Bauer Willi
Kommentare 210

Bitte eine ehrliche Antwort…

Viele Menschen begründen die Auswahl bei ihrem Lebensmitteleinkauf mit fehlenden finanziellen Mitteln.

Was wäre also, wenn Du persönlich ab morgen 500 € mehr Geld in der Tasche hättest? Wofür würdest Du es ausgeben? Bitte ganz ehrlich sein…

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210 Kommentare

    • Lady sagt

      Reinhard, der Artikel passt sehr gut in den Blog. Vielleicht jetzt nicht zu den 500 Euro, aber egal. Und aus meiner Sicht passt es nur in wenigen Teilen auf eure Situation.
      Aber genau das, was ihr hier immer zu recht anprangert, passiert in dem Bericht. Da wollen die Medien eine Botschaft los werden, und biegen sich die Zahlen so zurecht, wie es ihnen gefällt. Das geht bei der Überschrift los. Beguckt sich man sich den Kaffeepreis an der Rofstoffbörse, hieße die Überschrift anders. Kaffeepreis liegt auf dem Niveau des Vorjahres.
      Dazwischen gab es Schwankungen. Ach!
      Auch die deutsche Kaffeesteuer blieb übrigens unverändert. Aus meiner Sicht eine Steuer , die kaum jemand kennt. 2,19 pro Kilo Röstkaffee gehen an den Staat.Das hätten die Kaffeebauern sicher auch gerne…

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  1. Reinhard Seevers sagt

    „In der Debatte über umstrittene Billigangebote für Lebensmittel fordern die Verbraucherzentralen mehr Informationen für Kaufentscheidungen im Supermarkt. „Der Preis ist keine Orientierung für Qualität“, sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. Es stimme nicht mehr, dass teure Lebensmittel automatisch gut seien und preiswerte automatisch schlecht. Nötig sei deswegen, Verbrauchern das Leben zu erleichtern, sie nicht für dumm zu verkaufen und deutlich zu machen, wo es unterschiedliche Produkt- und Prozessqualitäten gebe. „Dann werden wir auch eine ausdifferenzierte Zahlungsbereitschaft erleben.“…….

    ……Der vzbv-Chef mahnte, man könne auch nur dann höhere Preise durchsetzen, wenn die Landwirtschaft bessere Qualität liefere. Dies betreffe etwa sauberes Trinkwasser, Artenvielfalt und Klimaschutz.“….

    https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_87113562/der-preis-ist-keine-orientierung-fuer-lebensmittelqualitaet.html

    ALLES KLAR?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat; ……Der vzbv-Chef mahnte, man könne auch nur dann höhere Preise durchsetzen, wenn die Landwirtschaft bessere Qualität liefere. Dies betreffe etwa sauberes Trinkwasser, Artenvielfalt und Klimaschutz.“….

      Habt ihr den Satz nicht wahrgenommen, oder ist es allen egal, welche Anforderungen hier von Seiten des Verbraucherschutzes an die Landwirtschaft gestellt wird, um einen gerechten Preis erzielen zu dürfen?
      Ich hätte einen Empörungssturm erwartet….aber wenn es gar nicht wahrgenommen wird, dann ist eine Diskussion um Preisbildung beim LEH, Verbraucherschelte etc. ja auch völlig überflüssig, so what.

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      • Brötchen sagt

        Reinhard ich habe es gelesen….es ist eine Frechheit!
        Wir können andere Qualitäten liefern, es interessiert nur niemanden wirklich.

        Diese Verbraucherzentralen sind durch nichts fachlich legitimiert!
        Werden aber immer in den Medien zu Meinungen über bestimmte Sachverhalte herangezogen. Deshalb würde ich das nicht so wichtig nehmen.
        Unser BV war gerade aktiv bezüglich Nitrat.
        In Bayern ist jetzt wohl auch was in gange…..siehe agrarheute

        https://www.lbv-brandenburg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2974:hysterie-ueber-nitrat-im-trinkwasser-in-brandenburg-unbegruendet&catid=87:aktuelles&Itemid=63

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich sehe das ganz anders. Der Bundesverband Verbraucherschutz ist DER Multiplikator, wenn es um Lebensmittel geht. Der Einfluss ist immens und die mediale Wirkung dauerhaft und wiederkehrend. Viele in der Vergangenheit geforderten Handlungen beruhen auf dem Verbraucherschutz. Das magere Fleisch, das MHD, die Ampelkennzeichnung etc. sind alles vom Verbraucherschutz gepuschte Aktionen. Früher, als es noch den Ratgeber Ernährung im Fernsehen gab, da wurde regelmäßig der LEH besucht und die Produkte, die im Regal über dem Haltbarkeitsdatum lagen angeprangert, heute sagen die gleichen Schlaumeier, der Kunde müsse seine sensorischen Fähigkeiten nutzen, denn nicht alle abgelaufenen Produkte seien ungenießbar…..ich könnte stundenlang Beispiele auflisten, die dazu geführt haben, dass wir eine Situation haben, die auf deren Aktivitäten beruhen.
          Die haben die Politik am Gängelband, und die die Erzeuger.

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          • Brötchen sagt

            Ja Du hast ja recht, aber ich habe es aufgegeben, ich mache mein Ding!
            Bisher bin ich damit immer gut gefahren, mich von Ideologien fern halten und mich fachlich konzentrieren.
            Ich bin fachlich ziemlich dicht an Lebensmittelqualität dran.

            Wirst Du wahrscheinlich schon gelesen haben, auf den rechten Hetzmedien wird gerade diskutiert, das die NGos die Macht im Staate übernommen haben.

            Deshalb habe ich es aufgegeben mich darüber zu stark zu echauffieren.
            Ich habe die DDR so gut überlebt und werde das auch jetzt tun.

            Naturgesetze kann man nicht ideologisch umgehen, oder per Gesetz kann man nicht den Winter als Frühling deklarieren.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Das sehe ich genauso, mir geht es auch nur um die Öffentlichmachung von Multiplikatoren. Es ist nämlich nicht die Politik allein und ursächlich. Heute sind es die in hoher Geschwindigkeit umherfliegenden „Wahrheiten“, die die Welt verunsichern. Der Berufsstand muss hier schneller werden und sofort reagieren, wenn nicht zu viel Schaden angerichtet werden soll.

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              • Brötchen sagt

                Die Politik ist getrieben bzw. lässt sich treiben.
                Schuld sind Leute/Gruppen im Hintergrund, die Fäden ziehen und keine fachl. Kompetenz haben und ihre ideologische Agenda durchziehen und völlig losgelöst zwischen den Welten schweben.
                Das wird in einer Katastrophe enden.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Unsere Tageszeitung ist genial! Auf der Wirtschaftsseite oben die brenzlige Situation der Bauern dargestellt, darunter die Forderungen der Verbraucherschützer UND eine großformatige Edeka-Anzeige mit „supergeilen“ Preisen (gespickt mit neuen regional Logos!): Hähnchenschenkel für 19 Cent! Danke an „Die Glocke“!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Tja, musst mal die Redaktion ansprechen….die unterscheiden dann zwischen redaktioneller Arbeit und wirtschaftlicher Notwendigkeit. Man nutzt beide Seiten optimal und verkauft seine eigenen Ideale.
          Rewe macht derweil mal auf „Richtig“
          https://www.rewe-group.com/de/nachhaltigkeit
          Die können regional, saisonal, nachhaltig, fair, ….und billig.
          Der „Böse“ sitzt in der Erzeugung (siehe oben)! Leute, wacht auf, der Plumpsack geht rum.

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          • Ferkelhebamme sagt

            Das war nicht ironisch gemeint, ich finde es super! Spiegelt es doch genau die derzeitige Situation. Der Verbraucher soll doch lt. Müller „nicht für dumm verkauft werden“. Bei so einer schönen neutralen Zusammenstellung könnte er ja mal das Gehirn einschalten.
            „Die können regional, saisonal, nachhaltig, fair, ….und billig.“
            Jo…

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  2. R Schulte sagt

    Die Frage zielt in Wahrheit auf die Haltung und nicht den Geldbeutel ab. Wer es als selbstverständlich erachtet, dass Lebensmittel billig sein müssen und dass billige Lebensmittel quasi Teil der staatlichen Daseinsvorsorge sind (jahrzehntelanges agrarpolitisches Credo), der wird die 500 EUR Extrageld auf den Kopf hauen und nicht ein einziger Cent davon geht an die LM-Erzeuger. Wer hochwertige Lebensmittel Wert schätzt, der wird seine Einkaufsentscheidung nicht von 500 EUR mehr oder weniger abhängig machen.

    Wäre die Frage anders gestellt: Wenn du 500 EUR für Lebensmittel mehr ausgeben könntest, was würdest du damit tun? Meine Antwort wäre dann, dass ich mir davon öfters Fisch und heimisches Wild kaufen würde.

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  3. Lieschen Müller sagt

    Da wir nicht so viel Geld für Lebensmittel brauchen, würde ich sicher nicht die gesamten 500 Euro ausgeben. Vielleicht für Biofleisch, das ist ja wirklich um einiges teurer als das Gemüse. Aber Bauerwilli hat recht, wenn ich plötzlich 500 Euro mehr hätte, würde ich das nicht alles in Essen ausgeben. Es fehlt mir schon noch das Geld für die eine oder andere Annehmlichkeit, die für andere selbstverständlich ist.

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  4. Gephard sagt

    Ich kaufe schon jetzt nur Bio und verzichte soweit es geht auch auf EU-Bio. Tierische Produkte gibt es nur extrem selten, ich kaufe auch nichts mit Palmöl, keine Tomatenprodukte aus dem Ausland (weil Tomatenmark aus Italien auch aus China kommen kann), kaufe möglichst viel unverpackt und gebe im Hofladen und auf Märkten Trinkgeld. Discounter haben mich schon lange nicht mehr gesehen und auch bei Kleidung, Elektronik, Gartenbedarf, Haushaltswaren achte ich auf Herkunft, Qualität und Langlebigkeit. Ist leider manchmal sehr anstrengend, weil die Industrie und der Handel gerne viele Aspekte verschleiern. Bei einem angeblich regionalen Produkt mit Mango ist sowas ja noch leicht zu erkennen, aber bei Champignons ist zum Beispiel nicht ersichtlich, ob das Substrat eine Weltreise hinter sich hat. Zumindest in meinem linksgrün versifften Ökoterroristenumfeld mit Omahass sehe ich mich nicht als Ausnahme.

    Leisten kann ich es mir, weil ich konsequent aufs Auto verzichte und keine teuren Urlaube mache. Zudem gebe ich vergleichsweise wenig für Kleidung aus (weil ich nur alle paar Jahre was kaufe) und meine Wochenendgestaltung kommt ohne gesellschaftlich goutierter Drogenkonsum in Saufanstalten aus.

    Mit 500€ mehr in der Tasche würde ich mich mehr in meine Gesundheit investieren und dafür weniger arbeiten und mich mehr engagieren.

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      • Gephard sagt

        Bin ohne Auto auf dem Land aufgewachsen, es gibt da auch weiterhin einen kleinen Bauernmarkt, eine Biokiste, Hofverkauf. Mit vernünftigen und unverpackten Biolebensmitteln (es gibt nur Supermärkte) und fairer Kleidung wird’s dann aber tatsächlich schwierig. Würde ich auf’s Land zurückziehen, wäre also eine entsprechende Infrastruktur wichtig. In Bayern haben ja sogar Dörfer kleine Bioläden.

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    • Obstbäuerin sagt

      Irgend ein Dicker aus meiner Vergangenheit würde jetzt sagen: »Ach, du meine Güte!!!«

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      • Obstbäuerin sagt

        Ich wurde berichtigt, der kleine Dicke sagte: »Ach, du meine Nase!!!« Obwohl seine Partnerin immer überkorrekt war, galt ihr nicht die größere Sympathie.

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    • Christian Bothe sagt

      @gephard,irgendwie tun Sie mir leid.Ich hoffe,Sie brauchen nicht zu viele Nahrungsergänzer, wenn Sie auf Fleisch verzichten(Vit. B12 u.a.).Auf was Sie alles im Food-und non Foodbereich verzichten? Gottseidank sind Sie eine rühmliche Ausnahme, weil alles andere schädlich für die Bauern wäre.

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      • Gephard sagt

        Da B12 selbst Wiederkäuern supplementiert wird, habe ich keine Problem damit, es selbst zu tun. Alles andere muss man nur bei Mängeln supplementieren. Unterscheidet sich also kaum vom Allesesser, außer dass ich mir einen ineffizienten Zwischenverwerter spare. Eisen, Proteine, Vitamine und essentielle Fettsäuren liefern auch Pflanzen. Bei den Omega3/6-Fettsäuren ist die Lage noch unklar auch bezüglich der Wirksamkeit pflanzlicher Supplemente. Meine Blutwerte sind aber in Ordnung.

        Essenstechnisch vermisse ich nichts, im Non-Food-Bereich sind die Lederalternativen leider noch unter aller Sau. Sowohl bzgl. der Umweltfreundlichkeit und Haltbarkeit.

        Inwiefern mein Konsumverhalten der Landwirtschaft schadet, kann ich schwer beurteilen. Ich kaufe jedenfalls kaum verarbeitete Ware und beschere den Bauern auf Wochenmärkten und in Hofläden reichlich Umsatz. Haben immer einen halben Schrank voll eingemachter Tomaten, wofür wir derzeit den größten Teil noch zukaufen, weil der eigene Garten noch im Aufbau ist.

        Dass mein Verhalten der Tierhaltung nicht zuträglich ist, ist durchaus beabsichtigt. Falls ich auch den reinen Gemüsebauern schade, lasst es mich wissen. Die Dungthematik ist mir natürlich bekannt, Demeter bekomme ich nicht ohne Tierhaltung. Es gibt aber auch erste alternative Ansätze, die ohne Zwangstierhaltung funktioniert oder wo Tiere für den Dung und nicht für ihr Fleisch gehalten werden. Dass das derzeit nicht massenkompatibel ist, ist mir bewusst. Das war der Verzicht auf Sklavenhaltung aber einst auch nicht.

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        • Seevers Reinhard sagt

          Ideologien lassen sich nicht diskutieren…..wenn Moralisieren nicht zur Alltäglichkeit wird, ist alles ok.

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        • firedragon sagt

          Gephard,
          finde ich gut, wenn Sie das so für sich entschieden haben, Hut ab vor Ihrer Konsequenz.
          Im agrarheute wurde ein Junglandwirt vorgestellt, der in der Nähe von Leipzig biovegan arbeitet. Auch eine Nische, scheint sich für ihn zu rentieren.

