Bauer Willi
Kommentare 54

Ein Interview des LID

Der schweizerische Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) hat mich ein paar Dinge gefragt.

https://www.lid.ch/medien/mediendienst/aktueller-mediendienst/info/artikel/jeder-kauf-ist-ein-auftrag-an-den-landwirt/

Was aber noch interessanter sein könnte: was der LID sonst so alles macht. Kommunikation mit Medien und Schulen, Bereitstellung von Material etc.

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54 Kommentare

  1. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin,meine Meinung mal in eigener Sache. R. Seevers, Brötchen ,wieder Seevers ,Brötchen. Herrr Seevers und Alias Brötchen.Seid ihr zwei wirklich der Meinung ihr müsstet euren “ SENF“ was eure Meinungen in Willi,s Blog betrifft
    tagtäglich immer wieder neu den anderen Blogteilnehmern “ LEHRREICH“ aufs Brot schmieren. ich kann darauf verzichten.
    Wir hatten hier schon einmal eine bessere Debattenkultur.

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    • Stimmt, ich vermisse AdT und Astrid… 🙂
      Aber jetzt mal ernsthaft, es darf doch hier jeder alles sagen und so sollte es auch bleiben. Wenn nun 2 dominant zu werden scheinen, so liegt dies mithin an den Aktivitäten der anderen.

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    • firedragon sagt

      Brandenburgbauer,
      ich schließe mich Mark’s Kommentar an, man weiß ja nicht, wie interessant andere ein Thema oder Beitrag finden.
      Desweiteren sehe ich es so – da „unterhalten“ sich welche. Da gibt es dann genau zwei Möglichkeiten. Die Eine, ich lehne mich zurück und „höre“ zu, die Andere, ich klinke mich ein.
      Zum letzten Thema hat Ferkelhebamme auch einiges „gesagt“. Hat Dich das auch gestört?
      Und muss sich nun jeder „in acht nehmen“, nur weil man drei- oder viermal mit ein und derselben Person kommuniziert?

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    • Ferkelhebamme sagt

      Brandenburgbauer, ich höre Leuten, die wissen wovon sie reden, gerne zu, auch wenn‘s mal vom Thema abschweift: erweitert den Horizont

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      • Christian Bothe sagt

        RS ,sehr interessant und man sieht wie man industriell Milch auch in Ländern produzieren kann, wenn das nötige „Kleingeld“ da ist…

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      • Thomas Apfel sagt

        Ich hätte das jetzt glatt für ne Installation von Christo gehalten: „Schallplatten in der Wüste“ – oder so. Ist tatsächlich verrückt, was mit genügend Geld so alles geht.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Irgendwo muss die Milch mal herkommen,
          wenn man bei uns keine Gülle mehr ausbringen darf.

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  2. Ein Privatier sagt

    Die freie/soziale Marktwirtschaft bzw. der Kapitalismus ist der Garant, dass die konventionelle Landwirtschaft überlebt.

    „Die grösste Wahlurne ist die Kasse am Supermarkt. Davon ist Bauer Willi überzeugt. (…) Sein Kaufverhalten. Jeder Kauf ist der Auftrag, das Produkt in der genau gleichen Weise so noch einmal herzustellen. Wenn ich das Suppenhuhn für 2,99 Euro kaufe, dann wird sich der Supermarkt bemühen, das Produkt genau so noch einmal ins Verkaufsregal zu bringen. Das gilt übrigens nicht nur für Lebensmittel, sondern auch beispielsweise für die Textilindustrie. (…)“


    Dass fundamentales Wissen (N2, CO2) bei sehr vielen Menschen nicht vorhanden ist, ist politisch offensichtlich gewollt.
    Denn ungebildete Wähler sind eine leicht formbare Masse in den Händen von Politikern.

    „(…) Selbst einfache biologische Vorgänge, beispielsweise dass Stickstoffe nicht per se böse ist, sondern in Pflanzen, Tieren und Menschen als Grundbaustoff vorkommt, ist den meisten unbekannt.(…)


    „Wahrheit“ ist heutzutage auch ein Begriff, dessen Sinn und Bedeutung subjektiv ausgelegt wird. Wissenschaft wird als Unterdrückungmittel alter weißer Männer empfunden.
    Diese Form selbstzerstörerischer Dekadenz wird politisch gefördert.
    Rational begründeter Widerspruch erzeugt unangenheme Gefühle beim Ungebildeten, was von ihm umgehend als „Gegenargument“ benutzt wird.

