Bauer Willi
Kommentare 44

Klimaneutral in 10 Minuten – für rund 27 US $…

Geht es euch auch so? Alle reden vom Klimawandel, gleichzeitig werden die Autos immer noch größer und auch sonst konsumieren wir nicht weniger sondern mehr. Und fast von jedem hört man:  “wenn Corona vorbei ist, leiste ich mir aber so richtig was”. Also Konsum “as usual”!?

Gleichzeitig hört man ständig Jubelbotschaften von Firmen oder Institutionen, dass sie “jetzt klimaneutral sind”. Selbst der Discounter ALDI wirbt damit und will angeblich der erste LEH sein, der das von sich behaupten kann.

https://www.aldi-sued.de/de/nachhaltigkeit/umwelt/klimaschutz/klimaneutralitaet.html

Auch viele andere Firmen geben überraschend bekannt, dass sie nun auch dazugehören. Selbst Banken und Fonds werden grün. Wie geht das?

  • Ich will auch klimaneutral werden!

Kann ich auch klimaneutral werden? Klimaneutral ohne gleichzeitig etwas ändern zu müssen? Weitermachen wie bisher, ohne Einschränkungen? Und wenn das geht, was kostet das und ist das auch (international und amtlich) anerkannt?

Auf der Suche nach der Lösung bin ich auf folgende Seite gestoßen: https://offset.climateneutralnow.org/ 

Die Seite gehört den Vereinten Nationen, also eine wirklich gute Adresse. Bevor ich aber klimaneutral werden kann, muss ich wissen, wieviel CO2 ich tatsächlich produziere. Hier erstellt man deshalb seinen eigenen Footprint: https://offset.climateneutralnow.org/footprintcalc

Jetzt wird es schwer, denn jetzt muss man zu sich selbst ehrlich sein. Das ist garnicht so einfach, aber es bringt ja nichts, sich selbst zu belügen. Ich sage jetzt nicht, wie mein persönlicher Klima-Fußabdruck ist, aber ich liege etwas unter dem deutschen Durchschnitt von 17,7 t pro Jahr und Person. Aber das kann daran liegen, dass ich in Zeiten von Corona kaum mobil war und so weder Auto, Bahn oder Flugzeug genutzt habe. Oder auch an unserer Holzpellets-Heizung….

Nachdem ich also weiß, wass ich neutralisieren muss, kann ich hier “mein” Projekt wählen. Ich habe mich für ein Biogas-Projekt in Thailand entschieden, das geht aber auch mit Windrädern in China, Wasserkraftwerken in Brasilien, Solarthermie in Indien oder ähnlichem.

https://offset.climateneutralnow.org/ratchaburi-farms-biogas-project-at-spm-farm?searchResultsLink=%2Fallprojects

Und jetzt die Überraschung: 1 t CO2 zu neutralisieren kostet bei diesem Projekt lediglich 1,50 US $ ! Für den Durchschnittsdeutschen mit 17,7, also rund 18 t CO2 pro Jahr kostet es also lediglich

27 US $

um sich das Etikett “Ich bin klimaneutral” geben zu können. Der Kauf des Zertifikates  wird in einem von der UN verwalteten CDM-Register notiert (Unter CDM versteht man zertifizierte Projekte in Entwicklungs- oder Schwellenländern). Ein Klick, die Überweisung von 18 $ und es ist geschafft. Ich bin nach nur 10 Minuten und um einen unwesentlichen Betrag ärmer, klimaneutral. Die Biogasanlage steht im Übrigen schon, und man kann sich die Bilder anschauen. Sie wird also nachträglich subventioniert, etwas Neues ist durch diesen Vorgang nicht entstanden.

Übrigens: Das BMZ ist als erstes Bundesministerium jetzt auch klimaneutral. Ihr wisst ja jetzt, wie das geht….

Ihr haltet das für einen Skandal? Für Beschiss? Tja, Klimawandel ist halt ein riesiges Geschäft…

BMZ als erstes Bundesministerium klimaneutral!

