Bauer Willi
Kommentare 73

Antwort von MONITOR zum Thema Feinstaub

Ich habe der Redaktion Monitor meinen Artikel zum Thema „Feinstaub“ zugeschickt. Hier die Antwort, die ich mit Genehmigung der Redaktion ungekürzt und unkommentiert wiedergebe.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Filmbeitrag „Feinstaub aus der Landwirtschaft“ haben uns zahlreiche Zuschauerreaktionen erreicht. Vielen Dank für Ihre Resonanz und Ihre Kritik, die wir sehr ernst nehmen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht alle Zuschriften einzeln beantworten können. Wir möchten aber auf einige zentralen Punkte eingehen:

Bemängelt wurde, dass die Berichterstattung einseitig, unseriös und wenig fundiert sei und auf fragwürdigen wissenschaftlichen Grundlagen basiere.

Bei unserer Berichterstattung haben wir uns im Kern auf die Untersuchungen von Herrn Prof. Jos Lelieveld vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz sowie weiteren internationalen Studien bezogen. Prof. Lelieveld ist ein international anerkannter Wissenschaftler und ausgewiesener Spezialist für Atmosphärenphysik und Atmosphärenchemie, der bereits zahlreiche Studien zum Thema „Feinstaub“ veröffentlicht hat.

Die Zahlen der aktuellen Studie des Max Plack Instituts für Chemie basieren auf umfangreichem, neu erhobenem Datenmaterial sowie Zahlen aus mehr als 40 Studien aus über 16 verschiedenen Ländern. Die Daten stehen in diesem Umfang erstmals zur Verfügung. Ausgehend von ihnen wurde eine Berechnung vorzeitiger Todesfälle vorgenommen – beruhend auf einem wissenschaftlich anerkannten Verfahren, das es erlaubt, gesundheitliche Risiken einzuschätzen, um entsprechende vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Zur Kritik, der Beitrag sei fragwürdig recherchiert, es handele sich um eine einseitige Berichterstattung.

Wir sehen es als unsere Pflicht, Zahlen und Quellen genau zu prüfen und uns nicht nur auf die Aussage eines einzigen Wissenschaftlers zu verlassen. Deswegen haben wir die Daten auch jeweils mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Umweltbundesamt sowie dem Thünen-Institut – einem Bundesforschungsinstitut – gespiegelt und abgeglichen. Im Ergebnis ergaben die Berechnungen von Prof. Jos Lelieveld unter anderem, dass eine Verbesserung der Luftqualität einen noch deutlich höheren Effekt auf die Gesundheit hätte als bisher angenommen. Besonders die Reduzierung der Ammoniak-Emissionen könnte die Feinstaub-Konzentration demnach deutlich vermindern. Dabei wird in der momentanen Diskussion um Gesundheitsgefahren durch Emissionen häufig unzulässig Feinstaub mit Stickoxiden vermischt. Im MONITOR-Beitrag ging es ausschließlich um Feinstaub und seine gesundheitsgefährdende Wirkung.

Die Tatsache, dass aus Ammoniak Feinstaub entsteht, sei eine Falschinformation.

In der Wissenschaft ist unumstritten, dass Ammoniak als Vorläufergas in der Luft mit anderen Gasen   wie z.B. Stickoxiden und Schwefeldioxid reagiert und Feinstaub bildet. Das ist wissenschaftlicher Standard und in zahlreichen Untersuchungen belegt.

Die Landwirtschaft würde als Übeltäter hingestellt.

MONITOR geht es nicht darum, eine Berufsgruppe zu diskreditieren. Es gilt jedoch als wissenschaftlich belegt, dass 95% des Ammoniaks, das in die Umwelt gelangt, aus der Landwirtschaft stammt. Weil daraus sekundärer Feinstaub entsteht, trägt die Landwirtschaft einen entscheidenden Anteil an der Entstehung des sekundären Feinstaubs. Wie MONITOR-Recherchen ergeben haben, ist Feinstaub in der Stadt durchschnittlich bis zu einem Drittel landwirtschaftlichen Ursprungs, während Feinstaub auf dem Land zu zwei Dritteln landwirtschaftlichen Ursprungs ist. Die Untersuchungen des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben ergeben, dass durchschnittlich 45% des in Deutschland entstehenden Feinstaubs seinen Ursprung in der Landwirtschaft hat. Diese Ergebnisse sind bereits in früheren Studien veröffentlicht worden.

Im Filmbeitrag werden keine Lösungsansätze gezeigt.

Im Beitrag wurden die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zur Ammoniak-Reduktion genannt. Dazu gehören die direkte Gülleeinarbeitung sowie die Installation von Filteranlagen in Tierställen. Zudem haben wir in unserem MONITOR-Beitrag auch darauf hingewiesen, dass eine Reduzierung der Tierbestände selbstverständlich unmittelbar dazu beitragen könnte, die Ammoniak-Emissionen zu senken.