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        • Christian Bothe sagt

          Was haben unserer Vorfahren da falsch gemacht, als sie begannen Tiere als Fleischlieferanten zu domestizieren und diese zu schlachten? Aber sei‘s drum, wenn Ihnen das alles gut bekommt, machen Sie weiter bis der Arzt kommt…

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          • Gephard sagt

            Unsere Vorfahren haben Dörfer ausgerottet, Sklaven gehalten, Hexen verbrannt, aus Bleigefäßen getrunken etc. Man darf durchaus alte Gepflogenheiten als überholt erachten und Geschichte sein lassen. Die Tierhaltung war sicher eine wichtige Errungenschaft auf dem Weg ins heutige Zeitalter, doch sie erweist sich immer mehr als nicht notwendig und vor allem aus dem Ruder geraten.

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        • Thomas Apfel sagt

          Es gibt viele Gegenden auf der Welt, da müssten die Mensch Gras essen wenn sie es nicht über Tierhaltung leichter verdaulich machen würden. Das Problem mit dem „vegan“ ist der Zusatz „Bio“. Man könnte die Wünsche nach vegan durchaus lösen wenn man Mineraldünger nicht „per Order“ zu Teufelszeug erklären würde. Man kann Kompostverfahren auch sinnvoll auf null Kohlenstoffverlust umstellen. Die Verfahren dazu gibt es, sie müssen nur technisch optimiert werden. Nichts ist blödsinniger als das sogenannte „Biozyklisch vegane“ Produktionssystem. Die Ausgangsstoffe werden sinnfrei soweit herunterkompostiert das am Ende des Verfahrens 75 – 80 % des eingesetzten Kohlenstoffs in die Atmosphäre verpufft sind.
          Ich will damit nur sagen, ein Ausbau veganer Landwirtschaft ist durchaus möglich, aber eben in Bezug auf Humus und Nährstoffe nicht nach Bio-Dogmen.

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          • Gephard sagt

            Muss Kompostierung denn eine CO2-Senke sein? Oft geht doch bei der Form der Bewirtschaftung auch nachhaltiger Humus-Aufbau mit einher. Und Humus bindet viel CO2. Was beim Kompostieren freigesetzt wird, gilt ja als CO2-Neutral, weil ja nicht mehr freigesetzt wird als eingebracht wurde. Zudem ist mit Abstand das meiste CO2 im Boden gebunden. Keine Ahnung was da die Mineraldüngerproduktion freisetzt, ganz zu schweigen davon, dass es sich dabei sowieso um eine endliche Ressource handelt.

            Natürlich kann man immer optimieren und neue Verfahren bringen immer auch nicht absehbare Nachteile und Probleme mit sich.

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            • Thomas Apfel sagt

              Es geht hier überhaupt nicht um ein entweder-oder, sondern um die Nutzung von vorhandenen Verfahren und Erkenntnissen. Es ist irrwitzig auf der Hälfte der Fläche Pflanzenmasse zu erzeugen um dann auf der anderen Hälfte nur 25 % des gebundenen CO2 zu nutzen und die größte Menge sinnfrei und ohne Nutzung in die
              Atmosphäre zu blasen. Das unterscheidet sich in der Bilanz nicht groß von Brandrodung oder „permanent brennenden Osterfeuern“, gehört auch zu unserer Kultur und ist beides ökologisch katastrophal. Was Sie ebenfalls übersehen, ist die Tatsache, das aus den Futterpflanzen über das Tier von diesen Flächen immerhin 42 % unseres Kalorienbedarfes gedeckt werden UND die Bodenfruchtbarkeit erhalten wird. Bio-vegan erzeugt auf der Hälfte der Fläche 30 – 40 % der Kalorien wie der moderne Pflanzenbau, Da die andere Hälfte der Fläche für Düngung benötigt wird, liegt (ohne Input von außerhalb) der tatsächliche nutzbare Energiegewinn für die Ernährung über die Gesamtfläche bei 18 bis 20 % gegenüber moderner Landwirtschaft und bei 50 % gegenüber Tier betonter Bio-Landwirtschaft. Das ist ein Extensivierungsniveau auf die Erträge Mitte des 19. Jahrhunderts. Damit könnten dann auch nur, wie damals, 2 Mrd Menschen ernährt werden. Genau deshalb empfinde ich die bio-vegane Produktionsweise als menschenfeindlich.

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              • Brötchen sagt

                Thomas die Tierhaltung die Gebhard haben möchte, ist in etwa Wissensstand des 18 Jh. Er übersieht dabei die Effizienz der einzelnen Umwandlungsprozesse und deren Größenordnungen. Deshalb bezweifle ich, dass er ansatzweise Deinen Gedanken folgen kann.
                Das was er möchte, kann er in der heutigen arbeitsteiligen Gesellschaft nur noch als Liebhaberei durchführen, aber kein Einkommen erwirtschaften und auch keine Haltungsvorschrift einhalten.
                Gerade ist ein kritischer Artikel zum Brandfall Krefelder Zoo erschienen, der die Verantwortungslosigkeit der Krefelder Tierhaltung darstellt. Es war also kein Schicksal, dass die Affen umgekommen sind, sondern mind. Fahrlässigkeit. Z.B. hätte das Dach nie so eingedeckt werden dürfen, das ist schon strafbar, weil das Publikum auch gefährdet wird!
                Wenn ich Tiere halte, dann habe ich eine Verantwortung und die bezieht sich auch auf eine bedarfsgerechte Fütterung und Sachkunde. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wer Katzen in einer Wohnung hält ist für mich kein ernst zunehmender Gesprächspartner über Nutztierhaltung. Wenn Tiere allein zur menschlichen Erbauung nicht artgerecht gehalten werden dürfen, dann ist jede weitere Diskussion überflüssig.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard Du hast recht, ich hatte auch überlegt, ob ich darauf etwas schreibe, habe es aber sein gelassen, weil es sinnlos ist. Im persönl. Gespräch kommt man da vielleicht etwas weiter, hier ist es zu mühsam.

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                • Gephard sagt

                  Ich habe mich offenbar nicht klar ausgedrückt. Obwohl ich selber reine Wohnungskatzen habe, empfinde ich die Haltungsfrom als Zwangstierhaltung und begrüße sie auch nicht. Vielen Haustieren geht es sogar schlechter als Nutztieren, auch wenn die Halter vom Gegenteil überzeugt sind.

                  Mir ist bewusst, dass unsere Katzen weit von einer tiergerechten Haltung entfernt sind. Allerdings haben die Vorbesitzer auch vieles „versaut“. Die Katzen wollen schlicht nicht raus, obwohl sie könnten. Sie essen nur wenige Trockenfuttersorten von Nestlé; Versuche mit Feuchtfutter, Biofutter oder Barfen werden penetrant ignoriert. Nun, die Katzen sind uralt und leben bei uns, um ihnen einen Aufenthalt im Tierheim für die letzten Lebensjahre zu ersparen. Uns ist natürlich bewusst, dass wir mit dem Futter die Intensivhaltung anderer Tiere fördern und einen Verbrecherkonzern unterstützen. Als Alternative böte sich Einschläfern an, was wir aber nicht über’s Herz bringen. Ja, wir stellen das Wohl der zwei Katzen über das Wohl anderer Tiere. Da machen wir uns nichts vor. Das Leben steckt voller Kompromisse. Dennoch lassen wir nicht davon ab, uns bessere Bedingungen zu wünschen und einzufordern.

                  Es ist natürlich auch eine Systemfrage. Der Kapitalismus belohnt vor allem Kosteneffizienz unabhängig vom Wie. Durch Mitbewerber entstehen Zwänge, irgendwie mitzuziehen. Auch wenn sich die Kritik an den Status Quo oft wie eine Kritik an einzelne Bauern liest, ist es letztendlich Systemkritik. Man kann einzelnen nicht vorwerfen, wie sie sich unter struktureller Gewalt verhalten. Idealerweise stehen Alternativen zur Auswahl, für die sich jeder bewusst entscheiden kann.

                  Achja: Wenn die Tiere auf einer geschlossenen Weide selbst ihr Futter wählen und frei zwischen Stall und Wiese entscheiden können, würde ich jetzt nicht von Zwangstierhaltung sprechen. Werden Sie aber daran gehindert, so zu essen, wie sie wollen, damit sie zum Beispiel besonders viel Fleisch ansetzen, wäre es für mich Zwangshaltung. Auch die Haltung von Freigängerkatzen, die zwischen Draußen und Drinnen sowie Mäusen und Industrienahrung wählen können, sehe ich als Zwangshaltung an, falls Sie kastriert sind. Damit untergräbt man ihre sexuelle Autonomie. Dennoch bin ich für’s Kastrieren, weil es systembedingt derzeit die bessere Option ist und in der Endsumme Leid mindert. Es bleibt aber Bereichsethik und ein Gewaltakt an Lebewesen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Unsere Katzen waren nie in der Wohnung.

                  Die Nächtigten auf einem Teppich, überdacht.
                  Erst wenn die Minusgrade unter 5 Grad waren, gingen sie Nachts in den Heizungskeller, da hatten sie Zugang.

                  Wir hatten mal einen Kater, der ging im Frühjahr 6 Wochen auf Brautschau, als er wieder zurückkam, war er dürr, zersaust und ihm fehlte ein halbes Ohr.

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                • firedragon sagt

                  Puh Gephard,
                  ich glaube Brötchen hat recht.
                  In einem persönlichen Gespräch würde ein Gespräch wohl eher passen, hier sprengt das Thema den Rahmen.

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              • Lady sagt

                „Wir hatten mal einen Kater, der ging im Frühjahr 6 Wochen auf Brautschau, als er wieder zurückkam, war er dürr, zersaust und ihm fehlte ein halbes Ohr.“

                Lieber Ehemaliger, mir ist gerade eher nach „Blödeln“ 😀
                Ähnlichkeiten zum Herrchen gibt es nicht? Soll ja vorkommen…
                Unser erster Kater war im Frühjahr auch ständig unterwegs, kam dann immer mal zum Fressen. Aber er hatte eigentlich keine Zeit. Einmal war der Pferdetierarzt da. Kommentar: Uff, die Katze sieht aber schlecht aus . Und er , also der Kater, sah auch einfach gruselig aus, mager und zerrupft,

                Gephard,nun doch etwas ernster. Ich habe als junge Volkswirtin auch eine kurze Weile an der Uni gelehrt. Für diejenigen, die eben ihre Promotion machen wollten, war das typische Thema die Einführung in die VWL, Einen Begriff habe ich damals bestenfalls sehr selten erwähnt: Den Begriff System.
                Es geht um Menschen. wie handeln sie und warum. Das ist der zentrale Unterschied zu den Naturwissenschaften. Da fragt niemand nach dem Motiv, die Materie würde auch nicht antworten. Daher gibt es da dann auch wunderbare Gesetze, auf die ich gelegentlich auch “ neidisch“ gewesen bin. Denn sie haben etwas Absolutes, etwas von „Wahrheit“.
                Der Begriff System suggeriert Ähnliches, ist aber Unsinn. Es war ein Mensch, der den ersten Zaun gezogen hat und ein Kuh dahinter gestellt hat. Kein System.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Ähnlichkeiten zum Herrchen gibt es nicht? Soll ja vorkommen…“

                  Sie irren vollkommen,

                  Herrchen kam nie zersaust von der Brautschau, weil Herrchen sich nie um eine Braut schlagen musste,
                  die kamen ganz von alleine. 😉

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    • Stadtmensch sagt

      Kein Saufgelage – also Netflix geguckt? (½ Stunde Netflix= 1.6 kg CO2, https://www.n-tv.de/wirtschaft/Serienjunkies-haben-schlechte-CO2-Bilanz-article21363869.html)

      Nicht? Etwas Flasche Wein getrunken? (https://www.heise.de/tp/features/CO2-Verbrauch-einer-Flasche-Wein-3506554.html)

      Weihnachten Freunde eingeladen und weng was gebruzelt?
      (53 GW anteilig 18GW Wind (abzüglich Bahnstrom), 9 GW Braunkohle, 8 KW Kernenergie (nicht mehr lange) und 6 GW (meist russisches) Gas:
      https://energy-charts.de/power_de.htm?source=all-sources&year=2019&week=52)

      Lass uns die Party noch zu Ende feiern…
      Jobben und shoppen…
      😉

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      • Seevers Reinhard sagt

        Ich habe keinen Wäschetrockner, keinen Toaster, keine Mikrowelle, keinen Thermomix, kein E-Bike, keine Espresso-Maschine, keinen Zweitfernseher, ein 40 Jahre altes Fahrrad, das Auto ist 8Jahre alt, ich mache keine Kreuzfahrten, ich habe kein Motorrad, kein Motorboot, kein Segelboot, fahre nicht Ski, wohne in einer Zweizimmerwohnung, ………bin ich jetzt auch ein guter Mensch?

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        • firedragon sagt

          Herr Seevers,
          es geht nicht darum, ob jemand ein „guter Mensch“ ist.
          Es geht darum, was man für sich als „gut“ empfindet oder ansieht.
          Da sollte sich auch keiner reinreden lassen müssen.

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          • Stadtmensch sagt

            Ich empfinde z.B. gut, wie ein bestimmter Rewe-Marktleiter in unserer Stadt seinen Laden führt. Er ist immer mit am Wühlen und ganz nett zu seinen Mitarbeitern. Der ganze Laden sieht richtig ordentlich aus und es gibt alles. Also von außen betrachtet sieht das für mich so aus, als hätten die da Freude an der Arbeit. Gut sein könnte ja auch heißen, einfach mal ohne Hintergedanken sein. Also prinzipiell erst mal vertrauen. Einfach mal früh aufstehen, und sich vornehmen, ausnahmsweise kein A…. zu sein. Klingt jetzt alles sehr berufsbedingt weltfremd, aber mich belastet es auch, ständig beim Begutachten einer Ware an Sklavenarbeit, Übernutzung, Verarsche und wasweißich denken zu müssen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sind die Beschäftigten eines Lebensmittelladens seit neuestem Sklaven?

              Eine Nichte meiner Frau mit Nebenerwerbslandwirtschaft meint,
              bei ALDI verdient sie mehr als im Obstbaubetrieb.

              Folglich müssen die Zustände in einem Obstbaubetrieb noch katastrophaler sein.

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              • Inga sagt

                Das ist ja das Dilemma,
                wenn Arbeit mehr kostet als Rohstoffe,
                landw. Rohstoffe, aber auch andere.

