Bauer Willi
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Moralischer Imperativ

Ich habe länger gegrübelt, ob ich diesen Gastkommentar von Horst Hermannsen (Journalist) bringen soll.  In einigen Punkten kann ich mich seiner Sichtweise anschließen, in anderen wiederum nicht. Aber genau deshalb wird er mit Sicherheit zu kontroversen Diskussionen führen.

Überbevölkerung und Klimawandel

Die menschengemachten Probleme nehmen täglich zu. Armut, Ungleichheit und Umweltbelastung haben in der Welt auch deshalb dramatisch Fahrt aufgenommen, weil die Geburtenrate in den ärmsten Ländern massiv wächst. In Afrika etwa hat sich die Bevölkerung seit 1950 verfünffacht. Keine Vermögenssteuer, keine „Kolonialwiedergutmachung“ keine Umverteilung im Westen würde auch nur ansatzweise ausreichen, um die Bevölkerung Afrikas zu versorgen, die um 200.000 Menschen anwächst – jeden Tag. Aus ideologischen Gründen wird in unserer Gesellschaft diese Entwicklung nicht offen als Problem diskutiert. Die Angst vor dem Diskriminierungstabu und noch schlimmer, der Rassismus-Keule ist zu groß. Dagegen tritt der sonst stets laute Impuls, die Welt vor Klimaerwärmung und Umweltbelastung zu retten, hier in den Hintergrund. Dabei ist doch jedem vorurteilsfreien Beobachter klar, dass sich durch die Bevölkerungsexplosion in Afrika dort zukünftig existentielle Probleme Bahn brechen werden, die den ganzen Erdball betreffen. Alle Menschen haben einen Anspruch auf eine Lebensperspektive. Wachsender Wohlstand bedeutet jedoch steigende Emissionen. Wenn die Klimaveränderung menschengemacht ist, dann trägt die Bevölkerungsexplosion vornehmlich in Afrika und Vorderasien wesentlich zur globalen Erderwärmung, zum Ressourcenverbrauch aber auch zur Verelendung der dortigen Bevölkerung bei. (Übrigens wächst die Menschheit nur in Regionen wo es überdurchschnittlich warm ist) Bald gibt es 8, 9 oder gar 10 Milliarden Menschen auf dem Globus und nicht nur ein paar hunderttausend, wie in der letzten Warm- oder Eiszeit. Ist uns wirklich allen klar, was der Verlust von Lebensraum bedeutet? Schon immer war ein wesentlicher Weg des Anpassens an Klimaveränderungen die Migration, und zwar, seit es den homo sapiens gibt. Und die massenhafte Einwanderung in bereits besetzte Siedlungsräume verlief bisher nie friedlich.

Was wir in Deutschland machen ist nicht entscheidend. Unsere Befindlichkeiten interessieren kaum jemanden auf der Welt. Und doch sind wir, in unserer übersättigten Wohlstandsgesellschaft vornehmlich mit Nabelschau beschäftigt. Die Beschlüsse eines „Klimakabinetts“ machen, trotz CO2-Bepreisung wohl einen Ergänzungshaushalt erforderlich. Gleichzeitig müssen Haus- und Wohnungsbesitzer, Autofahrer sowie insbesondere Pendlerhaushalte tief ins Portemonnaie greifen. Derzeit profitieren Landwirte noch vom vergünstigten Agrardiesel. Was mit dieser Regelung passiert verraten die „Eckpunkte für das Klimaprogramm 2030“ nicht. Der Staat erwartet jedenfalls insgesamt üppige Einnahmen. Die Bundesregierung jedoch mit zusätzlichen Mitteln aus Steuern und Abgaben auszustatten, ist wie einem Alkoholiker Freibier auszugeben… Die Rettung des Weltklimas ist vor allem in Deutschland zum moralischen Imperativ geworden. Aber rettet man es wirklich  indem man hierzulande  Schlüsselindustrien in die Knie zwingt? Wird Natur bewahrt, indem man Artenschutz lockert und Bäume abholzt, und dann mit unzähligen  gigantischen Stahlmonstern das Land verschandelt, ohne verlässlich Strom zu bekommen? Politische Maßnahmen werden von aufgepeitschten Kindern beeinflusst. Hysterie wird von ideologischer Seite so  geschürt, dass manche nicht davor zurückschrecken, demokratische Wege umgehen zu wollen. Zugleich wird aber hierzulande täglich so viel Land zubetoniert, so viele spritfressende Autos ohne Tempolimit verkauft und Fernreisen gebucht wie nie zuvor. In der Schweizer Zeitschrift Die Weltwoche machte der bekannte Publizist Henrik M. Broder der instrumentalisierten „Klimaaktivistin“ Greta Thunberg eine überraschende Liebeserklärung: „Ich liebe Greta, weil sie es – wenn auch ungewollt – geschafft hat, die westliche Gesellschaft als das zu entlarven, was sie ist: abergläubisch, dekadent, dumm,  hysterisch, infantil und süchtig nach Erlösung.“

Horst Hermannsen

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141 Kommentare

  1. Eine großartige Zusammenfassung. Ich erkenne die Absicht hinter der Klimahysterie, von den wahren Problemen abzulenken, der unbegrenzten Zuwanderung und deren dramatische Folgen für die Gesellschaft.

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  2. Vannozza diVanzi sagt

    Prinzipiell siehe ich die Dinge genau wie Du. Von meiner Seite her kann ich folgendes dazu sagen: wir haben mit einer massiven Manipulation der Menschenmassen durch die sich neu aufstellenden, Imperialistischen Kräfte und deren Ideologie zu tun. In jedem Negativen (für propagandistischen Zwecke instrumentalisiertes Gretchen, Schande für die Eltern) findet sich auch das Positive – Yin und Yang, (von dir zitierter Henryk Broder). Dazu passt meiner Meinung nach ein Zitat aus dem neuen Buch von Herrn Rainer Mausfeld, „Angst und Macht“. Zitat: „Zu den gesellschaftlichen Verhältnissen, über die sich Angst erzeugen lässt, gehören das Rechtssystem, Schul- und Ausbildungssysteme sowie alle Institutionen, in denen staatliche Macht ihren Ausdruck findet. Zu den Psychotechniken der Angsterzeugung gehört vor allem die propagandistische Erzeugung einer massiven vorgeblichen Bedrohung, die entschlossen zu bekämpfen vordringliche Aufgabe der Bevölkerung sei.“

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  3. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wer den Mainstream weiterzudenken weiß in einem immer noch verstetigten linearen Wachstum, ist wohl zu einem visionären Fortschrittsdenken weit eher nicht wirklich befähigt. Visionen in die Zukunft sind daher leider ein absolutes Fremdwort, verharrt man doch in der Lehrmeinung der 1960er-1980er, wo man unter exorbitantem Ressourcenverbrauch ein ewiges Wirtschaftswachstum geistig verstetigte und ein solches gnadenloses Wunsch- u. Anspruchsdenken auch in die Gegenwart rettete, fortdauernd in die Zukunft zu transportieren weiß.

    Genau aber diese Denkstrukturen, die der Leserschaft vorstehend zur Hand gereicht werden, kreieren ein erheblich elitäres Anspruchsdenken, wonach es nur uns Mitteleuropäern augenscheinlich gut zu gehen hat – quasi mit einem „Naturgesetzcharakter“ geadelt. Dem ist aber beileibe nicht so…!

    In solchen hermetisch abgeschotteten Strukturen verhaftet, ist kaum vorstellbar, dass infolge des Klimawandels plötzlich neue Lebensräume im Norden entstehen werden, wo heute noch Permafrostgebiete vorzufinden sind; jene Länder eben, wo deren Bewohner sich mittel- bis langfristig wohl gegen den Zuzug von Wanderbewegungen aus den heutigen Gunstregionen sodann sogar zur Wehr setzen müssen.

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  4. Elisabeth Ertl sagt

    Aus der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franzislus:
    Anstatt die Probleme der Armen zu lösen und an eine andere Welt zu denken, haben einige nichts anderes vorzuschlagen als eine Reduzierung der Geburtenrate. Es fehlt nicht an internationalem Druck auf die Entwicklungsländer, indem wirtschaftliche Hilfen von gewissen politischen Entscheidungen zugunsten der „Fortpflanzungsgesundheit“ abhängig gemacht werden. Doch „wenn es zutrifft, dass die ungleiche Verteilung der Bevölkerung und der verfügbaren Ressourcen die Entwicklung und den vertretbaren Umgang mit der Umwelt behindern, muss auch anerkannt werden, dass eine wachsende Bevölkerung mit einer umfassenden und solidarischen Entwicklung voll und ganz zu vereinbaren ist“. Die Schuld dem Bevölkerungszuwachs und nicht dem extremen und selektiven Konsumverhalten einiger anzulasten, ist eine Art, sich den Problemen nicht zu stellen. Es ist der Versuch, auf diese Weise das gegenwärtige Modell der Verteilung zu legitimieren, in dem eine Minderheit sich für berechtigt hält, in einem Verhältnis zu konsumieren, das unmöglich verallgemeinert werden könnte, denn der Planet wäre nicht einmal imstande, die Abfälle eines solchen Konsums zu fassen. Außerdem wissen wir, dass etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel verschwendet wird, und dass „Nahrung, die weggeworfen wird, gleichsam vom Tisch des Armen […] geraubt wird“.

