Bauer Willi
Kommentare 18

Was wirklich wichtig ist

Der Agrar- und Fischerei-Rat der EU hat in Brüssel getagt. Jedes Land hat die Möglichkeit, dort Themen einzubringen.

Hier ein Auszug aus der aktuellen Pressemitteilung des BMEL:

Auf Initiative von Bundesminister Özdemir wurde im Agrarrat zudem die Reduzierung der Torfnutzung im Gartenbereich beraten. Zum Torfabbau werden Moore trockengelegt, wodurch klimaschädliches CO2 freigesetzt wird. Özdemir: „Mit Torf zu gärtnern ist wie mit Kohle zu heizen – es passt nicht mehr in unsere Zeit und macht unsere Klimaschutzbemühungen zunichte. Wir brauchen auf EU-Ebene ein gemeinsames Vorgehen.

PM-Agrar- und Fischereirat – 24.05

Wir haben die größte Nahrungsmittelkrise, die die Menschheit in den letzten Jahrzehnten gesehen hat. Und Herr Özdemir kümmert sich um den Torf…

 

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18 Kommentare

  1. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Nun ja, der Chefredakteur von top agrar , Herr Schulze Steinmann, hat am 29.11.2021 einen Artikel mit folgender Überschrift geschrieben:
    Neuer Landwirtschaftsminister: „Özdemir hat eine Chance verdient“
    Mit Cem Özdemir wird ein fachfremder Vegetarier Hausherr im Bundeslandwirtschaftsministerium. Kann das gut gehen? Warum eigentlich nicht? Ein Kommentar.
    Da kann man nur sagen, vertrau auf dich selbst!

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  2. Jürgen Donhauser sagt

    Nur noch peinlich der Cem. Gebt ihn endlich einen Job bei dem er sich auskennt und auf dem er wirklich Bock hat – Kindergärtner z.B.

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  3. Ostbauer sagt

    Er kann sich ja meinetwegen auch um Torf oder nicht Torf kümmern, hat ja irgendwie auch seine Berechtigung.
    Mit der Prioritätensetzung hat er es allerdings nicht so; kann der auch gar nicht!
    Für meinen Teil hab ich die Aussicht auf fundierte Landwirtschaftspolitk in dieser Regierung abgehakt. Hat die alte Regierung aber auch nicht gebacken bekommen. So bleibt es, wie es schon immer war; Familie und Betrieb haben absoluten Vorrang, hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.
    Das ganze Gerede von “Ernährer der Bevölkerung”, “Bauernehre” hab ich mir abgewöhnt.
    Das Einzige, was ich beeinflussen kann, ist die Qualität meiner Arbeit in den bestehenden Rahmenbedingungen; dafür sind allerdings andere zuständig.
    Ich befürchte der Aufschlag in der Realität, wird für den Großteil der Bevölkerung sehr hart sein.

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  4. Sabine sagt

    Ich weiß nicht, warum ihr ein Land und ein System retten wollt, was auf euch scheißt. Ehrlich nicht. Die, die nicht der Bank die Spekulationsverluste ausgleichen müssen, überlegt es Euch. Nächstes Jahr wäre ein Super-Jahr für einen Streik der Landwirte. Sät die Flächen mit Kleegras ein. Wenn ihr Milchvieh habt, jetzt wäre die Zeit Euren Kühen eine Mutter-Kind-Kur zu genehmigen…. wär wahrscheinlich sogar kosteneffizienter, wenn man sich den Preis für Milchtauscher anguckt. Überlegt, was ihr machen müsst, um so wenig wie möglich zu produzieren und immer noch den Betrieb weiterführen zu können.
    Der einzige Grund warum es bisher funktioniert hat, war dass es immer noch einen gab, der es billiger machte und weil es jemandem gab, dem die Bank noch mehr im Nacken saß. Wenn die Leute blühende Landschaften haben wollen, sollen sie die bekommen. Ich wette in den meisten Äckern ist noch genug Klatschmohn und Kornrade in der Samenbank, dass die das alleine hinkriegen. Treibt die Schweine raus… Es gibt nicht genug AmtsVets undPolizei und erst recht nicht genug Staatsanwälte, um Euch effektiv daran zu hindern. Wenn die Bullerbü wollen, macht ihnen Bullerbü.
    Wenn die Leute, die das so dringend wollen, sich dann wieder überlegen müssen, ob sie ihren Kindern was zu essen oder Schuhe kaufen, kann man sich wieder an einen Tisch setzen.
    Scheißt doch auf die Welt. Ja,es werden 50 Millionen Menschen wahrscheinlich dieses Jahr nicht genügend zu Essen haben, aber von denen hat bisher niemand auch nur eine Kondolenzkarte geschickt, wenn sich ein Landwirt im Stall aufgehängt hat, weil er nicht mehr weiter wusste. Von denen, die jetzt über die gestiegenen Preise bei Lebensmitteln jammert, war keiner da, als ihr das letzte Mal Hilfe bei ner Reparaturrechnung hättet gebrauchen können, oder?
    Rette sich wer kann.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Von denen, die jetzt über die gestiegenen Preise bei Lebensmitteln jammert, war keiner da, als ihr das letzte Mal Hilfe bei ner Reparaturrechnung hättet gebrauchen können, oder?”

