Bauer Willi, Video
Kommentare 86

Q-Saft und kreatives Marketing (Video)

Es gibt sie noch, die kreativen Unternehmer, die sich vom Markt unabhängiger machen. Im Video erzählt uns Tobias, wie er auf die Idee mit dem Etikett und der Käserei gekommen ist. Die sehen wir uns an und hören auch, wie er seine Produkte vermarktet.

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86 Kommentare

  1. Brötchen,

    Diese Kochwürste werden mit Mehl oder sonst was getreckt, damit die Wurst von einem Schwein das Jahr über für die Familie reicht.
    Es diente nur zur Streckung, so bekam man einige Würste mehr, mit Haltbarkeit hat das nichts zu tun.

    Die wurden durch Trocknung haltbar gemacht.
    Sie wurden in Dickdärme und Blasen gefüllt, damit zur Wurst geformt waren.
    Manche Leute räucherten sie noch, aber das half wohl nichts bei der Haltbarkeit, sondern nur dem Aroma!

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  2. Die Kühe und andere Wiederkäuer fressen ja Insekten, aber nicht als Hauptgericht, sondern als Beigabe wie auch Gras- u. Blumensamen oder auch Schrauben, Drahtreste oder Nägel, wenn sie mit Gras oder Heu, btw allem Fressen für diese Wiederkäuer vermischt sind.

    Das weiss do h jedes Dorflind, oder?

    Ach wichtig zu erwähnen scheint mir, dass diese Wiederkäuer aucg getrockneter Hundekot im Heu fressen.

    Also ist jeder Hundebesitzer ein Wiederkäuermörder, der seinen Hund aud der saftigen Wiese machen lässt.
    Der ist nicht nur ein Kuh-,Schaf- Ziegen- und Rindermörder, sondern auch -quäler, weil der Tod soll grausam sein.
    Kann das hier jemand bestätigen?

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  3. Ferkelhebamme sagt

    Witzig gemacht, wenn er das auch für seine anderen Produkte schafft, hätte er ein schönes Alleinstellungsmerkmal. Der Q (kleiner Scherz) dabei ist, dass es in D niemand nachahmen kann, denn die Bezeichnung Saft ist hier bestimmt nicht erlaubt! Müsste man mal die Fruchtsaft-und Erfrischungsgetränke-Verordnung studieren… Und hat Audi auf Q einen Musterschutz?
    P.S. Kühe sind sogar vegan, oder irre ich mich? Gut, es sei denn, sie fressen Mäuse-oder Spatzenkot mit…
    In diesem Sinne, schönes Karnevalswochenende!

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    • Gephard sagt

      Kühe essen Insekten, aber wohl auch nur eher zufällig. Vor BSE habe sie auch mal ihre Artgenossen gegessen, aber unfreiwillig.

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      • bauerhans sagt

        kühe schlucken auch nägel,wie ich als 15 jähriger mal frühmorgens feststellen musste,als die kuh ihr blut „ausgeatmet“ hatte.

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        • Hast du das nicht schon als Kind beigebracht bekommen?

          Und warum Kühe wiederkäuen?
          Da kommt beim ersten Runterschlucken alles mit, ob Nägel, Drahtzaunstücke, Insekten oder sonst was!

          In der Schule habe ich es dann nochmal erfahren!

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      • „Kühe essen Insekten, aber wohl auch nur eher zufällig. Vor BSE habe sie auch mal ihre Artgenossen gegessen, aber unfreiwillig.“ Wenn Schwachsinn erst mal in die Welt gestetzt wurde, ist er nicht mehr weg zu kriegen!

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        • brouss sagt

          Beim Staat wissen die mindesten seit 1990 , dass BSE eine Panne der Pharmaindustrie war. Man muss da auch an der Presse zweifeln, dass die da nie dahinter kommen.

          Dass der Staat das vertuschen muss verstehe ich schon, aber irgendwann müsste das doch verjährt sein und wir könnten mal einen investigativen Journalisten heiß machen.

