Bauer Willi
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Bauernaufstand in Österreich

In Österreich regt sich Widerstand. Organisiert vom Bauernbund wird aktuell die Supermarktkette SPAR in den Focus genommen, weil diese, anders als andere Ketten, den Forderungen der Bauern nicht nachgekommen ist. Hier Hintergrundinformationen,  Forderungskatalog und Wording für Interviews, die meines Erachtens sehr professionell vorbereitet wurden.

03_Hintergrundinfo-Protestaktion

Forderungskatalog_- Protestaktionen SPAR_23 02 2020

Wordings zu Potestaktionen_23 02 2020

  • So reagieren die Medien auf die Proteste (Auswahl):

Die Berichterstattung ist ganz überwiegend sehr verständnisvoll.

https://www.derstandard.at/story/2000115022728/bauernaufstand-gegen-handelsriesen-spar

https://www.krone.at/2105806

https://www.diepresse.com/5775310/tausende-bauern-fordern-von-spar-faire-lebensmittelpreise

https://kurier.at/wirtschaft/bauernproteste-geiz-ist-nicht-geil/400764312

https://salzburg.orf.at/stories/3036376/

  • So kommentiert der Bauernbund die Demonstrationen.

Mehr als Tausend Bauern verlangen ordentliche Preise für ihre Produkte vor SPAR Filialen

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191 Kommentare

  1. Hugo sagt

    IG-Milch geißelt bundesweite Bauernbund-Proteste gegen Spar als kontraproduktiv. Ewald Grünzweil, Obmann der IG-Milch, hofft, dass der Protest in keinem Zusammenhang mit den bevorstehenden Landwirtschaftskammerwahlen steht.
    „Die Geißeln der Landwirtschaft, nicht nur im Milchbereich, sind die von Produzenten selber verursachten Überschüsse und die dadurch notwendigen Exporte zu Dumpingpreisen“, so die IG Milch.
    „Als die IG-Milch 2006 mit ‚A faire Milch‘ auf den Markt kam, hat uns Spar eine faire Chance gegeben, das Projekt umzusetzen. Im Gegensatz dazu wurde das Projekt vom österreichischen Bauernbund systematisch bekämpft. Bäuerinnen und Bauern, die sich für ,A faire Milch‘ engagiert haben, bekamen Probleme mit ihren Molkereien.“

    Soviel zu diesen unfairen Demos gegen Spar.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Während große Handelsketten wie Billa, Merkur, Hofer oder Lidl Gesprächsbereitschaft mit der Landwirtschaft zeigen, setzt SPAR – aktuell konkret im Milchbereich – weiterhin auf billigste Einstandspreise. Nun reicht es den Bauern. Am Aschermittwoch protestiert der Bauernbund vor großen SPAR-Geschäftsstellen.

      Egal ob in Deutschland, Frankreich oder Spanien, quer durch Europa demonstrieren Landwirte gegen Preisdruck und unfaire Handelspraktiken, mit denen sich Bauern und ihre Genossenschaften durch die enorme Marktmarkt weniger großer Supermarktketten konfrontiert sehen.

      Auch in Österreich laufen aktuell Gespräche mit den Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels betreffend Preiserhöhung etwa bei Milch und Milchprodukten. Einzig SPAR Österreich-Chef Gerhard Drexel will weiterhin auf Dumpingpreise, Schleuderangebote und Rabattschlachten zu Lasten von Österreichs Bauernfamilien setzen. „Somit droht, dass auch andere Handelsketten ihre gemachten Zusagen wieder zurückziehen“, befürchtet Österreichs Bauernbundpräsident Georg Strasser.

      Nach einem Gespräch von Strasser und LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger mit dem Handelsboss in dessen Firmenzentrale in Salzburg, in dem sich Drexel einmal mehr uneinsichtig gezeigt hat, reicht es den Bauern nun. Strasser: „In wesentlichen Fragen gab es kein Entgegenkommen, schon gar keine Einigung. Es ist an der Zeit, dass sich der Lebensmitteleinzelhandel sowohl zu den biologisch wie auch den konventionell erzeugten Produkten unserer heimischen Landwirtschaft bekennt und damit unseren Bäuerinnen und Bauern jene Wertschätzung entgegen bringt, die sie verdient haben.” Die von den Landwirten verlangte höchste Qualität ihrer Produkte müsse auch fair abgegolten werden. Strasser: „Spar ist gerade bei der Milch der erste beim Fordern, aber der letzte beim Bezahlen.”
      Als Antwort darauf gilt im Bauernbund sofort die Devise: „Schluss mit dem Herumdrexeln! Wir demonstrieren gegen das SPAR-Programm.“

      Noch am Freitag haben der Österreichische Bauernbund und seine starken Landesbauernbünde in Nieder- und Oberösterreich, der Steiermark, Salzburg, Tirol und Kärnten geschlossen ihre Mitglieder dazu aufgerufen, am Aschermittwoch in einer groß angelegten Protestaktion gegen das unakzeptable SPAR-Programm aufzutreten.

      Bauernbunddirektor Norbert Totschnig: „Angemeldet werden Aktionen vor den SPAR-Zentralen von St. Pölten über Maria Saal bis Wörgl, vor INTERSPAR in Leoben und in Oberösterreich vor mehreren Spar- Filialen. Mittlerweile koordinieren hunderte Funktionäre auf Landes, Bezirks- und Ortsebene erste Aufmarschpläne vor den SPAR-Geschäftsstellen.“ Und das sei erst der Anfang: „Niemand sollte die Schlagkraft des Bauernbundes unterschätzen, gar auf die leichte Schulter nehmen.“

      Während SPAR erst dieser Tage seine jüngsten Umsatzzuwächse und damit eine Steigerung des Geschäftsgewinns von 324 auf 352 Mio. Euro verlautbaren konnte, ist die Preis- und Einkommenssituation in der Land- und Forstwirtschaft trist. „Seit zehn Jahren nominell stagnierende Einkommen, dazu täglich weitere Betriebsführer, die das Handtuch werfen und ständig steigende Ansprüche an unsere Produkte. Jetzt ist es genug, auch die Handelskonzerne tragen dazu mit Verantwortung“, betont Strasser.

      In Österreich sind bäuerliche Produzenten und die Lebensmittelwirtschaft einem besonders hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die vier größten Lebensmittel-Handelskonzerne teilen sich hierzulande knapp 90 % des Marktes (REWE Österreich 32,9 %, SPAR Österreich 31,7 %, Hofer 19,3 %, Lidl mit 7 %).

      Seit Wochen versuchen nun die verantwortlichen Manager der Molkereiwirtschaft notwendige Preiserhöhungen zur Abgeltung von Kostenerhöhungen und Auflagen für Landwirte und Molkereien durchzubringen. Zum Teil mit Erfolg, vorerst nicht so bei SPAR.

      Generell appelliert der Bauernbund an den Handel, die „Aktionitis“ und das Preisdrücken bei Agrarprodukten und Lebensmitteln endlich einzustellen und auch unnötige Einfuhren auch von unfair erzeugter Billigware, herbeitransportiert aus aller Welt, nicht zuletzt auch aus Klimaschutzgründen einzustellen.

      Soviel zu den Demos gegen Spar.

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      • Hugo sagt

        Dem ist gut so, dadurch steigt das Angebot an höherwertiger Milch bei allen diesen Ketten.

        Die seit 2009 laufende Vermarktungsoffensive der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Heumilch zeigt noch immer ihre Wirkung. Der Absatz von Heumilch und Heumilchprodukten erhöhte sich im österreichischen Lebensmittelhandel in den ersten drei Quartalen 2019 um 5,4 Prozent auf 104,6 Mio. Euro. Zum Vergleich: Der Molkereiprodukte-Gesamtmarkt wuchs um 0,4 Prozent auf 1,305 Milliarden Euro.

        Lieber ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem fairen Preis als schlechtere Massenware.

        Spar ist im Sinne des Verbrauchers auf dem richtigen Weg.

        Und wenn jetzt endlich das EU-Bio-Label vernünftige Auflagen umsetzt wird eh nochmals ein Teil dieser überprouzierten Milch vom Markt verschwindem zum Wohle dess Verbrauchers

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „Auch in Österreich laufen aktuell Gespräche mit den Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels betreffend Preiserhöhung etwa bei Milch und Milchprodukten. Einzig SPAR Österreich-Chef Gerhard Drexel will weiterhin auf Dumpingpreise, Schleuderangebote und Rabattschlachten zu Lasten von Österreichs Bauernfamilien setzen. „Somit droht, dass auch andere Handelsketten ihre gemachten Zusagen wieder zurückziehen“, befürchtet Österreichs Bauernbundpräsident Georg Strasser.“

          Wenn sich der Absatz von Heumilch erhöht und die Bauern entsprechende Erlöse erwirtschaften, dann Glückwunsch.

          Wenn sie in SPAR den Ritter auf dem weißen Schimmel sehen,
          dann muss ich ihnen sagen, der Schimmel ist schon weit fortgeschritten.
          Die Heitschi-Bum-Beitschi-Fassade hat große Risse.

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  2. Hugo sagt

    Einmalige Subventionen die der Mehrheit dienen, den ländlichen Raum vor Abwanderung zu bewahren. Sinnvoll und begrüßenswert. Hat aber mit den regelmäßigen Zahlungen an die Bauern nichts gemein.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Subventionen an andere sind in Ordnung,
      an Bauern nicht?

      Die Lösung wäre,
      man bezahlt den Bauern gerecht für seine erzeugte Lebensmittel, dann käme auch der letzte Depp dahinter, dass die Subventionen früher seine Lebensmittel verbilligt haben.

      Habe es an anderer Stelle schon geschrieben, meine Söhne arbeiten als Softwareentwickler und sind anerkannte Fachleute. Wenn sie in den Genuss von Subventionen kommen wollen, in ein paar Jahren laufen meine Pachtverträge aus. Meine Adresse bekommen sie über Bauer Willi.

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      • Hugo sagt

        Sinnvolle Subventionen sind in Ordnung, nur wenn man dadurch Anbindehaltung weiter aufrecht hält, wenn man die Überdüngung unserer Böden dadurch fördert, wenn man dadurch die Verunreinigung unseres Trinkwassers indirekt fördert und dann ständig nach höheren Preisen ruft um noch mehr Umwelt zu zerstören dann finde ich das nicht in Ordnung.
        Und wenn in Österreich ein paar Bauern einen einzelnen Großhändler direkt angreifen (kommt mir wie Hexenverfolgung vor) dann finde ich das absolut unfair.
        Für die verfehlte Milcherzeugerpolitik kann der Handel nix dafür und durch Euere extreme Überproduktion seit Ihr ja selber schuld am Preisverfall.
        Und zu Ihren Söhnen, es gibt auch unter den Bauern anerkannte Fachleute. Leider hat es der Bauerstand versäumt wie Handwerkerinnungen einen Berufskodex zu erstellen und Betriebe wie Käfighühnerhaltung konsequent aus Ihren Reihen zu entfernen. Solange sich der Bauernstand solidarisch erklärt zu Käfighaltung, zu Anbindehaltung solange wird die Akzeptanz durch die Verbraucher nie erreicht.
        Von außen sieht es so aus als ob die Bauernschaft jeden, aber auch jeden aufnimmt. Egal ob der Tiere in Käfigen hält, egal ob der Kühe ein leben lang im Stall einsperrt, Ihr Bauern nehmt jeden in Eueren Verein auf.
        Beim Ruf nach mehr Geld seit Ihr Euch einig, beim anprangern interner Mißstände versagt Ihr total.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Hugo, dem Verbraucher ist es völlig egal, ob Hühner in Käfigen gehalten werden. Ich wette mit dir, dass die Eier aus Käfighaltung, so es sie denn im Handel gäbe, dem Händler aus den Händen gerissen würden. Leider ist die Hypermoral so weit vorangeschritten, dass sich der Handel nicht traut Eier aus Käfighaltung zu listen…..sie kämen zwar nicht aus Deutschland, aber auch das wäre dem Kunden egal. Nur einige behaupten energisch dauerhaft das Gegenteil, weil sie sich moralisch überlegen fühlen.

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          • Hugo sagt

            Meine Meinung, dem Bauern ist das Tierwohl absolut egal, das geht im am Arsch vorbei hauptsache die Kasse stimmt.
            Welcher verantwortungsvolle Mensch begeht vorsätzlich Tierquälerei um seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen?
            Die Ausrede das der Verbraucher das will und das es Menschen gibt die dieses Produkt dann auch produzieren ist perfide.
            Und es gibt in Deutschland nachwievor Käfighaltung für Hühner und diese Betreiber wollen eine weitere Ausnahmegenehmigung bis 2025.
            In Österreich gibt es das nimmer, hier will man auch eine Deklaration wo solche Eier verarbeitet werden um diese zu meiden.
            Moralisch überlegen fühlen tu ich mich nicht aber ich wunder mich schon sehr mit welchen perfiden Ausreden manche Menschen ihr grausames Handeln rechtfertigen.
            Und ich meine das man sowas ruhig ansprechen darf.

            „Anbindehaltung ist nicht verboten, deshalb erfüllt man den Tierschutzstandard.“
            Wenn Bauern so argumentieren, sich auf einen „Tierschutzstandard“ berufen der das nicht wert ist was er vorgibt zu sein dann muß man die Fakten ansprechen.

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              • hugo sagt

                Was hat melken mit artgerechter Haltung zu tun?
                Weißt Du überhaupt von was ich spreche?
                Wenn Dir das melken zu viel wird hast Du zuviele Kühe, keine Entschuldigung für Anbindehaltung.
                Es gibt für Tierquälerei KEINE Entschuldigung!!!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Ob es einer Kuh gut geht,
                  merkt nicht ein Dummschwätzer, sondern die Person, welche die Kuh betreut. das sind in der Regel die Personen, welche die Kühe Melken.

                  On jemand zu viele Kühe hat, kann ein Hugo auch nicht beurteilen, was ein Hugo kann, ist dummes Zeug unter dem Deckmantel „Tierschutz“ schreiben.

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                • hugo sagt

                  Als ehemaliger Bauer mit einem geerbten 4-6 Kuhstall warst Du immer Nebenerwerbslandwirt und bist anscheinend lieber LKW gefahren. Deine Vorfahren haben trotz 1000 Meter die Kühe noch auf die Weide getrieben. Erst Du hast auf die 24 Std. x 365 Tage Anbindehaltung umgestellt.
                  Ich versteh nicht wie Du sowas auch jetzt noch massiv verteidigst, ist Dir die Erkenntniss unangenehm das Du ein Milchkuhleben lang schwerwiegende Tierqualen in Kauf genommen hast? Wegen ein paar Mark Milchgeld?
                  Oder bist Du wie man es mir vorwirft ein Troll, ein BBV Troll der die erkanntermassen tierquälerische Anbindehaltung um jeden Preis verteidigen soll.
                  Hast Du Deinen Kühen jemals Gelegenheit gegeben sich auf der Weide auszutoben? Hast Du Dich jemals mit artgerechter Tierhaltung auseinandergesetzt? Wahrscheinlich nicht.
                  Was Euch Anbindehaltern interessiert am Wohlergehen einer Kuh ist die Milchleistung, sonst nichts.
                  Warum gibt es für Pferde, Schweine, Hunde ein Verbot der Anbindekettenhaltung und bei Kühe wird das anders gehandhabt? Das haben wir nur einer kriminellen Vereinigung zu verdanken.
                  Und obwohl Du es nicht wahrhaben willst stellen heutige intelligentere Bauern auch ohne gesetzliche Vorgaben auf Freilaufstall um, aus Einsicht!
                  Dummschwätzer sind harmlos, unbelehrbare Anbindehalter und Verfechter sind dagegen gefährlich fürs Tierwohl.
                  Die sind so perfide und verstecken sich hinter „Tierschutzstandard“ was für eine erbärmliche Formulierung.
                  Das typische Negativbeispiel eines Bauerntyps der hoffentlich bald ausstirbt.

