Bauer Willi
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Frau Künast, wollen Sie lieber Gentechnik oder Pestizide?

Am Rande des Agrar-Polittalk, veranstaltet von agrarheute am 13.9. in Berlin, hatte ich im Nachgang Gelegenheit, Frau Künast die Frage zu stellen, ob sie  Kartoffeln, denen die Uni Wageningen (kein Konzern!)  aus Wildkartoffeln mehrere Resistenzgene gegen Kraut- und Knollenfäule eingebaut hat, ihre Zustimmung geben würde. Tausende Tonnen Fungizide müssten ab morgen nicht mehr gespritzt werden. Also die Frage: “Wollen Sie lieber Gentechnik oder lieber Pestizide”.

In eigener Sache: der Ton (ist jetzt akustisch gemeint 😉 )  ist nicht besonders gut, weil ich kein Mikrofon eingesteckt habe. Ruhig zweimal hören.

Euer Bauer Willi

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166 Kommentare

  1. Dr. Christel Happach-Kasan sagt

    Für eine ehemalige Agrarministerin, die auch selbst einen Dialogprozess über die Züchtungsmethode angestoßen hat, war das ein sehr dünnes Geschwurbel. Und als ihr dann gar kein Argument mehr einfiel, wurden die “Patente” hervorgeholt. Armselig. Der Angriff gegen die Wissenschaft folgte der Linie ihres Fraktionsvorsitzenden Hofreiter, für den schon immer wissenschaftliche Ergebnisse fragwürdig waren, die grünen Positionen widersprachen.

  2. Andreas Müller sagt

    Die Holländer sind sowieso das Vorbild in Richtung Nachhaltigkeit, oder?

    “Auf eine Fläche von 32 ha dehnt sich das Gewächshaus der niederländischen Firma Wijnen Square Crops nahe der deutschen Grenze bei Venlo aus. Darunter reifen von März bis November tonnenweise Paprika, die vor allem Wärme brauchen. Diese wird in Gewächshäusern oft durch die Verbrennung von teurem Erdgas erzeugt.”

  3. Sabine sagt

    Sie hat Angst vor Abhängigkeiten, ja, kann ich verstehen. Frage ist dann also, warum es in vielen Gebieten nur noch eine handvoll Firmen gibt, die PSM und Saatgut entwickeln. Hmm… sicher, gute Züchtungsgenetiker wachsen nicht auf den Bäumen, die muss man an Unis ausbilden. Unsere Unis, grade die naturwissenschaftlichen Fakultäten, leiden an chronischem Geldmangel und geraten häufig, wie die Kölner Uni und ihre Versuche zur stärkehaltigeren Kartoffeln in den 90igern, politisch zwischen die Stühle. Für die Ausstattung der Unis und die Durchsetzung der Forschungsfreiheit ist das Land verantwortlich. Da hätte man als Grüne was im Landtag für tun können. Um Patente zu entwickeln und auch zu erhalten muss man einen inzwischen unglaublichen Vorlauf finanzieren und wenns blöd läuft auch noch ein Heer von Anwälten bezahlen, dass schafft wohl keine landwirtschaftliche Genossenschaft und auch nur wenige kleine Unternehmer können sich das leisten. Konzerne können solche Kosten u.U. sogar irgendwo, irgendwie steuerlich Wirksam in der Versenkung verschwinden lassen. Auch können die sich jeweils den Standort rauspicken, wo die Regierungen am wenigsten Auflagen für einzelne Forschungsabschnitte anbieten. Tierversuche nur in England, weil die da nicht soo streng sind wie in Deutschland, gentechnische Labore nur in USA, weil man dort weniger Bedenken hat, Anbaustudien in Litauen, da guckt niemand so genau hin…. Dass, das so funktioniert, daran sind die Konzerne ja nicht Schuld, dass hat was mit Bauchnabeldenken in den Regierungen zu tun, da hätte man als Grüne schon echt viel Zeit gehabt z.B. im Europäischen Parlament und den Kommissionen gegenzusteuern. Und… naja… eigentlich hätte man ja auch sowas wie das Kartellamt, dem scheinbar völlig Schnurtz ist, dass z.B. in Sachen Geflügelzucht man an den Lohmännern einfach nicht mehr vorbei kommt. Wie marktbeherrschend muss man eigentlich sein, damit das Kartellamt was macht? Ich mein, wenn man sein Ei nicht gerade von der seltenen freilaufenden Gartentucke bekommt, kann man nichts anderes als Lohmanns kaufen. Ich nehme an, dass es in anderen Bereichen nicht so wahnsinnig besser ausschaut, wenn man sich anguckt von welchem Bullen die meisten Kühe besamt werden, wird da u.U. ja auch irgendwie über acht dreiviertel Beteiligungen die selbe Firma hinterhängt… Bei Saatgut, wenn man es nicht von Demeter oder einem Saatgutvermehrer, der sich irgendwoher alte Sorten zusammen gesammelt hat, bekommt, hat man wohl auch nicht mehr so die breite Auswahl und dass nicht, weil die Konzerne grundsätzlich böse sind, sondern weil Politiker es eigentlich einen Scheiß interessiert, sonst hätte man in den letzten Jahrzehnten was ändern können. Dass man sich hinterher öffentlichkeitswirksam zu einem Tribunal begibt, ist eigentlich der Gipfel der Unverschämtheit. Eine gut finanzierte, an die Unis und tierärztlichen Hochschulen angeschlossene europäische Tier-und Pflanzenzucht wo mit und für die Landwirte in Europa geforscht und gezüchtet wird, fehlt und die fehlt, weil es irgendwie einfacher ist, die Konzerne das machen zu lassen, weil niemand wirklich Geld in die Unis stecken will und keiner Mitverantwortung tragen will, für Versuchslabore und Versuchsanbauten im eigenen Land. Wobei…. könnten die Unis ihre Sorten und Patente hinterher selber vermarkten, würde sich sowas u.U. von selber finanzieren. Das den Konzernen zu überlassen und hinterher ihnen Erfolg und ihre Gewinne schlecht zu reden…. ganz mein Humor.