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    • bauerhans sagt

      wir können unsere nahrungsüberschüsse nur begrenzt verschenken und auch unsere sozialsysteme können nur begrenzt hilfe leisten,insbesondere denen,die wirklich hilfe brauchen!
      es ist doch verrückt,dass arbeitsfähige menschen durch hohe rechtsverbindliche sozialleistungen von der arbeitsaufnahme gänzlich abgehalten werden.

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    • Obstbäuerin sagt

      In Deutschland sind es nur 9% noch verwertbare Lebensmittel, die verschwendet werden.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Tiere mit Soja aus der Dritten Welt zu füttern, ist Lebensmittelverschwendung zu Lasten der Armen.

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    • Thomas Apfel sagt

      Die „Bevölkerungsexplosionen“ in Afrika sind wie auch in Lateinamerika Ergebnis einer mit der katholischen (derzeit zunehmend der evangelikalen Pfingstler) Missionierungs- Geschichte eng verbundenen Entwicklung. Religionen wie das Christentum und auch der Islam bauen ihre Macht durch „Söhne“ aus. Die Verhinderung von Geburtenregelung über beide großen Religionen ist Machtkampf und zugleich Ursache der „Bevölkerungsexplosion“. Die Menschen in Afrika und Lateinamerika waren vor den Missionierungswellen durchaus in der Lage ihre Überlebensfähigkeit über Geburtenregelung zu steuern. Daher sehe ich für päpstliche Enzykliken schon die Notwendigkeit „Kritischer Exegese“ in Bezug auf Machtsicherung der Kath. Kirche.
      Da das Ding mit der Missionierung aber weitgehend gegessen ist und die Dinge so sind wie sie sind, ist gegenwärtig tatsächlich nur Wohlstandssteigerung und eigene Industriealisierung der Weg, der automatisch zu weniger Geburten führt. Es ist ja auch nicht so, wie bei uns oft empfunden, das Afrika ein einheitliches unterentwickeltes Gebilde ist. Wichtig ist, dass wir jetzt unsere Bio- und sonstwie missionierenden Pfoten von diesem Kontinent lassen und den verantwortlichen Umgang mit Ressourcen, Klima und Entwicklung den Afrikanern überlassen ohne schon wieder auf Vorteile aus den wachsenden Märkten für unseren Wohlstand zu schielen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Zitat Th. Apfel:“…überlassen ohne schon wieder auf Vorteile aus den wachsenden Märkten für unseren Wohlstand zu schielen.“

        Tja, das wird wohl ein Wunsch bleiben, denn das „System“ generiert seine Kinder selbst. Und ob „wir“ es lassen oder nicht, entscheiden nicht „wir“ allein…..

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    • Frank van der Hulst sagt

      Genau, so ist es. Soziale Gerechtigkeit ist das zentrale Thema. Auch in Bezug auf nächste Generationen.

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  5. Mr Tom sagt

    Ich stimme Herrn Hermannsen in seiner Analyse voll und ganz zu und freue mich auf Teil 2, in dem er konkrete Ansätze aufzeigt, wie die Probleme angegangen werden können.

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  6. Vannozza sagt

    Prinzipiell siehe ich die Dinge genau wie Du. Von meiner Seite her kann ich folgendes dazu sagen: wir haben mit einer massiven Manipulation der Menschenmassen durch die sich neu aufstellenden, Imperialistischen Kräfte und deren Ideologie zu tun. In jedem Negativen (für propagandistischen Zwecke instrumentalisiertes Gretchen, Schande für die Eltern) findet sich auch das Positive – Yin und Yang, (von dir zitierter Henryk Broder). Dazu passt meiner Meinung nach ein Zitat aus dem neuen Buch von Herrn Rainer Mausfeld, „Angst und Macht“. Zitat: „Zu den gesellschaftlichen Verhältnissen, über die sich Angst erzeugen lässt, gehören das Rechtssystem, Schul- und Ausbildungssysteme sowie alle Institutionen, in denen staatliche Macht ihren Ausdruck findet. Zu den Psychotechniken der Angsterzeugung gehört vor allem die propagandistische Erzeugung einer massiven vorgeblichen Bedrohung, die entschlossen zu bekämpfen vordringliche Aufgabe der Bevölkerung sei.“

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  7. Thomas Apfel sagt

    Ohne Kommentar
    Offener Brief des kenianischen Bauern Gilbert Arab Bor an das Europäische Parlament:
    (Anlass war die Aufforderung des EU Parlamentes an die G8 Staaten Niemanden zu fördern. der Gentechnisch veränderten Pflanzen anbaut; analog auch Brot für die Welt, die Entwicklungshilfe nur den Ländern gewähren wollen die keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen.)
    „Lassen Sie Afrika in Ruhe“

    „Das letzte was wir jetzt brauchen, ist eine Bande reicher Staaten, die unseren Fortschritt missbilligen, ohne unsere schwierige Situation zu verstehen. Wenn es Afrika nicht gelingt, moderne Anbaumethoden einzusetzen, dann erwartet meinen Erdteil ein Desaster.
    Wir werden weder das Potential der grünen Revolution noch das der gentechnischen Revolution ausschöpfen können. Die Landwirte werden mehr und mehr Pestizide verwenden und dabei ihre Einnahmen senken und die Biodiversität schädigen. Die Kosten für die Pflanzenproduktion werden steigen und damit auch die Lebensmittelpreise. Mehr Menschen werden hungern“ (2016)

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    • Bäuerin sagt

      Hab das Lied gerade angehört, eine no go und eine Frechheit wie Kinder manipuliert werden ….
      Die Omas sind sicher nicht Schuld an dem ganzen Schlamassel, das wir gerade haben …

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      • Obstbäuerin sagt

        Es wird immer schlimmer – jetzt bei change org:
        »Petition an Westdeutscher Rundfunk gestartet.
        Wir fordern den WDR auf, das Video des Kinderchores “Meine Oma ist ne alte Umweltsau” auf allen Kanälen verfügbar zu machen. Der WDR möge in Zukunft Forderungen Rechter nicht entsprechen!«

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Schlamassel, ?

        Was für ein Schlamassel, dem deutschen Volk ist es noch nie so gut gegangen,
        wir sind nur eine Volk von Jammernden geworden.

        Ein Paar Hitzetage die wir im Oberrheingraben gewohnt sind,
        und schon meint das Volk die Welt geht in 9 Jahren unter. 🙁

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        • Gephard sagt

          Muss die Omadiskussion hier jetzt auch geführt werden mit alle denn immer gleichen Argumenten, die nun tausendfach durchgekaut wurden?

          Das Lied finde ich jetzt auch nicht geistreich, aber es ist zum einen die Aufregung nicht wert und zum anderne fußt eben diese auf die Annahme, alle Omas wären gemeint. Es geht eben nicht um alle, sondern um jene, die sich wie im Song geschildert verhalten.

          Der Instrumentalisierungsvorwurf ist allerdings sehr dünn. Dann dürfen Kinder generell nicht mehr öffentlich singen, es dürfte keine Kirchenchöre mit Kindern geben und mit ihnen auch generell nicht mehr geworben werden.

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          • Thomas Apfel sagt

            Das Lied ist im Rahmen eines Camps zur „Umwelterziehung/-Bildung“ mit durchschnittlich 10- Jährigen Kindern entstanden. Es ist keineswegs ein Lapsus sondern Teil der gezielten Spaltung der Gesellschaft die vor allem von den öffentlich rechtlichen Medien zu verantworten ist. Die über Zwangsgebühren von allen Teilen der Gesellschaft finanzierten Medien haben sich gefälligst an das Neutralitätsgebot zu halten. Leute mit Dogmen und Missionierungsabsichten können sich privat in Privatsendern, Religiösen Gemeinschaften und NGO´s engagieren. Das Okkupieren des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks durch die MEINUNGEN der Macher muss ein Ende haben! Die Vergiftung der Debatte um die Landwirtschaft ist hierbei ein paralleler Strang, der in gleicher Weise als Machtmittel der dogmatisch verblendeten „Medienmacher“ spaltend missbraucht wird.