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                • firedragon sagt

                  Ich habe ja keine Ahnung, wann ihr hier schnallt, dass man jemandem, wie einem Hugo nicht erklären kann, warum es Umstände gibt, die die Anbindehaltung nicht von jetzt auf gleich mancher Orts nicht abgeschafft wird oder werden kann.
                  Für solch jemand zählt es nicht, dass die Familie möglicherweise auf das Milchgeld angewiesen ist, dass keine tiergerechte Baumaßnahme möglich ist. Es interessiert nicht, dass das einzelne Tier die Tortur des Hornwegätzen möglicherweise über sich ergehen lassen muss, wenn man die Tiere in Gruppen laufen lässt. Es interessiert nicht, dass viele (sicherlich nicht alle) im Sommer Weidegang genießen, aber im Winter wieder in der Anbindung stehen (was ja wenigstens ein Kompromiss ist).
                  Jemand wie Hugo bleibt seinen Prinzipien treu, das sollte akzeptiert werden.

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                • hugo sagt

                  Diese Umstände sind seit 40 Jahren verjährt. Wer innerhalb von 40 Jahren Tierwohlerkenntniss nicht fähig war zur Umstellung der will nicht umstellen, der nimmt die Anbindehaltung bis in alle Ewigkeit in Kauf.
                  Wer im Jahre 2020 Tierquälerei betreibt wegen Milchgeld der ist unglaunwürdig.
                  Nur ein Bruchteil der bayersichen Kühe wird im Sommer auf eine Alm getrieben, c. 45.000. Aber 30.000 Betriebe allein in Bayern betreiben noch Anbindeahltung ohne Weidegang.
                  Diese 30.000 sind anscheinend unbelehrbar, bei dieser Masse ist jede Entschudligung blanker Hohn.
                  Der BBV will kein Verbot von Anbindehaltung
                  Der BBV will keinen Endtermin von Anbindehaltung
                  Ihr Bauern mit Anbindehaltung wollt bewusst und mit Vorsatz weiterhin diese Art der Tierquälerei.
                  Und das sind meist die kleineren Betriebe die eh nur im Nebenerwerb betrieben werden, da geht niemand in Insolvenz, da gehts nur um das bißchen Milchgeld zu Lasten des Tierwohls.
                  Jungbauern müssen mit Ihren Vätern erbittert streiten wenn Sie einen Freilaufstall bauen weil diese alte gefühlose Generation keinerlei Gefühl für Tierwohl hat.
                  Es gibt für Tierquälerei KEINE Entschuldigung.

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                • firedragon sagt

                  Seufz, Hugo,
                  ich habe Dich schon verstanden, alle anderen hier ebenfalls. Du brauchst Dich nicht andauernd zu wiederholen .
                  Damit ist das Thema für mich durch, ich lege keinen gesteigerten Wert daruaf, mich mit Dir zu „unterhalten“, zumal Deine Vorwürfe mich ohnehin nicht betreffen .
                  Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend.

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                • Hugo sagt

                  Ist auch nicht nötig, an wichtigerer Stelle gibt es diese Einsicht mit Gerichtsurteil:

                  Die ganzjährige Anbindehaltung von Rindern ist mit dem Tierschutz unvereinbar, urteilt das Verwaltungsgericht Münster.
                  In der Anbindehaltung seien nahezu alle durch das Tierschutzgesetz geschützten Grundbedürfnisse der Rinder stark eingeschränkt, so das Verwaltungsgericht Münster in einer Entscheidung vom 20. Dezember 2019 (Az.: 11 L 843/19). Als Folge der Bewegungsarmut könne es zu gehäuften Erkrankungen kommen und Schmerzen entstehen.
                  Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts ist bereits Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen eingelegt worden.

                  Ich hoffe die Beschwerde wird abgewiesen und aufbauend auf dieses Urteil wird es zu weiteren Verbesserungen in der Kuhhaltung kommen. EIn Anfang ist gemacht.

                  Aber ja, auch diese Richter haben ja keine Ahnung vom Tierwohl??

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Als ehemaliger Bauer mit einem geerbten 4-6 Kuhstall warst Du immer Nebenerwerbslandwirt und bist anscheinend lieber LKW gefahren. Deine Vorfahren haben trotz 1000 Meter die Kühe noch auf die Weide getrieben. Erst Du hast auf die 24 Std. x 365 Tage Anbindehaltung umgestellt.“

                  Der Nachtzug fährt heut auf Gleis 2 ab.

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      • Inga sagt

        Ach will Hugo Land pachten und bewirtschaften und mit Hilfe der Sobventionen dann die teuren Landmaschinenreperaturen bezahlen oder deren Neuanschaffung? Kann er sich aber fühlen, wenn er mit dem neuen Trecker und seinem Führerschein T durchs Dorf fährt.

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        • Hugo sagt

          Hugo will kein Land pachten und keinen Trecker fahren.
          Hugo will sich aber auch nicht verarschen lassen in Bezug auf Behauptungen wie diese:
          „An die Direktzahlungen gebunden sind Umwelt- und Tierschutzstandards, die von landwirtschaftlichen Betrieben eingehalten werden müssen!“
          Und wenn man nachfrägt was dieser Tierschutzstandard wert ist bekommt man diese Antwort:
          „Anbindehaltung ist nicht verboten, deshalb erfüllt man den Tierschutzstandard.“
          Dasselbe gilt für Käfighaltung von Hühnern, in Deutschland immer noch erlaubt. Und soll nach dem Willen der Betreiber bis 2025 verlängert werden.

          Wenn mir ein Milchbauer mit 72 Milchkühen vorjammert das er seine Anbindekühe schlachten muss weil er einen neuen Freilaufstall baut und diese blöden Viecher durch jahrelange Anbindung nicht mehr gehen können und sich im Freilaufstall ja nur die Beine brechen würden dann zeigt das schon auf wie wichtig hier das Tierwohl ist. Und das der bayerische Staat für dieses Problem nicht zusätzliche Finanzhilfen bereitstellt ist dem Bauern nach auch noch eine ausgemachte Ungerechtigkeit.

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          • Inga sagt

            Ja, wenn der Staat das nicht fördert!?!
            Hauptsache er fördert deine Freizei wie Schwimmbad oder den Tourismus in den Bergen und so!

            Die neuen Kuhställe in der Massentierhaltung werden doch schon jahrelang auf Laufstallbasis gebaut. Da laufen Kühe genügen frei rum, ohne sich ein Bein zu brechen.
            Bist du sicher, dass der Bauer, den du interwievt hast, dich nicht verar. hat?

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            • Hugo sagt

              Dem Bauer ist das bitter ernst.
              Schwimmbad, Tourismus geht nicht mit Tierquälerei einher, ein riesiger Unterschied zur Subvention von Bauern mit uralten Ställen.
              Und dieser Bergtourismus schädigt teilweise auch die Umwelt, aber nicht mit Giften die sich im Grundwasser anreichern.
              Ich bin regelmäßig mit unserem Hüttenwart dabei wenn es um Wegebau geht, wenn wir die Wanderwege unserer Sektion reparieren.
              Aber da wird kein Gift in die Natur gespritzt das sich dann bis in den Honig oder im Bier nachweisen läßt und Honig teilweise unbrauchbar macht.

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              • Inga sagt

                Aber die Subventionen für den Tourismuss kommen den Touristen zu Gute, wofür sie keinen Finger krumm machen müssen. Das wollte ich dazu sagen, sonst nichts, noch nicht mal den Vergleich ziehen, ob jährlicher Kunstschnee schädlicher für die Fläche ist, wie das verdünnte Glyphosat alle paar Jahre mal auf den Äckern. Da wächst auch in 10 Jahren noch was, aber auf den Hängen und Pisten, wo als Ski, die alles verdichten, gefahren wird?

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                • hugo sagt

                  Für die EU-Subventionen müssen Bauern auch keinen Finger krumm machen. Alleine wenn Sie eine Wiese erst nach der Blüte mähen bekommen Sie schon Geld.
                  Oder wenn Sie Schafe halten die einen großen eingezäunten Fischweiher abweiden bekommt ein „Bauer“ der sonst keine Landwirtscahft mehr betreibt pro Jahr 800 € Subvention.
                  Mir geht es hier nicht um solche Kleinigkeiten, mir geht es um all die Kühe in Deutschland die an der Kette in der Box stehen müssen, 24 Std. 365 Tage und soviele Jahre bis die Milchleistung nachläst. Und um all die Hühner in den Käfigen, Egal ob Legebatterie oder Kleingruppenkäfige, reine Wortspielereien mit 5x EC-Kartenfläche Unterschied.
                  Das alles ist geheuchelte Täuschung der Endberbraucher, die das nicht wollen. Leider werden wir durch die Verpackungsaufmachungen noch vorsätzlich getäuscht.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Auf welchem Gleis fährt der Zug jetzt ab?

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Meine Oma hat gesagt, dass ihr Schwager und seine Cousine bei der Bergtur nicht in die Natur scheißt, damit der Nitratgehalt nicht ansteigt.

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                • hugo sagt

                  Deine Oma hätte auch kein Glyphosat gespritzt und die hat Ihre Tiere im Sommer sicher auf die Weide getrieben, auch wenn etwas weiter entfernt.
                  Schade das die Enkel sich nicht mehr an solchen Werten orientieren.
                  Für Oma war eine Kuh etwas wertvolles, lebendes um desen Wohl Sie sich sorgte.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Hätte, oder hatte?

                  Meine letzte Oma ist leider bereits 1956 verstorben, in einer Zeit wo andere die Deutungshoheit für sich im Forum anstreben, noch in der Unterhose des Vaters schlummerten.

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                • hugo sagt

                  Wer seine Oma bemüht muss auch akzeptieren das man dieser Frau mehr Courage und Verstand zutraut.
                  Und ich verlange keine Deutungshoheit nur mag ich kein verschleiern von Anbindehaltung, kein Leugnen von Käfighaltung, keine 400.000t anstatt echter 16 Millionen Tonnen Milchüberschuß.
                  Wenn man sich hinter EU-Bio-Label versteckt, wenn man sich hinter Tierschutzstandard versteckt und bei genauerem hinsehen bemerkt das diese Begriffe absolut nichts wert sind, Anbindehaltung, Käfighaltung dadurch sogar straffrei und legalisiert werden dann ist es das wert das man das anspricht.

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                • hugo sagt

                  Und trotz euerer Beschwichtigungen hier, der BBV ganz öffentlich gegen die Abschaffung von Anbindehaltung ist, ja nicht mal ein Auslaufdatum für solche Ställe haben will. Das ist Euer Verein, die habt Ihr gewählt, das sind Euere Ziele.
                  Konsumenten täuschen, so tun als ob und im Hintergrund genau das Gegenteil von artgerechter Tierhaltung weiterhin gesetzlich verankert haben wollen.
                  Sowas gehört immer wieder angesprochen, vor allem wenn keinerlei Einsicht euererseits zu erkennen ist sondern nur peinliche Ausreden und mit den Finger auf andere zeigen.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            „Hugo will kein Land pachten und keinen Trecker fahren.“

            Hugo will nur den Bauern an das Bein pinkeln,
            oder er will Bauern schlecht machen, damit die Bürger glauben, das verhungern lassen von Pferden durch den Naturschutzbund (NABU) eine Bagatelle ist.

            Ja,
            manche Bauern haben Anbindehaltung, der Naturschutzbund (NABU) lässt Pferde verecken.
            Lassen wir die Bürger entscheiden.

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            • Inga sagt

              War früher auch schon überflüssiger Nitrat im Boden? Das kommt noch nur von Soja, Tier- u. Fischmehl oder anden guten Nährmitteln, die wir den Tiere geben, um besseres rotes Fleisch anzusetzen, mehr Eiweiss u. Fett in der Milch und Eiern sind, damit Verbraucher Hugo zufrieden ist, denn mit den 7cm Fett unter der Schwarte des Schlachtschweines weiss er nichts anzufangen, gwgenüber seimen Vorfahren. Die waren noch zufrieden damit und wir Baiern braichten weniger fremde Nährstoffe in die Kreislaufwirtschaft zu bringen, da gab es noch nicht zu viel Nitrat, höchstens in Hugos Gartenecke, wo sein Opa immer den Eimer von hinteren Häuschen, wo eon Herzchen in der Türe hat hin leerte.

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              • hugo sagt

                Opas Häuschen stand am Misthaufen und wurde mit aufs Feld gefahren 😉
                Soja-, Tier-und Fischmehl verfüttert Ihr nicht wegen dem Endverbraucher sondern um mehr aus dem Tier rauszuholen zwecks Gewinnmaximierung.
                Wenns nach uns Verbraucher gehen würde wäre eine artgerechte Fütterung mit Gras und Heu ausreichend.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Vor einer Gewinnmaximierung muss man zuerst überhaupt Gewinne machen. Mit Heu und Gras geht das nicht.

                  Soweit mir bekannt,
                  ist es noch nicht verboten, mit Landwirtschaft seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

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              • Hugo sagt

                Kein Problem aber dann nicht behaupten das der Endverbraucher diese Art von Fütterung will.
                Seit ich weiß das der belastete Ostseefisch überwiegend zu Fischmehl verarbeitet wird hab ich was gegen Fischmehlfütterung.
                Und es gibt Bauern die nur mit dieser konventionellen Fütterung leben können und sogar qualitativ bessere Milch produzieren. Solltest Dich informieren, andere können das :-)))

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            • hugo sagt

              Ich will keinem Bauern was.
              Ich will nur manchen (in Bayern alleine 30.000) Bauern mit Anbindehaltung sagen das das Tierquälerei ist.
              Und ich hoffe und glaube das ein Verbot der Anbindehaltung doch noch kommt. Es gibt schon Molkereien die deren Milch nicht mehr annehmen.
              Ich hoffe das diese Molkereien regen Zuspruch bekommen.
              Bisher konnte der Kunde mangels Angebot nicht entscheiden, erst seit es sowas wie Heumlich gibt haben wir eine Wahl.
              Bisherige EU-Bio-Milch durfte auch von Kühen aus Anbindehaltung geliefert werden, hoffe das dies demnächst eingestellt wird.
              Der BBV will natürlich weiterhin auch für solche Betriebe das BIO Label.
              Kennzeichnung was welcher Tierhaltung die Milch kommt
              Kennzeichnung aus welchem Betrieb die Eier für verarbeitete Lebensmittel kommen
              das wär ehrlich und für den Konsumenten eine echte Entschewidungsfreiheit.
              Warum seit Ihr dagegen?

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Wer ist gegen die Kennzeichnung aas welcher Tierhaltung die Milch kommt?
                Wer ist gegen die Kennzeichnung aus welchem Betrieb die Eier für verarbeitete Lebensmittel kommen?

                Doch nicht die Bauern!

                Wenn ihr den entsprechenden Preis bezahlt, dann können die Bauern auch nur Heu und Gras füttern.

                Tierschützer wie Peta finden diese Produkte Heu und Weidemilch übrigens nicht besser als konventionelle Milch.

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                • Hugo sagt

                  Bauern und Molkereien sind dagegen. Als Stiftung Warentest Milch testete hat z.B. die Pidinger Molkerei „Berchtesgadener Milch“ keine Angaben dazu machen wollen. Den Preis zahlen wir gern. Tierschützer haben noch strengere Ansätze bezüglich Tierhaltung, mir würde in einem ersten Schritt schon Abschaffung der Anbindehaltung reichen verbunden mit der Hoffnung das ein Umdenken eintritt.
                  Aber BBV und Bauern wollen darüber nicht mal diskutieren.
                  – kein Verbot der Anbindehaltung
                  – kein Endtermin bezüglich Umstellung
                  Ihr habt die gewählt, Ihr wollt das alles nicht.

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                • Inga sagt

                  Was haben die Bauern da in Berchtesgarden denn für Erfahrungrn gemacht, Hugo?
                  Hatten die Bedenken wegen des Absatzes?

                  Und welcher Organisation, die keine Anbindehaltung mag, gehörst du an?
                  Welche Erfahrung hast du in der Milchverarbeitung?

