Bauer Willi
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Sind 1,74 qm artgerecht???

Im Moment bin ich zeitlich etwas angespannt. Von daher nur eine kurze Betrachtung, weil ja auch gerade Urlaubszeit ist. Das Kreuzfahrtschiff AIDAnova hat eine Länge von 337 m und eine Breite von 42 m. Das ergibt eine Fläche von 14154 qm. Das Schiff hat Platz für 6654 Passagiere und 1500 Besatzungsmitglieder. Das ergibt 1,74 Quadratmeter pro Person.

Das weltgrößte Kreuzfahrtschiff, die Symphony of the Seas ist 362 lang und 61 m breit. Macht eine Fläche von 22082 qm. 8880 Personen werden befördert.  Macht 2,49 Quadratmeter pro befördeter Person.

Ich weiß, so ein Schiff hat mehrere Etagen auf die sich die Personen verteilen. Ich wollte den Vergleich auch nur deshalb bringen, weil wir uns häufig über artgerechte (Tier-)Haltung unterhalten.

Die Kreuzfahrer machen das freiwillig! Und geben Geld dafür aus! Und noch was:  viele Kabinen haben kein Tageslicht. Dafür ist die Fütterung ad libitum

Jetzt wird sich möglicherweise wieder der ein oder andere Leser (AbL) über fehlendes Niveau beschweren. Entschuldigung, ich habe im Moment wirklich nicht viel Zeit.

Ich schreibe ja auch Texte für normale Leute… und die werden den Text zumindest „nett“ finden.

Bauer Willi

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57 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Diese Art der Urlaubsgestaltung folgt der Grundeinstellung „im Dutzend billiger“. Wenn das „Billigtouristenfleisch“ aus der „Massenmenschenhaltung“ kleine idyllische Hafenstädte flutet, ist Schluß mit lustig. Split verweigert zu großen „Kreuzfahrerhorden“ das Anlanden und den Zutritt zur Stadt, weil die die engen Straßen und Plätze dermaßen verstopfen, dass nicht einmal die schnelle medizinische Hilfe durchkommt.

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  2. Obstbäuerin sagt

    Wenn ich mir überlege, wieviel CO² eingespart hätte werden können, wenn diese überflüssigen Kolosse nicht gebaut worden wären und nicht 10.000 Urlaubseinheiten über die Meere kutschen würden. Da ist so viel CO² Einsparungspotential drin, dass können die Grüninnen und fff und wie sie alle heißen doch nicht einfach übersehen?
    Und ganz abgesehen davon birgt die hohe Menschenkonzentration auf so engem Raum verbunden mit der enormen globalen Reichweite den Pandemien der Zukunft ein hohes Vermehrungspotential. Ein gewisser Vorrat an Klopapier und Nudeln ist also durchaus zu empfehlen.

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  3. Oberländer sagt

    Die Kreuzfahrtschiffe dienen zur billigen massen Bespaßung.
    Da spielen Umweltverschmutzung und Ausbeutung überhaupt keine Rolle , das ist Opium fürs Volk.

    Mit den oftmals populistischen Vorgaben in der Tierhaltung
    ( i.d.R. nur der landwirtschaftlichen ) werden Wählerstimmen und
    Spendengelder generiert damit das faule NGO und Politpack gut
    leben kann.

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  4. Friedrich sagt

    Da werden wohl rd. 10 m2 je Person bei raus kommen. Moderne Käfighaltung. Da kann man mal sehen , wie verlogen das ganze Gerede um Tierwohl ist. Hauptsache billig. Einer unserer NABU-Vorsitzenden gibt damit an , schon über 30 !!!! x mit „Mein Schiff“ unterwegs gewesen zu sein . Dafür pflegt er jedes Jahr seine rd. dreißig im Wald aufgehängten Nistkästen. Während man uns dauernd mit Klima , Tierwohl usw. drangsaliert , machen sich die Klimaretter einen „schlanken Fuß“. Kaffee to go in Florida , Rundreise über dem Regenwald usw. . Dafür sollen wir dann den Ausgleich bringen , wie alle systemrelevanten Malocher, damit die Homeofficeleute sich ein süßes Leben machen können. Irgendwann kocht das Wasser aber mal über.