    • Paulus sagt

      Hallo Sabine,
      Du sprichst ein brisantes Thema an, dass hier allerdings nicht zur Diskussion steht.
      Das Frau Künast Angst vor Abhängigkeiten hat und weder das Eine noch das Andere will kann ich nachvollziehen. Mir konnte allerdings bis heute noch kein Grüner auch nur annährend erklären welche verlässlichen und unbedenklichen Alternativen es zu GVO und PSM gibt.
      Eckehard Niemann äußerte sich hier zwar umfangreich am Thema vorbei, streift die Möglichkeiten, die halbwegs einleuchtend sind aber auch nur am Rande. Wenn es mit den von ihm aufgezeigten Maßnahmen getan wäre, würden es wohl alle zweifelsfrei begrüßen.

      Worauf ich hinaus möchte: Ich halte die Unis, zumindest in NRW keineswegs für unterfinanziert. Es werden nur die falschen Prioritäten gesetzt. Für einen Wissenschaftsstandort sind gewisse Disziplinen, auf denen ich jetzt nicht wieder herumreiten möchte, völlig unbedeutend. Da werden z.T. Mittel für den größten Schwachsinn verballert, während sich der Nachwuchs relevanter Wissenschaften mangels Perspektive reihenweise ins Ausland verabschiedet.
      Versuch mal als Company ein universitäres Forschungsprojekt zu initiieren und mit sogen. Drittmitteln zu fördern. Ganz so einfach wie man sich das vorstellt ist es nicht. Da sind schon so einige Klimmzüge erforderlich um unverdächtig zu erscheinen.
      Bis der Verwaltungsaufwand in NRW bewältigt ist, liefern Uni-Institute anderer Länder (übertrieben dargestellt) ein Ergebnis.

  4. Harald Müller sagt

    Renate will erst die Fakten prüfen?
    Hätte sie besser auch machen sollen, bevor sie sich beim Monsanto Tribunal zum Honk machte.

  5. Eckehard Niemann sagt

    aus AGRAR-HINWEISE der AbL Niedersachsen/Bremen vom 21.8.2016:

    Krautfäule- und Agrarchemie-Mythen –
    – die wirklichen Ursachen der irischen Hungersnot von 1845 bis 1852

    Wir kennen sie alle aus der Agrarpresse, aus Agrarchemie-Broschüren und aus der Landwirtschaftsschule – die Geschichte von den Hungersnöten in Irland durch die Kartoffel-Krautfäule. Und zumeist wird diese Geschichte ja nicht einfach nur so erzählt, sondern zur Begründung der modernen Agrarchemie – was ja gerade bei der Krautfäule auch nicht so einfach von der Hand zu weisen ist.

    So haben auch in letzter Zeit einige Agrar-Autoren diese Geschichte wieder aufgegriffen: So etwa „Bauer Willi“ in einem Kommentar: „… Um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, begann man mit dem Kartoffelanbau. Kartoffeln waren das „Futter für die Masse“. Hier trat ein schwerwiegendes Problem mit weitreichenden Folgen zwischen den Jahren 1845 und 1852 auf. Die Krautfäule- und Knollenfäule vernichtete in diesem Zeitraum gleich mehrere Ernten, die Knollen faulten und konnten nicht mehr gelagert werden. Infolge der Hungersnot starben 1 Million Menschen, 2 Millionen wanderten aus. Schließlich entdeckte man, dass Kupfer eine Wirkung auf den Pilz hat der diese Krankheit auslöst. So spritzte man Kupfer und bekam die Krankheit einigermaßen in den Griff. Kupfer gehört zu den Schwermetallen und reichert sich folglich im Boden an. Ist ja ein Metall! Deshalb waren die Landwirte froh, als weitere, wirksame Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) entwickelt wurden, die sich zudem noch abbauen. …“

    Und auch der Multi-Zeitungs-Verleger Dr. Dirk Ippen, der neben vielen Tageszeitungen und einer Beteiligung an „Land & Forst“ auch mehrere Höfe in Ostfriesland besitzen soll, ließ aktuell in seinen Zeitungen einen Kampftext gegen glyphosat-kritische „Extremisten“ und diffamierende Greenpeace-Leute abdrucken: Ohne Agrarchemie gäbe es auch in Europa immer noch Hungersnöte.