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      • Christian Bothe sagt

        @gephard,wo haben Sie denn diese Weisheiten her?Tierkörpermehl wurde in der DDR ausschließlich an Schweine verfüttert als Eiweisträger, in Ausnahmefällen an Schafe als Ergänzer,was aber der Wollqualität nicht so gut bekam…Das wäre auch heute noch sinnvoll, um Importe von Soja zu verringern.

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        • bauerhans sagt

          die engländer hatten ihre toten,nicht richtig erhitzten wiederkäuer den artgenossen zu fressen gegeben.

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          • Christian Bothe sagt

            @bauerhans,haben Sie das gesehen???Sind doch Fake News von irgendwelchen Möchtegernjournalisten!

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            • bauerhans sagt

              da hatte es seinerzeit berichte von TopAgrar,im TV und im Wochenblatt Westfalen-Lippe gegeben.
              die hatten ihre mad-cows sogar aufem feld verbrannt,weils keine kapazitäten in der tierkörperbeseitigung gab.

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          • brouss sagt

            So wie es mal Schweine-Insulin gab, gab es auch mal Rinderhirn-Hormone. Und da haben die mal zwischendurch BSE-Hirne mitverarbeitet.
            BSE wird nur übertragen, wenn man den Erreger „ins Blut“ (wie bei Aids) bekommt. Beim Fleischessen passiert nichts.
            Wenn beim Fleischessen was passieren würde, würden in England nur noch ein paar Veganer leben.

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        • firedragon sagt

          TM an eigentliche Pflanzenfresser zu verfüttern, da bin ich nun auch kein Fan von.
          Allerdings gibt es Aufnahmen von Affen, die andere Affen gezielt jagen und essen. Es gibt auch ’ne Amateuraufnahme, die festgehalten hat, wie ein Rothirsch einen Jungvogel isst.
          Ein Rindvieh wird jetzt wohl nicht gezielt jagen, habe ich jedenfalls noch nicht beobachtet.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Feuerdrache, die Frage nach der Verfütterung stellt sich doch gar nicht.
            Und Affen und Rothirsche gehören nicht zu den Nutztieren, also OT oder?

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            • firedragon sagt

              Weiß ich, Herr Seevers, dass die zwei Tierarten nicht zu den Nutztieren gehören – sollte nur ein kleiner Schwenk ins Tierreich sein, in dem es nicht abwegig ist, dass manch ein Pflanzenfresser wohl gelegentlich tierisches zu sich nimmt.
              Was ist OT?

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                • firedragon sagt

                  Naja, war, glaube ich, nicht anders von Ihnen zu erwarten (ich seh’s gelassen) – hätten Sie ja schon früher bei Gebhard’s Kommentar los werden können.
                  Manchmal kommt man im „Gespräch“ vom eigentlichen Thema ab… passiert halt.

                  Dann entschuldige ich mich hiermit bei allen, die Themaabweichungen nicht gut heißen.

                  Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

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              • Es geht aich micht um Nutz- und Wildtiere, sondern um Wiederkäuer und Allesfresser. Die Wiederkäuer können keine Nahrungsmittel von tierischer Herkunft verdauen. Ich nehme an, das das unzueichend erhitzte Tierkörpel kaufmänisch bedongt an die Wiederkäuerhalter verschleudert worden ist, damit es weg kam, so ist diese Krankheit bei Wiederkäuer entstanden.

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  4. Gephard sagt

    Bitte gleiches Recht für alle. Wenn die Sojamilch nicht mehr Milch heißen darf und die Wurstform nur bei fleischhaltigen Produkten auch Wurst genannt werden soll, darf Kuhmilch bitte auch kein Saft sein.

    Das ist klare Verbrauchertäuschung, da Kühe eben nicht ausgepresst werden. Zudem verschafft sich das Produkt mit dem Framing einen ethisch korrekten Anstrich.

    Eigentlich müsste es sowieso Eutersekret heißen. Mein Lieblings-Asiate schreibt auch ganz selbstbewusst texturiertes Sojaproteinisolat für die Karte und trotzdem essen die Leute dort die Fleischimitate. Beim Seitan sind sie da aber nicht so konsequent, vermutlich weil es das schon lange vor den ersten Veganer in deren Kultur gab.

