Autor: Bauer Willi

BUND: Ist das wirklich klimafreundlicher?

Peperoni und Auberginen im Mai? Und die sollen klimafreundlich sein? Wo wachsen die denn jetzt? Im eigenen Garten sicher nicht und auch auf regionalen Bauernmärkten sind die jetzt eher nicht zu finden. Was mich auch noch ärgert: ihr wisst doch genau, dass der Wasser“verbrauch“ irreführend und falsch ist. Warum also bringt ihr das immer wieder? https://www.bund-hamburg.de/service/meldungen/detail/news/umweltfreundlicher-start-in-die-grillsaison/ Und was – bitteschön – ist „Grünes Grillen“…? Oder ist das als Wahlwerbung zu verstehen? Wer in der Nähe von Hamburg wohnt: hier gibt es einen Termin für euch… https://www.bund-hamburg.de/service/termine/detail/event/gruenes-grillen-1/

Bayer, Green Deal und Fridays for future – Erstaunliches

Ich habe es ja nicht so mit dem Begriff  „Lobbyist“. Die Zeitschrift „Capital“ hat den Leiter Nachhaltigkeit und Public Affairs der Bayer AG,  Matthias Berninger, befragt. Früher saß er für die Grünen im Bundestag. Hier ein Auszug: „Die große Herausforderung besteht doch darin, Landwirtschaft zukünftig noch leistungsfähiger, aber auch noch nachhaltiger zu machen. Das ist einer der Gründe, warum Bayer Monsanto gekauft hat. Das Unternehmen verfügt über eine Schatztruhe voller Innovationen, die uns diesem Ziel näher bringen und dazu beitragen können, Ernährungssysteme klimaresilient zu machen. Und die brauchen wir, um dem Flächenfraß durch die Landwirtschaft oder der steigenden Nachfrage an Lebensmitteln durch eine wachsende Weltbevölkerung etwas entgegenzusetzen. Das kann nur durch Innovationen gelingen. Wenn man auf neue Technologien verzichtet, gelingt uns die Dekarbonisierung nicht – und wir schaffen eine De-Industrialisierung. Die unsichtbare Hand des Marktes wird in Zukunft grün sein.“ So schätzt er die Zukunft ein: Die eigentliche und spannendere Frage ist: Wie groß wird die Innovationsfreude sein, die von der nächsten Regierung ausgelöst wird? Wir leben in einer historischen Situation, in einer disruptiven Zeit, …

Wie im wirklichen Leben

Ich bekomme immer wieder Anfragen, ob ich mit meinen Kontakten in die Landwirtschaft bei einem Projekt helfen kann. (Umfragen, „Werbung“ für eine neue Homepage u.ä.) Bei der Anfrage von Miriam Leitner war das ähnlich. Sie erstellt eine neue Homepage. Und da bin ich aufmerksam geworden, denn diese neue Homepage heißt www.bauernkuenste.de. Dahinter verbergen sich aber keine Kochrezepte, Garten-Ratschläge oder alte Handwerkskünste. Miriam macht Interviews mit Bauern. Bauern in Hessen, denn dort ist sie zuhause und von dort hat sie auch ein Stipendium erhalten. Interviews mit Bauern? Nein, auch mit Bäuerinnen. Eines mit „einer aus der Stadt“ , die der Liebe wegen auf den Hof gekommen ist. Ein sehr bewegendes Gespräch, weil ich darin Parallelen erkenne… Miriam hat keinen Bezug zur Landwirtschaft. Und das ist in diesem Falle gut, denn sie stellt die Fragen, die sonst keiner stellt, sie hört zu, schildert nur was ist, gibt keine Bewertung ab. Das tut gut. Die Leser sollen einen Einblick bekommen in die Welt der Bauern. Ganz normale Geschichten, nichts Spektakuläres. So wie es ist. Miriam sucht Bauern und …

Auf dem Land 2045 – aus Sicht des BMU

Das Bundesumweltministerium hat auf seiner Homepage ein Bild der Landwirtschaft im Jahr 2045 gemalt. https://www.bmu.de/wir-schafft-wunder/zukunftsbild-landwirtschaft/zukunft-fur-die-landwirtschaft-durch-klima-umwelt-und-naturschutz-schaffen/ Was meint ihr dazu? Ich denke, da ist einiges drin, was es zu diskutieren lohnt.

Klimaneutral in 10 Minuten – für rund 27 US $…

Geht es euch auch so? Alle reden vom Klimawandel, gleichzeitig werden die Autos immer noch größer und auch sonst konsumieren wir nicht weniger sondern mehr. Und fast von jedem hört man:  „wenn Corona vorbei ist, leiste ich mir aber so richtig was“. Also Konsum „as usual“!? Gleichzeitig hört man ständig Jubelbotschaften von Firmen oder Institutionen, dass sie „jetzt klimaneutral sind“. Selbst der Discounter ALDI wirbt damit und will angeblich der erste LEH sein, der das von sich behaupten kann. https://www.aldi-sued.de/de/nachhaltigkeit/umwelt/klimaschutz/klimaneutralitaet.html Auch viele andere Firmen geben überraschend bekannt, dass sie nun auch dazugehören. Selbst Banken und Fonds werden grün. Wie geht das? Ich will auch klimaneutral werden! Kann ich auch klimaneutral werden? Klimaneutral ohne gleichzeitig etwas ändern zu müssen? Weitermachen wie bisher, ohne Einschränkungen? Und wenn das geht, was kostet das und ist das auch (international und amtlich) anerkannt? Auf der Suche nach der Lösung bin ich auf folgende Seite gestoßen: https://offset.climateneutralnow.org/  Die Seite gehört den Vereinten Nationen, also eine wirklich gute Adresse. Bevor ich aber klimaneutral werden kann, muss ich wissen, wieviel CO2 ich tatsächlich …

