Bauer Willi
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Bischöfe an Landwirt*innen

Am 17. Juni veröffentlichten die niedersächsischen Bischöfe (katholisch) einen offenen Brief an die niedersächsischen Landwirte.

https://www.bistum-hildesheim.de/materialboerse/dokument/mb-detail/offener-brief-der-niedersaechsischen-bischoefe-3046/

Einige Themen, die erwähnt werden:

  • Bedeutung der Ernährungssicherheit
  • Wertschätzung für Lebensmittel und Menschen
  • Bereitschaft zum Dialog (grüne Kreuze)
  • Transformation der Landwirtschaft
  • Unterstützung des “Niedersächsischen Weg”
  • Runde Tische “Kirche und ländlicher Raum”

Ich bin überrascht, dass – zumindest die niedersächsische Kirche – eine im Grundsatz positive Botschaft an die Landwirte und Landwirtinnen sendet. Deshalb sollte das Angebot zum Dialog angenommen werden. Mail-Adressen finden sich am Ende des Briefes.

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65 Kommentare

  1. Inga sagt

    Echt Ehemaliger Landwirt?

    Eine Kirche hat sozial zu bleiben, oder?

    Auch den Bauern gegenüber.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Gerade die Kirche sollte jedes Wort überprüfen, ob es der Wahrheit entspricht.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Glauben heißt nicht Wissen, ob man in den Himmel kommt, oder in die Hölle.

          Gerade die Kirche darf nicht nach dem Mainstream gehen, sondern alle Fakten prüfen, bevor sie sich zu was äußert.

    • Thomas Apfel sagt

      Ich bin sonst kein Freund von Predigten. Aber diese kriegt von mir das höchste Lob des Brandenburgers: “Da kannste nich meckern” !

  2. Arnold Krämer sagt

    Zur Einordnung des offenen Briefes folgende Hinweise von mir:
    Die Bischöfe Bode und Theising (Osnabrück und Vechta) sind zuständig für die Katholiken in den Ballungszentren der niedersächsischen Veredelungswirtschaft (Osnabrück, Emsland, Grafschaft Bentheim, Südoldenburg, Oldenburg und Ostfriesland). Bischof Wilmer (Hildesheim, zuständig für Niedersachsen östlich der Weser) stammt von einem emsländischen Bauernhof und war lange Jahre Schulleiter eines von seinem Orden geführten Gymnasiums im Emsland.
    Der Text selbst wurde verfasst von Mitarbeitern der Kath. Landvolkhochschule in Oesede bei Osnabrück, einem Bildungshaus mit sehr vielen intensiven Kontakten (z. B. über den jährlich stattfindenden 3-monatigen Winterkurs) zu aktiven, auch wirtschaftlich sehr erfolgreichen Landwirten der gesamten Region. Die Autoren wissen, was auf den Höfen los ist im Guten wie im Schlechten und welche Bedeutung die Landwirtschaft selbst über den gesamten vor- und nachgelagerten Sektor für den ländlichen Raum hat. Dieses wird im Text auch besonders oft und deutlich hervorgehoben.
    Ob die Vertreter der kath. Kirche auf Landes- und Bundesebene eine ähnlich verständnisvolle Position in Agrarfragen einnehmen kann man aus dem Text nicht ableiten. Dieser ist auch selbst nicht ohne versteckte Botschaften, die dem Mainstream gerecht werden sollen. Die angemahnte Transformation der Landwirtschaft könne nicht von den Landwirten allein getragen werde, heißt es da, und die immer mehr werdenden (sehe ich bisher nur als Forderungen) Leistungen der landw. Betriebe für das Gemeinwohl müssten vergütet werden.
    Der offene Brief ist auch ein Ausdruck dafür, dass die Nerven nicht nur bei Landwirten vielfach blank liegen. Die Kirchenaustritte nehmen zu, die Kirchensteuerzahlungen gehen zurück, ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen.

  3. Thomas Apfel sagt

    Was mich tatsächlich interessieren würde: Was wird/wurde an den “Runden Tischen Kirche uns ländlicher Raum” besprochen und wie wurde/ wird es medial transportiert ? Aus meiner Erfahrung stehen sich an solchen Tischen Auffassungen in sehr unterschiedlicher Mischung und prozentualen Anteilen von Glauben und Wissen gegenüber. Die Bemühungen sind sicherlich redlich, aber es ist aussichtslos die Menge an Dogmen und Glaubenssätzen zur negativen Rolle der Landwirtschaft in ihrer derzeitigen Ausprägung an die Realität anzunähern. Ich denke, dass wir tatsächlich im Ackerbau auf Forderungen nach mehr Struktur in der Landschaft eigenen sollten, das Ganze muß entsprechend vergütet werden. Irgendwie geht die reale Entwicklung ja schon in diese Richtung. Mit aller Kraft wehren müssen wir uns gegen sinnfreie Beschränkungen innerhalb der reinen Produktion, die letztlich fast ausschließlich den Zweck haben die landwirtschaftliche Erzeugung zu verteuern mit dem Ziel die Preisdifferenzen für Bio zu Lasten der Erzeugnisse der modernen Landwirtschaft verengen.