    „(…) Es macht mir aber Spass, mit Leuten über die Landwirtschaft zu diskutieren und deshalb mache ich auch Vorträge. Ich bin unkompliziert, aber sage immer die Wahrheit. Wenn man mir widerspricht, dann widerspreche ich ihnen.(…)“


    Das Problem mit der Rhetorik:
    Wird sie erkannt, dann kann sie zur eine ablehnende Haltung erzeugen, denn:“Die Rhetoriker gehörten teilweise zur Bewegung der Sophisten und legitimierten die Überredung mit der Ansicht, dass eine Wahrheit nicht existiere oder wenn, nicht erkennbar sei.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rhetorik

    „(…) Wenn Landwirte sagen, sie könnten nicht so gut reden, dann empfehle ich ihnen einen Rhetorik-Kurs.(…)“


    „(…) Das Gegenüber zum Nachdenken anregen, ist das Hauptziel.“

    Wenn dem Gegenüber fundamentale Informationen fehlen (Biologie, Chemie, Physik, Mathematik), weil z.B. in der Schule falsch oder gar nicht informiert wurde, dann führt auch angestrengtes „Nachdenken“ nicht zum Erwerb faktenbasierten Wissens.

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    • firedragon sagt

      Privatier,
      wenn ein Landwirt sich entschließt, jemandem etwas zu erklären, sollte man dafür bei sich die Voraussetzungen schaffen. Sprich: flüssiges, deutliches Sprechen mit einfacher Sprache – da sind Ausbilder klar im Vorteil.
      Ein Rhetorikkurs ist zudem nie von Nachteil, es gibt auch was in Richtung Argumentation, auch von Vorteil, wenn man sich das aneignet.

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    • Stadtmensch sagt

      „Denn ungebildete Wähler sind eine leicht formbare Masse in den Händen von Politikern.“

      Ist es nicht so, dass gerade Privatiers (und sonstige Absahner mit ihren Beteiligungen) und ihren gekauften Politikern, „Launen einer Internetgesellschaft, einer Nichtwissenwollengesellschaft“, bewirtschaften, und gewinnträchtig infantil halten? Sehr verwerflich! Aber um Moral geht’s ja nich….
      Moral ist für idiotes (Knechte).

      https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/googeln-statt-wissen-das-postfaktische-zeitalter-ld.111900

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      • Ein Privatier sagt

        Ich weiß nich, wie Sie’s regulieren, aber ich kaufe grundsätzlich nur Politiker, die mir beim Absahnen so richtig kräftig unter die Arme greifen.

        Moral hin oder her, jeder weiß doch, dass die tumbsten Agronomen die dicksten Tartüffeln hoam!

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  3. Reinhard Seevers sagt

    Wie im Gegenzug die mediale Darstellung der Landwirtschaft und insbesondere der Tierhaltung weitergeht, kann man schön im heutigen „Stern“ lesen. Für nur 40Cent pro kg Fleisch, die der Kunde mehr zahlen muss, erhält das Tier einen Tierwohlstall. Die 40 Cent gehen in einen Fonds und werden aus diesem den Tierhalter zugeteilt….so einfach geht es.

    Parallel wird ein Beitrag gebracht, in dem der Jenke von Wilmsdorff ein Experiment wagt, was am 2.3. um 20:15Uhr auf RTL ausgestrahlt wird: „Tiere lieben und Tiere essen – wie viel Fleisch muss sein?“

    Aus dem Interview, Stern:…..“ Zu Ihrem Experiment gehört auch, dass Sie zwei Wochen lang jeden Tag ein Kilo Fleisch aßen. Und danach zwei Wochen vegan lebten. Wie war die Zeit?

    Jenke: Ein Kilo Fleisch ist gar nicht so viel, wenn Sie morgens mit Leberwurst oder Mettwurst starten, mittags ein Schnitzel essen und abends noch eine Bratwurst. Da lag ich nicht weit außerhalb der Realität. Es war aber für meinen Körper zu viel.

    Stern: Was passierte?

