Bauer Willi
Kommentare 63

Keine Preise für Lebensmittel

In den vergangenen Tagen schickte mir jemand eine interessante Idee: Was wäre, wenn Werbung für Lebensmittel verboten würde? Wenn es also die Flyer der Supermärkte und Discounter am Wochenende nicht mehr geben würde und damit auch nicht die reißerischen „minus xx Prozent“? Man wüsste nicht, dass jetzt Avocados im Angebot sind oder dass die Weintrauben aus Südafrika erneut im Preis gesenkt wurden.

Denkbar wäre auch, dass die Flyer zwar die diversen Produkte auflisten würden, allerdings ohne Preis. Wäre ganz schön gewöhnungsbedürftig für den Kunden. Würde das aber auch Auswirkungen auf die Preise haben? Würden diese eher fallen oder eher sinken? Hätte es auch Konsequenzen für den Erzeugerpreis, also das, was der Bauer für seine Produkte bekommt?

Was denkt ihr? Die Idee ist doch wirklich interessant, oder?

 

(Aufrufe 2.254 gesamt, 1 heute)
0

63 Kommentare

  1. James Taylor sagt

    Sehr gut, dass nenne ich einmal den Finger in die Wunde legen. Wie laeuft das also, ueberspitzt ausgedrueckt: Es gibt Produkte, bei denen werden die Preise in Chicago festgelegt. Man kauft Futures und erwirbt Kaufrechte zu definierten Preisen und Mengen. Hier sind die Bauern beim Verkauf auf die Gier der Spekulanten angewiesen, wobei die Gewinne bereits von den Zockern eingestrichen wurden, es sei denn, es passiert etwas unvorhergesehenes. Vorteil fuer den Bauern: Der Verkauf der Ernte von 2022 ist machbar, also die ist somit quasi vorfinanziert.
    Dann gibt es Produkte, die werden ueber Grosseinkaufs- und Grosshandelsgesellschaften gebuendelt, weil die grossen Handelsketten es so wollen. Bis das dann im Lager der Handelskette steht, haben sich daran bereits diverse Unternehmen bereichert. Paprika aus Spanien verteuern sich sich auf diesem Weg von 0,10€/kg (Bauer vor Ort) auf 2,00€/kg (lizenzierter Einkaeufer der Handelkette). Erst dann schlaegt der Handel seine Marge drauf und landet bei 3,99€/kg.
    Sprich: Wenn sich etwas aendern soll, dann muss man nicht den Verbraucher pruegeln, der steht naemlich ganz am Ende der Kette, sondern die gesamte Einkaufs- und Handelskette neu organisieren.

    0
  2. Ostbauer sagt

    Moin;
    Komm grad ausm Stall; Schwergeburt.
    Und dann das Thema. Als ob Werbung unser grosses Problem wäre oder war.
    Hat alles zwei Seiten.
    Im Moment fehlt mir für solch eine Diskussion einfach der Nerv!!
    Ich wünsche euch Allen einen guten Rutsch und für das neue Jahr vorallem Gesundheit und vielleicht etwas mehr Normalität ! Ich wär zufrieden und wir könnten es alle gebrauchen!!!

    0
  3. Hörner sagt

    Meine Rede, schon seit Langem, die Discounter drucken ja nicht aus Jux die

    SUPERSALE 99% OFF, Heute besonders günstig, € X statt € Y auf die in Plasik eingeschweißte Werbeblättchen. Offenbar funktioniert dies ja in der Werbepraxis und der geneigte Kunde wird geblendet mit riesigen Prozentangaben und seiner vermeintlichen Ersparnis.
    Gier frisst Hirn sagt man und aus meiner Praxis in der Selbstvermarktung kann ich das auch durchaus bestätigen. Wenn ich versandkostenfreie Lieferung bewerbe springen die Leute drauf an, obwohl jedem bewußt ist, das die Post Pakete nicht umsonst transportiert und der Versand letztlich im Preis drinnen sein muss und dennoch wirken diese Kaufanreize.

    Das die Läden ihr Sortiment bewerben ist schon ok und auch notwendig, jedoch diese WSV und Supersale und % OFF sind tödlich für eine realistische Preisbildung am Markt.
    Gleichzeitig ist natürlich das Margenmaximum für den Handel erstrebenswert, also Preisschlacht + Marge gibt billigsten Einkauf, geht ja nicht anders.
    Auch hier sollte angesetzt werden, an der Marge. Ob bei Lebensmitteln 100% Preisaufschlag auf EK zu VK sein muss oder ob man hier begrenzend eingreift. Für den Handel wäre es dann nicht mehr so attraktiv billigst einzukaufen, Beispiel:

    Produkt A 10ct EK Maximal 20ct VK, Marge 10 ct.
    Produkt B 20ct EK Maximal 40ct VK, Marge 20ct.

    0
    • Reinhard Seevers sagt

      Beschränkung der Marge durch Gesetz? Das wäre Diktatur….und jeder Markthändler würde sein Geschäft sofort einstampfen. „Ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein“
      Schau mal „Die Höhle der Löwen“, die steigen erst dann in die Finanzierung ein, wenn zwischen dem Herstellungspreis eines Produktes und dem möglichen Verkaufspreis eine Marge von 300% liegt…..nee, so funktioniert das System nicht.

