Bauer Willi
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2020 – Jahr der Entscheidung

Meine – wie immer –  persönliche Meinung zu den Entwicklungen der letzten Wochen. Sehen wir der Realität ins Auge.

In 2019 ist etwas passiert, dass es so in vielen Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Bauern meldeten sich in Scharen öffentlich zu Wort. Es begann mit dem stillen Protest, dem Aufstellen der grünen Kreuze und ging weiter mit Treckerdemonstrationen überall in Deutschland. Rund 8.000 Traktoren hat Berlin sicherlich noch nie gesehen. Und dann waren da noch rund 40.000 Menschen, die aus ganz Deutschland in die Bundeshauptstadt strömten und dafür, oft stundenlang, unterwegs waren.

Sind die Demonstranten Radikale?

Die Demonstrationen sollten allein schon deshalb nachdenklich machen, weil hier keine weltfernen Spinner sondern handfeste Menschen mit einer soliden fachlichen Ausbildung und einer Verantwortung für ihre Betriebe demonstrierten. Viele Landwirte fühlen sich bedrängt durch immer mehr Auflagen, die nicht nur die Kosten steigern sondern auch die Existenz kosten können. Berlin hat einen Eindruck von dem festen, unbeirrbaren Zorn von Menschen gespürt, die wissen was sie leisten. Die Demonstrationten wurde von der Basis organisiert, ohne die Lobbyverbände, die der Entwicklung, auch heute noch, ohne eine Antwort gegenüberstehen. Der DBV ist abgetaucht, unsichtbar, unhörbar. Seine Mitglieder sind enttäuscht, über den Stil, wie ihre offizielle Interessensvertretung in der Öffentlichkeit agiert. Dass man nun auf den fahrenden Zug aufspringen will macht es nur noch peinlicher. Die neue Bewegung könnte eine Wende markieren. Der Protest wirkt fast wie ein Hilfeschrei, das Land und die Landwirtschaft nicht zu vergessen.

Wo steht die CDU? Was ist mit Frau Merkel?

Der ländliche Raum koppelt sich derzeit von den etablierten Parteien, allen voran von ihrer bisherigen politischen Heimat, der CDU/CSU ab. Es öffnet sich eine tiefe Kluft zwischen dem städtischen Publikum, den skandalverliebten Medien und den lauten NGO´s, die immer mehr die öffentlichen Meinung bestimmen, denen nun auch die Bundesregierung folgt. Zusammen mit Frau Schulze hat Frau Klöckner ein Agrarpaket geschnürt, dass den Landwirten den Hals zuschnürt. Teile der CDU/CSU-Fraktion sind darüber ebenso entsetzt wie die Bauern. Frau Merkel machte aber, gemeinsam mit Frau Klöckner,  in einem Meeting, dass sich „Agrargipfel“ nannte, unmissverständlich klar, dass sie nicht im Traum daran denkt, an der Politik irgendetwas zu ändern. Auf meine Bemerkung, dass 50% der Landwirte Nebenerwerbslandwirte sind und sich die allseits so gepriesene Digitalisierung nicht leisten können, antwortete sie sinngemäß: „Digitalisierung ist nun mal der Trend und daran werden sich auch die Nebenerwerbslandwirte anpassen müssen“. Da weißt Du Bescheid.  Und auch sonst signalisierte sie, dass ihr die deutsche Landwirtschaft ziemlich egal ist. (Die anwesenden typischen „Verbandsmenschen“ mögen das anders sehen. Auch das beunruhigt mich) Das Frau Merkel zu Beginn des Tages etwas „von der großen Bedeutung der heimischen Landwirtschaft“ geflötet hat, habe ich ihr nicht abgenommen. Das war einfach zu offensichtlich und zu übertrieben. Überhaupt waren auf dem „Agrargipfel“ nur wenige Vertreter derjenigen Menschen zu finden, die auch auf den Demonstrationen waren und die tatsächlich Angst um ihre Zukunft haben müssen.

Rhetorische Mätzchen werden entlarvt

Nicht nur auf den Demonstrationen, sondern auch auch im Umfeld und in den Medien wird versucht, die Bauern kaltzustellen. Zwar wird im ersten Satz gerne von „Verständnis“ und „Dialog“ geflötet,  um dann aber im zweiten Satz zum Beispiel die Keule des „Subventionsempfänger“ herauszuholen. Mit 114 € meint Frau Schulze (SPD) das Recht erworben zu haben, den Bauern jedwede Belastung auferlegen zu dürfen? Besser kann man die Verachtung kaum zum Ausdruck bringen. Und die CDU? Dass die CDU/CSU an der Seite der Bauern steht, glaube ich jetzt erst recht nicht mehr. Dass Frau Klöckner sagt, dass in die Diskussion „mehr Ehrlichkeit“ muss, unterstellt ja etwas. Nämlich Unehrlichkeit der Bauern. Ein weiteres Zitat: „Ich verlange den Landwirten nichts ab, wobei ich nicht behilflich sein werde“. Wie sie das konkret umsetzen will, bleibt offen. Und schließlich will sie „den Landwirten den Stolz zurückgeben, den sie verdient haben“. Na prima, die Ministerin verleiht den Stolz und wir Bauern dürfen ihn empfangen. Irgendwie scheint unsere Regierung sich immer weiter vom Volk zu entfernen. Und die Stammwähler der CDU werden sich wohl von ihrer Stammpartei abwenden. So wie die Stammwähler der SPD es schon länger getan haben. Das Vertrauen ist verspielt, die Geschichten von „Verständnis“, von „Anerkennung und Wertschätzung“ und „Mitsprache bei Entscheidungen“ sind schon zu oft erzählt worden, als dass man ihnen noch glaubt.

Was wird sich am Agrarpaket ändern?

Nichts! Weder am Agrarpaket, noch an der Düngeverordnung und am Klimapaket  auch nicht. Die CDU/CSU bereitet sich auf die Große Koalition mit den Grünen vor. Die Energiewende geht ihren Gang und wir sehen kopfschüttelnd zu, wie Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Polen importiert wird. Die Verkehrswende hin zu E-Mobilität geht am Bedarf der Kunden vorbei, die Automobilindustrie baut schon mal Stellen ab.

Jetzt steht die Agrarwende auf der Agenda, mögen sich die „dummen Bauern“ auch noch so sehr wehren. Dumm deshalb, weil sie einfach nicht begreifen wollen, dass 1. die Digitalisierung alles richtet, 2. sie nur die der Gesellschaft angepassten Vermarktungsformen  erschließen müssen und 3. sie mit der Umstellung auf Bio und mit „Start-ups“ in der „Food-Szene“ richtig Kohle machen können.  Angeblich sollen es gerade die jungen Landwirte sein, die jenseits des Bauernverbandes die Agrarwende befürworten. Das ist eine glatte Lüge, denn gerade die jungen Bauern und Bäuerinnen treibt es auf die Straße.

Was dürfen wir Bauern in 2020 erwarten?

Die wirtschaftliche Bedeutung und die Wählerstimmenmenge sind so gering geworden, dass sich kaum jemand Karrierenachteile wegen der Bauern einhandelt. Wir werden mit ein paar Allgemeinplätzen „abserviert“ werden, man wird uns ein paar öko-marktwirtschaftliche Brosamen als soziokulturelle Fürsorge hinwerfen. Das Agrarpaket wird eiskalt durchgezogen und auch durch den Agrargipfel hat sich daran nichts geändert. Wir Bauern dürfen jetzt ein wenig in  der „Zukunfts-Werkstatt“ arbeiten, wir dürfen uns an der praxistauglichen Umsetzung von Gesetzen beteiligen, aber Änderungen oder gar die Rücknahme von Gesetzen und Zielsetzungen sind daraus nicht zu erwarten. Auch die „Road-Shows“ sind halt als Shows konzipiert und weniger, um Inhalte neu zu diskutieren oder auch abzulehnen. Übrigens machte der scheidende Staatssekretär Onko Aeikens schon im Oktober klar, dass „die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft von der Akzeptanz ihrer Wirtschaftweise und der Frage abhängt, wie konstruktiv sie an der Bewältigung der Herausforderungen mitarbeitet“. Und nur mit der Annahme des Agrarpaketes soll es weiterhin finanzielle Zuwendungen geben. Das ist genau der Tenor von Frau Schulze und dem BMU.

Jammern bringt nichts. Wir müssen heute nüchtern feststellen: Ausser einem Besuch bei der Kanzlerin haben wir nichts erreicht. Sie hat die Themen, die die demonstrierenden Bauern auf die Strasse gebracht hat, neutralisiert. Jede weitere Demonstration wird daran vermutlich nichts ändern. Und die grünen Kreuze können wir auch wieder reinholen.

Was bedeutet das in der Konsequenz?

Das Wohl unserer Kinder ist wichtiger als überholte Traditionen. Es interessiert niemand, ob wir unsere Höfe erhalten wollen. Glauben Sie auch denjenigen nicht, die ihnen das weismachen wollen. Es sind Rattenfänger.

In einer Gesellschaft, deren Schizophrenität immer offensichtlicher wird, sollten wir unseren Kindern die bestmögliche Bildung angedeihen lassen. Das ist die beste Investition, die wir machen können. Lassen wir die Kinder reisen, mehrere Sprachen lernen, Praktika in fernen Ländern machen. Und lassen wir ihnen Zeit. Öffnen wir ihnen die Welt, lehren wir sie, mit anderen Meinungen offen umzugehen.

Nehmen wir unseren Kindern den Druck von den Schultern, in unsere Fußstapfen treten zu sollen. Sprechen wir es auch offen aus: „Du musst kein Bauer/Bäuerin werden“!! Und wenn sie es dennoch wollen? Holen Sie sich Rat ein, ob der Betrieb wirklich zukunftsfest ist und für die nächste Generation gestaltet werden kann. Rechnen Sie nie damit, dass ihnen der Staat dabei hilft. Eher mit dem Gegenteil, wie jetzt, beim Agrarpaket, der Düngeverordnung oder auch bei Themen aus der Tierhaltung. Was aus dem Klimapaket oder der Ackerbaustrategie noch auf uns zukommt?  Noch ist nicht alles klar.

Eines dürfte jedoch klar sein. Es wird in 2020 vieles geklärt werden. Und für uns Bauern gilt es, für unsere Betriebe und für unsere Familien zu entscheiden. 2020 wird ein Jahr der Entscheidungen. Sehen wir der Realität ins Auge.

 

 

 

 

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147 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt

    Früher hieß es, „was interessiert es mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt“….heute ist das anders:

    In China hat der Betreiber einer großen Schweinefarm gerade Ärger mit der Luftfahrtbehörde. Die Farm hatte einen GPS-Jammer eingesetzt, ein Gerät also, das Lokalisierungssignale stört. Das war Piloten aufgefallen, die die Region überflogen.
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    Eigentlich war das Ziel der Schweinefarmer, Drohnen fernzuhalten. Mit deren Hilfe werfen Kriminelle in China angeblich mit Schweinepest verseuchte Fleischstücke auf das Gelände von Schweinefarmen ab. Wenn die Krankheit dann ausbricht, kaufen die Täter die zwangsweise notgeschlachteten Tierbestände billig auf – um sie anschließend umzudeklarieren und das Fleisch teuer weiterzuverkaufen.

    China ist der weltgrößte Markt für Schweinefleisch, und dort wütet die Schweinepest derzeit heftig. Die Schweinefleischproduktion ist laut dem dortigen Landwirtschaftsministerium um 40 Prozent zurückgegangen. Das macht die organisierte Kriminalität offenbar erfinderisch.

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    • bauerhans sagt

      heute lese ich in der NW,dass ein landwirt,schweinehalter und biogasbetreiber hier jetzt insekten und bienen gegen spenden schützen will.
      er argumentiert damit,dass er beim befahren der A2 keine insekten auf der frontscheibe seines autos findet,na dann.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das „Nicht – Töten“ von Insekten wird für Bauern gesetzlich festgeschrieben, dafür wird er keine Spenden bekommen…außerdem muss er aufhören mit dem unsäglichen Insektentöten durch Autofahren. Sag ihm das!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Und?
        Schon gespendet?
        Bringt das Speiserestunternehmen nicht genug ein?