    • Elisabeth Ertl sagt

      Die Lebensmittel werden bei uns bereits teurer, Billiglebensmittel sind immer öfter ausverkauft.
      “Für den Preismonitor hat die Arbeiterkammer im Juni insgesamt 40 alltägliche Produkte in unterschiedlichen Supermärkten untersucht. Das Ergebnis: Fast jedes zweite Produkt wurde teurer. Deutlich teurer sind etwa Äpfel (plus 53 Prozent), Salatgurken (plus 12 Prozent), WC Papier (plus 16 Prozent) und Seife (plus 10 Prozent). Stark verbilligt haben sich laut AK-Preismonitor etwa Duschgel (minus 17 Prozent), Pommes frites und Erdäpfel (minus 11 Prozent). Keine Preisänderungen gibt es beispielsweise bei frischen und passierten Tomaten, Cola, Zahnpasta und Taschentüchern.

      Das liege laut AK-Expertin Delapina daran, dass “oft nur mehr teurere Produkte erhältlich sind.“ Die preiswertesten Produkte würde es oftmals einfach nicht mehr geben, so Delapina im Ö1-Mittagsjournal. Das könne daran liegen, das mehr Menschen zu günstigen Produkten greifen, da sie weniger Geld haben.”
      https://www.meinbezirk.at/c-lokales/lebensmittel-sind-seit-beginn-der-krise-teurer-geworden_a4153956

  4. Friedrich sagt

    Wunderbar . Endlich positioniert sich die Kirche und kümmert sich um die Kirchengeld zahlenden Gläubigen. Das kann man von der evangelischen Kirche leider nicht behaupten.
    Diese linksgrünen Kirchenvertreter kümmern sich lieber um den Kauf eines Schlepperschiffes im Mittelmeer. Uns Gläubigen auf dem Lande haben die sowiso abgeschrieben und laufen lieber zur Freitagsdemo der Schüler , als sich um uns zu kümmern. Aber unser Kirchensteuergeld nehmen sie gerne. Frage mich ob das überhaupt noch Kirche ist , oder vielmehr eine linksgrüne Partei , die dem Mainstream hinterherläuft. Entsprechend hat man einzelne Gruppen beim Kirchentag auch ausgeschlossen. Ich glaube , daß die die Bibel noch nicht gelesen haben, sonst hätten sie die Gleichnisse verinnerlicht.–
    Auf krumme Tour haben die unsere Kapellengemeinde abgemurkst. Deshalb fällt es mir schwer noch in die Kirche zu gehen.

    • Altbauer Jochen sagt

      Grundsätzlich nichts gegen Kirche,-vor Ort !
      es gibt viele Leute die sich in der Gemeinde engagieren.
      Die Institutionen sind mir schon suspekter.
      Nichts gegen Menschen die in ihrem Glauben
      leben wollen, aber alle Religionen dieser Welt haben
      in der Zeitgeschichte wahrlich nicht nur “Gutes” getan.
      Was haben wir heut in unserem Land,?
      -den Islam der im Mittelalter stehen geblieben ist,
      die Kath. Kirche die auch nicht viel weiter gekommen ist,
      (Zölibat) die ev. Kirche will sich gern modern geben
      und könnte eigentlich mit Greenpeace fusionieren.
      Herr Bedford-Strohm wäre auch dort ein passender
      Vorsitzender. AMEN

  5. Moin,

    ich freue mich, daß seitens der Kirchen aktiv auf die Landwirtschaft zugegangen wird. War doch das eine immer auch Teil des anderen. Fasten und Fastenbrechen, Tischgebet vor dem Essen, das Brot teilen und ähnliches mehr.

    Unangebracht finde ich es, wenn man immer wieder niedere Interessen unterstellt.

    Und wenig zielführend, wenn man sich darüber beschwert, daß sich was ändern müsse … Strukturwandel heißt Höfesterben, das kann doch wirklich keiner wollen (es sei denn, man ist einer derjenigen, die immer größer werden). Dürre auf Äckern ist auch schon angekommen, bevor jemand von Rechts wieder meint, den Klimawandel leugnen zu müssen.

    An dieser Stelle möchte ich auch auf eine andere Initiative hinweisen:
    https://www.evangelisch.de/inhalte/162427/05-12-2019/kirchenland-fairpachten

    Natürlich gibt es auch überall schwarze Schafe und jeder hat eine Geschichte, in der es dunkle Kapitel gibt. Nicht jeder Pastor, Bischof etc. ist objektiv betrachtet christlich.

    Aber jeder Einzelne, der jetzt Brücken bauen will, kann was bewegen. Denn überall finden sich andere, die ebenfalls Brücken bauen wollen und nur darauf warten, daß jemand auf sie zugeht.

    Ein Stück weit erleben beide Seiten auch dasselbe. Wo die Lippenbekenntnisse dem Bio-Konsum auf der einen Seite nicht entsprechen, sind auf der andere Seite manche Leute nur in der Kirche, weil sie in Weiß heiraten möchten oder ihre Kinder auf katholische Schulen schicken möchten. Usw.

    Ich verweise auch auf den Geistlichen Peter Kossen, der schon ewig und drei Tage auf die Mßstände bei Tönnies und Co. verwiesen hat, die letztlich auch immer der Landwirtschaft als Ganzes angekreidet wurden.