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    • Gurkenhobel sagt

      Genau. Irgendwann kocht das mal über. Ich bin zurzeit auch homeofficer, aber 70 % auf dem Acker unterwegs, im Dienst der Zuckerrübe. Manchmal ist das bäuerliche schubladendenken hier auch nur einfach zum Kotzen. Bauer = gut, Homeofficer = böses dummes, bauernbashendes Konsumentenarxxxloch. Kommt mal runter. Meine Fresse…

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Bauer = gut, Homeofficer = böses dummes,“

        Gurkenhobel, sie übertreiben auch.

        Unser Jüngster Sohn wurde auch zu Homeoffice verdonnert, in seiner kleinen Wohnung bestimmt nicht angenehmer, wie in der Firma. Jetzt ist er wieder im Büro, das ist ist ihm angenehmer.
        Jeder Landwirt hatte es in der Zeit besser.

        Aber um was geht es eigentlich?

        Menschen gehen freiwillig auf solch einem Dampfer, wo es sehr eng zugeht, wenn die selben von Tierquälerei in den Ställen sprechen, sollten die selben mal überlegen, warum man sich selbst in so eine Situation begibt, die man bei Tieren ständig die Abschaffung derer lautstark fordert.

        Beiträge, wie vom Friedrich zeugen davon, dass das Fass zum überlaufen droht.

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  5. Reinhard Seevers sagt

    Am Ende ist doch die Frage über die Nachhaltigkeit entscheidend….es handelt sich hier um eine reine Spaßveranstaltung, nicht Lebensnotwenidg. Solche Veranstaltungen müssten unter den Kriterien der Nachhaltigkeit komplett verboten sein.
    Aber die Kreuzfahrer sind natürlich zertifiziert und damit Sündenfrei! Mit solchen Aussagen, kann man alles in dieser Gesellschaft rechtfertigen. Der Tierhalter hat allerdings keine Chance, weil Fleischerzeugung nicht nachhaltig ist…da ist die Tier- Haltung nur ein Puzzleteilchen im System.

    Aus dem Nachhaltigkeitsprogramm der AIDA:
    Unser Nachhaltigkeitsprogramm wird zentral gesteuert und dezentral umgesetzt. Es ist auf allen Ebenen des Unternehmens verankert und wird von jeder Abteilung implementiert. Dabei unterstützt unser integriertes Managementsystem die Optimierung im Sinne unserer Ziele.

    Unser Nachhaltigkeitsprogramm berücksichtigt stets aktuelle ökologische, soziale und ökonomische Entwicklungen. Unsere Zielsetzung spiegelt unseren Anspruch wieder, in Sachen Nachhaltigkeit weiterhin Maßstäbe in der Kreuzfahrt zu setzen. Entsprechend eng ist der Austausch zwischen den einzelnen Fachabteilungen des Unternehmens. Seit mehreren Jahren finden regelmäßig offene Gesprächsrunden zu verschiedensten Themen der Nachhaltigkeit von Fachabteilungen statt – z.b. in Form von „Round Table“ oder „Lunch and Learns“. Hier können sich unsere Mitarbeiter über Projekte anderer Abteilungen informieren, austauschen und einbringen. Wir geben unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge für mehr Nachhaltigkeit an Bord und an Land auf verschiedenen Wegen zielgerichtet zu teilen, z. B. durch eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse. Die konstruktiven Ideen und Projektvorschläge werden mit der Geschäftsleitung von AIDA Cruises besprochen, um sie in unser Nachhaltigkeitsprogramm aufzunehmen.

    Jedes Mitglied der Geschäftsleitung trägt einen Teil der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung für das Nachhaltigkeitsengagement von AIDA Cruises. Alle Unternehmensabteilungen arbeiten bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie zusammen und setzen die Beschlüsse der Geschäftsleitung um.