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  2. ein Schwabe sagt

    Danke Bauer Willi, du hast mir mit was bedeutet das in der Konsequenz aus der Seele gesprochen. Hierin wir es gut auf den Punkt gebracht. Diese Ehrlichkeit hat die letzten 20 Jahren in der Diskussion von allen Seiten gefehlt. Die Landwirtschaftspolitik gibt sich als das zu erkennen, was sie schon immer war, Landwirtschafts- und Bauernfeindlich !

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    • firedragon sagt

      Herr Summerer,
      vielen Dank für das Einstellen des Links.
      Wenn das alles so stimmt und Quellen vorhanden sind, anhand man alle Daten nachlesen kann – frage ich mich, warum man das der Politik durchgehen lässt… es muss doch auch innerhalb der Politik Menschen geben, denen daran liegt, dass Regelungen nicht auf Fehlern basieren…

      2+
    • Robert Sigmund-Wild sagt

      Lieber Bauer Willi, das ist der beste Beitrag, den ich seit Beginn des politischen Wahnsinns in der deutschen Agrarpolitik, gelesen habe. Dem ist nichts hinzuzufügen. Vielen Dank dafür, ich hoffe dieser Beitrag erreicht viele Menschen in diesem Land. Grundsätzlich stellt sich für mich die Frage, welche Möglichkeiten im Rahmen der noch vorhandenen Rechststaatlichkeit noch auszuschöpfen wären.

      2+
    • Thomas Apfel sagt

      Ich habe, wegen der Quellensicherheit, mal versucht rauszufinden, wer hinter QDR e.V. steckt. Der Verein ist in Frankfurt a.M. gemeldet und hat seinen Sitz bei der Firma Agrotop in Mending. Agrotop ist ein Entsorgungsbetrieb mit Klärschlammkompostierung. Der Geschäftsführer Leonhard Schüller ist auch stellvertretender Geschäftsführer des Vereins QDR e.V.. Geschäftsführer des Vereins ist ein Dr. Heinrich Steinmetz, Kommunalpolitiker aus Reiskirchen. QDR e.V. (Qualitätsgemeinschaft für nachhaltige Düngung und Ressourcenschutz) beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit Zertifizierung, Qualitätssicherung und Schulung der beteiligten Unternehmen. Die machen auch Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für die Mitgliedsbetriebe und bilden gemeinsam mit EGRW e.V. (Entsorgergemeinschaft regionale Wirtschaft) das Qualitätssicherungssystem der beteiligten Betriebe.
      QDR e.V. hat eine Petition „Sofortiger Stopp der Novelle der DüVO ans Bundeslandwirtschaftsministerium verschickt. Das Video dürfte die mediale Begleitung dazu sein. Ich sehe die Quelle als seriös an.

      1+
    • Thomas Apfel sagt

      Um das Ganze nochmal zu illustrieren!
      Ich habe mir gerade mal die Messwerte des Brandenburger Netzes angesehen. Es werden an 221 Brunnen Nitrat und andere Parameter regelmäßig gemessen. Der durchschnittliche Nitratgehalt liegt außerhalb des Nitratmessnetzes bei 6-8 mg/l . Sechs Messstellen liegen über 50 mg/l (2,92 % der Messstellen). Der höchste Wert außerhalb des eigentlichen Nitatmessnetzes wurde in Neuenschönfeld gemessen (130 mg/l). Wie bei drei weitern der 6 Messstellen mit über 50 mg/l wurde dieser Wert an der Grundwasseroberkante gemessen.
      Der Unterpegel des selben Brunnens zeigt 0,15 mg/l.
      Von den 16 Brunnen des Nitratmessnetzes des Landes sind 4 ebenfalls als OP – Messungen ( oberer Pegel) gekennzeichnet, hier ist davon auszugehen, dass die nicht angezeigten Mittel- und Unterpegel ebenfalls deutlich nach unten abweichen. Die Messungen dieses Netzes ergeben im Durchschnitt 109 mg/l Nitrat.
      Im Fazit sieht es so aus, dass an 22 von 221 Brunnen die Nitratrichtwerte von 50 mg/l überschritten sind. Diese Brunnen haben ein Problem am oberen Messpegel. Es ist sicherlich richtig diese Probleme zu erfassen, beobachten und sinnvollerweise zu beheben.
      Mit dem tatsächlichen Zustand von 95 % der Grundwasserkörper haben die nach Brüssel gemeldeten Werte aus den drei ausgewählten Brunnen des Landes- Nitratmessnetzes aber gar nichts zu tun. Im Übrigen zeigen die Werte des Nitratmessnetzes in BB eine fallende Tendenz.

      1+
  3. oberländer sagt

    Lieber Willi

    Es ist gut und richtig was Du geschrieben hast.
    Auch ist es richtig das Du es geschrieben hast.

    Ich sehe kein Jammern und Lamentieren sondern
    eine ganz nüchterne Analyse .

    Deine Enttäuschung über Dummheit und Verlogenheit
    der Politikerinnen bringst du recht zurückhaltend zum Ausdruck.

    Du hast sehr viel richtig gemacht ( weis ja nicht was Du alles gemacht hast )

    Ein Gesundes Jahr 2020
    und die Flinte NICHT ins Korn werfen .

    3+
  4. Christian Bothe sagt

    Habe mich gerade auf Top Agrar zu Niemann positioniert!
    Ihre Gegenargumentation zu Bauer Willi ist ziemlich daneben! Wir brauchen weder einen Gesellschaftsvertrag,noch eine Agrarwende und Energiewende(so wie es das Musterländle BRD macht).Die LW weiß, was zu tun ist und das haben unsere Landwirte zur Genüge bewiesen.Gearbeitet wird dort schon immer nach guter fachlicher Praxis unter Nutzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse(Gentechnik, sparsamer Einsatz von PSM,Tierwohl usw.),wenn der Staat und die EU es zulassen…Die wichtigste Aufgabe ist eine effektive LW mit intensiver Tierproduktion und diese ergebnisorientiert, um davon existieren zu können.Das ist schwer genug, da der Verbraucher möglichst billig(Flyer) Nahrungsmittel in hoher Qualität im LEH einkaufen möchte.Wie Tiere gehalten werden, wissen die wenigsten, man folgt dem Mainstream und dem momentanen Hype mit Fingerzeig auf die bösen Umweltverschmutzungen der LW und den „armen“ Nutztieren in Käfigen und Ställen…H.Niemann,Ihr Kommentar zu Bauer Willi in allen Ehren aber Sie liegen damit falsch, denn was Dr.Kremer-Schillings angeschoben hat und im Blog begleitet,ist richtig und notwendig ebenso wie die Aktionen von LsV,um der Administration in Berlin und Brüssel mal zu zeigen, was für eine geballte Kompetenz in den Landwirten vorhanden ist und sie auf jegliche Bevormundung verzichten können!Das sollten auch Sie als Agrartheoretiker(bin nicht sicher, ob Sie mal einen Betrieb geführt haben?)wissen und zur Kenntnis nehmen.

    6+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Christian, ich persönlich kann Deiner Meinung voll zustimmen.
      Eckehard Niemann, hat immer noch Probleme mit Willi, die aus der Vergangenheit her rühren. Der eine nimmt es locker und der andere ist halt etwas nachtragend.
      Was solls.

      1+
      • Bauer Willi sagt

        Ne, da ist nichts aus der Vergangenheit. Ich habe mal ein sehr nettes Gespräch mit Herrn Niemann geführt. Die ad-hominem-Kommentare nehmen allerdings zu. Sie werden wohl erst aufhören, wenn ich mich seiner Meinung angeschlossen habe.
        Also nie.

        5+
        • Eckehard Niemann sagt

          Man sollte nie „Nie“ sagen.
          In der Vergangenheit war Bauer Willi auch noch offener…

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          • Mark Rössler sagt

            Gewissen Argumenten mag er offen gegenüber sein, aber nicht dem dauerhaftem Unsinn, denn man von einigen meist liest.

            Wann gibt es wieder eine Show-Veranstaltung von Ihnen?
            Sie haben gewisse Hetze ja in so einige Dörfer und Regionen getragen.
            Vielleicht reflektieren Sie einfach mal?

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    • Georg Summerer sagt

      Letztlich ist es so dass alle die die fordern dass die Biolandwirtschaft mehr oder weniger zwangsweise ausgeweitet wird obwohl der Markt das garnicht aufnimmt, die kleinen Biohöfe zum Untergang verurteilt haben, auch wenn sie das derzeit nicht wahrhaben wollen. Da gehören die Herren Niemann, Hofstetter und Braendle mitsammt NABU, Greenpeace und ABL dazu. Man beobachte dazu die Werbung im Fernsehen, die Niedrigpreisangebote im Handel und die Entwicklung bei Hofläden bzw Direktvermarktern.

      2+
  5. Henning Ahrens sagt

    Endlich mal eine realitätsnahe Zustandsbeschreibung!
    Anzumerken ist nur dass 2020 das Vorwahljahr ist. Wer glaubt dass sich die Parteien endlich einer Sacharbeit hingeben werden, wird vermutlich schlecht beraten sein. Um noch Potenzial zu angeln wird sich die CDU stärker den Grünen annähern. Die SPD wird auf dem Stand bleiben oder weiter abschmieren. Die Grünen, dank Greta u.ä. weiter im Aufwind sein. Da Herr Habeck über viel Charisma verfügt, wird er Bundeskanzler werden, AKK wird bis dahin das Handtuch werfen, Merz (oder wer auch immer da gewählt wird, Blackrock?) nicht gewählt, SPD? Naja (wer war das noch gleich?).
    Aufgrund politischer (Städter-)Strömungen wird im Westen die Grüne Welle an Fahrt gewinnen, im Osten – aus genau dem Grunde – die AfD weiter gewinnen.
    Frau Merkel wird sich als „Kimakanzlerin“ ein Denkmal setzen wollen und den „europäischen Weg“ weiter verfolgen (GreenDeal) – darin kommen konventionelle Betriebe nur noch am Rande vor. Die sollen weiter wachsen um billigste Nahrungsmittel herzustellen, subventioniert durch EU Gelder die ja eigentlich eine Garantie(stütze) für billigste Nahrungsmittel sind (was keiner sehen will) , damit den Bürgern auch ja nicht die teure Klimakröte im Halse stecken bleibt, wenn man schon CO2-Steuer auf die schöne. jährliche, zweifach Malle-reise zahlt.
    Und wenn man das alles beiseite läßt, bleibt immer noch der Hinweis an die Allgemeinheit, das Fleisch und tierische Produkte in Zukunft Pfui sind, Verzeihung: verzichtbar, der Umwelt zuliebe. Und wenn man sich da jüngere Bevölkerungsgruppen anguckt, wird das auf fruchtbaren Boden fallen: von 68ern Schöngeistern auf political correctness gedrillt, von Unilever, Nestlé u.a. auf Aromen geprägt und vom LEH auf billig UND gut geeicht – kann nur ein Freifahrtschein bei rausspringen mit Bling Bling Nahrungsergänzung, Lifestyle+ und Ethnofood-Diäten.

    4+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Und wenn man das alles beiseite läßt, bleibt immer noch der Hinweis an die Allgemeinheit, das Fleisch und tierische Produkte in Zukunft Pfui sind, Verzeihung: verzichtbar, der Umwelt zuliebe.“

      Vor 3 Tagen kam ein fröhliches ca. 3 Jahre altes Kind aus der Tür einer Metzgerei, mir entgegen.
      Nein die Fröhlichkeit galt nicht mir, sondern wegen dem Wienerle (Frankfurter) das das Kind von der freundlichen Verkäuferin geschenkt bekam.

      Noch ist Polen nicht verloren. 🙂

      3+
      • Obstbäuerin sagt

        Unsere Enkeltochter (5 Jahre) hat folgendes beim Abendessen gesagt:
        »Opa, machst du wieder Schinkenstifte, die esse ich so gern. Das ist ja kein Fleisch.«
        Was soll man dazu sagen?