 

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44 Kommentare

  1. Heinrich Steggemann sagt

    Geht Humusaufbau und damit Entzug von CO2 Überhaupt?
    Nach rund vier Jahren, die mich dieses Thema nun schon intensiv beschäftigt, ziehe ich folgendes Zwischenfazit: Versuchen und Messen / Es muss als selbstlernendes freiwilliges System aufgebaut werden, da andauerndes Lernen und Selektion der geeigneten Massnahmen für den eigenen Standort nach dem Prinzip Versuch und Irrtum nötig sein werden. Finanziert durch die Bezahlung des tatsächlich aus der Atmosphäre entzogenen CO2 durch die freie Wirtschaft und nicht durch eine Umverteilung von EU Geldern.
    Die aktuelle Lehrmeinung stützt sich auf den Dauerversuchen zum Thema Humus, die auf den gleichen Parzellen teilweise schon seit ca. 100 Jahren laufen. Hier wird meines Wissens aber nur Hauptfruchtanbau in verschiedenen Düngevarianten gegenübergestellt.
    Demgegenüber steht ein Ackerbau mit dem Anliegen möglichst ganzjährig immer lebende Wurzeln im Boden zu haben, damit ein mehr an Bodenleben immer ausreichend mit Wurzelexcudaten versorgt wird.
    Um nicht Gefahr zu laufen mit einem mehr an Kohlenstoff im Boden uns Nitratbomben zu bauen, wenn die Bewirtschaftungsform gewechselt wird, habe ich vor ca. einem halben Jahr bei der Kammer NRW angeregt zusätzliche Flächen in das N-min Monitoring aufzunehmen die mit dem Augenmerk auf mehr Bodenleben und Humusaufbau bewirtschaftet werden. Die Anregung wurde wohlwollend aufgenommen. Ob sie umgesetzt wird? Ich werde jedenfalls von Zeit zu Zeit mal nachhaken.

    • Thomas Hettinger sagt

      Wir unterscheiden 2 Kategorien:
      Humusaufbau auf der Fläche auf durchlüfteten Böden oder Fermentierung Organischer Masse im eng umgrenzten Depot, unter zeitweisem Luftabschluss.
      Tera Preta, ist die historische Methode der Indios, dabei kommen haltbare Huminkomplexe heraus, die über Jahrhunderte erhalten bleiben.

      Vorraussetzung, ausreichend Vegetationsfeuchte und Massenwachstum. So sind aus der Erfahrung von Biogasanlagen in diesem Jahr bis Ende Juli bereits die gleichen Massen geerntet worden wie letztes Jahr in der gesamten Vegetation!

      Grüngut-Kompost anlagen zählen für mich dabei zu den best fixierenden Methoden.

  2. Meyer sagt

    Gegen Klimaneutralität kann man grundsätzlich ja nichts haben , aber wie und wie schnell das jetzt erreicht werden soll ist das doch nicht möglich. Das ist jetzt Wahlkampfthema und sonst nichts . Mit Wind und Sonne ist das jedenfalls nicht zu erreichen , weil es ja keine Speicher für mind. zwei Wochen gibt. Ohne Konstantkraftwerke wird es niemals für die Grundlast gehen. Dafür käme aus heutiger Sicht nur die AKWs neuester Bauart in frage. Aber schon für die neuen E-Autos brauchten wir zu Beginn schon 30 GW Strom , also 20 – 30 Kraftwerke . wir stellen aber noch immer Kraftwerke ab. Vor rd. 10 Tagen und Anfang Januar hatten wir die letzten von elf Fastblackouts in Europa. Diesmal in Polen. Mit jedem abgestellten Konstantkraftwerk kommen wir dem deutschen Blackout näher und der dauert dann nicht 3 Stunden , sondern 2 – 5 Tage. Leider werden erst dann die Leute aufwachen , was für einen Blödsinn wir hier übern Zaun brechen. Meine ausländische Verwandtschaft lacht über diesen Irrsinn. Kann nur jedem Betrieb und Haushalt raten , dafür Vorsorge zu treffen, denn ohne Strom geht hier nichts mehr.