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    • firedragon sagt

      Gephard,
      das Frontetikett ist ein Gag- Eyecatcher sozusagen – gibt’s auch bei Wein. Ist legitim.
      Ausserdem handelt es sich um ein Produkt aus Belgien, eventuell gibt es da andere Regelungen. Kannst Tobias ja auch direkt fragen, wenn Du es genau wissen willst.

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  5. Ein Privatier sagt

    Lecker! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen …


    (Wie wohltuend, dass Öko, Bio, Klima und der ganze Scheiß mit keinem Wort erwähnt wurde. Hat sich angefühlt wie früher …)

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  6. bauerhans sagt

    „ist es wichtig zu sehen, was andere Betriebe machen“

    dahinter zu blicken,wie andere das schaffen und was dabei rauskommt,ist für mich der wichtigste punkt.

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    • firedragon sagt

      Ja bauerhans,
      aber zuerst muss etwas mein Interesse wecken und dann erst gehe ich tiefer in das jeweilige Thema. Zahlen und Fakten ergeben sich im Gespräch.

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      • Was ist dein Interesse, firedrogon?
        Oder meinst du das von allgemeinen Verbraucher?

        Dass Öko, Bio und Vegetarisch oder Vegan drauf steht?
        Wilst du belogen werden?

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        • firedragon sagt

          Inga,
          wenn etwas oder jemand in der Lage ist, mein Interesse zu wecken (ganz allgemein), dann entwickelt sich in der Regel ein Gespräch. Während diesem, kann man Informationen erfragen, die einem wichtig sind.

          Auf Begriffe wie „ökologisch, Bio, vegetarisch oder gar vegan“ springe ich nicht an, damit weckt man mein Interesse nicht. Ich persönlich halte nicht viel von Lügen und ebenso wenig von Werbung.
          Wobei Werbung auch manchmal gut gemacht ist, dann interessiert mich allerdings die Werbung an sich, nicht unbedingt das Beworbene.
          Ich hoffe ich konnte Deine Fragen beantworten.

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  7. Thomas Apfel sagt

    Man muss nicht jedes gute Beispiel gleich zerreden. Es ist gut, dass junge Betriebsinhaber so etwas machen und auch hinkriegen. Irgendwie sind „wir Alten“ am Dauerjammern, dass nichts geht. Manchmal denke ich tatsächlich man kann das ganze eingefahrene System nur von unter („Graswurzler“) her in kleinen Schritten verändern. Bei aller Notwendigkeit die Rahmenbedingungen über Protest und „Mitreden“ zu beeinflussen, bleibt das Erzählen „Guter Geschichten“ genauso wichtig. Das hier vorgestellte ist ein solches Beispiel und Niemand hat behauptet es sei die Lösung für alle Probleme.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Nein Thomas, das ist wohl so….es ist aber auch nichts Neues und weltbewegendes. Jeder Beitrag hat einen emotionalen Hintergrund, sonst würde er nicht geschrieben. Hinter diesem Beitrag steht auch ein Gefühl, dass Willi irgendwie transportieren will oder möchte. Das zu diskutieren ist auch Teil eines blogs. Es ist deswegen ja kein schlechtes Beispiel genauso wenig wie es eine nationale Lösung für Milcherzeuger…aber ein diskussionswürdiger Beitrag.

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    • Ein Privatier sagt

      @Thomas Apfel

      Graswurzelbewegung?
      Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen!

      https://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing

      „Der Begriff Astroturfing (englisch abgeleitet von AstroTurf; zu deutsch sinngemäß künstliche Graswurzelbewegung) bezeichnet – insbesondere in den USA – politische Public-Relations- und kommerzielle Werbeprojekte, die darauf abzielen, den Eindruck einer spontanen Graswurzelbewegung vorzutäuschen. (…)“

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  8. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    danke Herr Dr Kremer-Schillings, dass Sie bei Tobias waren und danke an Tobias, dass er einen kleinen Einblick gewährt hat. Sympathischer Typ.