    Niemandem bricht ein Zacken aus der Krone, wenn man ein Gesprächsangebot wahrnimmt. Denn weiter so is’ nicht, was eigentlich auch jeder weiß, nur manch einer nicht wahrhaben will, das gilt für Erzeuger und Verbraucher gleichermaßen.

    Positive Bestärkung: Jede Solidaritätsbekundung mitnehmen und darauf aufbauen.

    Nebenbei: Daß die Kirche auch alle gesellschaftlichen Gruppen mitnehmen möchte, kann man ihr nicht vorwerfen! Ehrlich gesagt braucht es solche Mediatoren sogar, diejenigen, die zwischen den Stühlen sitzen, diejenigen, die eine Chance haben, daß alle Seiten ihnen zuhören, kritisch in alle Richtungen sozusagen.

    • Thomas Apfel sagt

      Herr Suhr, die Kirche ist ein Unternehmen und kein Mediator. Und Fairpachten bezieht sich ausschließlich auf Bio, Pestizidfrei und “Besserlandwirtschaft”. Sie setzt auch jetzt wie schon immer auf den aktuellen Mainstraem und ist “Mitvergifter” und Spalter in der Gesellschaft. Sie will bekehren und missionieren, “auf den richtigen Weg” bringen. Von einzelnen Mitarbeitern und Aktiven auf Gemeinde-Ebene abgesehen ist hier kein offener Diskurs vorgesehen. Ich weiß wovon ich rede, ich bin streng christlich erzogen und war Jahrzehnte lang aktiver Teil der christlichen Friedensbewegung.
      Am erstaunlichsten ist für mich die Anbiederung der LINKEN an Religion und Kirche, das halte ich schon aus der Tradition heraus für ziemlich verlogen !

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In meinem dirkten Umfeld ist die katholische Kirche, ohne Ländereien. 15 Km weiter ist die Mehrheit Evangelisch und die ev. Kirche hat beträchtlich viel Land und die verstehen es beträchtlich, den letzten Cent bei der Pacht herauszupressen.

      • Inga sagt

        Echt, Ehemaliger Landwirt?

        Eine Kirche hat sozial zu bleiben, oder?

        Auch den Bauern gegenüber.

        Bei uns sind sie human.

  6. Thomas Apfel sagt

    Die Kirchen waren bei allen Umbrüchen in der Landwirtschaft auf der Seite der jeweiligen Machthaber. Das war vor Luther, zu Luthers Zeiten und auch danach so.
    Nicht umsonst Heißt es Standardregister jeder Kirchenorgel sind neben dem Prinzipal die “Doppelzunge vielfach” und die “Bauernpfeife” (die pfeift aus dem letzten Loch und benötigt als Spielhilfe “Manualfessel” und Fußtritte).

  7. Reinhard Seevers sagt

    Das Foto ist übrigens von der EV. Kirche in Midlum im Rheiderland, Ostfriesland……☝️

  8. firedragon sagt

    Anm. 17.Juli 2020 steht auf dem Briefkopf, zumindest bei mir.

    Auszüge aus dem Brief, die bei mir ein ? hinterlassen :
    … die wirtschaftliche schwierige Lage vieler Betriebe…
    … anerkennen die Wichtigkeit der heimischen Produktion…
    … Bewahrung der Schöpfung gehört zur “DNA” der Kirche…
    … dafür wollen wir uns als kath. Kirche einsetzen…
    Aha?
    Und warum zum Teufel wird kirchliches Land zur Pacht ausgeschrieben und an den Meistbietenden verpachtet?
    Und warum zum Teufel kommt man mit dem Pachtpreis den Betrieben nicht entgegen?
    Und warum zum Teufel verfasst man solch einen nichtssagenden Text, obwohl die Kirche vor Ort handeln könnte?

    • sonnenblume sagt

      Auch hier gilt der Satz: ” Wir wollen die Bauern und Bäuerinen mitnehmen.” Ich weiß nicht ob er von Frau Glöckner stammt, oder ob sie ihn irgendwo aufgelesen hat. Es wird viel geredet und geschrieben und am Ende kommt immer das Gleiche dabei raus. Ganz gleich von wem. Die Kirche ist auch nur ein Wolf im Schafspelz.

    • bauerhans sagt

      “Und warum zum Teufel wird kirchliches Land zur Pacht ausgeschrieben und an den Meistbietenden verpachtet?”

      weil das Marktwirtschaft ist!
      (aber lass den Teufel da raus,der kann nix dafür)

      • firedragon sagt

        Kirche und Marktwirtschaft … echt jetzt, wie kann das sein, sowas aber auch, ganz was Neues.
        (bei Gelegenheit werde ich mich bei dem armen Kerl entschuldigen)

      • Paulus sagt

        bauerhans, ich durfte mich schon mit eiskalten Vertretern angelsächsisch geprägter Hedgefonds streiten – und in einer Grundstücksangelegenheit mit dem bischöflichen Generalvikariat in PB verhandeln. Was soll ich sagen? Die smarten Fondmanager aus Santa Monica und London erschienen mir danach als harmlose Waisenknaben, die Argumenten durchaus zugänglich waren.
        Noch besser müssen gewisse Ordensfrauen sein, dass hat mir ein Bekannter berichtet. Wenn es so etwas wie einen Teufel gibt, kommt er nach seiner Aussage wohl im Habit einer Klosterschwester daher.