    Der Wahrheit wegen und auch zur Ehrenrettung der irischen Bauern muss aber richtiggestellt werden:
    “The Almighty, indeed, sent the potato blight, but the English created the Famine.” Auf Deutsch: „Der Allmächtige sandte die Kartoffelfäule, aber die Engländer schufen die Hungersnot.“ John Mitchel, The Last Conquest of Ireland (Perhaps), 1861
    Die irische “Große Hungersnot” (1845-1852) mit einer Million Toten beruhte unter anderem auf dem aus den USA eingewanderten Krautfäule-Pilz, der durch Missernten die Kartoffeln als damaliges Hauptnahrungsmittel vernichtete. Verantwortlich dafür aber war ebenso die in England dominierende Polit-Ideologie des „Laissez faire“ (heute würde man sagen: neoliberale Marktgläubigkeit“) mit ihrer Ablehnung staatlicher Markteingriffe oder Hilfen. Irland stand unter englischer Herrschaft, der Boden gehörte englischen Großgrundbesitzern, die irischen Bauern arbeiteten als abhängige Pächter auf kleinen Betrieben mit Anbau von Getreide und Kartoffeln sowie etwas Vieh. Getreide und tierische Produkte dienten der Pachtzahlung und gingen nach England, der Anbau von möglichst vielen Kartoffeln auf dem immer knapperen und kleineren Pachtland sicherte die Ernährung der vielköpfigen Pächterfamilien – trotz raschen Bevölkerungswachstums.

    Da sich der Boden nicht durch den Anbau anderer Kulturen erholen konnte, nahmen kartoffelspezifische Krankheitserreger zu – zumal die Pächter nur zwei Kartoffelsorten mit hoher Anfälligkeit anbauten. Die britische Regierung lehnte aber Maßnahmen ab, die früher bei Missernten erfolgreich angewendet wurden – z.B. ein Exportverbot für Getreide (das Alternativ-Nahrungsmittel). Die Iren erlebten verbittert, dass große Mengen von Nahrungsmitteln nach England verbracht wurden, während in Irland die Menschen verhungerten. Die britische Regierung kürzte sogar die Hilfsmaßnahmen für Irland. 1846 führte schlechtes Wetter nicht nur zu Missernten bei Kartoffeln, sondern auch bei Getreide – trotzdem gab es keine Erleichterungen bei der Pacht und bei der abzuliefernden Getreidemenge. Zehntausende Pächter wurden von ihren Höfen vertrieben. In den überfüllten und unterfinanzierten Armenhäusern entwickelten sich Seuchen. Erst 1847 wurden Suppenküchen eingerichtet, die 3 Millionen Menschen halbwegs ernährten. Im September 1847 erklärte die englische Regierung die „Hungersnot für beendet“ – weil diese die „Fürsorge“ zur Ursache der (weiter andauernden) Hungersnot erklärte. Aufstände wurden niedergeschlagen.
    Von den 8 Millionen Menschen in Irland starb mindestens eine Million, zwei Millionen gelang mit großen Mühen die Auswanderung, vor allem nach Nordamerika. Viele Emigranten unterstützten die irischen Aufstände der Bauern und Bürger gegen die englische Fremdherrschaft. 1903 ging der irische Boden wieder in das Eigentum der irischen Bauern über. 1921 erkämpfte Irland sein Unabhängigkeit (mit Ausnahme der nordirischen Provinz Ulster).

    Wenn man also heute eine Lehre aus der irischen Hungersnot ziehen will – dann sollte einem nicht zu allererst das Lob der Pflanzenschutzmittel einfallen – sondern vor allem die Notwendigkeit des Einsatzes für unabhängige Bauernhöfe und des Widerstands gegen Abhängigkeit, Ausbeutung und neoliberalen Markt-Fetischismus … -en
    P.S.: Ausführlicher kann man all das nachlesen in dem eindrucksvollen Wikipedia-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hungersnot_in_Irland