  3. Mark sagt

    Ökoablasshandel war gestern. Die Vertreterinnen von FFF sprechen sich selbst frei von Sünde und erlauben sich ein weiterso (hier wurde die Ökoreformation schon vollzogen). Das Klima rettet ma nicht durch eigene Taten, sondern durch permanente Schuldzuweisungen an die andere Generation, die Politik und die 100 größten Konzerne der Welt! Wenn die Politik solchen geistigen Tieffliegern wie folgender Dame hinter her rennt, dann tatsächlich “Gute Nacht”. Zentraler Schwachsinn kommt ab min 24
    https://www.swr.de/swr1/bw/swr1leute/carla-reemtsma-x-wolfgang-heim-i-erzaehl-mir-was-neues-100.html

  4. Thomas Apfel sagt

    Hallo, Herr Suhr, immer wieder ganz oben auf dem Kommentarbaum ?

    “Mercosu(h)r könnte man doch nutzen um mit unserem Zertifikatehandel den Regenwald dort wieder aufzuforsten”
    Tolle Idee: nur sollte man die Menschen in Brasilien vieleicht fragen, ob sie das auch wollen ?
    Nein, da wird in schönster Neo-kolonialer Manier wieder mal den Anderen vorgeschrieben was sie zu tun haben. “Die Wilden” sollen “die Wilden” im Urwald bleiben und die Leute in den Slums sollen auch schön da bleiben wo sie sind, und das bestimmen wir ????
    Genauso könnten andere Völker von uns fordern, den Mittelmeerraum, oder den Urwald unserer frühen Vorfahren wieder aufzupflanzen.
    Ganz am Rande: Die “Großgrundeigentümer” wie Lindhorst-Gruppe und Co., haben einen anderen Blick auf die Landwirtschaft. Da wird nicht auf Deibel komm raus schwacher Acker (der sich nicht rechnet und dessen Bewirtschaftung nur über die (derzeit sterbende) Veredlung Sinn macht) erhalten, sondern in großem Stil aufgeforstet.
    Ist m.E. sinnvoller als ständiges Geschwätz von “Offenlandschaft”, die mit viel Spenden- und Steuergelden “offen” gehalten wird. Die Konsequenz ist dann ein gewisser Verlust an Biodiversität, das muss man dann hinnehmen.

  5. Reinhard Seevers sagt

    OT: Interessante Wahrnehmung, heutige Statusmeldungen von Kontakten zeigen Nichtlandwirte beim ersten Freiluft -Bier, Ausflug, etc. Alle Landwirte sind dabei Gras zu mähen, Rehkitze zu retten oder Silage einzufahren….😉

    • Ferkelhebamme sagt

      Prompt läuft die Direktvermarktung nicht, weil scheinbar alle in die Gastronomie strömen. Vor zwei Wochen bei einem schönen Sonntag innerhalb von zwei Tagen nahezu ausverkauft.
      Während die ihr Bierchen schlürfen, haben wir heute schon Ferkel gehebammt, eine Pferdebaby gezeugt (hoffentlich), die werdende Zebu-Mama im Blick, Schweine kontrolliert, jetzt durchheuen und heute Abend bei Duroc Steaks und einem guten Buch auf der Terasse den Tag ausklingen lassen. (Wenn nicht gerade ein Alarm geht)
      Und? Es ist gut so 😊

      • Wolfgang sagt

        Ist mir auch aufgefallen. Die Schlangen am To-Go-Verkauf waren riesig.
        Äh, ich bin natürlich auch Landwirt. Aber meine paar Extensivstwiesen mähe ich erst, wenn es der Vertragsnaturschutz zulässt.

  6. Ja, so viel auch zu Zertifikatehandel und Co.

    Auch schön:

    Vor 2008 gerodete Regenwaldflächen werden als Nachhaltigkeitsflächen definiert für Palmöl etc.

    Randnotizen:
    Unternehmen kaufen sich auch frei von der Pflicht, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, aus den Augen, aus dem Sinn. Also so was gibt es auch im Sozialen.