Wir hoffen, dass wir mit diesen Ausführungen Ihre Fragen beantworten konnten und würden uns wünschen, Sie auch weiterhin als aufmerksamen Zuschauer unserer Sendung begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Westdeutscher Rundfunk

Redaktion MONITOR

(Aufrufe 2.919 gesamt, 1 heute)

73 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Natürlich trägt die Landwirtschaft erheblich zur Feinstaubbelastung bei und viele Bundesbürgern leiden darunter, die Kosten für die Behandlung geht jährlich in die Millionen.
    Einige meiner Freunde und Kollegen sind auch betroffen.
    In den nächsten Wochen wird es wieder los gehen, gerade freut man sich noch, dass das Wetter wieder etwas milder wird, schon ist er da, der fieseste aller Feinstäube: Pollen.
    Manchmal beginnt es über Nacht. Der Hasel und die Erle verpesten die Luft mit ihrem ungezügelten Vermehrungsdrang, häufig unterstützt von Landwirten, die sich ein ökologisches Mäntelchen um hängen und behaupten, dass diese beiden Feinstaub-Emittenten der Artenvielfalt dienen würden, weil sie gefährdeten Tieren wie Haselmaus und Schmetterlingen zuflucht gewähren würden. Ganze Flussauen werden mit Erlen, Pappeln und Weiden neuerdings wieder zugestellt, weil die angeblich Teil eines natürlichen Hochwasserschutzes wären. Niemand denkt an die armen Allergiker, die sich oft ab Mitte Februar nicht mehr ohne Medikamente aus dem Haus trauen.
    Eine simple Hochwasserschutzmauer täte es ja auch, aber nein, es müssen Erlen und Co. sein.
    Dann die blühenden Heuwiesen und Felder, die werden auch noch von den Bauern gedüngt, damit möglichst viel da ist, was blühen kann. Ganz schrecklich.
    Und dann noch die unsäglichen Blüh- und Wildstreifen oft direkt an Wegen und Straßen, die bis spät in den Sommer mit Beifuß und Wegerich die Luft mit Allergenen anreichern.
    Hasen-und Rehapotheke nennt unser örtlicher Jagdverein das verharmlosend und bekommt sogar noch Unterstützung vom Umweltschutz dafür.
    Glücklicherweise denken die Autobauer an die überall lauernde Gefahr und bieten sogar in ihren preiswerten Kleinwagen ordentliche Pollenfilter an, damit der Feinstaub nicht in den Innenraum des Fahrzeugs gelangt und den nichtsahnenden Insassen Schaden zufügt.
    Aber langfristig wird es natürlich nur eine Lösung geben, die Menschheit vor dem frühzeitigen Ableben durch asthmatischen Anfälle zu schützen, die Bauern müssen Absaugeinrichtungen und Filteranlagen an ihren Wiesen und Feldern anbringen.
    Die deutsche Umwelthilfe, hab ich gehört, breitet sogar schon eine Klage gegen die Haselmäuse, Eichhörnchen und Siebenschläfer vor, weil die ja ihre Behausungen nicht davon abhalten tonnenweise Feinstaub in die Luft abzulassen.

    Nun, bei der ganzen heißen Luft die Monitor in besagter Sendung in die Medienlandschaft geblasen hat, wird es bestimmt auch eine Wärmequelle geben. Vielleicht sollte man mal messen, was alles so durch verbranntes Hirn in die Umwelt gelangt. Denn ich denke, genau das ist in dem Fall passiert.

    13+
  2. Bauer S sagt

    Irgendwann wird es eine Studie geben, die feststellt, dass das Leben mit dem Tod endet.
    Welche Erkenntnis!

    8+
  3. Borkenkäfer sagt

    Hallo Leute, ich möchte mir eine Senfhaltige Kurzintervention zum Thema erlauben, ohne das alles gelesen zu haben.

    Ich sehe das so, dass uns das Thema nichts anhaben kann. Moderne Gülletechnik, Abdeckung von Güllebehältern und Filteranlagen großer Ställe beschert der Intensivtierhaltung einen großen Vorteil gegenüber Bio oder Privatschweinehaltung in den Gärten der Städte.

    Nur die Intensivtierhaltung ist dank moderner Technik und Fütterung in der Lage, wenig Immissionen zu erzeugen mit hoher Energieeffizienz und einem geringeren CO2 Foodprint als bei der Dreckschleuder Biolandwirtschaft.

    Also cool bleiben und richtig argumentieren. Wir haben beim Agrarbashing eine galoppierende Inflation und jede Meldung wird immer unbedeutender. Die Zuschauer sind auch klüger als wir denken und Dieter Nuhr erfreut sich steigender Beliebtheit…

    19+
        • bauerhans sagt

          wenn man im winter den hühnerstall ausmistet,ist man doch zumindest „benebelt“.
          1969/70 war ich praktikant unter 10000 hühnern und musste mit dem mistschlitten unter den stufenkäfigen ausmisten….gasmaske!

          0
          • Brötchen sagt

            Ich habe nur eine nasse stelle bei den Perlhühnern entfernt, ansonsten streue ich nur drüber und kratze die Kotbretter ab.
            Ich habe nur 100 Stück….Info. Nachzucht und Reservehähne und Rentnerinnen.

            0
            • Mausschubser sagt

              Indem Sie diese Hühner Rentnerinnen weiter leben lassen tragen Sie zur CO2 und Feinstaublast bei. Diese Tiere erfüllen keine Aufgabe gesellschaftlicher Relevanz und belasten die Umwelt. *Ironie aus*

              0
        • Inga sagt

          Vielleicht ist das ein in Mode gekommenes Schlagwort, oder?

          für mich dürfen nur die Leute dieses Wort benutzen, die die alten individuellen Ställe von früher kannten,
          als es noch Klein- und Großbauern gab.
          Und wie die Tiere da artgerecht auf Stroh untergebracht waren.
          Und wie viel Mühe es für uns Menschen kostete, diese Tiere dann individuell zu betreuen.
          In den Kleinbetrieben waren es meist nur Frauen, deren Arbeit ja so wie so nichts Wert war.

          Wollen wir solche Zustände wieder haben?
          Oder sollen die Männer, die ihr Familieneinkommen mit Tierhaltung verdienen da ordentlich bezahlt werden?

          Alle schreien nach Lohnerhöhung
          aber der Tierhalter? (Züchter und Mäster)?

