Jahr: 2022

20 Minuten für die Wissenschaft

Bitte an alle Schweine- und Rindviehhalter, das lange Wochenende zu nutzen, um Julia bei ihrer Doktorarbeit zu unterstützen. Hier ihre Mail an mich: Sehr geehrter Bauer Willi, mein Name ist Julia Sohm, ich bin seit 2020 Tierärztin und erstelle aktuell meine Doktorarbeit an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ich möchte die aktuellen Haltungsbedingungen, Bestandskrankheiten und das Verhalten bei Rindern & Schweinen, sowie zusätzlich die Mensch-Nutztier-Beziehung untersuchen. Dafür habe ich einen Fragebogen für Rinder -und Schweinehalter entwickelt. Um eine größtmögliche Anzahl der Rinder/Schweinehalter zu erreichen, wende ich mich an Sie und möchte Sie fragen, ob Sie mich bei meiner Doktorarbeit unterstützen und den/die Link/s zur Befragung auf Ihren Newsletter und über die von Ihnen genutzten Social Media Kanäle (Facebook, Twitter, Instagram etc) online stellen. Zur Umfrage kommen Sie über folgenden Link: Fragebogen Rinderbetrieb: https://survey.hrz.uni-giessen.de/index.php/741879?lang=de Fragebogen Schweinebetrieb: https://survey.hrz.uni-giessen.de/index.php/932296?lang=de Die Beantwortung des Fragebogens wird circa 20 Minuten beanspruchen. Die Fragen müssen aber nicht alle auf einmal beantwortet werden, es gibt die Möglichkeit die Beantwortung zu pausieren und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Vorab zu Info: Im letzten Abschnitt der Umfrage …

Was wirklich wichtig ist

Der Agrar- und Fischerei-Rat der EU hat in Brüssel getagt. Jedes Land hat die Möglichkeit, dort Themen einzubringen. Hier ein Auszug aus der aktuellen Pressemitteilung des BMEL: Auf Initiative von Bundesminister Özdemir wurde im Agrarrat zudem die Reduzierung der Torfnutzung im Gartenbereich beraten. Zum Torfabbau werden Moore trockengelegt, wodurch klimaschädliches CO2 freigesetzt wird. Özdemir: „Mit Torf zu gärtnern ist wie mit Kohle zu heizen – es passt nicht mehr in unsere Zeit und macht unsere Klimaschutzbemühungen zunichte. Wir brauchen auf EU-Ebene ein gemeinsames Vorgehen. PM-Agrar- und Fischereirat – 24.05 Wir haben die größte Nahrungsmittelkrise, die die Menschheit in den letzten Jahrzehnten gesehen hat. Und Herr Özdemir kümmert sich um den Torf…  

Ackerbau: auf Bio umstellen?

Auf der DLG-Wintertagung 2019 war ein Thema die Umstellung von Marktfruchtbaubetrieben von konventionell auf Bio. Der nachfolgende Artikel gibt einige sehr gute Hinweise, in welchem Fall eine solche Umstellung lohnt und wann nicht. https://www.dlg-wintertagung.de/blog/archiv-themen-2019/marktfruchtbau-oeko-verlangt-den-meister Unser Sohn hat vor einigen Jahren seine Masterarbeit an der Uni Hohenheim im Fach Agrarökonomie geschrieben. Das Thema war die ökonomische Bewertung einer Umstellung unseres Ackerbaubetriebes auf Bio. Das Ergebnis: finanziell bietet die Umstellung keine Vor- oder Nachteile. Der Gewinn bleibt in etwa gleich, der Anteil der Subventionen am Betriebsgewinn steigt von ca. 40% auf 104%. Dies war das Ergebnis vor einigen Jahren. Mit dem neuen Preisniveau von Mai 2022 dürfte eine Umstellung noch uninteressanter werden. Spannend ist auch die Frage, wie sich der Markt für Bio von der Nachfrageseite her entwickelt. Es gibt erste Tendenzen, dass die Nachfrage nach Bio sinkt, weil das Geld für teure Energie (Mobilität, Heizen…) ausgegeben wird. Das Titelbild zeigt den Blick in einen Bestand mit Bio-Weizen

Wolkenbrecher…

Ich habe ja immer wieder mal über die Trockenheit hier bei uns berichtet. In den letzten Tagen hat es knapp 20 mm geregnet und die erste Not ist gelindert. Ich weiß nicht mehr wer und wo, aber jemand hat mir dieses Produkt empfohlen: https://www.orpanit.de/orpanit-orgonit-cloudbuster-chembuster-xxxl-koenigsklasse-powerhaubitze-80-90kg Wenn ich das richtig sehe, handelt es sich um ein Stück Kupferrohr, dass in einem Sockel aus bunten Steinen steht. Erste Frage: wer kauft so was? Das Teil ist ja nicht ganz billig. Zweite Frage: Was kann das Teil? Welchen Nutzen hat es? Kann es tatsächlich Regen erzeugen? https://www.oz-orgonite.de/infos-mehr/unser-glossar/cloudbuster/ Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie einfallsreich die Menschen sind…Und das meine ich nun wirklich ernst.  

