Monate: August 2018

EuGH verurteilt Gregor Mendel posthum zum Tode

Ja, dieser Satz ist absurd. Er ist gelogen, Fake News, Schwachsinn. Auch das Bild ist furchtbar, nicht angemessen. Das weiß ich alles und könnt ihr euch also in den Kommentaren schon mal sparen. Gregor Mendel ist schon tot, aber wahrscheinlich rotiert er angesichts der aktuellen Entscheidung des EuGH gerade in seinem Grab. Bei den Versuchen, die er zur späteren Vererbungslehre durchführte, führte er eine künstliche Befruchtung durch, die so Hybriden entstehen ließ. Spätestens die Worte „künstlich“ und „Hybriden“ lassen heute jedem Artenschützer die Nackenhaare hochstehen. Hätte er damals einen Forschungsantrag gestellt, hätte er wohl unter dem medialen Aufschrei von NGO´s und Medien nach kurzer Zeit entnervt aufgegeben. Was schreibt Wikipedia über die Versuche von Gregor Mendel? „Dem (der Versuchsanlage) lag die neue Hypothese zugrunde, dass ein Organismus als ein Mosaik von Merkmalen aufzufassen sei, die sich unabhängig voneinander vererben und neu kombinieren.“ Das ist die Grundlage jeder Züchtung, die seit Gregor Mendel immer bestrebt war, Pflanzen und Tiere zu schaffen, die den Bedürfnissen des Menschen besser entsprachen als ihre Vorgänger. Manche Pflanzen oder Tiere würde es ohne Züchtung …

Das Ozon und die Bauern

Habt ihr in diesem Jahrhundertsommer mit monatelangem Sonnenschein und extremen Temperaturen eigentlich viel vom Ozon gehört? Ich nicht. Gut, im Wetterbericht war schon mal von erhöhten Ozonkonzentrationen die Rede, aber das war es dann auch. In den Medien: absolute Funkstille. Es hat auch kein Journalist recherchiert, keine Meldung dazu. Nichts, nada, nullo. Wie kann das? Ich habe mich mal auf die Suche gemacht. Da finde ich erst einmal etwas sehr Erstaunliches: In Innenstädten sind die Ozonwerte deutlich niedriger als auf dem Land.  Der Grund: in Innenstädten fahren viele Autos! https://www.umweltbundesamt.de/themen/viel-sonne-viel-ozon Ozon wird nämlich durch das Stickstoffmonoxid (NO) aus den Abgasen abgebaut. Na, wenn das keine Meldung ist. Also besser doch keine Fahrverbote in Innenstädten oder wie? Und dann finde ich einen sehr interessanten Artikel, auch beim Umweltbundesamt, in dem die Ozonüberschreitungen 2018 im Vergleich zu den Vorjahren dargestellt sind. (April-Juli) https://www.umweltbundesamt.de/themen/ozon-im-sommer-2018-hohe-werte-aber-wenig-extreme Das Ergebnis: es gibt zwar viele Tage mit erhöhten Ozonwerte, aber nur ganz wenige Extreme. Das sieht man auf den ersten Blick in der Grafik, wo 2015 über 1.600 Stunden mit Werten über 180 gemessen …

Keine Milliarde…

…will das Finanzministerium wegen der Dürre zahlen, sondern sich vielmehr an der Größenordnung von 2003 orientieren. Damals waren 72 Millionen € gemeinsam von Bund und Ländern zur Auszahlung gekommen. Dies meldet heute (17.8.2018) Zeit Online: https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-08/duerre-landwirte-entschaedigung-bundesfinanzminsterium-zurueckgewiesen Am Mittwoch sollen dem BMEL die konkreten Zahlen zur Getreide- und Rapsernte vorliegen. Lesen Sie auch die Kommentare am Ende des Artikels…Ich habe nach den ersten 10 Kommentaren damit aufgehört… Bauer Willi 0