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            • Brötchen sagt

              zumal es keine „satire“ gibt, die auch mal die andere Seite aufs Korn nimmt.
              z.b. kann man das mit dem „billigfleisch“ auch anders sehen. aber das wäre zu komplex für die Leute mit den einfachen Wahrheiten, die sich aber genau einbilden sie würden die Komplexität im Blick haben.
              und so polarisiert sich das ganze immer mehr.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Die Sache ist doch bereits erledigt, der shitstorm hat sein Ziel erreicht, die Aufregung kann sich wieder legen…..alle atmen einmal ganz tief durch.

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              • Obstbäuerin sagt

                Dieses unsägliche Lied ist jedoch nur ein Symptom für eine Medienlandschaft, die nicht mehr neutral agiert und gezielt Feindbilder schafft: Klimaleugner, intensive Landwirtschaft, Insektenvernichter, Boden- und Wasserverseucher usw.
                Dabei schwingt sie regelmäßig die rechte Keule, wenn eine Meinung nicht auf ihrer Linie ist. Irgendwo habe ich gelesen, dass es 2.500 € Strafe geben soll, wenn man einen Polizisten »alte Sau« nennt.

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                • Brötchen sagt

                  Sie bringen gerade im Radio wegen den flugstreik. Jugendliche fliegen zum feiern nach Malle. macht die heutige Oma aber auch.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich würde es nicht überinterpretieren. Nachrichten und Informationen haben heute nur eine ganz geringe Halbwertzeit. Die Geschwindigkeit der news ist so hoch, dass gestern gesendetes heute bereits vergessen ist. Die Landwirtschaft muss deshalb auch eine Dauerkampagne erstellen und sie als Dauerschleife laufen lassen…..irgendwann sitzt es in den Köpfen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Mann muss immer das positive sehen
                  Jeder ausgefallene Flug ist gut für das Klima.

                  Aber gerade in den Weihnachtsferien, wo sollen die Kids ihr Kraft tanken für die nächste Freitagsdemo?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            @ Gepard

            Von ihnen habe ich nichts anderes erwartet.

            Was teilen der heutigen Jugend fehlt, ist die Anerkennung der Lebensleistung der älteren Generation.

            Wenn ein junger Seicher die Omas noch als alte Nazisau bezeichnet, dann sind die Grenzen bei weitem überschritten.

            https://www.dortmundecho.org/2019/12/oma-eine-nazisau-wdr-skandalreporter-danny-hollek-war-teil-von-dortmunder-antifa-strukturen/

            Meine Erziehung und mein Anstand verbietet es mir, meine Gedanken hier nieder-zuschreiben.

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  8. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    Afrika ist in seiner (aufgezwungen) Geschichte, seiner Größe und unüberschaubaren Vielfalt ein riesiges Thema, bei dem man miteinander schnell „in die Wolle gerät“.
    Die Europäer hätten ihre Finger von Afrika lassen sollen, haben sie aber nicht…
    Ob der Europäer jetzt der Richtige ist, um Afrika zu „helfen“… naja.
    Bildung ist nie verkehrt, aber, bevor wir anderen Ländern etwas vorschreiben wollen, sollten wir erst einmal bei uns „aufräumen“.

    Es gibt einen schönen Spruch :
    Zeigst du mit einem Finger auf andere, so zeigen vier auf dich.

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    • bauerhans sagt

      in Afrika ist die Bekämpfung von Korruption das Thema!
      das gelingt nur durch vor ort agierende Entwicklungshelfer,die dort Bildung vermitteln,ohne religiösen einfluss und nicht nur kurzfristig angelegt.

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      • Obstbäuerin sagt

        Ich überlege gerade, wie es wohl bei uns ankommen würde, wenn in Afrika eine Bloggergemeinde darüber nachdenkt, wie die Europäer diszipliniert werden können und wie die Korruption z.B. in der EG eingeschränkt werden kann.
        Damit kritisiere ich nicht das Thema an sich aber bei einigen blinzelt das koloniale Denken zwischen den Zeilen oder offen hervor.

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        • Bauer Willi sagt

          Da ist was dran. Mich hat mal ein Brasilianer gefragt, wo der Wald geblieben ist, der ganz Deutschland vor 2000 Jahren bedeckte. Und dann meinte er, wie wir denn da auf die Idee kommen könnten, sich über ihre Brandrodung aufzuregen. Mit ist da keine richtig gute Antwort eingefallen…

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          • Ich sehe das auch so. Aber natürlich kann man darüber nachdenken, was es bedeuten würde, wenn vor allem auch China und Indien und im Anschluss dann auch afrikanische Staaten einen CO2- Verbrauch pro Kopf wie wir produzieren würden. Dann würde zwar deutlich werden, dass wir in Deutschland herzlich wenig weltweit ausrichten können. Und dass wir hier in der Tat nicht der Nabel der Welt sind.
            Ich sehe es daher eher als unsere Chance und auch unsere Aufgabe an, Technologien zu entwickeln, wie die CO2 Problematik zu lösen ist.
            Und dafür könnte der Staat/der Steuerzahler durchaus die richtigen Anreize setzen. Macht die Politik aus meiner Sicht aber gerade nicht.
            Mit diesen Verzichtsdiskussionen wird es nichts, weil genau das die weniger entwickelten Länder nicht brauchen. Sie wollen sich entwickeln. Und mit Windkraft und Sonne bei uns vermutlich auch nicht. Aber davon verstehe ich zu wenig. So wie es aktuell läuft , ist es jedenfalls keine Zukunftstechnologie.

            Die WDR-Oma fand ich übrigens auch total daneben. Hat der WDR den Verstand verloren?

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            • Mr Tom sagt

              Wenn ich an Photosynthese denke, muss ich mich schon fragen, warum beim Thema CO2 von einer Problematik gesprochen wird.
              Die Flora benötigt CO2 zum leben, genauso wie die Fauna eben Sauerstoff benötigt.
              Dass mittlerweile schon CO2 – Verbrauch schlimm sein soll, verwirrt mich umso mehr.

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              • Gephard sagt

                Steigt mit den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre die Biodiversität? Nein. Solange Flächen versiegelt und Wälder abgeholzt werden, geht die simplifizierte Rechnung auf. Pflanzen nehmen nicht endlos CO2 auf.

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              • Mr Tom, Verbrauch war natürlich Unsinn, sollte Ausstoß heißen.
                Mit „Eike“ kann ich allerdings wenig anfangen.
                Sind auch nur Missionare, schreiben sie sogar selbst. Die braucht niemand, jetzt nicht, früher auch nicht. Egal um welches Thema es geht.

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                • Mr Tom sagt

                  Sind denn andere NGO‘s keine Missionare?
                  Bemerkenswert ist es aber allemal, dass von anderen „Missionaren“ tatsächlich versucht wurde, eine Konferenz der „Eike – Missionare“ zu unterdrücken. Zunächst erfolgreich, woraufhin Eike den Veranstaltungsort verlegte und erst kurz vor Veranstaltungsbeginn die Teilnehmer über den Veranstaltungsort informierte.
                  Wer immer noch nicht kapiert, dass die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit in unserem Land den Bach runter geht, tut mir noch nicht einmal mehr leid…

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              in den letzten Jahren ist ein Kampf der Jüngeren gegen die Älteren zu erkennnen.

              Wie die jetzt Älteren, auch die Nachkriegsware diese Zeit überwunden haben, voller Entbehrungen, ohne Mallorca, dafür mit großem Schuften wurde das Häuschen erbaut, damals mit Einzelofen und wer sich eine Badewanne leisten konnten, da kam nur am Samstag warmes Wasser raus, aber nur wenn die Hausfrau den Badeofen angezündet hatte. Wir hatten relativ früh ein Auto, damals gab es noch Platz auf der Straße.

              Jetzt möchten die Jungen alles auf einmal und wenn dies nicht funktioniert wie damals auch, sind die Alten schuld. Die könnten auf ihre Urlaubsreise verzichten, damit die jungen Gören sich von der Freitagsdemo auf Malle erholen könnten.

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              • Gephard sagt

                Offensichtlich gibt es aber auch einen Kampf der Älteren gegen die Jüngeren. Als wenn alle nach Malle wollen.

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                • Obstbäuerin sagt

                  Es gibt aber keinen Kampf der Oma gegen die Enkel oder Eltern gegen Kinder. Hier wurde bewusst die Familienebene aufgemacht und Zwietracht gesäht. Was ich mir vorstellen könnte, um den Kindern mehr Selbstwahrnehmung zu vermitteln wäre die Verknüpfung von Forderungen. Z.B. Fleischverzehr: okay wir verzichten 3 Tage in der Woche auf Fleisch und genau an diesen Tagen verzichtet ihr auf euer Smartphon. Da geht bestimmt noch mehr.