          Wenn man ohne sein Zutun einfach Lohnerhöhung bekommt, dann kann man sich auch eine teurere Lebensleistung erlauben und auch qualitativ besseres Tierprodukte aus tiergerechter Haltung und Schlachtung, also dürfen auch die teurer werden!

          Oder sollen die Tiere an unserem Wohlstand nicht teilhaben dürfen?

          2+
  4. Friedrich sagt

    Monitur geht es nur um Schlagzeilen. Ich schaue mir diese Dummschwätzer schon sehr lange nicht mehr an. Das gilt auch für andere Sendungen wie z.B. Frontal 21 usw. . Das sind die Speichellecker der grünen Ideologen und der Regierungspolitik. Die Öffis schaue ich schon immer weniger , weil einfach zu platt und einseitig. Unser Willi holt sich die Daten vom UBA . Das könnten auch die Öffis machen , passt aber wohl nicht in deren Ideologie.
    Ich bin sehr enttäuscht von unseren Medien. Die haben für mich den Status der 4. Instanz verloren.

    17+
  5. Eckehard Niemann sagt

    Lieber Willi,
    ich hatte heute zweimal versucht, Informationen über niederländische Untersuchungsergebnisse zum Feinstaub aus großen Tierhaltungsanlagen auf Deiner Internetseite einzustellen – leider vergeblich…
    Bin ich gesperrt?

    1+
    • Bauer Willi sagt

      @Eckehard, das würde ich nicht machen. Noch nicht 🙂
      War nur so, dass wir heute längere Zeit nicht am PC waren. Es gibt tatsächlich noch ein Leben neben dem Internet. Quasi ein Parallel-Universum. 🙂
      Willi

      4+
      • Eckehard Niemann sagt

        Lieber Willi!
        Danke für die Rückmeldung.
        Das Parallel-Universum-Leben ist Euch von ganzem Herzen gegönnt…

        1+
  6. Eckehard Niemann sagt

    Staatliche niederländische Studien zeigen:
    Erhöhte Gesundheitsrisiken für Anwohner von großen oder zahlreichen Tierhaltungsanlagen – Atemwegsprobleme bis zu 1 Kilometer Abstand

    Die niederländische Regierung hat Anfang des Jahres folgende Einschätzung der Gesundheitsrisiken von Anwohnern großer Tierhaltungsanlagen veröffentlicht (Übersetzung: E. Niemann – ohne Gewähr):

    Frage: Gibt es Risiken für die Gesundheit von Anwohnern von Tierhaltungsanlagen?
    Antwort: Ja, Untersuchungen ergaben, dass Menschen, die in der Nähe von Tierhaltungsanlagen wohnen, öfter Atemwegs-Probleme haben.

    Der Gesundheitsrat teilt 2018 in seinem „Folgegutachten über Gesundheitsrisiken rund um Tierhaltungsanlagen“ mit:
    „Bei allen gefundenen Zusammenhängen in der VGO-Untersuchung und in internationalen Untersuchungen über Gesundheitsrisiken rund um Tierhaltungsanlagen gibt es mehr und weniger starke Hinweise. Die Datengrundlage ist zu begrenzt, um von allgemein gültigen Erkenntnissen zu sprechen.“

    Anwohner in einem Radius von 1 Kilometer rund um Geflügelbetriebe haben eine größere Gefahr einer Lungenentzündung. Möglicherweise entsteht diese durch den Ausstoß von Feinstaub und dessen Komponenten. Dies ist eines der Resultate aus der Untersuchung „Tierhaltung und die Gesundheit der Anwohner“ (VGO-Untersuchung. Juli 2016)
    Die VGO-Untersuchung stützt auch weitere Ergebnisse. So kommen Asthma und Neuroallergien in kurzem Abstand von der Tierhaltungsanlage weniger vor. Dicht bei Tierhaltungsanlagen wohnen auch weniger Menschen mit COPD, einer chronischen Lungenkrankheit. Diejenigen COPD-Patienten aber, die nahe einer Tierhaltungsanlage wohnen, haben ein erhöhtes Risiko von Komplikationen bei ihrer Erkrankung.

    Die VGO-Untersuchung gibt auch Hinweise, dass die Lungenfunktion verringert ist bei Menschen, die viele Tierhaltungsanlage in ihrer Umgebung haben. Dies kommt vor allem vor in Gebieten mit 15 oder mehr Tierhaltungsanlagen in einem Radius von 1 Kilometer. Die Zahl der Tierhaltungsanlagen rund um die Wohnung ist bestimmend. Es gibt einen deutlichen Zusammenhang mit bestimmten Arten der Tierhaltung.
    Lungenfunktionsveränderungen hängen wahrscheinlich zusammen mit dem Kontakt mit Staub und Mikroorganismen (Endotoxinen) direkt um die Tierhaltungsanlage.
    (…)
    Ammoniak
    Je höher die Konzentration von Ammoniak (aus der Tierhaltung) in der Luft, desto stärker nimmt die Lungenfunktion ab. Wahrscheinlich verursacht nicht das Ammoniak selbst diesen Effekt. Es geht um Feinstaubteilchen, die dadurch neu gebildet werden, dass Ammoniak mit anderen Stoffen in der Luft reagiert. Diese Teilchen verbreiten sich über größere Strecken. Die Effekte von Ammoniak-Kontakten aus Tierhaltungsanlagen sind in ihrem Umfang vergleichbar mit den Auswirkungen auf die Lungenfunktion in Städten bzw. durch Verkehr.