    Jenke: Schon nach zwei Tagen spürte ich auf Handrücken und Unterarmen einen heißen, stechenden und pulsierenden Schmerz. Ich bin vom Bauernhof (dort hatte er mit der Sau Elsa gekuschelt, meine Anmerkung) zum Arzt gefahren.
    Der stellte eine massive Gichtattacke fest und riet mir, den Fleischkonsum zu reduzieren und das Experiment abzubrechen.

    Leute, wie will man gegen solche Dämlichkeiten sachlich fachlich anargumentieren….

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    • Brötchen sagt

      Tja, nur mit Gegensatiren.

      Es ist normal, wenn man aus einer reinen veganen zu einer normalen Ernährung wechselt, dass es Probleme mit der Verdauung gibt, weil sich die Mikroflora umstellen muss.
      Ich habe auch den Selbstversuch gemacht ( 1 Jahr fast ohne Fleisch).

      Man fühlt sich ohne Fleisch leichter und nimmt auch rasend schnell ab.
      Das erste große Stück Fleisch liegt einem wie ein Stein im Magen.

      Ich dächte, ich hätte mal irgendwo gelesen es wird von Ärzten geraten nicht abrupt von einer vegetarischen Ernährung wieder umzusteigen. Das kann Beschwerden geben.

      Das verwechselt der Kollege.

      Zu dem muss man sagen, das sich der Abnehmeffekt abschwächt, weil man sich aus Kohlenhydraten die Sättigungsgrundlage holt und dann nimmt man wieder entsprechend zu was man vorher abgenommen hat.
      ZU seiner tollen Kg Rechnung

      Ein schnitzel =150 g
      eine Bratwurst = 100 g
      Wurstauflage = 150 g.

      sind wir bei 400 g ist noch ein ganzes Stück bis ein kg.
      Zumal ein Schnitzel bestimmt 20 % Panade hat und in der Bratwurst ne Menge Fett usw. versteckt ist.
      Was er als tier. Fett in der Bratwurst zu sich nimmt, hat der Veganer als Öl mit drin.

      Zu den 40 cent…..das ist ein Anlockpreis….

      Bio mit doppelt so hohen Preisen hat schon seine Berechtigung, eigentlich ist der Aufwand teilweise noch wesentlich höher, allein schon durch das höher Platzangebot.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Er hat soweit ich weiß von „normaler“ Ernährung auf Extremfleisch umgestellt und danach auf vegan…..also war die Umstellung ja nicht so abrupt.

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        • firedragon sagt

          Wer isst ein Kilo Fleisch am Tag? , macht sowieso kein normaler Mensch.
          Bei Ernährung geht es um Ausgewogenheit und nicht um Extreme.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Diese dämlichen Extremfressereien gehe mir schon lange auf den Sender. 4 Wochen fastfood, 4 Wochen zuckerhaltige Getränke etc…..damit soll ein Volk verblödet werden, so scheint es. Man kann das Volk mit Aufklärung und Rethorik eben nicht überzeugen, da müssen schwerere Geschütze aufgefahren werden.
            Wenn man sich auf TLC mal die Sendung „Mein Leben mit 300kg“ anschaut und den Diätplan von Dr. Nowsaradan im Auge hat, dann würde Jenke blöd aus der Wäsche schauen, wie die Lowcarb high Protein – Diät die Pfunde purzeln lässt.
            Da ist alles erlaubt, außer Kohlehydrate……Fleisch ist z.B. in Geflügelform ohne Probleme in Hülle und Fülle möglich, man muss es nur pur essen, ohne Sahne oder Käse, Pommes oder Toast.

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        • Brötchen sagt

          Die hohe Proteinzufuhr belastet die Leber, weil die Proteine umgestoffwechselt werden müssen, zu Zucker.
          Es entstehen auch Zwischenprodukte, die belastend sind und entgiftet werden müssen, gehen dann über die Nieren.
          Deshalb frisst Proteinverdauung Energie.
          Es ist für den Körper effektiver, direkt Kohlenhydrate zu verstoffwechseln für Energie, über Enzyme können einfache Kohlenhydrate direkt zu einfachen Zucker gespalten werden und die sind dann direkt nutzbar für die einzelnen Organe (wie Gehirn braucht viel Zucker und die Muskeln).
          Der Weg über Protein ist eher ein „Notweg“. Direkt Kohlenhydrate oder Fette ist der normale Weg.
          Deshalb können die Gewichtmacher beim Bodybuilding damit gut leben.
          Zumal Protein gut sättigt. Die wollen satt sein, nicht zunehmen, austrocknen und Protein aufbauen.