Fragen an Bauer Willi

Die Firma RIGK hat ein Interview mit mir geführt: Wie ich zum bloggen kam. https://www.rigk.de/rigknachgefragt/wie-wird-ein-landwirt-zum-blogger-und-was-haelt-er-vom-erde-system Und weil die Fa. RIGK auch Recycling von Agrarfolien macht, wollte sie meine Meinung dazu auch wissen. Und die ist positiv. Wäre schön, wenn ihr euch auch mal deren Facebook-Seite ansehen würdet. https://www.facebook.com/erde.recycling Tue Gutes und rede darüber.

Erbsen, Paniermehl und Tapetenkleister… kann man essen

Neulich war ich bei einem Discounter einkaufen. Dort gibt es eine leckere Knabber-Nussmischung, die sonst so keiner hat. Und immer wenn ich in so einem Laden bin, schaue ich, was es sonst noch so gibt. Diesmal sind mir zwei Tüten ins Auge gefallen, auf denen „Veganes Hack“ und „Vegane Burger“ stand und „Peas and love“. So was interessiert mich und weil die Tüte laut Auszeichnung 0,59 € für 150 g kosten sollte, habe ich die zwei Tüten in den Einkaufswagen gelegt. „Kann man ja mal probieren„, habe ich mir gedacht und wenn dann auch neben Peas auch noch Love dabei ist… An der Kasse angekommen, stellte sich heraus, dass ich mich mit dem Preis wohl geirrt haben musste, denn nach dem Scannen zeigte die Kasse 4,99 € für eine Tüte mit 150 g, was einem Kilopreis von 33,30 € entspricht. Ein stolzer Preis, da müssen sicherlich wertvolle Inhaltsstoffe drin sein. (Ich habe übrigens die Tütchen im Laden gelassen.) Was ist drin? Ich bin auf die Seite des Hersteller gegangen, um mich weiter zu informieren. Bei …

Es gibt keine Maikäfer mehr…doch! Zu viele…

Das Wort „Plage“ in Verbindung mit Insekten ist schon etwas absurd, weil ja alle über das „Insektensterben“ klagen. Und besonders absurd wird der Begriff bei einem Insekt, das es – glaubt man Reinhard Mey -angeblich nicht mehr gibt: dem Maikäfer.  Wenn man die Bilder in dem nachfolgenden Film (vom 26. Mai 2021) sieht, kann man allerdings schon erschrecken. Das ist wirklich eine Plage und da wird auch der normale Bürger nach einer Bekämpfung rufen. https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Maikaefer-Plage-faellt-ueber-Bayerischen-Wald-her-article22576375.html Was den Beitrag auch noch interessant macht: Es taucht im Film ein „Experte“ auf, der genau weiß, dass das Massenauftreten der Maikäfer mit den „Monokulturen“ zusammenhängt. Vom Entwicklungszyklus der Maikäfer weiß der „Insektenforscher“ offensichtlich nicht viel, denn die Engerlinge halten sich in Wiesen und Weiden auf, wo sie große Schäden anrichten. Egal wie man es nimmt: sind keine Maikäfer da, sind es die Bauern gewesen, sind zuviel da, auch. https://www.br.de/nachrichten/bayern/maikaefer-in-passau-im-anflug-landwirte-befuerchten-totalschaden,SXN621S Und dann ist da noch was: Bei Wikipedia findet beim Thema „Maikäfer“ man folgenden Satz: „Reinhard Mey beschreibt in dem bekannten Lied Es gibt keine Maikäfer mehr die Folgen der …

Typische Panikmache

Überschrift: „Giftiges Obst in deutschen Supermärkten?“ https://www.welt.de/wissenschaft/article231226195/Pestizide-aus-Suedamerika-Giftiges-Obst-in-deutschen-Supermaerkten.html Greenpeace lässt Untersuchungen an Obst aus Südamerika machen. In 59 von 70 untersuchten Früchten aus Brasilien hat das beauftragte Labor Pestizidrückstände gefunden. Konkret geht es um Mangos, Papayas, Melonen, Feigen und Limetten. Insgesamt 35 verschiedene Wirkstoffe konnten nachgewiesen werden. Elf der nachgewiesenen Wirkstoffe sind in der EU nicht zugelassen. Das ist logisch, denn Mangos und Papayas wachsen meines Wissens in Europa nicht. Warum sollten also Wirkstoffe für diese Kulturen hier zugelassen sein? Eine Überschreitung der Höchstmenge wurden in vier Fällen festgestellt. Die Höchstmenge ist jedoch kein toxikologischer Wert sondern ein juristischer und beinhaltet ein sehr großes Sicherheitspolster. Relevant für die Gesundheit ist die akute Referenzdosis. Dieser Wert wurde in keinem Falle überschritten. Damit konfrontiert antwortet Greenpeace: „Uns ging es primär darum, zu zeigen, dass durch das EU-Mercosur-Abkommen Zölle für Pestizide und andere Chemikalien gesenkt werden“, sagt Jürgen Knirsch, Biologe und Experte für Handel und Handelsabkommen bei Greenpeace.“ Es gibt auf der Homepage der WELT unter dem Artikel einen sehr passenden Kommentar zum obigen Artikel: (Zitat) „Ich fasse mal …