        1+
  6. Franz-Josef Kunst sagt

    Die jungen Leute auf der Straße spüren, wissen wie`s um uns steht. Das Wasser steht uns bis zum Hals. Langsam dämmert, dass wir ALLE vor einer existenziellen Anpassung stehen. Wenn ich sage ALLE meine ich ALLE. Ein „weiter so“ wird es nicht geben, so oder so. Funktionäre wie der sogen. „Bauer Willi“ sind nichts anderes als populistische Opportunisten, der fährt die Bauern genau so vor die Wand wie Bauer Röring und Bauer Rukwied, sorry.. so sehe ich das. Als erstes müssen wir weg von den ewigen Schuldzuweisungen. Erkennen der Ursachen ist gut, aber nicht so wichtig wie die Zielsetzung für die Zukunft. Und da sollten wir den Schulterschluss suchen. Es ist Aufgabe der Politik, gerechte Regeln zu setzen!

    0
    • Bauer Willi sagt

      „Funktionäre wie der sogenannte Bauer Willi“. Wie kommen Sie den auf das schmale Brett? Ich vertrete genau eine Meinung, und das ist meine eigene. Vielleicht lesen Sie den Artikel noch einmal. Welchen Rat gebe ich denn?

      Und jetzt „Futter bei die Fische“: Ihre Zielsetzung der Zukunft. Aber bitte konkret, keine Phrasen. Ich habe mich hier im Blog schon mehrfach dazu geäußert. Oben rechts gibt es eine Suchfunktion.

      12+
    • bauerhans sagt

      „Als erstes müssen wir weg von den ewigen Schuldzuweisungen.“

      von den einseitigen schuldzuweisungen!!

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      @Franz-Josef Kunst. Moin, langsam ist bei mir aber die Kacke am dampfen, wenn ich wieder einmal solche Beiträge wie diese lesen. „Funktionäre wie der sogen. Bauer Willi“.
      Ist Ihnen eigendlich gegenwärtig, welche Arbeit und Mühe hinter diesem Blog stecken?
      Willi, hat sich immer und immer wieder für unsere Sache ins Zeug gelegt,hat dabei seinen Gesundheitszustand“ einfach mal so in die Ecke gestellt“ um unserer gemeinsamen Sache zu
      „DIENEN“.
      Und dann, solche Beiträge wie der von Ihnen. Geht einigen Leuten hier im Blog langsam die Realität verloren oder lebe ich schon in einem Trauma?

      13+
    • Christian Bothe sagt

      @Kunst,haben noch 60 Ernten Zeit bis wir alle verhungern…Unserem Pippi Langstrumpf wird da sicher noch etwas dazu einfallen, um unser aller Existenz zu sichern!!

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  7. Thomas Apfel sagt

    Auch Ihnen ein frohes und Gesundes Jahr 2020 Herr Niemann.
    Und kommen sie doch auch mal ein wenig runter, das entspannt ungemein. Ich freue mich ja schon, wenn Sie sich persönlich äußern und nicht irgendwelche Texte reinkopieren.

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  8. Eckehard Niemann sagt

    Wie viele platte und übergriffige Parolen will mann denn auf dieser Internetseite denn noch publizieren –
    ganz nach dem perspektivlosen Motto bzw. Lied:
    „Die Menschen sind schlecht,
    sie denken an sich,
    nur ich denk an mich“…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sie sind doch eines der ältesten Mitglieder der Anhängerschaft der Morologie, warum wundern Sie sich…..
      Ohne Ihresgleichen hätten wir derartige Probleme eigentlich gar nicht.

      3+
      • Eckehard Niemann sagt

        Was nennen die Menschen am liebsten dumm?
        Das Gescheite, das sie nicht verstehen.
        (Marie von Ebner-Eschenbach)

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Was wär ein Apfel ohne -Sine,
      Was wären Häute ohne Schleim?
      Was wär’n die Vita ohne -Mine,
      Was wär’n Gedichte ohne Reim?
      Was wär das E ohne die -llipse,
      Was wär veränder ohne -lich?
      Was wär ein Kragen ohne Schlipse,
      Und was wären wir bloß ohne Dich?

      Kurzgedicht, leicht abgeändert, von Heinz Erhardt

      2+
    • firedragon sagt

      Guten Tag Herr Niemann,
      welche platten und übergriffige Parolen meinen Sie?
      Wenn ich wüsste, was Sie meinen bzw wie Sie etwas auffassen, bin ich sicher, kann das umformuliert werden.

      0
    • Seevers Reinhard sagt

      Zitat Niemann auf topagrar:
      Wenn „Bauer Willi“ frustiert ist, dann sagt dies erstmal viel aus über das Versagen des Weges, den er mit seiner Internetseite beschritten hat: Dauer-Anklagen gegen VerbraucherInnen und BürgerInnen, die gefälligst als Individuen ihr individuelles Kaufverhalten ändern sollten. —– “

      So viel über Platte Parolen eines Alt- Ökos.

      1+
    • Franz Müller sagt

      Wer Landwirtschaft nicht selber aktiv betreibt, kann zu dem Thema eigentlich nichts vernünftiges und wahres sagen.
      Schade um die Energie – sich hier gegenseitig zu bekriegen…
      Das Resümee von Bauer Willi ist klar ein Zustandsbericht von der derzeitigen Lage vieler landw. Betrieben aller Couleurs. Dass es von vielen „Nahverwandten“ so nicht wahrgenommen wird, zeigt die Verfahrenheit und Komplexität in der sich unsere Branche befindet.

      1+
      • firedragon sagt

        Guten Morgen Herr Müller,
        betrachten Sie doch diesen Blog als Meinungsaustausch,soll er ja auch sein.
        Es ist nie verkehrt, sich mal in andere Gedankenwelten zu begeben. Man muss nicht alles gut finden – interessant ist es allemal.

        1+
        • Reinhard Seevers sagt

          Sehe ich genauso,
          ich denke auch, dass es mehrere Ebenen gibt, die es von unterschiedlicher Seite, zu beackern gibt.
          Es gibt die ordnungsrechtlichen Vorgaben, die es aus Sicht der aktiven Betriebe in Frage zu stellen gilt, und es gibt die emotionale Seite der Landwirtschaft allgemein. Die eine Seite muss intensiv und kooperativ mit harten Bandagen verhandelt werden. Parallel muss die allgemeine Sicht mit Kampagnen dauerhaft unterstützt werden, mit Geld aus der Branche (alle an der Landwirtschaft Verdienenden).
          Ich denke, dass man den Verbraucher nicht so stark im Fokus haben muss, dass man ihn ständig an sein Verhalten erinnern sollte, man sollte ihn emotional packen. Landwirtschaft muss das rüberbringen, was dem Menschen in der heutigen Zeit abhanden gekommen ist…..das zu erarbeiten ist sehr anspruchsvoll.

          0
  9. bauerhans sagt

    ist doch alles unwichtig,was wir hier im moment diskutieren!!

    DAS AFFENHAUS IST ABGEBRANNT!

    weil so tussen brennendes papier hatten fliegen lassen und der zoo keine nachtwachen,zumindest an sylvester,aufgestellt hatte.
    vor jahren hatte ich die im erntereifen weizen gefunden,zum glück war nix passiert.

    8+
    • Reinhard Seevers sagt

      Hat der Ministerpräsident schon kondoliert? Meinetwegen kann man alle Affen freilassen….sind ja eh schon genug im Land unterwegs.

      7+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Aber, aber Herr Seevers wie können wir nach Freilassung unsere nächsten Verwandten besuchen? 😉

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    • Inga sagt

      Warum hatte das Affenhaus kein geschossenes Dach?

      Welche Strafe haben die Frauen bekommen?

      haben sie etwas daraus gelernt?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die Frauen werden ihre Strafe bekommen, wenn sie die Schuldigen waren,
        wie der Brand durch die entstehen konnte ist mir schleierhaft.
        Es handelte sich um ein Tropenhaus mit einer Temperatur von 20 – 26 °C bei 70 % Luftfeuchtigkeit, folglich gab es ein geschlossenes Dach. Ob es eine Glasbedachung, oder ein Foliendach war, ist mir nicht bekannt.

        Die Frauen habe sicherlich was davon gelernt, bei anderen bin ich mir nicht so sicher.

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        • Brötchen sagt

          Acrylglasdach und soll wohl Laub drauf gelegen haben. Das Material soll wohl nicht brennbar sein. Es sollen Brandversuche gemacht werden.
          Das ist wohl jetzt die Theorie.
          Man hat wohl nebenan 4 Laternen in den Bäumen gefunden und schlussfolgert, das war eine Laterne.

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        • Brötchen sagt

          Ehemaliger gib mal die Koordinaten bei Google Maps ein, das könnte das Affenhaus sein….51.3417595,6.6024275 auf Satellit schalten.
          Es liegt direkt an einer strasse und ist sehr zugewachsen.

          Falls ich das richtige gebäude erwischt habe.

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  10. Georg Summerer sagt

    Lieber Willi, nachträglich noch ein gutes neues Jahr. Ich kann deinen Frust verstehen aber so schnell geben wir nicht auf. Ja, man möchte fast glauben nur noch von Idioten und Egoisten umgeben zu sein. Raffgierig, Intrigant und selbstsüchtig. Doch wie viele sind das wirklich? Haben die Schlepperdemos und die grünen Kreuze denn nicht gezeigt dass die stillen auch die mehreren sind? Die Politik ist uns gegenüber auf einem verdammt hohem Ross und ich möchte mir als Bauer das Vergnügen gönnen ihnen beim herunterfallen zuzuschauen. Das kann schneller gehen als man meint und wird mit ziemlicher Sicherheit passieren. Den Kasten Bier können wir uns schon bald mal zulegen. Die sind wirklich so dumm und glauben dass die Lebensmittel auf ewig von aussen kommen. Doch sieh dich doch um auf der Welt, überall kriselts und krachts! Also Kopf hoch, Krönchen richten und weiter gehts.

    6+
  11. Friedrich sagt

    @bauerhans
    Der DBV wird nur überleben , wenn der Vorstand von der Basis gewählt wird und offengelegt wird , wieviel Geld man im Vorstand , aber auchin den damit verbundenen Aufsichtsratsposten zusammen kommt. Aus dieser Abhängigkeit mit den Aufsichtsratsposten
    läst sich nur erklären , warum der DBV-Vorstand nicht so richtig für uns kämpft. Mir hat mal einer gesagt , daß sich mit der Masse der Mitglieder gut für die größeren Betriebe kämpfen läst. Nur deshalb tut sich dort nichts , weil man um sein Geld zittert und wie eine Schlange sich windet, um noch zu retten was man für sich an Geld retten kann. Ohne die Mandate stehen diese Leute nämlich nackt da. Den geht es nicht viel besser , als unseren unfähigen Berufspolitikern , die bis zur Selbstverleugnung jeden Unsinn der Regierung mitmachen , um ihr Abgeordnetengeld zu sichern. Aufrechte Leute sind das alles nicht , sondern nur Einschleimer und Abnicker , sonst hätte es den politischen Unsinn der letzten Jahre nicht gegeben.

    3+
  12. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Ja, lieber Bauer Willi, mehr als 98% unserer Bevölkerung tangieren unsere Bauernschicksale nicht wirklich; auch Deine offenen Worte werden wohl dieselben in einer gewünschten geistigen Tiefe kaum erreichen.

    UND WARUM!? – Der Ist-Zustand ist von Dir korrekt umrissen und umfangreich beschrieben. Was in dieser Analyse aber leider fehlt, ist die Tatsache, dass wir aktuell in Deutschland ca. 5 Mio. Hektar LN für NICHTS benötigen. Wir Bauern bewirtschaften diese Flächen erfolgreich, holen für andere die Kohle aus dem Feuer, garantieren anderen daraus IHREN Gewinn und halten dafür auch noch treudoof brav unsere Köpfe hin. Sowohl Klöckner als auch Schulze haben deshalb ein leichtes Spiel, uns Bauern massiv und extrem schmerzhaft auf den Füßen herumzutrampeln, immer und immer wieder.

    Solange wir Bauern als Kannibalen unterwegs sind und jedem einzelnen Hektar verbissen hinterherhechten, wird sich an eben diesen katastrophalen Gegebenheiten kaum etwas zum Positiven verändern lassen.

    Wenn man einer Physikerin erklärt, dass man allenfalls noch 50.000 Bauern hierzulande benötigt in der LW, wird diese an ihrer Grundhaltung tatsächlich nichts verändern, da gebe ich Dir vollumfänglich recht…!

