Alle Artikel in: Bauer Willi

Agrarlobby

Heute braucht ihr mal keine Kommentare schreiben sondern nur euer Kreuzchen machen. Nein, ist noch keine Bundestagswahl. In der Öffentlichkeit und den Medien wird immer wieder von der Agrarlobby gesprochen. Wir möchten nun von Euch wissen, wen ihr alles zu dieser Agrarlobby zählt. Mehrfachantworten sind möglich, aber bitte nur einmal abstimmen, auch wenn ihr mehrere Accounts habt. Und ihr könnt unten auch noch eigene Vorschläge machen. Also alles ganz basisdemokratisch… 🙂 Die Reihenfolge ist übrigens alphabetisch. Wir wollen ja niemanden beeinflussen.   [yop_poll id=“4″]

Leichen pflastern ihren Weg…

Für alle, die auch nach ihrem Tod noch was Gutes tun wollen, hier eine Anzeige, die ich im Zug auf dem dort ausliegenden Fahrplan des Intercity gefunden habe. Dabei dachte ich immer, die Bahn wäre ein sicheres Verkehrsmittel… Und ob es hilft, um in den Himmel zu kommen? Es hat noch niemand berichtet… fragt sich Euer Bauer Willi P.S.: Und falls ihr wirklich nicht wisst, wo ihr euer Vermögen für einen guten Zweck anlegen könnt: unsere Adresse und Kontonummer steht im Impressum 🙂 🙂

Schädliche Subventionen…

Das Umweltbundesamt hat eine Studie gemacht, welche umweltschädlichen Subventionen in Deutschland aus deutschen Steuergelder direkt gezahlt werden. (ohne EU) Auweia, dachte ich, da wird wohl die Landwirtschaft wieder schön eins drüberbekommen. Doch dann war ich verwundert. wer da alles „versorgt“ wird und wie wenig doch eigentlich die Bauern „abbekommen“. Im Bereich Energie  (21,6 Mrd) entfallen rund 6 Mrd. auf die Kostenfreie Zuteilung der CO2-Emissionsberechtigungen, 3,5 Mrd. auf die Privilegierung von Sondervertragskunden bei der Konzessionsabgabe für Strom und 2 Mrd. auf den Spitzenausgleich bei der Ökosteuer für das produzierende Gewerbe. Im Bereich Verkehr (24,1 Mrd.) werden je 7 Mrd. für die Energiesteuervergünstigung für Dieselkraftstoff  (gilt für alle Dieselfahrzeuge!), 5 Mrd. für die Entfernungspauschale, rund 7 Mrd. für die Energiesteuerbefreiung des Kerosin veranschlagt. Die Mehrwertsteuerbefreiung für Internationale Flüge beläuft sich auf rund 3,5 Mrd. Im Bau- und Wohnungswesen (5,9 Mrd.) ist der größte Posten die Eigenheimzulage mit rund 4,8 Mrd. Bausparförderung und Sozialer Wohnungsbau machen jeweils ca. 0,5 Mrd. aus. Der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei schlägt mit 0,53 Mrd. zu Buche. Davon sind 0,4 Mrd. die …

Regional

War am Samstag im Supermarkt, um mich über die aktuellen Preise zu informieren. Interessant, dass unter dem Label „Aus der Region“ Kopfsalat aus Belgien zu finden ist. Der Preis für Erdbeeren gilt übrigens für 400 g. Es waren noch 6 Schälchen da. Und die Zucchini sind auch nicht gerade „Schnäppchen“… [huge_it_gallery id=“50“]

Ent-Täuschung…

Nein, das ist kein Schreibfehler. Die Silbe „ent“ beschreibt ja meist einen Zustand, der anschließend nicht mehr besteht. So wie beim „ent-sorgen“. Anschließend hat man (angeblich) mit dem Produkt keine Sorgen mehr. Ich komme auf den Begriff Enttäuschung, weil er meinen gegenwärtigen Gemütszustand recht gut beschreibt. Selten zuvor waren sich alle landwirtschaftlichen Verbände, egal ob DBV, AbL oder BDM in der Ablehnung der Aktion von Frau Hendricks so einig. In allen landwirtschaftlichen Medien war zu lesen, dass dieses Stilmittel abzulehnen sei. In den Tageszeitungen hingegen klang das schon anders. Da war vom „Druck der mächtigen Agrarlobby“ die Rede, die angeblich dazu geführt hätte, dass die Plakataktion gestoppt und Frau Hendricks „in die Knie“ gezwungen wurde. Aber mehr als eine Meldung war das dann auch nicht und wenn man normale Mitbürger fragt, haben die entweder von all dem nichts mitbekommen oder sie sagen „das stimmt doch alles, was da auf den Plakaten steht“. Und nun? Was geschieht jetzt, nachdem sich die Aufregung gelegt hat? Wer ergreift die Initiative? Wer fühlt sich verantwortlich dafür, dass sich etwas …