    Die Ver*rschung mit grünem Wasserstoff. Energieüberschüsse – weil die Konzerne die Fossilen nicht abschalten wollen, nur weil es mehr Erneuerbare gibt (je mehr, desto besser, EEG-Umlage ist quasi Abnahmegarantie) – will man in energieineffizienten Wasserstoff ballern, der am Ende entweder aus kostbarem Wasser oder durch Cracken aus dem Klimakiller Methan gewonnen wird.

    Bäume allein sind auch keine Lösung:
    https://www.youtube.com/watch?v=G9QA_9uMKM8

    Christian Lindner (FDP) äußerte dazu auch zwei interessante Dinge:

    1. Man könne doch die Erneuerbaren Technologien nach Afrika verticken, so daß diese die fossilen Energieträger überspringen. Die würden weniger Emissionen verursachen, wir könnten weiterhin überproportional viel raushauen, Hauptsache die Bilanz stimmt.
    https://www.liberale.de/content/der-klimawandel-ist-eine-menschheitsaufgabe

    2. Mercosur könnte man doch nutzen, um mit unserem Zertifikatehandel dort den Regenwald wieder aufzuforsten. Wobei ich mich da frage: Wäre man am Ende nicht erst überhaupt wieder bei 0 angekommen klimabilanziell?
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/klimaschutz-fdp-chef-lindner-will-regenwald-kaufen-statt-erneuerbare-energien-zu-foerdern/22928736.html

      • Inga sagt

        Entschuldigung, es soll heißen:

        Was ist schlimm daran, wenn Klimakiller Methan verbrannt wird?

    • Reinhard Seevers sagt

      Wie immer Herr Suhr, Klassenkampf im reinsten Sinne. Warum nicht ab sofort Verbot der Verbrenner Fahrzeuge, Verbot von Schiffsdiesel, Verbot sämtlicher Flugzeuge, Verbot sämtlicher fossiler Heizungen? Naaaa? Richtig, weil das individuelle Handeln des einzelnen Bürgers nicht in ihre Linke Agenda passt, es sind ausschließlich die bösen Unternehmen, die falsch handeln….langsam wird es pathologisch.
      Und weil der Klassenfeind sich besser eignet, das Proletariat für seine Zwecke zu nutzen, beschuldigt man ihn. Wäre ja auch blöd, seine eigene Wählerschaft einer Schuld zu bezichtigen, auch wenn es so wäre.

  7. Heinrich Steggemann sagt

    Warum sammelt unser Staat denn seit Anfang des Jahres 25 € pro to CO2 aus fossilen Energieträgern ein wenn ein Ablasshandel im Ausland schon für einen Bruchteil davon geht??? Dabei wird dieses Geld nur umverteilt. Landwirte die sich gezielt mit der Speicherung von C02 im Boden beschäftigen und das per GPS vermessenen Bodenproben nachweisen sind nicht einmal vorgesehen aus diesem Topf Geld zu bekommen. Firmen die fossile Energieträger aus der Erde holen, dürfen weiterhin Geld damit verdienen, aber diejenigen die das entsprechende CO2 wieder in dem obersten Meter Boden abspeichern gehen aktuell meist leer aus.

    Wir brauchen Projekte vor Ort.
    25€ pro to CO2 aus fossilen Energieträgern sind ca. ein halber Cent pro gefahrenen Autokilometer. Bei 50 bis 60 € pro to fürs dauerhafte Abspeichern würden viele Betriebe damit als zusätzlichen Betriebszweig starten.

    • Reinhard Seevers sagt

      Wie soll denn eine CO2 Speicherung verifiziert werden, das wird kaum möglich sein.
      Und Humusaufbau benötigt Jahrzehnte.

    • Thomas Apfel sagt

      Mit dem “Humusaufbau” = Erhöhung der organischen Masse im Boden steigern wir den Nährstoffgehalt und die Möglichkeit/ das Risiko einer schlecht steuerbaren Freisetzung erheblich. Das meiste der eingebrachten organischen Massen wird innerhalb von 2 – 3 Jahren mineralisiert. Nachgewiesene Steigerungen von Dauerhumusformen liegen bei 300 – 400 kg/jahr und Hektar.
      Das wird definitiv eine ganz schwierige Bewertung und vor allem Bilanzierung über DüV..

