Den Mangel verwalten…
Vergangene Woche war ich auf einer Veranstaltung, auf der über die Maßnahmen im kommenden Frühjahr gesprochen wurde. Irgendwie erinnerte mich das an den Februar 1990, als ich auf einer Veranstaltung in Ostdeutschland war, als sich diese noch DDR nannte. Jetzt allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Meine Berufskollegen freuten sich 1990 darauf, jetzt endlich wirksame Betriebsmittel zur Verfügung zu haben. Bei der Veranstaltung jetzt, im Februar 2020, war es genau umgekehrt. Der Tag bestand eigentlich nur daraus, von Seiten der Kammerberater meinen Berufskollegen und mir klarzumachen, welche Wirkstoffe ab 2020 und welche ab 2021 nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Auf die Frage, wie denn der Kartoffelkäfer demnächst kontrolliert werden soll, wusste der Kammerberater auch keine Antwort. „Absammeln“ war dann die zynische Bemerkung eines Bauern. Ähnliche Verhältnisse bei Zuckerrüben: Es stehen nur noch sehr wenige Wirkstoffe zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen zur Verfügung. Nach dem Verbot der insektiziden Beizen muss wieder breitflächig gespritzt werden, was uns Bauern gewaltig gegen den Strich geht. Die noch vorhandenen Wirkstoffe sind oft weniger wirksam, was die Resistenzentwicklung fördert. Die Blattläuse leben zu …










