Bauer Willi
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Ent-Täuschung…

Nein, das ist kein Schreibfehler. Die Silbe „ent“ beschreibt ja meist einen Zustand, der anschließend nicht mehr besteht. So wie beim „ent-sorgen“. Anschließend hat man (angeblich) mit dem Produkt keine Sorgen mehr.

Ich komme auf den Begriff Enttäuschung, weil er meinen gegenwärtigen Gemütszustand recht gut beschreibt. Selten zuvor waren sich alle landwirtschaftlichen Verbände, egal ob DBV, AbL oder BDM in der Ablehnung der Aktion von Frau Hendricks so einig. In allen landwirtschaftlichen Medien war zu lesen, dass dieses Stilmittel abzulehnen sei. In den Tageszeitungen hingegen klang das schon anders. Da war vom „Druck der mächtigen Agrarlobby“ die Rede, die angeblich dazu geführt hätte, dass die Plakataktion gestoppt und Frau Hendricks “in die Knie” gezwungen wurde. Aber mehr als eine Meldung war das dann auch nicht und wenn man normale Mitbürger fragt, haben die entweder von all dem nichts mitbekommen oder sie sagen „das stimmt doch alles, was da auf den Plakaten steht“.

Und nun? Was geschieht jetzt, nachdem sich die Aufregung gelegt hat? Wer ergreift die Initiative? Wer fühlt sich verantwortlich dafür, dass sich etwas ändert? Es kann an meiner persönlichen Wahrnehmung liegen, aber selten habe ich so viele Landwirte frustriert und mutlos erlebt wie in den letzten Wochen.

Aufforderung zum Dialog

Jetzt hat das BMUB eine Dialog-Seite aufgemacht, wo alle, auch Landwirte hineinschreiben können, wie sie sich vorstellen, wie man Probleme lösen könne. Nun ja, ein echter Dialog ist das nicht, aber immerhin. Die Vorschläge, die gemacht werden, sind sogar relativ konkret und ich habe natürlich da auch „meinen Senf“ hinzugegeben. Dass ich zum Beispiel vom Greening nicht viel halte und ich zum Erhalt der Artenvielfalt eine begrünte Brache für sinnvoller erachte. Das ist zumindest meine ganz private Meinung und kann jeder gerne anders sehen.

Doch meine Meinung interessiert wohl kaum jemand. Doch es haben sich auch landwirtschaftliche Organisationen zu Wort gemeldet, die Vorschläge machen, was sich in der Landwirtschaft ändern müsste. Allen voran der WLV mit seinem Papier “Offensive Nachhaltigkeit”. Oder die DLG mit ihren “10 Thesen zur Landwirtschaft 2030”. Und da wollte der DBV auch nicht hinten anstehen und hat noch eine Stellungnahme “Veränderung gestalten” nachgeschoben. (Links am Ende des Artikels)

Was fehlt

Doch alle diese Stellungnahmen haben in meinen Augen ein entscheidendes Manko. Sie sind nicht konkret. Als Landwirt weiß ich nicht, wie ich meinen Betrieb entwickeln soll. Konkretes würde ich aber von denjenigen erwarten, die mich doch offensichtlich vertreten wollen.

Und auch der Mitbürger – so er denn diese Papiere überhaupt kennt – kann mit den meist gut formulierten Sätzen nicht viel anfangen. Ändert sich denn nun in der Landwirtschaft etwas oder bleibt alles beim Alten? Hat Frau Hendricks mit ihrem Satz „Wenn alles bleibt so wie es ist, kräht bald kein Hahn mehr auf dem Mist“ nicht am Ende sogar Recht? Nun habe ich weder einen Mist noch einen Hahn, aber wenn die Entwicklung so weiter geht, weiß ich nicht, wie lange unser Hof noch bestehen wird. Wenn immer neue Gesetze und Verordnungen erlassen werden, wenn die Halbwertszeit von politischen Aussagen immer kürzer wird, wenn Investitionen – wie etwa vor Jahren beim Biodiesel – in den Sand gesetzt werden weil sich die politische Fahne mal wieder gedreht hat, ist jede mittelfristige Planung ein Risiko mit nicht kalkulierbarem Ausgang. So wie eine Operation am offenen Herzen.