        Die Missionshäuser gingen sogar so weit, ihre Schüler, das durften in dem Fall auch die Söhne armer Leute sein, gegen kaiserliches Geld zu verheizen. Die Lebenserwartung der armen Tröpfe betrug nach der Verschickung so ca. 2-3 Jahre.
        Die kirchlichen Vertreter sollten, wenn es um Kapitalismus geht, mal ganz schön ihre Klappe halten. Die Kirchen können unmöglich, das sage ich als ehem. Klosterschüler, streng im Glauben erzogen, als moralische Instanz angesehen werden.

        • firedragon sagt

          Klosterschwester, Paulus ? Jetzt hast Du mich meiner Illusion beraubt … so’n Mist 😉

    • Um es zu versachlichen:

      Manche Kirchen mit klammen Kassen werden bescheiden geführt und erhöhen stumpf die Pachtpreise.

      Manche Pachtpreise laufen schon seit 30 Jahren auf selbem Niveau.

      Andere Kirchen gehen auf Landwirte zu und zeigen, daß man bei Umstellungsprozessen oder in wirtschaftlich schwierigen Lagen auch preislich entgegenkommen muß.

      Usw.

      Es gibt nicht DIE EINE Kirche, sondern überall handeln sie ein Stück weit eigenverantwortlich. Genauso wie es nicht DIE EINE Landwirtschaft gibt.

      Der offene Brief ist nicht nur als Zeichen an die Landwirtschaft zu verstehen, sondern auch an die eigenen Geistlichen, deswegen auch Themen wie Bewahrung der Schöpfung etc. Man liefert sozusagen rhetorisch die Argumente, die dazu beitragen können, daß andere Kirchengemeinschaften auch umdenken.

      Und mal ehrlich: Es gibt so viele Landwirte nicht mehr, als daß die Kirche sich davon riesige Beiträge erwarten könnte.

      Man darf gern vorsichtig sein, aber vorsichtig optimistisch. Wofür haben denn all die Landwirte auf der Straße gestanden, wenn nicht für Respekt und Anerkennung? Und jetzt bekommt man Respekt, aber das paßt einem auch nicht in den Kram?

      Mitnehmen!

      • sonnenblume sagt

        Ja, wir bekommen Respekt in Wort und Schrift. Aber wenn es ans Eingemachte geht und neue Regeln und Gesetze erarbeitet werden, dann ist unser Wissen und unsere Erfahrung keinen Cent wert.

        • Reinhard Seevers sagt

          Es ist doch immer wieder schön anzusehen, wie heuchlerisch alle sich um das Thema Landwirtschaft bemühen. Ethik, Moral, Ressourcenschutz, Artenschutz, Ernährungssicherheit, Landschaftserhaltung, Kulturerhaltung, Tierschutz usw. usw……am Ende sogar die Erhaltung der Schöpfung. Dann wird parallel alles daran gesetzt, diese Leistung abzukanzeln und demjenigen, der die großartige Leistung erbringen soll und es tut, auch noch mit Verleumdung, Diffamierung und Schande zu überziehen. Keiner meldet sich zu Wort und fordert die Abschaffung sämtlicher Sportarten wie Formel 1, Motorradrennen, Fussballveranstaltungen für 10 tausende von Menschen etc., Verbot sämtlicher Spaßveranstaltungen mit Saufen und Fressen, sprich Abschaffung und Verdammung sämtlicher dekadenten Handlungen, die allein der Volksbespaßung dienen. Wo sind sie die Moralisten und Ethiker? Wann endlich wir die Wahrheit ans Licht kommen? Erst dann, wenn noch weniger Prügelknaben übrig sind?
          Am Samstag in unserem lokalen Käseblatt: Zwei kompetente Antworten von Praktiker auf einen dummen polemisierenden Leserbrief……dafür auch auf der ersten Seite ein Beitrag über die Vernichtung von Regenwald durch zu viel Fleischverzehr, auf der Sportseite ein Beitrag vom Triathleten Jan Frodeno über seinen Fleischverzicht und die bösen Massentierhalter, auf der Kinderseite ein Artikel über den Tierschutz bei Schweinen…..kein Beitrag über die schädlichen Urlaubsflieger oder die Umweltverschmutzung durch Großveranstaltungen oder die Formel 1 oder oder…..nein diese Gesellschaft soll sich wohl fühlen, aber nicht in Verantwortung genommen werden.

          • Dorfmensch sagt

            @Reinhard Seevers,

            man darf doch die Spaßgesellschaft nicht stören, Essen gibt es im Supermarkt (und muss billig sein).

          • sonnenblume sagt

            Was würde passieren, wenn man einem Volk all die Freizeitaktivitäten madig machen würde? Beste Beispiel sind doch Fußball und Urlaub während der Coronakrise. Da hier die Gesundheit im Vordergrund stand, ist alles mehr oder weniger ruhig geblieben. Aber das alles einstampfen wegen Umweltsünden? Und man muss den Faktor Wirtschaft einbeziehen. Diese Bereiche wird niemand bemängeln. Alle diese Aktivitäten sind doch ein ganz realer Punkt im Leben der Bevölkerung, während Landwirtschaft so weit aus dem täglichen Leben und Denken der Bevölkerung verschwunden ist, dass man den Menschen und seine Arbeit gar nicht mehr wahr nimmt. Für die Bevölkerung ist es größtenteils eine Diskussion um einen abstrakten Gegenstand. Lebensmittel können importiert werden, Fußball, Urlaub ect. gebraucht aber jeder in Echtzeit. Das betrifft jeden persönlich.