                Weil Rohstoff weniger wert ist, als Menschliche Arbeit, verdient man eben nicht so viel damit, als mit Regale stabeln.

                Was bilden sich die Menschen wohl ein!

                Und Bauer Willi muß extra ein Buch deswegen schreiben!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Achsooooo, ich dachte es geht darum, wer der bessere Weltretter ist? Wenn es ums eigen Wohlempfinden geht, dann ist Fliegen und Fleischessen ja kein Problem…warum wird es aber dann als solches gebranntmarkt?
            Wie soll sich denn dann alles ändern, was sich ändern soll?

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            • Stadtmensch sagt

              Natürlich geht es in erste Line darum, wer der bessere Weltretter ist!
              Beim Alter des Fahrrads sind sie mir uneinholbare 15 Jahre voraus.

              Segeln kann man auch ohne eigenes Boot (diese Information wurde mir aufgedrängt). Ist jedenfalls „intensiver“ als Kreuzfahrt.

              Ansonsten wie immer „Alles was du hast, hat irgendwann dich“.

              In Südafrika hat man das Problem der Wasserverschwendung u.a. damit gemildert, den Wasserverbrauch der einzelnen Haushalte ins Netz zu stellen.
              Hat geholfen!
              So. fingerphilosoph könnte jetzt langsam mal mit einem Nudging-Traktat um die Ecke biegen…

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              • firedragon sagt

                fingerphilosoph vermisse ich hier auch schon.
                Könnte auch gleich erklären, was Nudging-Traktat ist.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Das ist die Sprache die man nur in gebildeten Kreisen kennt, also in der Stadt.
                  Bei uns war das früher so, man hat den Kindern Grimms Märchen erzählt.

                  Heute glauben die Erwachsenen daran.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Wenn’s drum geht, wer der bessere Weltretter ist, kann ich leider nicht mithalten. Ich halte den Anspruch, die Welt retten zu müssen, für die Hybris des größenwahnsinnig gewordenen Teils unserer Spezies. Wir sind noch lange nicht so weit, die Welt retten zu können. Dafür ist sie nämlich viel zu komplex.

                  Um die Welt retten zu können, müssen wir uns selbst mit Hilfe unserer Biotechnologien erst gen- und gehirntechnisch soweit verändern, dass wir mit den Informationstechnologien zu einer superintelligenten Einheit verschmelzen können. Vorher dürften wir nicht wirklich verstehen, was in der Welt tatsächlich abgeht und wie die verschiedenen hochkomplexen Systeme tatsächlich ineinandergreifen. Derzeit ist es so, dass die Weltretter offenbar gar nicht merken, dass sie den Planeten mit ihren zahllosen Rettungsversuchen gerade erst so richtig gegen die Wand fahren.

                  Leider ist es meiner Ansicht nach so, dass die Vollendung des Verschmelzungsprozess von Mensch und Maschine, Bio- und Informationstechnologien in Form der Erschaffung eines superintelligenten Wesens (Homo sapiens² sapiens³) die restlichen Ressourcen des Planeten aufzehren und der Natur noch vollends den Garaus machen wird.

                  Also ist es wohl besser, sich – zugegebenermaßen schweren Herzens – seelisch-moralisch darauf vorzubereiten, dass in absehbarer Zeit ein superintelligenter Geist-Technik-Komplex, der kein Lebewesen mehr ist, eine tote, öde Welt beherrscht, das dafür aber richtig.

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                • firedragon sagt

                  Guten Abend fingerphilosoph,
                  da hoffe ich ich doch mal, dass ich dann schon lange in anderen Welten schwebe.

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                • Mark sagt

                  @f…ph
                  „Wir sind noch lange nicht so weit, die Welt retten zu können.“ = falsch
                  Wir sind noch lange nicht so weit, die Welt retten zu müssen. Damit erübrigen sich dann Deine restlichen Ausführungen.

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                • Stadtmensch sagt

                  @fingerphilosoph, den Geist-Technik-Komplex kannst du vergessen. Eine komplizierte durch Selbstorganisation entstandene Struktur (fern vom thermodynamischen Gleichgewicht), fällt in sich zusammen, wenn die Gleichgewichtslage (z.B. aufgrund von Energiemangel) wieder eingenommen wird. Ohne Windmühlen, Wärmepumpen, PV und dergleichen, werden wir uns recht bald im Mittelalter wiederfinden. Das sind vergleichsweise sehr viel einfachere Dinge als das was dir offensichtlich vorschwebt: DNA-Optimierung

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                • Mark sagt

                  @ Stadtmensch
                  Richtig, das kommt von den dissipativen Strukturen mit fraktalen Grenzen.

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                • fingerphilosoph sagt

                  @Stadtmensch
                  So ähnlich wie Du dürften auch die Jäger und Sammler argumentiert haben, als sich am Horizont der Ackerbau, die Metallverarbeitung und die ersten Stadtgründungen abzeichneten: „Jou, wartet mal ab, wenn die erst mal alle Bäume rings um ihre Städte abgefackelt haben und nicht wissen, wo sie noch mehr Holz für ihre Öfen und Hütten herkriegen sollen. Hoho. Dann finden die sich im Zustand der Affen wieder. Hoho. So kommt alles wieder ins natürliche Gleichgewicht.“

                  Tja, und wie ist die Geschichte weitergegangen? Statt den Bauern und Metallern sind die Jäger und Sammler ausgestorben, und wo nicht, überleben die kümmerlichen Überreste solcher Gesellschaften dank der ehemaligen Bauern und Metaller, die zu Touristen geworden sind, und vor denen die letzten Jäger und Sammler die Affen im Baströckchen geben.

                  Das natürliche Gleichgewicht existiert übrigens nur in den Köpfen jener naturfernen Städter, die von der Natur keine Ahnung haben. Natur und Leben sind nie im Gleichgewicht, beides definiert sich geradezu dadurch, dass es im Ungleichgewicht ist. Gleichgewicht bedeutet nämlich das Ende des Wandels und damit der Evolution. Gleichgewicht ist Stillstand, und Stillstand ist Tod. Alle, die das natürliche Gleichgewicht als zu erreichendes Ziel anstreben, sind Todessehnsüchtige, die mit dem permanenten Wandel nicht zurechtkommen und sich stattdessen an erstarrte Bilder in ihren Köpfen klammern.

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                • Stadtmensch sagt

                  @fingerphilosoph, Bakterien mit ihren kurzen Evolutionszyklen (halbe Stunde?) können sich sehr schnell an Änderungen der Lebensbedingungen anpassen. Wir dagegen mit unserer relativ geringen Zahl und 15 jährigem Evolutionszyklus werden unsere Komfortzone auch nicht mit zwei drei angepassten Genen verlassen können. Ich habe genügend SciFi-Gespinne gelesen um behaupten zu können, dass ein paar Superhirne im, Bunker (also Arche) keine neue Population begründen können, die auf dem erreichten Wissenstand aufsetzt. Der Wissenstand ist diese „Struktur“ die untrennbar mit der Masse Mensch verbunden ist. Ein Superhirn, dass sich um seine Nahrung selbst kümmern muss, wird keine Zeit für Rocket Science haben. Es wird also eine Weile dauern, bis deine Nachfahren so etwas wie ein Baströckchen tragen werden.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Die Niedersächsische Landwirtschaftsministerin hat schon mal einen Vorschlag der Grünen aufgegriffen und gemeinsam mit dem SPD- Minister aus Mäcpom eine Steuer auf Fleisch vorgeschlagen…..Umfragen zeigen den Bürger not amused….
                Was für eine verrückte Welt.

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                • Inga sagt

                  Was wird dann mit der Fleischsteuer gemacht?
                  Der ehrliche Produzent sieht wohl nichts davon.

                  Oder fließen die in das Gesundheitswesen?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Das Geld der Fleischsteuer wird den armen Menschen in der ganzen Welt gegeben, dass die sich auch Fleisch leisten können.

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              • Ferkelhebamme sagt

                Das Alter eurer Fahrräder spricht aber nicht gerade für intensive Nutzung 😉 Ich fahre zwei Mini-Hafermopeds mit Allhufantrieb. Bekomme ich jetzt einen Keks? Ich sinniere derweil über Gephards Begriff der „Zwangstierhaltung“…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Keinen Keks! Hafermopeds sind nicht nachhaltig, benötigen Sattel, Futter, Stall etc…..:-)
                  Zwangstierhaltung ist ein Begriff aus den Reihen der Tierrechtler. Die sind uns ethisch – moralisch überlegen! Nomadentum ist in unseren Breiten schwer möglich. Mit den Tieren durch die Großstädte pilgern wäre nicht soo prickelnd.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Das ist aber gar nicht umweltfreundlich,
                  Pferde stoßen auch Methan, Schwefelwasserstoff und anderen Faulgase aus.

                  Deshalb lieber Fahrrad, ohne Elektromotor. 😉

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                • Inga sagt

                  Aber nicht so viel wie Rinder mit ihren 4 Mägen, Ehemaliger Landwirt, oder?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Die Diskussion gin um Mobilität. Hafermoped versus Fahrrad, Inga.
                  Der Methanausstoß der Rinder ist irrelevant, weil lediglich ein Kohlenstoff-Umwandlungsprozess.

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                • Gephard sagt

                  Unter Zwangstierhaltung verstehe ich, dass die Tiere entsprechend eines Zwecks wie hohem Fleischoutput oder optimierte Legeleistung gehalten und vor allem beeinflusst werden. Die Tiere bekommen dann z.B. zweckdienliche Nahrung wie Kraftfutter statt Gras. Dem gegenüber steht eine Tierhaltung, die das Wohlergehen im Fokus hat und Produkte wie Dung oder Eier ein willkommener Bonus sind. Die Tiere haben dann auch einen deutlich größeren Bewegungs- und Entscheidungsspielraum. Reine Stall- oder Wohnungshaltung ist glasklar eine Zwangstierhaltung mit hohem Maß an struktureller Gewalt. Das schreibe ich übrigens als Halter mehrerer Wohnungskatzen.

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                • firedragon sagt

                  Guten Morgen Gebhard,
                  mir ist nicht klar, warum Du Deine Katzen erwähnt hast, wenn Du diese Haltungsform in Wohnungen monierst.
                  Haustiere und Nutztiere sind in ihrer Haltung nicht wirklich vergleichbar.
                  Unser Hund hat absolute Bewegungsfreiheit, er latscht auch mal durch’s Dorf – finden Autofahrer nicht toll. Da bricht allerdings noch keine Panik aus.
                  Unsere paar Kühe halten wir auf Wiesen hinter Zäunen. Als die aber mal draußen waren, fand das niemand so lustig.
                  So viel zu Deinem Verständnis von Zwangshaltung und dem Bewegungsspielraum.

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                • Paulus sagt

                  Liebe Ferkelhebamme, wenn ich mit meinem alten Holland-Fahrrad durch unser rheinisches Kaff eiere, träume ich manchmal davon, einmal zweispännig zum Rewe zu fahren. Unterwegs mit einem zufriedenen freundlichen Lächeln, formvollendend grüßend und dabei die Melone abnehmend. Abgesehen davon, dass mir die Huftiere fehlen, beherrsche ich die hohe Kunst des Fahrens nicht.
                  Kein Wunder, das die Sache mit der KÖ und der roten Nelke am Hut bei dir nicht geklappt hat. Da kommste auch mit den typisch westfälischen Eigenschaften nicht weiter. 🙂

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @Paulus

                  Jetzt enttäuscht du mich, Du kannst dir keinen Kutscher leisten? 😉

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                • Inga sagt

                  Reinhard,
                  aber für den Ehemaligen dienen Kühe auch als Fortbgewegungsmittel, was denkst du wie der früher seine Beine ins Feld gefahren hat?
                  😉

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Jawoll Inga,
                  Die Reichen hatten ein Pferd,
                  die Mittelreichen einen Ochsen
                  und die Armen wir wir, die Zweitnutzungskuh.

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Lieber Paulus, auf der Kö habe ich keinen Parkplatz für den Fendt gefunden… Kutsche kann ich nur die Sparversion: mit Minishettys zum Netto 😉 Fahrer tragen übrigens traditionell Zylinder: einen grauen, wenn es das eigene Gespann ist, einen schwarzen, wenn es einem anderen gehört. Und du würdest enttäuscht sein: die Leute lachen in erster Linie die Pferde (Shettys sowieso) an, nicht den Fahrer.
                  Aber wir weichen etwas vom Thema ab…

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                • bauerhans sagt

                  „ein superintelligenter Geist-Technik-Komplex, der kein Lebewesen mehr ist, eine tote, öde Welt beherrscht“

                  ein prof. der philosophie aus M hatte vorhin in ARD ALPHA gemeint,künstliche intelligenz könne keine moralischen entscheidungen treffen,das kann nur der mensch.

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            • firedragon sagt

              Wie soll sich denn dann alles ändern, was sich ändern soll?

              Durch Bildung.
              Durch Weitsicht.
              Durch Unvoreingenommenheit.
              Durch Eigenverantwortung.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Oh, der Mensch wird weise und gut? Das ist aber ein frommer Wunsch. Hat die letzten Jahrtausende gut geklappt. 🙂

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        • Gephard sagt

          Da Menschen nicht gut oder böse sein können, erübrigt sich die Frage. Diese Wertung ist nämlich individuell und kann sich nur auf einzelne Verhaltensweisen beziehen. Es ist natürlich verlockend, jemanden, der vermeintlich wenig gute Verhaltensweisen zeigt, grundsätzlich als schlecht abzustempeln. Gut oder Schlecht kann aber einfach kein Attribut für Lebewesen, Wetter, Nahrung oder sonst etwas sein, da es relative Wertungen sind, die je nach Urteilenden auch anders ausfallen können.

          Ich finde es zum Beispiel gut, dass du keinen Wäschetrockner besitzt, aber das macht dich weder zu einem guten noch schlechten Menschen. Hitler besaß auch keinen, dennoch kann man ihm viele Taten und Entscheidungen mit krass negativer und zerstörerischer Wirkung vorwerfen. Aber auch er war kein generell böser Mensch, so schwer es auch ist, das zu akzeptieren. Es ist sogar möglich, Mitgefühl für ihn zu empfinden, wenn man etwas über sein kindheitliche Entwicklung erfährt. Das entschuldigt zwar nichts, kann aber beim Verstehen und Entmystifizieren helfen. Leider ist die Ambiguitätstolerenz bei vielen Menschen nur schwach ausgeprägt, wovon ich mich auch nicht freispreche. Wird gesellschaftlich auch kaum goutiert. Die oft eingeforderte Haltung zwingt ja manchmal dazu, Ambiguität zu ignorieren und sich auf eine Seite zu schlagen. Und gesellschaftsprägende Medien wie die Bildzeitung leben ja regelrecht davon, möglichst nicht ambig zu sein.