          Wenn man gesund ist, verkraftet man das ohne Probleme.
          Der Kollege hat ja schon einige Tortouren hinter sich. Das hinterlässt auch Spuren.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Man nicht, aber gaaaaanz viele tun es. Ist wie mit der Bild-Zeitung……man muss sie nicht lesen, aber viele tun es.

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  4. Christian Bothe sagt

    Da hatte sich vor ein paar Tagen in der TA ein Didaktikprofessor negativ über Schulmaterialien von i.m.a.geäussert.Das war mein Kommentar dazu und passt zum Thema, denke ich.
    Ist doch absoluter nonsense,was der Herr da im Fernsehen sagte. Aufklärungsmaterialien wie diese von i.m.a.sind wichtig, um die wirkliche LW den Schülern nahe zu bringen.Gerade wo es an Nachwuchs fehlt, sind solche Aufklärungsbroschüren oder Bücher über unsere LW enorm wichtig. Nur so kann man Interesse an dem interessanten Beruf eines Landwirtes wecken,wenn man Fakten darlegt und sich nicht nur an Fake News von manchen Medien und schlauen Journalisten, NGOs und sonstigen Verbänden orientiert. Der DBV leistet hier eine gute Aufklärungsarbeit ob Lobbyarbeit ja oder nein ist vollkommen uninteressant.

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    • bauerhans sagt

      „Der DBV leistet hier eine gute Aufklärungsarbeit“

      überhaupt gar nichts macht der DBV,obwohl eine presseabteilung vorhanden ist!

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      • Brötchen sagt

        Bauerhans das stimmt doch nicht, unser LBVer ist sehr oft im Fernsehfunk.
        So oft(überhaupt nicht) ist kein Industrievertreter zu sehen.

        Starker Widerspruch :)..

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        • bauerhans sagt

          ich bin nicht mehr im DBV.
          wenn der bauernpräsident in den medien ist,jammert er,egal ob auf orts-,kreis-,landes- oder bundesebene.
          pressearbeit heisst,dass jemand hauptamtlich aktuelle erklärungen abgibt,insbesondere dann,wenn bauern „vorgeführt“ werden.

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      • Christian Bothe sagt

        bauerhans, falls Sie im DBV Mitglied sind, bringen Sie sich doch ein um das zu ändern,falls dem so sein sollte…

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  5. firedragon sagt

    Ich stelle mir das gerade bildlich vor – ein Brötchen erklärt einem Drachen den Charakter der Menschen – grins.
    Nein, Spaß beiseite – der Mensch steht sich bei vielem selbst im Weg.

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  6. firedragon sagt

    Guten Morgen Herr Dr Kremer-Schillings,
    wissen Sie oder weiß jemand, ob die Schulmaterialien freiwillig von Schulen geordert werden oder ob das Material automatisch an alle Schulen verteilt wird (quasi als „Pflichtbildung“ von Praktikern?

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  7. Reinhard Seevers sagt

    Aufklärung und Kommunikation sind richtig und wichtig. Ich habe aber immer ein Problem damit, dass man dem einzelnen Landwirt (in abnehmender Zahl) eine kommunikative Aufgabe überantwortet, die er nicht erfüllen kann. Ja, er kann berichten über seine Tätigkeit, seinen Betrieb etc. Die Mehrheit der Menschen interessiert das wenig.

    Die Menschen können sich in diesem Lande auf sichere und qualitativ hochwertige Produkte verlassen, die für ihn auch nicht unmittelbar mit der Landwirtschaft verknüpft sind, sondern mit dem Handel oder dem Verarbeiter/Hersteller. Es ist so, wie mit dem Bürger, der mit seinem Auto über eine von tausenden von Brücken in diesem Lande fährt und sich keine Sorgen machen muss, dass sie einbricht. Da ist eine so große Glaubwürdigkeit und Sicherheit mit verbunden, dass sie nicht in Frage steht.