      1
      • Brötchen sagt

        sehe ich auch so, das wäre Sozialismus!
        ich wüsste auch nicht, wie man so was überhaupt gesetzlich Regeln könnte. ob das rechtlich ginge.

        es gibt ja noch einen anderen Aspekt, wenn ich auf Ware sitze und die verkaufen muss, aus welchen Gründen auch immer, dann versuche ich den Kunden über den Preis zu motivieren. das heisst nicht unbedingt, dass ich besonders viel dran verdiene. das spielt beim Leh auch eine Rolle. das sind Händler, die kaufen ein und verkaufen wieder und dabei muss es Spielraum geben über den Preis Ware zu steuern.
        Wer das aushebeln will, landet bei einer Planwirtschaft. hatten wir schon mal und ist gescheitert.

        0
        • Hörner sagt

          Ist ja kein Problem, kann der Handel ja. Der Handel hat einen Ziel VK, mal angenommen 1 €/ Einheit womit er das Produkt listet. Davon ergibt sich der EK von 0,5€/Einheit (beispielhaft für die 100% gerechnet, kann ja auch n anderer Satz sein).
          Der Händler merkt, das das Produkt zu dem Preis in der Menge nicht vermarktet wird und senkt seinen VK und gut ist. Wo genau ist das Problem? Das der Handel sich verkalkuliert? Das soll beim Erzeuger auch schonmal vorgekommen sein, davon abgesehen wissen die großen Handelsketten ziemlich genau über die Preiselastizität der Nachfrage ihrer Kunden bescheid.

          0
      • Hörner sagt

        Diktatur? Mitnichten. Diktatur bzw. Kartell ist es was der Handel mit den Erzeugern treibt.
        Ware beauftragen und nicht beziehen, Zahlungsziele wenn die Ware längst durch die Kläranlage ist, ausspielen ungezügelter Marktmacht, Substitution durch Importe für Preisdruck.

        Dann mal Vorschläge wie diesem Gebaren Einhalt geboten werden kann

        1
        • Reinhard Seevers sagt

          Abschaffung des Kapitalismus, der Demokratie, neues Wirtschafts- und Finanzsystem etablieren….kurz, die Welt neu denken. Wer das mitmacht? Ich denke jedenfalls keine Mehrheit. Ergo müssen wir uns mit dem System weiter arrangieren.
          Evtl. kann man ja die Politik in der einen oder anderen Kleinigkeit dazu bewegen, ein Gesetz zu erlassen….alles natürlich innerhalb der EU- Gesetzgebung, versteht sich!
          P.S.: Musst du denn mit Leuten Verträge machen, die dir solche Knebelungen auferlegen? Ich meine, man hat ja noch einen freien Willen innerhalb einer freien Gesellschaft…..

          0
          • Brötchen sagt

            er hat im dem Sinne recht, das man bei entsprechenden Machtverhältnissen kaum noch eine Wahl hat.

            0
          • Hörner sagt

            Sie haben ja einen an er Waffel mit Verlaub.

            Das das Gewinnmaximum bei maximaler Handelsmarge liegen muss erschließt sich mir nicht. Genau dieses System schafft doch viele Schieflagen, das es eben lohnender ist Sozial- und Umweltstandards mittels Importe zu unterlaufen, z.B. Kleiderproduktion aus Kinderarbeit aus Fernost und der Beispiele sind ja legion. Warum haben wir denn nur noch ne Hand voll Kleiderproduzenten in D? Sind die deshalb wirklich günstiger geworden im Handel? Nein, man hat den Zwischenhandel gemästet.

            Und genau das passiert doch auch in der Landwirtschaft, saisonaktuell Glühwein. Das Zeug wird als Grundwein Rot für 23-25ct den Liter importiert, Aroma drauf und auf m Markt für 3,50 EUR die TASSE (0,2l) verkloppt … muss das sein? Bei einem VK von 17,50 EUR/l ist nicht 1 EUR für n ordentliches Ausgangsprodukt drinnen?

            Wie schon geschrieben vermarkte ich teilweise selbst, teilweise an Großhandel und teilweise an Kollegen. Mitunter kaufe ich auch bei Kollegen Produkte die bei mir z.B. nicht verfügbar oder auch mal knapp sind zu. Wenn ich bei Kollegen kaufe biete ich immer mindestens 50% über Markt im Einkauf, da hab ich top Ware, der Kollege hat was davon und mir reicht das auch. Die Kollegen die bei mir kaufen zahlen auch über Markt und das schon seit Jahren, weil sie auch wissen sie bekommen top Ware und das nachhaltig, eine Win-Win-Situation aber das ist ja beim Geschäft im Großen nicht mehr gefragt, da zählen nur noch die Quartalszahlen und das ist eine der Krankheiten unserer Gesellschaft, das leben und leben lassen ist einem unsäglichen Egoismus gewichen.