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    • Paulus sagt

      Ich finde Gephard macht vieles richtig und ich respektiere und schätze seine Einstellung. Ist schließlich gar nicht so weit von meiner eigenen entfernt. Selbst wenn ich als Wähler der FDP es nicht so mit linksgrün versifften Ökoterroristen habe und schon gar nicht mit denen in Verbindung gebracht werden möchte, lohnt sich die Diskussion allemal.
      Den Spruch eines Freundes kann ich mir nicht verkneifen, der kam als ich mich am Büffet in der Küche sehr zurück haltend verhielt: „Paulus, bitte greif zu, es gibt ein Leben vor dem Tod.“ Da waren lustiger weise auch linksgrün versiffte anwesend, denen musste man das aber nicht sagen.
      Und dann kam ein „Jahrhundertwein“ von Meyer-Näkel, ein Spätburgunder mit so ca. 16 Volt auf den Tisch. Für die Salonlinken war es scheinbar nichts Besonderes. Ich wünschte ich mir nach zwei Gläsern tatsächlich ein Leben vor dem Tod.

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  5. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    500 Euronen mehr im Monat – brutto oder netto?

    Wer dieses Mehr verbuchen kann, liegt in der Einkommsklasse, wo die höchsten Begehrlichkeiten der Allgemeinheit zu befriedigen sind.

    Da strecken sich also reflexartig viele Hände nach diesem MEHR aus; …machen wir uns nichts vor, unsere Nahrungsmittel rangieren dabei gaaaaaanz weit hinten!

    Allein die Tatsache, dass -wer solches „Aufgeld“ verbuchen darf- aktuell ein Verwahrgeld von 1-2% löhnen muss, hierzu addiert sich der Inflationsverlust von nocheinmal 1-2%, lässt wenig Spielraum für unsere Bauernträume zu.

    Eher gegenteilig wird man darüber nachsinnen, wo also Einsparpotential zu generieren ist. Auf die heimischen Teller in unseren Esszimmern schaut niemand drauf, selbstredend bietet sich das grundlegendes Haushaltssparprogramm für die knurrenden Mägen förmlichst an…

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  6. Reinhard Seevers sagt

    Eigentlich ist die Frage überflüssig. Man könnte sie nämlich genauso in den Bereichen nachhaltige Kleidung, nachhaltige Mobilität oder nachhaltigen Urlaub stellen…..der Mensch entscheidet nach seinen ureigensten subjektiven Empfindungen. Evtl. entscheidet er sich sogar für eine zus. private Altersvorsorge oder eine PV-Anlage auf seinem Dach…wie auch immer.
    Und über eine Umfrage wird niemals die wirkliche Handlung abgebildet. Der Mensch muss den persönlichen „Mehrwert“ erkennen und für sich bewerten.

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  7. Torsten Schmidt sagt

    Moin, ich fürchte ich würde das Geld “verbrennen“.
    Ich würde es in unseren Betrieb stecken, um die Zukunft zu sichern, auch wenn dies der absolut falsche Weg sein sollte….

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  8. Marta Boss sagt

    Ich persönlich würde mein Einkaufverhalten nicht ändern. Ich kaufe kein Fleisch beim Discounter (Eberfleisch stinkt). Ich kaufe nicht bewußt Bio, Bin ohne 63 geworden und die landwirtschaftlichen Produkte sind heute weniger belastet als früher.
    Ich kenne aber Familien, die jeden Cent umdrehen müssen. Diese geben aber den größten Teil ihres Haushaltsbudgets für Fastfood, Fertigprodukte, Tüten (Maggi, Knorr) Süssigkeiten, Chips… aus. Denen würden 500,- € helfen, aber nicht um die Essgewohnheiten zu ändern. Anders kenne ich auch Familien, die trotz knappen Budgets Bio kaufen, dafür aber Kleidung „Second Hand“ (nicht abwertend gemeint, bewundere die Konsequenz). Das sind die einzigen, denen 500,- € helfen würden. Aber diese Familien sind auch jetzt schon zufrieden. Gibt einem zu denken?

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  9. Elisabeth Ertl sagt

    Wir schauen schon jetzt auf Regionalität und Qualität (viel, aber nicht nur bio) und nicht auf den Preis, da müsste ich schon dem Bauern mehr geben, als er verlangt. Sonderangebote sind mir schon jetzt suspekt. Also würde sich nicht viel ändern.

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  10. Christian Bothe sagt

    Natürlich nicht.Kaufen an Lebensmittels das was schmeckt!Schauen natürlich auch auf Sonderangebote des LEH, insbesondere bei Volvic!Ansonsten würde ich es sparen und anlegen!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Qualität des Volvic Wassers entspricht in etwa, was bei uns aus dem Hahn läuft.
      Deutsche kaufen Vilvic, Elsässer Mineralwasser aus dem Schwarzwald, so verschieden sind die Geschmäcker, dennoch, Wasser ist Wasser.

      Vor einigen Jahren haben wir uns mal die Sehenswürdigkeiten von Florida angeschaut und in der Zimmerbar konnte man Fiji Water erwerben, 8 $ der halbe Liter. Das war uns zu teuer, aber probieren wollten wir es schon einmal. Folglich kauften wir eine Flasche für 4 $ im Supermarkt.
      Wie es geschmeckt hat, wie das aus dem Wasserhahn bei uns Zuhause.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Fiji Water kommt von den Fidschi Inseln, ist ein Inselstaat im Südpazifik nördlich von Neuseeland und östlich von Australien.

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  11. Dieter sagt

    Ich würde sofort Kontakt zu meinem Winzer aufnehmen, er sollte monatlich zügig meinen Weinkeller auffüllen. Denn zu einem guten Essen – gehört das „Grundnahrungsmittel“ Wein!

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    • Paulus sagt

      Zu einem guten Essen gehört ein erstklassiges neutrales, frisches und kühles Wasser – nämlich das aus dem Kran! Es entfaltet sich sensationell an der Zunge und am Gaumen und wird von mir je nach Provenienz mit 95-100 Pauluspunkten bedacht. Wobei ich nichts gegen einen ehrlichen und schlichten Wein einzuwenden hab. 🙂

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wein und Bier gehören zu den Alkoholika, diese Schaden grundsätzlich dem „Volkskörper“ und sollten eigentlich gar nicht hergestellt und verkauft werden oder aber mind. geächtet, wie z.B. Zigaretten oder Fleisch!

          Tja, Kultur ist häufig ein Bremsklotz, weltweit.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Nein, ich möchte nur, dass „ehrlich“ diskutiert wird und auch Tabuthemen angesprochen werden….ansonsten ist die Diskussion sowieso überflüssig.

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              • firedragon sagt

                Okay, jetzt kann ich leider nicht mehr diskutieren, auch nicht über sogenannte Tabuthemen (Wein?), gehe jetzt Reben schneiden.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ja, man kommt an Grenzen des „Diskutierbaren“, das ist so. Wenn wir aber „ehrlich“ sein wollen, dann muss man auch über Weinmonokulturen und Hopfenanbau, Braugerste etc. sprechen. Das ist eigentlich Bestandteil der gesamten Agrardiskussion und auch um mehr oder weniger Bereitschaft für Mehrausgaben.

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  das ist für mich keine Grenze, ich habe jetzt nur keine Zeit. Gerne heute Abend, wenn Sie Fragen haben. Gruß.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Das kommt davon, wenn man im falschen Bundesland lebt. Bei uns ist Feiertag. 🙂

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „“Ja, man kommt an Grenzen des „Diskutierbaren“, das ist so. Wenn wir aber „ehrlich“ sein wollen, dann muss man auch über Weinmonokulturen und Hopfenanbau, Braugerste etc. sprechen. Das ist eigentlich Bestandteil der gesamten Agrardiskussion und auch um mehr oder weniger Bereitschaft für Mehrausgaben.““

                  Du aber auch, das sind doch Kindereien.

                  Weinbau, Hopfen, Apfel und Zwetschgen sind nun mal Monokulturen, Braugerste und Mais zb. nicht.
                  Unerwähnt möchte ich nicht lassen, dass unter den Weinstöcken und Bäumen bei uns ein schmaler Herbizidstreifen angewendet wird, der Rest hat eine Dauerbegrünung.

                  Wie jeder mit Alkohol umgeht, muss jeder selbst entscheiden.

                  Ein Cousin meines Vaters ging jeden Morgen zu „Frühschoppen“ in ein Gasthaus und trank 2 Viertele Wein.
                  Dieser Mann wurde 102 Jahre alt.

                  Viel leicht wäre er ohne Wein 120 Jahre alt geworden,
                  genaueres weiß man nicht.

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                • firedragon sagt

                  Ehemaliger Landwirt,
                  wir wären auch draußen gewesen, hätten wir einen Feiertag.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Darauf eine Marlboro!
              Übrigens wird in Deutschland auf 2000ha auch Tabak angebaut…
              Ich meine, wenn schon, dann alle Sünden des Volkes auf den Tisch!

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Auch das muss jeder selbst entscheiden, dennoch gebe ich jedem den Rat, man sollte das Rauchen lassen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Das gilt fürs Trinken nicht? …sagt selbstredend der Winzer. Ich kenne auch etliche, die rauchend 95 geworden sind. Ich glaube, wenn die Diskussion auf Wein zu sprechen kommt, dann gehen Messer in den Taschen auf, weil es nicht diskutierbar ist….behaupte ich einfach mal so.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Alkoholiker sind Bier und Schnapstrinker,
                  keine Weintrinker, zumindest kenne ich keinen.

                  Natürlich gibt es auch an Weinfesten betrunkene, das sind normal Biertrinker die den Wein runterschütten wie Bier.

                  Der Winzer reagiert nicht anders, als der Schweinemäster, wenn es um unqualifizierte Aussagen dem Schweinefleisch gegenüber geht.

                  Offensichtlich stehen sie dem Genus eines Weines kritisch gegenüber, das ist ihre Entscheidung, auch nicht zu kritisieren, dennoch werde ich mir heute Abend ein Gläschen genehmigen, so wie jedem Abend auch. Trinken, nicht Saufen.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Paulus,
                willst Du sterben, ohne ein Laster gehabt zu haben?

                Rauchen, Saufen, Sex, das sind des Mannes Freuden.
                Mit zunehmendem Alter habe ich eines Aufgeben müssen.
                Rate mal welches.

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          • Dieter sagt

            Der Genießer ist weder süchtig noch Kettenrauer. Er hält Maß beim Essen, Trinken und beim Rauchen. Nicht auf die Menge kommt es an, sondern auf die Qualität.
            Und mit Wein (keine Trinkmarmelade) stillt man nicht den Durst, mit Wein erfreut man Sinne und Geist.
            Also. vor Asketen sollte man auf der Hut sein, vor Genießern nicht. Wir können schließlich nicht auf das Paradies warten, um anständig zu essen und zu trinken!

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  12. Ulfrid sagt

    Ein hallo in die Runde.

    Ich glaube, dass die Antwort bereits bei Fragestellung fest stand.
    Niemand wird seie Ernährung umstellen, wenn er mehr Geld in zur Verfügung hat.
    Man wird sich sicherlich mal etwas Exklusiveres zwischendurch leisten. Das grundsätzliche Kaufverhalten ändert sich aber nicht.
    In den letzten Jahren habe ich eher das Gefühl, dass mit der einheischen Landwirtschaft so extrem hoch gepokert wird, dass die Entscheidung der Betriebs-Aufgabe von den Landwirten selber kommen soll.
    Hier wird die Begründung sein, dass wir global gesehen nicht „marktfähig“ waren und nur durch „Subvensionen“ so lange überlebt haben.
    Unsere Bedenken und Einwände zu staatlichen Vorgaben, unter dem Deckmantel von Klima-, Arten- und Umwelt-Schutz, spielen dann keine Rolle mehr.
    Es gab mal ein Ziel von „Reduzierung von Flächenfraß auf 30ha/Tag bis zum Jahr 2020“. Dieses Ziel ist nun auf 2030 veschoben worden.
    Jeder der sich nur etwas näher mit den derzeitigen politischen Entwicklungen beschäftigt, kann heute schon das Ergebnis vorraussagen (neue Städte-, Verkehrs- und Klima-Projekte bis 2030 bzw. 2050).
    Man verlangt von uns eine hoch effektive, umwelt- und klimagerechte, qualitativ hochertig und preiswerte Produktion auf der Fläche.
    Wie soll das gehen? Effektivität einschränken auf immer weniger Fläche, für einen steigenden Verbrauch zum gleichen Preis wie vielleicht vor dreißig Jahren?
    Wer glaubt denn so etwas?
    Die Gesellschaft ist satt.
    Mehr Geld für Nahrung ausgeben, macht dann wohl auch keinen Sinn.
    Steigender Egoismus und Verrohung der Gesellschaft kommen noch hinzu.
    Da fallen schon mal solche Sätze, wie „Ihr Bauern bekommt von Brüssel Geld, ob ihr arbeitet oder nicht, fahrt den ganzen Tag mit dem Traktor spazieren und vergiftet die Natur und Umwelt.“
    Bei Nachfragen kommt meist heraus: Die kennen überhaupt keinen Bauern, oder was der wirklich tut!
    Also haben wir mit den Verbrauchern auch eigentlich kein Problem. Die wissen es nicht besser.
    Das bedeutet aber dann, jemand macht geziehlt Hetze gegen unseren Berufsstand.
    Darüber nachzudenken und Konsequenzen abzuwägen sollte unser vorragiges Ziel sein.

    Egal wie wir produzieren, wer unsere Handel- bzw. unsere Geschäftsspartner sind. Wenn wir nicht gemeinsam gegen solche Verleumdungen und daraus entstehende Vorurteile vorgehen, ist die deutsche Landwirschaft nur noch ein kleiner Teil in den Händen großer Finanzgruppen. Dort spielt Ertrag auch eine Rolle. Wie der dann entsteht ist offen.

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    • Bauernbub sagt

      Selbst wenn die Verbraucher mehr Geld ausgeben, dann kommt das nur bei Aldi/Lidl/Rewe/… an, aber nicht bei euch Landwirten.