    Freut mich natürlich diebisch, dass sich ein Milchbauer beim Winzer anregen ließ und den Stolz für das eigene Produkt geweckt hat.
    Das „Q-Saft“ Etikett ist gut – man guckt zweimal drauf – schon mal Interesse geweckt 👍.
    Es macht Spaß Tobias zuzuhören, ich würde seinen Käse sofort kaufen, aus dem einfachen Grund – er ist authentisch und „verkauft“ seinen Stolz auf sein Produkt und er soll es bitte unterlassen Emmentaler oder gar Gouda herzustellen, den Mist nehme ich noch nicht mal für meine Weinproben.

    Tobias, falls Du hier mal lesen solltest – ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und sei experimentierfreudig in Sachen Käse ☺.

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          • Brötchen sagt

            Trifft ja auf Wein auch zu…..;)

            Ich meine das so, das Geschmacksabweichungen (normale nicht abweichende) das Produkt interessant machen.
            Bei Wein muss man sich ja manchmal auch erst „reintrinken“.
            Ein auf den ersten Blick gefälliger Wein kann einen auf den „Keks“ gehen.

            Gouda, den ich so kenne, kann man schon essen, aber jetzt nicht wegen dem Geschmackserlebnis. Ist ein solider Käse, aber deswegen würde ich nirgendwo extra irgendwo hinfahren.

            Für große Mengen und für eine Marke, muss das Produkt immer eine reproduzierbare Qualität haben („gleich“ schmecken, Wiedererkennung)….

            so ist das mit dem Bug gemeint.

            Bei meinen Rassehühnern ist auch jedes Ei anders, von der Größe und von der Form und auch von der Farbe.
            Mein einer Abnehmer hat mich (meine Damen) letztens wieder extra gelobt, wie toll die Eier wären.
            Dabei bin ich immer wieder froh, das nicht doch mal eins runterrutscht, was zwei Tage unter der Henne gelegen hat ;)…

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            • firedragon sagt

              Brötchen,
              hab’s schon verstanden. Danke, dass Du mir das mit dem Wein nochmal so erklärt hast 😉😉(Spaß)

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        • Reinhard Seevers sagt

          Mal sehen, wann der erste Verbraucherschützer kommt und die Kennzeichnung des Produktes bemängelt….:-)

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          • firedragon sagt

            Herr Seevers,
            ist auf dem Bild nicht zu erkennen, möglicherweise hat die Flasche ein Rückenetikett mit allen relevanten Daten (ist in der Regel so üblich).

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        • Brötchen sagt

          Reinhard kann man doch sagen 😉 ist eher spassig gemeint.

          Es gibt schon strengen Käse, der gewöhnungsbedürftig ist, einer kann den nicht essen und ein anderer findet den supertoll….

          Der Bug ist eben das Feature….;)

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    • Paulus sagt

      @ firedragon, an alle Käseexperten hier und zur Ehrenrettung unserer niederländischen Nachbarn:
      Kauft mal in einem „vernünftigen“ Käsegeschäft in NL ein Stück belegen oder extra belegen Kaas. Mit einem solchen Gouda hat euer abgepacktes Zeugs vom Discounter oder von der Käsetheke bei Rewe nicht entfernt was zu tun. Das musste jetzt mal in aller Deutlichkeit gesagt werden. 🙂
      Ist so ähnlich wie mit dem Wein von der Mosel, der galt ja lange als ungenießbare Billigplörre. Und doch gab es ein paar kleine Weinmacher die ordentliche und mit der Menge oder Masse unvergleichbare Produkte erzeugten.

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      • Brötchen sagt

        @Paulus
        Ich esse ja gern Käse.

        Ich vermute mal es liegt daran, das sich die Welt weiter gedreht hat und es überall Leute gibt, die auch guten Käse machen können!

        Früher war das eher seltener und war schon begeistert, wenn der Käse schön nussig war.
        Sowas ist heute eher fast schon Grundnahrungsmittel.

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      • firedragon sagt

        Paulus,
        das glaube ich Dir gerne, dass der dortige Käse gut ist – ich komme da nur nicht hin.
        Wir haben bei uns jemanden, der macht phantastische Ziegenkäse. Als wir noch bei Kiel Kunden hatten, sind wir dort über eine kleine Käserei „gestolpert“, auch alles furchtbar lecker – hatten wir uns im Winter auch immer schicken lassen.
        Nun machen wir selbst im Winter einen Käse von der Milch unserer Kühe – nennt sich Handkäs und ist ausschließlich für uns und zwei Freunde.