            Ich sehe da keinerlei Angriff auf die Demokratie, jeder kann kaufen, wählen, entschieden wie er will, es gibt keinen Mindestpreis und keinen Maximalpreis, die Preisfindung ist frei, es wird lediglich ein Anteil für den primären Wirtschaftssektor gesichert.

            1
            • bauerhans sagt

              „vermarkte ich teilweise an Kollegen“

              das ist ne zumutung,an kollegen zu vermarkten!
              mache ich auch nur,wenns nicht anders funktioniert.
              bauern können produzieren und schlepper aufen cent runter handeln,aber haben von vermarktung null ahnung!

              0
              • firedragon sagt

                bauerhans,

                seit wann sind Geschäfte mit Kollegen eine Zumutung ??
                Unsere Erfahrung (wahrscheinlich auch Hörner’s) – gerade unter Menschen einer Berufsgruppe gibt es eine reale Wertschätzung von Produkten, da beide Partner den eingebrachten Arbeitseinsatz und Kostenaufwand genaustens kennen.

                Wobei man seine „Pfennigfuchser“ kennt 😉

                2
              • Hörner sagt

                Das halte ich für eine steile These … Ja, Marketing ist nicht unbedingt die Kernkompetenz und eine Selbstvermarktung auch meist nicht durchführbar, schlicht weil der Verbraucher zu weit weg ist.
                Es gibt aber Produkte und Nischen in denen das durchaus geht und die kann man besetzen. Da gibt es durchaus erfolgreiche Beispiele.
                Ich hab meine Selbstvermarktung vor Jahren auf Versand, Schwerpunkt www ausgerichtet, das gab erstmal n Knick im Absatz, aber in den letzten 3 Jahren konnte ich so wieder recht ordentliche Zuwächse generieren. Das macht mehr Arbeit, aber es kommt auch was bei rum und mein Shop hat derzeit bei Trusted Shops ne Wertung von 4,95 Sternen, die Kunden sind mit Preis Leistung und Service hoch zufrieden, ich hab was davon, die Kunden haben was davon und ich sehe nicht ein bei denen die mir was zuliefern den letzten ct zu schinden, die haben auch was davon.
                Ja, das gebietet mir mein Gewissen … ich denke mal das man das so nennen kann, ich sehe darin eigentlich eher ein betriebswirtschaftliches Optimum wenn alle Beteiligten hinterher der Meinung sind ein gutes Geschäft gemacht zu haben.

                0
                • Brötchen sagt

                  Na dann ist doch alles paletti, verstehe die Aufregung nicht.

                  1
            • firedragon sagt

              Hörner,
              Du weißt doch ganz genau, wie der Weinhandel läuft – also reg Dich nicht auf. Ist so und das werden wir so schnell nicht ändern. Da muß schon viel passieren, wenn Du für GW 1,-€/Liter haben willst.

              0
                • firedragon sagt

                  Ich habe ja auch nicht gesagt, dass das Gebaren des Handels für gut befunden werden muß …

                  0
        • Brötchen sagt

          Vertragsverhältnis und Stärkung der rechtsposition bzw Verfeinerung des Rechtes.
          ich habe nicht von Diktatur gesprochen.
          es gibt auch im Kapitalismus um Machtverhältnisse, ganz schnöde. die ist eingebettet in die .Marktwirtschaft. im Sozialismus sind die produktionsmittel vergesellschaftet und es gibt keinen Markt, wie im Kapitalismus.

          0
            • Reinhard Seevers sagt

              Hörner…..man kann ja fordern, was man will. Und jeder kann den Glühwein einkaufen und verkaufen und auch konsumieren wie er möchte. Das ist Marktwirtschaft. Hörner, wer verbietet Ihnen ihre Produkte einzeln über Internet mit einer vielfachen Marge zu verkaufen? Ihr Gewissen, denke ich. Das sehen andere eben anders. Die anderen sind aber auch Mitglieder dieser Gesellschaft. Ergo, kann man sich aufregen, oder Gesetze initiieren oder an das Gewissen appellieren oder es einfach hinnehmen. Aber man sollte nicht Diskussionsteilnehmer beleidigen….

              1
            • Brötchen sagt

              Was sie nicht sagen, habe ich noch nie was von gehört.

              Man muss wenn man a sagt auch b sagen. So ist das nunmal, entweder hat man die volle Freiheit oder eben nicht. Hat alles sein vor- und Nachteile.

              China hat meiner Meinung nach eine Diktatur mit Marktwirtschaft.

              0
            • bauerhans sagt

              wir haben Soziale Marktwirtschaft,aber der schwerpunkt bei uns liegt im Weltretten!
              nur keiner weis,wie das geht!

              0
      • Hörner sagt

        PS: Dei Höhle der Löwen ist nicht gerade die optimale Bildungsplatform, da halte ich den Wöhe für geeigneter

        0
        • Reinhard Seevers sagt

          Es soll ja auch kein Beispiel für eine Bildungsplattform sein, sondern lediglich verdeutlichen, wie Kapitalismus tickt. Man kann auch „the shark tank“ ansehen, das gleiche nur in Amiland. Hörner, ich habe das Gefühl, sie hegen gewisse Ressentiments gegen Marktteilnehmer, die sie gerne raus hätten…..nennt sich dann Futterneid. Oder sie sind evtl. Altruist und möchten Gutes tun und die Welt retten?