    Endotoxine
    Überschreitungen des durch den Gesundheitsrat empfohlenen Grenzwerts von 30 EU/m3 Endotoxinen sind möglich. Das ergibt sich aus dem Bericht „Emissionen von Endotoxinen aus der Tierhaltung (Phase 3a). Bei Schweineställen ist dies etwa bis 200 Meter Entfernung der Fall, bei Geflügel bis etwa 500 Meter. Bei Schweinen sind im angegebenen Abstand auch schon die wissenschaftlichen Grenzwerte für Geruch und Feinstaub kritisch. Die Maßnahmen zur Einhaltung dieser Grenzwerte beschränken damit auch die Endotoxin-Emissionen. Ohne zusätzliche Regelungen in der Geflügelhaltung werden sich die Risiken durch Endotoxine für die Anwohner von Geflügelställen nicht verringern. (…)

    Links zu den Studien-Texten:
    https://www.infomil.nl/onderwerpen/landbouw/gezondheid/risico'-0/vragen-antwoorden/risico-rond/
    https://www.gezondheidsraad.nl/nl/taak-werkwijze/werkterrein/preventie/gezondheidsrisicos-rond-veehouderijen-vervolgadvies
    http://edepot.wur.nl/385497
    https://www.kennisplatformveehouderij.nl/nieuws/fijnstof-en-endotoxinen

    In diesem Zusammenhang besonders bedeutsam:
    Niederländische Studie beweist Nichteffizienz von Luftwäschern – Politik plant neue Vorgaben

    Agriholland (21.6.2018) berichtet von einer Untersuchung der Universität Wageningen, wonach Filter und insbesondere Kombi-Luftwäscher nicht die vorab berechnete Geruchs-Reduzierung leisteten. Die Reproduzierbarkeit der bei der Zulassung berechneten Ergebnisse sei nicht gegeben. Das Ministerium für Infrastruktur hat nach dieser Effizienz-Untersuchung von kombinierten Luftwäscher-Systemen die Werte für die tatsächlich eingehaltene Immissions-Reduzierung drastisch nach unten korrigiert: für chemische Luftwäsche wurden die Werte von bisher 70-80% auf nunmehr 30% reduziert, die entsprechenden Werte für Bio-Luftwäscher von bisher 75-85% auf 45% – so ein Bericht von Boerderij vom 2.5.2018. Staatssekretär Van Veldhoven werde deshalb die Anforderungs-Normen an diese Luftwäscher erhöhen. Daraufhin haben niederländische Gemeinden die Stall-Investoren aufgefordert, neue Immissions-Berechnungen mit den seit dem 1. Mai geltenden neuen Normen vorzulegen.

    Der Link zur Studie:
    document bij de internetconsultatie
    https://www.internetconsultatie.nl/wijziging_regeling_ammoniak_geurhinder_veehouderij

    11+
  7. Paulus sagt

    Monitor bezeichnet sich als politisches Magazin, ausdrücklich nicht als Wissenschaftsmagazin.
    Angesichts dessen, dass kein Redaktionsmitglied eine naturwissenschaftliche Ausbildung absolviert hat, hat man sich mit dem Filmbeitrag „über die Kante“ begeben.
    Einige in der Antwort verwendete Begriffe, die in der ursprüglichen Sendung nicht auftauchten, lassen die Vermutung zu, dass die Beiträge in Bauer Willis Blog sehr aufmerksam gelesen wurden. Wer jetzt noch glaubt, die Antwort sei von dem Monitor-Team ohne die Hilfe Dritter formuliert worden dürfte sich irren. Leider gibt Willi keinen Hinweis auf das Datum der Antwort.
    Soziologen, historisch orientierte Kulturwissenschaftler, Theaterwissenschaftler, Iranistikerinnen und ähnliche lassen sich über das sehr differenziert zu betrachtende Thema Feinstaub und auch noch über Schleppschlauchtechnik in der LW aus. Ich lach mich tot und insofern nichts Neues aus Bullshit Castle of Cologne.

    11+
  8. Eckehard Niemann sagt

    Staatliche niederländische Studien zeigen:
    Erhöhte Gesundheitsrisiken für Anwohner von großen oder zahlreichen Tierhaltungsanlagen – Atemwegsprobleme bis zu 1 Kilometer Abstand

    Die niederländische Regierung hat Anfang des Jahres folgende Einschätzung der Gesundheitsrisiken von Anwohnern großer Tierhaltungsanlagen veröffentlicht (Übersetzung: E. Niemann – ohne Gewähr):