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                • Hugo sagt

                  Wenn Du die Berchtesgadner Milchwerbung siehst dann weißt warum. Der Durchschnittsbauer der Pidinger Molkerei besitzt 23 Kühe und das Anliefergebiet erstreckt sich von Passau über Chiemsee, Bad Tölz, Wolfratshausen bis Mittenwald. Hat also mit Berchtesgaden und Almkühen absolut nix mehr zu tun.
                  Außer dem Alpenverein gehör ich niemand an.
                  Milchverarbeitung, Oma hat per Hand gemolken Sie hats mir gezeigt. Bei 2 Kühen wurde die gewonnene Milch selber verbraucht. Bin aber in der Oberpfalz auf dem Land aufgewachsen, Dorf mit 300 Einwohner und 9 Bauern. Hab erlebt wie die Molkerei entstand und wieder zu machte, aber auf jeder Wiese auf der wir gespielt haben waren auch Kühe da, mit Weidezaun, Kuhfladen und großen friedlichen Tieren.
                  Und als ich vor Jahren wieder mal einen Schulfreund besuchte, meinen Kindern einen Bauernhof gezeigt habe wurde mir schlecht. Kühe die im Sommer nimmer raus dürfen kannte ich nicht, Kettenhunde sind verboten, Kettenkühe nicht hab ich gelernt. Silofutter das wie Kotze riecht, keine Heustadel mehr. Kühe denen man Mais zum Stopfen verabreicht weil sie durch die zu eiweißreiche Ernährung Durchfall bekommen. All das halte ich für vorsätzliche
                  Tierquälerei wenn man weiß das wir eine massive Überproduktion und einen entsprechenden Preisverfall haben.
                  Da ich viel wandern geh und im Schlierseer Raum immer viel Almvieh sah hab ich in den 30 Jahren München diesen kriminellen Wandel in der Milchviehhaltung einfach nicht mitbekommen.
                  Jetzt wo ich schon wieder einige Jahre in meiner Heimat wohne bekomme ich das dafür hautnah mit.

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          • Inga sagt

            Aber Hugo muss wissen, das Feinfühligkeit und Sympathie mit Tieren nicht nach Berufsgruppe geht, sondern individuell ist.
            Das hatten sowohl die Alten Bauern, auch die bei den Nazis (die habe ja keine Gefühle gelten lassen, denn die wären unmännlich, dafür sind ihre Söhne in den 70igern Softies, die heutigen Altbauern, geworden) sein mussten also auch junge Bauern, das ist individuell verschieden.
            Wen meinst du nun mit Altbauern?

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            • Hugo sagt

              Hallo Inga,
              Ich lehne jegliche Zusammenhänge mit Nazis ab, auf der Ebene diskutier ich nimmer mit.
              Euch ist kein Argument zu krass.
              Altbauern sind für mich solche die seit Anfang der 70iger Jahre Anbindehaltung betreiben ohne wenn und aber. Das man neuere Tierwohlerkenntnisse innerhalb von 50 Jahren nicht verwirklichen kann oder will zeigt doch die Gesinnung dieser Menschen auf.
              Jeder andere Berufszweig musste auch modernisieren, egal ob Zahnarzt, Bäcker, Wirt u.s.w.
              Mir reicht es das es im Dezember 2019 ein Gerichtsurteil zur Anbindehaltung gegeben hat. Ich hoffe das die Berufung abgelehnt wird und das Urteil bestand hat.
              Dann haben Vetrinärärzte und Tierschutzorganisationen endlich eine rechtliche Handhabe gegen unbelehrbare Bauern.
              Seit ich das von diesem Urteil weiß ist mir sichtlich wohler.
              Belassen wir es dabei und warten wir ab was letztendlich dabei rauskommt.

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              • Ferkelhebamme sagt

                „Ich lehne jegliche Zusammenhänge mit Nazis ab, auf der Ebene diskutier ich nimmer mit.“
                Darf ich dich zitieren:
                „Solange Bauern sowas wie KZ-Eier überhaupt produzieren dürfen, auch die entsprechende Skrupellosigkeit haben wird es Abnehmer geben.
                Das Argument, KZ-Eier werden gebraucht weil es die Industie verlangt rechtfertigt NICHT zu Tierquälerei.“
                „KZ-Käfige“

                Beschämend!

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                • Hugo sagt

                  Eine Haltungsform als KZ- Haltung zu bezeichnen ist dank eines Zoodirektors erlaubt.
                  Wenn hier aber über Menschen gesprochen wird ist das doch was anderes, oder gibts da für Dich keinen Unterschied?
                  Ich bin 63 und kann und will mir kein Urteil über die Vorkriegs-und Kriegsgeneration erlauben.
                  Beschämend sind solche Argumente, Vergleiche und Ausreden wenns um Tierquälerei geht.

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              • hugo sagt

                Die Euch jetzt in den Rücken fallen weil es gerade aktuell ist.
                Pech gehabt, sowas sollte man NIE wählen!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Man muss immer mit der Zeit gehen,
                  habe jetzt meine Aktien verkauft und 20 Paletten Klopapier geordert, morgen wird geliefert. 😉

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo, du solltest nicht immer verallgemeinern. Es sind Brüder in deinem Geiste, merkst selber oder?
                  Mich kannst da jedenfalls ausnehmen, ich gehöre nicht zu „euch“, wie du hier titulierst.
                  Deine Einlassungen sind auch langsam langweilig, sie ähneln einem starrsinnigen alten Mann, der weder Nahrung erzeugt, noch Bauer ist. Evtl. ist ja ein verpasste Lebenschance die Ursache für eine derartig verbal einseitige Weltsicht.
                  Übrigens kannst ja mal einen Füttrungsversuch machen und den Kühen alternativ Heu und eine Grassilage anbieten, wetten, dass die Kühe nach Nährwert selektieren, und nicht nach deiner Nase?

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                • hugo sagt

                  Wer sich AfD Politik zu eigen macht und damit argumentiert ist selber schuld wenn er daran gemessen wird.
                  Für jeden zivilisierten Menschen sollte es selbstverständlich sein jegliche Aussagen dieser Partei zu ignorieren und nicht auch noch zu verbreiten.
                  Jeder Produzent von Heumilch wird Dir ganz einfach beweisen das es geht und das diese Heumilch nachweislich eine bessere Qualität hat als die von „Hochleistungskühen“
                  Bei Überzüchtung bleibt immer was auf der Strecke, bei der Milch die Qualität.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ach Hugo, es hat keinen Sinn. Züchtung hat nichts mit dem Futter zu tun und schlechtes Heu ist kein Vergleich mit guter Silage….oder andersherum. Jedenfalls gibt es kein Bedürfnis dafür, dass eine Milch der anderen vorzuziehen sei, nur weil in einem Liter minimal mehr Omega 3 gefunden wurde. Du kennst doch deinen Status in der Omega 3- 6 – Versorgung gar nicht und die Mehrheit der Menschen auch nicht. Das ist allein ein Wettbewerbsvorteil durch Suggerierung, oder Glaube.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sie schweifen ab,
                  Anbindehaltung ist doch das, was sie meinen bekämpfen zu müssen, oder haben sie das Thema gewechselt?

                  Ich Tippe mal, dass sie Rentner sind und keine Beschäftigung haben. Vermutlich stammen sienoch von einem Bauernhof ab und sind noch immer der Meinung, zuwenig geerbt zu haben.

                  Sie könnten sich im eigenen Haushalt nützlich machen, wenn die Angetraute die Mithilfe ablehnt, helfen sie in der Flüchtlingshilfe, das wäre Nützlicher als sich über die AfD aufzuregen, oder bei der Tafel könnten sie sich auch einbringen, die bekommen ihr Essen nicht hingelegt, wie die angebundenen Kühe.

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                • Hugo sagt

                  (Sattledt, 18. Juli 2019, HOFER) Mit 1. Juni wurde das Lieferantennetz für die „Zurück zum Ursprung“ Bergbauern Bio-Heumilch auf insgesamt 32 Milchbauern aus dem Mühlviertel erweitert, wodurch die Anzahl an liefernden Betrieben in den letzten fünf Jahren verdreifacht werden konnte.

                  Also wenn Hofer (Aldi Österreich) jetzt auch schon Heumilch anbietet, und sich das in 5 Jahren verdreifacht hat dann wundere ich mich sehr über Ihre Sicht des Kundenwunsches.

                  Den das EU-Bio-Label solls ja demnächst für Kühe in Anbindehaltung auch nicht mehr geben. Gut so, weiter so.

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                • Hugo sagt

                  Kühe frieren im Winter nicht. Auch dann nicht, wenn das Thermometer Minustemperaturen anzeigt. Regelmässiger Aufenthalt im Freien und/oder ein offener Laufstall stärkt die Gesundheit der Tiere auch in der kalten Jahreszeit. Ihr Fell schützt sie hervorragend gegen die Kälte. Im Laufe des Herbstes beginnen sie wie viele andere Tiere auch, ein Winterfell zu bilden. Bei Regen und Wind haben die Kühe gerne einen Unterstand als Wetterschutz und, noch besser, eine trockene Liegefläche. Schnee hingegen lieben die Kühe über alles. Und darum ist trockenes Winterwetter mit viel Neuschnee nicht nur für Menschen etwas Tolles, sondern auch für die Kühe. Dasselbe gilt übrigens auch für Schafe und Ziegen.

                  D.h. verantwortungsvolle Bauern haben einen Stall aus dem die Tier selbstständig ins freie gelangen, die Ausrede das in unseren breiten im Winter keine Kuh zu sehen ist gilt halt wiederum nur für die Anbindehalter.
                  Nur wenn man diese Tiere gewaltsam daran hindert bleiben sie gezwungenermaßen im Stall.

                  Erbärmliche Argumente und Ausreden.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Boah, Hugo, du bist echt Wissens-befreit. Es geht doch nicht um das Klima für die Kuh. Es wächst bei uns in den Monaten Oktober bis März nichts in unseren Breiten….echt Hugo lass es endlich sein.
                  Und bei uns sind die Weißen schwarz getreten, wenn die Kühe nur zwei Tage draußen laufen.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard es ist sinnlos, der Kollege hat theoretisches Teilwissen mit löffeln gefressen, ist aber trotzdem total ahnungslos! Ist aber nicht weiter schlimm, aber solche Leute bestimmen die Zukunft Deutschlands und da wird es gefàhrlich!

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Hugo, du solltest die Quellen deines fulminanten Wissens mal kritisch hinterfragen und dringend an deiner Medienkompetenz arbeiten. Meine Wildrinder zeigen dir gerade aus ihrem Stall durch die immer geöffnete Tür ihren imaginären Mittelfinger. Was passiert, wenn so Traumtänzer wie du tatsächlich mal Verantwortung für Tiere in die Hand bekommen, kann man gerade im Speicherkoog Dithmarschen beobachten.

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                • Hugo sagt

                  Ihr behauptet alle irgendwas um ja die Anbindehaltung zu schützen und zu verteidigen.
                  Ich habt als angebliche Tierhalteprofis aber nicht soviel Mitleid um diese Anbindehaltung zu unterbinden oder selber dagegen zu protestieren.
                  Dafür zerreißt man sich das Maul über einen Fall des NABU.
                  Das es hier in Tirol und in Bayern sehr regelmäßig aufkommt das solche PROFI-Tierhalter=Bauer ihre Tiere verwahrlosen lassen das wird verschwiegen.
                  Und ohne krasse Tierquälerei, Anbindehaltung ist auch Tierquälerei.
                  Und klar, es geht nicht ums Klima, Kühe können jedes Klima vertragen, es geht um Anbindehaltung und das macht Kühe krank.
                  Und Ihr ignoriert das, Ihr verteidigt das, Ihr wählt wahrscheinlich die Bauernverbände die dies rigoros verteidigen.
                  Aber Ihr kettet Kühe an damit sie weder Gras, Wiese, Weide noch Schnee jemals zu Gesicht bekommen.
                  Ist schon klar, mir wär auch jeden Tag schlecht, ich würde auch Alpträume haben wenn ich mir bewusst machen müsste das ich meine Kühe 24 Std. x 365 Tage im Stall angekettet halten würde.
                  Aber anscheinend stumpft man mit der Zeit ab und glaubt irgendwann selber noch das das die typische ländliche Idylle ist, die man schützen muß gegen neuere artgerechte Haltungsformen.

                  Und das niederträchtigste und gemeinste was Ihr Bauern vorbringt ist der Hinweis das wir die Verbraucher, Konsumenten das ja so wollen. Das alleine ist eine der perfidesten Argumente, aber das könnt Ihr.
                  Ihr habt ein Monopol bei der Erzeugung und das nützt Ihr hemmungslos aus. Ihr baut eine Art Erzeugerdiktatur auf ohne dem Kunden eine Wahlmöglichkeit zu geben.

                  Wünsch Euch einen angenehmen Abend, geht nochmal in euere Ställe und überlegt Euch ob Euere Tiere nicht doch etwas mehr Bewegung möchten.

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                • hugo sagt

                  Hallo Brötchen,

                  Um Tierquälerei anzusprechen bedarf es keiner löffelweisen Intelligenz.
                  Mitleid, Mitgefühl für die Kreatur alleine reicht aus.
                  Aber anscheinend braucht es containerweiße Erkenntnis das Anbindehaltung Tierquälerei ist.

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                • Brötchen sagt

                  Hugo bei uns gibt es schon seit ewigen Zeiten keine anbindehaltung mehr!
                  Ost- und Norddeutschland.
                  Bitte nach Süddeutschland wenden! Meines Wissens sind hier auch zur Zeit keine milchkuhalter, die es betrifft unterwegs!

                  du bist hier irgendwie falsch!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Brötchen

                  Der Hugo hat meinen Betrieb auch schon auf 1000 NN gesehen.
                  Tatsächlich liegt meine Hofstelle bei 205 NN.

                  Der blickt es schon lange nicht mehr.

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                • Karl Timme sagt

                  Hugo, die Platte hat einen Sprung. Irgendjemand muss die Nadel weiter setzen, sonst ist das nicht mehr zu ertragen. Sie befinden sich in einer unendlichen Schleife. Damit erreichen sie nichts.

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                • hugo sagt

                  Guten morgen,

                  wusste ja nicht das Ihr geologisch gesehen fast in einer Depression lebt ;-)))
                  Das Ihr aber dann soooo gut über Bergbauern in Österreich Bescheid wisst wundert ebenfalls.
                  Ich schimpf ja über niemand der seinen Tieren Auslauf gewährt und falls ich da jemand zu nahe getreten bin dann Entschuldigung.
                  Find es toll das Ihr es einseht und auf die 30.000 Bauerbetriebe in Bayern verweist die Anbindehaltung betreiben.
                  Verteidigen sollte man diese Tierhaltung aber auch nicht ansonst ist man unglaubwürdig.

                  Guten morgen Ferkelhebamme,

                  bei uns in der Oberpfalz gibts ein Sprichwort:
                  wia da Herr sos Gscherr
                  mehr sog i net

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  你是一個混蛋,一個愚蠢的人

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Eso tuvo que ser!

                  Das musste mal sein!

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                • Hugo sagt

                  Kein Grund gleich ausfallend zu werden.
                  Oder war das jetzt an Menschen gerichtet die Anbindehaltung betreiben?
                  Dann stimme ich Ihnen aus ganzem Herzen zu.

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              • Hugo sagt

                Hallo Herr Seevers,
                Der Verbraucher ist anderer Meinung wenns um Qualität geht. Warum gibt es immer mehr Molkereien die Milch aus Anbindehaltung nicht mehr annehmen, wegen der Kundenwünsche nach Qualität. Damit verbunden ist auch eine teiweise artgerechtere Haltung der Tier. Das Gesamtpacket all dieser Aspekte macht die Heumilch zum besseren Produkt. Durch die neue EU-Verordnung zu Bio-Milch werden hoffentlich eh viele Betriebe das Bio-Label abgeben müssen und der verbraucher wird nicht mehr so getäuscht. Gut so, weiter so.

                Hallo ehemaliger,
                Weder noch, ich stamm aus einem Familenhandwerksbetrieb. Kenn also die Thematik des Selbstständigseins mit wenig oder keinen Urlaub, mit viel Arbeit sehr genau. Deshalb hab ich auch den Weg Ihrer Söhne gewählt.
                Aber auch wenn ich einen Bauernhof geerbt hätte, Anbindehaltung mit der damit verbundenen Qualen der Tiere hätte ich NIE gemacht. Vor die Wahl gestellt seinen Lebensunterhalt mit dem Leid von Tieren zu bestreiten wär niemals eine Wahl gewesen.
                Und wenn man bedenkt das Ihr diese Form der Tierhaltung hier vehement verteidigt dann merk ich einfach das nur ein Gesetz hilft diese Quälerei zu beenden.
                Auf Vernunft, Einsicht, Mitleid mit dem Tier hofft man hier vergebens.
                Und wenn ihnen als ehemaliger zu fad ist könnten Sie ja mal versuchsweise Tiere eines Kollegen auf eine Weide treiben und zusehen wie sich diese Tiere freuen würden.
                Und es geht hier um Tierquälerei und nicht um Politik!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo:“Der Verbraucher ist anderer Meinung wenns um Qualität geht. Warum gibt es immer mehr Molkereien die Milch aus Anbindehaltung nicht mehr annehmen, wegen der Kundenwünsche nach Qualität. “
                  So ein Quatsch. Die Molkereien werben mit einem Alleinstellungsmerkmal. Der Kundenwunsch ist völlig Banane. Molkereien würden auch mit tibetanischer Gletschermilch mit tausendjährigen Eiskristallen einen Riesenumsatz generieren, weil sie es anbieten, nicht weil der Kunde am Tresen steht und danach fragt….völliger Quatsch.