    Bei AIDA Cruises übernehmen wir Verantwortung für Mensch, Umwelt und Gesellschaft. Wir begreifen Nachhaltigkeit als einen Prozess der umfassenden Qualität, den wir laufend weiterentwickeln und verbessern. Unser Handeln prüfen und optimieren wir kontinuierlich unter Berücksichtigung unseres eigenen Anspruches, neuer Gesetzesvorgaben und des technologischen Fortschritts. Basis für diese laufende Selbstüberprüfung ist der unternehmensinterne Austausch und der Dialog mit unseren Partnern.

    Wir wollen die Erwartungen unsere Gäste an einen AIDA Urlaub immer wieder aufs Neue übertreffen. Die Sicherheit von Gästen und Crew hat bei AIDA jederzeit höchste Priorität. Unser Ziel ist es jederzeit einen sicheren Schiffsbetrieb zu gewährleisten, technologisch Vorreiter zu sein, Vielfalt und attraktive Arbeitsbedingungen zu fördern sowie eine Kreislaufwirtschaft bei all unseren Produkten einzurichten.

    Bewusstes, nachhaltiges Handeln
    Nachhaltigkeit bei AIDA umfasst nicht nur technische Innovationen, sondern ist gelebte Praxis an Bord sowie an Land. Ob Schiffseinrichtung, Ausflugsprogramm oder Produkteinkauf – die Umweltverträglichkeit ist für alle unsere Entscheidungen maßgeblich und ein Zeichen von umfassender Qualität. Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter und Gäste für nachhaltiges Handeln.

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    • Arnold Krämer sagt

      Leider war und ist der Agrarsektor nicht in der Lage, ähnliche verbale Wolkengebilde zu produzieren. Dafür war die „Erdung“ und gefühlte „Selbstverständlichkeit“ der eigenen Aktivitäten wohl immer zu stark.
      Je verrückter die Geschäftsmodelle heute (wobei das mit der Kreuzfahrerei ja noch ganz handfest ist), umso verrückter (und verlogener) müssen auch die Werbebotschaften sein.

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    • Karl Timme sagt

      Was für ein Placebo :(„ich werde gefallen“) ist das denn!

      Nichts konkretes, aber:
      “ arbeiten bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie zusammen und setzen die Beschlüsse der Geschäftsleitung um.“
      Ihr könnt noch soviel Vorschläge machen, wenn es nicht ökonomisch ist ??

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  6. piet sagt

    moin willi. das ist so ne sache mit der zeit, ob politiker dumme gesetze machen, da sie keine zeit haben…..
    lebenslang grün weiss, piet

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  7. Christian Bothe sagt

    Bauer Willi, sehr gut! Fast schon ein Gleichnis. Das beste ist die ad libitum Fütterung der Kreuzfahrer (sind ja Allesfresser wie die MS).Was die Fläche der Kabine betrifft, hatte ich bei den Mastschweinen in dänischer Aufstallung (Grossbuchten) fast 2qm/Tier Platz. Und das mit 10000MS als Durchschnittsbestand! Wenn das Tierschützer hören, fallen sie vom Glauben ab! Da können einem die Kreuzfahrer leid tun…

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  8. Paul W. sagt

    Ich gebe aber zu bedenken: So ein Schiff hat mindestens 10 nutzbare Decks (Etagen) dann sieht die Rechnung wohl doch etwas anders aus .

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    • Ferkelhebamme sagt

      In Aufzuchtställen wird durch den Einbau von Etagen mehr Platz geschaffen, um den Tierwohl-Kriterien entsprechen zu können. Ob das rein rechtlich anerkannt wird, ist immer noch nicht klar. Da zählt auch nur die reine Grundfläche.

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    • Bauer Willi sagt

      Steht oben. Aber nicht alle Decks sind nutzbar, weil ja auch Küche, Motorraum und sonstige Dinge unterzubringen sind.

      War nur als kleiner Denkanstoss wegen Massentierhaltung gedacht.