    Frage: Gibt es Risiken für die Gesundheit von Anwohnern von Tierhaltungsanlagen?
    Antwort:
    Ja, Untersuchungen ergaben, dass Menschen, die in der Nähe von Tierhaltungsanlagen wohnen, öfter Atemwegs-Probleme haben.
    Der Gesundheitsrat teilt 2018 in seinem „Folgegutachten über Gesundheitsrisiken rund um Tierhaltungsanlagen“ mit:
    „Bei allen gefundenen Zusammenhängen in der VGO-Untersuchung und in internationalen Untersuchungen über Gesundheitsrisiken rund um Tierhaltungsanlagen gibt es mehr und weniger starke Hinweise. Die Datengrundlage ist zu begrenzt, um von allgemein gültigen Erkenntnissen zu sprechen.“
    Anwohner in einem Radius von 1 Kilometer rund um Geflügelbetriebe haben eine größere Gefahr einer Lungenentzündung. Möglicherweise entsteht diese durch den Ausstoß von Feinstaub und dessen Komponenten. Dies ist eines der Resultate aus der Untersuchung „Tierhaltung und die Gesundheit der Anwohner“ (VGO-Untersuchung. Juli 2016)
    Die VGO-Untersuchung stützt auch weitere Ergebnisse. So kommen Asthma und Neuroallergien in kurzem Abstand von der Tierhaltungsanlage weniger vor. Dicht bei Tierhaltungsanlagen wohnen auch weniger Menschen mit COPD, einer chronischen Lungenkrankheit. Diejenigen COPD-Patienten aber, die nahe einer Tierhaltungsanlage wohnen, haben ein erhöhtes Risiko von Komplikationen bei ihrer Erkrankung.
    Die VGO-Untersuchung gibt auch Hinweise, dass die Lungenfunktion verringert ist bei Menschen, die viele Tierhaltungsanlage in ihrer Umgebung haben. Dies kommt vor allem vor in Gebieten mit 15 oder mehr Tierhaltungsanlagen in einem Radius von 1 Kilometer. Die Zahl der Tierhaltungsanlagen rund um die Wohnung ist bestimmend. Es gibt einen deutlichen Zusammenhang mit bestimmten Arten der Tierhaltung. Lungenfunktionsveränderungen hängen wahrscheinlich zusammen mit dem Kontakt mit Staub und Mikroorganismen (Endotoxinen) direkt um die Tierhaltungsanlage.
    (…)
    Ammoniak
    Je höher die Konzentration von Ammoniak (aus der Tierhaltung) in der Luft, desto stärker nimmt die Lungenfunktion ab. Wahrscheinlich verursacht nicht das Ammoniak selbst diesen Effekt. Es geht um Feinstaubteilchen, die dadurch neu gebildet werden, dass Ammoniak mit anderen Stoffen in der Luft reagiert. Diese Teilchen verbreiten sich über größere Strecken. Die Effekte von Ammoniak-Kontakten aus Tierhaltungsanlagen sind in ihrem Umfang vergleichbar mit den Auswirkungen auf die Lungenfunktion in Städten bzw. durch Verkehr.

    Endotoxine
    Überschreitungen des durch den Gesundheitsrat empfohlenen Grenzwerts von 30 EU/m3 Endotoxinen sind möglich. Das ergibt sich aus dem Bericht „Emissionen von Endotoxinen aus der Tierhaltung (Phase 3a). Bei Schweineställen ist dies etwa bis 200 Meter Entfernung der Fall, bei Geflügel bis etwa 500 Meter. Bei Schweinen sind im angegebenen Abstand auch schon die wissenschaftlichen Grenzwerte für Geruch und Feinstaub kritisch. Die Maßnahmen zur Einhaltung dieser Grenzwerte beschränken damit auch die Endotoxin-Emissionen. Ohne zusätzliche Regelungen in der Geflügelhaltung werden sich die Risiken durch Endotoxine für die Anwohner von Geflügelställen nicht verringern. (…)

    Links zu den Studien-Texten:
    https://www.infomil.nl/onderwerpen/landbouw/gezondheid/risico'-0/vragen-antwoorden/risico-rond/
    https://www.gezondheidsraad.nl/nl/taak-werkwijze/werkterrein/preventie/gezondheidsrisicos-rond-veehouderijen-vervolgadvies
    http://edepot.wur.nl/385497
    https://www.kennisplatformveehouderij.nl/nieuws/fijnstof-en-endotoxinen

    In diesem Zusammenhang besonders bedeutsam:
    Niederländische Studie beweist Nichteffizienz von Luftwäschern – Politik plant neue Vorgaben

    Agriholland (21.6.2018) berichtet von einer Untersuchung der Universität Wageningen, wonach Filter und insbesondere Kombi-Luftwäscher nicht die vorab berechnete Geruchs-Reduzierung leisteten. Die Reproduzierbarkeit der bei der Zulassung berechneten Ergebnisse sei nicht gegeben. Das Ministerium für Infrastruktur hat nach dieser Effizienz-Untersuchung von kombinierten Luftwäscher-Systemen die Werte für die tatsächlich eingehaltene Immissions-Reduzierung drastisch nach unten korrigiert: für chemische Luftwäsche wurden die Werte von bisher 70-80% auf nunmehr 30% reduziert, die entsprechenden Werte für Bio-Luftwäscher von bisher 75-85% auf 45% – so ein Bericht von Boerderij vom 2.5.2018. Staatssekretär Van Veldhoven werde deshalb die Anforderungs-Normen an diese Luftwäscher erhöhen. Daraufhin haben niederländische Gemeinden die Stall-Investoren aufgefordert, neue Immissions-Berechnungen mit den seit dem 1. Mai geltenden neuen Normen vorzulegen.

    Der Link zur Studie:
    document bij de internetconsultatie
    https://www.internetconsultatie.nl/wijziging_regeling_ammoniak_geurhinder_veehouderij

    14+
  9. Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

    Kommentar Monitor:

    “ In der Wissenschaft ist unumstritten, dass Ammoniak als Vorläufergas in der Luft mit anderen Gasen wie z.B. Stickoxiden und Schwefeldioxid reagiert und Feinstaub bildet. Das ist wissenschaftlicher Standard und in zahlreichen Untersuchungen belegt. “

    Aus Ammoniak und Stickoxiden aus Autoabgase entsteht : Ammoniumnitrat

    Bzw
    Aus Ammoniak und Schwefeldioxid aus der Verbrennung von Öl, entsteht Ammoniumsulfat

    Dieses ist soweit chemisch gesehen richtig, JEDOCH sind dieses beide SALZE, und diese lösen sich bei der Atmung im Körper sofort auf, und werden anschließend über die Blutbahn entsorgt, und mit dem Harn ausgeschieden.