      In Italien/Frankreich/… geben die Leute mehr Geld für Nahrungsmittel aus als in Deutschland, obwohl das Durchschnittseinkommen geringer ist. Wie geht das? Damit ist doch schon die Idee hinter dieser Frage widerlegt.

      Aldi macht nicht mal ein Geheimnis draus – die geben ganz offen zu, dass der Erfolg nicht am Verkaufspreis liegt, sondern am Einkaufspreis, also den Teil des Preises, den man den Landwirten weg nimmt. Und das macht Aldi professionell und hat es seit Jahrzehnten perfektioniert. Im BWL-Studium wird das als leuchtendes Beispiel für erfolgreiches Unternehmertum gelehrt.

      -> Ihr müsst euch überlegen, was ihr gegen das Preisdiktat von Aldi/Lidl/Rewe/… tun könnt!

      Eigene Hofläden sind keine flächendeckende Lösung. Genossenschaften schon eher. Aber wie können Genossenschaften die Preise anheben, wenn sie mit Billigimporten aus dem Ausland konkurrieren müssen? Ich denke hier könnten euch die Klimaproteste helfen, denn ein großer Teil der Bevölkerung ist derzeit damit einverstanden, mittels CO2-Steuer (oder ähnlichem) die Billigimporte zu verteuern, insbesondere die Schizophrenie von Bio aus China. Dann hättet ihr Luft um die Preise anzuheben.

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      • Inga sagt

        Ja, eben Aufklärung
        Frische und Regionalität spielen auch eine Rolle.

        Vieilleicht kann man das in einer Genossenschaft seperat verkaufen!?!

        Wie hier im Schmaddibben (Schmandtopf):
        http://www.schmanddibben-kirchditmold.de/

        Es gibt mehrer Standorte vom Schmaddibben in Kassel!
        Ich glaube das ist gegründet wurden für Direktvermarkter, die keine Verkaufsbegabung und keinen Marktstand haben.
        (Muß ein Gemüsebauer Verkaufstalent haben?)

        Hatte ursprünglich nichts mit Bio zu tun.
        Vieleicht kann man da beides verkaufen.

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      • Seevers Reinhard sagt

        Zitat:“Ich denke hier könnten euch die Klimaproteste helfen, denn ein großer Teil der Bevölkerung ist derzeit damit einverstanden, mittels CO2-Steuer (oder ähnlichem) die Billigimporte zu verteuern, insbesondere die Schizophrenie von Bio aus China. Dann hättet ihr Luft um die Preise anzuheben.“

        Genau das bezweifle ich. Hier ist die gefühlte Zustimmung, ähnlich wie bei Bio, genau entgegen der wahren Kaufentscheidung.

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  13. Ferkelhebamme sagt

    Ist das Geld auf Dinge des täglichen Bedarfs beschränkt, oder dürfte ich es verwenden, wie ich möchte? Mein Einkaufsverhalten würde ich wahrscheinlich nicht ändern, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, ich auch. Aber ganz represäntativ ist mein Einkaufen glaub ich auch nicht, denn Fleisch sind wir nun mal Selbstversorger, wenn was fehlt bekomme ich es vom örtlichen Metzger, den wir Gott sei Dank noch haben, Brot vom Bäcker, den wir Gott sei Dank noch haben und Obst und Gemüse kommt einmal die Woche frei Haus in einer Kiste vom örtlichen Gemüsehändler. Der hatte übrigens mal einen Hofladen, sogar in super Lage am Ortsrand, an einer Autobahnanschlussstelle, hat den aber geschlossen, weil es sich nicht lohnte. Der Rest vom Discounter oder örtlichen Supermarkt um die Ecke: rein, die übliche Runde, der Einkaufswagen ist meist sehr gleich gefüllt und schnell wieder raus. Und wehe, die haben mal wieder was umgeräumt! Stundenlang durch den Marktkauf streifen und vom Einkaufen ein Event machen ist nicht meins. Stände das Geld nur für den täglichen Bedarf zur Verfügung, würden wir vielleicht mal eher mit der Familie essen gehen.
    Könnte ich es anderweitig verwenden, würde ich davon vielleicht eine Pflegekraft für Opa und Oma finanzieren oder einen Minijobber für den Betrieb, für mehr Zeit mit den Kindern. Betrieblich vielleicht für einen bissigen Rechtsanwalt für Baurecht, der den unsäglichen Ämtern mal die Hölle heiß macht. Ist in der Rechtsschutz leider nicht mit drin. Wir kämpfen immer noch um unseren Maststall, da könnte ich inzwischen ein Buch drüber schreiben…
    Letzendlich würde ich das Geld aber wohl zur Seite legen, weil momentan so gar nicht absehbar ist, was die Zukunft bringt.

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  14. Bauer Willi sagt

    Wegen der Likes. Habe gerade festgestellt, dass die Likes auf dem Handy funktionieren. Auf dem Home-PC nicht. Bitte um Infos von euch.

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  15. bauerhans sagt

    wir können doch nicht im bioladen einkaufen,wo ich doch gern leserbriefe über die nicht gerechtfertigte bevorzugung der bios hier an die NW schicke.
    wir kaufen bei Rewe,Aldi,Penny, Edeka,im Hofladen und beim letzten Metzger hier.

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  16. Schorsch Summerer sagt

    Nein, wir würden beim Einkauf nichts ändern. Wir kaufen nicht Bio aber höherwertig und nur das was schmeckt. Essen ist schliesslich Leben. Aldi und Lidl sehen wir nur ganz selten von innen. 500 Euro mehr kann man aber immer brauchen, z.b. für Musikinstrumente. Auch mal wieder eine Reise könnte uns gefallen, Balkan oder Osteuropa mit dem VWbus. Übrigens werde ich in Zukunft mit meinem Rufnamen schreiben, Georg =Schorsch. Ist zumindest hier einfach persönlicher.

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  17. Astorianer sagt

    Wenn ich diese Kommentare alle lese, komme ich zu der Erkenntnis, dass die einzige Überlebenschanse der Bauern wäre, für alle erzeugten Nahrungsmittel, die Festschreibung eines Mintesterzeugerpreises, der 50 % uber den Erzeugungskosten liegen müsste. Hätte man vor 60 Jahren die Nahrungsmittel- Preise genau so steigen lassen wie die Löhne, dann ginge es uns Bauern sehr gut und wir könnten unseren Mitarbeitern auch gute Löhne bezahlen.

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    • firedragon sagt

      Ja, fragen wir uns schon seit Ewigkeiten :
      alle Kosten um uns herum steigen stetig, die landschaftlichen Einnahmen steigen nicht.
      Eigentlich müssten sie dies aber tun und nicht erst seit gestern, sondern schon vor 30 Jahren.
      Im Verhältnis sinken die Einnahmen eher.
      Ich frage mich oft, warum ist das so – wieso wird alles teurer und wenn etwas nicht teurer wird, fallen irgendwelche Zusatzkosten an.
      Papiergeld, Bearbeitungsgebühr usw., auf der Klempnerrechnung war der Auszubilden mit drauf, 35€ für ’s Zugucken.
      Okay, ich bin vom Thema abgewichen – vielleicht nehmen wir die 500 € und zahlen damit künftig „versteckte“ Kosten.

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      • Inga sagt

        Ach wo, vor 50 Jahren oder noch früher!

        also in Februar 1968 habe ich als 8klässerin meinem Vater ein Schild für den Frontlader gemalt,
        wo drauf stand:

        Butter, Käse, Eier Speck
        liegen heutzutage alle im Dreck

        soll heißen, sie kosten nichts mehr gegen über von noch früher.
        Sie sind zur billigen Ramschware geworden, als wären sie Dreck, …
        Meine Tante, die das nachmittags schon im Fernsehen schauen konnte, sagte, dass in München ein Schlepper zu sehen war, der sich den Spruch an den Frontlader gehängt hat:

        Früher habt ihr mit uns zusammen gegessen,
        jetzt habt ihr uns vergessen!

        Sie meinte damit bestimmt die Notzeiten im und nach dem Krieg.

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        • firedragon sagt

          Das war dann ganz klar vor meiner Zeit.
          Wieviel landwirtschaftliche Betriebe gab es damals?
          Gab es damals mehr Bio, als heute oder gar kein Bio?
          Oder sogar mehr Bio, weil man evtl zurückhaltend mit Kunstdünger und PSM war?
          Ich weiß es nicht, jemand von Euch?

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          • Seevers Reinhard sagt

            Ist die Frage ernst gemeint, oder eine Provokation?
            Die Anzahl der Betriebe ist unter Statista nachzulesen. Es gab natürlich mehr Betriebe.
            Bio als Label gab es gar nicht. Ob man die Wirtschaftsweise als „Bio“ unter heutigen Gesichtspunkten so bezeichnen könnte, ist eine weitgehend philosophische.
            Pflanzenschutz wurde weitgehend nach Packungsbeilage und Gefühl gemacht. Dünger nach dem Motto, viel hilft viel.
            Kalkamonsalpeter mit dem Breitstreuer, Gülle und Jauche wurden ohne Berechnung rausgepleddert…..die Ausbildung war oft rudimentär, usw.
            Der Hof überlebte in der Regel nur mit Hilfe der gesamten Familie inkl. Verwandten, (ist natürlich nur pauschalisierend), es gab selbstverständlich andere Formen…..

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            • firedragon sagt

              Guten Morgen Herr Seevers,
              ich stellte ganz normale Fragen und ja, die sind durchaus ernst gemeint. Was Sie daran als Provokation sehen, ist mir nicht klar.
              Ich weiß, dass es mehr Betriebe gab. Ich hatte nach der Zahl gefragt und nach dem Verhältnis von Bio und Konvi damals zu heute.
              Die Statistik konnte ich mir nicht ansehen, da ich gestern nicht am PC war und da wo ich mich aufhalte und wie jetzt am Handy tippe, verdammt schwaches Netz ist (bin schon froh, wenn meine Kommentare rausgehen).
              Es hätte ja sein können, dass jemand das auf die Schnelle weiß.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Es war auch von mir aus kein Vorwurf, es war lediglich eine Frage…..ich konnte und kann mir eben nicht vorstellen, dass Menschen nicht wissen, dass es vor 50 Jahren kein BIO gab…..es gab Demeter.

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                • Inga sagt

                  Das gab es ja nur für Speziallisten mit entsprechender Philosophie, oder?

                  Erst als man dachte die moderne Technik im Ackerbau sei zu giftig, wegen Kunstdünger und bzw. spritz-Pflanzenschutzmittel
                  wurde der Bioanbau mehr nachgefragt, denke ich mir.

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            • Inga sagt

              Erst bei den Bauern, die Anfang der 60iger ihre Ausbildung abgeschlossen haben, ist die Lizenz zur Ausbringung von Pflanzneschutzmittel mit drin.
              Bei denen die ihre Ausbildung früher gemacht haben, mußten später den Schein durch einen extra Lehrrgang dafür nachgeholt werden.

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          • Inga sagt

            An Bioanbau hat man weniger gedacht, weil es erstmal um Ertrag ging.
            Sicher es gab schon Demeter usw, das war aber nur Spezialisten.

            Also vielleicht schon in den 50igern fing die grüne Revolution an, weil hier so viele Mitbürger aus den deutschen Ostgebieten mit durchgefüttert werden mußten, die Erträge auf den Äckern wurden mit modernen Anbau- und Züchtungsmethoden gesteigert, aber auch mit Mineraldünger.
            Der Pflanzenschutz kam auch nach und nach dazu.
            Bis dahin kannte man nur das Mittel gegen Kartoffelkäfer.
            Vielleicht kennt sich hier jemand besser aus.
            Weil diese neue Technik aber Geld kostete, verringerten sich schon damals die einzelnen Bauernhöfe, weil manche so klein waren und die neue Technik zu teuer.

            Das ist bis heute so geblieben.

            Diese Forschung hat für und in der 3. Welt, bzw. Entwicklungsländer in den 60igern weitergemacht.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCne_Revolution

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        • bauerhans sagt

          „in Februar 1968“

          wurden hier im grösseren umfang die kühe abgeschafft und für schweine umgebaut (kühe-mühe,schweine-scheine),meist ohne genehmigung,auch güllebehälter.
          ferkel kamen von kleinen betrieben,die 6 bis 10 sauen hatten.
          hinten 10 schweine raus,vorne wieder 10 ferkel rein,eine woche antibiotikamix und weiter gings.
          fischmehl und ergänzer (fisopan) wurde gefüttert,wenig sojaschrot.

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          • Inga sagt

            Wir haben noch beides erweitert und modernisiert.
            Weil Kühe warscheinlich monatlich noch ein sicheres Geld auf dem Konto brachten.
            Schweine wurden z.T. noch bar bezahlt!

            Diese Entscheidung zur Spezialisierung lag auch an der Betriebsgröße!

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    • Altbauer Jochen sagt

      Hallo Astorianer, man braucht doch nur die Löhne, Gehälter und Bezüge
      von vor 60 Jahren und heute, in RELATION zu stellen
      zu den landwirtschaftlichen Erzeugerpreisen von
      damals und heute um die Disparität in der Entwicklung
      zu erkennen. Die Beispiele kennt doch eigentlich jeder.
      Im übrigen,- wegen der 500 Euro mehr, ist es wohl nicht egal
      auf wieviel vorhandenes Einkommen das draufkäme und
      wo jeder seine Präferenzen hat .

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      • Inga sagt

        Ein Altbauer erzählte mir ca. 1971 mal
        ja 1950 bekam man im Gegenwert vorn einem Zentner Weizen
        ein paar gutes Rindslederne paar Schuhe.

        Die waren früher bestimmt genau so teuer wie heute ein Paar von NIKE oder so
        Dann müßte heute der halbe Doppelzentner Weizen auch so viel kosten!

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  18. Ehemaliger Landwirt sagt

    Nein,
    wir würden nicht anders einkaufen.
    Wurst kaufen wir in verschiedenen Metzgereien, die Sorten die am besten schmecken,
    Gemüse pflanze ich das meiste selbst an, also aus deutschen Landen frisch auf den Tisch.
    Obst genau so, mir persönlich ist im Winter ein Apfel lieber als Südfrüchte, meine Frau isst ab und zu Orangen und Bananen.
    Hummer und Kaviar brauchen wir nicht, ein Köhler (Seelachs) tut es auch, manchmal auch ein Kabeljau, oder Zander, oder Forelle von einem Berufskollegen.
    Gerne geben wir mal für einen Gruyère, einen Appenzeller, oder einen 36 Monate gereiften Comte` etwas mehr Geld aus, den wir allerdings in Frankreich kaufen.
    Weichkäse im Hofladen.
    Dann kommen wir zum Fleisch, da meine Frau wenig Fleisch isst und ich nur noch ein drittel wie früher (brauche jetzt nicht mehr), essen wir nur noch hochwertigeres Fleisch, wie Schwäbisch Hällisches, oder Iberico.