    • Schmeckt gut sagt

      Sehr geehrter Herr Niemann, alles, was Sie mit ihrem Kommentar beschreiben, kann ich so mittragen – insbesondere die Wichtigkeit der steigenden Unabhängigkeit der (wie auch immer zu definierenden) “bäuerlichen Familienbetriebe”. Eines haben die Antworten der ehemaligen Bundesministerin Landwirtschaft Renate Künast offenbart. Die Grünen haben keinen Plan in Sachen “wie halte ich meine Kulturen gesund bei einer immer weiter steigenden Anzahl von zuwandernden Schädlingen”? Die Iren hatten existenzbedrohende Probleme mit dem importierten Krautfäulepilz (im 19.Jh), über den zu der Zeit natürlich keine einzige Bekämpfungsmethode bekannt war – Thema Bildung, Stärkung der Forschung, Umsetzung in der Praxis als tragende Begründung der “Grünen” für ihren Kurs in der Umsetzung der Agrarwende. Herr Niemann, glauben sie wirklich, dass Lippenbekenntnisse der Grünen zur Forschung, uns im nächsten Jahr bei der Schädlingbekämpfung helfen? Ach ja, und ganz wichtig zu erwähnen: Die Krönung ist, dass die Anforderungen zur Gesunderhaltung und Krankheitsfreiheit der Pflanzen an Pflanzenvermehrer und -züchter extrem angezogen werden. Dies ist grundsätzlich wichtig und richtig, aber gleichzeitig verschwinden wichtige Wirkstoffe (sowohl konventionell, aber auch im noch sensibleren Biobereich). Anpassungen in den Anbauverfahren helfen hier nicht – sie sind schlichtweg noch nicht entwickelt. Hat so der kostenintensive, deutsche Pflanzenbau (Acker-, Gemüse- und Obstbau) überhaupt eine Chance zu bestehen, wenn Erfahrungen aus der Praxis immer und immer wieder ignoriert werden? Ach ja, dies wäre auch ein Thema für die “Grünen” mit Stichwort “Schulung der Ausführenden (Bauern) zur forschungsbasierten Umgestaltung der Anbauverfahren und Umsetzung in die Praxis”. Solch interassante Workshops veranstalten sie ja gerne. Ein spannendes Thema.

  6. Eckehard Niemann sagt

    Das Grundproblem einer gentechnisch in die Pflanzen eingebauten Resistenz ist auch hier (wenn vermutlich auch in geringerem Maße): Weil der Resistenzmechanismus bzw. die resistenzwirksamen Substanzen in der Pflanze kontinuierlich erzeugt werden, kommen die Schaderreger eben auch kontinuierlich damit in Kontakt. Mit der Folge, dass sich resistenzbrechende Schaderreger-Varianten wegen dieses kontinuierlichen Kontakts viel eher herausbilden können als bei Spritzungen, deren Wirkstoffe ja – außer in Ausnahmejahren – nicht kontinuierlich da sind.

    Aus diesem Grunde schränken selbst die Wageninger Wissenschaftler ein: „Um die Resistenz auch auf Dauer zu erhalten, wurde ein geeignetes Resistenzmanagement erarbeitet, d.h. Kartoffeln mit verschiedenen Kombinationen von Resistenzgenen sollen zeitlich und räumlich flexibel eingesetzt und der Anbau begleitend beobachtet werden.“ Wie das in der Praxis gehen soll, ist völlig unklar.

    Darüber hinaus ist auch beim cisgenen Ansatz zu erwarten, dass andere als die bearbeiteten Gene reagieren bzw. interagieren – dies ist auch hier wahrscheinlich.

    Allein diese ersten offenen Fragen hat „Bauer Willi“ völlig unbeachtet gelassen – seine plakativ-unsachgemäße Hurra-Propaganda für Gentechnik ist auch hier unseriös. Frau Künast hat zumindest Recht mit ihrer Forderung einer wirklich fachlichen Bewertung und Langzeit-Untersuchung.

    • Hsadffcf sagt

      Was? Bitte erklären Sie mir wie Gene mit was “reagieren bzw. interagieren”. Klingt nicht nach ner gut recherchierten Aussage

      • Eckehard Niemann sagt

        Von den Fürsprechern der neuen Gentechnikverfahren wird oft der Eindruck erweckt, dass mit Hilfe
        der DNA-Schere (Nuklease) CRISPR-Cas und ähnlichen Instrumenten chirurgisch präzise in das Erb-
        gut eingegriffen werden könne. Zwar ist es richtig, dass die Synthetische Gentechnik sozusagen wie ein Chirurg invasiv in die Zelle eingreift. Aber wie bei jedem chirurgischen Eingriff ist auch hier die not
        wendige Präzision von vielen Faktoren abhängig. Bei Instrumenten wie CRISPR ist zudem immer mit
        ungewollten Veränderungen zu rechnen. Deren Ausmaß hängt unter anderem davon ab, wo im Erbgut welche Veränderung herbeigeführt wird. Sie ist auch davon abhängig, wie die DNA-Schere in die Zelle eingeführt wird. Dabei gibt es einen wesentlichen Unterschied zur Chirurgie: Werden Fehler gemacht, können diese vererbt werden und sich unter Umständen auch in der natürlichen Vielfalt verbreiten. In einer Publikation von Mitarbeitern des Konzerns DuPont über den Einsatz von CRISPR-Cas an Sojabohnen zeigten sich tatsächlich erhebliche technische Unsicherheiten und Risiken:

        In einem ersten Schritt wird die DNA für die Nuklease CRISPR-Cas ins Erbgut von isolierten
        Pflanzenzellen eingeführt. Diese Einfügung erfolgt nicht gezielt, sondern per ‘Schrotschuss’. In der
        Folge zeigt das Erbgut der Zellen viele ungewollte Veränderungen wie mehrfache und unvollständige Integration der DNA-Konstrukte. Die Einführung der DNA ist notwendig, weil der eigentliche Vorgang des „Schneidens“ der DNA auf einem Eiweiß, einem Enzym (Nuklease) beruht.
        Damit dieses Enzym in den Zellen gebildet werden kann, wird die betreffende DNA im Erbgut
        der Pflanzen verankert.
        In einem zweiten Schritt sollte das Enzym ‘Cas’ das Genom der Soja jetzt an einer bestimmten
        Stelle ‘schneiden’ und dort ein Marker-Gen einfügen. Dabei öffnete die ‘DNA-Schere’ aber in
        etwa der Hälfte der Fälle nur einen der beiden DNA-Stränge. Das führt dazu, dass das Ergebnis
        der gentechnischen Veränderung zufällig bleibt. Zudem waren die beim „Schneiden“ der DNA
        verursachten Schäden (Deletionen) in ihrer Größe unterschiedlich. In den meisten Fällen wurde
        am Ort der gewollten gentechnischen Veränderung entweder zufällig zusätzliche unerwünschte
        DNA eingebaut. In anderen Fällen wurden mehrere Kopien der gewünschten DNA inseriert,
        oder aber die DNA der „Gen-Schere“ selbst. Das kann dazu führen, dass nicht nur die genetische
        Veränderung, sondern – ungewollt – auch der Mechanismus der gentechnischen Manipulation
        weiter vererbt wird.
        In einem dritten Schritt konnten nur wenige Pflanzen aus den “erfolgreich” manipulierten Zellen
        aufgezogen wurden. Die meisten wiesen ungewollte Veränderungen am beabsichtigten Ort der Insertion auf. All diese Pflanzen hatten zudem an anderen Stellen ungewollte DNA-Veränderungen
        in ihrem Erbgut. Durch weitere Züchtung (Segregation) versuchte man, Pflanzen zu erhalten, die
        nur die gewünschten Veränderungen aufweisen.
        Es wird deutlich, dass dieses Verfahren mehrstufig und sehr fehleranfällig ist. Auch wenn die einzelnen technischen Schritte variiert werden können, bleiben erhebliche Risiken. In der Folge könnten die Pflanzen beispielsweise mehr Allergene produzieren, anfälliger für Pflanzenkrankheiten werden oder sich rascher in der Umwelt ausbreiten. Ähnlich fehleranfällig ist der Einsatz der DNA-Schere auch bei Tieren
        https://www.testbiotech.org/sites/default/files/Testbiotech_Neue%20Gentechnikverfahren.pdf

    • Bauer Willi sagt

      Lieber Herr Niemann
      Ich habe ein Interview mit Frau Künast geführt. Sie hat darauf geantwortet. Ich finde Ihre Bemerkung “plakativ-unsachgemäße Hurra-Propaganda für Gentechnik” unangemessen und persönlich beleidigend. War das Ihre Intention?
      Bauer Willi

      • Eckehard Niemann sagt

        Lieber “Bauer Willi”,
        Sie haben ein Interview mit Frau Künast geführt. Sie haben dabei in Ihren Fragen bestimmte gentechnik-befürwortende und recht platte Annahmen gemacht und befürwortet. Das fand ich – angesichts meiner persönlich immer noch bestehenden Sympathie und Achtung für Sie und für Ihre Internetseite – unangemessen. Bitte unterscheiden Sie zwischen einer scharfen inhaltlichen Kritik und einer – von mir ganz sicher nicht geäußerten – persönlichen Beleidigung. Meine Intention ist eine Klärung von Fragen zugunsten von Bauern – und das ist und bleibt ihre Intention hoffentlich auch. Bei den Fragen der Gentechnik (und auch der FDP) gerät Ihnen das m.E. leider aus dem Blick… Freundliche Grüße!

