtschaften eben nicht durch Nachhaltigkeit geprägt ist und die Mehrheit der Menschen sich darüber auch keinen Kopf macht und machen will. Die Diskrepanz zwischen Leistung und Anerkennung mündet immer in einer monetären Gerechtigkeitsdebatte, aber niemals in einer Auseinandersetzung mit dem Handeln eines jeden Einzelnen. Wie kann es noch Kreuzfahrten geben, wenn man weiß, dass dadurch ausschließlich Schaden angerichtet wird? Weil es Geld generiert, Wohlstand. Weil es den Menschen im kapitalistischen System einen Sinn, einen Ausgleich für ihre Leistung gibt. Ich habe das Gefühl, dass der Mensch in unserer Gesellschaft sich ausschließlich durch materielle Dinge und Bespaßung am Leben erhält. Wenn diese Dinge weg sind, fällt er in eine Sinnkrise und in ein dunkles Loch des Verlorenseins.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                100% Zustimmung!
                Trotzdem ist ein Unterschied zwischen einem Hartz IV – Empfänger, der weder viel CO2 emittiert noch die Chance hat, welches zu binden, und dem Flug- und Kreuzfahrt-Urlauber, der selbstverständlich zur Verantwortung zu ziehen ist – sehr gerne zu Gunsten der Landwirtschaft! Aber wer solche Verursacher zur Kasse bitten will, der hat mehr Chancen, wenn er nicht gleichzeitig um Emissionsprivilegien ansucht, nur weil ihm die Verantwortung für die CO2 – Bindung obliegt.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ja, da bin ich bei Ihnen….das Problem bleibt aber, dass die Industrie ihre Co2- Kosten auf den Hartzer genauso abwälzt, wie auf alle anderen auch. Landwirtschaft kann dies aber nicht, deshalb.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Ich bin sicher nicht der Anwalt der Industrie gegenüber der Landwirtschaft, im Gegenteil! Dass die Konzerne fern sozialpolitischer Kontrolle agieren und Kapitalsammelbecken füllen dürfen mit Geld, das dann nicht nur, aber auch der Landwirtschaft fehlt, ist das größte Übel unserer Zeit. Da bin ich ganz bei Ihnen.

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    • Ottmar Welker sagt

      @Elisabeth Ertel““ Man muss ihn für die künstliche Begrünung einer Wüste entlohnen“. So gut gedacht ist schon fast zu viel.
      Die “ Misere“ bei den gut an Deutschen Landwirtschaftlichen Hochschulen ausgebildeten Diplom Agrar Studienabgänger versuchten welche zu nutzen und warben über eine Stellenanzeige in „Der Zeit“ solche vorzugsweise wohl für ein Wüstengebiet von einem Schwellenlandes. An einem Wochenende rief ich den Werber in der Pfalz an, der grätig sagte, er habe schon 150 Bewerber. Später verlieh ihm der Botschafter des Landes einen Orden in Deutschland. Sie wollen möglichst wenig bezahlen, außer vielleicht Essen, Trinken, Erfahrung sammeln und Sprache lernen. Dieses Land überlegt sich nun, ob sie 150 Millionen freiwilligen Blutspender für ihr natürliches Blut mit Vergünstigungen im täglichen Leben entgelten lassen soll.
      Ein Philippinischer, früherer Rektor der Universität von Los Banjos und damals CEO des internationalen Reisforschungszentrum IRRI meinte auch die Menschen mit Arbeit für sich zu beschäftigen zu sollen, die sonst darauf warteten, bis die Kokosnüsse reif auf den Boden fielen, statt Reis für seine Familie zu bauen oder zumindest deren Enten für die Schneckenbekämpfung geringfügig entlohnt “ freiwillig“ arbeiten zu lassen auf seinem großen Familienbesitz.

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  8. bauerhans sagt

    maßnahmen in meinem wald wurden vom bezirksforstbeamten begleitet,der leider kein kaufmann ist und holz an privatleute vermittelte,wo ich draufzahlen musste.
    jetzt nutze ich das holz selbst,muss mich aber selbst kümmern.
    ich glaube auch,dass einer CO2-Gutschrift die bürokratie im wege stehen wird.

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  9. Kirsten Wosnitza sagt

    Der Thünen report prognostiziert im Mittel einen Verlust an Humus auf Ackerland . Dabei verhalten sich Standorte sehr unterschiedlich. Nicht dass die Bauern noch drauf zahlen müssen…

    „Das heißt, die Grünlandböden behalten im Mittel bei der aktuellen Nutzung und der Annahme gleichbleibender Klimabedingungen die aktuell vorhandenen Kohlenstoffvorräte. Für Ackerböden zeigen die Modelle im Mittel einen Verlust an organischem Kohlenstoff in Höhe von 0,19 t ha-1 a“

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    • Seevers Reinhard sagt

      „Nichts genaues weiß man nicht!“ Frau Wosnitza. Könnte auch in die andere Richtung gehen. Das Thünen-Institut verweist darauf, dass erst nach den Erkenntnissen aus wiederholten mehrjährigen Erhebungen (alle zehn Jahre z.B.) eine Tendenz erkennbar wäre. Nun sollte man doch lieber abwarten und den Alarmismus nicht noch anfeuern, finde ich.

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    • Bauer Willi sagt

      In unserem Betrieb habe ich den Humusgehalt um ca. 30% erhöht. Das ist für die Region durchaus typisch, da mehr organischer Dünger eingesetzt wird und, ganz wichtig, sehr viel Minimalbodenbearbeitung praktiziert wird. Das Thünen-Institut weiß auch nicht alles.

      Beides ist in Zukunft in Frage gestellt wegen möglichem Glyphosatverbot und Düngeverordnung.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Da mischen sich jetzt ganz verschiedene Themen, Willi. Die Frage ist, wie wäre der Humusgehalt ohne Landwirtschaft? Die Degradierung des Humus war die Folge einer landwirtschaftlichen Misswirtschaft früherer Generationen. Wer das jetzt repariert, verdient dafür eine Entlohnung, das ist klar. Aber darf er deshalb auch schon mehr CO2 emittieren als andere, wenn das Luft – CO2 nun einmal bis auf weiteres zu hoch ist? Dieser Konnex stört mich.
        Dass die deutsche Düngeverordnung in der jetzigen Form ein Pfusch ist, steht außer Zweifel. Aber was hat das mit dem Klimawandel zu tun? Da geht es ja ums Nitrat und darum, dass sich beispielsweise mit Futterweizen auch wunderbar Brot backen ließe, wenn man nicht so anspruchsvoll wäre. Und beim Glyphosat muss man um eine ökologischere Alternative kämpfen, Kollateralschaden gegen Klimaschutz ist ein fragwürdiger Kuhhandel.

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  10. Seevers Reinhard sagt

    Gute Idee! Wird aber an der Bürokratie scheitern, die dann überprüfen muss, ob der Wald auch dementsprechend gepflegt und erhalten wird…..wie wird die Dürre abgerechnet? 🙃

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