Nicht täuschen

Wir sollten unsere Mitbürger nicht täuschen. Ja, wir können an unserer Produktionsweise vieles ändern. Wir können den Tieren mehr Platz bieten, aber das braucht Zeit und Geld. Wir können weniger düngen und auf Ertrag verzichten, wenn der Minderertrag sich auch in höheren Preisen wiederfindet. Wir können was für die Artenvielfalt tun, wenn wir Flächen aus der Produktion nehmen. Aber auch das geht nicht zum Nulltarif. Wer keinen Mais mehr in der Biogasanlage sehen will, muss demjenigen, der sich auf die Geschichte mit der Bioenergie eingelassen hat, erklären, wie er jetzt seine Anlage abbezahlen soll.

Wir sollten in all unseren Aussagen unsere Mitbürger ent-täuschen. Wir, (und da beziehe ich die Politik, die Nichtregierungs-Organisation, die Medien und selbst die Kirchen als Meinungsbildner mit ein,) sollten unseren Mitbürgern ehrlich sagen:

Wir haben verstanden was ihr wollt. Wir können vieles ändern.  Aber alles, was wir ändern, wird finanzielle Konsequenzen auch für euch als Konsumenten haben. Wenn ihr das ehrlich wollt, wenn ihr bereit seid, die Konsequenzen mit zu tragen, können wir diesen Weg gemeinsam gehen. Wir können auch Bio – aber nicht zum Schnäppchen-Preis.

Und an die Entscheidungsträger und Meinungsmacher: Bitte hören sie doch bitte auf, jede Woche “eine neue Sau” durchs Dorf zu treiben. Veränderung braucht Zeit und wahrscheinlich in der Landwirtschaft, die in Generationen denkt, mehr Zeit. So wie der große Dampfer, der nur langsam auf den Einschlag am Ruder reagiert.

Und Veränderung braucht starke Persönlichkeiten…

meint euer Bauer Willi

WLV: http://www.wlv.de/offensive-nachhaltigkeit/Offensive_Nachhaltigkeit_Erlauterung.pdf

DLG: http://www.dlg.org/landwirtschaft2030.html

DBV: http://media.repro-mayr.de/36/665636.pdf

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160 Kommentare

  1. Herbert Moritz sagt

    Als Naturschützer kann ich diesen ganzen ,,unverbindlichen Quatsch” nicht mehr hören. Wir brauchen weder noch einen ,,Wenn ich nicht mehr weiter weis, bilde ich einen Arbeitskreis” noch irgend welche weiteren sogenannter runden Tische. Es müssen endlich Taten folgen und zwar von Seiten der Landwirtschaft sonst geht der Ruf noch weiter den Bach runter. Es sind im übrigen immer mehr ehemalige Landwirte und Informationen aus der Jägerschaft die mit den Zuständen in der Kulturlandschaft nicht mehr zufrieden sind und sich mit ihren Sorgen und Frust an die Naturschützer wenden als von Menschen aus der Stadt. Diese haben oder hatten doch nie oder sehr wenig Bezug zur Landwirtschaft.

    • Schmeckt gut sagt

      Wir sind in den meisten Fällen auch schon Naturschützer. Herr Moritz, sie stellen hier immer Thesen in den Raum, mit denen ich absolut nicht einverstanden bin. Mal eben etwas raushauen, wird schon im Internet eine Leser finden. Unser Qualitätssicherungssystem (favorisiert vom LEH) fordert sogar das verstärkte Engagaement im Umweltschutz. Wir lassen Wegeränder bis in den Spätsommer in Ruhe, legen Blühstreifen an, hängen Nistkästen auf, stellen Greifvogelansitze auf, kümmern uns um Solitärbienen und Feldsteinhaufen für Wiesel und Co., die Liste ist hier noch nicht zu Ende. Das machen wir gerne, obwohl es viel Aufwand kostet. Es bringt aber auch viel – auch Erfahrung im Umgang mit der Natur. Große Sprüche helfen da wenig. Machen ist besser. Und das größte Problem aus meiner Sicht: schwarze Schafe werden im Moment als Status Quo dargestellt.

      • Johann Meyer sagt

        Im Moment haben wir das Phänomen ,daß sich einige wenige, die anfangen umzudenken, als große Masse präsentieren. Wir marginal die Maßnahmen dann sein können in der Realität, darüber müßte man auch noch reden.