        • Eckehard Niemann sagt

          Nur der Klarheit wegen meine Meinung zu Frau Künast:
          Frau Künasts Agrarministerinnen-Zeit ist bei Bauern wohl zu Recht in schlechter Erinnerung: —-
          Nachdem Kanzler Schröder seinen agrarindustrie-freundlichen Minister Funke abservierte und mit der (damals wohl nur populistisch-nicht ernst gemeinten) Devise “Weg von den Agrarfabriken” Frau Künast als Bundesagrarministerin einsetzte, waren viele Bauern nach dem damals wirklich tiefgreifend-traumatischen BSE-Skandal sehr offen für eine “Agrarwende”: Frau Künast (gesehen als Vertreterin von eigentlich agrarfernen Gesellschaftskreisen) hätte die Herzen ganz vieler Bäuerinnen und Bauern gewinnen können: mit einer Kampagne für “Bauernhöfe statt Agrarfabriken” und einem Umbauprogramm, das gesellschaftliche Akzeptanz faire Agrarpreise auch für konventionelle Produkte gesichert hätte. ——
          Aber Frau Künast reduzierte dies alles borniert und sträflich nur auf eine irreale 20%-Öko-Strategie und setzte mit ihrer schlimmen “Anti-Konventionelle-Landwirtschaft”-Strategie unglaublicherweise Agrarfabriken und konventionelle bäuerliche Betriebe gleich. Von dieser katastrophalen Agrar-Einschätzung haben sich sehr viele Grünen-Politiker bis heute nicht verabschiedet. Kein Wunder, dass eine solche Auslegung des Agrarthemas nicht zündet. ——-
          Dass all die anderen Parteien mit ihrer Agrarindustrie- und LPG-Nachfolgebetriebs-Schönrederei da nicht besser sind, ist ein schwacher Trost. —–
          Wann endlich gibt es eine Strategie für eine umfassende und ausreichend finanzierte Umbau-Strategie für einen gesellschaftlich akzeptablen Umbau der bäuerlich-konventionellen Landwirtschaft mit fairen Preisen für deutlich mehr Tierwohl und weniger Agrarchemie (z.B. durch eine Pflanzenschutzsteuer, die in die Landwirtschaft zurückfließt und die dafür sorgt, dass chemischer Pflanzenschutz nur noch dort angewendet wird, wo andere Maßnahmen (Fruchtfolge, mechanische Unkrautregulierung, Sortenwahl. Anbaustrategien) nicht mehr helfen? —–
          Eine solche Strategie sollten Bäuerinnen und Bauern gegenüber allen Parteien massivst einfordern!

          • Eckehard Niemann sagt

            Nachtrag: Und natürlich sind die unwissenden Aussagen von Frau Künast zur aktuellen Krautfäule-Problematik (konventionell und insbesondere ökomäßig) peinlich-entlarvend…

          • Bauer Willi sagt

            Lieber Herr Niemann, danke für diese Einschätzung. Schon beim vorangegangen Polit-Talk hatte ich nicht den Eindruck, dass es ihr um die Landwirte geht. Da war kein Wort von “lasst uns doch gemeinsam” oder ähnliches. Was den “Umbau” angeht finde ich persönlich den Ansatz der DLG bemerkenswert. Auch der WLV hat sich durchaus selbstkritisch geäußert. Was die gesellschaftliche Akzeptanz und faire Preise angeht, bin ich bei Ihnen.
            Mit immer mehr Auflagen und mit Bashing gegen konventionelle Landwirte wird die Entwicklung meines Erachtens aber weiterhin zu immer weniger (bäuerlichen Familien-)Betrieben führen.
            Bauer Willi

          • Schmeckt gut sagt

            Herr Niemann. auch hier bin ich bei Ihnen. Frau Künast ging und geht es um die Steigerung des Bioanteils – um jeden Preis, auch durch Importe. Die deutschen Biobetriebe spüren seitdem einen extrem steigenden Vermarktungsdruck. Ein Querdenken ist in vielen Bereichen unserer Branche dringend nötig. aber leider von der Politik (Wirtschaft) kaum gewollt oder unterstützt. Eins ist aber klar – es wird so oder so viel kosten (entweder Betriebe und/oder Geld). Vielleicht ist das ein Hauptproblem.

    • Dr. Christel Happach-Kasan sagt

      Ich kann bei Bauer Willi keine unsachgemäße Hurra-Propaganda erkennen. Es gibt fachliche Bewertungen von gv-Pflanzen ohne Ende und es gibt Langzeitforschung. Es ist doch ziemlich durchsichtig, wenn nach mehr als 20 Jahren kommerziellem Anbau von gv-Pflanzen Langzeitforschung gefordert wird. Es ist bekannt und umfangreich erforscht, dass der Kupferhydroxideinsatz (Schwermetalle sind nicht abbaubar) negative Folgen für die Natur hat, es ist bekannt, dass es im Vergleich chemische Fungizide die Natur wenige beeinträchtigen als Kupferhydroxide (UBA) und dennoch hält der Ökolandbau an Kupfer fest. Mit welcher Begründung? Da wären die cis-genen Kartoffeln, die an der Universität Wageningen gezüchtet wurden, die von der BASF gezüchtete Sorte hätte es auch getan, eine exzellente Alternative. Und da fallen dann in ihrer Erklrungsnot Frau Künast nur zwei Stichworte ein: Patente und Langzeitforschung. Das ist armselig.

  7. W. Nellen sagt

    Es ist schon erstaunlich dass die Expertin Künast (Monsanto Tribunal) nichts über die Kartoffelverluste bei Biobauern im letzten Jahr weiß, die resistente Kartoffel nicht kennt, aber ausgezeichnet über die Organisation der Universität in Wageningen (Teil des Agrarsystems) informiert ist.