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                • Brötchen sagt

                  früher gab es auch mal einen Respekt vor dem Alter!
                  das scheint auch total abhanden gekommen!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Ist es ein Kampf der Älteren gegen die Jüngeren,
                  wenn man ihnen ein Studium ermöglicht.

                  Wenn unser Söhne nach Malle wollen ist das deren Sache, jetzt verdienen die selbst genug.

                  Nein,
                  meine Frau ist keine Oma, könnte vom Alter her eine sein.

                  Das Kotelett lassen wir uns nicht vermiesen,
                  Benzin brauchte sie um das Geld zu verdienen um unseren Söhnen eine gescheite Ausbildung zu ermöglichen. Ich selbst fahre auch kein SUV, sondern ein Passat, dass ich meine Waren, die ich mit 72 Jahren noch erarbeite, den Aufkäufern zufahren kann.
                  Eine Kreuzfahrt haben wir auch noch nie gemacht, aber wenn die Kids von der Freitagsdemo in den Ferien mit den Eltern nach Malle fliegen, dann hat meine Frau als Altenpflegerin den Urlaub auch verdient.

                  Am Ende sprach man ernsthaft eine Drohung in die Kamera, als »Greta«: »We will not let you get away with this.« (»Wir werden euch damit nicht durchkommen lassen.«

                  Am 23. Dezember 2019, einen Tag vor Heiligabend, verkündete »Fridays for Future Germany« nun:

                  Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei. (@FridayForFuture, 23.12.2019)

                  Es wäre ja moralisch verwerflich genug, dass Deutschland für alle Länder und Kulturen rund um die Welt viel Geld zu haben scheint, aber die eigenen Väter und Mütter sich von ihrer Mindestrente billigstes Fleisch kaufen müssen, um sich fürs Flaschensammeln zu kräftigen – dass satte Kinder im Staatsfunk die armen Rentner dann noch verhöhnen und übel beleidigen, das ist eine ganz eigene Dimension.

                  Quelle.
                  dushanwegner.com

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          • Obstbäuerin sagt

            Vielleicht hätten sie ja Anspruch auf Entschädigung für die Nichtrodung des Regenwaldes? Oder die reichen Länder kaufen den Brasilianern einen Teil des Regenwaldes ab und verpflichten sich, diesen entsprechend zu schützen. Daran müsste doch die ganze Erdbevölkerung ein Interesse haben.

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          • Stadtmensch sagt

            „Mit ist da keine richtig gute Antwort eingefallen“

            Es kommt eben drauf an, ob man Landwirtschaft wirklich beherrscht. In Brasilien und anderen Regionen mit „nachholender Industrialisierung“ scheint das teilweise nicht sehr überzeugend zu sein (um es mal ganz schwammig zu sagen)
            https://agrarpolitik-blog.com/2019/12/05/laender-haben-ueberraschend-viel-kontrolle-ueber-ihre-bodenerosion/
            Die wollen unbedingt die gleichen Fehler machen wie wir früher. Aber bitte sehr. Regenwald geht uns nix an.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Doch,
              der Regenwald geht uns schon was an.
              Wenn bei uns wegen ein paar Insekten Flächen aus der Produktion genommen und in Brasilien Regenwälder abgeholzt werden, um die notwendigen Lebensmittel für die deutsche Bevölkerung zu produzieren, dann geht es uns schon was an.

              Sie meinen,
              der Regenwald geht uns nicht an, wenn der deutsche Bauer Mais anpflanzt, statt Blümchen, dann wir das kritisiert.
              Dann geht dies die Bevölkerung auch nichts an.

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        • bauerhans sagt

          in Afrika wird von familien geld gesammelt,um einen sohn zu uns zu schicken,damit er die familie materiell unterstützen kann.
          selbst,wenn der dann hier schwarz arbeitet,kann er noch 100€ oder 1200 im jahr überweisen,was für die dort ein vermögen ist.

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      • Paulus sagt

        Bauerhans, du unterschätzt das Bildungsniveau und die Klugheit der afrikanischen geistigen Elite, wenn ich die Angehörigen einer bestimmten Schicht mal so nennen darf. Die forderten schon vor vielen Jahren, diese unselige Entwicklungshilfe einzustellen, mit der jegliche Eigeninitiative weitgehend verhindert bzw. unterdrückt wird. Wir denken nach meiner Auffassung immer noch zu sehr in den Kategorien der christlichen Mission, die in der längst vergangenen Zeit der Kolonisierung ihren Höhepunkt fand und allein dem Vorteil eines König- oder Kaiserreiches, nicht dem der Unterdrückten dienten. Nicht umsonst wurden die Missionshäuser der Ordensgemeinschaften von staatlicher Seite finanziert. Die älteren Katholiken hier kennen das schwarze Heidenkind an der Weihnachtskrippe. Immer wenn man eine Münze in die Kassette warf, machte es ein Nickemännchen. Wir haben schon als Klosterschüler ein Streichholz daneben gesteckt, damit dieses elende Nicken ein Ende hatte.
        Wenn man die falschen oder zumindest fragwürdigen Werte ohne staatsbürgerliche Bildung vermittelt, darf man sich nicht wundern wenn sich daraus folgend Good Governance, meinetwegen auch Government, nur schwer oder sehr zögernd einstellen.

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        • bauerhans sagt

          „Bauerhans, du unterschätzt das Bildungsniveau und die Klugheit der afrikanischen geistigen Elite“

          die hatten ja auch im ausland studiert und nutzen für ihre clans die entwicklungshilfe,kaufen auch davon waffen,um ihre macht zu sichern.
          afrikanische männer habens nicht so mit dem arbeiten,aber die frauen und da läuft einiges über diese microkredite.

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    • Seevers Reinhard sagt

      Vielleicht sollte man grundsätzlich die Werte der christlichen, kapitalistischen und demokratisch orientierten Gesellschaftern mit ihrem Missionierungs- und Okkupationseifer überdenken?
      Die westliche Welt meint doch ihr Denken und Handeln ist der Maßstab für die ganze Welt…..diese Überheblichkeit hat in den letzten 200 Jahren zu all den Katastrophen geführt.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Wir müssen unsere Werte ja nicht gleich überdenken. Es reicht einmal, zu erkennen, dass wir nur eine von vielen Kulturen auf diesem Planeten sind, und wir sollten die Vielfalt anerkennen. Es gibt auch in anderen Kulturen Menschen, die sich nach unseren Werten sehnen. Ich kenne einen palästinensischen Flüchtling, der von seiner Persönlichkeitsstruktur her gewissermaßen im falschen Land geboren ist. Umgekehrt haben abertausende EuropäerInnen in den 70er Jahren in Indien und Tibet ihre seelische Heimat entdeckt. Und die Werte der Afrikaner sind definitiv wiederum ganz andere als die unsrigen. Wer Afrika meint weiter missionieren zu müssen, der wird eben solche Dinge wie Boko haram ernten. Und wer die orientalische Lebensweise als rückständig brandmarkt, der darf sich über islamistische Terroristen nicht wundern.

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  9. Lieschen Müller sagt

    Es sind leider die vielen religiösen Menschen, die gegen Verhütung sind. Ich meine, man kann gerne gegen Verhütung sein, aber dann gibt es eben auch keinen Sex. Wenn der Papst oder irgendein muslimischer Anführer endlich sagen würde, ja, es ist ok, nur wenig Kinder zu haben, es würde schnell weniger Nachwuchs geben. Übrigens hat auch die USA ein ziemlich starkes Bevölkerungswachstum. Von 281 Mio im Jahr 2000 auf 308 Mio im Jahr 2010. Und hier wird jede Familie gefeiert, die drei oder mehr Kinder hat. Es ist doch krank, dass hier mehr Kinder gefördert werden und anderswo sollen sich die Familien gefälligst beschränken. Selbst in Deutschland leben immer mehr Menschen, keine von den demografischen Vorhersagen ist eingetreten.

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  10. Eckehard Niemann sagt

    INTERNETSEITE FORSCHUNG-UND LEHRE AM 11.7.2019 ZUM WELTBEVÖLKERUNGSTAG:
    Bildung könnte Bevölkerungs-Wachstum bremsen

    Heute leben rund 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Wie viele noch hinzukommen, hängt zu großen Teilen von der Bildung in der Subsahara-Region ab.

    Die Vereinten Nationen gehen in ihrer jüngsten Hochrechnung davon aus, dass die heutige Weltbevölkerung von 7,7 Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden im Jahr 2050 und auf 10,9 Milliarden bis zum Jahr 2100 anwachsen wird. Wie viele Menschen künftig auf der Erde leben werden, hängt dabei zu großen Teilen von der Entwicklung in Subsahara-Afrika ab. Das geht aus einer Mitteilung des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hervor.