          Wöhes Thesen stehen ja auch nicht nur unkritisch in der Gegend rum, gelle?

          Zitat: „Genau das macht Axel Gloger den Wöhe-Anhängern zum Vorwurf. Gloger verdammt darüber hinaus die gesamte Betriebswirtschaftslehre, wie sie derzeit gelehrt wird, in Grund und Boden. Die alleinige Gewinnorientierung wirke in der Realität wie ein Brandbeschleuniger der menschlichen Gier, die BWL-isierung des gesamten Managements führe zu unmenschlichen Zuständen. Es werde nur noch Erfolgskennziffern hinterhergelaufen. Die BWL orientiere sich an einigen börsennotierten Großunternehmen, selbständige Unternehmer kämen in der BWL gar nicht vor – im Gegensatz zur Praxis. Die heute an den Hochschulen gelehrte BWL sei eine von Menschen losgelöste abstrakte Wissenschaft, deren Studium sich vor allem im Auswendiglernen von Strichaufzählungen ergehe.“

          0
          • Hörner sagt

            Toll, ob in deutsch oder englisch, TV als Referenz halte ich für fragwürdig, gerade derlei kommerzielle Formate oder nehmen wir demnächst „Bauer sucht Frau“ als Exempel für die Landwirtschaft??

            Zu Wöhe … Wöhe ist sowas wie ein Standardwerk der BWL und ich halte es für sinnvoll zu wissen wie etwas funktioniert. Ob Traktormotor oder Bilanz, zu wissen wie da was ineinander greift ist für mich kein unnützes Wissen.

            Futterneid … Ich habe als Kind und Jugendlicher sowas wie Werte und Moralvorstellungen von meinen Eltern und Großeltern beigebracht bekommen, mag ja sein das nicht jeder derlei Ansichten teilt, aber das ist eben mein persönlicher Kompass. Die Welt retten? Wie sollte das gehen, nein das liegt mir fern, aber in meinem kleinen bescheidenen Dunstkreis kann ich doch mit den Leuten auf meine Weise interagieren?

            0
            • Hörner, tja der Wöhe ist ein Klassiker. Vor fast 40 Jahren- gruselig, dass es so lange her ist, musste ich ihn auch genießen. Auch für VWL-Studenten war er „Pflicht“.

              Aber im Wöhe steht ganz bestimmt nicht, dass eine Margen-Kontrolle der Traum eines BWLer ist. Für einen Volkswirt ist das jedenfalls eher ein Alptraum. Das ist zwar weder Planwirtschaft noch Sozialismus, sondern schlicht Unsinn. Sorry.
              Da hat Reinhard vollkommen Recht, Das wäre das Ende des Handels. Mal abgesehen davon, dass es auch praktisch gar nicht funktioniert.

              Ich glaube nicht, dass der der Landwirtschaft hilft, sich am LEH abzuarbeiten. Ich kaufe zwar nicht auch bei Alldi und co. Aber die meisten Menschen wohnen auch nicht am Kölner Stadtpark oder an der Hamburger Elbchaussee.

              0
              • Hörner sagt

                Bei mir ist’s nich ganz so lange und klar, der Vorschlag wäre nich Wöhes Präferenz.
                Warum der Handel da flüchten sollte erschließt sich mir nicht.
                Man kann der Landwirtschaft ja auch permanent teure Auflagen auferlegen, Mindestlöhne etc., seltsam, Kosten kann die Gesellschaft per Dekret austeilen, wenn dann aber auch Einnahmen gefordert werden zur Kompensation kommt der Aufschrei von wegen unsozial. Über welche Beträge reden wir überhaupt? Wieviele ct Getreide sind denn im Bäckerbrötchen und was würde das Brötchen mehr kosten bei 25 EUR/dt? Und wie hoch würde das nen Haushalt p.a. Belasten?

                1
  4. Paulus sagt

    Die Idee ist weder besonders interessant noch neu. Wenn ich im Hofladen einkaufe weiß ich vorher nie was es kostet. Und wenn ich bestimmte Hausmacher Würste haben will, verbinde ich es zwar mit einer Fahrt vom Rheinland ins westfälische, mache aber trotzdem noch einen Umweg von insgesamt fast 80 km. Der Preis und mein Aufwand interessieren mich nicht. Entscheidend ist doch nicht irgendein Angebot von Aldi oder Rewe, sondern salopp gesagt das worauf ich Bock habe, bzw. was mir einen Genuss verspricht. Da kann die Salami im Angebot bei Lidl noch so billig sein, ich will sie einfach nicht. Jetzt komme mir bitte keiner mit Dekadenz, H4 oder ähnlichem um die Ecke, sonst wäre ich geneigt zu erzählen welches bescheidene aber trotzdem köstliche „Festessen“ es bei uns zu Weihnachten gab.