    Da ich in BIO Lebensmittel keine höhere Wertigkeit erkennen kann, würde ich auch mit 500 Euronen mehr in der Tasche, nicht anders einkaufen.

    Jetzt fällt mir gerade ein, seit einem halben Jahr brauchen wir unseren Sohn nicht mehr unterstützen. Mit dem erspartem Geld und dem wo wir sonst noch ansparen, das würde bis zum Rentenbeginn nahezu für die Aldi-Kreuzfahrt-Weltreise reichen, aber ein Problem gibt es noch zur „Oma ist nee Umweltsau“, ob unsere Söhne das in der Zeit noch hinbekommen? 😉

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    • Inga sagt

      Richtig erkannt
      Opa Ehemaliger Landwirt, denn Opas von heute können auch Umweltsäue sein!

      Gerade die modernen
      die von früher ja weniger, aber die hatten ja auch kein Geld für so eine Reise auf so einer Dreckschleuder.
      Da sieht man mal, wie mtr den Omas und Opas auf Kosten der Ökologie Geld gemacht wird.
      Nur Bauern denken darüber nach und suchen sihc eine Alternative, oder?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Inga,
        nennen sie mich nicht Opa, da bin ich empfindlich, ich bin kein Opa!!!

        In dem Fall müsste ich ja mit einer Oma ins Bett gehen und Omas sind mir zu alt! 😉

        Deshalb muss die Weltkreuzfahrt her, bevor unsere Söhne uns zu Oma und Opa machen. Sonst muss ich die Oma zuhause lassen, Opas wurden nicht kritisiert, glaub ich mal. 😉 🙂

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        • Inga sagt

          Du sollst mich doch nicht siezen!
          Ich bin ja jünger als du!
          Ich kenne einen in deinem Alter, der ist schon Uropa!

          Bei dem Thema ist doch nur das Alter und graue Haare entscheidend!
          🙂

          Da sind bestimmt nur die mit gemeint, die in ihrem Leben aus dem Vollen schöpfen konnten und auf nichts Rücksicht nehmen brauchten. Sich deshalb nie Gedanken über die Umwelt machen brauchten, die Zusammenhänge oft nicht mal verstehen.

          Und wen sie in Schiefalge kommt, wie duch den Klimwandel dann sind eben die Bauern schuld oder so.

          Dann wissen die aber schon, dass die Bauern eine Aufgabe in der Ökologie haben.
          Wird ihnen aber keine Verantwortung dafür zugestraut!

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wen ich jemand mit SIE anspreche, ist ein hohes Vieh, oder die Person hat mich verärgert? 😉

            Naja,
            vom Alter her könnte ich Opa sein, aber ich versichere dir, am mir liegt es nicht. 😉

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  19. Friedrich sagt

    An meinem Essverhalten würde ich garnichts ändern. Ich weis ja , daß ich als konv. Bauer ordentliche Produkte produziere , also warum andere Produkte kaufen. Wenn ich mit meinen Bauarbeiten durch bin , dann werden sich meine Kinder und Großkinder freuen können. — Wie jeder anhand der Autos auf der Straße sehen kann , werden die Autos immer größer und stärker. Otto Normalverbraucher richtet sich immer nach seinem Monatseinkommen und plant danach seine Ausgaben. Beim Einkauf werden gern die Sonderangebote mitgenommen und mit dem eingesparten Geld mal wieder eine Kurzreise für 299 Euro am Wochenende unternommen. Was kann man jede Woche in den Werbeblättern sehen ? Billige Nahrungsmittel und billige Reisen. — Immer wenn der Nahrungsmittelmarkt droht teuerer zu werden , dann werden z.B. Veredlungsinitiativen ins Leben gerufen , damit wieder alles billig wird und der Bauer kein Geld verdient. Das ist aber z.Zt. anders , denn bei kostendeckenden Preisen in der Schweinehaltung stocken die Bauern eher ab als auf. Das kann man an den europaweit sinkenden Tierzahlen sehen. Die linksgrüne Angstmache zeigt so schon Wirkung.

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  20. Der große Gonzo sagt

    Vergleiche ich es mit dem letzten Einkauf vom Samstag:

    1. Einen Kasten Mineralwasser Nürburg Quelle in Glasflaschen
    2. Putenbrust Bio REWE abgepackt
    3. 5 kg Kartoffeln festkochend vom lokalen Hofladen (nicht Bio)
    4. ein kleiner Brokkoli (Gemüsetheke REWE)
    5. 10 Eier vom lokalen Hofladen (freilaufend vorm Höhnermobil, nicht Bio)
    6. 5 Äpfel vom lokalen Hofladen
    7. 2l Milch (Handelsmarke ja!)
    8. 3 Flaschen diverse Rotweine REWE
    9. 3l Apfel-Birnen Direktsaft REWE
    10. zwei Mettwürste an der Fleischtheke
    11. Grünkohl im Schlauch aus der SB-Frischetheke REWE
    12. Französischer Weichkäse aus dem SB-Regal

    Hätte ich 500€ mehr zur Verfügung, würde ich statt der Billigmilch auf Biomilch wechseln. Der Einkauf hätte sich sonst nicht wesentlich geändert. Am Hof Weßling gäbe es auch die Möglichkeit, selbst Frischmilch am SB-Automaten zu zapfen. Ich habe es probiert, nur liegt das so gar nicht auf dem Weg der anderen Einkäufe. Zudem habe ich mich inzwischen auch zu sehr an den Geschmack und die lange Haltbarkeit der Supermarktmilch gewöhnt.

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  21. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    kommt auf das Konto an, auf welchem die 500€ landen.
    Betiebskonto : dann ganz klar für Reparaturen, neuen Computer
    Privatkonto : Badsanierung, beiseite legen für das Alter
    Unser Kaufverhalten in Bezug auf Nahrung ist ausgewogen allerdings nicht Bio.

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  22. Sabine Norbisrath sagt

    Ja, definitiv. Ich würde vor allem schauen, dass ich meine Pachtfläche kaufe und vergrößere. Ich hätte da Ideen für eine bessere Zuchtanlage für die Zwerge. Ein ordentliches Gewächshaus, wär auch mal was.
    Mir gefallen Skudden sehr gut und ich hab kürzlich ein paar sehr nette Dexter-Damen kennen gelernt. Ich steh halt auf Minis. Ich könnte mir vorstellen, da mit entsprechenden Geld den Züchtern unter die Arme zu greifen, weil die Vermarktung oft wirklich an Selbstausbeutung grenzt und die für ihre Hobbyherden die selben Auflagen haben, wie jeder andere auch.

    Auf der anderen Seite kenne ich Leute, die gerne mal was mit Freilandputen versuchen würden, bisher scheitert das auch am Geld. Da könnte man vllt auch was drehen.
    Fleisch würde also definitiv mehr aus dem Direktvertrieb kommen und ich würde da wohl auch zuhause in einen deutlich größeren Froster investieren müssen.
    Bei Obst und Gemüse ist es eher der Zeitfaktor. Alte Obstflächen gibt es hier noch, da werden eher Pfleger gebraucht.
    Ansonsten hängt es halt echt oft an der Zeit. Bis ich zuhause bin, ist es deutlich nach 19 Uhr und da haben die meisten Hofläden dicht, da bleibt dann oft nur der Supermarkt.

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    • Seevers Reinhard sagt

      Wenn demnächst 75 Prozent der Menschen im urbanen Raum leben, wir sollen da Hofläden einen wesentlichen Beitrag leisten. Ich glaube immer noch, dass etliche nicht realisieren, wie sich die Bevölkerung entwickelt……irgendwann kommt die Realität auch südlich des Weißwurst Äquators an, bestimmt.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        In der Nähe gibt es eine Gemeinde wo 5 Hofläden sich in unmittelbarer Nähe befinden. Ab der Eröffnung des 5 Hofladens gingen die Umsätze der anderen zurück.
        Meiner Meinung nach ist die Zahl der Hofläden meistens ausgereizt.

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      • Sabine Norbisrath sagt

        naja, es gibt ja auch Läden, die eher als Coop angelegt sind. Teilweise verändern sich auch die Öffnungszeiten. Für die Bauernscheune, die auch sonntags öffnet, muss ich halt ne Stunde durch die Pampa gurken, aber da gibt es saisonal Gemüse, wobei ich in der Saison dann oft eh zu viel von meinem eigenen habe. Ausnahme war dieses Jahr, da hätte ich so unglaublich viel Trinkwasser verplämmpern müssen, dass ich lieber Gemüse gekauft hab. Irgendwie hat es ringsherum wenigstens mal getröpfelt, nur auf meinem blöden Hügel nicht.
        Für die Großstädte wird es eh weg vom klassischen Einkauf gehen, da werden, denke ich, sich eh Food-Services durchsetzen, die entweder schon fertige Speisen für die Micro anbieten oder aber Kochboxen mit bebilderter Anleitung und allen Zutaten für die Mahlzeit.
        Ich bin mir relativ sicher, dass dann weiter entwickelte Slow-Cooker und Maschinen ähnlich dem Termo-Mix mit entsprechenden Food-Abos den klassischen Herd und den Wocheneinkauf ablösen werden. Solche Kochboxen kann man sich jetzt schon auf die Arbeit oder zur Paketstation senden lassen. Man muss keine Einkäufe mehr planen, nicht in mehrere Geschäfte fahren, weil beim Discounter zwar was billig ist, die aber außer Paprika und Pfeffer keine Gewürze haben, man entgeht der Abzocke mit den Parkscheiben, muss nicht blöd an der Kasse stehen, die Kinder quengeln nicht rum, man kauft nicht irgendeinen Stuss, den man dann nach ner Woche wegwirft… Alles Vorteile, die sicher den klassischen LEH bald genauso schrumpfen lassen wird, wie das Onlinegeschäft andere Anbieter verdrängt hat. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass Frauen auf ihre Shoppingtouren am Samstag in der Stadt verzichten? Tun sie aber, weil so dolle war es für die Durchschnittsfrau halt nicht, durch die Geschäfte zu turnen. Da das Einkaufserlebnis im LEH oft noch grottiger ist wie im Textilbereich, wird sich das bald auch erledigen.

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      • Paulus sagt

        Herr Seevers, ich weiß ja nicht in welcher Welt oder in welchem Kaff sie leben. Ich lebe unweit von Köln und Düsseldorf. Im Gegensatz zu ihnen bin davon überzeugt, dass Direktvermarktung eine Zukunft hat. Es gibt ja nicht nur die stationären Hofläden, die sich was die Produkte betrifft eh schon untereinander austauschen, sondern eine große Anzahl mobiler Anbieter, die explizit die Wünsche ihrer Klientel bedienen. Entfernungen spielen dabei scheinbar keine große Rolle mehr. In Aachen schöpfen deren Verkaufsstände zumindest saisonal den Rahm ab, und selbst am FZ Jülich mit ca. 4.200 MA, das liegt sozusagen in der Pampa, ist es nicht anders. Der Erfolg dieser Direktvermarkter scheint auch darin zu liegen, dass sie es schaffen in kurzen Zeiträumen eine große Anzahl von Kunden zu gewinnen, also Mittagspause und Feierabend. Und wenn die Anbieter nebst frischem Gemüse auch noch die Produkte eines Eifeler Metzgers nebst Eiern, ggf. Brot und sonstigem anbieten, quält sich kein Mensch mehr in ein innerstädtisches Parkhaus und durch irgendeinen Supermarkt. Ich denke, das Potential ist gerade in den urbanen Räumen noch längst nicht ausgeschöpft, auch nördlich des Weißwurst-Äquators.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Kaff ist erstmal eine Beleidigung für einen Lebensraum.
          Der Anteil der Menschen, der mit Direktvermarktung erreicht wird ist so gering, dass man darüber eigentlich gar nicht nachdenken muss, es bleibt eine Lücke und wird, wie schon die Wochenmärkte, langfristig verschwinden, das ist meine feste Überzeugung.

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        • bauerhans sagt

          Paulus,das stimmt,in deiner dichtbesiedelten gegend haut das hin.
          aber,das ist unendlich viel arbeit,die entweder durch die familie oder durch billiglöhner erledigt wird.
          das sehe ich hier in zwei hofläden und im hofcafe.

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          • Reinhard Seevers sagt

            …und spätestens beim Generationswechsel ist Ende Gelände….
            Die Beraterin der LWK, die für die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Direktvermarktung und Hofläden zuständig ist hat mir mal gesagt, dass sie kein Hofcafe kenne, das schwarze Zahlen schriebe. Die sind alle irgendwie quersubventioniert.

            0
  23. Obstbäuerin sagt

    Persönlich würde ich an meinem Einkaufsverhalten nichts ändern. Es ist schon schwierig genug, aus diesem wahnsinns Überangebot das herauszufinden, was einem zusagt und schmeckt. Am meisten ärgere ich mich, wenn ich ungewollt Bio gekauft habe, weil diese Produkte zunehmend unter die normalen sortiert werden und kaum noch als solche erkennbar sind. Für guten Geschmack gebe ich gern mehr aus. Wenn bei Wurst und Fleisch dann noch Tierwohl dazukommt umso besser. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Verbraucher, die jetzt am Essen sparen müssen, um die hohen sonstigen Lebenshaltenskosten (Miete, Heizung, Strom usw.) begleichen zu können, wie arme Rentner, Langzeitarbeitslose oder Alleinerziehende, einen Teil der 500 € für Lebensmittel ausgeben werden. Den Rest wahrscheinlich, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

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    • Seevers Reinhard sagt

      „Den Rest wahrscheinlich, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.“
      Das ist der Kern der Problematik. Auch der Armutsbericht spricht von der Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Deshalb sind Fernseher auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr pfändbar. Die Versorgung mit Nahrung steht nicht in Frage, jedweder“Mehrwert ist ideologisch oder individuell zu betrachten. Es wird in diesem Land versucht, moralisierend Bürger zu manipulieren. Wer ein schlechtes Gewissen hat und genügend Geld, der spielt das Spiel mit…..dem Rest geht es am A…. Vorbei.