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  9. Oberländer sagt

    Hallo Willi
    Schön das Du hier einen schönen Bericht über einen
    jungen und hoch motivierten Kollegen bringst, abseits
    von hinterfragen und politisieren.
    Ich für meinen Teil wünsche dem jungen Mann und seiner
    Familie ein gutes Gelingen

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  10. Reinhard Seevers sagt

    „Es gibt sie noch, die kreativen Unternehmer, die sich vom Markt unabhängiger machen.“

    Dieser Satz hat mich etwas irritiert…..es gibt sie seit Jahren und überall. Es ist eine Nische unter vielen…
    Ob eine weitere Käserei in 50km Entfernung eine Konkurrenz wäre? Ich sehe etliche regionale Käsereien, die einen sehr hohen Aufwand betreiben müssen, um ihre Käse an den Kunden zu bringen. Am Anfang sind immer alle ganz neugierig, dann lässt das Interesse schnell nach.

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    • Brötchen sagt

      Reinhard ich war letztens bei einem Ziegenhalter im Oderbruch und der meinte, das Geschäft war vor 10 Jahren besser, auch aus Berlin usw. mehr Nachfrage.
      Jetzt gibt es ja überall Ziegenkäse, von sonstwo her.
      Ich kaufe auch regelmäßig welchen aus FRankreich bei Edeka, da gibt es auch Milch.

      Glaube wichtig, ist das der Käse gut ist.
      Festen Käse können die wenigsten gut machen!

      Ich kenne einen, der macht den besten……
      Frischkäse war der sehr gut…. ist aber sehr klein
      https://ziegenhof-wolfsschlucht.de/

      Der ist der beste professionelle….ist auch Schweizer…meiner Meinung nach.
      Beweidet auch die Heide.

      https://capriolenhof.de/kontakt/

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  11. Jochen Böhrer sagt

    Mir fehlt die Angabe zu den Arbeitskräften. Normalerweise kann man mit 120 Kühen nicht in den Nebenerwerb. Wenn man es kann, gehen die Einen zur Arbeit, die anderen machen Käse. Ist ungefähr so, als ob eine Käserei anfängt, nebenher Kühe zu halten oder ein Müller anfängt, Weizen anzubauen. Die Bretter, auf denen der Käse gelagert wird.. ach .. lassen wir das.

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    • Brötchen sagt

      Jochen Böhrer auf 3 Sat ist gerade eine Doku online über junge Leute die zeitweise eine Alm bewirtschaften in der Schweiz. Schweizer Doki irgendwas mit Bärli Alm…
      Manchmal steht das nur eine Woche drin. Sehr ausführlich und auch authetisch.

      „Mir fehlt die Angabe zu den Arbeitskräften.“ Denke er macht das allein.
      Das Käselager sah so aus, als ob er nur einen kleinen Teil verkäst.
      Meines ERachtens ist das in Belgien und der Betrieb, den Paulus mal „empfohlen“ hat.

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      • Er hat bestimmt einen „Einmannbetrieb“, wie es früher hier üblich war.

        Aber wenn dann die Lebenshaltungskosten hoher werden, wo der Milchpreis von der Molkerei nicht mithalten kann, dann muss man das eben mit einem anderen Betriebszweig (z,B. Käseproduktion aus eigener Milch) ausgleichen.

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        • Und vom LEH, bzw. Markt unabhänhig machen.

          Das wissen die Bauern ja schon lange, wie lange gibt es schon Hofläden?

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      • Paulus sagt

        @ Brötchen, genau der ist es. Das besagte Getränk ist mir allerdings im Laden nicht aufgefallen. Wäre bei mir aber eh zwecklos. Ab einem gewissen Alter ist nun mal nichts mehr mit Muskelaufbau, ich hätte da lieber etwas gegen Muskelschwund.
        Auf jeden Fall scheint dieser sympathische Bursche keine Absatzschwierigkeiten zu haben. Ein Aspekt kommt noch hinzu, der Junge beherrscht neben Deutsch mit Sicherheit auch noch Französisch und Flämisch/Niederländisch wie es dort üblich ist. Das erweitert die Möglichkeiten der Vermarktung über die Region hinaus durchaus.