    Würden sich die Salze nicht im Körper lösen, würden wir an der Nordsee schon lange an „Staublunge“ gestorben seien, denn dort ist bekanntlich die Luft auch sehr Satzhaltig ( Natriumchlorid)

    Dieses geschieht bei Personen in der Düngemittelindustrie in ein weit höheren Maße, als in diesem Fall.
    Mir ist kein Fall von Staublunge in der Düngemittelindustrie bekannt.
    Das gefährliche bei nicht löslichen Feinstaub ist, daß diese in der Lunge angereichert werden können, bzw die Feinstäube als Träger von sonstigen , giftigen organischen Verbindungen dienen.

    Somit zusammengefasst: nur die übliche Umwelthysterie,

    3+
  10. Josef sagt

    Wir sollten Studien, die nicht von Bayer oder Monsanto kommen, grundsätzlich nicht glauben.

    9+
  11. Christian Bothe sagt

    Was da Monitor fabriziert hatte, ging doch wieder voll gegen die LW! Diesmal war es nicht das CO²,Methan oder Lachgas, sondern Ammoniak… Außerdem hatte es einen faden Beigeschmack das in Vorbereitung der Grünen Woche zu publizieren. Bauer Willi hat das in seiner Analyse aufgezeigt wie die Feinstaubbelastung in Deutschland aussieht und welche Anteile die „böse“ LW hat. Das ist korrekt, richtig und Fakt. Den Monitor Redakteuren hätte es gut getan sich mal mit solchen Leuten aus der praktischen LW oder den Verbänden im Vorfeld zu unterhalten. Das dann mit wissenschaftlichen Analysen abzugleichen, wäre ein besserer Weg gewesen und hätte dem Ehrenkodex der Journalie wenn es den noch gibt…) gut getan. Da wir uns ja im öffentlich rechtlichen Fernsehen bewegen, freut sich der unbedarfte Bürger über solche Informationen und diskutiert…

    3+
    • „…sich mal mit solchen Leuten aus der praktischen LW“

      Pffff…. Anekdotische Evidenz oder was? 🤣🤣🤣

      Merke: Der gesunde Menschenverstand ist ein Idiot. 😉

      Und jetzt frage ich Abu Chaker nach dem Ausmaß organisierter Kriminalität. Das sind schließlich Praktiker.

      10+
  12. Mark sagt

    Die Frage, die sich stellt ist: Warum wird Ammoniak plötzlich zum Problem? Wo doch die Tierhaltung in Dtl. deutlich rückläufig ist, wo Abluftreinigungen an Stallanlagen installiert sind und die Gülleausbringung auf starke Verminderung von Ammoniakverlusten optimiert wurde. Die Landwirtschaft kann gar nicht verursacher des (neuen) Ammoniakproblems sein, hanebüchen die Hypothese, landwirtschaftlich verursachte Ammoniakwolken würden jetzt in Großstädte ziehen.
    Was dann?
    Meine Vermutung: Die Abgasreinigung mittels Adblue SCR. Mittlerweile wird zur Abgasreinigung mehr Harnstoff verwendet als in der Landwirtschaft zur Düngung. Das Dubiose: Beim SCR-Verfahren entsteht Ammoniak und CO2!
    „Thermolyse und Hydrolyse, auf der Wegstrecke vor dem Katalysator, sogenannte Hydrolyse-Strecke Thermolyse des Harnstoffs zu Ammoniak und Isocyansäure

    ( N H 2 ) 2 C O ⟶ N H 3 + H N C O

    anschließende Hydrolyse, die Isocyansäure reagiert mit Wasser zu weiterem Ammoniak und Kohlendioxid

    H N C O + H 2 O ⟶ N H 3 + C O 2
    Reduktion der Stickoxide mittels Selektiver Katalytischer Reduktion, im Reduktionskatalysator

    Standard-SCR (Temperatur über 250 Grad)

    4 N O + 4 N H 3 + O 2 ⟶ 4 N 2 + 6 H 2 O
    Schnelle SCR (Temperatur über 170 bis 300 Grad, „Fast SCR“)

    N O + 2 N H 3 + N O 2 ⟶ 2 N 2 + 3 H 2 O

    „NO2 SCR“

    8 N H 3 + 6 N O 2 ⟶ 7 N 2 + 12 H 2 O
    Das Ammoniak reagiert mit den Stickoxiden zu Stickstoff und Wasser.“
    Betrachtet man nur die Reaktionsgleichungen, sieht das ganze sehr gut aus. Die Frage ist natürlich, wie sieht das ganze in der Prais aus. Damit möglichst viel NO2 mit NH3 reagieren kann, muss man ein „Überangebot“ an NH3 also Ammoniak in der Abgasreinigungsanlage schaffen. Dabei dürfte zwangslaufig Ammoniak in die Umwelt entweichen. Das Interessante hierbei: je schärfer die Stickoxidgrenzwerte sind, desto mehr Adblue wird eingespritzt und desto mehr Ammoniak wird entweichen.

    22+
    • Bauer Fritz sagt

      Respekt für diese These !!!!

      Ich hoffe sie finden 100 Autohersteller die ihre These unterstützen auch wenn sie dann plötzlich und schon wieder die „Bösen“ wären.

      2+
    • erntenwaswirsäen sagt

      Beeindruckende Reaktionsgleichungen. Nur sagen die quantitativ nicht viel aus.

      Das Bayerisches Landesamt für Umwelt schreibt 2018 dazu:
      „Die Verbrennung fossiler Brennstoffe trägt maximal ein Prozent zu den Emissionen bei. Ammoniakentweicht insbesondere bei der Kohle- und Ölverbrennung, in Kraftwerken (Entstickung), aus Müllver-brennungsanlagen, Zementwerken und aus Kraftfahrzeugen.“
      https://www.lfu.bayern.de/buerger/doc/uw_6_ammoniak_ammonium.pdf

      Maximal ein Prozent!
      Da muss man also nicht vermuten.