        • Schmeckt gut sagt

          Herr Meyer, es sind mehr Kollegen, als Sie denken, es wird bloß nicht darüber geredet, was sicherlich verschiedene Gründe hat: überbordende Bürokratie, kaum Zeit, Existenzangst, Arbeitsspitzen in der Saison, durch die dauernde öffentliche Kritik ausgelöste Bedenken, etwas falsches zu sagen/schreiben… Wie ich schon geschrieben habe, viele Qualitätssicherungssysteme fordern schon ein stärkeres Engagement in Sachen Natur. Es wird schon einiges gemacht, es wird nur zuwenig darüber geredet. Aber mittlerweile trauen sich schon immer mehr, ihre Massnahmen zu zeigen. Sie erwarten ja hoffentlich nicht von uns, dass wir unsere Flächen ganz ohne Düngung und Pflanzenschutz bewirtschaften? Über das “wie” können wir diskutieren. Über den Zusammenhang von Ökologie und Ökonomie und die Auswirkungen auch – so wie es Alois und Willi immer wieder anstoßen.

            • Schmeckt gut sagt

              Da, wo die Natur noch in Ordnung ist 😉 . Naja, sie wird natürlich auch landwirtschaftlich genutzt. Vielleicht denken Sie ja, dies ist grundsätzlich verwerflich 🙁 .

    • bauerhans sagt

      ,,unverbindlichen Quatsch“

      wir haben uns nach den sehr verbindlichen cc-richtlinien zu verhalten,sonst gibts kein geld!
      aber es stimmt,einige ehemalige bauern und jäger haben eine sehr spezielle,merkwürdige sichtweise der dinge.

      • Brötchen sagt

        Bauerhans du hast recht. Ich würde da nicht mehr viel diskutieren. Sehen wir uns mal die Industrie an, wie die das machen. Die haben einen Pressesprecher oder Abteilung, die tritt nach außen auf. Bei Problemen regelt das die Rechtsabteilung. Transparenz macht eine Werbeagentur. Auf dem BetriebsGelände hat kein unbefugter Zutritt. Alles ist gut gesichert. Die verkaufen ihre Produkte und halten ansonsten die Füße still.

        • Ich seh das so sagt

          Und was noch interessant ist: Wenn die (Umwelt-) Auflagen zu viel werden und man am Weltmarkt nicht mehr mithalten kann, wird auch rasch mal über Importzölle diskutiert. Siehe europ. Stahlproduktion, die 200% Strafzölle gegenüber Stahl aus China haben will.

          • Martin Gork sagt

            Ich würde mal vermuten, bei Agrarprodukten wird es keine großartigen Zölle geben, immerhin verdienen die Stahlproduzenten und der nachgelagerte Bereich (Kfz Industrie) vom Export in diese Länder.

            Daher ist die Behinderung und Abwicklung der heimischen Landwirtschaft auch politisch so interessant, das kurbelt den Industrieexport an.

    • Andreas Schmid sagt

      Ehemalige Landwirte und Infos aus der Jägerschaft
      Das sind meist solche, die keinen Betrieb erfolgreich betrieben haben. Mein Nachbar, dreiviertel des Hofes verkauft, ist Mitglied bei GP.

  2. Mal eine konkrete Frage in die Runde: Ist der Außenhandelsüberschuss, den die EU mit Agrarrohstoffen (nicht Veredelungsprodukte) erzielt eigentlich größer als das was die EU in Summe an Ausgleichszahlungen zahlt? Wäre es nicht volkswirtschaftlich sinnvoller, mehr Flächen für die Eiweiß-Selbstversorgung zu nutzen als für Überschussproduktion und Weltmarkt? Hier wurde zu Recht angemerkt, dass Arbeitsteilung – auch weltweit – sinnvoll sein kann, wenn jeder das macht, was er am besten kann. Kann denn Europa Weizen billiger herstellen als andere? Falls nein, warum soll dann um jeden Preis exportiert werden, wenn nicht mal genug Flächen für die Protein-Selbstversorgung zur Verfügung stehen?
    Warum müssen Agrarmärkte überhaupt auf den Weltmarkt ausgerichtet sein? Soziale Standards werden auch durch Protektionismus geschützt, sonst gäbe es auch einen Weltmarkt für Billiglohnkräfte. Würde europäische Selbstversorgung Flächen und Nahrungsmittel kostbarer machen, so dass sich die EU Ausgleichszahlungen sparen könnte?