          • sonnenblume sagt

            Für die Flugreisen können Ökopunkte gekauft werden und im Handel wird doch auch mit Spenden für Ökoprojekte geworben. Also alles kein Problem für die Bevölkerung, wenn man sich doch so von der Verantwortung freikaufen kann.

            • Reinhard Seevers sagt

              Sonnenblume, ist ja ganz gut und schön, wenn Sarkasmus helfen würde…….
              Ich finde, dass Landwirtschaft sich irgendwann mal emanzipieren sollte und auch das Büßergewandt ablegen und die Schuld des Einzelnen benennen sollte.
              In meinen Augen ist das Maß voll….keine weitere Gängelung, kein Einhalten von Versprechungen, keine Zugeständnisse an ideologische Vorgaben….nicht bevor die Dekadenz nicht beendet ist und jeder Einzelne seinen Fußabdruck legitemiert hat. Und das beginnt nicht beim Fleischverzehr, dazu gehört der Mascara-Stift, wie die Alufelgen und der Flachbildfernseher….
              Es muss endlich die Wahrheit über den Kapitalismus+Konsumwahn und seine Auswüchse auf den Tisch. Gestern war wieder Grand pris in der Formel 1 und parallel der GP der Motorradfreunde…..wie rechtfertigt man solche Handlungen, wenn man die Ernährung auf den Prüfstand stellt? Ich verstehe es einfach nicht….

              • bauerhans sagt

                Landwirtschaft ist ein sammelbegriff,konkret kann keiner was damit anfangen.
                Bauern,die mit ihren dicken schönen treckern demonstrieren,kommen mit ihrer botschaft bei der bevölkerung nicht an.
                grosse und kleine betriebe sind so unterschiedlich,die können nicht gemeinsam.
                ein gemeinsames professionelles Marketing könnte helfen,würde geld kosten und wäre sicherlich schwer durchsetzbar.
                sowas wie die CMA bräuchten wir aber nicht.

              • firedragon sagt

                Herr Seevers,
                in der Tageszeitung werden Leserkommentare abgedruckt, einmal ging es um Fleischkonsum. Ein Leser hat dazu geschrieben, er sei Fleischesser, würde es wohl auch bleiben und er schäme sich dafür.
                Ich finde es sehr bedenklich, dass man sich für seine Nahrung schämt, bzw. die Richtung, die u.a. von der Politik eingeschlagen wird, dazu führt.
                Auf der anderen Seite wird es ermöglicht, dass Freizeitvergnügen wahrgenommen werden und die Menschen abgelenkt oder ruhig gestellt sind.
                Würden die Menschen nicht abgelenkt werden, wären sie eventuell bald auf den Straßen.

                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Manchmal wäre es besser die Klappe zu halten, nicht deine, sondern der Leserbriefschreiber.
                  Ich esse Fleisch und Wurst, ich schäme mich nicht dafür.
                  Würde ich mich schämen, müsste ich logischerweise auf Fleisch verzichten.

                  Manchmal frage ich mich, ist die Welt total irre?

              • Stadtmensch sagt

                @Reinhard, es dauert seine Zeit. Corona hat doch gezeigt, dass immer erst etwas passieren muss, bevor homo-bräsig mal die Spur wechselt.

                Der Wille zur Verantwortung (Geist) muss von “unten” und von “oben” kommen. Wille zur Freiheit (Trieb), kann man als gegeben voraussetzen.

                Beispiel für Wille “von oben”:
                Rewe unterstützt angeblich die die Pflanzenforschung, um die Folgen von “Billig-Monokultur” zu korrigieren: Siehe T4-Pilz.

                Beispiel für Wille “von unten”:
                Selbstoptimierung. @fingerphilosoph nennt das “Gewalt gegen sich selbst”. Man kann andere leider nur schwer davon überzeugen, dass man bei diesem Prozess mental und physisch profitiert. Die nennen das dann “Mangelwirtschaft” oder Ökodiktatur und ziehen lieber “Konsumdiktatur” also “Zwangsernährung” vor:

                Lenkradheizung, Massagesessel, Einkaufserlebnis, All-Inklusive, Fallen-lassen. Dabei kommt das Bedürfnis sich mal “entspannen” zu müssen von der permanenten Hatz, diesen ganzen Überfluss zu beschaffen.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ach Stadtmensch, ich sehe das täglich im Umkreis: Der Deutsche hat einen Rasenroboter, einen Landmann-Grill, eine Sitzgruppe für acht Personen, einen unkrautfreien Rasen, die obligatorische Gartenlaube für Gartengeräte und ein großes Sonnensegel oder eine Markise für gefühlte 20m²…..und Samstags oder Sonntags für ein paar Stunden “entspannt” er, der Konsument.
                  Auf der anderen Straßenseite hat sich eine türkisch-stämmige Großfamilie ein renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Jeden Abend, jeden; es sei denn es regnet; ist die geamte Familie (gefühlte 15 Personen) mit ihren Plastik-Stühlen und dem selbstgebauten Grill im Garten und grillt, hat Spaß und “entspannt”
                  Es muss am Wesen unseres Volkes liegen, dass wir nur dann “entspannen” können, wenn wir ALLES haben, um “entspannen” zu dürfen: erst malochen, dann kaufen und dann hat man es sich verdient zu “entspannen”….irgendwie gaga oder?
                  Erinnert mich immer wieder an den “Klugen Fischer” von Heinrich Böll, der bereits 1963 die Postmaterielle Lebensweise vorweggenommen hat.