    Dort liegen laut Berlin-Institut 33 der 47 am wenigsten entwickelten Länder. Frauen bringen hier mit durchschnittlich 4,7 Kindern mehr als doppelt so viel Nachwuchs zur Welt wie in anderen Regionen. Dadurch könnte sich die Zahl der Menschen südlich der Sahara bis 2050 von heute einer Milliarde auf zwei Milliarden verdoppeln. Das entspräche der Hälfte des weltweiten Bevölkerungszuwachses in den kommenden 30 Jahren. Bis 2100 könnten laut UN-Schätzungen sogar 3,8 Milliarden Menschen in der Region leben.

    Wissenschaftler vom Wittgenstein Centre in Wien geben einen anderen Ausblick: In ihrem „Global-Education-Trend-Szenario“ dürfte die Zahl der Menschen in Subsahara-Afrika bis 2050 auf rund zwei Milliarden und bis 2100 auf knapp 2,6 Milliarden anwachsen – also über eine Milliarde Menschen weniger als nach den Hochrechnungen der UN. Im Gegensatz zu den Rechenmodellen der UN beziehen die Wiener Forschenden in ihre Berechnung der Bevölkerung die Bildung mit ein.

    „Bildung ist ein zentraler Hebel“

    Die Bildung habe laut Mitteilung zentralen Einfluss auf die Geburtenziffer und die Bevölkerungsdynamik. Im Schnitt bekommen Frauen in armen Ländern demnach deutlich weniger Kinder, je länger sie eine Schule besucht haben. „Bildung ist ein zentraler Hebel, um einen sozioökonomischen Wandel einzuleiten und die Lebensperspektiven der Menschen zu verbessern. Erst wenn das passiert, entscheiden sie sich für weniger Nachwuchs“, sagt Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.

    In vielen afrikanischen Ländern zeigten Maßnahmen im Bildungsbereich bereits Wirkung, andere Staaten Afrikas könnten daraus lernen. Nach Ansicht des Berlin-Instituts sollte Deutschland ihnen dabei finanziell und beratend zur Seite stehen. Gerade in Subsahara-Afrika wachse vielerorts die Zahl der Schulkinder schneller als die notwendige Bildungsinfrastruktur. Weitere Investitionen im Bildungsbereich seien daher unerlässlich, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen.

    Da laut Mitteilung für nahezu alle Länder Daten vorliegen, wie viele Kinder Frauen je nach Bildungsstand bekommen, können die Forschenden berechnen, wie sich die Geburtenziffern in Abhängigkeit künftiger Bildungsinvestitionen verändern werden – und was das für die Bevölkerungsentwicklung bedeutet. ckr

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    • wolfgang nellen sagt

      Bildung KÖNNTE nicht das Bevölkerungswachstum bremsen, sie TUT es.
      Das Bevölkerungswachstum ist nach wie vor zu hoch – aber wir können zumindest eine Abnahme der Zunahme beobachten. Das ist schon mal ganz gut.
      Die Frage nach der Moral stellt sich für mich anders:
      ist es moralisch, in Deutschland 100 oder 200 Milliarden zu investieren, um die Luft und das Wasser noch ein wenig sauberer zu machen und mehr oder weniger symbolisch den CO2 Ausstoß zu verringern? Wäre es nicht verantwortungsvoller, das Geld dort zu investieren, wo der Euro einen 10 bis 100fach höheren Wert hat und mit der gleichen Summe eine tatsächliche, nicht nur eine symbolische Verbesserung erreicht würde?
      Ja, die Entwicklungshilfe ist in vielen (den meisten?) Fällen fehlgeleitet. Hilfe zur Selbsthilfe ist gut. Aber auch das ist nur ein moralisches Feigenblatt. Wir müssen Experten und Technologie exportieren – und Bildung. Aber richtige Bildung! Mit einer Bio-Subsitenzlandwirtschaft und der Predigt, auf die Annehmlichkeiten der kapitalistischen Welt zu verzichten, ist den Entwicklungsländern nicht geholfen.
      Ich halte unser Verhalten für sehr unmoralisch.

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  11. Gerald sagt

    Wenn sich in „Afrika“ – als Synonym für notleidende Länder der „dritten Welt“ – überhaupt etwas zum Besseren wenden soll, dann haben wir nicht von Europa oder sonstwo darüber zu befinden, wie das wohl gehen soll, sondern erstmal afrikanische Gegebenheiten zur Kenntnis zu nehmen, sie in ihrer Andersartigkeit zu akzeptieren und von den Menschen dort zu lernen.

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    • Schmeckt gut sagt

      So kann es im Idealfall laufen. Nur gibt es leider Zeitgenossen, die sich darauf ein Ei pellen und nur ihr Geschäft wittern. Und es handelt sich nicht nur um die pösen, pösen Konzerne, auch China streckt die starken Arme nach Afrika aus – und dies sehr effektiv. Was bitte unternehmen die oberschlauen Weltenretter dagegen? Richtig, sie können nichts, aber auch garnichts dagegen unternehmen, denn das chinesische System lässt dies nicht zu. Eins ist aber ganz sicher. Eine moderne und Ressourcen schonende europäische LW als Grundübel, als Auslöser aller Umweltprobleme darzustellen, wird zu keinen Lösungen der vorhandenen Probleme führen.

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      • Das stimmt Schmeckt gut,

        aber können wir in D oder EU nicht erstmal probieren, wie man „bio“ da anbringt?

        Da sind nicht nur andere Menschen mit andere Kultur, sondern auch andere Ökologie mit anderen Boden!

        Gibt es nicht an den Unis ein Fachgebiet Internationale Landwirtscaft?

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  12. Adam ARETIN sagt

    Den Kommentar finde ich sehr gut und ich kann mich bis auf das Engagement für Tempolimit auf Autobahnen voll anschließen. Tempolimit ist nur ungezügelte Regulierungswut und Gleichmacherei! In den anderen Ländern, wo es sie gibt, ist die Luft nicht besser, das Klima auch nicht und das Abschröpfen der Autofahrer gigantisch, siehe Schweiz! Ich fahre dort nicht mehr freiwillig hin…

    Aber das Problem „Afrika“ ist schon sehr wichtig! Natürlich sollen wir die Länder dort nicht mit unseren Produkten überschwemmen, sondern „fischen lernen“. Du kennst sicher das Sprichwort.

    Die Afrikaner sind uns halt um 300 Jahre hinterher, aber Bildung, Erziehung und Arbeit brauchen die wie auch wir es besonders in der Zukunft brauchen. Wenn wir uns in Deutschland kaputt jammern werden wir die Welt nicht retten können!!!!

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  13. Gerald sagt

    Bei aller Meinungsvielfalt in den Kommentaren, die ja gewissermaßen das eigentliche gute Werk von bauerwilli darstellen, zeigt sich doch durchgehend:
    Qualitative Diskussionen bzw. Parolen „wie rette(n) ich (wir) die Welt“ führen zu nichts und dienen bestenfalls der persönlichen Bewusstseinsbildung, wenn überhaupt. Man hat vielmehr den Eindruck, es sind die allseits gebräuchlichen Ablenkungstechniken für die Unbedarften – „nehmt Papier- statt Platiktüten“ und ähnliches.
    Notwendig scheint vielmehr, wie auch im Artikel von Horst Hermannsen, eine quantitative Betrachtung bzw. Überlegung zu den Hauptursachen und den Hauptauswirkungen abseits des zwergenhaften „Deutschen Michel Horizontes“. Die Erkenntnisse hieraus sind allerdings für uns alle nicht sehr erfreulich und zeugen eher von Macht- und Tatenlosigkeit gegenüber den ablaufenden großen Strömungen als von Lösungsansätzen. Aber es ist wenigsten – bei aller Unvollkommenheit – ein (An-)Erkennen der Realitäten.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      So ratlos, wie man vor diesem Problem steht, so unmöglich es erscheint, eine stetig wachsende Weltbevölkerung immer wieder ernähren zu können, so sehr relativiert sich aber auch das Hauptargument für die konventionelle Landwirtschaft: der höhere Ertrag.

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      • Ostbauer sagt

        Hallo Elisabeth.
        Du meinst jetzt aber nicht, das wir zu einer Reduzierung der Weltbevölkerung beitragen, wenn wir auf Bio umstellen????

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Nein, es geht um die Frage: Was ist wichtiger angesichts der Tatsache, dass wir womöglich sowieso nicht alle ernähren können: Dass wir trotzdem so viele wie nur möglich so lange wie möglich ernähren, egal wie, oder eine Landwirtschaft anstreben, die nachhaltig ist – so ferne öko nachhaltiger ist als konvi.