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      • kritischer_Leser sagt

        Lieber Bauer Willi,

        Versetzen Sie sich mal in die Lage: Ein „Grüner/Öko/Umweltheini“ (nicht unbedingt Ihre Ausdrucksweise, aber von vielen Ihrer Kommentatoren) macht so eine offensichtlich einfältige Rechnung auf für Insektenschwund durch LaWi/Einkommenswirksamkeit von Direktzahlungen/Nitratgehalt im Grundwasser.
        Würden Sie das Argument „ist ja nur ein kleiner Denkanstoss“ dann auch so nonchalant durchgehen lassen?! Ich erinnere nur an Ihre weidlichen „Berechnungen“ zum Thema Bestäubungsleistung von Bienen (iVm Insektiziden).

        Ein kurze „Faktencheck“ hätte gezeigt, dass die Aidanova alleine 8 reine (!)Kabinendecks hat. Da sind die Wohndecks der Besatzung und die „Vergnügungsmeilen“ nicht mit eingerechnet. Auf dem Decksplan sind 15(!!) nutzbare Decks eingezeichnet.

        Nicht das ich ein Freund dieser Dampfer wäre, aber ich bin doch schwer enttäuscht ob dieser Doppelzüngigkeit Ihrerseits. Es zeigt aber das jedem bekannte Phänomen, das man sich halt immer selbst der Nächste ist. Und wenn es eben an die eigene Profession geht, holt man auch schnell mal die Polemikkeule raus und vereinfach/verschleiert gnadenlos, was man der „Gegenseite“ sonst als ach so schändlich vorwirft.

        Abgesehne davon: Weil sich Menschen freiwillig und sogar auf eigene Kosten in Ihrer Meinung nach engste Verhältnisse begeben und das auch noch Urlaub nennen, sollte es keine Regeln für eine artgerechte Tierhaltung geben bzw. ist alles so richtig wie es ist?? Wenn das die Richtung ist in die Ihr „Denkanstoss“ weisen soll, dann sind Sie doch ganz …“anders“ gestrickt als ich dachte.

        Find ich nicht gut.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Kritischer Leser, Kern des Beitrags ist doch eher die Widersprüchlichkeit von Anspruch und Wirklichkeit der Bürger hinsichtlich Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Freiwilligkeit und die Übernahme der Kosten für diese Dekadenz ins Verhältnis zu gesetzlichen Anforderungen an die Nutztierhaltung zu stellen, weil der gleiche Bürger meint, sein eigenes Handeln steht in keinem Kontext moralischen Handelns insgesamt? Er darf sogar noch auf dem Sonnendeck des Kreuzfahrtschiffes seine Ansprüche an die Tierhaltung herausposaunen, ohne in Regress genommen zu werden für eigenes Fehlverhalten. DAS ist in meinen Augen auch der Grund für den nicht ganz Faktenresistenten Beitrag.

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          • kritischer_Leser sagt

            Es ging MIR aber nicht um den Grund des Beitras, sonder um seine Ausführung. Bauer Willi kann sich wunderbar darüber echauffieren wenn ein vermeintlicher Akteur der „Gegenseite“ davon spricht dass „unsere Ernährung von den Bienen abhängt“ und scheut auch nicht davor zurück dann mal zu „recherchieren“ und entsprechend scharfe Schlussfolgerungen zu ziehen.
            Kreiert er aber selber mal einen „Denkanstoss“, dann ist eine eingehende Prüfung nicht nötig/gewollt oder überflüssig, da es ja mit „Hintersinn“ gemeint war?!
            Ich finde es garnicht schlimm solche „flapsigen“ Denkanstöße zu machen (obwohl ich manchmal Bauer Willis Interpretationsspielräume etwas zu weit finde), schließlich ist es „nur“ ein privater Blog. Aber ICH finde es unredlich wenn dann gegenüber anderen Akteuren so mit zweierlei Maß gemessen wird.
            Vielleicht bin ich auch einfach enttäuscht, weil ich ursprünglich mal den Eindruck hatte, dass Bauer Willi das halt gerade nicht so macht.

            @Bauer Willi: Was würde es denn bedeuten, wäre ich Lehrer?

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            • bauerhans sagt

              Lehrer wissen grundsätzlich über landwirtschaft bescheid,insbesondere,was alles verkehrt läuft!