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                • Ostbauer sagt

                  @Hugo
                  Also,das die Anbindehaltung bei Rindern ein Auslaufmodell ist, bezweifelt hier im Forum wohl keiner.
                  Wenn man nicht so verbissen und teilweise polemisch argumentiert hätte,wäre das mit Sicherheit in 2oder 3 Komentaren abgehandelt gewesen.
                  Ausserdem war die Entscheidung zu Laufställen in erster Linie ein arbeitswirtschaftliches Argument. Es ist einfacher, die Kuh kommt zum Melker als das der Melker zur Kuh geht. Das die artgerechte Haltung dabei einen positiven Aspekt spielte war damals oftmals zweitrangig. Heute sieht man es anders .
                  Mit der ganzjährigen Weidehaltung sieht es schon anders aus.Wir haben es 3 Jahre ausprobiert.365 Tage im Jahr unterschiedliches Futter, Stoffwechselprobleme,Ehöhung der somatischen Zellzahlen,Fruchtbarkeitsprobleme und von der arbeitswirtschaftlichen Belastung will ich gar nicht reden. Nichts hasst eine Kuh mehr ,als ständig neue Bedingungen. Da sind die Mimosen.

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                • Hugo sagt

                  Hallo Obstbauer,
                  Das mit dem Auslaufmodel geschied aber leider nicht freiwillig und nicht durch Einsicht. Und alleine in Bayern 30.000 uneinsichtige ist halt eine Dimension die erschreckt.
                  Hier sind alle für die Anbindehaltung und verteidigen sie auch noch.
                  Das euere gewählten Bauernverbände auch noch absolut gegen ein Anbindehaltungsverbot und gegen ein Ende dessen sind kann man ja auch überall lesen.
                  Warum wählt Ihr Vertreter die gegen das Tierwohl sind?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo, Bayern war und ist schon immer „anders“ gewesen. Bayern ist das gelobte Land bezüglich der bäuerlichen Familienbetriebe. Bayern hat immer herausgekehrt, dass nur die dort praktizierte Form der bäuerlichen Landwirtschaft das Maß der Dinge sei. Deshalb gibt es seit Jahrzehnten keine einvernehmliche Lösung hinsichtlich der Gleicheit in der Anwendung vieler landw. Grundsätze. In Bayern gehen die Uhren anders, das wurde dem Norden immer auch so vor Augen geführt. Man hat es immer verstanden seine Landwirtschaft gekoppelt an die Landeskultur als Einheit zu verkaufen. Das spiegelt sich in der ganzen Welt wieder. Das Anbindeverbot stellt nun nicht nur die Milchviehhaltung in Frage, sondern eben die gesamte kulturelle Identität. Aber, dass der Tierschutz hier nun als Maß der Dinge von dir immer und immer wieder angeprangert wird, das ist schon lächerlich, ich finde es heuchlerisch. In den meisten kleinstrukturierten Ländern der EU ist die Anbindehaltung immer noch Standard und Zeichen der guten alten bäuerlichen Familienbetriebe, die es zu erhalten gilt. Wer sich hinstellt und Laufställe fordert, der forciert den Strukturwandel und damit die Zerstörung der achso lieblichen bäuerlichen Familienbetriebe (Ironie!)

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                • Ostbauer sagt

                  @Hugo
                  Tja. Weil alles mit allem irgendwie zusammen hängt.Ist eben ein sehr komplexes System. Bewegt man irgendwo ein Rädchen,dreht sich vielleicht an einer Stelle etwas, was man gar nicht auf dem Schirm hatte und so auch nicht wollte.
                  Die heute noch verbreitete Anbindehaltung in Süddeutschland hat eben eine lange Tradition und ich denke, das die Landwirte sich auch immer an die geltenden Gesetze gehalten haben und für das Wohl ihrer Tiere sorgen. Die kennen sie sogar mit Namen,was man von mir nicht sagen kann. Viele haben auch gar nicht die Bedingungen baulich oder logistisch exorbitant etwas zu verändern. Für solch Betriebe bedeutet das unweigerlich ein Aus.
                  Wenn man jetzt andere Bedingungen haben möchte,muss man vernünftige Rahmenbedingungen setzen und Ausstiegsszenarien entwickeln.(Was ja auch schon getan wird) Über Eines sollte sich jedoch jeder im Klaren sein; Es wird einen Strukturbruch geben welcher dem Ruf nach kleinbäuerlicher Landwirtschaft diametral entgegen steht.
                  Und dann wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben:“Agrarfabriken“ ,“Massentierhaltung“.
                  Landwirtschaft beinhaltet eben auch Wirtschaft,und die Landwirte sollten eben auch davon leben können.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ostbauer: „Und dann wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben:“Agrarfabriken“ ,“Massentierhaltung“.
                  Landwirtschaft beinhaltet eben auch Wirtschaft,und die Landwirte sollten eben auch davon leben können.“

                  Genau Ostbauer, aber Hugo hat sein Ego befriedigt und reiht sich ab da in die Reihen der Gegner der „Massentierhalter“ein, um eine neue Sau zu treiben….Es hat keinen Sinn, bei ihm irgendeine Art Kompromissbereitschaft hinsichtlich Vernunft zu erwarten. Ich wette, er kommt dann mit Tierrecht aus der Deckung.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Hugo

                  Nochmals zum Mitschreiben, Anbindehaltung habe ich noch nie gemacht, bei der Übernahme des Betriebes war der Stall schon leer. Der Erzielbare Reichtum hat mich damals bewogen, bereits im Vorfeld den Stall leer zumachen.
                  Damals hatte der Verbraucher noch die Sorge um das tägliche Fressen und nicht wie heute, wo er nicht entscheiden kann, was er kaufen soll.
                  Na ja, dank Corona sind die Menschen nicht mehr so wählerisch, da wird jedes Dosenfutter gekauft, in Neuseeland haben sich manche geschlägert um die letzte Packung Klopapier.

                  Was für eine irre Welt!!!!!!!!!!

                  Ihrer bitte, die Kühe anderer Bauern auf die Weide zu treiben, kann ich nicht nachkommen, da es in meinem Ort nur noch ein Viehhalter gibt und der macht Mutterkuhhaltung.

                  Wenn sie tatsächlich in Bayern wohnen, dann tun sie was für die armen Tiere, dann brauchen sie nicht ständig ihre festgefahrene Meinung hier verbreiten.

                  https://berufe-dieser-welt.de/der-kuhhirte/

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                • Hugo sagt

                  „In der EU ist die Anbindehaltung immer noch Standard und Zeichen der guten alten bäuerlichen Familienbetriebe, die es zu erhalten gilt.“
                  Zwischen Irland und Italien sehe ich Kühe auf der Weide, in Deutschland nimmer?
                  Seit wann wird Anbindehaltung praktiziert? Das ist und war nie gute alte bäuerliche Tradition. Im Gegenteil, früher wurden die Tiere rausgetrieben und gehütet.
                  Schon wieder so eine Verallgemeinerung das Anbindehaltung gute alte Tradition ist. Unsere Vorfahren hätten den Kopf geschüttelt über diese Tierquälerei.
                  Ich kenns aus der Oberpfalz anders, ganz anders.

                  Aber um dem allen ein friedliches Ende zu bereiten, ich will nicht streiten und freu mich drauf das dieses Urteil gegen Anbindehaltung Bestand haben wird.

                  Führt hoffentlich zu einem schnelleren Ende dieses „bäuerlichen Idylle mit Anbindehaltung“ und 0 Kuh auf der Weide.

                  Wümsch Euch ehemaligen und unverbesserlichen weiterhin alles Gute und darauf das es uns gemeinsam immer nur ums Tierwohl geht.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Huuuugo…..im Moment läuft keine einzige Kuh auf der Weide.😀
                  Es geht vorerst auch nur um die ganzjährige Stallhaltung. Übrigens, falls du weidende Kühe sehen möchtest, komm im Frühjahr gerne ins „Nasse Dreieck“. Du wirst staunen.😎

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                • Hugo sagt

                  Hallo Herr Seevers,
                  Is ja gut, wer nie hinter seinem Scheunentor vervorkommt weiß halt nicht wies woanders zugeht.
                  Das Weidemanagement in Irland ist etwas Besonderes: Die Kühe stehen im Schnitt zwischen 270 und 320 Tagen im Jahr draußen und werden hauptsächlich durch Gras ernährt. Auch die gewonnene Milch wird fast komplett durch die Aufnahme von Gras erzielt. Die Kühe in Irland geben durchschnittlich 5.500 Liter Milch pro Jahr. Kerry Gold hat zwar einen Transportweg, aber tolle Qualität und sehr gutes Bewusstsein fürs Tierwohl. Der Unterschied machst, warum essen soviele Deutsche irische Milchprodukte obwohl etwas tuerer. Wegen dem Tierwohl und der besseren Qualität.
                  Wohlbemerkt, es geht um 24Std. x 365 Tage qualvoller Ankettung oder um Freilauf!
                  Jeder vernünftige Freilaufstall hat eine angrenzende Weide auf der die Tier bei jeder Witterung etwas Auslauf haben wenn sie wollen. Und sogar hier im Inntal sehe ich viele Kühe im freien rumstehen und den Freilauf genießen, auch bei Nieselregen. Da muß ich in kein nasses Dreieck.
                  Aber wie gesagt vielen fehlt der entsprechende Blick fürs wesentliche, dem Auslauf.

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                • Hugo sagt

                  Ich hab ja geschrieben:
                  Zwischen Irland und Italien sehe ich Kühe auf der Weide, in Deutschland nimmer?
                  Und dann kommt so eine Antwort wie:
                  ….im Moment läuft keine einzige Kuh auf der Weide

                  Wer zwischen Irland und Italien nicht räumlich greifen kann der sollte halt solche Aussagen unterlassen.

                  Wie gesagt einfach etwas weiter hinterm Scheunentor hervorwagen.

                  Und Kühe im Inntal, die den ganzen Sommer auf der Hochweide im Kühtai sind, die traun sich auch jetzt auf die angrenzende Weide des Freilaufstalls, sind ja keine Warmduscher.

                  Und alte Kamellen von 2018 rausziehen ist auch nicht gerade überzeugend, wieviele Warnungen seidem für deutsche verkeimte Milch veröffentlicht wurden, würde den Platz hier sprengen.

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  3. firedragon sagt

    Guten Morgen Hugo,
    bitte informiere Dich, zu welchen Teilen die landwirtl. EU-Gelder an wen verteilt werden (da ist u.a. der Hochwasserschutz dabei).
    Kannst ja dann noch ausrechnen, was den Betrieben dann noch bleibt – ach musste gar nicht, kann man ja im Netz nachlesen, mit freundlicher Unterstützung des Staates.

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    • hugo sagt

      40 Prozent der gesamten EU-Mittel fließen in die Landwirtschaft!
      Hochwasserschutz ist absolut zu vernachlässigen, wegen dem bleiben den Betrieben nachwievor 99,9%.
      Die Reinigung von verschmutzten Trinkwasser durch Überdüngung müssen wieder wir alle leisten, schade das man das dem Verursacher nicht aufs Auge drückt, da will wieder kein Bauer schuld sein.
      Das Imker mittlerweile tonnenweise Honig wegwerfen müssen weil Bauern mit Glyphosat verantwortungslos umgehen ist Fakt.
      D.h. Bauer verursachen mehr Umweltschäden als jeder andere nur und ausschließlich wegen des Profits auf Kosten der Allgemeinheit.

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      • Reinhard Seevers sagt

        4% des Wassers werden zu Nahrungszwecken genutzt…..die Masse Nitratfreien Wassers gehen durch die Kloschüssel, fürs Autowaschen, Rasensprengen und Co drauf…..also wäre max. ein Bruchteil der Kosten notwendig. Außerdem ist gar nicht klar, dass Mehrkosten entstehen, wenn der Nitratgehalt nämlich sinkt.

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        • Hugo sagt

          Verunreinigung entsteht durch Überdüngung, das ist wissenschaftlich erwiesen.
          Das unser Trinkwasser 0,1 mygrogramm Glyphosat enthalten darf ist Gesetz, das es aber schon Biere wie Jever und ähnliche gibt, die 14 mygrogramm davon enthalten weil Bauern unverantwortlich damit umgehen ist auch Fakt. Diese Mengen kommen über die Gerste rein nicht durch das Wasser!!!
          Warum werden massive Umweltsünder und Tierquäler noch subventioniert?
          Lieber ein Bauernsterben als all diese sinnlosen Belastungen weiter finanzieren.
          Subventioniert und zusätzlich die Umwelt so stark belasten das der Steuerzahler auch noch dafür aufkommen muß!
          Wo bleibt das Umweltbewusstsein der Landwirte?
          Wahrscheinlich ebensowenig vorhanden wie das Bewusstsein für Tierwohl.
          Es gibt genügend Bauern die verantwortungsvoll mit Tier und Umwelt umgehen aber die sind leider in der Minderheit und werden von der Masse der „Anderen“ überstimmt.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Die Sikkation“, (chemische Trocknung, Vorerntespritzung) von Getreide ist in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. zb. bei Lagergetreide.

            Ausländische Gerste darf in deren Ländern mit Glyphosat behandelt werden, somit wird man Glyphosat im Bier auch noch finden, wenn Glyphosat in Deutschland verboten ist.

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          • Thomas Apfel sagt

            Verantwortlich für die angeblichen Rückstände im Bier ist AMPA, das in allen Reinigungsmitteln für Behälter und Leitungen enthalten ist. Da es auch Begleitstoff in den Anwenderformulierungen von Glyphosat ist, wird überall wo aus Propagandagründen Glyphosat gefunden werden soll als indirekter Nachweis verwendet werden.

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            • hugo sagt

              Verantwortlich ist der Bauer, der seine Gerste verantwortungslos zuviel mit Glyphosat spritzt. Untersuchungen haben ergeben das es nur und ausschließlich durch die Gerste ins Bier kommt, es wurden alle anderen Einflüsse untersucht, Brauereiquellen, Reinigungsmittel und das Ergebniss ist immer die Gerste, die anscheinend vor Glyphosat tropft.
              AMPA Rückstände und 14 mygrogramm Glyphosat sind zweierlei.

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            • Inga sagt

              Das habe ich schon mal gehört,
              Ich habe jahrelang eine Rohrmelkanlage sauber gemacht, mit sehr scharfen Mitteln, weil vom Veterinäramt vorgeschrieben.
              Die gleichen Vorschriften gelten auch in Brauereien.
              Hugo dann schau da mal nach, ob da alles richtig läuft.
              Kennst du einen Bauern, der Braugerste anbaut, dann frag den doch mal.
              Oder frag hier mal in die Runde, ob ein Braugerstenanbauer dabei ist!

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              • hugo sagt

                Aha und wurden diese Mittel dann in Deiner Milch nachgewiesen?
                Dann hast Du was falsch gemacht beim reinigen.
                Brauereien sind Profis und die wissen wie man reinigt und Reinigungsrückstände vor dem Brauvorgang entfernt.
                Das Glyphosat kommt ausschließlich durch die Gerste ins Bier, das wurde aufwendig nachgewiesen indem man alles andere prüfte und ausschließen konnte.
                Hier den Brauereien Schlamperei beim reinigen unterstellen ist schon grass aber symphtomatisch für viele Rechtfertigungen hier.