    Es gibt aber aufgrund einiger weniger Menschen, die medial präsent sind und politisch aktiv agieren, eine auf Moral und Angst basierende Einflussnahme auf den Kunden/Bürger. Über Umfragen wird suggeriert, dass die Mehrheit es ebenso sieht und darum eine politische Antwort notwendig wird.

    Nun kann die Landwirtschaft sich noch so anstrengen, sie wird niemals aus dem Schuldkarussell herauskommen, die Lage ist so komplex, dass weder der Landwirt in der Lage ist die Komplexität zu erklären, noch ist der Mitbürger in der Lage diese zu verstehen.

    Dieser Blog ist ein Teil der Komplexität und nur ein winziges Puzzelteil in der Erklärbär- Philosophie. Sie erreicht vorwiegend die Peergroup der mit der Landwirtschaft verbundenen. Eine Art Insider-Blase.

    Jeden morgen gehen Millionen Menschen zur Arbeit und auf dem Weg dorthin kaufen sie am Bahnhof oder beim Bäcker ihr Lieblingsgericht. Auf dem Rückweg passiert häufig das gleiche…….sie denken nicht ständig über die Nahrung nach, sie konsumieren sie.

    Ich denke, dass die Landwirtschaft den einzelnen Kunden/Verbraucher nicht „aufklären“ muss, sie muss sie mit positiven Botschaften mit einem guten Gefühl versorgen.
    Gekämpft werden muss an politischer Front, und das mit aller Härte.
    So lange wir ein solches arbeitsteiliges und kapitalistisch orientiertes System haben, wird sich auf der Seite der Produktion nichts ändern, bis auf die Tatsache, dass aufgrund höherer Auflagen und Gesetze die Anzahl der aktiven Produzenten abnimmt, und damit die Anzahl der Erklärbären eben auch.

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    • Thomas Apfel sagt

      Danke! Super Zusammenfassung. Ich sehe das nur in Bezug auf unsere „Gegner“ in den Medien etwas anders. Da müssen wir schon mit allen Mitteln versuchen die Dinge so darzustellen wie sie sind. Ich sehe unter anderem diesen Blog als eine Möglichkeit in der Argumentation fitter zu werden. Da ist mir dann auch Wurscht, wenn das Jemand „Blase“ nennt. Der Beschuss aus den Medien hört doch nicht auf nur weil die Menschen ein sicheres Gefühl, die Lebensmittel betreffend, haben. Die „Blase“, die Die versuchen den Menschen überzustülpen zerstört genau das Vertrauen von dem Du sprichst.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Dein Wort in Gottes Gehörgang……jeder Botschaft der Landwirtschaft, wie z.B. „Wir sind diejenigen, die die Natur schützen.“, kommt postwendend ein Beitrag mit dem Titel: „So vergiftet die Landwirtschaft unser Grundwasser“. entgegen. Und dann wird sich gegenseitig ein Zahlen-Fakten Gemisch entgegen geschleudert, dem sich der Außenstehende entweder genervt entzieht, oder sich der Meinung der vermeidlichen „Guten“ anschließt.
        Man kann nicht erwarten, dass sich die Medien allumfänglich hinstellen und ausschließlich die Meinung der Landwirtschaft unkritisch veröffentlichen. Wenn man das glaubt oder hofft, hat man das System nicht verstanden.
        Medien berichten, was klicks bringt oder Auflage. Ein Nachweis, dass die Landwirtschaft mit falschen Fakten und Daten in eine Zwangslage gedrückt wurde, und das politische Folgen haben würde, das würde sie wiederum aufhorchen lassen……wo ist denn diese Faktenlage? Wo sind die Ankläger und Beweise? DAS wäre wirklich ein Beitrag, der evtl. etwas gerade rücken würde….
        Und dennoch bleiben die Bereiche Artenvielfalt und Naturschutz, die niemals eine Entlastung erfahren werden.
        Die Menschen werden aber weiter jeden Morgen und jeden Abend ihr Brötchen ohne Angst kaufen und essen…..

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        • Brötchen sagt

          Ähm mein Name ist hier gefallen 😉

          Reinhard, hast Du gut dargestellt, sehe ich auch so und habe das auch schon oft angemerkt….das „die Botschaften wichtig sind“.

          Es gibt schon noch Leute die Fähigkeiten haben, sich aus Fakten eine eigene Sicht zu basteln und die dann auch korrekt ist.