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  14. Andreas sagt

    Wollt ihr jetzt alle mit Horst Hermannsen nach Afrika fahren zum
    N…. kastrieren ?
    Oder hat jemand eine andere Lösung gegen das Bevölkerungswachstum ?
    Bei Horst Hermannsen finde ich dazu nichts vernünftiges.
    Solange wir die Menschen in Afrika mit billigen Milchpulver und Hähnchenabfällen
    zu einem Preis versorgen, der jede eigene Produktion unrentabel macht,
    kommt da keine Eigenversorgung auf die Füsse.

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    • Ostbauer sagt

      Wie wäre es denn mit einer (wie auch immer genannten) Staatspartnerschaft. Die ehemaligen Kolonialmächte „kümmern“ sich um „ihre“ Staaten. Ich glaube,wenn sich zeitnah Erfolge für die Bevölkerung einstellen, könnte die sogar damit leben. Ansonsten wird Afrika jede Entwicklung durchlaufen, die die sogenannte westliche Welt auch durchlaufen hat. Auch mit all ihren Fehlentwicklungen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zumindest bei den Geflügelteilen hätte ich einen Tipp.
      Der deutsche Verbraucher könnte das ganze Hühnchen essen (ohne die Knochen 😉 , dann bräuchte man weniger von den Vögeln mästen.

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    • Bauer Willi sagt

      Zu Hühnerfleisch und Afrika lohnt ein Blick in die Statistik.
      https://www.bauerwilli.com/exporte-huehnerfleisch-afrika-2/

      Die Darstellung von Frau Göring-Eckhardt, dass der somalische Hühnerbauer zu uns kommt, weil wir seinen Markt kaputtmachen, können Sie ja auch mal überprüfen. Es waren in 2016 etwas mehr als 8 t, die Deutschland dorthin exportiert hat.

      Die Lösung für das Bevölkerungswachstum heißt Wohlstand. Wohlstand heißt aber auch Ressourcenverbrauch.

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      • Ostbauer sagt

        Sehr geehrter Herr Dr. Kremer-Schillings. Hallo Bauer Willi ?Wie schon befürchtet.
        Afrika ist ein weites Feld. Wohlstand ist immer mit Ressourcenverbauch gekoppelt .
        Meiner Meinung nach sollten wir uns wirklich um einzelne Staaten kümmern. Wie sieht es denn im Moment auf dem afrikanischen Kontinent aus? Wenige Länder mit stabilen politischen Regierungen. Diese zeigen aber, das es funktionieren kann. Der Bürger braucht Ruhe, Ordnung und Entfaltungsmöglichkeiten (vielleicht zB Ruanda?).
        Dann, denke ich , wird sich auch die Kurve des Bevölkerungswachstums abflachen (nach dem sie das grüne Paradoxum durchlaufen hat). Und wenn man Ihnen dann noch Stategien an die Hand gibt ,die preiswerter sind als die heutigen; ja dann;!
        Oder wir überlassen das Feld den Chinesen.

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        • Wo ist denn Ihr Beitrag zum Thema, Herr Niemann. Ausser einem kopierten Artikel haben Sie nichts zum Thema beigtragen. Das gibt Ihnen noch lange nicht die Legitimation, andere Kommentatoren hier dumm anzumachen.

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          • Eckehard Niemann sagt

            Lieber Willi, ich finde es wenig verantwortungsvoll, einfach einen solchen konfliktträchtigen und problematischen Gastbeitrag abzudrucken und zur Diskussion zu stellen – dann aber selber nichts Substantielles zum Thema liefern zu können. Und wenn es nur die Widergabe eines Beitrag eines Experten wäre – wie der von Klingholz (s.o.).

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            • Ich stimme in vielem nicht mit dem Gastbeitrag überein. Na und?
              Unsere Gesellschaft lebt eben auch von Meinungen, ob sie gefallen oder nicht.
              Mit Verantwortung hat das aus meiner Sicht gar nichts zu tun. Ich halte es eher für verantwortungslos und ziemlich langweilig, immer nur blabla einzustellen.
              Wir sind doch keine Kinder. Und brauchen niemand, der uns erklärt, wie die Welt funktioniert. Da hat jeder seine eigene Auffassung.

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            • firedragon sagt

              Guten Abend Herr Niemann,
              muss sich ein Blogbetreiber zu Allem äußern?
              „Bauer Willi“ ist eher weniger in den Kommentaren zu verschiedenen Berichten vertreten.
              Ihr eingestellter Bericht war interessant zu lesen, danke dafür Herr Niemann – Ihnen noch einen schönen Abend.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „“Wollt ihr jetzt alle mit Horst Hermannsen nach Afrika fahren zum
      N…. kastrieren ?““

      Es soll ja noch andere Methoden zur Verhütung geben, als ihre geschilderte drastische Methode.

      Willst du Schwangerschaft verhüten,
      nimm Melitta Filtertüten! 😉 🙂

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    • Riedlberger sagt

      Wissen sie eigentlich wie viel Milchpulver und Geflügel (-teile ) ausser nach Ägypten und Südafrika tatsächlich in im übrigen Afrika landen? Oder verbreitet Sie Unwahrheiten , nur weil sie in ihr Weltbild passen?

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  15. fingerphilosoph sagt

    Der ausgerufene Klimanotstand und der Weltuntergang sind vor allem eins: ein Geschäftsmodell, mit dem sich Billionen verdienen lassen und neue Herrschaftsstrukturen zementiert werden.

    In Sachen Weltrettung bewirkt Geld nämlich nichts, schon gar nicht, wenn das Geldvermögen durch wundersame Vermehrung 12x schneller zunimmt als die materiellen Güter oder die geleisteten Dienste dies tun, wie das derzeit der Fall ist.

    Weder kann man mit Geld die Weltbevölkerung reduzieren noch sie am Weiterwachsen hindern, es sei denn, die kinderreichen Länder Afrikas werden industrialisiert, sodass jedes Land in Afrika künftig wie die Industrieländer die Ressourcen von 3-5 Erden verbraucht, was dem Regenwald vollends den Garaus macht und die Ökobilanz insgesamt noch schlechter aussehen lässt.

    Industrie und Landwirtschaft verbrauchen weiterhin Energie, wenn sie Güter erwirtschaften wollen, denn Wirtschaft definiert sich nun mal als Umwandlung von Energie in Güter. Daran ändern alle Klimapakete und CO2-Zertifikate nichts, umso weniger, wenn die Grundlast weiterhin durch herkömmliche Kraftwerke aufrechterhalten werden muss, weil es für die EE nach wie vor keine vernünftigen Speichermöglichkeiten gibt.

    Das Energie-Einsparpotenzial wird in einer funktionierenden Marktwirtschaft normalerweise aus Eigeninteresse aufgrund der simplen Kosten-Nutzen-Rechnung heraus verwirklicht, auch ohne dass der Staat zusätzlich über Emissionshandel und Klimapakete Milliarden kassiert. Überall, wo sich der Staat in Bereiche einmischt, die ihn nichts angehen und letztendlich zur Entmündigung des Bürgers führen, ist das Resultat eine grandiose Verschwendung, nicht nur von Steuergeldern, sondern auch von natürlichen Ressourcen sowie dem Potenzial der Bürger in Sachen Intelligenz, Kreativität, Leistungsbereitschaft usw.

    Mit noch so viel Geld und Steuerabgaben lassen sich weder die Ressourcen des Planeten noch seine Fläche vermehren.

    Noch nicht mal die Korruption in Afrika oder auch sonstwo lässt sich mit Geld verhindern, im Gegenteil, je mehr Geld in diese Länder gepumpt wird, desto mehr nimmt auch die Korruption zu.

    Dass die umfassende Elektrifizierung des Lebens ressourcenschonend, nachhaltig und „klimaneutral“ ist und Energie spart, ist ein religiöses Dogma, das sich bei näherer Untersuchung als unhaltbar erweist. Das Gegenteil ist der Fall. Der Unterhalt eines umfassenden Netzwerks, durch das alle Bereiche des Lebens elektrifiziert werden, verbraucht mehr Energie, als durch die Überwachung und Steuerung der Bürger jemals eingespart werden kann.

    Das Einzige, was die Welt retten kann, ist, dass die Menschen wieder damit anfangen, selber zu denken.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Ja selber denken, und da kommt man drauf, dass das einzig Sinnvolle, was der Staat machen könnte, ist zu verhindern, dass sich wenige auf Kosten vieler bereichern.

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      • fingerphilosoph sagt

        Ja, selber nachdenken, zum Beispiel darüber, warum um es regelmäßig wenigen gelingt, sich auf Kosten vieler zu bereichern. Warum lassen sich die vielen das gefallen? Wann jemals war „der Staat“ auf der Seite der vielen? Seit es die Demokratie gibt? Guter Witz.