      Man kann leider nicht den Einen für das Jammern des Anderen verantwortlich machen.
      Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Bevölkerung normal tickt, aber aufgrund medialer und politischer Indoktrination so verunsichert ist, dass sie nicht weiß, wem sie welche Verantwortung zusprechen kann/darf/muss…..da schließt man sich eben einfacherweise dem Mainstream an. Dann steht man wenigstens nicht als derjenige dar, der das Gegenteil auch noch begründen müsste, was aufgrund der Komplexität eigentlich unmöglich ist.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Wenn wir uns allesamt ignorant arrogant, erheblich egoman verhalten wollten, wie unser Bundesagrarminister z.B. uns das gegenwärtig vor Augen führt, wer soll künftig noch Sorge für ein weitgehend friedvolles Für- und Miteinander tragen, verhindern, dass wir nicht im kompletten Chaos stranden, wo der Hunger uns alle auffrisst!?

        Nun, Sabine, Gedanken wie vorstehende übermannen uns bisweilen alle mal, wenn ein eitler “Gockel” mit den Warnwestchen für seine Hennen frohgemuts lustwandelt u. jetzt selbst seinen bunten Blümchen nicht einmal mehr den Torf im engen Blumentopf gönnen mag. – Das nenne ich einmal Abarbeiten einer bislang vernachlässigten Prioritätenliste. Krieg, was bedeutet uns schon Krieg…. Die NATUR MÜSSEN WIR VOR DEN MENSCHEN SCHÜTZEN, selbst wenn wir damit kurzfristig nicht wenige Erdenbürger einfach abschaffen…

        Kurz abschütteln! – Wenn aber erst einmal ein solcher berechtigter Anfall von einengender Wut im Bauch abgeebbt ist, lasse ich das grundehrlich herzliche Lachen meiner Kinder und Enkelkinder geistig vor Augen auf mich wirken und schon ist meine soziale Pflicht weit weniger belastend, weil ich felsenfest
        ,aus tiefstem Herzen fühle, wofür es sich zu kämpfen lohnt, jeden Tag aufs Neue!!!

        Alle Özdemirs und andere Menschenfeinde dieser Welt gehen mir dann aber sowas von am Allerwertesten vorbei…!!!

        Ich denke, jeder Einzelne, der sich selbst weitgehendst immer wieder zu motivieren weiss, macht damit unsere aktuell erheblich aus den Fugen geratene Welt ein Stück weit wieder besser, und genau das tut wahrlich heute mehr denn je dringend Not!!!

        Liebe Sabine, sei du die Veränderung, die du selbst von anderen erwartest. Ein Bauer mit Leidenschaft und Passion für die Natur, hat nach jahrzehntelangem Ackern ein grandioses Problem, beste Böden mit Kleegras einzusäen, wenn die Welt in grauenvollem Hunger nach Hilfe schreit. Die Özdemirs & Co. treten damit für mich in den Hintergrund, sind zwar eine überaus lästige Begleiterscheinung – mehr aber auch nicht.. Ganz unterschiedliche Gesichter innerhalb von Legislaturperioden, die zumeist schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, der Hunger der Welt aber, er bleibt uns Bauern für immer.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Antwort für Sabine, RS war natürlich wieder mal schneller…;-)