    Sollte Nitrat giftig sein, so reduzieren wir den Einsatz – konsequent. Dann aber sind die Vielzahl der Verbraucher auch anderweitig davor rigoros zu schützen! – Alles andere ist und bleibt eine LÜGE, nichts als eine schon boshaft anmutende LÜGE! Ist Glyphosat giftig, gehört es nicht auf den Tisch, zu verbannen aber nicht nur in der heimischen Produktion, Importware muss selbstredend den gleichen Standards unterliegen, will man eine Glaubhaftigkeit der medialen Diskussionsschlachten in dieser Thematik keiner absoluten Lächerlichkeit preis geben seitens der Politik!!! – Und mit Verlaub, genau das geschieht dank Mercosur etc.pp.! Wenn wir deutschen Bauern mit 5 Mio. Hektar das Klima unnötig belasten, weil die dortigen Produktionen auf dem Biomüll landen, so muss sich schleunigst daran etwas ändern. Visionen für die Zukunft sind hier vordringlich gefordert – wir Bauern selbst sind gefordert; man wird uns diese nämlich nicht auf dem Silbertablett servieren; ganz im Gegenteil!

    Beste Grüße von einem konventionellen Kollegen, der sich so leicht nicht ins Bockshorn jagen lassen will, sich mit Alternativen und Digitalität bereits intensiv auseinandersetzt und dabei zur Kenntnis genommen hat, dass die zur Verfügung stehende Pflanzenvielfalt gerade von letzterer sich nicht beeindrucken lässt, während unsere Politik darin die eierlegende Wollmilchsau entdeckt zu haben scheint. Nun ja,…

    9+
    • Reinhard Seevers sagt

      Wenn man nun boshaft wäre…….könnte man als Außenstehender auch fragen: Wird man denn gezwungen Landwirtschaft zu betreiben? Oder anders ausgedrückt, wie verdeutlicht man dem Rest der Bevölkerung, welchen Stellenwert DIE Landwirtschaft für DEN Bürger hat.
      Kritiker drehen nämlich immer gerne den Spieß um: Einmal ist man eine Last für den Steuerzahler bei gleichzeitigem niedrigen Anteil von 0,7% an der Bruttowertschöpfung, andererseits ist die Landwirtschaft für alle ökologischen Probleme verantwortlich.
      Wie will man aus diesem Paradoxon rauskommen, ohne den einen Bereich (Ökonomie) oder den anderen Bereich (Ökologie) zu vernachlässigen?

      1+
      • firedragon sagt

        Nein, man wird nicht gezwungen, Herr Seevers, aber einer muss den Job ja machen…

        1+
    • Thomas Apfel sagt

      Wie kommen Sie auf 5 mio ha für Bio-Müll?
      Auf den Anteil heimischer Ware am Gesamtverbrauch und die 8 – 9 % vermeidbarer Lebensmittelabfall sind das ca. 1 mio ha. Das ist zu viel, kann aber meiner Ansicht nach praktisch nicht auf Null reduziert werden und ist vor allem bei Öko Produktion wegen mehr Verderb garantiert höher.
      Warum ich darauf herumreite?: Weil wir als Konventionelle, die wir nach wie vor 98 % der einheimischen Lebensmittel erzeugen uns nicht auf die falsche pro Bio 50 % Abfalldiskussion einlassen sollten. Sie ist nicht nur falsch sondern befeuert den Irrweg pro Bio.

      0
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Werter Herr Apfel,

        die mehr als 30% Bio-Müll habe ich mir wahrlich nicht aus den Fingern gesaugt. Genau selbiger ist eben auch verantwörtlich für unsere derzeitige Bauernmisere. – Es dürfte Ihnen übrigens wohl nicht fremd sein, dass man in früheren Zeiten ein Drittel der Erzeugnisse vom Acker im Futtertrog für die Zugleistung verfütterte.

        Wir sollten mithin schleunigst das produzieren, wonach ein hungriger Markt förmlichst schreit; hierzu zähle ich u.a. das Bedarfsfeld „ENGERGIE“. Lassen wir uns künftig nicht alleinig in der Nahrungsmittelproduktion verhaften, bedienen wir darüber hinaus das breite Spektrum der NON-FOOD-Produktionen auf unseren Höfen, im absolut positiven Sinne für Ökologie und Ökonomie. Auch unsere Bauernfreunde Biene Maja, Karl der Käfer und Co. werden uns das zu danken wissen. Einen Startschuss dafür seitens Wissenschaft, Politik u. Verbänden habe ich allerdings noch nicht vernommen. – Sie!?

        3+
    • firedragon sagt

      unkomplizierter Wurzelwicht,
      ich bin ganz in Deiner Gedankenwelt.
      Ich gehe aber gerne noch einen Gedanken weiter.
      Die dt. LW wird von der Bevölkerung als selbstverständlicher Nahrungslieferant „gesehen“, ich setze gesehen in Gänsefüsschen, weil sich die meisten eben keine Gedanken darüber machen, soll kein Vorwurf sein – ist einfach so, da die Mehrheit einfach keinen Bezug zur LW hat und im Überfluss groß wurde.
      Die LW produziert eine Menge, die ausreichend ist und darüber hinaus. Es ist an der Zeit, nur die benötigte Menge zu produzieren und etwas darunter, also gezielt und von der LW gesteuert von der Selbstverständlichkeit weg.
      Dazu benötigen wir allerdings Einigkeit in der LW und nicht, wie Du geschrieben hast – Kannibalismus.

      2+
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Werte/r firedragon,
        ich brauche den Kannibalismus unter den Bauern nicht, da haben Sie was missverstanden; dieser (be)herrscht aber dato gnadenlos unter den Bauern innerhalb der ländlichen Räume, befeuert sogar noch von unserer berufsständischen Vertretung. Fatal – aber wahr! – „Wachsen oder Weichen“ ist nicht nur eine Illusion!

        Ja, die Gesellschaft ist übersatt, da stimme ich zu. Hunger ist ein Fremdwort -Gott sei es gedankt- sonst würde es die aktuelle, in vielen Bereichen erheblich sinnbefreite Diskussion in dieser Art und Weise sicherlich nicht geben.

        4+
        • firedragon sagt

          unkomplizierter Wurzelwicht,
          Deinen Kannibalismus habe ich richtig verstanden, habe ich das falsch rüber gebracht, ‚tschuldige.
          Kannibalismus unter Bauern ist nicht gut und unerwünscht, da Schwachsinn… ich hoffe, so ist es verständlich, wie wir beide es meinen.

          1+
    • Brötchen sagt

      Die Physikerin ist eine reine Technokratin, die hat nicht einen Tag in der Wirtschaft gearbeitet!

      0
      • Reinhard Seevers sagt

        Wieso ist das ein Kriterium für Politik? Es gibt nur wenige erfolgreichere Bundeskanzler (genau 2) in diesem Staat….

        0
  13. Ferkelhebamme sagt

    Eine präzise und nüchterne Sachstandsanalyse. Was unsere Kinder angeht, gehe ich mit dir vollkommen d’accord. Wir werden sie nicht an diese Scholle binden, auch wenn wir einen Betrieb aus dem Boden gestampft haben, der eigentlich zukunfstfähig sein sollte. Eigentlich.
    Die grünen Kreuze werden wir nicht reinholen, denn ich habe den Eindruck, dass die breite Öffentlichkeit jetzt erst langsam auf unsere Situation aufmerksam wird. Die Junglandwirte hier im Ort führen den Protest entsprechend weiter. Überall waren vereinzelt grüne Kreuze verstreut, die haben wir nun eingesammelt und an einer vielst befahrenen Strasse als Symbol für die wenigen noch aktiven Landwirte zusammengestellt. Daneben rote Kreuze für die, die seit den 90ern aufgegeben haben. Diese wurden (passend zur Weihnachtsbeleuchtung) mit Grabkerzen versehen: diese Visualisierung ist sehr beeindruckend. Ein guter Zeitungsartikel hat die Hintergründe erläutert. Ein Leserbrief eines Nichtlandwirtes hat gezeigt, dass es offensichtlich wahrgenommen wird.
    Wir brauchen die Sympathien der breiten Öffentlichkeit, müssen unsere Situation immer wieder darstellen. Aufgeben ist keine Option. Vorerst.

    7+
    • bauerhans sagt

      unser mann vom WLV hat heute wieder ein „gesülze“ in der NW übers letzte erntejahr vonsich gegeben und dabei noch einen seitenhieb auf LsV gesetzt.
      wozu braucht man solch rückständigen verband!

      0
  14. Friedrich sagt

    Willi , du hast es auf den Punkt gebracht. Klare Analyse der Lage. Trotz allem sollten die Demos in voller Einsatzbereitschaft weiter gehen. Auch deshalb , weil ich die Hoffnung habe , daß sich noch andere Berufsgruppen beteiligen werden. Die Braunkohlentagebauer , Handwerker , Bäcker und weitere Unzufriedene werden auch hoffentlich zu den Demos dazustoßen. Wenn eine Regierung gegen die auf dem Land lebenden arbeitet und nur den NGOs nach dem Munde redet , um an der Macht zu bleiben , dann ist diese Regierungselite dem Ende geweiht. Wenn dann noch ein Energie-oder Währungscrash kommt , dann werden diese Kaoten komplett hinweggefegt. Politiker die zum Volk Pack sagen , haben jeden Anstand verloren. Die Merkelregierung wird in die Geschichte als die größte Fehlbestzung für Deutschland eingehen. Wenn Machtstreben, Ideologie und Unfähigkeit in die Regierung einziehen , dann kann ein Land nur in die Kniee gehen. Wer die Grenzen nicht sichert , die Landesfahne in die Ecke schmeißt und nur auf Ideologen hört um an der Macht zu bleiben, hat die Zukunft des Landes verspielt. Wir Bauern sollen in die Digitalisierung gehen, aber die Infrastruktur fehlt uns doch komplett. Wenn ich mit dem Handy telefonieren will , dann muß ich in die erste Etage im Haus gehen. Schnelles Internet gibts eh nur in den Städten. Genauso wie die kruden Vorstellungen für die Bauern , verhält es sich für die Energiewende, Klima, Autoindustrie usw. . Überall nur Sprüche , aber keine realistischen Lösungen. Das Erwachen aus diesem Traum , wird böse sein. Leider lassen sich die Leute das gefallen , oder nehmen es einfach so hin.

    7+
    • Stadtmensch sagt

      Dass es in dünn besiedelten Regionen mit der Netzabdeckung hapert liegt an den hochgepriesenen „ideologiefreien“ Marktkräften: nicht genügend Nachfrage also auch kein Angebot. Das gleiche gilt für die landwirtschaftliche Produktion: bei begrenzter Nachfrage gibts das notwendige Wachstum (Voraussetzung für Kapitalverwertung) nur durch Verdrängung. Das sind jetzt nur andere Worte für „die superteure Technik kann sich keiner mehr leisten“. Geschlossenen Grenzen (Mauer?) sind auch sehr teuer in jeder Hinsicht, aber bis auf Weiteres (Einfall mongolischer Reiterhorden) sicher ein Weg zu einem ressourcenfreundlichen Lebensstil, der sich (ganz ohne dogmatische NGO) durch alternativlosen Verzicht einstellen wird.

      0
  15. Paulus sagt

    Wenn angeblich 50% der Landwirte nur im Nebenerwerb tätig sind, haben diese ein außerlandwirtschaftliches Einkommen, sind also nicht relevant. Wenn man noch geschätzt 10% derer die auf der Kippe stehen hinzuzählt, sind wir bei ca. 40% ernst zu nehmender Landwirte im Vollerwerb. Meine Frau und ich haben 28 Jahre lang eine Landwirtschaft im Nebenerwerb betrieben, wären allerdings nie auf die Idee gekommen und als Landwirte, auch nicht im Nebenerwerb zu bezeichnen.
    Ein Bauer Willi verkündete vor einiger Zeit „ Der Nachfolger scharre schon mit den Hufen.“ Wenig später kam die Aussage „er wisse noch nicht ob er seinem Sohn den Hof übergeben solle.“ Was soll er denn sonst tun? Der Sohnemann kann ihn entweder selbst bewirtschaften, bewirtschaften lassen, verpachten oder verkaufen.
    Nicht jeder kann seine Kinder in solch ein gemachtes Nest setzen.
    Abgesehen davon dürfte er als Master of weiß was ich was eh schon seine Brötchen woanders verdienen. Einen rheinischen Hof in gleicher Größenordnung manage ich so ganz nebenbei noch am Telefon, und zwar ohne zu klagen. Ich vermisse die Ehrlichkeit, genau das ist seit eh und je das Problem der Bauern. Wer jammernd und pessimistisch in die Zukunft schaut lähmt sich selbst. Sorry lieber Willi, ich denke, du weißt schon wie du es aufzufassen hast. So und jetzt – Feuer frei.