Die Dürre ist noch nicht vorbei…

Ganze 14 mm hat es am Montag geregnet. Gott sei Dank, denn es ist der erste nennenswerte Niederschlag nach zwei Monaten Trockenheit und Hitze. Am Freitag sollen 1 bis 2 mm dazu kommen. Danach, bis Ende August,  soll es laut Wettervorhersage keinen Regen mehr geben. Mit diesen Aussichten muss ich jetzt ein paar ganz praktische Fragen für mich beantworten: Macht es Sinn, jetzt Zwischenfrüchte zu säen? Wir sind gerade dabei, etwa 15 cm tief zu grubbern und holen dabei den trockenen Boden nach oben. (siehe Bild) Für das Auflaufen des Ausfallgetreides, das bisher nicht keimen konnte, müssen wir die wenige Feuchtigkeit nutzen. Mag sein, dass die Feuchtigkeit noch ausreicht, dass die Saat der Zwischenfrucht keimt, aber das ist nicht sicher. Wenn sie nicht keimt, habe ich das Saatgut in der nächsten Kultur als unerwünschtes Unkraut stehen. Und wenn sie keimt, kann sie dann vertrocknen. Also: säen oder nicht säen? Soll ich jetzt Gärsubstrat ausbringen, wo ich doch noch nicht richtig entscheiden kann, ob die Zwischenfrüchte gesät werden? O.k., das Greening darf noch bis Ende September bestellt werden, aber pflanzenbaulich macht …

Sommer 2018: sicher krebserregend

Selten hat so viel und so lange die Sonne geschienen wie im Sommer 2018. Und er ist noch nicht zu Ende. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5578/umfrage/durchschnittliche-monatliche-sonnenscheindauer-in-deutschland/ Die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen freut es. Der Ertrag ist riesig, einige hatten schon Ende Juli die Strommenge eines Durchschnittsjahres erreicht. Das bringt satte Gewinne. Und noch ist das Jahr nicht vorbei. Doch eines wird bei all dieser Freude leicht vergessen: Das IARC stuft „Solar Radiation“ (=Sonnenschein) als „Sicher krebserregend“ ein. Stufe 1, also absolut sicher, ohne jeden Zweifel. https://monographs.iarc.fr/wp-content/uploads/2018/06/mono100D-6.pdf Allerdings bewertet das IARC nur die potentielle Gefahr, also nicht das Risiko. Wenn man nicht in die Sonne geht, ist das Risiko Null. Vergleichbar ist das mit den Schwimmen: da kann vom Hai angegriffen werden. Er ist eine Gefahr, aber wenn man in der Nordsee badet, ist das Risiko Null. Oder habt ihr jemals von einem tödlichen Haiangriff in der Nordsee gehört? Also liebe Urlauber: Sonnenschein ist eine Gefahr. Das weiß das IARC sicher. Stufe 1, also kein Zweifel. Übrigens weiß das auch jeder Hautarzt und wir wissen es auch. Es muss aber kein Risiko …

2 Cent für die Bienen

Es gibt sie doch: die nationale Hilfsaktion. Aber anders als in Australien nicht für die Farmer, sondern – wie sollte es anders – sein, in Deutschland für den NABU und die Bienen. https://regional.rewe.de/insektenschutzfond?gclid=CjwKCAjw-8nbBRBnEiwAqWt1zUL02sOfBV_aNkM4jN5IOgZKHhoCK_eupQicamH6r2bcSihJvboQ5BoCP70QAvD_BwE&ecid=sea_google_vs_brands_[dm]-regionale-bienen-[nt|br]_{b}-+rewe-+nabu_text-ad_1474279084_60919112121&s_kwcid=AL!903!3!282231784733!b!!g!!%2Brewe%20%2Bnabu&ef_id=W2mFTQAAAF_Xcwu9:20180815061040:s Dort steht zu lesen, dass Rewe für jedes Produkt von Obst und Gemüse zwei Cent an den NABU abführt. Was ist eigentlich, wenn man das nicht will? Gibt es dann an der Scannerkasse einen Rabatt von 2 Cent? Ihr könnt ja mal fragen… Euer Bauer Willi 0