          Mal ein Schwank aus meinem Leben:

          Abiturtreffen 40 Jahre Abitur (Oh mein Gott)….mein Kumpel von damals, ist jetzt bei der DB, hat mir sehr gut und fachkundig erklärt, wo die Probleme bezogen auf die Lw. liegen. Wo ich baff erstaunt war. Ich hatte da keine Diskussion angestossen, er hatte das ganz allein entwickelt.
          Er ist auch reines Stadtkind. ER muss die Informationen ja irgendwo her haben. Er hat mich „versucht zu argumentieren“ ;)..

          Anders herum hatte ich ja auch mal eine Einschätzung verlinkt, das es selbst „Großkonzerne“ mit´Riesenaufwand auch nicht schaffen eine gewisse Deutungshoheit zu erlangen.
          Wie soll dann die ständig geldklamme Lw. das schaffen.

          Das soll jetzt keine generelle Freisprechung sein, alle Aufklärungsversuche sein zu lassen, sondern soll das nur einordnen.

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      • firedragon sagt

        Guten Morgen Herr Apfel,
        eigentlich schade, dass von „Gegner“ gesprochen wird. Ich finde es nur bedenklich, dass die LW sich dafür rechtfertigen muss, dass sie sichere Lebensmittel herstellt.
        Ich habe gestern kurz moniert, dass Menschen bereit sind, sich Farben unter die Haut applizieren zu lassen und dafür Unterschriften zusammen bekommen (das ist absolut okay). Allerdings die Augen vor der Tatsache verschließen, dass die LW rückstandsfreie Lebensmittel herstellt (das ist nicht okay).
        Solche Gegensätze gehen bei mir im Kopf nicht zusammen – ich kann es nicht nachvollziehen.

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        • Brötchen sagt

          Drachen der Mensch ist so widersprüchlich!

          Muss man akzeptieren….

          Wie geht der schöne misanthropische Spruch, „seit ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere“ 😉

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Rechtfertigung betrifft eigentlich nicht die Herstellung von sicheren Lebensmitteln, denn das tut sie ja auch nicht. Sie stellt die Rohstoffe für die Lebensmittel bereit. Die Kritik betrifft die mit der Produktion der Rohstoffe verbundenen negativen Folgen.

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    • Paulus sagt

      @ R. Seevers
      ich stimme dahin gehend zu, dass verarbeitete Produkte wie z.B. das belegte Brötchen oder Konserven usw. nicht mit LW in Verbindung gebracht werden, sondern mit Handelsmarken, der Reputation einer Bäckereikette und was da sonst noch so eine Rolle spielt. Wie sollte es auch sonst sein? Der Gipfel ist, dass sich z.B. Weinliebhaber an diesen unseligen Punkten eines Mr. Parker orientieren, auch wenn sie ab und zu mal einen Winzer aufsuchen. Das scheint mir ein erschreckendes Paradebeispiel dafür zu sein wie kommunikationsstarke Externe Einfluss gewinnen und ganze Märkte beeinflussen können.
      Bei den Verbrauchern, und dazu zählen meine Frau und meine Wenigkeit, die bevorzugt bei Direktvermarktern einkaufen sieht das schon ganz anders aus. Da ist allein der Lw-Erzeuger ausschlaggebend, seine Philosophie und die, wenn auch manchmal nur eingebildete höhere Produktqualität. Ich halte das nach wie vor für eine der wertvollsten Schienen der Kommunikation.
      Ich muss zum Punkt kommen. Ein Dilemma der LW scheint mir zu sein, dass nach dem Scheitern der CMA seitens der Verbände überhaupt keine Kommunikation mehr mit den Verbrauchern stattgefunden hat, zumindest keine wahrnehmbare. Man hatte das nicht nötig und wollte keine Flocken dafür locker machen. Dass sich ein Ackerbauer wie Willi, der ja auch nur abliefert darum bemüht, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, auch wenn er mitunter gerne die bauernübliche alte Klaviatur bedient. Nachdem nun andere die Deutungshoheit übernommen haben und diese unmöglich zurück zu gewinnen ist, ist das Geschrei groß. Es ist aber müßig die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuzeigen, insofern wird man sich wohl mit einigen Tatsachen abfinden müssen. Ich wage zu bezweifeln, dass grüne Kreuze oder Treckerdemos da noch etwas retten können. Sinnbildlich kommt mir das in etwa so vor wie Pferderennen mit Eseln oder das Reiten einer klapperigen Rosinante.