    3+
    • Brötchen sagt

      Paulus die Zahl allein sagt allein nichts, die Betriebe sind z.b. in bestimmten Branchen um die Hälfte weniger geworden, die Bestände sind aber gleich geblieben.
      Je Betrieb mehr ha oder Tiere.

      0
    • firedragon sagt

      Ne, Paulus,
      nicht „Feuer frei“, hättest Du das gerne?
      „Jammern“ ist nicht der richtige Ausdruck… es ist einfach nur bescheuert, dass es heutzutage nicht möglich ist mit ca 100 ha Ackerbau eine Familie ernähren zu können, das dein „Einkommen“ aus Ausgleichszahlungen besteht. Ich glaube, dass ist das, was den Landwirt fuchst.
      Unsere Altenteiler schütteln fast täglich den Kopf, über nicht enden wollende Arbeit über die Flut an Ordnern und den Verfall des Geldwert.
      Bsp. in den 70gern hat man 3-4 Bullen verkauft und konnte sich einen kleinen Traktor bar kaufen.
      Wenn ich jetzt einen vergleichbaren Traktor kaufen müsste, muß ich 10-15 Bullen verkaufen.

      2+
    • Bauer Willi sagt

      Mein herzallerliebster Paulus
      „Den Hof nebenbei managen“ und selbst arbeiten sind zweierlei. Ich habe den Hof im Nebenerwerb geführt, weil ich eben unserem Sohn die Möglichkeit geben wollte, sich „ins gemachte Nest“ zu setzen. Nur dass das heute keine Perspektive mehr bietet. Nach dem 4. September (Agrarpaket) habe ich Sohnemann mit Frau zum Familiengespräch gebeten und Ihnen mitgeteilt, dass sie auf den Betrieb keine Rücksicht nehmen sollen. Eben weil es nicht mehr lohnt und er sich auch den mentalen Stress nicht antun sollte. Deshalb auch der Sinneswandel. Was Du als pessimistisch und jammern ansiehts ist einfach nur eine nüchtere Bewertung der Lage.
      Was Du nie begreifen wirst: ich bin Wissenschaftler (‚Agrar-Inschenör) und einigermaßen nüchtern. Aber als letzter der Familie das Hoftor zuzumachen, macht was mit einem. Aber das verstehst Du nicht und musst Du auch nicht verstehen. Du wirst es wahrscheinlich als sentimental abtun. Und das ist es auch.

      13+
      • Mark Rössler sagt

        Bin seit September auch am Hadern, noch 20 Jahre bis zur Rente.
        Am liebsten würde ich die Hoftore lieber heute als morgen schließen, ich sehe keine Perspektive mehr, dieses Dilemma der Politik noch weiter mit zu gehen.
        Finanziell lohnt es sich noch aber die Gesetze und Forderungen würgen einen und verbreiten Wut und Traurigkeit.

        Das liegt schwer auf dem Magen und belastet seit Monaten.
        Momentan bin ich ratlos, zum Glück suchen meine beiden Kinder ihre Zukunft außerhalb der Landwirtschaft und zum mindest eines schon im Ausland.

        1+
        • bauerhans sagt

          Mark,lass den hof bewirtschaften und mach was anderes,falls es nicht zusagt,kannste wieder zurück.

          0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In das gemachte Nest könnten sich meine Söhne setzen, aber nicht im Hauptberuf.
      Sie haben mir die Entscheidung abgenommen, in dem sie sich gegen die Landwirtschaft entschieden haben.
      Bei uns habe viele die Hauptberufliche Landwirtschaft von den Eltern übernommen und nebenberuflich weitergeführt.
      Das ist im Wein und Obstbau eine andere Belastung als ein paar Rinder auf der Weide grasen zu lassen. Noch kann ich den größten Tei meiner Fläche verpachten, fehlt es mal an Pächter, dann kann die Bevolkerung die Natur sehen, die sich manche wünschen.

      Was wir unseren Kindern mitgeben konnten, ist der IQ, der es ihnen ermöglichte, sich jetzt als Akademiker nennen zu dürfen, mit entsprechendem Gehalt. Zu denen spricht niemand mehr, du bist ein „dummer“ Bauer.

      6+
    • Thomas Apfel sagt

      Da hätte ich ein Beispiel aus meiner näheren Umgebung. Der Bruder eines meiner Kollegen hatte einen Baubetrieb mit 400 Beschäftigten und den selben Spruch auf den Lippen: „Dein kleiner Laden ist für mich ein Furz, den ich zwischen Tür und Angel am Telefon manage“. Zwei Jahre später war der große Bruder pleite und der kleine Bruder hat die Familie mit seinem Landwirtschaftsbetrieb über Wasser gehalten. Der Landwirtschaftsbetrieb lebt noch heute und steht wirtschaftlich gut da. Einen Nachfolger hat er allerdings nicht, weil er eben nicht mal so nebenbei am Telefon erfolgreich gemanagt werden kann!

      4+
      • firedragon sagt

        Es gibt ja immer mehr Sendungen über kuschelige Kleinstnetriebe im TV zu sehen.
        Im Herbst wurde ein Weinbaubetrieb vorgestellt, Bio (natürlich). Es wurde die Arbeitsweise und die Vermarktung usw vorgestellt, ansprechend gestaltet und gut erklärt. Was mich störte, bis kurz vor dem Ende des Films wurde suggeriert, das von dem „Betrieb“ sechs Personen leben.
        Die Oma war Pauker, der Opa hatte die Winzerei betrieben, die Tochter hat was ganz anderes studiert und war in Anstellung, bis sie im Vollerwerb ins Weingut mit ihren Kindern nebst Mann (Pauker) zurück kam. Ich war die ganze Zeit gespannt, welche Größe der Betrieb hat, da es noch einen „Mitarbeiter“ gab.
        Zum Schluss wurde gesagt, der Betrieb mache drei Hektar.
        Ich habe gelacht und den Kopf geschüttelt, aus mehreren Gründen :
        -dem Zuschauer wurde wieder mal suggeriert, dass man ernsthaft davon leben kann (sechs Personen)
        -es wurde nicht erwähnt, dass es ein Lehrergehalt und eine Lehrerrente gibt
        Das soll die Leistung und die Qualität der Betriebsleiterin nicht schmälern.

        3+
        • Brötchen sagt

          Stimmt Firedragon, das ist IMMER so! Es wird nie hinterfragt, was denn an Einkommen erwirtschaftet wird. Das müsste eigentlich immer in einem Nebensatz gesagt werden.

          0
          • firedragon sagt

            Guten Morgen Brötchen,
            eine genaue Zahl sollte vielleicht nicht genannt werden. Es sollte im Zusammenhang allerdings genannt werden, dass in solchen Fällen, der „Betriebsleiter“ ruhig schlafen kann, da im Notfall immer noch ausserlandwirtschaftliches Einkommen vorhanden ist.
            Wenn man von 0 auf 3 Hektar geht, ist das natürlich schon eine Arbeitsleistung. Wenn man allerdings ein Vielfaches dessen macht, kommt man von einer ganz anderen Arbeitsleistung und betrachtet das ebenfalls aus einer ganz anderen Perspektive.

            0
            • Brötchen sagt

              Ja es würde reichen, wenn eine kurze Einordnung in einem Nebensatz erfolgt. Die müssen ja nun keine Tabelle mit einer Gegenüberstellung bringen, das verstehen die sowieso nicht. Geld kommt vom Konto. Zumal die ja sowieso von Ende Dez. bis Mitte Januar frei haben.

              1+
          • Reinhard Seevers sagt

            Das mediale Bild entspricht immer der Intention des Redakteurs. Es werden ja auch Fielmann, Günter Jauch oder Max Moor, Stefan Aust oder oder als „Landwirte“ oder ähnliches benannt, die einen „anderen“ Weg gehen….und zeigen, dass „es „geht.
            Es gibt die gute Seite und die schlechte Seite. Warum dies in der öffentlichen Wahrnehmung so sein muss? Keine Ahnung…
            Da gab es neulich einen Beitrag über Chinas dicke Kinder. Ursache ist, wie soll es anders sein, zu wenig Bewegung, zu fettes und zu salziges Essen, zu viel Zucker. Dann wurde ein Hinweis auf die traditionelle chinesische Landwirtschaft gemacht und schwups war man bei Bio und weniger Fleisch…es scheint eine unsichtbare Macht am Werk zu sein, die ein Bild „der“ Landwirtschaft schaffen möchte….
            Deutschland betreibt zukünftig eine bürokratisch verwaltete, öffentlich finanzierte, ökologisch korrekte, emissionsarme, gesellschaftlich anerkannte, existenziell ungesicherte, von Infrastruktur durchzogene Pseudolandwirtschaft. Nahrung aber kommt aus dem Reagenzglas….

            0
              • Reinhard Seevers sagt

                Ok, invitro -Fleisch aus Atomstrom ist natürlich billiger, als aus Windkraft, da könntest du Recht haben……und Algenherstellung ebenfalls:-)

                0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Max Moor hat schon zugegeben, dass die BIO Landwirtschaft seiner Frau gescheitert ist.
              Weine von Günter Jauch, die bei ALDI im Laden stehen, sind keine Weine aus seinem Weingut, sondern Weine die offen für 60 bis 80 Cent gekauft werden, denen man das Etikett vom Jauch aufpappt, völlig legal natürlich. Ein gutes Geschäft für Jauch und den Abfüller.

              Bei uns in der Nähe hat einer ein paar Wollschweine angeschafft, die im Freiland gehalten werden, sehen ja putzig aus, aber das tägliche Schnitzel auf dem Teller stammt nicht von diesen Tieren.

              In Abständen kann man in der Tagespresse das Hohelied auf diese Schweinehaltung lesen.

              1+
              • Obstbäuerin sagt

                Ja, Ehemaliger, da passt der Spruch »Früher zählte das Erreichte – heute reicht das Erzählte« wieder. Der Schein hat die Realität ausgehebelt und vor allem junge Menschen fallen darauf rein.

                1+
            • bauerhans sagt

              max moor hat gesagt,dass es nicht funktioniert,wie seine frau als stud. landwirtin es konzipiert hatte und stefan aust hält nur pferde als hobby.

              0
  16. Wilhelm Hellmanns sagt

    Hallo Bauer Willi, mir ist ihr Kommentar zu negativ. Ich selbst bin Schweinebauer und mit den Marktkräften bestens vertraut. Außerdem bin ich auf Verbandsebene unterwegs, und habe Erfahrung, wie mühselig es ist, Veränderungen auf einer breiten Basis durchzusetzen. Es ist aber besonders unklug, diejenigen vor den Kopf zu stoßen, die exakt für die gleiche Sache unterwegs sind, nämlich den Landwirten in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. Wenn sich einzelne in unserer sowieso schon stark dezimierten Gruppe noch auf Kosten anderer profilieren wollen, werden wir unser Ziel nie erreichen.

    0
  17. Piet sagt

    Bis auf „Was bedeutet das in der Konsequenz?“ völlig einverstanden, danach wird es meiner Meinung nach ein bisschen zuviel Defätismus. Einige Überlegungen:

    Angela Merkels CDU/CSU verfolgt seit Jahrzehnten eine Politik, die den Grünen den Wind aus den Segeln nehmen soll. Die Energiewende führt schnurgerade auf einer Debakel zu. Heimlich wird Angela Merkel sich freuen, dass es so viele Widerstand gegen die geplante, hunderttausenden, Windanlagen gibt, denn sonst würde das schnell zum Bankrott Deutschlands führen. „Wir arbeiten daran“, kann sie immer wieder den Grünen sagen.