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        • hugo sagt

          Eigentlich gibst Du ja zu das die Bauern diese Verunreinigung verursachen, entschuldigst das aber damit das man das Trinkwasser eh belasten kann da es nicht unbedingt zum trinken benutzt wird.
          Ist die gleiche erbärmliche Entschuldigung wie die Tierquälerei der Anbindehaltung, weil ja ansonst Bauern ihren Beruf aufgeben.
          Tante-Emma Läden, Metzger, Kneipen, Bäcker, Schreiner u.s.w. sind durch die Neuzeit merklich weniger geworden, niemand aus diesem Berufszweig wurde subventioniert und das Leben geht trotzdem weiter.
          Nur die Bauern wurden und werden stark subventioniert, sind aber trotzdem unfähig sich den neuen Herausforderungen zu stellen und wollen auf Kosten des Tierwohls und der Umweltschädigung Gewinne erwirtschaften.
          Dann lieber weniger Bauern, dafür verantwortungsvolle und höhere Kosten für qualitativ höher wertige Lebensmittel wie Heumilch u.s.w.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Nimm mal die Scheuklappen ab.
            In meiner Heimatgemeinde wurde eine Gastwirtschaft mit 60.000 Euro für den barierenfreien Umbau einer Toilette subventioniert.

            Für einen neuen Verkaufsraum einer Bäckerei 120.000 Euro.

            Für die Umsiedlung eines Metallbetriebes in unsere Gemeinde 200.000 Euro,
            alles aus dem Programm ländlicher Raum, aus dem Landwirtschaftsetat

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            • hugo sagt

              Verantwortlich ist der Bauer, der seine Gerste verantwortungslos zuviel mit Glyphosat spritzt. Untersuchungen haben ergeben das es nur und ausschließlich durch die Gerste ins Bier kommt, es wurden alle anderen Einflüsse untersucht, Brauereiquellen, Reinigungsmittel und das Ergebniss ist immer die Gerste, die anscheinend vor Glyphosat tropft.
              AMPA Rückstände und 14 mygrogramm Glyphosat sind zweierlei.

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          • firedragon sagt

            Hugo,

            ich finde es wirklich toll von Dir, dass Du eine eher tiergerechte Haltung bei Milchkühen, mit dem Kauf der Heumilch unterstützt.
            Ich frage mich nur langsam, was für Kräutlein da so auf den Wiesen wachsen, die dann auch zu Heu getrocknet werden.
            Du hast nur Beschimpfungen für die Landwirte übrig. Es ist keine vernünftige Diskussion mit Dir möglich und an den Menschen, die Dir antworten liegt es nicht.

            Ich habe kein Interesse daran, mich mit Dir zu „unterhalten“ und empfehle allen hier im Blog, nicht mehr auf Deine Kommentare zu reagieren.

            Unterstütze bitte weiterhin die, die Deine Idealvorstellungen umsetzen. Werbe bei anderen Verbrauchern und hoffe für die dt. LW, dass dies tatsächlich der richtige Weg ist, von dem eine Bauernfamilie gut leben und für das Alter vorsorgen kann.
            Ich wünsche Dir noch einen angenehmen Abend.

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        • Hugo sagt

          An die Direktzahlungen gebunden sind Umwelt- und Tierschutzstandards, die von landwirtschaftlichen Betrieben eingehalten werden müssen!

          Der blanke Hohn, typische Bauernmentalität.
          Anbindehaltung ist Tierschutzstandard den die deutsche Landwirtschaft energisch verteidigt.
          Überdüngung, Vergiftung des Grundwassers wird von den Bauern in Kauf genommen den die Rechnung zahlen wir alle und unsere Nachkommen.

          Solche Bauern und solche Argumente kenn ich zur Genüge und solche Bauern sollen lieber den Beruf wechseln, zum Landwirt fehlt diesen Menschen das nötige Verantwortungsbewusstsein.

          Leider ist diesen Menschen das Geld wichtiger als jegliche Verantwortung für die Umwelt und für die Allgemeinheit.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Was unterbunden durch Bauer Willi gehört,
            sind Beiträge von Hetzern und A………..n

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            • Hugo sagt

              https://ec.europa.eu/germany/eu-funding/grants_de

              Sie haben mir diesen Link empfohlen und ich habe ihn gelesen und genau das gefunden:
              An die Direktzahlungen gebunden sind Umwelt- und Tierschutzstandards, die von landwirtschaftlichen Betrieben eingehalten werden müssen!

              Und jetzt zeigen Sie mir bitte auf was genau der Tierschutzstandard zur Anbindehaltung sagt.
              Und auch was der Umweltstandart zur Überdüngung sagt.

              Wasserversorger in ganz Deutschland haben immer öfter Probleme, einwandfreies Trinkwasser zu liefern. Der Grund: Düngemittel und Pestizide auf unseren Äckern. Diese sickern ins Grundwasser und belasten es mit Nitrat und anderen gefährlichen Stoffen.

              Vor diesem Hintergrund sind die Umweltstandards der EU anscheinend zu lasch und nur allgemein gehalten.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Anbindehaltung ist nicht verboten, deshalb erfüllt man den Tierschutzstandard.

                Kennen sie die Stadt Lahr, nein?

                Müssen sie nicht kennen.
                Am Rande dieser Stadt gibt es einen Flughafen, früher war das ein von den kanadischen Streitkräften benutzten Militärflughafen. Um diesen Flughafen gibt es stark erhöhte Nitratwerte. Nein, nicht die Maisbauern sind schuld, sondern die Enteisungsmittel für die Militärflugzeuge.

                Irgendwie können wir das auch noch der Landwirtschaft anhängen.

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                • Hugo sagt

                  Eine sehr pervide Argumentation, Tierquälerei ist erlaubt und somit gelebter Tierschutzstandard. Und dafür gekommt der Bauer Subventionen.
                  Warum immer solche Einzelbeispiele wie ehemalige Flughäfen, klar gibt es diese Einzelfälle auch, aber wollen Sie damit Ihre fortlaufende Überdüngung und Trinkwasserverunreinigung für alle Zukunft rechtfertigen?
                  Irgendwie fehlt Ihnen die EInsicht das dies immer schlimmer wird je länger es praktiziert wird.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Nur weil ein Grenzwert überschritten ist, stirbt kein Mensch…ist auch noch keiner gestorben daran Hugo!
                  Du musst nicht deine volle Hose immerzu hier ausschütten, das riecht mittlerweile stark.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Hugo

                  Eine Verständigungsfrage:

                  Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass weder ich, noch sie Gesetze machen.

                  Perfide ist ihre Argumentation, wenn sie nicht zu Kenntnis nehmen, dass die Anbindehaltung für ältere Ställe noch erlaubt sind.

                  Der Bauer bekommt für die Viehaltung keine Subventionen, bekäme er die in entsprechender Höhe, dann könnte er den Stall umbauen.

                  Daher hat er nur 2 Möglichkeiten:

                  1. Er macht weiterhin Anbindehaltung, oder er

                  2. Er macht den Stall leer, mit all seinen negativen Folgen für die Mittelsgebirgslagen in denen diese Ställe noch vorhanden sind.

                  Den Gasthäuser, Pensionen und Hotels müssen sie noch klar machen, dass es aus mit dem Geld verdienen ist, wenn die Landschaft nicht mehr gepflegt wird.
                  Mit dem Generationswechsel wird dies eh eintreffen.

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                • Hugo sagt

                  @ Hugo

                  Eine Verständigungsfrage:

                  Bevor der angebliche Tierfreund mit der Anbindehaltung weitermacht, dann sollte er soviel Mitgefühl mit dem Tier haben und dichtmachen und nicht auf ein Tierschutzstandardgesetz verweisen das keinen Schutz bietet.

                  Unsere Mittelgebirgslandschaften werden von keiner Kuh gepflegt, wenn dann durch Schafe. Welcher Bauer treibt seine Kühe noch auf die Weide? Keiner! Egal ob ein Stall leer ist oder voll steht, solange diese Kühe nicht aus dem Stall auf die Weide dürfen ändert sich eh nix an der Landschaft.
                  Leider werden unsere Mittelgebirge masslos überdüngt durch das zuviel an Kühen und deren Ausscheidungen. Die Flächen im Mittelgebirge sind einfach zu klein für die Menge an Kühen.

                  D.h. auch hier ist ein weniger besser für die Landschaft, für die Böden, fürs Grundwasser als der jetzige Zustand.

                  Und bayerische Bauern bekommen gute Zuschüße wenn sie Ihre alten Anbindeställe gegen neue Freilaufställe tauschen. Mein Nachbar baut gerade neu um den Anbindestall auflösen zu können.

                  Wenn wir einem Bauern immer nur per Gesetz davon überzeugen müssen was artgerechte Tierhaltung ist dann sollten wir den Bauernstand in seiner heutigen Form abschaffen. Profis arbeiten besser.

                  Welcher Tourist kommt wegen einer gepflegten Glyphosatverseuchten Landschaft wo es keine Insekten, keine Schmeterlinge mehr gibt. Das schaffen die Bauern schon selber das die Landschaften veröden.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Es ist richtig, dass es in Bayern Gelder für neue Ställe gibt, 25%, Laufstallumsteller + 5% in der Premium Förderung.

                  Der Stellplatz kostet derzeit etwa 13.000.
                  Will er vom Milchvieh leben, braucht er 100 Plätze, macht das 1.300.000 Euro.

                  Da die Förderhöhe auf 120.000 Euro begrenzt ist, verbleiben dem Bauern 1.180.000 Euro Investitionskosten.

                  Wer tut sich das noch an.

                  Dass Wiesen in Mittelgebirgslagen überdüngt sind, ist Quatsch hoch drei, genau so wie ihre Glyphosatverseuchte Landschaft.

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                • Hugo sagt

                  Hallo, ein Bauer ist ein Unternehmer. Das er rechnen muß, das er investieren muß ist normal. Wenn er dieses Risiko scheut dann soll er was anderes tun. Jeder Selbstständige muß das gleiche Risiko tragen ohne so tolle Subventionen.

                  Die Überdüngung der Mittelgebirge, vor allem in den bayerischen Randlagen, Oberpfalz zur tschechischen Grenze hin ist gemessen und bewiesen.
                  Wenn unser Bier und unser Honig schon vor Glyphosat tropfen dann ist das eine reale Gefahr die man nicht einfach wegdiskutieren kann.
                  Ja ich kenn viele Bauern die auf Glyphosat schwören und mehr zum spritzen als zum ackern rausfahren.
                  Ein oberpfälzer Agrargerätehersteller zeigt aber auch das es ohne Glyphosat genausogut geht, halt etwas mehr Arbeitsaufwand, aber es geht ohne Glyphosat.

                  Es wird die Zeit kommen wo Anbindehaltung auch für Kühe kommt, es wird die Zeit kommen wo Glyphosat verboten wird. Das ist absehrbar und wenn es immer noch Bauern gibt die das nicht wahrhaben wollen dann ist denen auch nicht mit Subventionen nicht mehr zu helfen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Es wird die Zeit kommen wo Anbindehaltung auch für Kühe kommt, es wird die Zeit kommen wo Glyphosat verboten wird. Das ist absehrbar und wenn es immer noch Bauern gibt die das nicht wahrhaben wollen dann ist denen auch nicht mit Subventionen nicht mehr zu helfen.“

                  Sie meinen,
                  der Laufstall wird abgeschafft, zugunsten von 100% Anbindehaltung?

                  Die Zeit wird kommen, wo Glyphosat nicht mehr erlaubt wird, das sehe ich genau so.

                  Auch das Ende von vielen Betreiben wird schneller kommen, als die Bevölkerung wahrhaben wird, es sei denn der Coronavirus schlägt auch bei der Lebensmittelversorgung aus dem Ausland zu, dann wird auch der letzte Hetzer deutscher Landwirtschaft seine Meinung ändern.

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                • Hugo sagt

                  Nein, genau umgekehrt. Sie wissen ganz genau das die Anbindehaltung ein Auslaufmodell ist und irgendwann per Gesetz abgeschafft wird, Gesetz deswegen weil es einfach immer unverbesserliche Tierhalter geben wird die auch noch Unterstützung bekommen von der Gemeinschaft der Landwirte.

                  Panikmache wegen Corona ist erstens lächerlich und zweitens absolut falsch. Deutschland ist Weltmeister im Export von Lebensmittel, Milch, Fleisch u.s.w.
                  D.h. falls Corona zuschlägt wird eventuell weniger produziert aber für Deutschland reicht es immer noch vollkommen aus. Und solange wir diese Produktion subventionieren sind wir auch die ersten Abnehmer. Österreich hat ähnliche Überproduktion. Eventuell haben dann die Biogaserer wieder weniger „Brennstoff“ aber auch das können wir meistern.
                  Also keine Panik, ich sende ihnen dann gerne ein Lebensmittelpaket wenns soweit ist.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Anbindehaltung ist schon lange ein Auslaufmodell, weil schon lange keine neuen Anbindeställe mehr gebaut werden, dazu bedarf eis keinen hinweis ihrerseits.

                  Es ist lieb von ihnen, dass sie mir bei Bedarf ein CARE-Paket zukommen lassen wollen, aber heben sie es auf für die urbane Bevölkerung. Wenn es soweit kommen würde, dann könnt ihr das gehortete Papier essen, von unseren Vorräten, die wir dauernd auf Lager haben, geben wir nichts ab. Heute hab ich noch 5.000 Liter Rotwein der Sorte Regent gekauft, Coronafrei natürlich.
                  Auch davon gebe ich nichts ab, damit ihr den Milchbauern noch die „Anbindemilch“ abkauft.

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          • Thomas Apfel sagt

            Solches borniertes Gewäsch, wie das Ihre kenne ich auch zur Genüge.
            Es ist Mode geworden einfache falsche Behauptungen durch ständige Wiederholung in Wahrheiten zu wandeln. Sie sind Teil dieser Kampagnen.
            Was man glaubt ist nicht zwangsläufig die Wahrheit. Ich empfehle Ihnen in diesem Zusammenhang die Homepage von Georg Keckl. Der Mann versucht in logischen Zusammenhängen zu denken und publizieren.
            Das war meine letzte Äußerung zu Ihrem provokativen Müll!

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      • Thomas Apfel sagt

        Glyphosat in der gefundenen Menge ist aus landwirtschaftlichen Anwendungen nicht möglich. Es wäre nicht der erste Fall, bei dem der Verursacher eher im Gartenbereich zu vermuten ist (X-fache Konzentration, wie bei ungeübten Anwender üblich, und dann vielleicht noch eine Pfütze mitbehandelt, aus der die Bienen Wasser in den Stock tragen). Solch einen Fall gab es vor drei Jahren in der Lausitz und fast reflexartig wurde der Rückstand der Landwirtschaft zugeordnet.

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        • hugo sagt

          Stiftung Warentest, Konsumenta und Ökotest haben es aber so gefunden und publiziert. Wenn dem nicht so wäre hätte es bestimmt Unterlassungsklagen seitens der Brauereien gegeben.

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  4. Hugo sagt

    „Der Steuerzahler bekommt die Gelder, die sein Nationalstaat in die EU Kasse einzahlt, unmittelbar, und in Summe sogar mehr als eingezahlt, an der Ladenkasse zurück.“

    Da will uns jemand die Wundersame Vermehrung verkaufen.
    Nicht der Steuerzahler, der einzelne Bauer bekommt das, egal ob er für den deutschen Markt oder Milch für Ägypten produziert, d. h. durch unsere Steuergelder subventionierte Milch verkauft der Bauer auch ins Ausland=Steuergelderverschwendung
    Überproduktion von 60% Milch, Vergiftung der Böden, in Kauf genommene Tierquälerei und das alles zum Wohle des Volkes, wie muß man drauf sein um das so hinzustellen.
    Kein deutscher Verbraucher will qualitativ minderwertige Milch (im Vergleich zu Heumilch) und Anbindehaltung!!
    Warum werden diese Konsumentenwünsche vom Erzeuger ignoriert?

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    • Thomas Apfel sagt

      Was bitte meinen Sie mit „Vergiftung der Böden“? Warum soll die Landwirtschaft einer Gunstregion und als einziger Wirtschaftszweig eines Landes nicht exportieren dürfen? Was ist das für eine hahnebüchene Diskussion? Wieso kommen Sie eigentlich nicht auf die Idee, die deutsche Autoindustrie nur auf Inlandabsatz zu beschränken? Oder was ist mit der Verpackungsindustrie deren Plastikmüll die Meere verseucht? Wenn irgendwelche Exporte sinnvoll sind, dann die von Nahrungsmitteln aus Gunstgebieten in Mangelgebiete. Gerade Ägypten ist nicht in der Lage auch nur 2/3 der Bevölkerung aus eigener Produktion zu ernähren. Insgesamt halten sich Import und Export landwirtschaftlicher Rohstoffe übrigens in Deutschland fast die Wage. Die Exportquote bei Milch liegt in etwa bei 7 – 9%. Die Importquote ist nur geringfügig niedriger. Die Preise für Importmilch liegen etwa 3 Cent unter den deutschen Erzeugerpreisen.
      Der Exportüberschuss bei Milch liegt bei rund 400.000 t , das sind 1,25 % der Erzeugung.
      Selbst wenn ich Ihren Frust aus Tierschutzsicht, hinsichtlich der Anbindehaltung verstehe, sollte man in der Argumentation sauber bleiben.