        Allen Skeptikern und Besserwissern sei noch einmal gesagt, dass dieses Dreiländereck bis runter nach Luxemburg nicht mit Frankfurt an der Oder, dem Ruhrpott oder ähnlichen, eher einkommensschwachen Regionen vergleichbar ist. Das hatte ich aber schon mal versucht zu schildern.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Besserwisser: Bei der Direktvermarktung ist es wie beim Haus, das verkauft werden soll oder beim Laden in der City. Es gelten drei wichtige Grundlagen: die Lage, die Lage und die Lage…..
          Deshalb kann es auch die Direktvermarktung nicht wie eine Decke übers Land gelegt werden.

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          • Logisch,
            wer nicht an einer Verkehrstüchtigen Straße wohnt, kann keinen Hofladen machen, der muß sich Marktrechte der Stadt holen und aufs Wochenmarkt gehen!

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            • Paulus sagt

              @ Inga, ist nur bedingt richtig. Der Tobias wirtschaftet eher in der Pampa, da muss man erst mal hinfinden. OK, seinen Käse kann man auch in bestimmten Geschäften kaufen. Meine Hausmacher Würste bekomme ich aber nur bei zwei Bauern die äußerst abseits gelegen sind. Selbst meine sparsame Gattin fährt für den Camembert mitunter sehr weit. Entscheidend ist das Produkt das man aufgrund einer gewissen Qualität und des Geschmacks wegen einfach haben will. Dafür nimmt man schon mal sehr weite Wege in Kauf. Ich würde es noch nicht einmal als Luxusproblem bezeichnen. Eine Dauerwurst mit Kartoffeln drin, auch als Sparwurst bezeichnet, oder eine Leberwurst mit viel Mehl drin sind alles andere als Luxusprodukte, trotzdem gebe ich dafür mehr Geld aus als für die feinsten Pasteten im Feinkostgeschäft. Ich frage mich auch warum es z.B. keine Soljanka gibt, diese wahre Köstlichkeit aus der ehem. DDR würde ich als Konserve sehr gerne kaufen. Produkte die dauernd und ständig und im Überfluss verfügbar sind, verlieren bis auf Ausnahmen eher an Wert. Ist zugegeben ein komplexes und schwieriges Thema und überfordert mich.

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              • firedragon sagt

                Paulus,
                warum ist Mehl in Deiner Leberwurst??
                Das hab‘ ich noch nie gehört – in unserer Leberwurst war nie Mehl drin und ist auch keins drin.

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                • Brötchen sagt

                  Drachen manche machen auch Brötchen ran 😉

                  Das gleiche bei Topfwurst oder „tote oma“
                  In manchen Gegenden wird die mit Semmeln oder mit Graupen gemacht. Heißer dann grützwurst.

                  Im Darm frisch aus dem wurstkessel ist das schon eine Delikatesse.

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                • firedragon sagt

                  Okay… ich bin derzeit noch mit „Brainstorming“ beschäftigt.
                  Wenn ich heim komme, suche ich das Leberwurst Rezept raus.

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                • Brötchen sagt

                  Leberwurst kann ich dir aus dem Kopf sagen….

                  Ein Schweinekopf, etwas Bauch oder anderes besseres fleisxh. Zwiebeln, ca. 500 g Leber.
                  Piment, Pfeffer, Salz.

                  So im groben.

                  Die Leber wird roh durchgedreht und zu dem abgekochten und durchgedrehten Fleisch hinzugegeben. Zwiebeln auch mit durchdrehen.
                  Man kann dann auch noch spezieller würzen.

                  Semmeln kommen glaube ich hinzu wenn man Leberwurst warm für eine Schlachtplatte macht.

                  Ansonsten kommt die bei uns auch nicht hinzu.

                  Du kannst auch mehr gutes Fleisch ranmachen.
                  Früher meine Oma hat Kaninchenleberwurst gemacht.
                  Mit Kaninchen und Schweinebauch.