                • fingerphilosoph sagt

                  @ Stadtmensch
                  Du kannst dich selbst optimieren, wie du willst, das ist deine Sache. Du kannst mental und physisch profitieren, wie du willst, das ist deine Sache. Aber die Entscheidung darüber, ob einer sich selbst optimieren will oder nicht, sollte schon der Einzelne selbst treffen dürfen und nicht du an seiner Stelle. Es ist auch nicht deine Sache, anderen Lenkradheizung, Massagesessel und Einkaufserlebnis vermiesen oder gar verbieten zu wollen. Ökodiktatur fängt da an, wo einer wie du glaubt, besser als andere zu wissen, was gut für sie ist.

                  Du singst eine Lobhymne auf die Biodiversität, gleichzeitig willst du aber allen Menschen vorschreiben, wie sie ihr Leben selbstoptimierend, konsumverzichtend, fleischarm und CO2-frei leben müssen. Vielleicht fängt Biodiversität jedoch damit an, dass Formel-1-Fahrer, Massagesesselsitzer, Einkaufserlebnisgenießer, Konsumjäger sich genauso einbringen wie Selbstoptimierer und Veganer, ohne dass sie gleich gebasht werden.

                  Verschiedene Arten von Sekt sind für den Fortbestand der Menschheit vielleicht genau so wichtig wie verschiedene Arten von Insekten.

                • Stadtmensch sagt

                  Das was du Biodiversität der Konsumkultur nennst ist in Wirklichkeit alles andere als divers. Es ist einfach nur mehr vom Gleichen.

                  Den Spruch kennst du sicher:
                  “In einer Welt der Massenware zählen nur Originale”.

                  Weißt doch, der Mensch kann sich einbringen indem er die Gleichmacherei fördert, aber selbst das Original (die Gebirgsjagd) gut findet.
                  Von solchen windigen Freiheitsaposteln muss ich mir doch nicht meine stringente Ökodiktatur madig machen lassen: https://desktop.12app.ch/articles/12187097

                  Ist wie Bauhaus nach den Verheerungen pittoresker Ineffizienz.

                • Paulus sagt

                  Herr Seevers, eine türkischstämmige Familie, die bei schönem Wetter jeden Abend mit 15 Personen bei max. Lautstärke grillt und sich der sozialen Kontrolle entzieht, möchte hier keiner in der Nachbarschaft haben. Die wären uns zu unangepasst und zu laut. In einer gepflegten Nachbarschaft gibt es gewisse Regeln an die man sich hält. Dazu gehört z.B. am Samstag nachmittags keinen Rasen zu mähen oder diese elenden Laubgebläse zu benutzen. Ob sie es glauben oder nicht, es gibt Leute die leisten sich einen Wohnsitz in einer Umgebung in der sie entspannen können, das hat mit Konsum und “ALLES haben” überhaupt nichts zu tun. Was selbstverständlich akzeptiert wird, nein eher erfreut, sind spielende Kinder und wenn die paar Jugendlichen mal einen drauf machen ist das auch i.O. Die engagieren sich aber auch sonst und haben schon zu Anfang von Corona ihre Hilfe angeboten. Eine ordentliche Fete werden wir denen noch spendieren, gerne bei uns im Garten, allerdings nicht mit einem popeligen Grill aus dem Hause Landmann. Die Aktivitäten der LW werden hier übrigens auch akzeptiert, selbst an Wochenenden und auch wenn sie mit einem dezenten Gülleduft verbunden sind.

                • Stadtmensch sagt

                  @Paulus: Indigene Deutsche sind auch nervig. Bei uns hatten die sich letztes WE so ungefähr 0 Uhr so richtig eingestimmt und David Hasselhoff Lieder mitgegrölt: “Looking for freedom”. Sehr bezeichnend.
                  Olle Enzensberger hatte schon recht mit seinen “Aussichen auf den Bürgerkrieg”

                  In solchen Fällen optimiere ich dann einfach meine Toleranz. Seit wir Kinderrechte haben, gibts keine Kinderstube mehr…
                  😉