    • Brötchen sagt

      Tilmann, Weizen ist durch die direktzahlungen subventioniert. Den WeltmarktPreis hast du, könntest du also ausrechnen. Mit pflanzlichen Proteinen wird es schwierig, da Soja extrem günstig und eine unvergleichlich hohe proteinqualität hat. Wir würden das schaffen, wenn wir tier. Nebenprodukte wieder freigeben würden. Bezüglich der EiweißSelbstversorgung gibt es jetzt nur relevant Erbsen, ackerbohnen, Raps und lupinen. Letzteres macht extreme Schwierigkeiten. Es soll wohl auch bald Mais Sorten mit höheren proteingehalten und Qualitäten geben. Das ist noch eine längerfristige Baustelle. EiweißVersorgung ist nicht unbedingt eine Frage der Fläche.

    • Martin Gork sagt

      In Deutschland als Gunstregion für Getreide, ernten wir aber mehr Eiweiß durch Weizen als wir es mit Soja, Erbsen und Bohnen könnten.
      Und es ist sinnvoll hier Getreide zu erzeugen und dieses nach Afrika zu verkaufen, denn dort wächst Weizen meist schlecht. Auch Brasilien hat kein Interesse Weizen anzubauen, die Erträge sind dort unter denen von Soja, Soja bringt aber ein höheres Einkommen.

      Arbeitsteilung nach Klimavorreaussetzungen, das wird in Zukunft noch wesentlich wichtiger werden, leider arbeitet die EU hier entgegen aller Forderungen und schert sich eben nicht um die dadurch entstehenden Probleme in der 3. Welt.

      • Brötchen sagt

        Das ist fachl. Korrekt einschränkend kann man anführen, das heimische EiweißPflanzen durchaus Potential haben. Soja bestimmt aber das Niveau, deshalb lohnt sich eine verstärkte zucht nicht, um höhere Erträge zu erreichen usw.

  3. Sandra Harms sagt

    Liebe leute,
    lieber willli, lieber Andreas Fendt
    die bereitschaft etwas zu verändern ist, so denke ich bei der überwiegenden mehrzahl der landwirte vorhanden, aber gleichzeitig ist auch immer die existensangst mit anwesend, niemand möchte doch seine existens gefährden, deshalb sind änderungen auch in der regel eine sache die lange dauert, und genau da fehlt die planungssicherheit. genau so spielt aber mit hinein das jeder betrieb unterschiedlich ist.
    andereas fendt wird nun sagen, macht doch endlich alle bio und alles wird gut, genau das wird es eben nicht, nicht weil man es nicht könnte oder wollte, sondern weils der logische verstand verbietet, denn alle welt schreit nach bio aber guck man sich die verkaufszahlen an, sieht die welt schon anders aus… das große problem ist und bleibt nun mal der verbraucher, denn dieser könnte wenn er wollte und wir würden dann mitziehen, nur er tut es nicht, warum auch immer…
    stellen wir uns einmal vor, wir machen alle bio landwirtschaft, dann werden unsere produkte teurer weil wir mehr aufwand haben und weniger ernten, gut, ein gibt einige wenige die wirklich findig sind und so agieren wie andreas fendt, aber sollen wir uns alle in die backstube stellen und am nächsten tag auf den wochenmarkt…. das funktioniert auch nicht, da wohenmärkte in der regel tagüber stattfinden wo die meisten verbraucher arbeiten… bleibt als der lebensmittelhandel und die große frage, stellt der unsere dann teureren produkte ins regal, oder kauft der lieber auf dem weltmarkt zu günstigen konditionen??? was wird er wohl machen???
    man könnte man es sich einfach machen wollte irgendwie versuchen den handel zu zwingen unserer produkte fürs entsprehende geld zu verkaufen, oder die einfuhr von lebensmittel zu regulieren… aber halt, da ist ja die eu mit ihren offenen grenzen und offenem handel… geht also auch nicht…. und genau an der stelle ist jetzt die politik gefragt, die muss uns planungssicherheit geben, die muss dafür sorgen das wir vernünftig für unsere produkte bezahlt werden, dann sind doch änderungen dinge die man gern macht,schnell macht, und am ende des tage zufrieden ist.
    So sieht es aus, aber was frau hendricks vorhat, gelder von einer säule in die andere zu verschieben, wird so nicht reichen um reelle änderungen herbei zu führen, so trifft es wider einmal nur zuerst die kleinen betriebe, und eins sollte man nicht vergessen das durschnittsalter der landwirte beträgt 58 jahre, was das in ein paar jahren bedeutet kann man sich schon mal ausmalen, sollte sih im bereich bezahlung der produkte und planungssicherheit nichts grundlegendes ändern, ist von jetzt auf gleich mindestens 1/3 der betriebe weg….