    Das Mercosur-Handelsabkommen ermöglicht Europa die Einfuhr von billigem Obst und Gemüse sowie Fleisch aus diesen Ländern. Im Gegenzug erhalten diese Länder dann Devisen, mit denen sie Industriegüter aus Europa kaufen können (es bietet auch die Möglichkeit Drogengeld zu waschen, aber das am Rande). Unsere Heiligen Kühe werden gegen argentinische Kühe getauscht. Damit wird dann der Not leidenden deutschen Automobilindustrie auf Kosten der deutschen und niederländischen Landwirtschaft geholfen.

    Wenn viele Landwirte notgezwungen sind, ihre Höfe aufzugeben, wird wertvolleres, humusreiches Land – das durch harter Arbeit unserer Vorväter der Natur abgerungen und hunderte von Jahren sorgfältig gepflegt wurde – der Natur zurückgegeben, was gleich im Sinne von Maurice Strong c.q. William Vogt-Anhängern (Soros, Bill Gates, Al Gore, Greta Thunberg, Groenen/Bund) ist. Die Grünen werden darüber sehr zufrieden sein.

    Die Landwirte, die das Agrarpaket der schönen Julia akzeptieren, werden erfahren, dass es unmöglich ist, mit Ländern zu konkurrieren, in denen es kein Agrarpaket gibt:
    wo Glyphosat nicht verboten ist, wo moderne Zuchtmethoden CRISPR/Cas voll eingesetzt werden, wo es weder Kontrolle über die Lebensmittelsicherheit gibt, noch über die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln wie Neonikotinoiden, und wo das Wohlbefinden der Tieren wirklich Fremdwörter sind. Um für das alles Platz zu machen wird man auch rücksichtslos Urwald roden, aber die Medien werden dem zu gegebener Zeit keine Aufmerksamkeit schenken, weil es den Insekten und Vögel in Deutschland doch nicht so gut geht. Und nach den österreichischen Biobauern werden auch die deutschen in den Bankrott gehen, weil die Preise gestürzt sind, nachdem ein riesiger Überfluss entstanden ist. Dabei werden auch die Mercosur-Länder mit der Produktion von Bioprodukten anfangen; ganz ohne Pestiziden aber mit CRISPR/Cas oder CasX. Darüber würde Norman Borlaug dann wieder sehr zufrieden sein.

    Alles hoffnungslos verloren?

    Schon im kommenden Jahren werden die Bundesbürger am eigenen Leib erfahren, wohin diese Politik führt. Nicht zu Hungersnot und Hungeraufstand, dafür bürgert Mercosur. Aber mit leere Vorratskammern sind wir dann für unsere Nahrungsmittelversorgung vom Ausland abhängig geworden (und damit sind nicht die Niederlande gemeint). Auf lange Sicht werden wir dazu nichts mehr zu sagen haben. Die Drohung, den Export von Volkswagen und Mercedes zu stoppen, wird keinen großen Eindruck hinterlassen.

    Die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands werden erfahren, was es heißt, eine Politik zu betreiben, die auf Panikmache und dem Irrglauben basiert, dass CO2 für die jüngste Dürre verantwortlich wäre. Das wir tausenden Milliarden für CO2-Reduktion ausgeben.

    Ich zitiere aus „Das 4600-Miljarden-Fiasko“ durch Fritz Vahrenholt* „Wenn es nach Greta und ihren Followern geht, die 100 Prozent Erneuerbare innerhalb von fünfzehn Jahren fordern, dann wären das monatlich 640 Euro – immer vorausgesetzt, dass die deutsche Energieversorgung und damit auch die Wirtschaft nicht vorher zusammenbricht. Zur Erinnerung: Zieht man diese 640 Euro von einem deutschen Durchschnittsverdienst (1890 Euro netto pro Monat) ab, müssten Heerscharen von Deutschen unter oder nahe der Armutsgrenze (60 Prozent des Durchschnittsnettoeinkommens) leben.“

    Ich vertraue darauf, dass viele Wähler bald wieder zur Vernunft kommen (im gut Niederländisch heißt das ‚boerenverstand‘), sich hinter die Bauern stellen und bei den Wahlen Schluss machen mit dieser grünen Politik und Alternativ wählen. Eine notwendige VERSTANDSWENDE !

    * Das 4600-Milliarden-Fiasko: Eine hochkarätige und politisch unverdächtige Studie entlarvt den süssen Traum der Energiewende als ökonomischen und ökologischen Albtraum. Doch was nicht sein darf, kann nicht sein.

    Prof. Dr. Fritz Vahrenholt hat in Chemie promoviert und ist Honorarprofessor an der Universität Hamburg. Als Vertreter der SPD war er Umweltsenator in Hamburg (1991 bis 1997). Unter Bundeskanzler Gerhard Schröder war er auch als Berater für Energiefragen auf Bundesebene tätig.

    3+
    • Brötchen sagt

      Wir hatten eine Regensumme in 2019 von 540 mm. Durchschnitt für BB
      2018 war die große Dürre, davor hatten wir den doppelten Niederschlag in 2017.

      Es gab also keine Dürre.

      0
    • Reinhard Seevers sagt

      Vahrenholt wechselte im Februar 1998 in den Vorstand der Deutschen Shell AG und übernahm u.a. die neugegründete Sparte der Erneuerbaren Energien. 2001 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden der REpower Systems AG berufen, einem kleinem mittelständischen Windkraftunternehmen mit Sitz in Hamburg. Vahrenholt brachte das Windkraftunternehmen durch eine Kapitalerhöhung von 80 Millionen € im März 2002 an die Börse und verliess das Unternehmen, als es für 1,3 Milliarden € vom indischen Wettbewerber Suzlon 2007 übernommen wurde. Von Februar 2008 bis Juli 2012 war er Vorstandsvorsitzender des neugegründeten RWE-Tochterunternehmens RWE Innogy GmbH. Mit jährlichen Investitionen von rd. 1 Milliarde Euro wurde das Unternehmen binnen 5 Jahren zu einem der führenden Investoren in Wind-, Wasser- und Biomassekraftwerke in Europa.

      Im Alter von 63 Jahren, am 1. August 2012, wurde Vahrenholt vom Kuratorium der Deutschen Wildtier Stiftung zum Alleinvorstand und Nachfolger des Gründers der Stiftung, Haymo Rethwisch, ernannt. Die Stiftung, die vom Stifter mit einem Stiftungskapital von 150 Millionen ausgestattet wurde, setzt sich für den Schutz und die Förderung heimischer Wildtiere ein.[2] Seit 1999 ist er Honorarprofessor an der Universität Hamburg im Fachbereich Chemie

      Für mich völlig unglaubwürdig.

      “ 4700 Milliarden Euro Subventionen für fossile Brennstoffe

      Aufgeben ist keine Option – schon gar nicht, bevor wir nicht einmal das Offensichtliche versucht haben, nämlich die direkten und indirekten Subventionen für die Nutzung fossiler Brennstoffe konsequent zu beenden. Letztere schätzt der Internationale Währungsfonds in einer Studie auf atemberaubende 5300 Milliarden Dollar (4700 Milliarden Euro) weltweit für 2015. Das sind 6,5 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung!
      Zitat Rahmstorf, PIK

      0
  18. firedragon sagt

    „Nichts ist so bestätigt wie der Wandel“, das pflegte mal ein Lehrer zu sagen.
    Die Zeit, in der der Hof vom ältesten Sohn übernommen werden musste, ist schon lange her – die Jugend hat ihren eigenen Weg zu gehen.
    Es ist für denjenigen schlimm, der „den Boden im Blut hat“ und man sich eingestehen muss – der Betrieb kann nicht mehr oder gerade irgendwie so…
    Nebenbei einen Betrieb führen – ist nicht wirklich im Sinne des Erfinders, zeigt doch aber heute schon, dass es in vielen Regionen nicht möglich ist, vom Betriebseinkommen zu leben. Das wird in der Zukunft auch nicht besser.
    Ob der DBV den Wandel hätte aufhalten können, fraglich. Ob er den Ist-Zustand vor 10-15 Jahren schon hätte sehen können, fraglich.
    Ihm gänzlich Untätigkeit vorwerfen, nein.
    Frau Klöckner hat sich auch gewandelt, zum Guten für die LW, eher nicht. Hätte sie sich nicht mit Frau Schulze zusammengetan und die Groko würde zerbrechen – wer wäre sie dann – niemand. Also hat sie sich für ihre Karriere entschieden.
    Die grünen Kreuze haben einen Wandel in uns Landwirten bewirkt, der sich sichtbar gemacht hat. Sie abbauen, nein – wir stellen neue dazu.

    9+
    • Reinhard Seevers sagt

      Wäre 1984 die Quote nicht eingeführt worden und parallel dazu die AFP und EFP – Förderung nicht gestartet, dann wäre das, was nun zu kommen scheint, nämlich ein Flächendeckendes Bauernsterben, damals bereits gekommen. So hat Politik den ländlichen Raum und die Bauernfamilien am Leben gehalten und Zeit gewonnen, um den Crash sanft zu ermöglichen……ob das in der Form richtig war, das kann sich jeder selber beantworten. Wenn sich aber heute jemand hinstellt, und behauptet, dass die BIO-Landwirtschaft nur ein weiteres Sterben auf Raten ist, und man ihm den Vogel zeigt, dann wird man auch evtl. in 40 Jahren die gleiche Frage stellen müssen. Die Weggabelung liegt vor einem, welchen Weg man gehen möchte, muss jeder für sich entscheiden.
      Whes jedenfalls weiß genau, was richtig ist….nun dann…..Versuch macht kluch. 🙂

      1+
      • Inga sagt

        Ein Beweis, dass Landwirtschaft subventioniert werden muß, um die Lebensmittel billig zu halten, die Landmaschinenindustrie zu fördern
        und um die Ökologie mit kleineren Betriebsstrukturen in Ordnung zu halten?

        0
  19. Obstbäuerin sagt

    Die »Wir machen euch satt« wäre gerade in diesem Jahr so wichtig als Gegenpol zur Whs. Auch wegen der ständigen Vereinnahmung der Traktordemo durch NGO´s und einiger Parteien. Prinz von und zu schreibt zur Whs, es wäre eine Bauerndemo, an der auch Verbraucher teilnehmen. Wenn der Bauernanteil bei 2-3% der Teilnehmer lag, war das noch freundlich geschätzt.
    Ich würde gern dem einen oder anderen wieder einen Punkt geben aber leider bin ich ausgeschlossen. Wo kommen denn die Punkte her? Bei anderen muss es doch funktionieren?

    2+
    • Reinhard Seevers sagt

      Ausschnitt aus den Thesen von whes – 2019:
      „Die Großdemonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen Landwirte. Die konventionellen und Öko-Bauern demonstrieren auch im achten Jahr im Schulterschluss mit Lebensmittelhandwerkern und der Zivilgesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das breite «Wir haben es satt!»-Bündnis Wege für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft und ein gutes Ernährungssystem auf.“

      Was für ein Geschwurbel…..wie soll das ein Außenstehender verstehen und wie einordnen. Vertikale Integration ist z.B. ohne eine funktionierende Agrarindustrie nicht denkbar, genauso wenig, wie die Flächendeckende Versorgung von 82 Millionen Menschen….was soll das?

      0
    • Bauer Willi sagt

      Ich weiß auch nicht, wo die Punkte herkommen. Bei mir funktioniert es auch nicht. Kann mal jemand schreiben, ob die Likes bei ihm funktionieren? Will das weitergeben…

      6+
      • firedragon sagt

        Wenn ich am Computer „Däumchen“ klicken möchte, funktioniert es nicht. Kann ich nur über’s Handy anklicken, da funktioniert es dann.

        2+
      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Willi, hilft jetzt auch nicht irgendwie weiter,aber die Likes funktionieren bei mir schon ca.10 Tage nicht mehr.

        1+
        • Brötchen sagt

          Bei mir ging es vor einer halben Stunde, jetzt wieder nicht.
          Button ist leer, Summe wird angezeigt.
          Chrome und Android.

          1+
  20. Euch Bauern geht es wie uns!