              • sonnenblume sagt

                Eines dürfen wir nicht vergessen. Alle Organisationen und Menschen die sich mit dem Thema Landwirtschaft und Ökölogie beschäftigen mal zusammen genommen, sind zu einem großen Wirtschaftsunternehmen geworden. Zur Finanzierung fließen staatliche Gelder, aber zum Großteil Spenden und andere Zuwendungen.
                Wer beißt denn schon die Hand, die einen füttert, wenn der eigene Arbeitsplatz dadurch gefährdet wird. Sei es nun weil man direkt bei einer Organisation arbeitet, oder durch z.B. Zeitungsartikel, die die Auflage fördern, oder man sich Zuspruch für die eigene Partei erwartet. Man hat ein wunderbares Feld für alle ökologischen Mängel gefunden und weit genug weg, dass es das eigene Leben nicht gefährden kann. So eine günstige Gelegenheit bekommt man so schnell nicht wieder. Sie wird deshalb von allen Beteiligten voll genutzt und noch mehr gepflegt. Und warum sollte die Bevölkerung sich der Meinung nicht anschließen. Ihr wird doch immer wieder erklärt wo das Übel zu finden ist.
                Sämtliche Versuche der Landwirtschaft zur Aufklärung, werden doch immer mit dem Hinweis auf Lobbytätigkeit abgetan und als einen geballten Angriff auf Leib und Leben der Bevölkerung dargestellt.

                • Stadtmensch sagt

                  Es gibt gerade diesen interessanten Artikel:
                  https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-07/jair-bolsonaro-brasilien-konjunktur-amazonas-regenwald-coronavirus

                  Übertragen wir mal dieses Muster auf unsere Agrar Produktion: Eine Mischpoke aus Regierung und Wirtschaft (einflussreiche Politiker und Großagrarier) haben hier Strukturen geschaffen, bei denen absehbar ist, dass sie in den nächsten 30 Jahren nicht mehr funktionieren werden (international operierende Molkereien und Fleischverarbeiter). Würden die den Fehler eingestehen und den Umbau selbst bezahlen (kleine dezentrale Molkereien und Fleischverarbeiter ohne Aussicht auf das Drehen großer Räder)? Nein.
                  Heutzutage benutzt man Think-Tanks und Lobby-Organistaionen um das Feld zu bereiten für Strukturanpassungen, die dann der Steuerzahler finanziert (Privatisierung der Gesundheitsversorgung, Rückbau der umlagefinanzierten Rente bei gleichzeitiger Etablierung von Finanz-Vorsorge-Produkten).
                  Man will ja auch morgen noch Kasse machen können.
                  Wer weiß, vielleicht stehen ja schon Tourismus-Konzerne in den Startlöchern, die gerne bauen würden in der schönen Uckermark? Da muss doch jemand den “Vorgarten” nett herrichten?
                  Eins ist klar, der Verbraucher hat hier allenfalls indirekt was zu melden, indem man ihm unterstellt, dass er das Angebot von Ferien-Ressorts auf dem ehemaligen Acker gerne annimmt.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch: “Übertragen wir mal dieses Muster auf unsere Agrar Produktion”

                  Das ist jetzt intellektuell ein Offenbarungseid Stadtmensch, echt….
                  Und am Ende dann noch die gute alte Angebots-Nachfrage Diskussion, alles klar.
                  In den Braunkohlerevieren dieser Republik ist die offiziell verlautette Alternative in den nächsten Jahrhunderten: Freizeitressorts und gelenkter Naturschutz. Na dann!
                  Wer hier wohl welches Rad drehen möchte…auf jeden Fall nicht die Agrarlobby, wohl eher die Spaßlobby zur Abzockung und Ressourcenverschwendung.

                • Inga sagt

                  Ja Stadtmensch, hier hat die Tourismusindustrie auch gedacht sie könnte unnützes Land und Urwald zerstören
                  und wert war der Zahlmeister als alles nichts wurde?
                  https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/hofgeismar-ort73038/ferienresort-beberbeck-traum-verschlang-mio-5643094.html

                  Der Mensch kann soich nicht über die Natur stellen, dann hat unser Globus uns ganz schnell aus-evolutioniert!

                  Der Mensch ist der Erde Untertan, nicht umgekehrt!
                  Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder machen könnten was er will!

      • Obstbäuerin sagt

        Die Kirchen, sowohl evangelische als auch katholische sind Unterstützer von “Wir haben es satt”. Das sagt schon alles.
        “…Wofür haben denn all die Landwirte auf der Straße gestanden, wenn nicht für Respekt und Anerkennung?” Die von LsV haben gegen die Düngeverordnung protestiert und gegen das Märchen vom Artensterben an dem die konventionelle Landwirtschaft und nur diese Schuld sein soll. Wenn sich die Kirchen für die Anwendung moderner Produktionsmethoden (Pflanzenschutz, Einsatz von Düngemitteln, moderne Tierhaltung, usw.) einsetzt, finde ich das Engagement gut. Falls es sich jedoch um ein vergiftetes Angebot handelt, muss man sich davon distanzieren.

  9. bauerhans sagt

    den kirchen laufen die gläubigen davon,die einnahmen sinken erheblich,da müssen die was unternehmen!

    • Wie viele Landwirte gibt es noch?

      Wenn es danach ginge, sollten sie sich lieber mit offenem Brief an NABU, BUND und Co. wenden, oder?

      Offene Briefe gelten nicht unbedingt der darin angesprochenen Zielgruppe allein, sondern in diesem Fall auch kirchenintern als Botschaft an alle anderen Kirchengemeinschaften, sich wieder auf das zu besinnen, worum es mal ging. Back to the Roots sozusagen.