    • Biobauer Andreas Fendt sagt

      Sandra, Du kennst ja mein Konzept von der Umgestaltung der Landwirtschaft. Ich würde alle heutigen Flächenprämien aus der 1. Säule wegfallen lassen und mit diesem Geld ein Grundeinkommen für alle Landwirte finanzieren. Die 1000 Euro jeden Monat für jede volle Arbeitskraft ermöglichen zwar keinen Luxus, aber doch genau die Planungssicherheit für Landwirte.

      Im Gegensatz zu der neuerdings unter Landwirten beliebten FDP möchte ich nicht das 20% Ziel Anteil Biolandwirtschaft abschaffen und wenn sich die FDP mit der Forderung durchsetzt künftige Landwirtschaft solle komplett ohne Subventionen auskommen, dann wird es keine Landwirte mehr geben, sondern nur noch Agrarfabriken. Denn für den ungeregelten Freihandel sind die Liberalen ja auch incl. CETA und TTIP und klar auch noch eindeutig für Gentechnik. Da wird mir himmelangst!

      Ich persönlich würde gerne die Globalisierung umkehren und wieder Importzölle einführen und die deutsche Industrie anstatt Waffen, Panzer, Schweine und Milchpulver zu exportieren lieber wieder für Europa produziert und für Menschen und nicht damit reiche Aktionäre noch reicher werden (Ja, ich bin ein Linker!).

      Weil das aber illusorisch ist, muss man eben Biolebensmittel bei Erzeuger subventionieren, denn eines ist auch mühsam bis unmöglich: einer breiten Schicht von Verbrauchern klar zu machen, daß es billiger und effektiver wäre für Lebensmittel mehr zu zahlen und weniger Steuern um dieselben Lebensmittel über Subventionen zu verbilligen, wobei ein Teil der Subventionen in der Verwaltung versickert und ein Großteil nicht bei den bäuerlichen Betrieben ankommt, sondern bei flächenstarken Agrarbetrieben, seien es Genossenschaft, Aktiengesellschaften, LPG Nachfolger usw.

      Bei der Milch kann man es einfach erklären: Wenn ab 2018 alle Bauern auf Bio umstellen müssten, würde die Erzeugung zunächst sinken. Damit die Bauern überleben brauchen sie neben dem Grundeinkommen einen Zuschlag für jeden Liter Milch, der ca. 15-20 ct ausmacht. Also die Differenz zwischen konv. und Biomilchpreis. Damit können die Molkereien zum selben Preis einkaufen und die Lebensmittel werden nicht teurer, obwohl sie nun alle auf Biomilch basieren. Jedoch würden durch die sinkenden Mengen die Preise steigen, durch den Wegfall von Milchpulverexport auch auf dem Weltmarkt, so daß nach und nach der Weltmakrtpreis für Milch steigen würde und die Subventionen weniger werden könnten.

      Ich hoffe, ich konnte das an diesem Beispiel verständlich erklären.

      Nachdem das hier, ausser Dir liebe Sandra, vermutlich niemand wirklich interessiert, werde ich so etwas hier künftig nicht mehr erläutern. Ich schreibe nämlich auch lieber an Stellen, an denen meine Kommentare geschätzt werden, soviel Ego möge man auch mir zugestehen.