    Noch ganz am Rande: Wir haben eine Freundin, die residiert in Köln am Stadtwald. Dort findet samstags ein nahezu überlaufener Wochenmarkt statt, allerdings ohne Plünnen und ähnlichem Quatsch. Dort stehen sich die Kunden die Beine in den Bauch; die Angebote der unweit entfernten Rewe-Filialen und eines Hit-Marktes interessieren die nicht.

    0
  5. Patrick Walter sagt

    Grundsätzlich den Werbemüll einzuschränken ist schon mal ein guter Ansatz.
    Es ist eine Unverschämtheit mit wieviel Tonnen Werbemüll die Republik zugeschüttet wird, dafür das 90% davon sofort in der Tonne landen. Kataloge,Prospekte, Werbezettel.
    Und überall steht immer der selbe drinnen.
    Und dann kriegen wir erzählt, das der Durchschnittsbürger in Deutschland den höchsten Papierverbrauch in Europa hat?!?! WTF??
    Und die Entsorgung von der S&%“/$*‘ muss man auch noch teuer bezahlen.

    Wenn ich ( wir wohnen auf dem Land) 30 km weiter fahre weil da die Milch 10 Cent billiger ist, als im nächsten Laden, ich aber noch drei andere Läden besuchen muss um die Angebote von 1x Eier, im nächsten Äpfel und dann im dritten die Industriewurst zu kaufen, ist das bescheuert. Die Werbung, gefahrene KM und verschwendete Lebenszeit lassen sich mit den gesparten 3 Euro sicher nicht ausgleichen.

    Wenn sich die Preise ändern , dann bei steigenden Preisen für die Händler, bei sinkenden Preisen auf Kosten der Produzenten und Logistiker.

    Solange das System in aktueller Konstellation bestehen bleibt, in dem 1 Arbeitet und 20 andere mit seinen Waren Geld durch Handel verdienen, wird sich weder für den Verbraucher noch für den Produzenten etwas ändern.

    Eine positive Korrektur für beide Enden der Kette würde sich nur ergeben in dem die Zwischenglieder auf ein nötiges Minimum reduziert werden.

    0
  6. Christian Bothe sagt

    Ziemlicher Kokolores für den LEH, weil so etwas niemals der Verkaufsphilosophie und dem Verkaufsmarketing eines SB-Marktes oder Discounters entsprechen wird.Mit dem Flyer wird prozentual Umsatz generiert und darauf wird kein Supermarkt und Verbraucher verzichten.Das ist hier so und beispielsweise in den USA noch verstärkt(Sammelaktionen im Food und non Foodbereich),was ich selbst beobachtet habe.Nur mal nebenbei, ein Farmer in Wisconsin wird dort anders von der Gesellschaft geachtet und das ohne einem „ominösen“ Gesellschaftsvertrag…Im übrigen habe ich vor Ort hier einen guten Vergleich zwischen einem Bio-Supermarkt o.Werbung und Netto(20m entfernt m.Werbung).Was glaubt ihr, wo die Kundenfrequenz höher ist???So ist es und es bleibt so! Gute Idee aber nicht realistisch.

    1
    • Reinhard Seevers sagt

      Sehe ich genauso. Die Masse der Verbraucher kauft gewohnheitsmäßig und preisbewusst. Die Menschen in den Städten können sich auf gute und ubiquitär vorhandene Lebensmittel verlassen, die Mehrheit interessiert der „Mehrwert“ ideologisch geprägter und mit Informationen überversorgten Produkten überhaupt nicht. Das ist ein intellektueller Fehlschuss von Menschen, die meinen jeder liest alle Packungen vollständig und macht sich einen Kopp über die Kuh oder den Bauern…..naiv, meine ich.

      1
      • Elisabeth Ertl sagt

        Wenn solche Werbung aber ALLEN verboten wird, gibt es ja keinen Konkurrenzvorteil mehr, und die Leute müssen ja Lebensmittel kaufen.

        0
        • Seevers Reinhard sagt

          Irgendwo muss der Preis ausgezeichnet sein…..dann eben vor Ort. Wird die Werbung eben auf das unmittelbare Umfeld des LEH verlegt oder als App angeboten.

          0
          • Elisabeth Ertl sagt

            Wenn ich den Sinn dieser Idee richtig verstanden habe, ist eine App genauso verboten.

            0
  7. Ohne Werbung – auch mit Preisen – geht es nicht.

    Aber Preise sind nicht für jeden Verbraucher das allerwichtigste. Wie überall gibt es ein magisches Viereck: Preise, Herkunft der Ware, Sortiment, Beratung/Service.

    Preise: Meine Tante hatte im Supermarkt gearbeitet, wenig Geld, immer alle Wochenangebote gelesen und kaufte diese speziell dort ein, wo es am günstigsten war.

    Herkunft: Meine Freundin kauft nur bei der Biocompany und auf Wochenmärkten, weil ihr die Herkunft wichtig ist.

    Sortiment: Ich kaufe fast alles im EDEKA (vorher Kaisers) , weil der das breiteste Sortiment vor Ort hat und ich dadurch Zeit spare und mir die Preise mittlerweile egal sind (leider schmeckt dort das Obst nicht).