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        • Bauer Willi sagt

          Treffer!!

          „Jetzt wird sich möglicherweise wieder der ein oder andere Leser über fehlendes Niveau beschweren.“

          Ansonsten: „Ich weiß, so ein Schiff hat mehrere Etagen auf die sich die Personen verteilen.“

          Zum Glück gibt es ein paar Leser, die den Hintersinn verstanden haben und sich nicht an den baulichen Anlagen eines Kreuzfahrtschiffes aufhalten.
          Eine Frage hätte ich noch: Sind Sie Lehrer?

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Werter Herr,
          die Ställe wurden nach damaliger Ansicht, als artgerechte Tierhaltung gebaut und jetzt ist man auf einmal der Meinung, dass sie nicht mehr artgerecht wären.

          Warum beschimpft man die Bauern jetzt als Tierquäler, Bauern die sich an die Gesetze hielten?
          Sehen sie es den Bauern nach, dass sie die Menschenmassenhaltung auf so einem Schiff mit einem Grinsen verfolgen.

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          • kritischer_Leser sagt

            Wer den einzelnen Bauern desswegen beschimpft, ist ein Idiot (entschuldigung).
            Wenn der Bauer aber meint, neue bzw. gestiegene Anforderungen sind nicht sein Bier, ist er auch ein Idiot.
            Das Ziel muss doch sein, dem Bauern es zu ermöglichen seine Wirtschaftsweise an die neuen Ansprüche anzupassen. Das ist (leider) eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Einige Bauern (und nachgelagerte Bereiche) müssen da auch möglicherweise von ihrer „Masse, Masse, Masse“ Doktrin abrücken.
            Gesetze ändern sich wie die Gesellschaften die sie erlassen. Der Trick ist es die Menschen auch mitzunehmen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Die Landwirtschaft war immer im Wandel, das wird sie nie ändern.

              Aber der Landwirt braucht sich nicht beschimpfen lassen, wenn er sich an die Gesetze hält.
              Man beschimpft auch nicht den Autofahrer, wenn er gemäß Gesetzt bei Grün über die Ampel fährt.

              Die Frage ist jedoch, ob der Bauer einseitig von der Masse abrücken kann, ohne in die Insolvenz abzurücken.

              Das ganze Geschwafel der Medien und der Verbraucher, „ich würde gerne mehr für Tierwohl bezahlen“ ist in Supermarkt vergessen, aber ich glaube das hatten wir schon mal.

              Warten wir mal die Zeit nach COVID-19 ab, wenn dann noch 10% der jetzt zusätzlichen Kunden, in den Hofläden bleiben, dann hatts sich.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Es ist und bleibt ein Ablasshandel der normopathischen Gesellschaft. Sie weiß, dass sie Fehler macht. Die Landwirtschaft muss stellvertretend den Kopf herhalten. Niemand schafft den Kapitalismus ab, aber der Bauer soll sein Handeln an ethisch -moralischen Gesichtspunkten orientieren und dennoch im kapitalistischen System überleben. Das wird nur funktionieren, wenn die Normopathen ihm dafür ausreichend Geld geben, damit er überlebt und die Gesellschaft weiterhin ethisch-moralisch korrekt mit Nahrung zu versorgen…..voll gaga.

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        • firedragon sagt

          kritischer_Leser, ich gebe Dir mal so was wie Rückendeckung.
          Ein Kreuzfahrtschiff ist (in meinen Augen) nicht mit einem Stall (egal welcher) vergleichbar.
          Das liegt schon am angebotenen Konzept, welches auf Freiwilligkeit und Luxus basiert. Dazu Entertainment und Völlerei. Zudem geht man nach Beendigung der Reise in sein Heim und zu Freunden zurück, denen wird das Erlebnis unter die Nase getrieben – Tiere werden woanders hin gegangen.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Die Tiere werden mit der Schlachtung erlöst,
            Menschen begeben sich weiterhin in die Menschenmassenhaltung.