Traue keinem CO2-Fußabdruck…

…der nicht nach BEK berechnet ist. Diesen Artikel schrieb uns Ansgar, der Klimaschutzbeauftragter an der LWK Niedersachsen ist: Klimabilanzen für landwirtschaftliche Produkte werden seit geraumer Zeit von verschiedenen Organisationen berechnet. Die Ergebnisse sind nicht vergleichbar und die Berechnungsgrundlagen sind häufig nicht nachzuvollziehen. Zu diesem Ergebnis sind namhafte landwirtschaftliche Organisationen bereits vor fünf Jahren gekommen, als sie sich ihre Klimabilanzen gegenseitig vorgestellt haben. Dabei konnten sie niemanden vorwerfen falsch zu rechnen. Die Ursache liegt in den fehlenden Vorgaben für eine Rechenweise, die zu vergleichbaren Ergebnissen führt. Die landwirtschaftlichen Klimabilanzierer haben deshalb inzwischen gemeinsame Standards entwickelt, deren Anwendung zu vergleichbaren Klimabilanzen führt. Diese sogenannten „Berechnungsstandards für einzelbetriebliche Klimabilanzen“ in der Landwirtschaft, abgekürzt BEK, stehen jetzt frei zugänglich im Internet zur Verfügung. Einfach in Google „KTBL BEK“ eingeben und man gelangt direkt zu der Seite. Neben dem Handbuch mit einer ausführlichen Beschreibung der Herangehensweise bei der Klimabilanzierung ist dort die Parameterdatei mit allen notwendigen Emissionsfaktoren und Begleitwerten zu finden. Außerdem sind dort Berechnungsbeispiele für die Mais-, Milch- und Biogaserzeugung. Im BEK sind die zu berücksichtigenden Treibhausgasquellen und ihre …

Emissionen sinken deutlich

Es gibt gute Nachrichten aus dem Umweltbundesamt. Nur wird darüber nicht so viel gesprochen. Hier die Originaldaten, aufgeschlüsselt nach 6 verschiedenen Treibhausgasen: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/dateien/8_tab_thg-emi-kat_2016-01-20.pdf  

Die Weltbevölkerung und ich…

Ich wollte mal wissen, wie sich die Weltbevölkerung im Laufe meines bisherigen Lebens entwickelt hat. Und da war ich dann schon „von den Socken!“ Als ich geboren wurde, waren es rund 2,7 Milliarden, heute sind es um die 7,4 Milliarden. Dabei bin ich daran nicht „schuld“, denn wir haben nur zwei Kinder, was bei zwei Elternteilen je definitiv kein Wachstum ist. Sollte ich tatsächlich 75 Jahre alt werden, werden noch mal knapp 1 Milliarde dazugekommen sein. Die meisten Menschen leben derzeit in Asien, wobei China und Indien mit jeweils über einer Milliarde Menschen die Staaten mit der höchsten Einwohnerzahl sind. Mit etwas Abstand folgt Afrika. (Details mit Klick auf die Grafik) [huge_it_gallery id=“39″] Sieht man sich jedoch das Bevölkerungswachstum an, so liegt Afrika vorne. Im angegebenen Zeitraum hat sich hier die Bevölkerung mehr als verfünffacht! (Details mit Klick auf die Grafik) [huge_it_gallery id=“40″] Sieht man sich dann einzelne Staaten in Afrika an, so wird deutlich, in welch kurzer Zeit es hier zu einer Bevölkerungsexplosion gekommen ist. (Details mit Klick auf die Grafik) [huge_it_gallery id=“41″] So startete …

It never rains in Southern California…

…wem  ist dieses Lied nicht noch in Erinnerung: „Es regnet nie in Süd-Kalifornien“.  Und das hat es tatsächlich mehrere Monate nicht, doch jetzt ist alles anders. Der Oroville-Damm, der größte der USA, droht zu brechen. https://www.welt.de/wirtschaft/article162043668/Bricht-der-Staudamm-droht-Kalifornien-auszutrocknen.html Dies wäre in zweifacher Hinsicht eine Katastrophe. Zum einen für die Menschen, die unmittelbar von einer Überschwemmung betroffen wären, zum anderen die Folgewirkung: Der Stausee ist der wichtigste Wasserspeicher für die örtliche Landwirtschaft. Im nördlichen Valley werden vor allem Nüsse und Obst angebaut. Die Farmen des Valley produzieren zum Beispiel mehr als zwei Drittel aller weltweit konsumierten Trockenpflaumen sowie fast alle in den USA verkauften Nüsse. Betroffen wäre auch die Wasserversorgung von Los Angeles und San Diego. Und wenn der Schnee taut, wird es sicher nicht besser. Schaut euch mal die Bilder hier an: http://www.wetteronline.de/fotostrecken/2017-02-13-ca Nur zur Info. Ich meine, wegen Welthandel und Klimawandel und so… Euer Bauer Willi      

Gemüsekrise…

Ich weiß nicht, wem es aufgefallen ist. Bestimmtes Gemüse, wie Tomaten, Paprika, Zucchini, Blumenkohl und Auberginen, aber auch verschiedene Salate sind in den letzten Wochen sehr teuer geworden. Das erkennt man auch daran, dass in den Wurfzetteln der Supermarktketten und Discounter diese Produkte überhaupt nicht zu finden sind. Doch woran liegt das? Grund für die „Gemüsekrise“ ist eine Kältewelle in Südeuropa, dort, wo die großen Anbaugebiete liegen, die Mittel- und Nordeuropa auch im Winter mit frischem Gemüse und Salaten versorgen. Während wir in Mitteleuropa uns über länger anhaltende Hochdruckgebiete freuen konnten, zogen die Tiefdruckgebiete weiter südlich und brachten neben viel Regen auch ungewöhnlich tiefere Temperaturen nach Spanien, Italien und Griechenland. Stellenweise brachen sogar Folien-Gewächshäuser unter der Last des Schnee zusammen. Was jetzt in den Wurfzetteln der Supermärkte zu finden ist, sind Sonderangebote für Möhren und Rote Bete aus Deutschland. So besinnen sich die Verbraucher in Mitteleuropa gezwungenermaßen auf regionale und saisonale Angebote. Und so meint dann auch Eckhard George vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau: „Man kann sich schon darüber wundern, wenn Leute, die sich ökologisch sinnvoll …