Fünf Dollar für den Farmer

In Australien war vor kurzem „Farmers Day“. Kinder konnten, als Farmer verkleidet, zur Schule gehen. In diesem Jahr hatte ein 10jähriger Junge eine besondere Idee. https://www.news.com.au/lifestyle/parenting/school-life/sydney-schoolboy-hits-20000-target-to-help-farmers-in-48-hours/news-story/bafcdc3f9cfea1419e4192e3430961da Kurz zusammengefasst: er hat zu einer Spendenaktion „A Fiver For a Farmer“ (Fünf Dollar für den Farmer) für die von der Dürre betroffenen Farmer in seiner Region aufgerufen. Denn auch in Australien herrscht eine Jahrhundert-Dürre. Schnell wurde diese lokale Aktion zu einer nationalen Bewegung, die nun in ganz Australien durchgeführt wird. Sogar eine eigene Website gibt es mittlerweile. https://afiverforafarmer.com.au/ Sicherlich wird diese Aktion kaum die erforderlichen Summen zusammenbringen. Doch das ist auch nicht wichtig. Bemerkenswert ist die Solidarität, die die australische Bevölkerung ihren Bauern entgegenbringt. Und nicht nur das: am Farmers Day wurde in allen australischen Schulen das Thema Landwirtschaft ausführlich thematisiert: Wie arbeiten die Farmer, was sind ihre Sorgen, woher kommt unser aller Essen. Es geht bei dieser Aktion also weniger um Geld, sondern um mehr Verständnis. Auch in Deutschland ist eine große Dürre. Man stelle sich nur mal vor, jemand würde eine solche Aktion hier starten. Oder einen „Tag des Bauern“ einführen. Nein, das ist unvorstellbar. …

Regen, Frontal 21 und ein ideologisches Süppchen

Was für ein Tag! Am 13.8. hatte sich ein Team von Frontal 21 (ZDF) angesagt. Kaum waren sie da, fing es an zu regnen, nein, wie aus Kübeln zu gießen. Satte 14 mm kamen in kurzer Zeit runter. Es war der erste nennenswerte Niederschlag seit dem 9. Juni. Zwei Monate mit Trockenheit und brütender Hitze sind jetzt erst einmal zu Ende gegangen. Zwar reicht diese Schauer bei weitem nicht aus, aber für alle Kulturen (und auch den Rasen im Hof) war sie schon mal sehr hilfreich. Ich bin sehr dankbar.   Frontal 21 – was waren die Themen? Aufmerksam geworden war man wohl durch einen Bericht auf Tagesschau.de in dem ich zitiert wurde. Man wollte von mir wissen, wie sich die Dürre in unserem Betrieb auswirkt, (wir haben geringere Erträge aber jetzt steigende Preise für Gerste, Weizen und Raps) , was ich von der Dürre-Hilfe halte (finde ich richtig, für die Betriebe, die unverschuldet in Not gekommen sind, allen voran die Milchviehbetriebe, die in den letzten Jahren keine Rücklagen bilden konnten) wie ich zum Bauernverband …

Nicht nur ein neues Bild…

Wir haben unsere Homepage und den Facebook-Auftritt mit einem neuen Bild versehen. Und nicht nur das. Wir haben auch unsere Zielsetzung neu formuliert. Wer wissen will warum, sollte dieses Interview lesen. https://agrarblogger.de/2018/08/10/bauer-willi-bruecken-bauen-horizonte-erweitern-mut-machen/ Willi und Alois 0

Einmalig? – Ich befürchte: nein…(Video)

Erstmalig in meinem Leben haben meine Nachbarn begonnen, bestimmte Kulturen zu beregnen. Ich mache mir jetzt ernsthaft Sorgen um die Zukunft. Die äußere ich im Video. (Ich weiß, der Ton ist furchtbar, aber ich hatte mein externes Mikro nicht dabei, weil ich vorher in den Rüben war. Mit dem Fahrrad. Bin halt manchmal etwas zu spontan…) 0