      • Stadtmensch sagt

        Wir hatten doch letztens hier den Beitrag, wo in 20 Jahren ein 75cm A-Horizont durch Mob Grazing entstanden war. Für Grünland sicher eine sehr vielversprechende Technologie. Müssen sich nur mal genügend Leute auf den Weg machen und was probieren. “Agrarfakten” sind nicht der Stein der Weisen…

        • Reinhard Seevers sagt

          Tja, dann muss man erstmal den Wiederkäuer von seiner Schuld befreien und dann gucken, was ackerbaulich sinnvoll ist. Stadtmenschen können wenig bis gar nichts daran ändern, außer ihren fossilen Fußabdruck zu reduzieren. Aber das allein ist schon eine schier unmögliche Aufgabe.

        • Ostbauer sagt

          Moin Stadtie,
          Komm gerade aus dem Grünland, machen noch den Rest vom ersten Schnitt.
          Grünland ist nicht gleich Grünland.
          Wir bewirtschaften Niedermoor bis zu 10 m Moormächtigkeit; da muss ich keinen Humus aufbauen; da gehts darum den Humus zu speichern und Mineralisierung zu verhindern. Funktioniert hier aber nur, wenn der Wasserspiegel entsprechend hoch gehalten wird und eine entsprechend tragfähige Grasnarbe vorhanden ist.
          Und schon beißt sich die Katze in den Schwanz. Da Umbruch von Grünland verboten ist (Moorstandorte), war die gute fachliche Praxis: Altgrasnarbe mit Glypho abtöten und Neuansaat. Und nu? Wahrscheinlich wird das Grünland so extensiviert, bis jemand Schlauer feststellt, dass das für Niedermoorstandorte doch nicht das gelbe vom Ei ist. Aber mal regional auf Erfahrungen zu bauen; geht ja gar nicht.

        • Thomas Apfel sagt

          Das mit dem Mob Grazing ist an sich ersteinmal eine Behauptung. Ich würde dann schon gern Bodenkarte, Vergangenheit der Standorte nebst Tongehalt der Teilflächen wissen. Dazu gehört auch eine tatsächliche Chronologie der Entwicklung. Bei solchen krassen Gegenüberstellungen bin ich immer etwas skeptisch. Interessant ist der Ansatz allerdings schon, da er möglicherweise die Humusbildung durch hohe Wiederkäuerdichte auf Grasland vor unserer Existenz modelliert. Das schlichte Fehlen größerer Mengen an Lignin und Zellulose (Altgras/Stroh) lässt mich an der Vergleichbarkeit zweifeln.

  8. Obstbäuerin sagt

    Klima und Insekten eignen sich hervorragend für Geschäftsmodelle dieser Art. Keiner kann es wirklich nachvollziehen und muss seinen Predigern glauben. Tut er das nicht wird er ausgestoßen aus der Gemeinschaft der spendenden Gläubigen. Das Einkommensmodell der Kirche breitet sich immer mehr aus. Pro Kopf-Steuern für jeden und Spenden zusätzlich fürs gute Gewissen.

  9. Ehemaliger Landwirt sagt

    Also,
    ich mache ca. 30.000 KW PV Strom, von dem ich 25.000 verkaufe.

    Das müsste für eine Weltreise mit dem Kreuzfahrtschiff und täglich zu einem Schnitzel reichen. Rindfleisch lehne ich ab, weil es auf die Weiden zu viel geregnet hat.😉

    • Inga sagt

      Ist Regen auch toxisch oder sonstwie umweltschädlich!

      Ach wegen dem hohen Wasserverbrauch des Rindfleisches….

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Und was ist mit LIDL?

      LIDL habe ich vor der Haustüre, Aldi ist 6 Km weg und ich Besitze kein Lastenfahrrad.😀

      • Günter Reichard sagt

        @Ehemaliger
        Das ist natürlich schlecht, ich habe 2 Esel für solche Dinge in Reserve es macht dann mehr Eindruck bei den Städten als wenn ich mit dem Q5 kommen würde

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Esel gibt es genug bei ins, auch störrische, kann man für diesen Zweck nicht gebrauchen, da nur 2 Beine.