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      • hugo sagt

        Niemand verbietet jemand den Export.
        Aber freie Marktwirtschaft heißt auch Angebot und Nachfrage.
        Und ich sehe nicht ein als Verbraucher die Fehlplanung der Landwirte zu bezahlen.
        Der Milchüberschuss beträgt 60%, d.h. wir deutschen verbrauchen nur 40% der erzeugten Milch, egal ob als Milch oder in Form von Johurt oder Käse.
        Wenn Bauer den Rest unter Erzeugerpreis verhöckern muss dann nicht zu lasten der einheimischen Konsumenten.

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        • Thomas Apfel sagt

          Wo haben Sie denn diese bekloppten Zahlen her? Die Statistik weist die aus, die ich in dem Beitrag über Ihnen eingestellt habe. Wenn Sie Zahlen erfinden, ist das Ihre Sache. Wenn die Zahlen irgendeiner Publikation entstammen, dann bitte die Quelle! Die Quelle für die von mir eingestellten Zahlen ist „Statistisches Jahrbuch über Landwirtschaft und Forsten 2016“.

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          • Hugo sagt

            Hier die Links: und bitte beachten, auch Käse, Milchpulver, Joghurt u.s.w. sind aus Milch gemacht und müssen berücksichtigt werden, weiß nicht ob Ihr Jahrbuch das berücksichtigt.

            https://www.meine-milch.de/artikel/wie-wichtig-ist-der-export-f%C3%BCr-den-deutschen-milchmarkt
            – Inzwischen exportiert Deutschland die Hälfte seiner produzierten Milchmenge!
            – Verglichen mit anderen EU-Staaten exportiert Deutschland außerdem am meisten
            Joghurt, Kondensmilch, Magermilchpulver und Konsummilch.

            https://milchindustrie.de/marktdaten/aussenhandel/
            – Von 33,1 Mio. Tonnen Milch, die von den deutschen Molkereien verarbeitet werden,
            sind 16,6 Mio. Tonnen, also die Hälfte, für den Export bestimmt, mit zunehmender
            Tendez.

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          • hugo sagt

            16,6 Mio Tonnen werden exportiert, wo Sie ihre bekloppten 400.000 t her haben ist mir wiederum rätselhaft.

            Meine „bekloppten“ Zahlen sind von der deutschen Milchindustrie, wenn es jemand weiß dann diese Industrie den sie exportieren ja und wissen um die Mengen.
            Ob und was ein paar Beamte des Landwirtschaftsministeriums wissen ist absolut unwichtig den das Zahlengerüst wissen diese Menschen auch nur von der Industrie. Eigenständige Zahlen haben diese Ministerien nicht.

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    • Thomas Apfel sagt

      Die Subventionen der EU machen durchschnittlich etwa die Hälfte der Einkommen der Bauern aus: In Deutschland sind das 6,5 Mrd € (die Hälfte geht einkommenswirksam in die Betriebe, die andere Hälfte in die landwirtschaftlichen Systeme der Sozialabsicherung)
      Ohne die einkommenswirksamen Anteile der Subventionen läge der durchschnittliche Lohn eines Bauern bei 82 % des derzeitigen Mindestlohnes. Das heisst, die Stützungen sind vom Handel eingepreist und müssten, so ich denn dem Bauern den gleichen Lohn zubillige wie Handwerkern, auf die Preise aufgeschlagen werden. Da müsste dann der Endverbraucher an der Ladenkasse das mehr bezahlen, was über Steuermittel an die Landwirte geht. Die stecken sich das nämlich nicht oben auf einen sowieso guten Verdienst in die Tasche, sondern sind darauf angewiesen um finanziell zu überleben.
      Und was die „wundersame Geldvermehrung“ betrifft: Die niedrigen Lebensmittelpreise beruhen zu Teilen auch auf der Selbstausbeutung der Inhaberfamilien der Bauernhöfe.
      Wollte der LEH die Lebensmittel/Agrarrohstoffe selbst erzeugen, müsste er übliche Löhne ansetzen, was die Produktion nochmals verteuern würde.
      Es gab nach der Wende genug Betriebe, die z.B. ihre Ware für die Konserven und Erzeugnisse auf den großen Flächen im Osten produzieren wollten. Wenn die dann durchgerechnet hatten, sind die ganz schnell wieder verschwunden.

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  5. Hugo sagt

    Das ist kein Haßkommentar sondern die pure Wahrheit. Als Bayern mal die Gelder im Internet mit Namen und Hausnummer offenlegte hat man erst gemerkt wie viel manche Bauern für nix Geld von der EU geschenkt bekamen. Leider wurde das wieder eingestellt.
    Im EU-Haushalt sind die Landwirtschaftsgelder der größte Posten.
    Ich hab nix gegen ehrliche Bauern aber sehr wohl was gegen Tierquäler die ihre Milchkühe 365×24 Std. in einer Box angebunden halten und das über Jahre und dafür auch noch EU-Gelder bekommen.
    Warum ist das Landwirtschaftsministerium und die meisten Bauern gegen ein Verbot der Anbindehaltung für Milchkühe?
    Warum sind die meisten Bauern für diese fortgesetzte Tierquälerei?
    Schande über einen Berufsstand dem das Tierwohl angeblich wichtig ist, der aber gleichzeitig gegen Gesetzesänderungen zum Tierwohl ist.

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  6. Thomas Apfel sagt

    Auch das zum X-ten mal: Die Bauern bekommen keine Subventionen, und die EU Gelder zahlt in Summe auch kein Steuerzahler. Dinge werden durch falsche Darstellung nicht wahrer. Der Steuerzahler bekommt die Gelder, die sein Nationalstaat in die EU Kasse einzahlt, unmittelbar, und in Summe sogar mehr als eingezahlt, an der Ladenkasse zurück.
    Das ist so gewollt, um auch den Geringverdienern Zugang zu den Segnungen der Konsumgesellschaft zu verschaffen und damit den sozialen Frieden zu erhalten.
    Bei und gibt es, wenn etwas gelingen soll, den Spruch „Das walte Hugo !“. Nach ihrem Hasskomentar sollte man von dem Wunsch wohl tunlichst Abstand nehmen.

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  7. Hugo sagt

    Ein Bauer ist ein freier Unternehmer!
    Kein Berufstand in Europa bekommt soviele Steuergelder geschenkt wie die Bauern.
    Wenn österreichische und deutsche Milchbauern jeweils 60% mehr Milch produzieren als das Land benötigt dann hat der Unternehmer Bauer was falsch gemacht.
    Warum soll der Verbraucher, der eh schon mit Steuergelder die „armen Bauer“ subventioniert nochmals über den Kaufpreis die zu 60% überproduzierte Milch subventionieren damit der Bauer diese mit Gewinn in den nahen Osten verhöckern kann?
    Milch soll so billig werden das sich Überproduktion mit all seinen Negativerscheinungen (Tierquälerei durch Massentierhaltung, qualitativ schlechtere Milch, unnötige Vergiftung unserer Böden) einfach nicht mehr lohnt.
    Bravo Spar, schmeiß alle Molkereien raus die nicht mindestens dem Heumilchstandart entsprechen.
    Sollen diese geldgierigen, subventionierten Milchbauern doch Ihre Milch auf dem freien Markt anbieten wenn sie zum freien Unternehmertum nicht fähig sind.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      …………Kein Berufstand in Europa bekommt soviele Steuergelder geschenkt wie die Bauern…….

      ……………….Sollen diese geldgierigen, subventionierten Milchbauern doch Ihre Milch auf dem freien Markt anbieten wenn sie zum freien Unternehmertum nicht fähig sind………….

      Jetzt lassen sie die Katze aus dem Sack 🙁

      Primitiv, nenn ich ihr Geschreibsel.

      EL,
      dessen Stall seit 40 Jahren leer steht, was Nutzvieh betrifft.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nein,
          der Reichtum meiner Eltern (von den Milchkühen) hat mich dazu bewogen, einen anderen Weg einzuschlagen.
          Somit haben wir entschieden, einen Teil des Einkommens als Arbeitnehmer „ehrlich“ zu verdienen.

          Mit dieser Lösung müsste auch ein Hugo zufrieden sein. 😉

          Ps: Ein Schulkamerad (Fachschule) hat vor einigen Jahren seine Rinder und das Milchkontigent verkauft und jetzt stehen Pferde im Stall, er meint, das wäre die beste Idee seines Lebens gewesen.

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          • Inga sagt

            Das haben bei uns auch viele gemacht, die natürliches Grünland hatten.

            Unser Betrieb hat kein natürliches Grünland, also reines Ackerland, da hat man eben alle vor generationen angesäte Wiesen für die Kühe, die ja früher zu jedem Betrieb gehörten, umgebrochen, denn da wachsen andere Kulturen, die mehr Geld bringen auch gut.
            Das ist die freie Entscheidung jedes Unternehmer, aber was sagt die Biodiversität dazu?

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Die Umstellung fand um 1970 statt, wie lange ist das jetzt wohl her.

                Schlaue Hugöchen gab es damals noch nicht, nur ein dummes Bäuerlein, der vor 50 Jahren nicht wüsste, was heutzutage die Hugöchen verlangen.

                Sempre aggiornato.

                Die Eltern der schlauen Hugöchen waren damals um jedes stüch Lebensmittel froh, dass sie damals auf das Teller bekamen, jetzt stehen die Kinder voe übervollen Regalen und wissen nicht, was sie an Fressen kaufen sollen.

                So und jetzt erklären sie mal was sie für Biodiversitä tun, ihre Beiträge reichen nicht.

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                • Hugo sagt

                  Ich behaupte ja nicht das ich etwas dafür tue aber Bauern behaupten das ohne zu wissen was das eigentlich ist.
                  Was Ihre Vorfahren oder meine geleistet haben ist Geschichte.
                  Wir leben im hier und jetzt und augenblicklich sind die Bauern durch ihr unflexibles Verhalten was Tierwohl und Umweltschutz anbelangt extrem weit von dem entfernt was ihre Vorfahren geleistet haben.
                  Heutige Bauern haben all das ins Gegenteil verkehrt wofür ihre Vorfahren gearbeitet haben.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Meine Vorfahren habe ich gar nicht erwähnt, die haben sie nur in ihrer Fantasie.

                  Kritik üben ist das eine,
                  aber dann jedem Billigfrass nachrennen das andere.

                  Wenn es ihnen nicht passt, dann gehen sie nach China, natürlich erst nach Carona, den Virus möchte ich nicht mal Menschen wie sie zumuten.

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          • Hugo sagt

            Sag ich doch, freies Unternehmertum.
            Und Pferde dürfen im Gegensatz zu Milchkühen nicht in der Anbindehaltung gehalten werden. Ich kenn einige die auf Biogas umgestiegen sind. Freie Unternehmer, die rechnen können und den Markt analysieren und nicht einfach mit der Überproduktion weitermachen nur weils sicheres Geld gibt.

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          • Hugo sagt

            Ich hab nie etwas von unehrlich gesagt, nur bin ich gegen Anbindehaltung, Tierquälerei und dem Verschleiern dieser Tierhaltung durch unwahre Werbung ala Milch kommt nur von glücklichen Almkühen.

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      • Hugo sagt

        – Primitiv ist mehr als doppelt soviel Milch zu produzieren wie der Staat braucht.
        – Primitiv ist es dann zu jammern wenn die zuviel produzierte Milch nicht den gleichen Preis erzielt.
        – Primitiv ist es dann den Verbraucher diesen “ Verdienstausfall“ aufbürden zu wollen.
        -Primitiv ist es wenn diese Milch teilweise noch in Anbindehaltung produziert wird.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Bis jetzt war ich der Meinung, dass der Verbraucher die Milch konsumiert,
          aber wenn sie meinen der Staat braucht Milch, dann lassen wir es mal so stehen

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          • Inga sagt

            Vielleicht kommt Hugo aus dem Sozialismus, da war ja alles Staatlich, aber bei uns will ja der von den Unternehmen beeinflusste Staat auch, dass die Lebensmittel superbillig bleiben, damit der Verbraucher die von den Industrieunternehmen hergestellten Artikel besser konsumiert können, ohne Rücksicht auf ökologische Verluste.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Der Staat braucht keine Milch, es sind die Verbraucher, Schlaukopp.
          Neuseeland exportiert 80% seiner auf den Weiden produzierten Milch….die sind vielleicht primitiv wa?
          Wie sagte einst Dieter Nuhr:“ Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!“….dem kann ich mich nur anschließen.

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          • Inga sagt

            Aber angenommen, die Neuseeländer exportieren ihre Milch zu uns, dann können die im Gegenzug unsere Industriegüter kaufen, wir sind doch ein Auslieferungsland, oder? Also wird Milch doch für den Staat produziert, damit der damit für seine Volkswirtschaft jonglieren kann, oder?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Der Staat ist die Summe aller in ihm Handelnden. Die Milch wird ja nicht dem Staat angedient, sondern einem Teil seiner Bevölkerung oder seiner Wirtschaft. Die Verknüpfung mit dem Begriff Staat ist einfach nicht richtig.

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              • Inga sagt

                Die Milch ist für den Staat genausogut ein Handelsgut wie ein Auto, dass auch nur von seinen Bewohnern gebraucht und gekauft wird, oder nicht?.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Nein, nicht für den Staat….. für denjenigen der in dem Staat mit dem Produkt handelt. Der Staat handelt nicht mit Waren…..er schöpft Steuern ab etc.
                  Je nach Staat unterschiedlich.

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          • Thomas Apfel sagt

            Hier nochmal aktuellere Zahlen (für 2018): Deutschland exportiert 16,6 mio t Milchäquivalente (48,8 % der im Land erzeugten Menge).
            Es importiert aber auf der anderen Seite 12,2 mio t (40 % des Inlandsverbrauches) Aufbilanziert sind es also 4,4 mio t Exportüberschuss (das sind über Frischmilch und alle Milcherzeugnisse 13 % der Erzeugung)
            Die Ursache liegt in den Preisunterschieden, importierte Ware ist durchschnittlich 12 – 20 % billiger als die erzielten Preise für Exportware.
            Das zeugt vor allem von hoher Wertschätzung der nach hohen Standards erzeugten deutschen Milch.

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    • bauerhans sagt

      „Ein Bauer ist ein freier Unternehmer!“

      ist er nicht,er produziert unelastisch unflexibel,weil wachstum numal vom wetter abhängt,ob viel oder wenig.
      der staat hat immer seine bauern unterstützt und macht das auch heute noch,sonst gäbs noch weniger von ihnen.
      und wenn der bauer nicht nach cross compliance wirtschaftet,wird er sanktioniert.

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  8. Elisabeth Ertl sagt

    Ich find auch die Kommentare unter den Presseberichten interessant. Erstaunlich oft Verständnis und viel Wissen und Reflektiertes. Natürlich auch Kritik: dass die ÖVP selber immer die freien Marktmechanismen und die Wirtschaftsriesen vertreten hat und jetzt nur bei der Kammerwahl mit den Kleinbauern punkten will, dass die Bauern wie die Lemminge ÖVP wählen, dass die Lebensmittelpreise in Österreich eh viel höher sind als in Deutschland, man daher um strukturelle Anpassungen nicht herum kommen wird, dass sich die Behörden zu wenig um Tierwohl kümmern, dass die Bauern nach Förderungen schreien und dann die Erntehelfer schäbig bezahlen, dass die Bauern sich in den Zwang zur Produktivitätssteigerung hineinziehen haben lassen zu Lasten der Umwelt, dass der Konsument nicht weiß, wer genau welchen Anteil an dem Preis der Produkte bekommt, dass 50 (!) % der Konsumenten nur der Preis interessiert (teilweise aus Geldmangel, teilweise aus Gleischgültigkeit, teilweise aus Bequemlichkeit), dass die bewirtschafteten Flächen und die Tierbestände zurückgegangen sind, dass viele Tiroler Bauern nicht flächengebunden wirtschaften, dass sich zu wenige Bauern um Direktvermarktung bemühen, dass Massenprodukte und Überproduktion für den Export noch gefördert werden, dass manche Bauern selber nur das Billigste kaufen, dass gentechnisch verändertes Soja bei der Schweinemast erlaubt ist, dass manche Biokühe nie eine Weide sehen,
    ja und in der Kronenzeitung natürlich der Neid auf die Förderungen und die großen Traktoren,

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Kommentare gleichen sich derer, die auch in deutschen Medien geschrieben werden.