            Hätte ich fast vergessen, freiwillig natürlich.🤦‍♂️

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      • Karl Timme sagt

        Ich habe gern den Vergleich mit den Großstätten über 1 Mio Einwohner angeführt.

        Auf die Frage ob „das“ Massentierhaltung ist gab es regelmäßig Gegenwehr.
        Wenn ich dann auch noch darauf Aufmerksam gemacht habe, das ein Schwein in etwa gleichviel Hinterlassenschaften verursacht wie der Mensch, aber keinen Geschirrspüler, keine Waschmaschine, keine tägliche Dusche mit all Ihren Phosphaten und Tensiden hat, war meist eine Sprachlosigkeit.

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        • Inga sagt

          Diese Massenmenschenhaltung schädigt doch auch die Psyche der Menschen, das sieht man jetzt in dieser Coronazeit und Schulfrei ganz gut.

          Wenn die alle täglichen Zugang zu billigen oder bezahlbaren Fleisch haben sollen,

          das kann man nur mit Massentierhaltung bewältigen!

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  9. Ferkelhebamme sagt

    Deine Berechnung hat sicherlich Schwächen, da du, wie du selbst sagst, die Etagen nicht einbezogen hast. Trotzdem ist es aber ein ganz gutes Bild, um einen Schweinestall zu erläutern, wenn die dümmlichen Aussagen ein Schwein=ein Dixiklo wieder angebracht werden. Auch ein Schweinestall ist in verschiedene Bereiche untereilt: Chill- Zone, Sanitärbereich, Animation, Buffett. Schweine sind was Größe/Gewicht und Lage im Raum betrifft keine konstante Größe. Um bei dem Schiff zu bleiben: eine Reisgruppe checkt mit 30 kg ein, jedem steht mindestens 1,75 zu, ganz ordentlich im Vergleich zur Größe. Am Ende der Reise müssen einige Übergewichtige das Schiff vorzeitig verlassen, was den anderen wieder Raum verschafft.
    Während des Aufenthaltes pflegt der Großteil in der Chill-Out Zone gerne Löffelchen (wie die Touris auf’m Ballermann), so dass die Animation für Aktive frei ist. Wird das Buffet eröffnet, gibt’s einen Ansturm, obwohl immer für alle mehr als genug da ist.
    Was total unfair ist: während die Schweine aus Immissionsschutzgründen nicht auf das Sonnendeck dürfen, darf so ein Dampfer für’s reine Vergnügen Tonnen von Schweröl in die Luft blasen!
    Und jetzt stelle man sich vor, dass Nachts im Dunkeln Terroristen in das Schiff eindringen und alle Passagiere aufgeschreckt und in Angst durcheinander laufen…
    Natürlich können wir unseren Passagieren auch großräumige Luxuskabinen und Helene Fischer zur Animation bieten. Nur wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen!

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    • Paulus sagt

      Schön geschildert, werte Ferkelhebamme! Aber auch dir ist eine klitzekleine Schwäche unterlaufen. Die bemitleidenswerten Kreuzfahrttouristen werden am Ende der Reise von ihrer selbst gewählten Kasteiung befreit. Auf deine Touristen wartet am Ende ihrer Reise der freundliche Herr Tönnies. Also, wenn ich wählen dürfte – 7 Tage Helene Fischer
      Gedudel sind sicher nur schwer zu ertragen, aber schließlich geht es vorbei.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Jaha, die Menschen machen das freiwillig, die armen Nutztiere nicht, ich böser industriell-konventionell Verteidiger. Auf der einen Seite Wohlstandsgesellschaft, auf der anderen erzwungene Effizienz. Schon klar. Trotzdem mag ich das Bild, das erklärt einfach soviel mehr als fachliches Geschwurbel.
        Mr. Hauspreis hat nie Schweine von uns bekommen, obwohl quasi in der Nachbarschaft; wir sind genossenschaftlich unterwegs, ist auch nur kurz über die Autobahn.
        Und keine Sorge, Helene schallt hier nur vom Trecker, die ferkelführenden Sauen werden mit Alanis Morisette, Lana del Rey, Metallica oder Nightwish unterhalten (sollte ich vllt. auch mal in Werbebotschaften verpacken) Bin doch kein Tierquäler

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        • Stadtmensch sagt

          Lana del Rey??

