Erbsen anbauen?
Es gibt wohl wenig Punkte, wo sich Landwirte und Umweltschützer so einig sind wie bei der Fruchtfolge. Es wäre wünschenswert, dass diese vielfältiger würde, als sie es heute ist. Eine wirklich tolle Kultur ist da die Futtererbse. Sie hat eine Reihe von Vorteilen: Bindung von Luftstickstoff Mobilisierung von Bodenphosphat Lieferung von Humus Verbesserung der Bodenstruktur Verminderte Bodenbearbeitungsintensität Verminderung von Krankheiten und Schädlingen Wechsel von Sommer- und Winterung Entzerrung von Arbeitsspitzen Das alles gilt es zu nutzen. Doch die Sache hat einen Haken: Die Wirtschaftlichkeit. Das beginnt mit dem Ertrag. Aus langjährigen Versuchen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Fachhochschule Ostwestfalen errechnet sich ein durchschnittlicher Ertrag von rund 40 dt/ha. Im Rheinland werden auch schon mal 50 dt/ha geerntet, aber dann muss alles stimmen. Bei einem Preis von 20 €/dt und Kosten von rund 1.000 €/ha (incl. Arbeitserledigung) führt dies zu einem negativen Ergebnis. Wenn ich den Vorfruchtwert mit 160 €/ha ansetze, ist es ein Nullsummenspiel. Gegenüber Weizen, Winterraps und Zuckerrüben fehlen zumindest bei mir im Betrieb 400 bis 550 €/ha. Bei Ackerbohnen (auch eine Leguminose und damit …










