Alle Artikel in: Bauer Willi

Frauenquote – Quotenfrauen

Heute, 8. März, ist Weltfrauentag. EIN Grund, sich der Rolle der Frauen in der Landwirtschaft bewusst zu werden. Und das eigentlich jeden Tag… Ja, es gibt sie. Betriebsleiterinnen. Ich kenne einige. Die, die ich kenne, sind sehr selbstbewusste Frauen, die sehr erfolgreich ihren Betrieb leiten. Und ich bewundere jede von ihnen, weil sie ihre Frau stehen in einem Beruf, der historisch gesehen, von Männern dominiert wurde. Das hat sich gewandelt, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Jedenfalls habe ich bisher wenig Berichte oder Artikel gelesen, in denen Frauen in der Landwirtschaft vorgestellt wurden. Und wenn, dann eher mit dem Unterton „Exotisches“. Die Betriebsleiterinnen, die ich kenne, engagieren sich in Gemeinderäten, sind Mitglieder von Aufsichtsräten von Genossenschaften oder in sozialen Gemeinschaften bis hin zu Kirchenvorständen. Und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bekommen sie auch hin. Fragen Sie mich nicht, wie. Ob die auch Trecker fahren? Ja klar, die ziehen sich dann auch den Overall an, haben vom Maschinen-Fett verschmierte Finger (oder zumindest Handschuhe). Die können auch mal einen Reifen wechseln, wobei sie männliche Unterstützung gerne annehmen. Wenn …

Nachhaltig: Die Kaffeemühle

In jedem dritten Haushalt in Deutschland werden Kaffee-Pads verwendet. Ist ja auch praktisch. Und macht viel Müll. Besonders aus Aluminium. Und das ist nicht leicht herzustellen sondern verbraucht viel elektrische Energie. Und die Kapselmaschine wurde wahrscheinlich in Asien gefertigt, mit viel Kunststoff und wertvollen Metallen. Dabei täte es doch auch ein Porzellan-Filter mit recyceltem Papier. Wenn man ein wenig aufpasst, hält das Porzellan tausende von Jahren. Wie die Chinesen uns das schon bewiesen haben. Vielleicht denkt ihr mal drüber nach, wenn ihr wieder mal über nachhaltige Landwirtschaft diskutiert. Euer Bauer Willi

Landwirtschaft – der Kampf des Menschen gegen die Natur

„Jetzt ist er wohl ganz übergeschnappt“ werden Sie jetzt wohl sagen, wenn Sie diesen Satz lesen. Will er sich denn jetzt alle zu Feinden machen?  Der Satz ist nicht von mir, sondern war der erste Satz, den mein Professor im Pflanzenbaustudium im 1. Semester in der ersten Vorlesung sagte. Damals, als junger Student, habe ich genau so reagiert wie Sie. Jetzt aber bitte erst weiterlesen und dann erst die Kommentare posten. Danke.

Treckernudeln machen glücklich

Essbare Trecker! Ich war ja vorgestern zu einem Vortrag beim BVNON in der Nähe von Lüchow. Da gab es wieder einen „Fresskorb“. Besonders originell fand ich die Trecker-Nudeln. Die sollen Glückshormone ausschütten! Fendt- oder John-Deere-Fahrer können sich ja die grünen raussuchen.

Hundert Jahre

1917 – 2017  = Hundert Jahre Hundert Jahre sind eine lange Zeit. 1917 war der erste Weltkrieg und viele junge Menschen, darunter auch Landwirte waren Soldaten und weit weg von ihren Höfen. Viele kehrten nicht mehr zurück. Seit 72 Jahren haben wir nun Frieden und viele kennen den Krieg nur von Erzählungen. Ich auch und eigentlich will ich die nicht hören. Es ist doch so lange her. Vor hundert Jahren war in Deutschland eine große Hungersnot. Der sogenannte „Steckrübenwinter“ von 1917 hat da einen besonderen Platz, weil neben anderen Früchten auch Kartoffel knapp und durch Steckrüben ersetzt wurden, die es in allen möglichen Zubereitungsformen zu essen gab. Bis dahin kannte man Steckrüben eigentlich eher als Viehfutter. [huge_it_gallery id=“51″] Dass wir in Europa schon seit über einem halben Jahrhundert keinen Hunger mehr kennen, ist eine nie dagewesene Erfolgsgeschichte. Die Menschen vieler Generation haben klug gehandelt, weil man nie wieder Hunger in Europa haben wollte. Die Staaten investierten in Forschung und Bildung im Agrarbereich. Agrarökonomen lehrten den Bauern die neuesten Erkenntnisse, welche Maßnahmen man anwendet um die Erträge …

Katerstimmung – oder: Das Ende der Spaß-Republik

Lebensmittelampeln, Feinstaubbelastungen, vegetarisches Essen, Biolandbau und Rauchverbote, Gendertoiletten und die Bekämpfung der Gentechnik waren und sind immer noch die Themen, die die Partei der Grünen besetzen. Doch damit haben sie ein Problem: Diese Themen sind derzeit nicht wirklich gefragt und auch der Gedanke eines Fahrverbotes für alte Dieselfahrzeuge wird sie in der Wählergunst nicht wirklich nach vorne bringen. Somit kommt der Autor des nachfolgenden Beitrages zu dem Schluss: „Einmal noch muss das Lifestyleprogramm aus gesunder Ernährung, erneuerbaren Energien und Verbraucherschutz funktionieren.“ Ob das aber klappt? http://www.svz.de/deutschland-welt/politik/die-schwaeche-der-starken-id16188996.html

Gentechnik und Bio-Landbau – warum nicht?