          Was machen die denn bei „Cinnamon Girl“ oder bei „Mariners Apartment Complex“? Gehen die dann alle in den Chill-Bereich und sinken ins Stroh oder fressen die einfach weiter?

          Perlen vor die Säue!
          😉

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  10. Hans Braun sagt

    Hallo
    Artgerecht ist glaub ich ein kaugummibegriff wenn ich was will wären auch 1,5 qm ok. Und wenn so ne Kreuzfahrt länger dauert als ein Schwein lebenszeit hat spielt das auch keine rolle Man muß es nur wollen!

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  11. Stadtmensch sagt

    Ist doch besser als wenn sie alle Küsten mit Bettenburgen zubetonieren. Achso, ist doch nicht besser. Ist einfach die Erweiterung dieser Praxis. Hab mir gestern mal „Planet of Humans“ angesehen (so ab Minute 47:50 …)
    https://www.youtube.com/watch?v=Zk11vI-7czE
    Wie soll ich mich denn hier für mein Laufrad motivieren, wenn alles so sch… ist?
    Naja, Werner Plumpe „Das kalte Herz“ wird meine Urlaubslektüre. Vielleicht kann ich mich danach mit der „Schöpferischen Kraft“ dies urwüchsigen Wirtschaftssystems anfreunden und alles wird gut.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn alle sich nur einen Urlaub gönnen, reichen die Betten aus. Aber die Umweltbewussten, die nur bei den Bauern die Umweltverschmutzer vermuten, die meinen bei allen Brückentagen muss man 4 Tage Urlaub machen.

      Corona hat auch Vorteile, leider müssen die Beschäftigten in den Urlaubsländern darunter leiden.

      Ps: Habe gestern ein biologisches Pflanzenschutzmittel gekauft, jetzt fühle ich besonders gut. ✔

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sie kennen meine kritische Haltung, aber ich brauche das Zeugs für meine Gurken, weil das das einzige Mittel ist, die den Mehltau stoppt.

          Kommt auch davon, wenn man meint, im Garten geht es auch ohne PSM

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          • Brötchen sagt

            Meine Gurken sind am eingehen.
            Erdbeeren sind teilweise auch betroffen.

            Die Nächte sind auch zu kalt mit 10 °C……im Winter war es auch nicht viel kälter, aber eben weniger Sonne

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    • Reinhard Seevers sagt

      Stadtmensch, die Lösung des Problems liegt in der Reduzierung der Population durch Reduzierung der Nahrung….die Bauern haben es in der Hand! Geil oder? Wenn sie diese Macht nur nutzen würden….

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      • Stadtmensch sagt

        Was würde Frau Arendt dazu sagen 😉
        Bisher war es immer umgekehrt (also was die Reduzierung der Landbevölkerung angeht).

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    • firedragon sagt

      Stadtmensch, Du nimmst Dir 640 Seiten (ohne Anhang) in der Urlaub mit?? Auf den Urlaub musst Du Dich ja ungemein freuen 😇.
      Hast Du mit lesen schon begonnen?

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      • Stadtmensch sagt

        Ja, hab schon angefangen. Liest sich gut. Klare Sprache. Also keine übertriebenen Schachtelsätze. Nach „Stichproben“ sieht es so aus, als würde die „Botschaft“ öfters wiederholt. Was solls, wäre ich mal lieber zum Ostbauer gedüst und hätte mich als Landarbeiter verdingt. Das macht den Kopf frei 😉

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          • Stadtmensch sagt

            Nur für Zweifler und Bedenkenträger. Wie fingerphilosoph schon sagt: wir hatten jetzt jahrzehntelang Weltuntergang, da wirds mal Zeit für den mutigen Blick nach vorn. Ironie off

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  12. bauerhans sagt

    die passagiere der „kreuzfahrer“ sind aber sicher nicht die,die vor den schlachthöfen protestieren.

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