      0
  24. Seevers Reinhard sagt

    Gestern lag der neue Aldi-Reisekatalog im Briefkasten. 999,-€ für 17 Tage Thailand. Warum sollte man für qualitativ hochwertige Lebensmittel mehr ausgeben, wenn man so preisgünstig die Welt bereisen kann?

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    • Bauer Willi sagt

      Hab ich auch gesehen. Noch besser 120 Tage Welt-Kreuzfahrt für 12.500 €. Kann man relativ einfach auf den Tag umrechnen….
      Wenn man dann noch bedenkt, was ein Monat in der Senioren-Residenz kostet, könnte so manche Oma zur Umweltsau werden…

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Altersheim, nein danke !

        Wenn ich in später Zukunft einmal alt und klapprig bin, werde ich bestimmt nicht ins Altersheim gehen, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff!
        Die Gründe dafür, hat mir unser Gesundheitsministerium geliefert:
        Die durchschnittlichen Kosten für ein Altersheim betragen etwa 120 Euro pro Tag.
        Ich habe also eine Reservierung für das Kreuzfahrtschiff „AIDA“ geprüft . Danach muss ich für eine Langzeitreise als Rentner etwa 65 Euro pro Tag zahlen!! Nach Adam Riese bleiben mir dann noch 35 Euro pro Tag übrig.
        Die kann ich verwenden für:
        1. Trinkgelder, 5 Euro pro Tag
        2. Ich habe mindestens 10 freie Mahlzeiten,
        wenn ich in eines der Restaurant gehe,
        oder mir vom Room-Service etwas aufs
        Zimmer bringen lasse, d. h. :
        Ich kann jeden Tag der Woche mein
        Frühstück im Bett einnehmen.
        3. Die Aida hat 3 Swimmingpools, einen
        Fitnessraum, freie Waschmaschinen
        und Trockner und sogar jeden Abend
        Shows.
        4. Es gibt auf dem Schiff kostenlos
        Zahnpasta, Seife, Shampoo und Fön.
        5. Das Personal behandelt mich wie einen
        Kunden, und nicht wie einen Patienten.
        Und für extra 5 Euro Trinkgeld lesen mir die Stewards jeden Wunsch von den Augen ab.
        6. Alle 8 – 14 Tage lerne ich neue Leute kennen.
        7. Fernseher defekt? Glühbirnen müssen
        gewechselt werden? Die Bettmatratze
        ist zu hart oder zu weich? Das ist kein
        Problem, das Personal wechselt es,
        das ist kostenlos und man bedankt
        sich noch für mein Verständnis.
        8. Frische Bettwäsche und Handtücher:
        selbstverständlich jeden Tag, und ich
        muss nicht einmal danach fragen.
        9. Wenn ich im Altersheim falle und mir
        die Rippen breche, komme ich ins
        Krankenhaus und muss gemäß der
        neuen Krankenkassenreform täglich dick draufzahlen.
        Auf der „AIDA“ bekomme ich
        für den Rest
        der Reise eine Suite und werde vom
        Bordarzt kostenlos verarztet. Nun das Beste:
        Mit der „AIDA“ kann ich nach Süd-Amerika, Australien, Japan, Asien…. wohin auch immer ich reisen will.
        Darum sucht mich, – wenn ich einmal alt bin – nicht in einem Altersheim, sondern just call shore to ship.
        Ich spare auf der „AIDA“ damit jeden Tag 25 Euro und muss nicht einmal für
        meine Beerdigung ansparen.
        Mein letzter Wunsch ist deshalb: Werft mich einfach über die Reling ….
        Vielleicht ein kleiner Blumengruß zum Abschied …. 😉 :-)Altersheim, nein danke !
        Es sind Bilder wie diese, die mich zu dem folgenden Entschluss gebracht haben:
        Wenn ich in später Zukunft einmal alt und klapprig bin, werde ich bestimmt nicht ins Altersheim gehen, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff!
        Die Gründe dafür, hat mir unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt geliefert:
        Die durchschnittlichen Kosten für ein Altersheim betragen etwa 100 Euro pro Tag.
        Ich habe also eine Reservierung für das Kreuzfahrtschiff „AIDA“ geprüft . Danach muss ich für eine Langzeitreise als Rentner etwa 65 Euro pro Tag zahlen!! Nach Adam Riese bleiben mir dann noch 35 Euro pro Tag übrig.
        Die kann ich verwenden für:
        1. Trinkgelder, 5 Euro pro Tag
        2. Ich habe mindestens 10 freie Mahlzeiten,
        wenn ich in eines der Restaurant gehe,
        oder mir vom Room-Service etwas aufs
        Zimmer bringen lasse, d. h. :
        Ich kann jeden Tag der Woche mein
        Frühstück im Bett einnehmen.
        3. Die Aida hat 3 Swimmingpools, einen
        Fitnessraum, freie Waschmaschinen
        und Trockner und sogar jeden Abend
        Shows.
        4. Es gibt auf dem Schiff kostenlos
        Zahnpasta, Seife, Shampoo und Fön.
        5. Das Personal behandelt mich wie einen
        Kunden, und nicht wie einen Patienten.
        Und für extra 5 Euro Trinkgeld lesen mir die Stewards jeden Wunsch von den Augen ab.
        6. Alle 8 – 14 Tage lerne ich neue Leute kennen.
        7. Fernseher defekt? Glühbirnen müssen
        gewechselt werden? Die Bettmatratze
        ist zu hart oder zu weich? Das ist kein
        Problem, das Personal wechselt es,
        das ist kostenlos und man bedankt
        sich noch für mein Verständnis.
        8. Frische Bettwäsche und Handtücher:
        selbstverständlich jeden Tag, und ich
        muss nicht einmal danach fragen.
        9. Wenn ich im Altersheim falle und mir
        die Rippen breche, komme ich ins
        Krankenhaus und muss gemäß der
        neuen Krankenkassenreform täglich dick draufzahlen.
        Auf der „AIDA“ bekomme ich
        für den Rest
        der Reise eine Suite und werde vom
        Bordarzt kostenlos verarztet. Nun das Beste:
        Mit der „AIDA“ kann ich nach Süd-Amerika, Australien, Japan, Asien…. wohin auch immer ich reisen will.
        Darum sucht mich, – wenn ich einmal alt bin – nicht in einem Altersheim, sondern just call shore to ship.
        Ich spare auf der „AIDA“ damit jeden Tag 25 Euro und muss nicht einmal für
        meine Beerdigung ansparen.
        Mein letzter Wunsch ist deshalb: Werft mich einfach über die Reling ….
        Vielleicht ein kleiner Blumengruß zum Abschied …. 😉 🙂

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        • Seevers Reinhard sagt

          Erkundige dich noch einmal….die Kosten für deine Pflege auf dem Schiff sind nicht gedeckt. Und für eine Bordarzt- Behandlung zahlst du ein Vielfaches wie an Land. Bitte nicht übertreiben

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Bei jeder Reise in das Ausland sollte man eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen haben, die würde die Kosten übernehmen.

            Bei einer Satire darf man auch mal übertreiben.
            Die Satire habe ich auch als Powerpoint, konnte sie leider nicht einfügen.

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        • Altbauer Jochen sagt

          OK , Ehemaliger Landwirt
          Deine Auflistung klingt verrückt, macht aber nachdenklich.
          Was liegt schief ?
          Nur ,- mit ´ner Bauernrente und ohne Vermögen
          geht weder Altersheim noch Kreuzfahrt.
          Vor dem Altersheim graust mir ,- alt bin ich schon,
          wenn ich noch klapprig werde nehmen die mich
          wohl auch nicht auf dem Schiff.
          Bleibt nur gleich ins Hafenbecken zu springen
          (macht euch keine Sorgen ,noch melke ich jeden Tag die Kühe)
          und es macht mir Spaß !

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Pflegeheim geht, auch mit Bauernrente.
            Solange deine Kinder das Pflegeheim nicht bezahlen müssen geht dies. Da bekommen ehemalige Säufer und Drogenabhängige bereits im Alter von 20 Jahren eine Pflege die den Steuerzahler bis zu 5.000 Euro kostet.
            Die stellen dann noch höhere Forderungen, als die Pensionärin, die diese Kosten selber trägt.

            Aber freue dich, dass du jeden Tag noch die Kühe melken kannst, ich glaube das Leben ist im Kuhstall noch schöner als unter Menschen zu sein, die öfters im Tag weggetreten sind.

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            • Ferkelhebamme sagt

              Ehemaliger, die Rente meiner Schwiegereltern, vor allem Schwiegermutter reicht längst nicht. Für einen Platz gibt’s hier außerdem ziemlich lange Wartelisten. Ob die Kinder zahlen müssen, hängt nicht nur vom Bruttoeinkommen (das gerade hochgesetzt wurde) ab, sondern auch vom Hof-Übergabevertrag. Selbst wenn da „nur“ Wohnrecht drinsteht, wird dafür ein Wert angesetzt, der dann gezahlt werden muss.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Natürlich ist der Übergabevertrag maßgebend.
                Soweit mir bekannt, wird das Wohnrecht nur angerechnet, wenn es sich beim Wohnrecht um eine komplette Wohnung handelt, die auch vermietbar wäre.
                Lasse mich jedoch auch eines besseren belehren.

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Wohnt der Ehepartner weiter dort, ist sie nicht vermietbar. Aber die „eingesparten“ Nebenkosten werden pauschal angesetzt

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Dann müssen die Nebenkosten wie Strom und Wasser nicht geleistet werden, Heizung kann man nicht halbieren.

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                • Inga sagt

                  Dem Notar fällt schon eine richtige Formulierung dazu ein!

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        • Paulus sagt

          Ehemaliger, du scheinst ja tatsächlich einer der ganz harten Jungs zu sein. Bevor ich als alter Knacker auch nur einen einzigen Tag auf so einer schwimmenden Legebatterie mit Disney-Bespaßung verbringe wähle ich eher den Suizid. Auf so ein Scheißding bekommen mich jetzt schon keine 10 Pferde.

          Was die Eingangsfrage von Bauer Willi betrifft: Nein, wir würden nicht mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Meine schmale Gattin pickt eh nur am Essen rum und ich halte mich seit einigen Jahren auch sehr zurück; anfangs wg. der Konfektionsgröße und mittlerweile weil ich von sehr kleinen Tagesrationen, einfacher Zubereitungsart ausgesprochen gut leben kann. Da gibt es nur selten Ausreißer in Richtung Luxusprodukte, oder was manche dafür halten.

          Eines muss ich am Rande noch loswerden. Hatten mal wieder eine Beilage von McDO im Briefkasten. Big Dingsbums, so ca. 12-15 cm dick, für schlappe 8,49 €. Abgesehen davon, dass ich mit dem gleichen Geld eine erstklassige Kartoffelsuppe für locker 10 Pers. koche; wie isst man so ein Ding? Unser ehem. Hund konnte sein Maul wenn er gähnte ja schon ziemlich weit aufreißen …

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Paulus,
            meine Angetraute liegt mir seit Jahren auf dem Ohr, wegen einer Kreuzfahrt. Bis jetzt konnte ich immer abwehren, zumindest bis Rentenbeginn meiner Frau.
            Wie weit ich dem dann widerstehen kann, ist noch offen.
            Du weißt, die Waffen einer Frau. 😉

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        • Ferkelhebamme sagt

          Habe mal einen Roman gelesen, da wurden die Alten auf Schiffe gelockt und kamen nie wieder… Gute Reise! 😉

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  25. Bäuerin sagt

    Finde ich sehr anständig , alle bisher haben ehrlich geantwortet .
    Aus bisherigen Umfragen und dem folgenden Einkaufsverhalten weiss man , dass die Verbraucher nicht ehrlich geantwortet hatten .
    Das ist für mich nicht nachzuvollziehen, somit muss ich annehmen , sie waren einfach zu feige.

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  26. Mark sagt

    Die gesamte Bevölkerung bei uns wird hervorragend und kostengünstig mit besten Lebensmittlen versorgt. Mehr Konsum geht nicht, die angeblich höherwertigen Nahrungsmittel sind mehr eine Frage des „Glaubens“ als eine der Qualität. Also was machen die Verbraucher, sie geben das mehr an Geld für andere Dinge aus, das hält die „Wirtschaft“ am laufen. Dem Verbraucher dies zum Vorwurf zu machen halte ich nfür nicht angebracht.

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  27. Gurkenhobel sagt

    Nein, ich würde mein Kaufverhalten nicht ändern. Mehr als wir direkt kaufen geht schon kaum noch, allerdings ist das hier in der Pampa (Südelm) auch noch relativ einfach. Für das Geld würde ich noch mehr Aktien kaufen, um für die Rente vorzusorgen. Vom Staat erwarte ich nichts.

    Willi, diese Frage ist hier falsch gestellt. Die meisten hier werden ehrlich antworten, und die Mehrheit der hier Mitlesenden kommen aus dem Agrarsektor, wie auch ich.

    Frage in den Zentren von Berlin, Frankfurt, München, Düsseldorf usw., wo die Masse wohnt, die fressen will. Du wirst verlogene Antworten bekommen, würdest das an der Kasse schnell entlarven können, und damit wärst du wieder am Anfang. Beim urban-elitären Verbraucher.

    Du schriebst, Berlin habe „den Zorn gespürt“. Gar nichs haben die. Die haben wohlwollend genickt und eine friedliche, gut organisierte Demo gesehen. Wenn dieses Zeckennest brennt, dann darfst du „Zorn“ schreiben.

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    • Bauer Willi sagt

      @Gurkenhobel
      Ich denke, dieser Blog wird auch im urbanen Raum und bei Entscheidungsträgern gelesen. Sie werden sich die Frage sicher selber stellen und, viel wichtiger, hier die ehrlichen Antworten lesen. Kann ja sein, dass das ein gewisses Nachdenken auslöst…. Ist ja Sonntag…

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  28. Thomas Apfel sagt

    Ich bin eher der Kaufland, Edeka, Rewe und Real Kunde. Auch weil in unserem Umfeld kaum noch Direktvermarktung Landwirtschaftlicher Produkte stattfindet.
    Ich kaufe sogar manchmal Bio, wenn die Abpackungsgröße kleiner ist (2-Personen-Haushalt) obwohl ich schon aus Gründen des zu hohen Flächenverbrauches prinzipiell dagegen bin. Ich sehe aber auch nicht, wie ich erkennbar mit höheren Preisen irgendeinem Landwirtschaftszweig helfen könnte. Abgesehen davon, dass ich möglichst keine TIP, JA und Hausmarken kaufe (es wird allerdings immer schwieriger den Hausmarken auszuweichen) sehe ich innerhalb der Ketten, die 85 % des Lebensmittel- Einzelhandelsvolumens bewegen, kaum eine Möglichkeit sinnvoll mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. Das eigentliche Problem ist, dass die Lebensmittelpreise durchaus moderat ansteigen, nicht aber die Auszahlungspreise für die Erzeuger.
    Das dürfte wohl vorrangig daran liegen, dass die moderne hochtechnisierte Landwirtschaft immer mehr Geld in die Landmaschinen- und sonstige vorleistenden Bereiche schieben müssen. Dort und bei den Genossenschaften bleibt das Geld! Das ständige Verbraucher beschimpfen ändert daran nichts.!