      Voll Neid, Hass und noch mehr Dummheit.

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  9. bauerhans sagt

    wir können uns nicht mit dem kleinen Austria vergleichen,wir sind die grosse Technologieexportnation Deutschland!

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  10. Friedrich sagt

    Ja, jetzt wachen auch die Österreicher auf. Gut so , denn in ganz Europa stehen und fahren die Bauern zur Demo für bessere Rahmenbedingungen .Die Politik hat überall durch das Ordnungsrecht unsere Betriebskosten erhöht , aber die Gegenbuchung über höhere Einnahmen vergessen. Bisher war das auch einfach , weil keiner aufmuckte. Still und leise haben unsere Berufskollegen ihre Höfe aufgegeben, sodaß nur noch rd. 100.000 Vollerwerbsbetriebe und rd. 160.000 Nebenerwerbsbetriebe in Deutschland vorhanden sind. Die zwei Dürrejahre sind hier noch garnicht dabei , denn das kostet wieder kräftig Hofaufgaben und die Politik hebt das Agrarpaket aus der Taufe. Merkens die in Brüssel und Berlin noch ? Eher nicht und ziehen das stur durch, um an der Macht zu bleiben. Vom Familienbetrieb faseln und nix dafür tun , daß wird denen jetzt auf die Füße fallen. Nicht nur die Kartellämter haben versagt , sondern die ganze EU-Agrarpolitik ist an die Wand gefahren. Die Schuld schieben die sogenannten etablierten Parteien den polit. Rändern zu , vergessen aber ihr eigenes Totalversagen , denn die wollen ein anderes Wählervolk , aber die Wähler wollen immer weniger diese Parteien. Die Farmer in GB haben für den Brexit gestimmt ,um ihre Freiheit wieder zu bekommen und wir fahren dafür zu den Demos , aber die Politiker in Brüssel und Berlin bleiben stur und ändern nichts. Dafür bedanken wir Bauern , Verpächter, Jäger, Fischer , Reiter, Autopendler, eben der ländliche Raum mit der Abwahl dieser arroganten Bande. Wir brauchen kein anderes Volk , sondern andere Poltiker die den Menschen zuhören und auf die Probleme eingehen. Lügen haben wir genug gehört. Jetzt machen wir Attacke ! Am 5. März gehts wieder los.

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    • Stadtmensch sagt

      Diesmal hast du die Golfer vergessen bei deiner immer gleichen Suada. Finde auch, dass die Leistungen und Rechte von Pendlern, Reitern, Jägern, Verpächtern und sonstigen Stützen der Gesellschaft viel zu wenig berücksichtigt werden…

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      • knuffel61 sagt

        Reiter und Verpächter haben keine stützende Funktion.
        Die ersten sind reine Freizeitsportler, die anderen sind Grundbesitzer die ihren Grund und Boden verpachten und dadurch einnahmen haben.
        Jäger, na ja teils teils, mehr teuere Passion und Zielscheibe für PETA und Co.
        Pendler eine Gruppe die in Entfernung vom Arbeitsplatz wohnen und dem Staat viele Steuern einbringen.

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    • Thomas Apfel sagt

      Ich finde es ein wenig schwierig, wenn auch durchaus populär, die Politik und vor allem deren jeweils durch Wahl personifizierte Amtsinhaber generell als zu dämlich hinzustellen.
      In Anbetracht der kaum lösbaren Widersprüche zwischen globalisiertem Handel und national differenziert beauflagter Landwirtschaft in der EU vernünftige Lösungen hinzubekommen. Die Nationalstaaten werden sich wohl in nächster Zeit eher wieder Kompetenzen auf den Tisch ziehen, als welche abgeben. Positiv ist das nicht zwingend (selbst nicht bei Nettozahlern wie Deutschland) Zumindestens könnte man den größten Widerständlern gegen moderne Landwirtschaft mit 5 % obligater Stilllegung und weiteren gut bezahlten freiwilligen Maßnahmen (siehe der von Willi immer ins Spiel gebrachte BfN Katalog) erstmal den Wind aus den Segeln nehmen. Die Finanzierung könnte ergänzend über die „Zivilgesellschaft“ die die Forderungen stellt bewerkstelligt werden (ähnliche Modelle wie „Insektenhelden“). Das behauptete Arten- und Insektenmasse- Verschwinden ist momentan argumentativ nicht aus der Welt zu schaffen, das braucht Zeit und Geld.
      Die „Nitratlüge“ ist das Einzige, was man im Moment juristisch mit Erfolgsaussichten aufs Korn nehmen kann. Ständiges Politiker beschimpfen bringt uns jedenfalls, bis auf das Gemeinschaftsgefühl beim gegenseitigen „auf die Schultern klopfen“ gar nichts.

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      • Stadtmensch sagt

        Friedrich ist ein schönes Beispiel dafür, wie man im eigenen Weltbild (Merkel muss weg) gefangen sein kann. Ganz früher (ich verfolge das ja nun auch schon ein paar Jährchen) hat er noch aus der Praxis erzählt. Z.B. warum diese und jene Regelung seiner Meinung nach Nonsens ist. Also so, dass es auch für Laien nachvollziehbar ist.
        Außerdem läuft es doch super für die Strippenzieher: https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/gekaufte-agrarpolitik-a-1091750.html
        Für mich eine der interessantesten Dokus, die man für seine Gebühren bekommen kann. Dagegen ist WHES-Geplänkel doch völlig irrelevant…

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        • firedragon sagt

          Hm Stadtmensch,
          ist ’n bissel schwierig bei der derzeitigen Hauptthematik, aus der Praxis zu erzählen. Oder soll Dir der Friedrich erzählen, wie sie die Traktoren aufhübschen und Dir detailreiche Streckenberichte liefern?
          Andererseits könntest Du ihn auch was fragen, so wie ich Dich jetzt.
          Was willst Du Dir für Aktionen in der Stadt oder drumrum für diese Jahr vornehmen?

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          • Stadtmensch sagt

            Moin @Drachen. Wir sanieren gerade unser Vereinsdomizil (Bauwagen). Als loser Verbund sogenannter „Urbaner Gärten“ organisieren wir Beetfläche für alle, denen eine Kleingartenparzelle zu groß ist. Privat hab ich jetzt eine Ersatzpflanzung für einen Straßenbaum beantragt, die ich natürlich auch selbst bezahlen darf. Was solls. ist ja auch mein Wohnumfeld. Ideen für Projekte gibt es massig. Bei der Umsetzung mangelts vor allem an Personal.

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            • Brötchen sagt

              Stadtmensch ich habe gar nicht gross gefragt, ich habe einfach einen baum ich noch einen gepflanzt. Da hângen jetzt die Nummern von der Stadt dran.

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              • Stadtmensch sagt

                Ja, mit Guerilla Gardening hab ich auch angefangen. Mühsam Fläche entsiegelt, gepflanzt, alles nett hergerichtet und zwei Jahre später kommt der neue Besitzer (Spekulant) und macht Stellplätze drauf. Eine Stadtbrache weiter das gleiche Spiel. Müll weggeräumt, Robinien gepflanzt, alles schick und ausbaufähig, schon rücken die Investoren an und machen alles platt. Ich will das nicht verdammen, aber irgendwie hab ich den Eindruck, dass sobald sich „Subkultur“ regt, die Absahner kommen und ihre Definition von Wohlstand schaffen. Egal, so viele Flächen hier in der ehemaligen Industriemtropole, da bin ich beschäftigt bis zum Abnibbeln…
                Die Sinnfrage stelle ich nicht. Da bin ich drüber weg
                😉

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                • Brötchen sagt

                  Du kommst günstiger, wenn du selbstgezogene Bäume nimmst bzw. einen in der Baumschule kaufst.
                  Der muss natürlich so gepflanzt sein, wie die anderen, in Flucht usw.
                  Entsprechend mit Abstützung und so.

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                • bauerhans sagt

                  hier hatte die gemeinde mitten in den feldweg nen radweg gebaut und bäume gepflanzt.
                  jetzt sind die bäume gross und hatten den radweg zerstört und auf meinem feld schaden angerichtet.
                  der radweg wurde jetzt mit splitt befestigt.
                  dass dort auch trecker fahren,interessiert nicht,radfahrer werden aber probleme bekommen,meine ertragsverluste soll ich hinnehmen,werde ich aber nicht.

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                • Brötchen sagt

                  Was die Investoren betrifft, ist eben so. Teures Land werden die nicht verschleudern.
                  Du musst das dann auf Gemeinde oder Stadtland machen und das muss irgendwie offiziell aussehen.
                  Dann sind die verwirrt!

                  Die Obstbäuerin hatte ja Mal den Spruch rausgehauen: wenn du sie nicht besiegen kannst musst du sie verwirren. ;). Grossartig der Spruch.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Werter Stadtmensch,
                  wenn neue Besitzer kommen, muss es auch vorherige gegeben haben.
                  Viel leicht könnten sie mal dem Vorbesitzer die Schuld geben, wenn er euch die Fläche für ein „Paradies“ überlassen hat und jetzt an Investoren verkauft hat.

                  Noch was, einen Straßenbaum werde ich nicht pflanzen, denn ich muss das Lichtraumprofil einhalten.

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                • Paulus sagt

                  @ Stadtmensch, gegen dieses Guerilla Gardening und Urban Gardening oder wie man es auch immer bezeichnet ist ja im Grunde nichts einzuwenden. Das heißt aber nicht, dass alle damit einverstanden sind.
                  Nur ein Beispiel: In Köln gibt es so ein Projekt auf der sehr großen Fläche einer ehem. Brauerei, mitten in der Südstadt. Als ich mal in der Nähe war habe ich mir das aus Interesse angeschaut. Das ganze Areal glich eher einer Müllkippe mit vielen ausrangierten Möbeln. Die ersten die sich darüber aufregten waren die dank unserer Rundfunkbeiträge überversorgten und linksgerichteten Pensionäre des WDR. Die besitzen dort Eigentumswohnungen und fürchteten angesichts dieses Chaos um deren Wert. Der Presse konnte man entnehmen, dass die edlen Gärtner sich dann auch noch an die Köppe kriegten. Wer als erster kam, erntete halt die meisten Tomaten. Dann diskutierten sie wohl über strenge Regeln, Zäune und Tore mit Zugangsberechtigungen, etc. Wish you happy gardening würde ich sagen.

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            • firedragon sagt

              Danke für Deine Antwort.
              Es gibt die Möglichkeit kostenlos Bäume zu beantragen, jedenfalls in RLP, keine Ahnung, ob das auch für Dein Bundesland zutrifft.
              Allerdings kann ich Dir nicht sagen, wo genau der Antrag gestellt werden kann – mußt Du mal bei eurer Stadt-oder Kreisverwaltung anfragen, die wissen das.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Ideen für Projekte gibt es massig. Bei der Umsetzung mangelts vor allem an Personal.“

              Sieh mal einer an!

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      • knuffel61 sagt

        Durch unsere sozialen Medien kommen viele klein Geister zu Wort, wir haben Meinungsfreiheit und Äußerung. Wenn das aber dazu führt das Abmahnvereine
        (DUH) und kleine laut schreiende Grüppchen die Politik einer ganzen Nation beinflussen können, wird es bedenklich.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          DUH ist auf dem absteigenden Ast,
          der neue Heilsbringer heißt Greta, erst gestern hat Frau von der Leyen die Jugendliche (Kind) um die Absegnung ihres Entwurfes gebeten.

          (Die Kommission hatte die 17-jährige Schwedin zur Präsentation des EU-Klimagesetzes nach Brüssel eingeladen – dem Kernstück des sogenannten Green Deal)

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    • Elisabeth Ertl sagt

      In Österreich haben wir jetzt eine schwarz-grüne Koalition, die ein beeindruckendes Landwirtschaftsprogramm verfasst hat, gegen dessen Absichten man einmal wenig sagen kann. Da wird schnell klar: Wenn diese Regierung ihre Vorhaben nicht durchsetzen kann, dann kann das auch keine andere politische Obrigkeit – wer denn? Die Roten mit ihrer teilweise notorischen Bauernfeindschaft? Die blauen Ahnungslosen? Der pinke Urbanismus? Dann muss man sich klarmachen, dass Republik nicht „Politikerherrschaft“ heißt, sondern „Volksherrschaft“ Das fällt den Ostösterreichern mit ihrem Wasserkopf Wien eher schwer, die haben noch relativ viel monarchistische Obrigkeitshörigkeit im Blut. Aber die Älpler haben eben einen traditionellen Kantönligeist. Denn so ein Tiroler Bergbauer, der seinerzeit ein halbes Jahr oben eingeschneit war, der konnte nicht warten, dass irgendeine Obrigkeit ihm was anschafft, daher hat schon die Leibeigenschaft dort nie so wirklich gut funktioniert. Der hat sich nur in seiner Einsamkeit in die innere Loyalität zum Heiligen Land Tirol hineingesteigert, aber das ist was anderes. Ähnliches gilt für das wilde Bergvolk hinterm Semmering (Wahrnehmung der Steirer durch die Wiener) Die Kärntner sind sowieso das letzte Naturvolk Österreichs, eine heidnische Stammesgesellschaft mit vordemokratischem magischem Denken. Und unsere Milchbauern nehmen nun eben die Sache selber in die Hand.

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    • Paulus sagt

      @ Friedrich,
      ich verstehe deinen Unmut nur zu gut, das kannst du mir jetzt glauben oder nicht.
      Als Jäger, Verpächter, Waldeigentümer, Dorfbewohner (naja, jedenfalls so halbwegs) und Pendler sehe ich mich jetzt nicht zu einer Attacke gezwungen. Ich genieße lieber gewisse Privilegien … und wenn ich Bock drauf habe kann ich sogar das Pferd einer Bekannten reiten. Steht nebenan und mit dem komme selbst ich mit meinen alten Knochen noch heil durch den Chorbusch.
      Du kannst zwar für einen Teil der Bauern sprechen aber bitte nicht für die Bewohner ländlicher Gebiete und irgendwelcher Naturnutzer generell. Mir scheint, du bist nicht mit der Zufriedenheit derer und denen die den Drang haben, dort zu leben vertraut. Ländliche Regionen als benachteiligt anzusehen ist völliger Quatsch, jedenfalls hier im Westen. Frag mal den Willi danach, welche absurden Klimmzüge die Leute unternehmen um ein Grundstück in unmittelbarer Nähe seines Hofes zu ergattern. Er wird es wahrscheinlich nur ungern beantworten.

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  11. firedragon sagt

    „Hut ab“
    Der Forderungskatalog ist gut, richtig gut.

    Zudem darf und sollte jedes Land auf seine Produkte stolz sein dürfen. Stolz scheint in D. allerdings nicht en vouge zu sein.

    Ich hätte auch gerne:
    „Deutschlandbonus“ für in Deutschland produzierte Lebensmittel
    Deutschen Lebensmitteln … ist Vorrang zu geben.

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    • Brötchen sagt

      Drachen, wollte mich eigentlich nicht so aus dem Fenster hängen:

      Pkt. 1 haben wir schon diskutiert
      ist nicht machbar bzw. erreicht nichts. Hornberger Schiessen.

      Pkt 2. in Praxi möchte ich das mal sehen, wie das gehen soll, das treibt unsinnige Blüten….wie es müssen mind. 56, 60, 70, 83 % österreichische Zutaten drin sein. Ab wann ist es eine österreichische Zutat, ist in Praxi nicht so einfach festzulegen.
      Bsp, man sieht ja immer die schönen Glocken an den Kühen usw….wusstest Du das die alle in Sachsen hergestellt werden? Ist jetzt ein unpassendes Bsp, aber da werden sich manche auf den Hosenboden setzen, was so alles von woanders herkommt. Nicht das das ein Eigentor wird.