  10. Reinhard Seevers sagt

    Wir Deutschen sind einfach ein Volk von Moralisten und Besserwisser. Der soziökonomische Blackout ist die Folge. Arm gegen Reich, jung gegen alt, Stadt gegen Land. Jeder wird dem anderen sein Verhalten vorwerfen und gleichzeitig auf das eigene Wohl bestehen….geile Aussichten.

  11. Bauer Rolf sagt

    Wie läuft das mit der Klimakompensation? Ist es immer noch so dass die Gutschrift nebst den bezahlenden Sündern auch den Entwicklungsländern gutgeschrieben wird?

    • Reinhard Seevers sagt

      Ja, wie denn sonst. Unsere Sünden, inkl. der vergangenen, sollen ins Töpfchen und den Entwicklungsländern zu Gute kommen, das ist erklärtes Ziel.
      Gott sei Dank haben wir die letzten Sünden der Vorväter nun endlich bepreist, nun können wir mit dem erhobenen Finger in der Weltgemeinschaft das einfordern, was wir vorleben…wir werden die Welt schon retten, wir schaffen das.
      Dann sind deutsche Exportgüter wieder gefragt und unser Wohlstand ist safe!

  12. Franz Grötschl sagt

    Genial 💪👌 alter wie bescheuert muss man echt sein um diesen Text ernst gemeint oder auch nicht zu Posten! Das ist die totale Verarschung seinen Fußabdruck im Ausland korrigieren zu lassen😡! Natürlich sind klimaschonende Projekte förderlich, nur wie erwähnt es ist ein Geschäftsmodell, wo der der es macht davon am wenigsten hat😖
    Die Politik muss echt behämmert sein, wenn sie meint hier zulande päpstlicher zu sein als es der Papst wünscht und gleichzeitig alles zu zu pflastern😡 wo hingegen sooo extrem viele Bauruinen rumstehen. Natürlich lohnt es nicht aufgrund der “Naturschutz Auflagen” diese wieder im Betrieb zu nehmen, weil sich dies keiner leisten kann aber wiedet neues Land zu verbauen geht alle mal😡😬😡😖 also wie krank muss ein Staat sein, der genau diesen Handel für seinen Schwachsinn unterstützt. Korruption ist das und nichts anders, scheinheilig bis zum geht nimmer😇😡
    Ich verachte diese Politik, regional national ist für unser aller Leben besser. Dies soll nicht heißen das ein internationaler (globaler) Handel nicht erlaubt sein sollte, aber Zertifikate vom arsch der Welt für dinge die es hier auch gibt um trotzdem mit Subventionen alles aus Herren Länder einmal um die ganze welt zu schippern und wieder zurück, das ist einfach echt nur krank!
    Informationen und Medien sind okay, aber Werbung müsste per Gesetz verbieten, hier werden Konsumenten nur angelogen!

    Natürlich darf bzw ist es erwünscht diese meine Meinung zu teilen, euer Bauer aus der Nachbarschaft!

  13. Michael sagt

    Wenn die Biogasanlage mit Hähnchenmist betrieben wird und man dann z.B. Frosta-Tiefkühlkost mit thailändischen Geflügel kauft hat man ja quasi CO2 neutral gewirtschaftet und die Mittel, mit denen man sich das Zertifikat gekauft hat fließen über das günstige Fleisch auch wieder zurück nach D. Perfekte Sache. Aber warum funktioniert das nicht mit mit Ställen und Biogasanlagen in Deutschland?

    • Inga sagt

      1. Weil der normale Otto Normalverbraucher Angst hat, dass der Bauer zu mächtig und reich wird.
      2. Keine stinkende Bioabfallgrube vorm oder im Dorf will
      3. Weil die Anlage nicht in die Landschaft passt.

      4. Weil wir ja Demokratie haben und jeder das RECHT hat mitzureden, und das will man nutzen. Nur um des Mitredens Willen…

  14. Gregor Döring- Enck sagt

    Der Ablasshandel funktioniert, die Hexen (Andersdenkenden) werden psychisch Verbrand:
    Willkommen im Mittelalter.