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        • Stadtmensch sagt

          „warum um es regelmäßig wenigen gelingt, sich auf Kosten vieler zu bereichern.“

          Das sind die paar Schlauen, die sich einfach nehmen, was sie haben wollen. Ohne viel Gewese. Das nennen sie dann Erfolg und machen es zum Selbstverständnis einer Gesellschaft nach ihren Vorstellungen: „Produktionmittel erben und Arbeitsplätze schaffen“. Danke für die Arbeitsplätze liebe schwarzgelbe Wirtschaftsradikale! Die dämliche raffe-was-du-kriegen-kannst Mentalität (Erbe der Aufklärung) führt mit dem Überbau Privateigentum an Produktionsmitteln genau zu diesem unzeitgemäßen Bedarfsweckungssystem, das sich gerade zu Tode siegt.

          Die Bewustseinskontrolle, die sie mit ihrer Werbung, mit ihren Drogen mit ihren Denkverboten geschaffen haben ist so vollkommen, dass selbst die „höchsten philosophischen Höhenflüge“ in einem Agrarblog sich um Pendlerpauschale und um ein Verständnis von Wirtschaft als Entropieschleuder oder Erweiterung der Plattentektonik (Rohstoffe ausbuddeln vermischen und als Niederschlag weltweit verteilen) drehen.

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          • “ Danke für die Arbeitsplätze liebe schwarzgelbe Wirtschaftsradikale! “
            Gerne, Stadtmensch !
            Was haben Sie denn so in die Gesellschaft eingebracht ?
            Abgesehen von Wühlmauskörben, die übrigens mitnichten nach 3 Jahren verrottet sind. Ihre offensichtlich schon, hier haben sie eher die Wurzeln eingeschnürt. Keine gute Lösung.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Gemäß den Hauptsätzen der Thermodynamik gibt es eh kein Entrinnen aus dem Zieleinlauf zum Untergang…..es sei denn, man fällt zurück in die Steinzeit.
      So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen!

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      • bauerhans sagt

        „So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen!“

        lässt meine gemeinde gerade machen,finanziert durch die sparkasse.
        aufwand und ertrag stehen in keinem verhältnis,aber das marketing stimmt.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nach einem Jahr haben bei der Hälfte die Wühlmäuse eh die Wurzeln abgefressen.

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        • Mr Tom sagt

          Hab auch schon einige Bäume in meinem Leben gepflanzt.
          Weiß hier irgendwer, wo man sich für die Heiligsprechung anmelden kann?
          Täte mich schon lange interessieren….

          0
  16. Reinhard Seevers sagt

    Vielleicht sollte man nicht ständig moralisch diskutieren. Es ist, wie der Autor schreibt, wir retten die Welt nicht, das ist statistisch schon nicht möglich. Wir schaffen es auch nicht den Wohlstand in Afrika zu erhöhen, so lange der Kontinent die Probleme hat, die er hat. Wenn Weltmächte ihre Spielchen auf dem Kontinent spielen, dann kann sich das kleine Deutschland noch so moralisierend aufführen, es wird sich nichts ändern. Seien wir doch endlich froh, dass es uns geht, wie es uns geht und legen die Dauerhysterie, diese Aufgeregtheit und die Schuldzuweisung. Wenn schon die Landwirtschaft komplex ist in Verständnis und Veränderung, dann ist die Welt wohl noch um einiges komplexer und damit wenig vom Einzelnen beeinflussbar.
    Vorschlag: Die deutsche Landwirtschaft kooperiert mit den Bauern in Afrika, direkt, ohne NGO und Politik….wie wärs?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Die Leute dort haben ein anderes Verhältnis zur Zeit. Am wichtigsten ist die Gegenwart. Und die leben damit, dass viel Leben ist, wo viel Tod ist, und umgekehrt. Die freuen sich über viele Kinder und haben die psychischen Ressourcen, mit dem Tod umzugehen. Aber wir haben dieses Maß an Freude über Kinder nicht, und wir haben die Ressourcen, viel Tod zu verhindern, und die moralische Verpflichtung, die daraus erwächst. Die Leute dort wissen das. Wir verleugnen uns, wenn wir gegen Flüchtlinge Krieg führen, und die verleugnen sich, wenn sie die Lebensfreude sein lassen. Wie Mutter Erde dieses Problem lösen wird, darauf haben wir tatsächlich nicht wirklich Einfluss.

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    • bauerhans sagt

      „Die deutsche Landwirtschaft kooperiert mit den Bauern in Afrika“

      die chinesen sind schon da.

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  17. Elisabeth Ertl sagt

    So lange ein Europäer dreimal so viele Ressourcen verbraucht wie ein Afrikaner, ist so ein Artikel zynisch. Ein Afrikaner braucht nicht dreimal so viel wie jetzt, um auf eine Altersversorgung durch Kinder verzichten zu können. Und ein Europäer könnte um Vieles bescheidener leben, ohne in Not zu geraten und deshalb mehr Kinder zeugen zu müssen.

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    • fingerphilosoph sagt

      Ein Afrikaner, der fünf Kinder zeugt, die jeweils 4 Kinder zeugen, von denen jedes wieder 3 oder 4 Kinder zeugt, sodass innerhalb von nur drei Generationen etwa 70 Nachfahren zusammenkommen, die ihrerseits alle wieder Ressourcen verbrauchen, verbraucht über die drei Generationen gerechnet deutlich mehr Ressourcen als ein Europäer, der über drei Generationen im Schnitt sagen wir 8 Nachfahren in die Welt setzt.

      Heute leben gut und gern drei Generationen parallel, manchmal wie bei Bauer Willi sogar vier, also kann man drei Generationen als Einheit zusammenfassen. Selbst wenn 1 afrikanischer Nachfahre nur 1/3 von dem verbraucht, was ein europäischer Nachfahre verbraucht, verbrauchen 8 europäische Nachfahren insgesamt nur 1/3 von dem, was 70 afrikanische Nachfahren verbrauchen.

      Wer also ist bei allem Zynismus umweltfreundlicher und nachhaltiger und wer sollte da eigentlich auf wen mehr Rücksicht nehmen?

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      • War das Wissen früher nicht Allgemeinbildung, als der Porree und andere Gemüse noch in dem Garten wuchs?
        Gut etwas Gewürz hat er auch, aber weniger als die Zwiebel!
        Und auf dem Acker kann man ihn auch anbauen!
        Erde ist Erde!

        Das ist eine gewisse Abnahme der Bevölkerungsanzahl, weil nicht jede Generation um 5 Kinder weiter gezeugt werden, denn indem Fall würde die Bevölkerung mehr wachsen, wie bisher.
        Das hängt auch mit Bildung und Industrialisierung statt.
        die Industrialisierung muß man gestalten, damit sie nicht die gleichen Umweltsünden macht wie unsere in der Vergangenheit!

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  18. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    schön, dass die Weltkugel abgebildet ist. Schaut Euch den Afrikanischen Kontinent an und sucht Deutschland.
    Und wir maßen uns allen Erstens an, dass wir über die afrikanischen Gegebenheiten urteilen dürfen.
    Ich glaube, das Thema Afrika ist so umfangreich, dass man hier nicht sinnig darüber diskutieren kann.

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    • Ostbauer sagt

      Mahlzeit!
      Diskutieren schon. Aber wir werden die Entwicklung nur unwesendlich beeinflussen können.
      Afrika wird seinen Weg gehen. Schritt für Schritt.

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    • Aber die Bevölerungzahl ist bei uns um vieles dichter pro km², als in Afrika!
      Da darf man doch ala diskutieren

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  19. fingerphilosoph sagt

    Hallo Bauer Willi,
    in welchen Punkten kannst Du Dich dem obigen Statement denn nun anschließen und in welchen nicht? Ich finde es seltsam, wenn Du den Artikel bringst, auf kontroverse Diskussionen hoffst, Dich selbst aber einer Stellungnahme entziehst. Ist ja schließlich Dein Blog hier!

