Autor: Bauer Willi

Sind 1,74 qm artgerecht???

Im Moment bin ich zeitlich etwas angespannt. Von daher nur eine kurze Betrachtung, weil ja auch gerade Urlaubszeit ist. Das Kreuzfahrtschiff AIDAnova hat eine Länge von 337 m und eine Breite von 42 m. Das ergibt eine Fläche von 14154 qm. Das Schiff hat Platz für 6654 Passagiere und 1500 Besatzungsmitglieder. Das ergibt 1,74 Quadratmeter pro Person. Das weltgrößte Kreuzfahrtschiff, die Symphony of the Seas ist 362 lang und 61 m breit. Macht eine Fläche von 22082 qm. 8880 Personen werden befördert.  Macht 2,49 Quadratmeter pro befördeter Person. Ich weiß, so ein Schiff hat mehrere Etagen auf die sich die Personen verteilen. Ich wollte den Vergleich auch nur deshalb bringen, weil wir uns häufig über artgerechte (Tier-)Haltung unterhalten. Die Kreuzfahrer machen das freiwillig! Und geben Geld dafür aus! Und noch was:  viele Kabinen haben kein Tageslicht. Dafür ist die Fütterung ad libitum Jetzt wird sich möglicherweise wieder der ein oder andere Leser (AbL) über fehlendes Niveau beschweren. Entschuldigung, ich habe im Moment wirklich nicht viel Zeit. Ich schreibe ja auch Texte für normale Leute… und …

PAMIRA – was ist das denn?

PAMIRA hat nichts mit Pamela zu tun, sondern ist die Abkürzung für „Packmittelrückgabe Agrar“. Außerhalb der Landwirtschaft kennt das kaum einer und weil wir vor kurzem unsere Kanister auch dort abgegeben haben, hier ein paar Informationen, die ich mir besorgt habe und die ich für sehr interessant halte, um sie unseren Mitbürgern zu erzählen. Frei nach dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber“. Im nächsten Jahr wird diese Aktion 25 Jahre alt. Und wie sollte es anders sein: begonnen hat sie im Rheinland bei „meiner“ Genossenschaft. Mittlerweile ist sie bundesweit aktiv. Im Jahr 2019 wurden fast 3.000 t Verpackungen eingesammelt, das entspricht einer Rückgabequote von rund 80%. Gesammelt werden nicht nur Pflanzenschutzmittelkanister, sondern auch andere Behältnisse, die den Aufdruck tragen. Was passiert mit dem gesammelten Material? Rund 95% der Kanister werden recycelt. Das ist ein Super-Wert. Die sauberen Kanister werden in einem aufwändigen Prozess zu Granulat verarbeitet. Dieses Granulat wird ausschließlich für Kabelschutzrohre verwendet. Die Deckel, die separat gesammelt werden, werden verbrannt, weil zum einen die Deckel aus verschiedenen Materialen bestehen, zum anderen dort immer …

Die Fahne

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mir einen Shitstorm einhandele. Ich sag trotzdem meine Meinung. Eigentlich geht es mich nichts an. Ich bin nicht bei LSV, aber ich bekomme mit, was dort diskutiert wird. Mit Maike Schulz-Broers und Dirk Andresen stehe ich in lockerer Verbindung. (Schade, dass es bei LsV jetzt zwei Gruppierungen gibt.) In den letzten Monaten ist viel demonstriert worden. Der November 2019 in Berlin war wohl der Höhepunkt, der vielen für immer in Erinnerung bleiben wird. So viel Solidarität, so viel Aufbruchstimmung, so viel mediale Aufmerksamkeit und so viele Mut machende Berichte. Das tut gut. Danach gab es noch eine Reihe regionale Veranstaltungen, die meisten wurden aber in den überregionalen Medien nicht mehr erwähnt. Was bei der ein oder anderen Veranstaltung und auf dem ein oder anderen Trecker mitgeführt wurde, war eine schwarze Fahne mit Pflug und Schwert. Es ist viel über die Bedeutung dieser Fahne, die Hintergründe, die Historie geschrieben worden. Ich möchte das nicht alles wiederholen, sondern nur feststellen, dass sich viele Bauern an diesem Symbol reiben, weil es …

Die Sache mit der Fallzahl… noch mal

Den Artikel vom 27. Juli 2017 hier noch mal, leicht verändert … ist ein „Erklär-Video“ nach dem Muster der Sendung mit der Maus. Hat aber nichts mit dem Gesundheitswesen zu tun, sondern mit Weizen. Neulich habe ich mit einem Bekannten telefoniert und ihm erzählt, was mit der Weizenqualität passiert, wenn es dauernd regnet und das Getreide eigentlich reif ist. Und weil beim letzten Video der Handy-Akku leer war, als ich im Getreidelabor „meiner“ Genossenschaft war, bin ich jetzt noch mal hingefahren und wir haben mit Weizen aus dem Vorjahr den ganzen Vorgang der Qualitätsbestimmung mal aufgenommen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Jetzt weiß auch der mein Bekannter, wie es geht. Und wenn ihr einen Lehrer oder eine Lehrerin in der Bekanntschaft habt, könnt ihr denen das Video ja auch mal zeigen. Euer Bauer Willi P.S: An meine Berufskollegen oder die Fachleute …

Heute nur kurz…

Wegen Weizenernte und Hochzeitstag war am Sonntag nur wenig Zeit. Hier ein kurzer Bericht über erste Ergebnisse. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Hier ein Lieferschein mit den Daten zur Qualität. Proteingehalt von 10,6% und Fallzahl 180 ist katastrophal. Bei einer weiteren Parzelle waren die Ergebnisse besser, weil dort die Ährendüngung höher war. Da auch der Ertrag höher war, wurde die höhere Düngung vom Feld gefahren. Keine Gefahr für das Grundwasser.  