      Pkt3.
      wieder irgendeine Klimasteuer, wir werden uns putzen wenn das Klimapaket Wirklichkeit wird, das drückt auf ALLE Preise, aber nach oben!
      Und schwups rechnet sich keine kleine Molkerei und Schlachterei mehr. Die rechnet sich jetzt schon kaum….(„ohne Beschiss“ wie Überstunden werden nicht registriert und bezahlt usw…)

      Pkt4. was ist fair….und danke für Schulterklopfen….kann ich mir nix für kaufen
      werde ich über einen gepolsterten Tisch gezogen oder über einen rauen?

      pkt5. noch der Pkt. der am realistischsten ist und eventuell was bringt.
      Ich gucke ja bei mir auch immer was ich kaufe, es gibt eigentlich nur Haltungsstufe 1 und Bio im Fleischregal und ich vermute das Ding wird sang und klanglos im Nirvana verschwinden. weil es die anderen Stufen nicht gibt.

      pkt.6
      ja toll die werden sicher die Welt einreissen, wer es glaubt….bitte kann sich klein Fritzchen mal ausheulen, passieren tut nix.

      pkt 7. schöne Forderung, bitte mal einen Vorschlag, wie das umgesetzt werden soll.

      Was geht, ist schon umgesetzt, alle Preise liegen eigentlich offen. Wer es wissen will, kommt ran. Hoffentlich erschreckt sich keiner, wie dünn die Luft ist.

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      • firedragon sagt

        Brötchen,
        der Forderungskatalog richtet sich von den Bauern an den Handel. Hier fordert der Produzend den Abnehmer auf und der Abnehmer soll in die Pflicht genommen werden. Nicht der Staat (oder gar der Verbraucher) in erster Linie.
        Alles was der Abnehmer (hier SPAR) dem Kunden suggeriert und in seiner Werbung lobpreist, wird vom Produzenten (hier die Bauern) eingefordert, in Form höherer Preise für die Grundprodukte und das wird klar zum Ausdruck gebracht.
        „Es gibt keinen Rabatt auf Umwel-, Klima- und Tierschutz !“
        zu Pkt.2. wenn auf dem Etikett klar und vor allem sichtbar erkenntlich ist, dass die Haupzutat bspw. aus D stammt (Öl, Marmeladen, Säfte u.ä.), täte ich mir bei einem Einkauf auch leichter.
        Natürlich kann ich Kollegen mit Hofläden aufsuchen, da weiß ich, dass das Produkt aus D kommt, kommt sogar vom Nachbaracker.
        Nun bin ich allerding Kunde im Supermarkt und stehe vor bspw. Honig – was steht drauf ? Aus EU-Ländern oder auch Nicht EU-Ländern, ich will aber als Kunde wissen, woher genau, welches Land, am besten natürlich mein eigenes Heimatland (sofern ich als Kunde darauf wert lege).

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Herkunft ist eigentlich egal, wenn der Preis stimmt, die Nachhaltigkeitskriterien stimmen und das Produkt gut schmeckt…..oder?
          Es gibt mittlerweile ein so umfängliches Angebot globaler Produkte, wie soll da der Normalo noch das Teutsche raussuchen müssen. Wir leben eben nicht mehr im 19. Jahrhundert, wo Protektionismus oder „made in germany“ als Marktinstrument greifen.
          Es wird doch alles etikettiert, was nützt es , wenn es zur Saison im Lande fast nix gibt. Heute im REWE Angebot unter dem Obst und Gemüse 2 (zwei) deutsche Artikel, Pilze und Tafeläpfel. alles andere kommt aus der ganzen Welt. Und die Menschen schauen auch nicht auf die Erdbeerschale oder die Blaubeerenschale nach der Herkunft, sie kaufen es einfach.

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          • firedragon sagt

            Herr Seevers,
            ich gebe ich nur mal ein Bespiel aus dem Bereich Wein.
            Da ist auf jeder Flasche ein Etikett drauf, jeder sieht sofort woher das Produkt kommt. In D. sieht man sogar sofort, aus welchem Bundesland der Wein stammt. Alles super. (Könnte man so auch bspw. für Honig, Marmelade, Säfte o.ä einführen – wäre positv)
            Das Weinbezeichnungsrecht wird aber gerade „auf den Kopf“ gestellt. Da soll durch noch genauere Herkunftsbezeichnung (Lage) auf dem Etikett die Qualität der einzelnen Weinen noch deutlicher hervorgehoben werden. Wie ich das finde? Keine Ahnung. Ob verpflichtende Lagebezeichnung, dann nicht doch zuviel des Guten ist – fraglich. Wie gesagt, das ist noch am Werden, ich werde mich damit in nächster Zeit wohl zunehmend befassen müssen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ich behaupte seit Jahren, dass ein „mehr“ an Kennzeichnung niemandem hilft. Ich behaupte, je mehr ich lesen muss, um so weniger greife ich zu dem Produkt. Beim Wein brauche ich auch nur drei Angaben, Herkunft, Sorte, Preis…..der Rest wird von der Zunge bestimmt.

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              • firedragon sagt

                Ja Herr Seevers,
                darum geht es, um diese drei Dinge. Ich würde auch nicht mehr fordern und die Ö.Bauern fordern ja unter anderem (nur) das unter Pkt. 2 ihres Kataloges und ich finde das okay.

                Ich glaube, wir zwei belassen es nun auch dabei, Sie wissen schon …;-)

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                • Brötchen sagt

                  Mal sehen, was der „Große Schiedsrichter“ wieder zu schnacken hat und wie das Urteil ausfällt 😉

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    • Paulus sagt

      @ firedragon, was macht dann so ein überzeugter Europäer der wie ich so zwischen drei und vier Ländern pendelt?
      Also Gemüse aus dem Rheinland, Milch aus Belgien, Käse aus … usw.
      Deutschlandbonus und deutschen LM ist Vorrang zu geben hättest du gerne. Träum weiter.
      Ich kaufe genau da wo ich für richtig halte und es meinem Geschmack und meinen Bedürfnissen entspricht.

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      • Brötchen sagt

        Zumal man kann das auch anders denken, man kann dann auch bewusst nicht! kaufen.

        Ich glaube der Grund für die Handelsketten ist der, warum die sich damit schwer tun ( Regionalkennzeichnung)

        Es gibt ja so Handelsmarken, da steht nicht Mal der Hersteller richtig drauf, sondern z.b. nur Lidl….usw.

        Dann gibt es verwirrende Bezeichnung z.b. einen Wurstproduzent der heißt Brandenburger, hat aber mit Brandenburg nichts zu tun.
        Die grossen Ketten haben eigene Hersteller für verarbeitete Produkte.
        Z.b. Kaufland hat zwei oder drei eigene Fleischwerke auch in der tschechei eins.

        Wenn alles genau gekennzeichnet werden muss, dann könnten die theoretisch nicht so einfach wäre da oder da hinschieben.
        Was wieder die Kosten hochtreibt.
        Zumal das sowieso niemand kontrollieren kann und will.

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        • firedragon sagt

          Ja Brötchen,
          der Kunde kann sich auch ganz bewusst gegen den Kauf eines Produkts entscheiden.
          Bsp Tomatenprodukte, wusstest Du, daß der Großteil aus China kommt. Ich erst seit Kurzem, war mal ein Bericht drüber. Schaust Du aber das Etikett durch, findest Du China nicht unbedingt als Lieferanten des Grundprodukts.

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      • firedragon sagt

        Guten Abend Paulus,
        da hast Du, als überzeugter Europäer (dazu zähle ich mich auch), ein Privileg, welches nur jemand hat, der in Grenzgebieten lebt – Du kannst Dir von allem das Beste und auch noch frisch heraussuchen. Nach Frankreich komme ich auch recht schnell und kann mich dort in handgemachte Regionalitäten stürzen.
        Das mit der Deklaration auf Etiketten ist ein Beispiel und kein Traum. Auf einigen Etiketten ist die tatsächliche Herkunftsbezeichnung vorhanden, man muss nur suchen. Auf vielen ist einfach nur Wirrwarr, wäre gut wenn das irgendwie einheitlich und zweifelsfrei erkennbar ist.

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  12. Brötchen sagt

    Auf alle Fälle wäre ein transparenterer Handel gut.

    Ganz gut finde ich z.B. die Blumenversteigerung in NL.
    Kann jeder hingehen und mitbieten und sieht was es gibt und sieht wer bietet usw.
    Sehe das aber nur aus der Perspektive eines Aussenstehenden.

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  13. Reinhard Seevers sagt

    Herr Apfel, da haben sie den Nagel richtig getroffen!
    Globales Finanz-, und Wirtschaftssystem versus „zurück in die Nationalstaaten“.
    Freier Marktzugang versus Protektionismus
    Weltweite Warenströme versus Regionalität
    Zentralismus versus Föderalismus

    Das Problem der Landwirtschaft ist eben ein Spiegelbild des Grundproblems der Gesellschaft, das wird aber weder erkannt, noch anerkannt. Es bleibt eine Randerscheinung und eine Ablassveranstaltung für die Wohlstandsgesellschaft.
    Die Proteste müssen wohl oder übel beibehalten werden.

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    • Brötchen sagt

      Noch vergessen……unbeschränkte Produktion/Erzeugung versus Quotenregelung

      Produkte über den Preis zu bewerben ist ja nicht nur gegen einen Wettbewerber gerichtet.
      Manchmal will man damit ja den „Abfluss“ steuern.

      Entweder, weil das Produkt keiner mehr will. oder es ein neues gibt, oder weil die Läger voll sind und die neue Ernte kommt, oder weil es sonst verdirbt.

      Wenn wir noch Ware übrig haben, dann rede ich mit dem Kunden und versuche ihn zu überzeugen und gebe eine Preisnachlass und das funktioniert auch meist.

      Wenn man generell eine Werbung über den Preis verbietet, bleiben eben die Läger voll, entweder wird dann irgendwann die Ware vernichtet, oder es gibt Mundpropaganda usw.

      Die freie Preisbildung kann man glaube ich nicht ändern.

      Irgendwie etwas unausgegoren das ganze.

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      • Thomas Apfel sagt

        Wir als Landwirte nutzen als Ein- und Verkäufer den gleichen Mechanismus, nur mit geringerer Marktmacht. Nur andere Sektoren sind schneller in der Lage die Produktionsmengen zu regulieren. Der Eindruck einer „gewaltigen Überproduktion“ ist ein falscher, auch wenn es einem im täglichen Geschäft so vorkommt. Die globale Versorgungslage bei den wichtigsten Getreidearten ist von wenigen Wochen Notfallpuffer gekennzeichnet (haben wir hier glaube ich schon mal diskutiert).
        Daher sehe ich eigentlich für Programme zur Mengenreduzierung (Welt-politisch) wenig Spielraum. Unsere Regierung tut das mit den Extensivierungsprogrammen zwar gerade, aber sicher mit dem Kalkül, dass genug zu essen aus eigener Produktion mit zufriedenen angemessen bezahlten Bauern EIN Kriterium ist, den fragilen gesellschaftlichen Frieden zu erhalten. Für unseren gesellschaftlichen Wohlstand spielt aber die Industrie und Dienstleistung einfach die größere Rolle, weil die Leute das Geld mit dem sie auch uns bezahlen nicht mehr im landwirtschaftlichen Umfeld verdienen. Die einzige Möglichkeit dem Billigheimer-Karussell zu entkommen, sieht die Politik momentan darin den einheimischen Lebensmitteln ein Etikett aufzukleben, welches höhere Preise generieren kann, ohne dass dabei Wettbewerbsrecht der EU verletzt wird. Das einzig sinnvolle Etikett scheint das ÖKO-Etikett zu sein, weil es nicht zwingend nationale Abgrenzungen erfordert. Mein Gefühl ist, genau dieser Prämisse folgt momentan die Deutsche Landwirtschaftspolitik. Selbst wenn diese Politik im Sinne ihrer Akteure erfolgreich sein sollte, verschafft sie nur etwas Zeit, da sie die Prinzipien der Preisbildung nicht außer Kraft setzt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das sehe ich genauso!
          Auffallend ist, dass agrarökologische Themen so moralisierend und gleichzeitig Weltrettend daher kommen, andere eher weniger. Das Addressieren der ökologischen Verfehlungen ist bei den wenigen Bauern einfacher zu handhaben so scheint es. In der letzten Zeitschrift NATUR war ein mehrseitiger Beitrag zum Bienenstereben und der Verantwortung der Landwirtschaft mit der Forderung zur Ökologisierung. Auf einer Seite war ein kleiner Beitrag des Ökoinstitutes aus Freiburg, der aufzeigte, dass in Deutschland jährlich ca. 100.000to Mikroplastik allein durch Reifenabrieb entstehen. Es wurde empfohlen (!) beim Kauf von Reifen darauf zu achten, welche Abbriebwerte sie hätten…..
          Es scheint so, als müsse der Druck auf die Landwirtschaft dauerhaft gehalten werden, damit keinerlei Forderung aufkeimt. Und ich behaupte steif und fest, dass die Industrie das extrem manipuliert, u.a. durch Politiker, die einseitig informiert werden.
          Das große Portfolio an Fehlbarkeit der Landwirtschaft hilft zusätzlich.

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        • Brötchen sagt

          Das ist richtig Thomas.
          „welches höhere Preise generieren kann, “
          und
          „Das einzig sinnvolle Etikett scheint das ÖKO-Etikett zu sein“

          Bei Produkten die frisch verkauft/gehandelt werden (müssen/sollen), drückt schon eine geringe „Überproduktion“ auf den Preis.

          Also wenn ich einen potentiellen Kunden anrufe, den ich sonst nicht beliefere, weiß der genau ich bin unter Druck.
          Also sagt er mir schon mal einen niedrigeren Preis, als lt. Notierung.

          Das war noch nie anders und wird sich auch nicht ändern.

          Früher konnte man eventuell noch gucken, ob man etwas weiter transportieren kann.
          Heute ist das schon erledigt, wenn man nicht einen ganzen LKW voll bekommt. Lohnt sich nicht, Transport zu teuer.

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        • Brötchen sagt

          „genug zu essen aus eigener Produktion mit zufriedenen angemessen bezahlten Bauern EIN Kriterium ist,“

          Thomas ich glaube eben nicht, das sich das in den Preisen niederschlägt (dauerhaft), weil es ja keine substanziellen Mindermengen geben wird, was den normalen Bürger betreffen wird.

          Im Radio sagen sie, die Damen essen heute Möhrensticks mit Sesam.

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  14. Thomas Apfel sagt

    Die Aktion ist eine gut vorbereitete Symbolmaßnahme des ÖVP -nahen Bauernbundes, dem sonst wie bei uns dem DBV die Glaubwürdigkeit verloren geht. Sie bedient die „Sehnsucht“ nach nationaler Kennzeichnung, die aus meiner Sicht auch zwingend vor allem bei den Zutaten bei verarbeiteter Ware eingefordert werden muß. Wenn man, wie auch ÖVP und Bauernbund, bisher aber eine Politik verfolgt hat, die das Prinzip der freien Preisbildung am Markt verortet, hat das Ganze mit der neuen Zielrichtung schon ein Geschmäckle.
    Ich finds ja auch nett, dass der Handel mal an den Pranger gestellt wird, nur die Entwicklung zu der heutigen Marktmacht hat die Politik zu verantworten, es ist vor Allem ein grandioses Versagen der Kartellbehörden. So gesehen ist die Zielrichtung der deutschen Demos schon richtiger.
    Erreichen wird beides nichts, da auf der Ebene von Einkauf und Warenverkehr durch die EU abgesichert, immer auf Ware aus den Ländern mit den niedrigsten Standards eingekauft werden kann. Wenn man das ändern wollte, müsste man dem Handel von dem Grundprinzip kaufmännischen Handelns befreien, nämlich der ständigen Suche nach billigerem Einkauf um andere Konkurrenten unter Druck zu setzen und trotzdem genügend Spanne zu generieren. Oder man müsste für Lebensmittel wieder nationale Barrieren errichten. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen der Globalisierung kann das nicht national gelöst werden, treibt aber mangels erkennbarer Verbesserung über die EU in den Nationalismus. Die einzige Lösung ist wahrscheinlich zum alten Prinzip der Mengenbeschränkung zurückzukehren und das Europaweit. Dem steht das überholte Prinzip der „Kleinstaaterei“ mit zu vielen „Fürsten“ mit teurem Hofstaat und Machtanspruch konträr und behindernd gegenüber. Europa kann nur gegenüber z.B. USA und anderen zentralistischeren Machtzentren bestehen, wenn es zentralistischer würde, sowenig Einem das gefällt, weil die „Heimat“ der einzig erkennbare Rückzugsort zu sein scheint.

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