      In diesem Sinne
      Andreas

      • Sandra Harms sagt

        Andreas Fendt
        deine thesem in ehren, das sind deine, und für die stehst du ein.
        zur gen technik, ich verstehe nicht was abgesehen von den roundup ready pflanzen daran schlecht sein soll… gäb es ein kartoffel die dem kartoffelkäfer nicht schmeckt, könnte man pro jahr ein bis zwei behandlungen mit einem insektizid(mit dem man auch nützlige umhaut) sparen…. wäre diese kartoffel auch noch resisten gegen krautfäule könnte man bis zu 8 behandlungen mit einem fungzid(das auch nützliche pilze und sporen umhaut) einsparen… ich hätte den selben ertrag, aber mehr geld in der tasche da ich weniger aufand habe, und der kunde weiterhin den selben preis…
        das gleiche spiel mit dem maiszünzler… oder mehltau im weizen… ich könnte sparen, die mwelt würd sich freuen und für den verbraucher würd sich an der kasse nix ändern… das und vieles mehrkönnte man haben, würde man nicht angst und schrecken über gen technik verbreiten, die ganze welt wird in spätestens 10 jahren über uns dumme deutsche schallend lachen weil wir uns längst haben abhängen lassen…
        zu den direktzahlungen.
        komplett einstampfen muss man das, im gegenzug die steuern für jedermann entsprehend senken, und an der ladenkasse die preise erhöhen, keine teure verwaltung, keine versickerung von geldern, sondern ordentliche preise für ordentliche produkte… aber halt, so fehlt der politik ja jedes druckmittel…. geht also auch nicht…. hmmm ganz schön blöde…
        zur milch, klar warum nicht komplett auf bio umstellen, weniger milch, gleich höherer preis, macht zuzahlungen dann überflüssig. und wenn man sagt der jetzige preis ist ok, dann stellt man eben mehr kühe hin, hat dann auch mehr gülle und spart im ackerbau mineraldünger… also wider ein schritt mehr in richtung kreislaufwirtschaft…
        zur FDP, andreas ich weis die magst du nicht, aber hast du mal drüber nachgedacht das die einige wirklich gute landwirte in ihren reihen haben, die ahnung haben wovon sie reden im gegensatz wie zb anton hofreiter oder barbara hendricks….. ich glaub das hast du nicht… zu ceta und ttip, komisch das man sich darüber so aufregt, wir haben zig ähnliche freihandels abkommen mit zig ländern, davon spricht keiner, wir sind die melkkuh für ganz europa, pumpen geld ins loch ohne boden namens griechenland alles ok soweit, aber darüber regt man sich auf bevor man weis was im ttip überhaupt alles drin steht… fals es je unter trump zustande kommt..

      • Sandra Harms sagt

        Ach ja, ganz vergessen Andreas
        zu den biogaßanlagen, warum die nicht zu richtigen biogaßanlagen machen?
        nur reinstecken was,
        1. auf den höfen an ernte abfällen anfällt,ohne nachweise woher usw
        2. nur biologisch angebaute pflanzen rein tun, die keine PSM und mineraldünger bekommen haben,dünung ausschliesslich mit biogaßsubstrat und nicht mehr wie 150kg/N/ha/jahr.
        2.2 nach möglichkeit sämtliche gülle und festmist der tierhaltung ebenfalls hineintun, so das keine pure gülle mehr auf die äcker ohne vergütung durch eine bga kommt
        3. strom produktion rund um die uhr nur so viel das die anlage autag läuft,sprich genügend wärme für die vermenter hat und genügend strom für pumpen und rührwerke herstellt.
        4. speicherung des gases um es bei spitzenlasten im stromnetz athok als strom anzufordern
        5. speicherung und verbrauch der überschüssigen wärme,sodas not kühl anlagen nur in äussersten notfällen laufen.

      • Martin Gork sagt

        Wenn “alle” auf Bio umstellen würden, dann wäre der Marketingvorteil weg, dann wird sich der Preis auf dem “konventionellen” Einspielen, auch wenn diese Ware nur über Importe zu bekommen wäre.
        Dein Beispiel verdeutlicht nur, wie weit Deine Vorstellungen von der Realität abweichen.

        In Zukunft bekommen wir noch mehr Eier aus Legebatterien, die Ukraine hat mit Geld der EU die Ställe gebaut und mittlerweile ein Freihandelsabkommen, die Eier landen hier im Essen.