    Im Gegensatz zu euch waren wir 1,5 Jahre super aktiv in Brüssel, als unsere Richtlinie dort debattiert wurde (Nov. 2015 bis März 2017). Nicht mit Demos, sondern Emails, Briefen, Petition, Meetings und ich habe im Europäischen Parlament sogar mit Beteiligung von MdEPs, der Berichterstatterin und einem Vertreter der Europäischen Kommssion organisiert. Wir konnten die allerdümmsten Maßnahmen mit Unterstützung der MdEPs verhindern.

    Und seit einem Jahr sind wir in Berlin aktiv, seitdem das CSU geführte Innenministerium seinen Gesetzentwurf der Richtlinie präsentiert hatte inklusive einige der allerdümmsten Maßnahmen, die in Brüssel abgelehnt wurden. Auch hier wieder ohne Demos, sondern mit Emails, Briefen, Bürgersprechstunden und Petitionen.

    Im November gab eine öffentliche Anhörung, auf der ich als Sachverständige sprechen durfte. Fünf (!) der sechs Sachverständigen, davon zwei staatliche Angestellte, haben sich gegen die gleichen Änderungen ausgesprochen.

    Doch der CSU-Staatsminister Mayer bleibt bei seinen Lügen (so muss ich Falschinterpretationen der EU-Richtlinie einfach nennen).

    Es gab über 500 Seiten Stellungnahmen der Verbände, auch der Polizei. Ich habe alle gelesen und in Stichpunkten aufbereitet. Die Regierung hat wohl keine einzige Seite davon gelesen. Denn der CSU-Innenminister Seehofer behauptete, er hätte keine Kritik der Verbände vernommen.

    Wir haben daraufhin, auch mit einem Verband eine Postkarten- und Briefaussendung organisiert an die MdBs. Die haben was gemerkt.

    Die Presse ignorierte die Pressemitteilungen der Verbände und die Kritik vom Volk. Unser Thema wurde zu 99% nur aus Sicht der GroKo in den Medien präsentiert.

    Die Opposition hatte noch mehr Kontrollen (Grüne) und sehr viel weniger Kontrollen (FDP, AfD) mit Änderungsanträgen verlangt.

    Die GroKo hat ihre Änderung erst einen Tag (!) vor Abstimmung im Bundestag der Öffentlichkeit präsentiert.

    Und da waren plötzlich drei Verschlechterungen drin, die nicht vorab öffentlich debattiert waren. Anscheinend gab es in letzter Minute wieder Geheimverhandlungen mit ganz wenigen Verbandsvertretern.

    So macht unsere Regierung Politik!

    Auch wir sind nur ganz wenige (ca. 2 Millionen betroffene Bürger, weniger als 100 Hersteller (die weltweit exportieren) und 1500 Händler. Doch einige Gesetzestexte betreffen sogar über 10 Millionen Menschen, die nicht in Verbänden organisiert sind.

    Auch wir sind eher auf dem Land als in der Stadt zu finden.

    Auch wir haben mit den Grünen Gegner, die uns am liebsten ganz abschaffen wollen.

    Wer wir sind? Jäger, Sportschützen, Waffensammler-, händler und hersteller. Leute, die Umsatzsteuer und Lohnsteuer bezahlen, viele von uns im Ehrenamt beim THW und der Freiwilligen Feuerwehr oder als Rettungssanitäter. Doch das alles zählt nicht, man will uns „weg haben“. Wir sind medial „böse Leute“, so wie ihr!

    Wir sind angeblich eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, ihr sollt angeblich die Natur schädigen. Willkommen an Bord!

    17+
    • Bitte den zweiten Satz ändern in:
      Nicht mit Demos, sondern Emails, Briefen, Petition, Meetings und ich habe im Europäischen Parlament sogar mit Beteiligung von MdEPs, der Berichterstatterin und einem Vertreter der Europäischen Kommission eine Konferenz organisiert.

      0
    • Paulus sagt

      @ Katja Triebel
      Als Jäger und somit Waffenbesitzer kann ich nur sagen: dämlicher kann man nicht argumentieren. Was hat Waffenbesitz mit der Mitgliedschaft beim THW, der freiwilligen Feuerwehr oder den Rettungssanitätern zu tun? Ich wüsste nicht wie man das Engagement in solchen Einrichtungen mit erforderlichem Waffenbesitz in Verbindung bringen kann. Was kommt als nächstes? Soll man einem durchgeknallten „Waffenliebhaber“ neben der .357 Magnum auch noch einen schicken Leo mit 120 mm Glattrohrkanone gestatten? Mit so einem Scheißding kann man ja auch ja ganz schön schießen.
      Nachdem was uns als Jäger ins Haus zu stehen scheint, habt ihr Knallköppe in eurer Waffenbesoffenheit tolle Arbeit geleistet. Vielen Dank dafür und gratuliere!

      0
      • Stadtmensch sagt

        Moin Paulus, da schimmert ja noch richtig die „alte FDP“ von ganz früher durch.
        Da muss ich ausnahmsweise mal zustimmen: Waffen nur für Profis. Sportschützen können sich was ausleihen, wenn sie unbedingt ballern wollen. Leider gibt es für jeden Scheiß eine Lobby und so wird hier wohl bald jeder (wie bei den Amis), seine schwachen Argumente mit einem Schießeisen verstärken dürfen.

        1+
        • Reinhard Seevers sagt

          Das ist ja wohl völlig überzogen Stadtmensch. Als wenn wir in diesem Land ein Problem mit den Waffen von Sportschützen hätten….dann muss man wohl eher das Auto sofort verbieten. Ja es gibt für jeden Schein eine Lobby, das ist die Form gesellschaftlicher Teilhabe. Lobbyismus ist grundsätzlich nicht schlecht und eine Möglichkeit die Politik zu beeinflussen.

          1+
          • Stadtmensch sagt

            Natürlich haben wir ein Problem (gesellschaftliche Folgekosten) mit individuellem Waffenbesitz. Objektiv hat zwar die Zahl der Opfer durch unkontrollierten Waffenbesitz (Terror) in den letzten 40 Jahren abgenommen (Spiegel: Früher war alles schlechter), aber der Aufwand zur Absicherung von Menschenansammlungen und die Angst vieler Journalisten und Politiker, ihre Meinung zu sagen, sind meiner Meinung nach sehr üble Probleme. Überhaupt, mit dem Gefühl leben zu müssen, dass es Amokläufe in Schulen geben kann…

            0
            • Reinhard Seevers sagt

              Die Absicherung von Menschenansammlungen hat doch nichts mit den Waffen der Sportschützen zu tun, sondern mit den Gehirnen der potenziellen Angreifer. Als es mehr Waffen in Sportschützenhand gab, gab es nicht mehr Anschläge und Amokläufe. Warum hat man keine Angst mit dem Auto zu fahren, wenn dort doch viel mehr Menschen ums Leben kommen? Genau, Schizophrenie……die Gefahr in diesem Land von einem Amokschützen erschossen zu werden, ist wohl um den Faktor 1000 niedriger, als im Auto zu sterben.
              Genau solche Unverhältnismäßigkeiten sind es, die dieses Land an den Rand des Wahnsinns treiben. Kann man gut auf die Landwirtschaft übertragen, da geschieht der selbe Unfug.

              2+
              • Stadtmensch sagt

                Ich merke schon, wir haben keine dringenderen Probleme als die Liberalisierung des persönlichen Waffenbesitzes. Gerade am Umgang mit Sportschützen (die viel Kraft und Energie in die Erlaubnis eine Waffe besitzen zu dürfen stecken), zeigt sich, wie zukunftsfest unsere Gesellschaft ist. Merke ich ja auch daran, wie viele Däumchen die Erika Steinbach der Waffennarren hier bekommen hat. Wie immer bin ich mit meiner Meinung nicht konsensfähig – so what…
                Über Angst im Auto kann ich als Kampfradler nur müde lächeln

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich habe vor 40 Jahren aktiv Sportschießen betrieben, ich erkenne nicht, wo eine Verschlechterung gesellschaftlicher Zustände an der Zahl der Sportschützen abgelesen werden kann. Ich sehe schon, wir haben keine dringenderen Probleme, als die geringe Zahl an Sportschützen zu gängeln, damit die Potenziale möglicher Amokschützen reduziert wird.

                  2+
            • Mark Rössler sagt

              Ein sehr eigenartiger Kommentar… Ein Sinnbild vom weltfremden Bild eines Städters?

              Die Absicherung von Großveranstaltungen hat rein gar nichts mit dem privatem legalem Waffenbesitz zu tun.
              Das hat andere Ursprünge.
              Waffen bei Anschlägen waren alle illegal und meist aus Osteuropa besorgt, auch dort ist die AK47 nicht erlaubt aber es gibt eben Altbestände vom Militär und der Handel mit neuen illegalen floriert auch.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          @ Stadtmensch
          Die Behörden haben sich auch schon Gedanken gemacht, ob man die Waffen dauerhaft im Schützenhaus lagern kann.
          Das wäre für Terroristen und andere Verbrecher ein lohnendes Ziel an viele Waffen zu kommen.
          Die Probleme mit Waffen wie in den USA hat man in Deutschland nicht.

          1+
      • Rico Blaser sagt

        Also ich wäre, angesichts des Beitrages, mit dem Adjektiv „dämlich“ eher vorsichtig. In meinem Fall stellt es sich auch so dar, dass mir mein Staat, in der Armeezeit so sehr vertraute, dass er mich an etwa 15 leichten bis schweren Waffensystemen ausgebildet hat. Ich rannte über 20 Jahre bei jeder Witterung und zu jeder Zeit aus dem Haus, um als Freiwilliger in der Feuerwehr, anderen zu helfen. Ich war auch bei den Samaritern, ehrenamtlich aktiv und nun, nachdem auch wir, ihm Rahmen der „Terrorabwehr“ unsere liberalen Waffengesetze überarbeiten mussten, darf ich eine Ausnahmebewilligung beantragen, damit ich meine Selbstladebüchse (die ich übrigens zum Dienstende von eben diesem Staat zum Eigentum übernommen habe) weiterhin mit einem 24 Schuss Magazin betreiben kann. Es geht einfach darum, dass der Staat – sprich unsere Angestellten – uns in dieser Sache nicht über den Weg trauen auf der anderen Seite aber ganz toll froh sind, wenn wir uns für die Gemeinschaft ehrenamtlich engagieren. Und ja, ich dürfte mir einen Panzer 68/88 mit einer 10,5 cm Kanone kaufen. Die untersteht bei uns nämlich nicht dem Waffengesetz – und wissen Sie noch etwas? Es passiert so wenig mit Panzern im Privatbesitz. Genau so wenig wie mit Legalwaffen in Deutschland. Und eines sollten die Jäger auch gelernt haben, dass sie in keiner Art und Weise, unter Artenschutz der Politik stehen. Hier schliesst sich auch der Kreis zum Thema Landwirtschaft. Den geht es nach gewissen Politikern, so ist ja schon die Jagd auf die Wildschweine nicht zulässig, da die Tiere ja nur getötet werden, um den Bauern den Profit zu steigern. Ups, und spätestens, wenn die nächsten Jagdeinschränkungen auf dem Terminkalender stehen, werden sich nicht wenige Sportschützen zurücklehnen und sich so für solche Kommentare und diese Art von „Unterstützung“ bedanken.

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    • Paulus sagt

      Mir scheint, die Bauern bedienen sich einer ähnlichen Strategie. Statt erst mal ein Thema konsequent in ihrem Sinne durchzuziehen um dann das nächste anzugehen, streuen sie mit der Schrotflinte in alle möglichen Richtungen. Leichter kann man es einer Ministerin oder auch seinen Gegnern nun wirklich nicht machen.

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      • firedragon sagt

        Paulus,
        eigentlich sollte das LW-Ministerium und die LW keine Gegner sein…

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      • Inga sagt

        Ich glaube das ist nicht ganz so einfach, Paulus, denn die
        Landwirtschaft ist eben so vielseitig, da müssen
        Ministerin und andere Gegner müssen eben Multitasking sein, um da mit zu reden!

        Wer das nicht kann oder will, nuß schweigen!

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    • Ferkelhebamme sagt

      @Katja Triebel:
      sie vergleichen Leute, die sich Sorgen um ein fragwürdiges Hobby machen, mit den Existenznöten der Menschen, die für unsere Nahrungssicherung zuständig sind? Strange.
      Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass Bauern auch bei Feuerwehr etc. ehrenamtlich engagiert sind und eine Menge Steuern zahlen. Wie gaaaanz viele andere Leute auch. Außerdem sind sie vielfach Jäger, die sich von dem dämlichen Gebahren vieler waffenverliebter Sportschützen klar distanzieren.