      Wir ernten, was wir säen.

      PS
      Die Prozesse im Katalysator sind einschlägig bekannt. Das zeigt auch dieses Zitat:
      „Von geringerer Bedeutung sind industrielle Prozesse (Herstellung von Ammoniak und stickstoffhaltigen Düngemitteln sowie von kalziniertem Soda), Feuerungsprozesse, Anlagen zur Rauchgasentstickung sowie Katalysatoren in Kraftfahrzeugen.“
      https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/ammoniak-emissionen

      5+
      • Mark sagt

        Beeindruckender Kommentar, nur sagt dieser qualitativ nicht viel aus.
        Es geht nicht um Ammoniakemissionen durch Verbrennung, sondern um Abgasreinigung vorallem in Fahrzeugen mit Hilfe von Adblue. Dazu habe ich beim UBA überhaupt keine Zahlen oder Hinweise auf durchgeführte Studien gefunden. Auch der beste SCR-Katalysator kann keine maximale Stickoxidreduzierung in einem System mit ungleichmäßiger NH3-Verteilung erreichen. In stationären Anwendungen mit erheblichen Abweichungen bei Motorlast, Abgasdurchfluss und Stickoxidkonzentration kann es schwierig sein, NH3 gleichmäßig an den Katalysator abzugeben, d.h. in dem für die Reaktions-Stöchiometrie erforderlichen Verhältnis 1:1 von Ammoniak und Stickoxid. Bei Fahrzeugen ist dies noch schwieriger. Messungen bei stationären Anwendungen ergaben, dass, je nach Katalysatortemperatur, ca. 8 – 10% des eingestetzen NH3 ohne NOX-Reaktion den Katalysator verliessen. Wenn dies tatsächlich so wäre, kämen beträchliche NH3-Emissionen zustande, deren Bedeutung vom UBA, aus welchen Gründen auch immer, völlig unterschätzt wird.

        7+
  13. Bauer S sagt

    Dabei kam es zu den Dieselfahrverboten durch eine Studie die Stadtluft mit Landluft verglichen hat. Nun sowas, die Landbevölkerung wird durch Ausdünstungen der Massentierhaltung dahin gerafft. Wenn man so weiter rechnet, hat man bald mehr theoretische Tote als praktische.

    4+
  14. Eckehard Niemann sagt

    Ich meine, das ist eine gewissenhafte und überzeugende Antwort von Monitor. In Frage zu stellen nicht durch Schimpfen, Unterstellungen oder Pöbeleien – sondern nur durch Fakten.

    7+
    • Obstbäuerin sagt

      Fakten sind immer gut, Herr Niemann, vielleicht analysiert mal einer die Lebenserwartung in Gebieten mit viel Tierhaltung und in Gegenden ohne. Da muss man doch zu Zahlen kommen? Die These von Monitor – viele Tiere – viel Feinstaub – geringere Lebenserwartung kann doch ganz einfach statistisch unterlegt werden.

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        • Obstbäuerin sagt

          Und wünschenswert, Inga. Aber von jemanden, der in Sachen Statistik kompetent ist – da fällt mir gleich Georg Keckl ein.

          0
        • Thomas Apfel sagt

          Guten Morgen Herr Niemann,

          Ihr obiger Beitrag spricht von eventuellen gesundheitlichen Risiken. Die Frage einer vergleichenden statistisch abgesicherten Betrachtung von Mortalitätsunterschieden wird weder gestellt noch beantwortet.

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    • Christian Bothe sagt

      Was heißt gewissenhafte Antwort von Monitor, H. Niemann. Die Sendung war eine einseitige Information gegen unsere LW wie das die öffentlich rechtlichen Anstalten gerne tun, wenn man nicht gerade über das Diesel disaster sprechen möchte. Wie ich oben schon dargelegt habe, ist die Analyse von Dr. Kremer-Schillings faktisch richtig und sollte dem WDR zu denken geben, wenn es um die Bewertung der LW und Ernährungswirtschaft in zukünftigen Beiträgen geht.

      6+
  15. Ehemaliger Landwirt sagt

    Interessant ist,
    dass man dem Bauern die Schuld gibt und den Verbraucher außen vor lässt,
    wenn der selbe Bauer Abgase aus dem Auspuff bläst, müsste man Konsequenterweise auch dem Autohersteller die Schuld geben.

    3+
    • Von Schuld lese ich da nichts. Politisch höchst inkorrekt von „die Landwirtschaft verursacht“ zu sprechen. Diskriminierend und zynisch. Was würde Broder dazu sagen? Vielleicht den Feinstaub einfach leugnen und die Wissenschaftler als grün-ideologisierte Höllenhunde hinstellen, oder dozieren: feingestaubt hat es schon immer.

      2+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Nochmals für Sie,
        der Bauer hält die Tiere, der Verbraucher ist mit seinem Fleischkonsum daran beteiligt, genau das sollte man der Bevölkerung erklären.

        1+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Der Herr Anwalt soll mal in einem Fleischergeschäft sein Anliegen vor bringen.

            1+
        • Wie Broder sagte: Wer sich zum Opfer macht, dem schlägt Verachtung entgegen. Das ist ein Reflex, dass das Gefühl der Verachtung sofort da ist, obwohl man es nicht will. Ich bin aber bemüht, diese Natur in mir zu unterdrücken und es verstandesmäßig einzuordnen.