    • Reinhard Seevers sagt

      Der Beitrag ist doch ein Fake, da will wieder einer Profit schlagen aus einem Thema, das gar keines mehr ist…..ein Betrieb aus Niedersachsen…….ein Journalist aus der Links-grünen Ecke?

      • Moin aus Niedersachsen!

        Nein, es geht nicht um Profit. Hier hackt der eine auf den anderen ein, der Niedersächsische Weg – vergleichbar zum Eckpunktepapier in BaWü – könnte ein Volksbegehren Artenvielfalt von NABU/Grünen aushebeln, weswegen diese jetzt parallel dieses Volksbegehren pushen und damit auch alles Erreichte im ausgehandelten Niedersächsischen Weg gefährden, den der NABU selbst mit unterschrieben hat. Für die Grünen ist es halt ein Stück weit Wahlkampf.

        Und da man zunehmend merkt, wie das Land mit der Landwirtschaft stirbt, Niedersachsen ist Agrarland, ist das faktisch sogar Kritik an NGOs, nicht jeden Dialog zu zerstören. Werbung für den Niedersächsischen Weg sozusagen.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Kennen sie den Inhalt des Volksbegehrens in BW?
          Wahrscheinlich nicht, sollten ihn auch mal lesen.

          Allein 1/3 der Fläche wären nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar gewesen, viele Weinberge, die bereits unter Schutz stehen, obwohl angeblich die Winzer mit den Spritzmitteln nur so um sich werfen.
          Unter anderem wäre auch der Kaiserstuhl betroffen, eine Fläche mit einer der höchsten Biodiversität in Deutschland.

          Es gibt auch noch ein Volksbegehren, mit 90.000 Stimmen, sollten sie auch lesen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Warum kommen die meisten im nächsten Jahr wieder und Fragen, ob sie auch die Verwandschaft mitbringen dürfen?
      Manche kommen über 10 Jahre lang.

      Wichtig für sie ist, mal wieder einen Negativen Bericht zu bringen, damit sie Bauern an das Hosenbein pinkel zu können.

  10. Reinhard Seevers sagt

    Der Willi aus der Evangelischen Vereinszeitung “Chrismon” im Interview zum Thema Fleisch:

    “Willi: Seid ihr schon mal morgens auf­gewacht und habt gedacht: Oh, was habe ich getan? Warum habe ich diese Salami gegessen?”

    Halleluja, versündigt euch nicht!

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Vor 50 Jahren, war am Freitag Fleisch und Wurst Tabu.

      Dann kam eine sehr christliche Frau in das Pfarrhaus un der strenge Pfarrer nahm Wurst zu sich. Seine Entschuldigung war, hören sie mal das in der Beichte an, da braucht man am Freitag Wurst.

  11. Mark sagt

    “Eine von unterschiedlichsten gesellschaftlichen Instanzen angemahnte Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit kann nicht von den Landwirt*innenallein getragen werden.” Mit diesem Satz zeigt die Kirche, wo sie wirklich steht! Nämlich auf der Seite der “unterschiedlichen gesellschaftlichen Instanzen”. Das ganze getue drumrum ödet mich an. Das nette Hilfsangebot ist in Wahrheit doch nur ein anderer Weg der Bevormundung der Landwirtschaft, die derzeit so in Mode ist und auch von der Kirche gerne zelebriert wird.

    • Moin aus Niedersachsen,

      die von Ihnen zitierte Aussage müssen Sie hier in Niedersachsen auch in einen Kontext stellen.

      NABU, BUND, Landesregierung und Landvolk, AbL etc. haben zusammen mit dem Niedersächsischen Weg gerade einen konkreten Maßnahmenkatalog in der Mache. Die CDU nennt es Gesellschaftsvertrag nebenbei.

      Mit der von Ihnen zitierten Aussage möchte man sagen, daß dieser gemeinsame Weg nicht torpediert werden soll, weder von Grünen/NABU und Co. mit dem Volksbegehren Artenvielfalt, noch von manchen radikaleren Stimmen der LsV, noch von politischen Hardlinern oder sonst wem.

      Anders gesagt: Der gemeinsam ausgehandelte Niedersächsische Weg hat gerade einen Segen erhalten und schießt vor allem Grünen und NABU vor den Bug, die aktuell mit einem Volksbegehren dagegenstänkern, mit einem Gesetzesentwurf, der nur einseitig die Bäuerinnen und Bauern treffen würde.

      In diesem Zusammenhang ist das, was die Kirche gemacht hat, ein starkes Pfund. Zumal sie das nicht hätte machen müssen.

      Salopp gesagt: Grüne sagen, die Landwirte sollten gefälligst nachhaltiger wirtschaften. Die Kirche sagt: Vergeßt es, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, hört auf, immer auf die Bauern einzudreschen. (Nur höflicher formuliert.)

      • Schmeckt gut sagt

        Volle Zustimmung. Mich schockiert diese perfide Strategie regelrecht. Was reitet diese Leute? Geht es nur um Macht, Deutungshoheit, Rechthaberei? Um Lösungen scheint es nicht zu gehen.

  12. Heinrich. Krüger sagt

    Von Herrn Meister ist solch eine Sympathie für die Bauern nicht zu erwarten.

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