      4+
  21. Thomas Apfel sagt

    Die aktuelle AgrarHeute hat zu diesem Thema einen interessanten Artikel von Dr. Olaf Zinke veröffentlicht („Höfe sterben nicht einfach so“). Zusammengefasst sieht die „Gilde“ der derzeitigen Ökonomen wie z.B. Alfons Balmann aus Halle eigentlich keine Möglichkeit der Erhaltung der kleinen Betriebe, mit der Begründung, dass ein Landwirtschaftlicher Arbeitsplatz zu viel Investition erfordert (mit 500.000 € doppelt so viel wie ein Industriearbeitsplatz). Nach deren Aussagen sind die zahlreichen Auflagen und Anforderungen der Gesellschaft nur mit sehr hohen Investitionen leistbar, die kleine Betriebe nicht stemmen können. Ich denke, dass diese Einschätzungen aus der Wissenschaft zu der derzeitigen Haltung des Agrarpolitikclubs um Frau Klöckner geführt hat. Der Ausweg für die kleineren Strukturen wird in Richtung BIO angesiedelt und ist in Bezug auf ökonomische Gesetze und Kaufverhalten der Verbraucher eine Illusion. Die postulierte Idee, dass in 2040 50 % der Betriebe auf 20 % der Fläche nach ÖKO-Dogmen wirtschaften und damit ihre Existenz sichern können, ist absurd. Sie ist nur umsetztbar, wenn der Öko-Markt durch noch mehr Subventionierung als derzeit vom Markt abgekoppelt wird. Genau das sind die Pläne: Umverteilung möglichst großer Teile der GAP-Mittel in sogenannte „ökologische Vorrangfläche“ (also quasi „gestaltete“ Flächenstilllegung“) ÖKO-Flächen würden dann, wie die Stilllegungen betrachtet und auch mit 1.350 €/ha pauschal gefördert. Das ist quasi bedingungsloses Grundeinkommen für einen kleinen Teil der Landwirte auf Kosten der großen Mehrheit der Betriebe.
    Ich persönlich sehe weder in der totalen Digitalisierung noch in der staatlichen Vollfinanzierung der ÖKO-Schiene die Zukunft. Der Technikwahn war ja auf der letzten Agritechnika zu bestaunen: kaum noch bezahlbare einfache Maschinen (die den Zweck in der Regel genauso erfüllen wie ihre überteuerten Brüder und Schwestern).

    5+
    • Reinhard Seevers sagt

      Natürlich ist die Kapitalintensität ein großes Problem. Sie wird aber noch von der Hofnachfolgefrage übertroffen, glaube ich.
      Standort, Flächenverfügbarkeit, Marktnähe, Ausbildungsniveau, Niederschlag etc. sind weitere Kriterien des Einzelbetriebes.
      Außerdem wird es den Widerspruch zwischen der verlauteten Notwendigkeit des Bauern als Naturschützer, Kulturerhalter, Nahrungserzeuger und seines existenziellen wirtschaftlichen Anspruches weiterhin geben.
      Sobald die Sprache auf Ökonomie kommt, wird der Landwirtschaft die Unterstützung versagt. Wenn man von Ökologisierung sprich, dann ist er erster Ansprechpartner.
      Ich glaube schon lange, dass Politik der Landwirtschaft nicht helfen wird.

      3+
      • John Bier sagt

        Für seriöse Bauern ist Kapital auf dem Dachboden, auf dem Feld und auf dem Konto kein Problem.
        Wer sich nach Beratung von DBV und Seevers hoch verschuldet hat, muss damit klar kommen.

        Das Thema ist ein anderes. 1. Wird es einen planungssicheren Konsens geben, wie wir produzieren? 2. Kann man genügend Bauern finden, die sich diesen Herausforderungen stellen können und wollen.

        2+
        • Reinhard Seevers sagt

          Wer im Netz unterwegs ist und zu feige ist, sich zu erkennen zu geben, dennoch anderen öffentlich etwas vorwirft, der sollte gesperrt werden. Solche Genossen sind es, die Hass und Hetze keimen lassen.

          0
          • John Bier sagt

            Sie pflegen eine komischen Diskussionsstil. Wo habe ich gehetzt?

            Ihre Anmerkung zu Pseudonymen im Netz, wird bei vielen zum Schmunzeln führen.

            0
            • Reinhard Seevers sagt

              Oh, jetzt wird es noch persönlicher, ohne selbst das Visier hochzuklappen? Wie feige ist das denn?

              2+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Reinhard
            auch ich bin nicht mit meinem Klar namen hier unterwegs,
            für mich ist das eine Art von Selbstschutz.
            Es ist ca 25 Jahre her, als Veganer im Sternforum angekündigt haben, mir und 2 anderen den Stall leer zu machen.

            Bei einem habe ich über das Netz die Anschrift ermittelt, und das, weil er in einem anderem Forum mit seinem Klar namen unterwegs war.

            Ps: Bauer Willi kennt meinen Namen und meine Anschrift.

            3+
            • firedragon sagt

              Ehemaliger Landwirt,
              da schließe ich mich Dir an – Selbstschutz, was bei anderen ebenfalls zutrifft.
              Auch bei denen, die etwas stänkern.
              Deswegen werfe ich das niemanden vor, gleiches Recht für alle.

              1+
        • Thomas Apfel sagt

          Lieber John Bier,
          Ihre Ansage ist eine gehörige Selbstüberschätzung, es sei denn Sie sehen sich bei den rund 100.000 Betrieben, die in 30 Jahren auf Kosten der verschwundenen Betriebe die 80 % der Fläche bewirtschaften, die nicht Öko sind. Wenn mich solch eine Arroganz anspringt, bin ich fast dafür, dass die 50 % der Betriebe, die (großenteil persönlich unverschuldet) wirtschaftliche Probleme haben, sich viel intensiver gegen „Agrarindustrie“ engagieren und Ihnen das Leben schwerer machen. Also, das „Großbauerngekotze“ von „Nur der Bauer, der eine Ernte auf der Bank, eine auf dem Speicher und eine auf dem Feld hat ist ein guter Bauer“ hilft nur den Spaltern und löst kein einziges
          Problem.

          2+
        • bauerhans sagt

          „Wer sich nach Beratung von DBV und Seevers hoch verschuldet hat, muss damit klar kommen.“

          wer sich hoch verschuldet,weiss vorher genau,was auf ihn zukommt und ist nur selbst dafür verantwortlich!

          3+
  22. John Bier sagt

    Einen Blick in den Spiegel würde Bauer Willi gut tun.
    Nicht nur der Bauernverband will auf den LsV Zug aufspringen, wenn man den nicht entgleisen kann, sondern Bauer Willi auch.

    Die anfängliche Bekämpfung der LsV durch DBV und Bauer Willi, war schändlich und erbärmlich.

    4+
    • Thomas Apfel sagt

      LsV muss erst einmal beweisen, dass neben Demo´s auch Lösungen gefunden werden. Ich finde es völlig daneben jetzt damit anzufangen, zu bestimmen wer der neue „Heiland“ ist und wer nicht. Und die Bauern in einem gemeinsamen Zug zu vereinen ist wichtiger als Spaltung, da ist dann auch egal auf welcher Station Jemand eingestiegen, oder eben aufgesprungen ist (sofern man Ihre Sichtweise teilt). Es ist auch nicht wichtig wer jetzt „Die Ansagen machen darf“, sondern welche Ansagen gemacht werden. Fangt doch das neue Jahr nicht schon mit Selbstspaltung an!!!
      An LsV und den Führungsanspruch: “ Wichtig wäre gerade dieses Jahr eine klare Positionierung der Bauern über „Wir machen Euch satt“ als Gegenpol zu WhS gewesen!

      2+
      • John Bier sagt

        Danke für die Aufklärung, was wichtig ist und was nicht.
        Bauer Willi hat 2019 mehr geschadet als genützt. Wann macht er sein Versprechen wahr zu schweigen?
        Die Jüngeren sind wichtig und die brauchen Planungssicherheit. LsV bleibt und ist ein Kampfmittel oder eine Feuerwehr, wenn es in der Politik schief läuft.
        Zukunftspläne müssen unabhängige Ökonomen erarbeiten, die sich auch mit den EU Vorgaben im Wettbewerbsrecht auskennen. Ein ganz großes Thema …

        0
        • Reinhard Seevers sagt

          So geht Spaltung! Super, ihr Name ist Programm oder wie?
          Ich glaube, dass Menschen, die mit solchen Parolen auftreten, keine wirkliche gemeinsame Zukunftsstrategie wollen……warum bleibt mir ein Rätsel.

          2+
        • Der Brandenburgbauer sagt

          @John Bier, Teile dieses Beitrags von Ihnen lösen bei mir nur Kopf
          schütteln und Unverständnis aus. Kritisieren ist ja so einfach.
          Was ist Ihr konkreter Beitrag zur Sache in 2019 gewesen?
          Eventuell läst sich dann Ihre Meinung besser einordnen!

          3+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ihre Ansichten und ihre Kritik führen ins Nirwana.

          Bauer Willi hat mit seinem Wutbrief und mit seinem Block eine Debatte angestoßen,aber erst mit den grünen Kreuzen die Bevölkerung erreicht.

          Die Demos des LgV, gerade in Berlin mit der unglaublichen Zahl von Traktoren wurde medial besser wirksam, als die Kreuze.

          Was ihr jetzt nicht brauchen könnt, ist eine unsinnige Debatte, wie „Bauer Willi hat 2019 mehr geschadet als genützt“.

          Wenn sie im LsV tätig sind, setzt euch zusammen und kämpft gemeinsam für die Landwirtschaft. Wenn ihr das nicht macht, ist jede Demo unnütz.

          2+
          • Bauer Willi sagt

            Lieber Ehemaliger
            nicht aufregen. John Bier ist ein bekannter Troll, der sich hier, mal wieder, unter falschem Namen in die Diskussion einmischt, die nur dazu dient, Bauer Willi zu diskreditieren. Und wie bei Trollen üblich, will er nur Widerspruch provozieren. Ich habe A. H. gesperrt. Wieder einmal, denn er kreiert ständig neue Accounts.

            3+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich rege mich nicht auf, sondern sage nur meine Meinung, wie man ev. bei der Bundesregierung was erreichen könnte.

              1+
    • firedragon sagt

      Guten Morgen John Bier,

      LsV ist gut und richtig, wenn wir unsere eigene „Agrarwende“ nicht schaffen ist sie allerdings für den Allerwertesten!

      -zeigt nicht (nur) den Zusammenhalt auf den Straßen!
      -zeigt ihn da, wo er jetzt (und schon lange sein sollte) am meisten gebraucht wird – UNTER EUCH -!
      -hört auf, Landpacht gegenseitig in die Höhe zu treiben!
      -setzt auf resistentere, nicht auf ertragreiche Ackerfrüchte
      -nehmt so viel Fläche aus der Produktion, wie Euer Betrieb verkraftet
      -verabschiedet Euch von der Denke, wenn alle weniger machen, mach ich mehr
      -uns wird industrielle LW vorgeworfen, was hindert uns (jetzt noch) daran, es nicht wie die Industrie zu machen – künstliche Verknappung –

      4+
      • Bauer Willi sagt

        Es ist nicht John Bier, der hier schreibt, sondern Andreas H., der mit immer neuen Accounts unterwegs ist. Nicht nur hier, sondern auch auf anderen Seiten. Er ist ein Troll, dem es nur darum geht, im Blog maximale Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch mit Angriffen gegen meine Person. Dies dürfte jetzt mindestens sein 5. Account sein, den ich blockieren werde.

        3+
  23. Reinhard Seevers sagt

    ….hoffentlich spielt wenigstens das Wetter in diesem Jahr mit! Und hoffentlich bleiben alle gesund.

    0
  24. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, Willi hat es wieder einmal auf den Punkt gebracht, wie unsere Chancen in 2020 und weiter wirklich aussehen. Es ist leider die Realität und keine Phantasie die uns alle erwartet.

    3+

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