Carbon Farming – gute Idee oder böse Falle?

Das Thema „Carbon Farming“ geistert schon seit vielen Monaten durch die Medien. Es wird im nachfolgenden Beitrag sehr gut beschrieben. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen Meine persönliche Meinung: eher eine böse Falle als eine gute Idee. Denn wenn die Speicherung von Kohlenstoff finanziell honoriert wird, muss bei einer Freisetzung eine Rückzahlung erfolgen. Und damit ist doch nichts erreicht. Gerne lasse ich mich aber auch vom Gegenteil überzeugen. Davon abgesehen: Die Analysenergebnisse von zwei verschiedenen Bodenlaboren können enorm unterschiedlich ausfallen.  

Spotify: Vertical Farming -ein Podcast

Das ist jetzt etwas arg viel Englisch. Um was geht es? Ich habe auf Einladung der KWS mit dem Food-Blogger Hendrik Haase darüber gesprochen, ob die Landwirtschaft demnächst „in die Höhe geht“, also quasi Pflanzenanbau im Hochhaus. Klingt vielleicht etwas utopisch, aber es ist ein durchaus spannendes Gespräch geworden, dass man sich hier anhören kann: Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen

Goldsaft

Diese Meldung aus der schweizerischen Bauernzeitung mutet etwas skurril an: es geht um die Verwendung von menschlichem Urin zur Düngung. https://www.bauernzeitung.ch/artikel/pflanzen/menschlicher-urin-koennte-importierten-mineralduenger-ersetzen-402203? Die Sache hat einen durchaus ernsthaften Hintergrund. Für ein echtes Kreislaufsystem ist es eigentlich unabdingbar, dass auch die menschlichen Ausscheidungen wieder auf dem Acker als Düngemittel eingesetzt werden. Ich hatte dies schon einmal in einem Artikel thematisiert. Aber es gilt wohl als „unschicklich“ sich mit einem solchen Thema zu beschäftigen. Die Verschwendung der “Dunklen Materie”  

Weltbienen-Tag 2022 – Tagesgespräch Bayern 2

Anlässlich des heutigen Weltbienentag 2022 hat das BMEL eine vierseitige Pressemeldung herausgegeben. Unter anderem findet sich dort auch der oben zitierte Satz. Meine Bitte an das BMEL wäre, mir mitzuteilen, welches Insekt für die Bestäubung von Getreide zuständig ist. In meinem Studium habe ich gelernt, dass Getreide Selbstbestäuber sind. Kann aber sein, dass sich das inzwischen geändert hat. Und dann haben mir noch mehrere Winzer glaubwürdig versichert, dass auch der Wein (Weinrebe) ein Selbstbestäuber ist. (Da fragt man sich dann doch, ob es im BMEL niemanden mehr gibt, der sachliche Fehler in Pressemeldungen entdeckt und verhindert) PM Özdemir Weltbienentag Lesenswert ist die Pressemitteilung auch aus anderen Gründen. Ich will garnicht aufzählen, was dort an alten Sprechzetteln der NGO ausgepackt und vorgelesen wird. Die Lösung wie immer: „Pestizide“ reduzieren und Bio-Landbau ausdehnen. Also nicht Neues aus dem grünen BMEL. Übrigens: heute mittag werde ich von Bayern 2 in der Sendung „Tagesgespräch“ interviewt. Ich werde um 12:20 Uhr angerufen und interviewt. Thema: was tue ich (und andere Bauern) für die Förderung von Insekten. https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-2832174.html https://www.br.de/mediathek/podcast/tagesgespraech/484  

Weshalb ich mich aktuell freue…

Ich bin gefragt worden, was es denn mit der Umfrage auf sich hatte. Hier der Grund: Gestern ist er angekommen: Der Vertrag mit dem Westend-Verlag, der mein zweites Buch verlegen wird. Geschrieben habe ich es im Frühjahr 2021, als wegen Corona keine Vorträge möglich waren. Ich hatte nur nie Zeit, mich um einen Verlag zu kümmern. Um was es in dem Buch geht? Ganz einfach: lest einfach mal die über 1.800 Artikel in diesem Blog durch und dann wisst ihr genau, wohin die Reise geht. 🙂 Ich bin vom Verlag gefragt worden, wer denn eine mögliche Zielgruppe ist und ich habe – mehr scherzhaft – geantwortet: Der pensionierte Studienrat, der überall mitredet, aber nicht wirklich Ahnung hat. Tatsächlich gibt es zwei Zielgruppen: diejenigen, die sich ernsthaft damit auseinandersetzen, warum unsere Landwirtschaft so ist, wie sie ist und die Gründe dafür kennenlernen wollen diejenigen, die in und um die Landwirtschaft herum arbeiten und Argumente brauchen, um in gesellschaftlichen Diskussionen bestehen zu können Geholfen haben mir bei dem Buch die vielen Kommentatoren mit ihren mittlerweile über 117.000 …