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    • Bäuerin sagt

      Niemand schimpft hier über Verbraucher , es ist eine Frage , mit der Bitte um eine ehrliche Anrwort

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    • Bauer Willi sagt

      Ich denke, dass Sie den Durchschnitts-Käufer darstellen. Und wie Sie sehe ich auch, dass Mehrausgaben für Lebensmittel nicht zu höheren Auszahlungspreisen für den Erzeuger führen. Übrigens weder im konventionellen noch im Bio-Bereich.

      Stimmt. Den Verbraucher zu beschimpfen bringt nichts, weil er, zumindest in D, bevorzugt nach Preis einkauft. Der LEH gehört mehr in den Focus der Beobachtung. Der macht immer seine Marge.

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    • Andreas sagt

      Hallo Thomas Apfel,
      wer hat ihnen den Floh ins Ohr gesetzt, dass Bio einen hohen Flächenverbrauch hat ?
      Biobauern müssen das Futter für ihre Tiere auf der eigenen Fläche erzeugen, deshalb die Begrenzung von 2 Großvieheinheiten pro Hektar.
      Der gesamte Sojaimport in Höhe von 4,2 Millionen Tonnen geht ausschliesslich in die intensive Tierhaltung.
      Dafür wurden und werden immer noch ca. 2,1 Millionen Hektar Urwald gerodet.
      Die hohen Stickstoffmengen, die im Eiweiss der Sojabohnen enthalten sind, landen dann über die Gülle in unserem Trinkwasser.
      Deshalb esse ich zu 100 % Biolebensmittel

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      • Reinhard Seevers sagt

        Andreas, die Begrenzung auf 2GV/ha hat wirklich nichts mit der Erzeugung des eigenen Futters zu tun……sämtliche konventionelle Betriebe, die eine Agrarförderung erhalten sind auf 2GV/ha begrenzt…und der deutsche Durchschnitt liegt weit unter 2GV/ha. Deine populistische Behauptung hat kein Fundament. Ebenso die Soja – Aussagen. Wo soll der Abfall aus der Sojaölherstellung = Sojaextraktionsschrot denn bleiben, wenn nicht in der Fütterung von Vieh? Bei Geflügel sieht das anders aus, ja, aber bei Schweinen und Rindern eben nicht.
        Das mit der Nitratlüge ist hier ausreichend entlarvt worden…..
        Wissen schützt vor Populismus Andreas und der Folge daraus= Hass.

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      • bauerhans sagt

        soja wird zur Ölherstellung angebaut und der Ölkuchen wird getoastet als sojaschrot zu eiweissfutter.
        alles andere sind fake news.

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        • Brötchen sagt

          Bauerhans die Doppelnutzung ist aber gewollt und das Endprodukt ist genauso, wie man es braucht. Deshalb wird auch geschält, früher wurde nicht immer geschält. Es wurde auch so gezüchtet, dass eben die proteingehalte optimal sind.

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        • Brötchen sagt

          Bauerhans die Doppelnutzung ist aber gewollt und das Endprodukt ist genauso, wie man es braucht. Deshalb wird auch geschält, früher wurde nicht immer geschält. Es wurde auch so gezüchtet, dass eben die proteingehalte optimal sind.
          Sojaextraktionschrot wird einem ja nicht geschenkt. In Bioqualität kostet der Kuchen 800 bis 1000 € die Tonne. Für Abfall ein guter Preis😀

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        • Thomas Apfel sagt

          Das Thema hatten wir schon mal: @Brötchen hatte mich damals aufgeklärt. Ich war bis dahin auch davon ausgegangen, dass Sojaschrot ein „Abfallprodukt“ der Ölherstellung sei, was ja in der Sache ja auch so ist. Die Preise für Öl sind aber seit dem verstärkten Ausbau der (ertragreicheren, billigeren) Palmölproduktion stark gefallen. Vom Volumen der Umsätze macht beim Soja der Extraktionsschrot inzwischen den größeren Anteil gegenüber Öl aus. Sojaöl kann nur deswegen mit den Preisen von Palmöl konkurrieren.

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          • Brötchen sagt

            Thomas es ist ja eigentlich unlogisch, das solche Unmengen Sojaöl gebraucht werden.
            Zumal Öl dann auch wieder in die Fütterung geht.
            Im Prinzip ist es egal ob das nun „Abfall“ ist oder nicht.
            Strategisch liegen die Knackpunkte wo ganz anders.
            Das haben viele Leute nicht so richtig auf dem Schirm bzw. sitzen Mythen und Legenden auf.
            Nochmal es gibt nichts Besseres als Sojaschrot, was Preis/Leistung betrifft. Auch was die Umweltbelastung betrifft, spricht nichts gegen Soja. Wie gesagt ich schreibe was auf, ist nur das Problem, das wird unvermeidlich lang.

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            • Thomas Apfel sagt

              Danke, mach mal. Mit dem „unvermeidlich lang“ ist das leider so. Im Endeffekt ist das aber die einzige Möglichkeit den einfachen Schubladen- und Dogmen- gesteuerten Aussagen, die das Urteil der Gesellschaft über die Landwirtschaft bestimmen, Paroli zu bieten. Leider gilt auch für uns: Nur das ständige Wiederholen in Schlagworten prägt sich bei den Menschen irgendwann ein.

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      • Brötchen sagt

        Andreas sie haben die Zusammenhänge nicht verstanden.
        Ich werde mich mal ranmachen und dazu einen Beitrag erstellen.

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      • Thomas Apfel sagt

        Bio hat einen 3 X so hohen Flächenverbrauch je Mengeneinheit, Kilojoule oder wie immer Sie ansetzen. Noch lustiger wird es bei Bio-vegan, hier ist der Flächenverbrauch 5 bis 6 mal höher wenn ich tatsächlich im Kreislauf Humusgehalt und Pflanzenernährung sichern will. In Bio werden je Mengeneinheit bei tierischen Erzeugnissen insgesamt derzeit schon 6 mal mehr Steuergelder (Subventionen) eingesetzt als bei tierischen Erzeugnissen der modernen Landwirtschaft. Bei Getreide ist der Anteil an Steuergeldern am Erzeugerpreis etwa 4 mal so hoch. Das Ganze bei derzeitig etwa dem halben Fördersatz wie er von NABU, BUND und Grünen angepeilt wird. Um es mal praktisch zu erklären: Derzeit stecken im Erzeugerpreis von Bio-Getreide je tonne 160 € Subventionen ( Bio-Flächenprämie und Betriebsprämie) Das sin knapp 120 €/t. Das ist schon fast der Betrag, den der Konvi überhaupt als Auszahlungspreis bekommt.
        Das haben wir im Moment nicht auf dem Schirm, weil einheimische BIO- Ware nur 2,5 % der verbrauchten Lebensmittel ausmacht.
        Bei dem angestrebten Anteil von 20 % der Fläche (für dann 5 % der Menge) ist das nicht bezahlbar und sinnvoll schon gar nicht.
        Also immer lieber das effektive System der modernen Landwirtschaft verbessern als ein von Dogmatik bestimmtes System wie den Öko-Landbau mit der 4 bis 10 fachen Menge an Steuergeld je erzeugter essbarer Mengeneinheit päppeln und die Preise für Ökoware dadurch künstlich niedrig halten. Das führt übrigens für die Bio-Betriebe genauso in eine Sackgasse wie die derzeitige Entwicklung bei konventionellen Betrieben. Dazu kommt noch, dass die vielgepriesene Bio-Diversität in tatsächlich produzierenden Bio-Flächen keineswegs besser ist als auf Flächen der modernen Landwirtschaft. Es sind die extensiven Rand und Saumstrukturen und ganz oder quasi aus der Produktion genommenen Flächenteile, die dazu einen Beitrag leisten, sowohl bei Bio als auch bei Konvi.
        Soviel zu „Floh im Ohr“.

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        • Andreas sagt

          Danke Herr Apfel für ihre umfassende Zusammenstellung von Fake News über den Ökolandbau.
          Ich hoffe, ich kann ihre Aufstellung als Beispiel für das stark zunehmende Biobauern- Bashing verwenden

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          • Thomas Apfel sagt

            Lieber Andreas,
            einfach mal die Jahresauswertungen zum Ökolandbau von AMI (Marktbilanz Öko-Landbau = kostet jährlich 250,- €, (leiste ich mir ) )
            oder wahlweise die daraus abgeleiteten Jahresberichte des BÖLW zur Hand nehmen (die sind sogar kostenlos zu haben). Der Rest sind die vier Grundrechenarten, die sollten auch Sie beherrschen!

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            • Bäuerin sagt

              Hört auf Bio oder konventionell zu zerpflücken ..oder gegeneinander auszuspielen …
              Unsere Lebensmittel ..ALLE …aus unserem Land wohlgemerkt , werden unter strengsten Vorschriften und Kontrollen erzeugt und gefertigt , da braucht niemand irgendwelche Bedenken haben.
              Sollte er oder Sie aber gezielt nur billigst einkaufen , unabhängig woher das Lebensmittel kommt ..tja mei , der trägt das Risiko selbst und muss sich im Nachhinein nicht aufregen ….
              Lebensmittelskandale gibts meist in der Industrie , Grossbetrieben ….ich wundere mich immer wie das geht !!!
              Wo sind da die Kontrollen, wie arbeiten die da ?

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              • Thomas Apfel sagt

                @ bäuerin
                Bio wird von den Öko-Verbänden und NGO´s wie eine erlösende Monstranz vor sich her getragen und in der Gesellschaft benutzt um die moderne Landwirtschaft zu diffamieren. Da ist genau der Streitpunkt um den es jetzt bei WHS wieder gehen wird. Es ist ein Kampf um Marktanteile, bei dem insbesondere der zentrale Bio.Verband BÖLW eine sehr effektive Lobbyarbeit leistet, indem er die moderne Landwirtschaft und damit 90 % der Betriebe diffamiert.
                Ich bin überhaupt kein Feind dieser Produktionsweise, bin aber für klaren Widerspruch, wenn Fakten verdreht, nicht wahrgenommen werden und nur noch selektiv in ÖR- Medien auftauchen. Ich berate und fördere auch einige Bio-Betriebe und Öko-Start Up´s in ökonomischen und anbautechnischen Fragen. Probleme habe ich nur mit dem missionarischen Auftreten einiger Vertreter und der Verbände, und da wehre ich mich auch. Es geht mir dabei nie um den einzelnen Betrieb der sich für die oder die Richtung entscheidet. Da muß Jeder seinen Weg entsprechend seiner Vorstellungen und den Möglichkeiten des Umfeldes finden. Und auf dieser Ebene sind wir auch den gleichen Problemen ausgesetzt. Trotzdem der Krieg gegen die moderne Landwirtschaft nicht auf der Betriebsebene ausgetragen wird, findet er doch statt, deshalb gibt es die anderen Bauernproteste wie LsV, Grüne Kreuze usw.. Die Auseinandersetzung und der Diskurs waren noch nie so wichtig wie jetzt.

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                • Seevers Reinhard sagt

                  Sehr richtig! Ich habe auch Bioland Kunden. Mit einem liege ich ständig im Clinch, weil er meint alle seine konventionellen Kollegen sind Schuld an Nitrat, Tierleid und Artenschwund..,..er möchte ständig Absolution, bekommt er aber von mir nicht.😁

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        • Andreas sagt

          Danke Herr Apfel für ihre umfassende Zusammenstellung von Fake News über den Ökolandbau.
          Ich hoffe, ich kann ihre Aufstellung als Beispiel für das stark zunehmende Biobauern- Bashing verwenden.

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          • Thomas Apfel sagt

            Auch das, Lieber Andreas, möchte ich nicht unerwähnt lassen: Ich bin keineswegs der totale Gegner von Bio-Anbau oder veganer Lebensweise.
            Beides erzeugt und bedient Marktsegmente „gläubiger“ Gesellschaftsteile mit hohen moralinen Ansprüchen an sich selbst und andere. Für viele Betriebe kann das Bedienen dieser Ansprüche die Existenz sichern. Nur in der gesamtgesellschaftlichen Betrachtung muss man sich an die reellen Zahlen und nicht an geglaubte Dogmen halten. Für den Erhalt und die Verbesserung von Biodiversität sind Flächenanteile stark extensivierter Verfahren ja durchaus sinnvoll. Auch ich bewirtschafte sehr extensive Streuobstwiesen und sammle und erhalte alte Apfelsorten. Diesen Betriebsteil werde ich jetzt auf Bio umstellen, weil´s hier nicht vorrangig um Mengenerzeugung und Ernährung, sondern um Biodiversität geht. Nur können solche Flächenanteile insgesamt nicht über 10 % der Nutzfläche betragen, sonst gefährde ich die Ernährungsgrundlagen.

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  29. U. Simon sagt

    Ich würde nicht alle Produkte ändern, aber ich wäre wirklich bereit, für Milch, Käse, Gemüse usw tiefer in die Tasche zu greifen. Vorausgesetzt, das „Mehr“ kommt auch bei den Landwirten an.

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  30. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, von mir eine ganz klare Ansage : Nein, ich würde mein Kaufverhalten auf keinen Fall ändern. Was Lebensmittel betrifft, habe ich bisher nie auf den Preis geschaut. Ich habe immer das eingekauft was mir geschmeckt hat. So wird es auch bleiben.
    Am Grundstück gibt es immer wieder etwas zu tun, dafür würde ich die Mehreinnahmen investieren.

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    • Bäuerin sagt

      Dagegen gibts nichts einzuwenden …nur eines ..BITTE KAUFEN SIE DEUTSCHE PRODUKTE

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  31. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, von mir eine ganz klare Ansage : Nein, ich würde mein Kaufverhalten auf keinen Fall ändern. Was Lebensmittel betrifft, habe ich bisher nie auf den Preis geschaut. Ich habe immer das eingekauft was mir geschmeckt hat. So wird es auch bleiben.

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