  8. Sandra Harms sagt

    Irgendwo hoffe ich das frau künast mitliest, oder sonst ein grüner der “viel ahnung” hat….
    bioanbau hin oder her, fungiziede hin oder her, gen technik hin oder her…. über alles lässt sich streiten, alles hat vor und nachteile…
    mir ist allerdings fraglich wie man als grüner gegen etwas sein kann , was der umwelt definitiv helfen würde, sebst wenn man es als übergangs technologie betrachtet bis eine bessere lösung gefunden wurde. was ich allerdings bei den grünen absolut vermisse ist, das einmal darüber nachgedacht wird, das es auch soetwas wie eine versorgungs sicherheit geben muss…. ich würd mich echt mal darüber freuen wenn frau künast mal den weg ins altersheim antreten würde um dort mal den ein oder anderen bekannten zu besuchen, der in den 1960er jahren miterlebt hat wie ein zentner kartoffeln 100DM gekostet hat…. oder wenn sie guido knopp aufsuchen würde der ihr dann mal etwas geschichtliches vorträgt, zb die große hungersnot in irland wegen ger krautfäule…. wäre echt mal ne top sache so eine aktion zu starten, einfachmal um den lehrn effekt zu testen….
    aktuell, würde ich nicht eine einzige kartoffel ernten können,würde ich biologisch wirtschaften wie die grünen es gern hätten, denn die kartoffeln wären mir spätestens am 20.juli auf dem acker vor krautfäule vergammelt…. aber egal, das macht dem landwirt ja nichts wenn er nichts ernten und nicht verkaufen kann, hauptsache er wirtschatet biologisch, so wollen die grünen das am liebsten haben….

    • bauerhans sagt

      “aktuell, würde ich nicht eine einzige kartoffel ernten können,würde ich biologisch wirtschaften”

      aus bleckede hörte ich von 10-12 to pro ha bio,konventionell sinds wohl 45-50 to.

  9. Schmeckt gut sagt

    Ich finde es immer wieder spannend, wenn “die Grünen” sich winden, um ihren Weg zur Überwindung der Probleme im Gesunderhalten der Kulturen verteidigen. Eins sollte jedem klar sein: Einen solch populistischen und offensichtlich wenig durchdachten Weg zur Agrarwende gibt es bei keiner anderen Partei. Den folgenden Link finde ich zum Herausarbeiten von Fehlern in der Argumentation besonders interessant:
    https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/agrar/20170522_Pestizidreduktionsplan.pdf
    Meiner Meinung nach zeigt dieser Plan nur Unkenntnis oder die Absicht, die Bevölkerung für blöd zu erklären. Warum? Es wird zum wiederholten Male die Weltuntergangskeule rausgeholt (alles stirbt, ist dem Untergang geweiht, ist in hohem Maße reduziert im Vergleich zu dem Jahre 19…, wird vernichtet oder vergiftet…), aber, und dass halte ich für entscheidend, es werden keine Alternativen aufgezählt. Immer nur Absichten: wir sollten die Ausgaben für Forschung und Bildung erhöhen, die Bauern sollten im Umgang mit den zu entwicklenden Anbauverfahren (man achte auf die Feinheiten) geschult werden… Meine ganz klare Meinung: Dieser Bull..it gehört in den Müll. Wie bitte sollen wir handelbare Lebensmittel erzeugen, wenn die Verfahren hierzu noch garnicht entwickelt sind. Ich bin der erste, der umstellt, wenn der “neue Weg” funktioniert. Im Bioanbau sehe ich im Moment sehr viel höhere Risiken im Anbau und in der Vermarktung, als im integrierten/konventionellen Anbau.

  10. Friedrich sagt

    Das Gelabere von Frau Künast kann und will ich mir nicht anhören. Die Tante hat mit der BSE-Krankheit aus einer Maus einen Elefanten gemacht. In GB sollten 140.000 Menschen daran sterben.. Auf einer Ostseeinsel wurde geforscht. Weder ist in GB ein Mensch gestorben , noch wurde in der Ostsee irgendwas erforscht. Frau Künast ist die Erfinderin der Angstmache und die oberste Vertreterin der Energiewende. Alles hat die Volkswirtschaft viel Geld gekostet. Die Bürger müßen heute 70% mehr für den Strom bezahlen. Die Bauern haben ihre Ställe permanent umbauen müßen und das Ende ist nicht abzusehen. Die Biogasanlagen werden in den nächsten zehn Jahren auch verschwinden. Diese Frau hat mit ihrer Partei nur “Kaos” angerichtet. Normalerweise macht man einen Fehler nur einmal , aber bei den GRÜNEN ist das so gewollt. Diese Partei gehört nach dieser Bilanz nicht mehr in die Parlamente. Wie sagte schon F.-J. Strauß : Die Grünen sind wie Tomaten , erst Grün und dann Rot. Die Grünen wollen mit ihrer Politik unseren Wohlstand vernichten , aber ich habe den Eindruck , daß das hier keiner merkt, sonst wäre das Wahlverhalten anders. Armes Deutschland !!

  11. bauerhans sagt

    „Wollen Sie lieber Gentechnik oder lieber Pestizide“.

    solch provokative frage darf doch r.künast nicht gestellt werden,weil diese die welt retten will
    und für solche nebensächlichkeiten nun wirklich keine zeit hat.