    Beratung/Service: REWE bietet online Rezepte an, zu denen man sich die Lebensmittel liefern lassen kann. Ich erhalte jede Woche ein „Hello Fresh“-Paket, mit dem ich drei Mahlzeiten frisch kochen kann. In Berlin gibt Lieferservice für Obst/Gemüsekisten aus der Region.

    Was definitiv fehlt ist, ist – außer bei den Biomärkten – das Bewusstsein für lokale Erzeugnisse.

    Als ich in der Toskana und Dänemark war, waren wir auch in COOP Supermärkten. Dort war viel los, obwohl es – für uns Touristen – sehr viel teurer war als bei der Konkurrenz. Die Einheimischen bezahlten alle mit Mitgliedskarten. Mit denen kann man Punkte sammeln, die jedoch wesentlich lukrativer sind als die kostenlosen Payback-Karten, die es in Deutschland gibt.

    Im COOP in Italien fand ich den Leitspruch: Coop sei tu – Coop, das bist du, interessant.. 90% der Produzenten sind aus Italien, 60% der Ausgangsprodukte kommen aus Italien. D.h. die höheren Preise kommen bei den nationalen Produzenten an und erhalten inländische Arbeitsplätze. Aber auch dort gibt es spezielle Preisangebote in den Newslettern, wie auch andere preisreduzierte Angebote, viele davon nur für Mitglieder.

    Für Deutschland ist der Coop-Zug abgefahren. Die Raiffeisen hätten schon vor mehr als einem Jahrhundert Lebensmittel statt nur Immobilien, Banken und Maschinen regional vermarkten müssen. Ich schätze, es ist jetzt viel zu spät dafür.

    Bei uns in Berlin haben EDEKA und REWE die regionalen Filalisten „Reichelt“ und Kaisers“ übernommen. Kaisers hatte zwischenzeitlich eine regionale Eigenmarke „von hier“ eingeführt. Es ist sehr schade, dass genau diese nicht weitergeführt wurde.

    >>Und auch auf viele Lebensmittelproduzenten kämen härtere Zeiten zu. „Die großen Markenartikelhersteller, auf deren Produkte die Supermärkte nicht verzichten können, wird das weniger betreffen als viele mittelständische, regionale Anbieter. Denen droht eine deutliche Verschlechterung“<<
    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/kaisers-tengelmann-und-reichelt-in-berlin-abschied-von-den-alten-maerkten/19251856.html

    Vielleicht könnte man trotzdem was mit EDEKA organisieren? Diese Genossenschaft ist wie die COOP in Italien in regionale Genossenschaften aufgeteilt. Ich erhalte laufend irgendwelche Aktionsgutscheine an der Kasse (10% auf xy bis zum xx/xx/xx). D.h. die brauchen wiederkehrende Kunden. Vielleicht wäre es ja doch möglich, in einer Region einen Versuch mit Mitgliedskarten und Schwerpunkt für regionale Produkte und Tierwohl zu starten. Abkupfern kann man ja von den Italienern und Dänen.

    2
    • Reinhard Seevers sagt

      Wenn nur noch drei Händler am Ort agieren, dann machen Aktionsgutscheine Sinn, der eine jagt dem anderen den Kunden ab. Ich hasse solche Gutscheine und lehne sie grundsätzlich ab, auch Kundenkarten o.ä. Ich lasse mich nicht gerne steuern.

      1
    • Obstbäuerin sagt

      Da müsste es aber auch eine gewisse Bereitschaft in der Kommune geben, die das möchte.
      Unsere Stadt, die über ein großes Obstanbaugebiet verfügt, ist an regionaler Produktion nicht im mindesten interessiert. Der Versuch den Unterschied zwischen regionaler Direktvermarktung und Handel mit Obst aus aller Welt zu erklären, sehe ich als gescheitert an. Unser Marktstand mit saisonalem regionalen Obst wird ab 2020 durch einen Händler ersetzt. Die endgültige Entscheidung traf bei uns Heiligabend ein. Leider können wir hier nicht weggehen, da unsere Bäume angewachsen sind.

      0
      • Reinhard Seevers sagt

        Deine Beschreibung stärkt doch meine These, dass es der Mehrheit der Gesellschaft schnurz egal ist, ob der Apfel aus der Region oder aus Neuseeland kommt, Hauptsache er ist da, und er ist immer da, und er ist immer gleich günstig.
        Wer immer noch an das Märchen von regional und saisonal glaubt, der hat eben den Zeitgeist nicht erkannt. Teff, Quinoa und Mangostan aus dem Internetshop sind der Trend.
        Die ständigen Verlautbarungen von Politik, NGO und Bauernvertreter sind von vorgestern.