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                • Paulus sagt

                  Firedragon, das sind Rezepte aus ganz armen Zeiten. Da wurden Würste mit allem möglichem verlängert. Das bedeutet aber nicht, dass es schlecht war, ganz im Gegenteil, heute lecken sich manche die Finger danach.
                  Eine Freundin von uns, die gerne kocht und alte Rezepte durchforstet, hat mal Brennnesselgemüse auf frisch gebackenem Maisbrot serviert. Ich sage dir, das war Drei-Sterneküche! Und wie das nun mal so ist werden die Brennnesseln bei uns nicht mehr alt. 🙂

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                • firedragon sagt

                  Brötchen,
                  Leberwurst wird bei uns defintiv ohne Zugabe von Mehl oder anderen Backwaten hergestellt.
                  Es wird noch Majoran drangegeben. Die Wurst im Darm wird auch noch gerne in den Rauch gehängt.

                  Paulus,
                  keine Ahnung, wie Leberwurst mit Mehl schmeckt – kenne ich nicht.
                  Zu den Brennesseln, die Blätter werden bei uns gepflückt, mit etwas Öl bepinselt, etwas Salz drüber und im Ofen getrocknet. Die dann einfach auf ein frisches, mit Butter beschmiertes, Brot legen – zum niederknien. Diese Brennesseln (um zum Thema zurück zu kommen, für Herrn Seevers) finden in unserem Käse Verwendung – auch ziemlich lecker.

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                • Ich habe mir erzählen lassen, dass füher in die Kochwurst (Leber-, Blutwurst oder Sülze) Möhren, Porree oder auch Gerste rein kam,
                  Das sind nur Streckungsmittel, damit die Wurst vom Hausschlachten auch lang genug reichte. Hausschlchtungen machte man nur im Winter bei kühlen Temperaturen.

                  Was ist Gerste anders als Mehl, höchstens Vollkornmehl oder Graupen.

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                • Brötchen sagt

                  Drachen ich habe Mal in meiner Literatur gestöbert. Im Kochbuch ABC der Küche von Hedwig Heyl 1913.
                  Gibt es das normal Leberwurstrezept ohne Semmeln.
                  Mit Semmeln wird das als warme Leberwurst bezeichnet und enthält 250 g geriebene Semmeln auf 1,25 kg fleischfettmasse.

                  Im mangalitza Buch von schmücking gibt es eine
                  Bratleberwurst mit 1kg zerealien (Buchweizen, Rollgerste, Hirse oder reis) auf 7,5 kg fleisch und fett.
                  Ist öster. Ungarisch.
                  Österreichisches Buch sogenannte Hirsewurst (breinwurst) 1 kg Hirse auf 4 kg fett und fleisch.

                  Bekomme ich richtig Lust Mal wieder was zu machen.

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                • Brötchen sagt

                  Die warme Leberwurst scheint eine Berliner Spezialität zu sein das Kochbuch ist in Berlin aufgelegt und ist der Hoheit Victoria Prinzessin zu Schaumburg-Lippe Prinzessin von preussen zugeeignet, was immer das bedeutet.:-)

                  Das ist kein Armenkochbuch, da sind Zutaten drin, die sind heute auch nicht unbedingt günstig.

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                • Brötchen sagt

                  Inga ist ja sonst auch zuviel fett und schwarten dran und ist mit Getreideanteilen bekömmlicher.
                  Inwieweit es die Haltbarkeit beeinflusst, kann ich nicht sagen.

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                • firedragon sagt

                  Ist schon blöd, wenn man zur Nacht hin von Dir Rezepte zu lesen bekommt, Brötchen.
                  In unserem Sammelsurium an Kochbüchern gibt es auch eins aus Ostpreußen (ein Teil meiner Familie stammt von dort), da habe ich auch exquisite Rezepte gelesen, mit Zutaten, da wundert man sich, was es alles zur damaligen Zeit gab.
                  Dir noch einen schönen Abend und fang jetzt nicht noch an zu kochen 😉

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                • firedragon sagt

                  Brötchen und Paulus,
                  ich habe ein ostpreußisches Rezept von 18hunderdsoundso gefunden mit der Angabe, daß für 10 Pfennige Semmelbrösel zur Fleischmasse hinzugegeben werden sollen. Ihr habt „gewonnen“ ;-), bei uns in der Pfalz wird trotzdem nichts dergeleichen drangegeben.