Wieder eine positive Meldung! Es bewegt sich was! Ein Interview mit dem Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), Urs Niggli, über die Frage, ob das Züchtungsverfahren CRISPR/CAS nun Gentechnik ist oder nicht. Herr Niggli ist damit bekannt geworden, dass er dieser neuen Technik positiv gegenüber steht und sich diese – unter bestimmten Bedingungen – auch im Bio-Landbau vorstellen kann. Was das besondere daran ist: Das Interview ist am 24. Februar 2017 im Greenpeace-Magazin erschienen. Die Fragestellungen von Greenpeace sind fair und ausgewogen, die Antworten von Herrn Niggli sehr pragmatisch. Aber lest selbst: https://www.greenpeace-magazin.de/nachrichtenarchiv/oeko-forscher-ich-bin-gegen-eine-generelle-verteufelung-der-neuen-Gentechnik Das Greenpeace in letzter Zeit mehr Offenheit gegenüber der Landwirtschaft zeigt, kann man auch in einem Beitrag aus top agrar erkennen, in dem sich Martin Hofstetter, Greenpeace Deutschland, äußert: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Hofstetter-Die-Landwirte-brauchen-neue-Wege-7765735.html Jetzt liegt es auch an den Landwirten und deren Interessenvertretung, den Weg des Dialoges weiterzugehen meint Euer Bauer Willi

Fleisch-Verbot!

Wussten Sie, das Karneval und Fleischverzicht eng miteinander zusammenhängen. Das Wort „Carneval“ leitet sich aus dem Lateinischen „Carne levare“ = „Fleisch wegnehmen“  oder nach anderer Deutung auch von „Carne Vale“ = „Fleisch, lebe wohl“ ab. So war der Aschermittwoch als erster Tag der Fastenzeit stets ein fleischfreier Tag. Auch die Begriffe „Fastnacht“, „Fasnet“ oder „Fastelovend“ (rheinisch) bezeichnen den Tag vor Beginn der Fastenzeit, ab der 40 Tage gefastet werden soll. Im französischen Sprachraum heißt dieser Tag „Mardi gras“, also „Fetter Dienstag„, weil hier noch einmal geschlemmt werden durfte. Unabhängig vom Karneval galt der Freitag viele Jahrhunderte in der katholischen Welt als fleischfreier Tag, an dem aber Fisch durchaus verzehrt werden durfte. Es bedarf also keiner politischen Partei, den „Veggie-Day“ neu zu erfinden. Seit Jahrhunderten war es jedem Menschen selbst überlassen, ob er sich an diese uralten Regelungen und Bräuche hielt. Euer Bauer Willi

Der DBV-Präsident und die Medien

Anlässlich einer Veranstaltung des WLV hat Präsident Rukwied die Frage, warum er so selten im Fernsehen zu sehen wäre, im nachfolgenden Video beantwortet. Eure Kommentare bitte… Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Schluss mit der bäuerlichen Landwirtschaft!!

In der Süddeutschen Zeitung vom 22. Februar hat Herr Kirchinger (selbständiger Landwirt und akademischer Rat an der Uni Regensburg) einen Artikel verfasst, der mit dem Satz beginnt „Es gibt zu viele Landwirte in Bayern“. Und auch die Anmerkung, dass „eine nachhaltige Agrarpolitik muss das Leitbild der bäuerlichen Landwirtschaft aufgeben“ wird sicherlich bei vielen Widerspruch auslösen. http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-die-maer-vom-bauern-1.3390332 Im folgenden habe ich mal ein paar besonders „kernige“ Sätze herausgeschrieben: Je mehr Landwirte ums Überleben kämpfen, umso intensiver wird Landwirtschaft betrieben Die Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft löst keine ökologische Probleme sondern verschärft sie. Die Identität zwischen Arbeit, Familie und Eigentum ist aufgebrochen. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden größer, verlieren ihren bäuerlichen Charakter – und sie werden extensiver. …Der Zuchtfortschritt wird …nicht mehr in die Praxis umgesetzt. Eine nachhaltige Agrarpolitik muss … das Leitbild der bäuerlichen Landwirtschaft aufgeben. Sie muss alle Maßnahmen unterlassen, die den Strukturwandel bremsen. Diese Maßnahmen sind teuer, schaden den Landwirten und bringen keinen ökologischen Erfolg. Größere Strukturen sind…auch aus sozialen Gründen geboten. Die Subventionen, die ursprünglich die Existenz der Bauernfamilien sichern sollten, werden mittlerweile verwendet, um die Pacht …