        1
  8. Reinhard Seevers sagt

    Niemals würde es verboten den Preis in der Werbung auszulassen, das wäre ja ein Eingriff in die Freiheit der Wirtschaft. Ein mehr an Informationen ist ebenfalls eine Zumutung für den Kunden. Entgegen etlicher Meinungen sind mehr Informationen eher kontraproduktiv. Je mehr Infos ich bekomme, umso mehr Entscheidungskriterien muss ich abwägen.
    Die Milch kommt weiß und warm aus dem Euter. Ab dem Zeitpunkt wird das Produkt mit Verpackung und Information überhäuft. Haltbarkeitsdatum, Fettgehalt, Inhaltsstoffe, Preis, Menge, Herkunft, Herkunft der Verpackung, Haltungsform der Milchgebenden Kühe, usw……das Produkt in seinem Ursprung ist nicht mehr erkennbar.
    Stellt doch mal eine Flasche Milch ins Regal, ohne alle Angaben, ….warum funktioniert das nicht?

    0
    • firedragon sagt

      Guten Abend Herr Seevers,

      seit wann sind Informationen eine Zumutung ?
      Wenn ich in einem Supermarkt bin, fände ich es jedenfalls sehr erleichternd, wenn ich bspw. auf Produkten sofort erkennen könnte, woher das Grundprodukt stammt,
      (z.Bsp. bei Speiseöl, da steht „hergestellt in“ oder „für“, aber nicht in welchem Land die Ölfrucht angebaut wurde) Dann wäre ich schneller durch den Laden durch und müsste mich nicht mit dem Kleingedrucken rumärgern und doch keine Angaben finden.

      2
      • Reinhard Seevers sagt

        Firedragon, evtl. gehörst du ja auch einer Gruppe von Menschen an, die die Informationen eher gut finden und sie nutzen. Ist wie mit Bio, man meint der Masse anzugehören und auch, dass alle danach handeln sollten. Die Masse wird aber vom LEH abgeschöpft, gerade mit der Werbung, die sie verteilen. Sonst würden sie die Werbung nicht machen.
        Lies mal Dan Ariely: “ Denken hilft zwar, nützt aber nichts.“ Oder Andreas Reckwitz : „Die Bausteine des singularistischen Lebenstils aus der Gesellschaft der Singularitäten“
        Jeder meint, er sei ein individueller Entscheider und auf dem richtigen Pfad. Aber die Werbung und auch die Informationsflut steuern jeden Einzelnen dorthin, wo ihn der LEH hinhaben möchte, merken aber nicht alle…..ist in der immer differenzierteren Welt auch nicht mehr möglich. Also grenzt der Einzelne sich ab in eine eigene individuelle Gruppe…..und aus dieser Gruppe heraus formuliert er seine neuen Ansprüche.

        0
        • firedragon sagt

          Hallo Herr Seevers,

          ich gehöre der LW an, sind das Massen ? – Spaß beiseite… schon verstanden was Sie meinen.

          0
  9. Dagmar sagt

    Ich finde den Ansatz gut und glaube nicht, dass die Leute dann stundenlang durch die Stadt fahren, nur um irgendwo die Äpfel für 10 Cent weniger zu ergattern. Gestern habe ich gefühlt ein halbes Kilo Werbung (nicht nur Lebensmittel) ungelesen in die Tonne geworfen. Da diese Werbung der Wochenzeitung beiliegt, hilft auch der schöne Aufkleber „Bitte keine Werbung“ gar nichts. Papierverschwendung ohne Ende! Wenn jedes Geschäft im Internet eine Preisliste veröffentlicht, wäre allen geholfen. Schnellere Information, weniger Papiermüll, weniger ver… sche des Kunden. Am besten gleich noch mit den wichtigsten Produktinformationen. Z B. beim Obst und Fleisch : Herkunft (Hof …), Bio … bei Kaffe, Tee, Kakao dazu noch „fairer Handel“ … Möglichkeiten gibt es viele.

    2
  10. Ludwig Wreesmann sagt

    Der Kunde würde mit dem Auto stundenlang durch die Stadt fahren, um dass beste Schnäppchen zu ergattern.
    Buschfunk, WhatsApp, Facebook, etc. geben ihren Teil dazu.
    Alles wie vor, es wird niemandem gedient,

    1
    • Bauer Willi sagt

      Da bin ich mir nicht sicher mit dem rumfahren. Wer wird wegen zwei Liter Milch noch zu einem anderen Geschäft fahren? Und überhaupt, wonach wählt man „sein“ Geschäft aus? Wir haben vier Supermärkte im Ort, gekauft wird im wesentlichen bei zwei Ketten, weil Aldi und Lidl für uns nicht in Frage kommen.

      0
      • Reinhard Seevers sagt

        Die Mehrheitlich älter werdende Gesellschaft wird dort kaufen, wo sie die Ware auf dem kürzesten Weg erreicht. Die Jugend bestellt im Internet….

        0
      • Bäuerin sagt

        Ich glaube auch nicht , dass die Kunden auf der Suche wären nach dem günstigen Preisen ….nein .
        Ich fände die Idee durchaus interessant , meiner Meinung nach würde sich der Kunde wieder mehr auf sich selbst verlassen….das heißt, ausländisches aussen vor lassen ..