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    • Bauer Willi sagt

      Ich stimme dem Autor dahingehend zu, dass das Bevölkerungswachstum in der Thematik des Klimawandels verschwiegen und tabuisiert wird.
      Der Einschätzung von Broder zur „Entlarvung“ der westlichen Gesellschaft stimme ich nicht zu.
      Und? Jetzt zufrieden?
      Im Ernst: ich habe im Bekanntenkreis mehrere Personen, die mehrere Jahre in verschiedenen afrikanischen Staaten gelebt haben. Ihre Berichte aus der Praxis sind sehr aufschlussreich, weil unsere westlichen Denkmuster dort überhaupt nicht passen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        ….und gerade der Satz von M. Broder ist der, dem ich voll umfänglich zustimme. -:)

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Richtig, die Denkmuster sind völlig unterschiedlich. Afrikaner schauen auf den Chef des Dorfes und erwarten sich von ihm, dass er im Rahmen der üblichen „Demokratur“ die vorhandenen Güter gerecht verteilt. So lange keine Europäer sich da mit ihrer Vorstellung von Entwicklung einmischen, sind die damit zufrieden. Nur wenn dann Europäer daherkommen und wirtschaftlich erfolgreiche Vorzeigeprojekte aufziehen, dann weckt das Neid, dann will man deren Ressourcen haben – um dann wieder so weiter zu leben wie zuvor – ohne besonderen Entwicklungsehrgeiz. „Boko haram“ heißt: „westlicher Lebensstil ist unanständig“

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      • Eckehard Niemann sagt

        Eine etwas sehr flache „Analyse“ von Dir – findest Du das nicht auch selbst, Willi?

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    • Reinhard Seevers sagt

      https://www.dw.com/de/verwirrende-statistik-zur-weltbev%C3%B6lkerung/a-17851818

      Man sollte vorsichtig sein, die Wissenschaft ist sich da völlig uneins. Wie will man das auch verifizieren, in Ländern, in denen es weder eine vernünftige Bürokratie noch eine politische Stabilität gibt. Alles Schätzungen, mal in die eine Richtung, mal in die andere. Und wer die „richtigen“ Quellen für seine Behauptung inne zu haben glaubt, der wird morgen schon wieder eine andere zitieren müssen.

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    • Bauer Willi sagt

      Sehen Sie sich bitte die Bevölkerungsentwicklung von Nigeria oder Äthiopien im Vergleich zu Deutschland an. Und dann sagen Sie mir, ob diese Ländern eine Bevölkerungsexplosion haben oder nicht. Werden wir in 2050 rund 10 Mrd. Menschen auf diesem Globus haben?
      Ihr Satz „die Geburtenrate sinkt weltweit“ mag ja sogar stimmen. Ist damit aber das Problem gelöst?

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      • Ich habe nicht bestritten dass die Bevölkerung dort wächst.

        Der Artikel würde auch problemlos „funktionieren“, wenn die Behauptung mit der steigenden Geburtenrate weggelassen würde und nur der nachstehende Satz mit dem Wachstum der Bevölkerung stehengelassen würde. Bei soetwas frage ich mich dann, wozu der Autor eine für seinen Punkt völlig nebensächlich und unnötige Falschbehauptung aufstellt. Weiß er es nicht besser? Dann ist es mit seiner Fachkenntnis nicht weit her, und es stecken womöglich noch weitere Falschbehauptungen im Text, die ich halt nur nicht auf den ersten Blick erkenne. Oder weiß er es besser, wählt aber diese Formulierung wider besseres Wissen?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat:“ Die menschengemachten Probleme nehmen täglich zu. Armut, Ungleichheit und Umweltbelastung haben in der Welt auch deshalb dramatisch Fahrt aufgenommen, weil die Geburtenrate in den ärmsten Ländern massiv wächst. In Afrika etwa hat sich die Bevölkerung seit 1950 verfünffacht.“

          Wenn wir schon beim Haarespalten sind, Afrika ist nicht in Bezug mit der Geburtenrate gesetzt, sondern als Beispiel für eine Erhöhung der Bevölkerungszahl genannt.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Wie gesagt, Haarespalten…..wenn sich die Bevölkerung in Afrika seit 1950 verfünffacht hat, dann ist dies sicher auf einen hohe Geburtenrate zurückzuführen, oder nicht? Mehr steht da nicht.
              Jetzt kann man sich über den Zeitpunkt der Deutungshoheit einer sinkenden Geburtenrate unterhalten. Wann ist der Moment gemeint und bis wann gilt der erste Satz…wie gesagt, für mich die hohe Kunst der Haarspalterei.
              Fertilitätsrate, Geburten pro 1000 Einwohner, man kann es drehen wie man will.
              https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Geburtenrate

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              • Eine hohe Geburtenrate ja. Eine steigende nein.

                Ich finde das schon spannend, wie heftig diese Formulierung verteidigt wird.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich finde es im Gegenzug spannend, dass die Bevölkerungszahlen anscheinend keinerlei Bedeutung zu haben scheinen, man stattdessen über Definitionen streitet.
                  Denn entscheidend bleib Menschen x Verbrauch. Ob die Geburtenrate heute nun anscheinend etwas zurückzugehen scheint, das ist das noch lange kein Grund das Bevölkerungswachstum zu negieren oder kleinzureden.

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  20. Horst Hermannsen hat in der az, früher im „Ernährungsdienst“, manchen Kommentar verfasst, der mich zur Weisglut gebracht hat. Ich habe ihn damals in Leserbriefen oft aufs schärfste kritisiert. Dies ist der erste Kommentar von ihm, dem ich weitgehend zustimmen kann.

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  21. Georg Heinrich sagt

    „Wenn die Klimaveränderung menschengemacht ist, dann trägt die Bevölkerungsexplosion vornehmlich in Afrika und Vorderasien wesentlich zur globalen Erderwärmung, zum Ressourcenverbrauch aber auch zur Verelendung der dortigen Bevölkerung bei.“

    Verelendung mag sein, globale Erderwärmung und Ressourcenverbrauch nicht. Da die Bevölkerung vor allem da wächst, wo die Menschen arm sind, ist deren ökologischer Fußabdruck auch wesentlich kleiner als in den Industrieländern.

    Damit ist auch klar, wie man dem abhelfen könnte: Sobald der Wohlstand zunimmt sinkt die Geburtenrate. Wir müssen mit diesen Ländern endlich zu einer ausgeglichenen Leistungsbilanz kommen, damit dort Wohlstand wachsen kann. Solange wir Kaufkraft abziehen wird sich dort nichts ändern, und Nachwuchs wird das einzige Mittel zur Altersvorsorge bleiben. Vor hundert Jahren war das bei uns auch nicht anders.

    Der Bevölkerungszuwachs in Afrika ist also kein Problem, und der Verweis darauf, so populär er auch ist, offenbart nur den Unverstand und – ja – den Rassismus des Autors und all der anderen, die ihn ad nauseam vorbringen.

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    • bauerhans sagt

      das grösste problem Afrika`s ist die Korruption,die erst bekämpft werden muss,wenn sich dort wirtschaftlich etwas entwickeln soll!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sobald der Wohlstand zunimmt sinkt die Geburtenrate und sobald der Wohlstand zunimmt steigt der Ressourcenverbrauch und die Energieverschwendung….Lieber Georg, erkennst du den Fehler?
      Der Papst wartet schon lange auf den Wohlstand, damit er die Pille nicht doch noch als Allheilmittel verordnen muss.
      Man kann es auch mathematisch lösen: 82 Millionen marschieren in die Armut und 7,5 Milliarden in den Wohlstand. Wir retten die Welt indem wir der Welt den Wohlstand bringen.

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    • brouss sagt

      Je mehr Wohlstand es in Afrika gibt, desto schneller kommen sie zu uns. Die verkaufen dann dort alles und machen sich auf den Weg nach Europa. Wenn der Preis für Ziegen sinkt, machen sich welche auf den Weg.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es hängt nicht am Preis der Ziegen ab, sondern denen wird erzählt, dass das Paradies auf Erden sich in Europa befindet, besonders in Deutschland.

        Würde man denen Bilder von den Flüchtlingsunterkünften, oder von den Flüchtlingslagern zeigen, würden die meisten in ihren Hütten bleiben. (Kriegsflüchtlinge ausgenommen)

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ehemaliger, wenn der Druck auf dem Kessel groß genug ist, verlässt sogar derjenige das Land, der weiß, was ihn erwartet….
          Das ist schon in der Menschheit so verankert, wussten die alten Märchenerzähler schon, aus „die Bremer Stadtmusikanten“
          „Nun schrei ich aus vollem Hals, so lang ich noch kann.‘ ‚Ei was, du Rothkopf,‘ sagte der Esel, ‚zieh lieber mit uns fort, wir gehen nach Bremen, etwas besseres als den Tod findest du überall; du hast eine gute Stimme, und wenn wir zusammen musizieren, so muß es eine Art haben.‘ Der Hahn ließ sich den Vorschlag gefallen, und sie gingen alle viere zusammen fort.“

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        • brouss sagt

          Das war jetzt so gemeint, dass der Preis für Ziegen sinkt, weil die Leute, die sich die Schlepper leisten können, ihr Hab und Gut verkaufen.
          Nicht der Ziegenpreis als Ursache der Migration!

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