    Klassen Beitrag und erschreckend wie billig der Ablass ist.

    • Inga sagt

      Nur weil wir über den Schrecken, dass die Einbahnstraße
      Der 60iger – immer weiter, immer höher, immer größer
      eine Illusion ist, noch nicht hinweg sind?

      Damals wurde vergessen, dass uns die gebratenen Taupen nicht inden Mund fliegen …

      Und wer mahnte war altmodisch, katholisch und zu konventionell

      Und wie sieht es heute aus?

      • Reinhard Seevers sagt

        Inga, die Warnungen vor dem ungezügelten Kapitalismus und seinen Auswüchsen sind schon mehr als 150 Jahre alt…..weder zwei Weltkriege noch der Klimawandel haben und werden daran etwas ändern, davon bin ich fest überzeugt.
        Das individuelle Individuum ist noch kein gemeinschaftlich handelndes und denkendes Wesen, so lange seine Existenz nicht unmittelbar betroffen ist. Bis dahin hilft der Ablasshandels, die Wartezeit zu überbrücken.

        • Paulus sagt

          R. Seevers, hättest du auch nur halbwegs sensible Antennen oder bessere Informationen wüsstest du, dass der ungezügelte Kapitalismus schon längst dem durchaus gezügelten ökologischen Kapitalismus gewichen ist.
          Letzterer geht sogar noch mit Gehirnwäsche einher; mancherorts bezeichnet man das auch als Umerziehungslager.
          Die UN sind zum Glück ein weitgehend zahnloser Tiger. Wenn ich mir anschaue welche Sekretariate z.B. im Langen Eugen in Bonn angesiedelt sind wird mir schlecht.
          Das ist Beschäftigungstherapie in höchster Vollendung.

          • Reinhard Seevers sagt

            “. Seevers, hättest du auch nur halbwegs sensible Antennen oder bessere Informationen wüsstest du, dass der ungezügelte Kapitalismus schon längst dem durchaus gezügelten ökologischen Kapitalismus gewichen ist.”

            Naja, wer von uns beiden Wahrnehmungsprobleme hat, ist ansich egal, der Kapitalismus geht unvermindert weiter, lediglich die gehandelten Waren und Güter haben ein wenig gewechselt. Wo eine Zügelung eingetreten sei soll, mag dein Geheimnis sein.

  15. Thomas Grupp sagt

    „Der Heller im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt“ – das hatten wir doch alle schon mal!🤔 Danach ging der Glaubenskrieg los…!

    • Thomas Apfel sagt

      Das mit dem Glaubenskrieg hat durchaus Parallelen zum “Hier und Heute”. Bis jetzt hauen wir und zum Glück nur medial die Birne ein.
      Das frühere “…. und willst du nicht mein “Bruder” sein, so schlag ich dir den Schädel ein” , ist ja durchaus in Vergangenheit und Gegenwart (bislang nicht bei uns) in die Tat umgesetzt worden.

  16. Paul sagt

    Ich dachte immer, dass die Bauern die aktiv Humus aufbauen, Klimapositiv sind: sie speisen mehr CO2 im Boden ein, als was sie verpuffen. Stimmt das nicht?

  17. Thomas Apfel sagt

    Das ist die Wiederkehr des Ablasshandels in seiner Reinform. “Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt” floss ja in den Auf- und Ausbau des Petersdomes in Rom. Da die genannte Summe von 27 $ ja offensichtlich nicht in einen “Aufbaufond” fließt, sondern wie eine Spende zu betrachten ist, können davon sicherlich auch viele kleinere und größere Dependancen der UNO und ihrer “Hilfseinrichtungen” gebaut und finanziert werden.

    • sonnenblume sagt

      Diesen Ablasshandel hab ich vor Jahren schon beim Reisen entdeckt. Eine Spende für bestimmte Projekte neutralisiert die Reise. Also alles kein Problem. Finde diese Angaben heute leider nicht wieder.

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