        0
      • firedragon sagt

        Guten Abend Herr Dr. Kremer-Schillings,

        mir ist eine Familie bekannt, die kauft tatsächlich nur nach „Schnäppchen“.
        Und ja, die fahren von Laden zu Laden.
        Als mir der Sohn der Familie das einmal erzählte, hatte ich nur gefragt, wie das denn mit der Ersparnis aussähe, schließlich müssten sie mit dem Auto überall hin fahren …- ne, dass sähen sie nicht so, schließlich fahren sie gerne in der Gegend rum.
        Da fällt einem dann auch nichts mehr ein.

        1
  11. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    ich denke eher wie Anja.
    Ich brauche die Werbung generell nicht, weder in gedruckter, noch in anderen medialen Formen – sie nervt mich einfach nur.

    Aber es ist, wie in der LW, eine Wirtschaft die ihr Geld in Werbung verdient – kann ich jemandem „verbieten“ so sein Geld zu verdienen?

    0
    • Das ist die Frage, firedragon,

      Aber in meinen Briefkasten wird solche Werbung auch nicht geworfen.

      0
  12. Sabine sagt

    Ich denke es wäre besser, wenn Leute mehr darüber informiert würden, welche Arbeit und welcher Aufwand hinter den Lebensmittel oder überhaupt wer und was hinter den Produkten steckt.
    Ich hatte gerade wieder so eine Diskussion mit Bekannten, wie man denn den heimischen Schäfer unterstützen könne. Sie hatten das mit den Wölfen mitbekommen und das einige Schäfer, die Deiche pflegen, darüber nachdenken das einfach aufzuhören. Auch weil sie keine Nachfolger in Aussicht haben und das u.U. die Grünflächenämter das dann übernehmen müssten. In MG gibt es glaube ich schon so eine städtische Herde.
    Ich hab gefragt. warum sie nicht einfach mal was bei Schäfern kaufen. Ja da müsste man ja raus aus der Stadt und dann haben die nur von 12 bis Mittag auf und dann braucht man Platz in der Tiefkühltruhe…
    Ja, stimmt auch wieder. In Sachen Wolle kam auch wieder das Argument, dass es die so auf dem Markt gar nicht mehr gibt. Viel zu teuer, das Argument kam in dem Fall nicht, denen geht es wirtschaftlich echt gut. Denen wäre es wurscht, ob sie 150 Euro für nen Marken-Pullover ausgeben oder 200 Euro für nen Wollpulli wo sie dann allem im Tennis-Club erzählen können, dass sie damit die Insel vorm Untergang retten, oder so.
    Diese Leute gibt es, nur erreichen die Bauern genau diese Leute im Moment nicht. Es wäre ja völlig in Ordnung, wenn es weiter Discounter gäbe, aber wenigstens die, die das Besondere wollen und auch bezahlen wollen, das auch irgendwie kaufen könnten.
    Ich ärger mich da so ein bisschen über die Raiffeisen-Märkte, da wird mal Eierlikör oder Nudeln angeboten. Könnte man da nicht wenigstens ein oder zwei Mal im Jahr ne Veranstaltung machen, wo sich die Bauern mit ihren Produkten vorstellen?

    1
    • firedragon sagt

      Guten Morgen Sabine,
      Dein erster Absatz wäre dringend erforderlich, um dem Kunden mehr Informationen über das Produkt zu vermitteln.
      Ausserdem hätte der Kunde die Möglichkeit, zu entscheiden, wen oder was er „unterstützten“ möchte.
      Je mehr man über Informationen verfügt, umso mehr Verantwortung kann man in sein Kaufverhalten legen.

      0
    • Andreas sagt

      Ich denke, dass die Preise eher sinken würden, auf keinen Fall würden sie fallen !!!
      Den grössten Anteil am Verkaufspreis macht sowieso oft die Werbung aus.
      Da könnte dann mehr für die Bauern übrig bleiben.

      1
  13. Lieber Bauer Willi,

    ja, ich finde die Idee auch sehr interessant.
    Eine ähnliche Idee, die mich schon seit längeren verfolg und die ich an der ein oder anderen Stelle im Gespräch mit Verbrauchern, Verbänden und Politikern schon angesprochen habe.
    Werbung kann stattfinden. Aber nur Werbung für Qualität und Quantität. . Ich würde verbieten, die Preise zu bewerben. Das darf ausschließlich nur im Laden inneren gemacht werden. Ich finde, das das zu einem Umdenken im Kaufverhalten führt. Leute würden sich mit dem Produkt beschäftigen müssen und nicht ausschließlich nach Preisen kaufen.

    Viele Grüße aus Thüringen Bauer Kolbe

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei uns landet jede Woche ungefragt bis zu einem KG Werbung im Briefkasten.

      Dass gerade die Papierindustrie gewaltige Summen an Chemie und Energie verschlingt, interessiert niemand.

      1
  14. Da fände ich eine super Idee!!! Es gäbe weniger Papiermüll und die Schnäppchenjagd von einem Laden in den nächsten, wie sie manche echt betreiben, hätte ein Ende. Vielleicht könnte man das zumindest in Papierform aus Umweltschutzgründen verbieten. Insgesamt wird aus Wettbewerbsgründen leider nicht möglich sein 🤷🏼‍♀️

    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.