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    • Smarti sagt

      Sabine, noch vor einem Jahr habe ich genauso gedacht. Manchmal werde ich auch immer noch kurz wütend, wenn ich die neuesten Nachrichten und Behauptungen ( meist Lügen ) in der Presse lese.
      Doch dann denke ich mir: was können die Kinder dafür, was können Einwohner in ärmeren Ländern dafür, dass sie teils Jahr für Jahr mit Naturkatastrophen und/oder Krieg (über)leben müssen ?
      Für all diese Menschen lohnt es sich zu kämpfen, lohnt es sich zu arbeiten. Auch wenn das oft länger und strenger ist als in einem anderen Beruf.
      Wir warten jetzt seit Monaten auf unsere bestellten Drainagerohre und auf den Ersatzgenerator ( der alte ist nicht mehr zu reparieren ).
      Längst habe ich aufgehört, die Menschen der Nachbarschaft etc. zu informieren… es nützt nichts… was bleibt ist schwarzer Galgenhumor. Auch finde ich es Unfassbar / Wahnsinn wie Ämter, Medien und gewisse Schützer trotz so vieler Anzeichen für Hunger noch immer fleissig die Landwirte drangsalieren und sich so am Hunger von Millionen Menschen mitschuldig machen.

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  5. Thomas Bröcker sagt

    Mal was ganz Abweichendes:
    Ich empfehle zur Beruhigung und zum Runterkommen ein bisschen Hasch und ganz viel Musik vom Bosnier Goran Bregowicz. Seine Musik ist die beste Synthese von Orient und Occident, die man sich vorstellen kann. Einfach nur mal zuhören und runterkommen, entspannt ungemein !

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  6. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Bei EDEKA hier verkauft der hiesige Erdbeerbauer auf seinem Stand 400g für 4,45€.
    Die aus Spanien daneben kosten 500g nur 2,45€.
    Unser Erdbeerbauer schimpft.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der illegale Erntehelfer in Spanien, bekommt – wenn er Glück hat – 1 bis 2 Euronen in de Stunde, da spart man bei den 1.000 Arbeitsstunden je Hektar ein keines Sümmchen.

      Mehr Obst und Gemüse soll in Deutschland angebaut werden, statt Futter für deine Schweine, denke mal daran, wie du das finanziell hinbekommst.

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        • Smarti sagt

          Gefühlt immer häufiger werde ich “gedrängt”, viel mehr Gemüse zum Verkauf anzubauen- bei den Ladenpreisen müsse das doch jetzt super rentieren… meine Gegenfrage “warum machst Du es nicht selber, wenn es so gut ist ?” finden sie dann sehr irritierend.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Passiert gerade. Nicht weil sie danach schreien, sondern weil es wirtschaftlich einfach nicht mehr möglich ist, in diesem Land Lebensmittel zu produzieren, die Leute kaufen die günstigere Auslandsware. Der WDR ist eben aufmerksam geworden, weil ein Bauer sein Früchte tragendes Erdbeerfeld gemulcht, ein anderer seinen Spargelacker aus der Produktion genommen hat, weil die Erlöse nicht zu den Kosten passen,mit dem Hinweis des Landwirtes, dass es nächstes Jahr mit Mindestlohn von 12,00 EUR noch teurer wird. . Kommt jetzt Mais drauf, um überhaupt noch die Chance eines Verdienstes zu haben. Umgepflügte Erdbeerfelder sind offensichtlich und regen vllt mal zum Nachdenken an. Was, wenn diese Länder jetzt auch statt Obst und Gemüse Getreide anbauen, weil es lukrativer ist? Und nicht mehr liefern? Aber die Deutschen möchten ja auch alle unbedingt Schweinefutter auf ihren Tellern, wie man jeden Tag der Presse entnehmen kann.
      Apropos Schwein: dass die Schlachthäuser gerade vor Sauen und Zuchtebern, die eigentlich der Samengewinnung dienen sollen, überlaufen, geschieht quasi unbemerkt. Keine Schweine, keine Gülle, kein Gas, kein Dünger. Nächstes Jahr werden wir sehr hart in der Realität aufschlagen. Die Politik hat die Lage dann mal wieder versehentlich unterschätzt. Und Cem? Ist dann bestimmt schon Ministerpräsident BW, weil er seiner Linie so toll treu bleibt. Das mögen die Stuttgarter Stadtkinder.
      Und Putin reibt sich die Hände, wie sich Deutschland selbst destabilisiert.

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  7. Reinhard Seevers sagt

    Man kann nur beten, dass die EU nie Einfluss in Afrika haben wird, dann würde Cem den Massai auch das Verbrennen von Kuhfladen verbieten.
    💩

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