          0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Als Opfer fühle ich mich nicht, ich bin genau so Verbraucher wie der Herr Anwalt, mit dem Unterschied, dass eine gute Wurst und ein gutes Stück Fleisch Lebensqualität bedeutet.

            Laut Furz-Experte Dr. Brand seien manchen Menschen Methan-Produzenten, während andere ein besonderes Talent in der Produktion von Schwefelwasserstoff besitzen. Je nachdem wie sie ihre Ernährung gestalten.
            Ironischerweise stinken die Hosenflieger doller, je gesünder man sich ernährst. Ballaststoff-reiche Nahrung wie Brokkoli oder auch Haferflocken fördern die Produktion von Darmbakterien, wodurch man automatisch pupst. Womit wir wieder beim Fleisch wären.
            Entweder furzt das Tier, oder der Mensch. Ein Teufelskreis. 🙁

            4+
            • Eckehard Niemann sagt

              Lieber anonymer „Ehemaliger Landwirt“,
              hätten Sie nach diesen Ihren Ausführungen etwas dagegen,
              wenn man sie künftig als „Furz-Experten“ bezeichnen würde?

              1+
          • Bauer Fritz sagt

            Ich kann ihren Zynismus hier nicht ganz nachvollziehen.
            Es ist doch eigentlich vordringliche Aufgabe von Anwälten alle Anschuldigungen, Unterstellungen, Zuweisungen, Insubordinationen (oder welch juristische Fachausdrücke es immer da noch geben mag) zu zerpflücken, in Zweifel zu ziehen, von nicht beweisbarem oder belegbarem Beiwerk zu befreien, um sodann darzustellen, daß eigentlich gegen seinen Mandanten so gut wie nichts übrigbleibt, was die ursprünglichen Behauptungen rechtfertigt.

            Es ist dabei dem Anwalt üblicherweise einerlei ob sich sein Mandant als Opfer fühlt, zu einem solchen gemacht wird oder zu einem solchen wurde.
            Ich nehme daher nicht an, daß sie jedem ihrer Mandanten das Broder-Zitat an den Kopf knallen („Sie Opfer – ihnen schlägt meine Verachtung entgegen“) – zumindest nicht, wenn sie noch mehr als 1 Monat bis zum Rentenantritt haben.

            Nennen sie das was Willi hier gemacht hat doch einfach Plädoyer, um einer Faktenbasiertheit zum Durchbruch zu verhelfen, wenn ihnen der unter einfacheren Menschen gängige Vorgang der Gegenrede mit Sachargumenten nicht so zusagt.

            2+
      • Inga sagt

        Ja klar,
        hat es schon immer feingesrtaubt, das weiß doch jeder Hausfrau, nicht nur die vom Dorf!

        Es liegt doch daran, was da auch dranhängt,
        auch Dummschwätzer müssen doch in der Schule Chemie gehabt haben!

        Hallo, das gehört zur Allgemeinbildung in der heutigen Industriegesellschaft!
        Auch Journalisten müssen sich daran halten!

        0
    • Bauer Willi sagt

      Es geht nicht darum, was ich denke. Wie ist es zu erklären, dass das UBA (!) die Zahlen ausweist, die ich im Feinstaub-Artikel genannt habe und die gegenüber der Industrie eher marginal zu nennen sind? Wenn die WHO von 800.000 Menschen weltweit spricht, die an den Folgen von Feinstaub sterben, sollen es in Deutschland 140.000 sein? Dann müsste in Peking immer blauer Himmel sein.
      Das „denke“ ich…

      13+
  16. bauerhans sagt

    es geht doch nur darum,wieder „ne sau raus zu lassen“.
    nach der diesel-horrorgeschichte und tatsächlichen fahrverboten merken leute plötzlich,dass sie selbst betroffen sind und stellen messergebnisse infrage,die politik stellt sogar grenzwerte infrage.

    3+
  17. Thomas Apfel sagt

    Wichtig ist nicht was wahr ist, sondern welche Wahrheit es in die Medien schafft.
    Wenn man beim letzten Feinstaub Beitrag von Willi auf die Verteilungskarte der Belastung sieht, sind alle anderen Ursachen wahrscheinlich, nur nicht die Landwirtschaft.
    Die Forschung zur genauen chemischen Zusammensetzung, Interaktion der Teilchen und gesundheitlichen Auswirkungen sind ganz am Anfang.
    Das spielt aber alles keine Rolle, die Tierhaltung ist sowieso grad obsolet, also nochmal drauf !!
    Nachfolgende Recherchen schaffen es selten oder nie in die Medien (siehe auch die tatsächlich geringe Reichweite der guten Recherchen von Georg Keckl).
    Und der Sender selbst wird den Teufel tun, seine eigene (erfolgreiche) Sendung in Frage zu stellen. Das ist das Dilemma der heutigen Zeit: nur das was die Medienschaffenden GLAUBEN wird transportiert und damit zu scheinbaren Wahrheit .

    8+
  18. Brötchen sagt

    Filteranlagen für 1,40 je kg Fleisch und mit begrenzten Tierbeständen.
    Und die Leute im Stall interessieren nicht, Hauptsache immer schön im warmen Studio sitzen. Zu faul auch mal andere Experten anzurufen.

    8+
      • Brötchen sagt

        Die reinen Tierhalter nicht. In der Regel haben Betriebe mit 3000 ha kaum Tiere und umgekehrt.

        4+
  19. Berthold Lauer sagt

    So, jetzt wisst ihr es!!! Ein einziger Professor hat offenbar das Monopol auf Sachverstand, sonstige Quellen Fehlanzeige!! Ist doch alles allgemein bekannt, bewiesen und anerkannt!! Das nennt man solide Recherche!!

    15+

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