Bischöfe an Landwirt*innen

Am 17. Juni veröffentlichten die niedersächsischen Bischöfe (katholisch) einen offenen Brief an die niedersächsischen Landwirte. https://www.bistum-hildesheim.de/materialboerse/dokument/mb-detail/offener-brief-der-niedersaechsischen-bischoefe-3046/ Einige Themen, die erwähnt werden: Bedeutung der Ernährungssicherheit Wertschätzung für Lebensmittel und Menschen Bereitschaft zum Dialog (grüne Kreuze) Transformation der Landwirtschaft Unterstützung des „Niedersächsischen Weg“ Runde Tische „Kirche und ländlicher Raum“ Ich bin überrascht, dass – zumindest die niedersächsische Kirche – eine im Grundsatz positive Botschaft an die Landwirte und Landwirtinnen sendet. Deshalb sollte das Angebot zum Dialog angenommen werden. Mail-Adressen finden sich am Ende des Briefes.

Die Lage der Bauern in 7 Minuten

Ich will zu diesem Video nicht viel sagen. Viele Dinge gefallen mir  gut (zum Beispiel die positive Erwähnung der Grünen Kreuze), andere wieder nicht („Agrarlobby“). Das die Politik an allem die Schuld hat, ist mir auch zu plakativ. In 7 Minuten gibt es allerdings einen guten Überblick über die Situation in der Landwirtschaft und die Gründe für die Demonstrationen. Interessant zu lesen sind die Kommentare. Die Antworten sind die sozial erwünschten. Zum Starten des Videos auf „Auf Youtube ansehen“ klicken   https://www.youtube.com/watch?v=lwpohmR-kfw&feature=emb_err_woyt

„Der Verbraucher ist nicht schuld…“

Es geht wieder einmal um die Zustände in Schlachthöfen. Aber nicht nur. Hier ein Auszug aus dem Artikel: „Wir sollten uns daher so schnell wie möglich vom Gedanken verabschieden, dass der Markt schon dafür sorgt, dass irgendwann einmal ethisch und ökologisch einwandfreie Produkte in unseren Einkaufswagen landen. Das Interesse des Wolfes ist es, sich den Bauch vollzuschlagen. Das Wohl der Lämmer spielt für ihn keine Rolle. Genauso ist es das Interesse eines Konzerns, Gewinne zu erwirtschaften. Tönnies, Nestlé oder KiK sind schließlich keine dem Gemeinwohl verpflichteten Genossenschaften, sondern lupenreine Renditemaschinen, in deren Gewinn- und Verlustrechnung für Ethik und Moral kein Platz ist. Hier ist der Gesetzgeber gefragt. Wer sich weigert, strengere Gesetze zu verabschieden, und die Verantwortung stattdessen auf den Verbraucher schiebt, handelt unlauter und ganz im Sinne der Konzerne, die genau wissen, dass der Verbraucher weder gewillt noch in der Lage ist, wirklich kritisch und mündig zu sein.“ Na, wenn man darüber nicht diskutieren kann… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. …

Bauernopfer

Spielt ihr Schach? Also das geht so: in der ersten Reihe stehen zu Beginn des Spieles ganz viele Bauern. Die können sich nicht viel bewegen und die werden erfahrungsgemäß als erste „verheizt“. Das nennt man Bauernopfer. Auch weil die nicht viel wert sind. Gibt ja genug davon. Auf dem Spielfeld gibt es pfiffigere Figuren, die auch weite Strecken zurücklegen können oder Winkelzüge machen können. Diese Figuren versucht man lange im Spiel zu halten. Besonders die, die die Winkelzüge machen, weil die schlecht zu berechnen sind. Besondere Figuren sind König und Dame. Die werden besonders beschützt, auch von den vielen Bauern. Wenn die aber alle weg sind, ist das Spiel oft schnell zu Ende. Dann heißt es für den König „Schachmatt“. So, jetzt wisst ihr so ungefähr, wie Schach funktioniert….   Alle Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Sklavenarbeit und Corona in GB

Nun hat auch Großbritannien seinen Corona-Skandal. Doch hier sind es nicht die Schlachtbetriebe, sondern die Textilindustrie. Auch hier waren die Bedingungen sicher vorher bekannt. Und jetzt muss man entsetzt sein. Von diesem Skandal (lesen Sie unbedingt die Details) sind vor allem Mode-Marken betroffen, die unter Jugendlichen zwischen 16 und 26 Jahren gerade „hipp“ sind und die als „Fast Fashion“ gerade mal für eine Saison konzipiert werden.  Ex und hopp, also eben nicht  „for future“. https://www.welt.de/wirtschaft/article211154545/Leicester-Textil-Skandal-schockt-die-Briten.html Eine Frage noch: wurde über den „Textil-Skandal“ in den Abendnachrichten berichtet? Ich kann mich nicht erinnern. Und außer der WELT berichtete meines Wissens auch sonst keine Presse darüber. Gut, man braucht die Seiten für Tönnies und den Kampf gegen….(hier kann jeder einen Begriff seiner Wahl einsetzen)