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      • firedragon sagt

        Paulus,
        eigentlich gibt es „Werbung“ für die LW, es gibt tolle Broschüren, darin wir viel erklärt. Vieles ist speziell für Regionen ausgearbeitet- es ist nicht so , dass es nichts geben würde. Bspw. gibt es Getreidekarte u.ä..
        Nur, wie drücke ich das jetzt aus…hm, solche Broschüren liegen nicht an den richtigen Orten/Stellen. Ja so könnte man es formulieren. Der LW weiß, wo er das erhält, der Normalbürger „sucht“ danach nicht.
        Deshalb war ja auch meine Frage an „Bauer Willi“ weiter oben – ich habe übrigens noch keine Antwort erhalten.
        Zum Wein – Wein ist zu neudeutsch, ein lifestyle Produkt, dieses tritt in Hochglanzmagazinen auf, da wird Philosie hineininterpretiert, Glückseligkeit, Geselligkeit u.s.w., Du weiß, was ich meine.
        Jetzt mach das mal mit Weizen oder einer Steckrübe.

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        • firedragon sagt

          Philosophie
          ich bin der deutschen Sprache schon mächtig, meine Finger vergessen das gelegentlich…

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        • Reinhard Seevers sagt

          Noch mal Feuerdrache…..es gibt genügend Informationen über und von der Landwirtschaft, DAS ist ja das Problem. Wer von allem genug hat, dem ist nach Wendler alles: EGAL
          Ich sehe das immer wie dieses ständige Festhalten an der plattdeutschen Sprache. alle wollen es, Schüler werden motiviert, Preise ausgelobt, Festivals veranstaltet, Alte Leute Abende ohne Ende, jeder soll und will die alte Sprache erhalten…..und dennoch geht sie den Bach runter. Warum, weil sie im Leben der Jugend keine Rolle spielt, Punkt. So ist es auch mit der Landwirtschaft, du kannst sie alle informieren, bis es ihnen aus den Ohren rauskommt, sie gehen dennoch zu MC Donald und anschließend auf die fff- Demo, oder umgekehrt……that´´s life!

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        • Thomas Apfel sagt

          Die teils wirklich guten Broschüren liegen meist verstaubt in den Vorfluren der Landesbauernvertretungen. Das ist so, als wenn ich die Masse mit Artikeln in Fachzeitschriften erreichen will. Fachzeitschriften lesen die, die´s sowieso schon wissen, die Anderen wissen nicht einmal das es die jeweilige Zeitschrift gibt. Ansonsten kannst du gegen die Flut der Fehlinformationen nicht anschwimmen. Ich glaube, das mit dem Nitrat ist inzwischen tatsächlich kaum noch Jemandem zu vermitteln. Bezeichnend heute der Beitrag bei TopAgrar zum „Gutachten“ des DIW. Allein das verwendete Bild ist für eine Landwirtschaftszeitung nicht nur „unüberlegt“, sondern unanständig. Mein Eindruck ist, dass es nicht einmal in den Schreibstuben dieses Fachmagazins angekommen ist, wie UBA und BMU uns hier verschaukeln.

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          • firedragon sagt

            Ja Herr Apfel,
            genau dort liegen die Broschüren. Über das Bild, welches Sie meinen, bin ich ebenfalls „gestolpert“ und es hat mich stutzig gemacht, dass TA diese Bild verwendet hat.
            Es lässt einen mehr, als verwundert zurück.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Paulus: „Sinnbildlich kommt mir das in etwa so vor wie Pferderennen mit Eseln oder das Reiten einer klapperigen Rosinante“

        oder wie der alte Indianerspruch: Wenn du merkst, dass dein Pferd tot ist, solltest du absteigen?

        Ich denke, die CMA hätte nicht viel geändert, sie hätte evtl. Geld ins System geholt das evtl. Aber 2009 war das Kind schon weitgehend im Brunnen und die CMA hat sich bis dahin nicht schnell genug bewegt, um noch ein Ruder herumreißen zu können. Sie wäre sicher eine Plattform gewesen auf der man aufbauen hätte können.

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