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                • Brötchen sagt

                  Drachen wir haben nicht gewonnen. Die normale Leberwurst ist auch ohne irgendwas mit Getreide.
                  Die Schlachtplatte ist eine kleine warme Leberwurst, eine kleine warme grützwurst o.â. und wellfleisch.

                  Geht ja nicht um gewinnen, sondern um sich auszutauschen.

                  Schönen Sonntag!

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                • firedragon sagt

                  War doch als Witz gemeint – Dir auch einen schönen Sonntag.

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              • Brötchen sagt

                Paulus die musst du selber kochen.

                Jagdwurst oder Bratenreste mit Zwiebeln anbraten.
                Dann mit Ketchup oder letscho ablöschen. Eventuell mit Gurkenwasser von den Spreewaldgurken ablöschen.

                Gurken würfeln und auch dazu.

                Etwas köcheln lassen.

                Servieren mit einem Klecks saurer Sahne und eventuell Zitronenscheibe.

                Kannst auch noch Tomaten ranmachen.

                Der Variation sind keine Grenzen gesetzt.

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    • bauerhans sagt

      „Mir fehlt die Angabe zu den Arbeitskräften“

      das ist der entscheidende punkt.
      meine schwester erzählte früher von ihrem schwarzwaldbauern,der unglaubliches schaffte.
      oma und opa halfen mit,die frau war lehrerin und brachte die finanzielle sicherheit auf den hof.

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      • Und vom LEH, bzw. Markt unabhänhig machen.

        Das wissen die Bauern ja schon lange, wie lange gibt es schon Hofläden?
        Eben ein echter Familienbetrieb!

        Ist nur für uns alle beschämenswert, dass die Bauern hierzulande umsonst arbeiten müssen und sich dann von ihren berufstätigen Ehefrauen aushalten lassen müssen.
        Wie sozial ist denn das?

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  12. bauerhans sagt

    alternativ heute in der ZEIT:

    milchbauer Ralf Potthoff jammert darüber,dass er gewaltig investiert hatte,ihm aber nur 240€ im monat übrig bleiben.

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  13. Reinhard Seevers sagt

    Ich kann nicht ganz die Absicht dieses Beitrages erkennen……..gibt es doch hunderte solcher Beispiele. Oder ist das ein letztes Aufbäumen eine mögliche Antwort auf all die Fragen: wie geht es weiter, was kann ich tun?
    Oder einfach nur loben? Lob!

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    • firedragon sagt

      Herr Seevers,
      Sie sind aber negativ eingestellt… aber egal.

      Hier im Blog sind eher schwerlastige Themen zu lesen, zumindest seit ich hierauf aufmerksam gemacht wurde.

      Ich hatte in letzter Zeit vermehrt den Gedanken, dass es für alle erfrischend oder auch aufbauend sein könnte, wenn Beiträge, wie dieser eingestellt würden.

      Dass der derzeitige Rahmen nicht optimal ist, wissen wir alle, man wird ja fast täglich damit konfrontiert.

      Deshalb, finde ich (Sie müssen nicht meiner Meinung sein), ist es wichtig zu sehen, was andere Betriebe machen, deren Ideen kennen zu lernen, Möglichkeiten zu sehen und sich vielleicht auch inspirieren zu lassen. Eins zu Eins etwas abkupfern wird man nicht können, ist auch Quatsch, aber es sind Kleinigkeiten und das „Aha“.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Herr Seevers,
        Sie sind aber negativ eingestellt… aber egal.“

        „Deshalb, finde ich (Sie müssen nicht meiner Meinung sein)…“

        Achwas….meine Meinung ist negativ, aber ich muss nicht ihrer Meinung sein…danke, wie großzügig!!
        Sie haben eben das Gefühl dass dieses Thema aufbauend und erfrischend sein kann…ok, und ich schreibe meine Meinung. So ist das eben…

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        • firedragon sagt

          Herr Seevers,
          ich bin gerne großzügig, daß Ihnen das jetzt erst auffällt… 😉😉(Spaß)

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