    • Pf – jaja “Weltretten” und hier eben mal die 107 Mails checken… die meisten Beiträge hier sind auch nur freie Assoziationen mit wenig Inhalt zu den Reizworten wie “Grün oder Pestizid”.
      Realität schreibt eben mal wieder Südtirol mit Bienensterben: https://www.suedtirolnews.it/politik/tote-bienen-sind-pestizide-schuld
      Aber achwas, “Bienensterben” . Bestimmt von der Presse künstlich hochgeschraubt, gell. Wird doch nicht die aus Polen importierte Rapssaat “Lumiposa” bei zu hoher Windgeschwindigkeit gesät oder die falsche Sämaschine “Schuld” sein?
      Der arme Landwirt – die vielen Bestimmungen…

      Polarisierende Fragestellungen werden die Sache mit Blabla schon wieder richten.
      Und Agrogentechnik selbstverständlich.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Ihr Kommentar strotzt auch nicht von fachlicher Aufklärung, er ist substanzlos.

        Acetamiprid und Sterolsynthesehemmern sind alle Bienenungefährlich,
        mischt man ein Acetamiprid mit einem Sterolsynthesehemmer, ist das Gemisch Bienengefählich.

        Von unserer Obstgenossenschaft bekommen wir eine Broschüre von über 70 Seiten, da steht alles drinne, genau so wird in der Beratung darauf hingewiesen.

        Ich glaube, es war vor 3 Jahren gab es 2 Täler weiter, ein lokal begrenztes Bienensterben, die Fachwelt war ratlos.

        Die Untersuchungen haben ergeben, das Mittel E605, das seit 25 Jahren verboten ist, war schuld.

        Ein Mann erbte ein Obstgrundstück, und hatte offenbar noch einen Restbestand des oben genannten Mittels im Keller das der Depp in die Obstblüte spritzt, mit den verheerenden Folgen.

        Die Zeitungen waren voll von den bösen Bauern. 🙁

  12. Ludger Weß sagt

    Frau Künast will also weder Gentechnik noch (Biobauern, aufgepasst!) Fungizide, sie hat bei Al Gore gelernt, dass man Probleme am besten nicht löst, weil jede Lösung neue Probleme aufwirft und die universitäre Pflanzenforschung lehnt sie ab, weil sie “Teil des Agrarsystems” ist, das falsch ist und abgeschafft gehört. Die Töne sind ganz die alten: “Die herkömmliche Medizin hat bei der kausalen Behandlung von chronischen Krankheiten überwiegend versagt. Mit der Gentechnik wird dieser Sackgassenweg verstärkt, weil sie nur Teilerklärungen für das Phänomen Krankheit liefern kann. ….In der Medizin gibt es vielversprechende Ansätze, die ohne Gentechnik auskommen. Eine bevorzugte Förderung von alternativen wissenschaftlichen Konzepten in der Medizin ist Ziel GRÜNER Wissenschafts- und Gesundheitspolitik. Dazu gehören alle Ansätze, Krankheit als eine Ganzheit im sozialen Kontext zu untersuchen und zu behandeln ebenso wie Verfahren der Naturheilkunde, zum Beispiel Phytomedizin und Homöopathie. … BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN lehnen Gentechnik grundsätzlich und für alle Anwendungsbereiche ab.” (B90/Die Grünen 1997)

  13. Friedrich K. sagt

    Die Reaktion von Frau Künast ist typisch – und erbärmlich zugleich:
    – Erst sagt sie, sie müsste sich näher informieren,
    – Dann zweifelt sie an, dass Krautfäule derzeit ein großes Problem sei ( hallo? Wir haben ein sehr nasses Jahr!)
    – Zuletzt diskreditiert sie die Uni Wageningen und stellt diese als Lobby- und Industriegesteuerte Einrichtung dar.
    Gratulation, Willi!
    Frau Künast hat in diesem Video sich dermaßen blamiert, diese Frau hat nur eine Qualifikation: Sie kann schnell reden. Aber nichts substaziellen sagen.

    Zum Problem Krautfäule sei auf diese Videos und Artikel hingewiesen:

    Dieser Film zeigt die besagten genetisch veränderten Kartoffeln:
    https://youtu.be/OypFZFHMZkw

    https://mobil.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/neerstedt-aktion-tag-der-wahrheit-beim-duell-der-felder_a_32,0,3294426202.html

    http://m.bioland.de/im-fokus/artikel/article/kupfer-im-biolandbau.html

    http://www.lfl.bayern.de/ips/blattfruechte/027446/index.php

    https://www.topagrar.com/archiv/ko-Kartoffeln-Die-Kraut-und-Braunfaeule-baendigen-194145.html?action=download

    https://youtu.be/rdEb-uFMyI8

    https://youtu.be/S9Xl_qnQK-w

    • Ich möchte Frau Künast sicher nicht in Schutz nehmen, aber dass diverse Studien und Forschungen der Universitäten von großen Unternehmen finanziert werden – häufig mit einer gewissen “Vorgabe” der Ergebnisse – hört man auch immer wieder.

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