  4. Friedrich sagt

    Ich denke das keiner von oben genannten einen Plan hat und auch nicht haben will , weil alle wissen , daß die große Richtung der Landwirtschaftspolitik in Brüssel gemacht wird. Die Schlägerei auf die Bauern von NGOs und Politik dient nur der Ablenkung zur besseren Eigendarstellung und an Ermangelung eigener Themen . Die GRÜNEN brauchten doch ein Atomkraftersatzthema und haben sich in der Schweiz beratenlassen bzgl. eines Ersatzes , so die Landwirtschaft ausgesucht. Das die sich mit diesem Thema selbst wiedersprechen wird von den Medien leider nicht analysiert. Auch die SPD will sich profilieren in dem sie grüne Themen übernimmt , um den GRÜNEN die Wähler ab zu jagen . Die Bauern sind denen doch egal, hauptsache man hat sich gut dargestellt. — Neulich hatten wir doch die EU-Umfrage zur zukünftigen Landwirtschaft. Da soll Transparenz und Mitsprache den Leuten vorgegaukelt werden , mußte ich doch in Marktberichten der Kommision in den letzten Tagen die Zukunftsplanungen lesen. Die Umfrageergebnisse stehen doch schon heute fest , obwohl die Umfrage noch einige Zeit läuft. Das ist dann nur das Feigenblatt für das Ergebnis. Die abgegebenen Meinungen landen doch alle im Papierkorb und dienen nur für den” demokratischen Prozeß”der EU.
    Alle warten jetzt erst einmal auf die Wahlen in Deutschland und Europa. Da wird es dann so manche Überraschung geben. Wir Bauern können nur abwarten und uns überlegen , was wir wollen ! Die 20% Biobetriebe sind genauso daneben wie unsere Energiewende. Wir hatten ja neulich 600 Euro/Jahr Energiewendekosten je Haushalt bei 3000 KW berechnet. Bei mehr Bio würde das in die gleiche Richtung laufen. Von den Zusatzkosten für die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft hat bisher keiner gesprochen. Auch wenn jetzt , von den USA gefordert ,die Rüstungsausgaben sich mehr als verdoppeln sollen , hat noch keiner über die Finanzierung gesprochen. In der Geldverteilung sind unsere Politiker Spitze , aber in der Geldbeschaffung und Belastung der Bürger unfähig.
    Obwohl durch die niedrigen Zinsen viele Mrd. Euro weniger aufzubringen sind , ist diese Ersparnis in den sozialen Wohltaten untergegangen. Wenn später die Steuereinnahmen nicht mehr so sprudeln und die Zinsen für die Staatsschulden wieder ansteigen , ist wieder “Holland in Not”. Eine längerfristige Vorsorge ist leider überall nicht zu erkennen.
    Auch die Rede über die Nachhhaltigkeit der Politiker sind nur hohle Phrasen. Nur in der Land- + Forstwirtschaft wird Nachaltigkeit betrieben und gelebt und das ist für Jedermann über die Jahrhunderte nachprüfbar !! Aber das ist den “Neunmalklugen” immer noch nicht recht , wie Frau Hendrigs, veggie reden und Audi A8 fahren !!

  5. Biobauer Andreas Fendt sagt

    Was ist der Unterschied zwischen einer tibetanischen Gebetsmühle und Willi´s gebetsmühlenhaften Beiträgen?

    Die erste knarzt und quietscht zwar bisweilen, kommt aber ohne Unwahrheiten und Gejammer aus!

    Zitat “Selten zuvor waren sich alle landwirtschaftlichen Verbände… in der Ablehnung der Aktion von Frau Hendricks so einig.”

    wirklich alle?

    Wie schrieb Demeter, ein Verband von Erzeugern, Verarbeitern und Verbrauchern, auf deren facebook Post “ein Schritt in die richtige Richtung”.

    Zu der üblichen Leier (ein Instrument, mit dem sich heutzutage wohl nur noch Waldorfschüler rumplagen) von:
    “ich will meinen Kindern ein Smartphone kaufen (und kann mir das mit der Rente aus der Zuckerindustrie nicht leisten) ”

    bis hin zu

    “Wir können auch Bio – aber nicht zum Schnäppchen-Preis.”
    (da könnt ich nun wieder auf die 85% Anteile der Subventionen an den Unternehmensergebnissen landwirtschaflicher Betriebe verweisen)

    bis zum letzten weinerlichen:
    ” Als Landwirt weiß ich nicht, wie ich meinen Betrieb entwickeln soll”

    Ojeje mein Betrieb kommt bei Wachsen oder Wcichen unter die Räder, wenn meinem Sohn nichts Gescheites einfällt wird der Betrieb nicht weitermachen. All die Jahre hat der Nachbar die Felder bewirtschaftet, irgendeiner wird sich demnach auch zukünftig finden, der das weiter macht.

    Zuletzt: wir treiben keine Säue mehr durchs Dorf. Die sind längst eingezwängt, ohne Tageslicht und Auslauf, in moderne computerüberwachte Stallabteile und selbst der Viehtransporter, der sie zum Schlachthof bringt (wo sie teilweise unbetäubt ihren Tod bewusst erleben müssen), fährt nicht mehr durchs Dorf, sondern auf Umgehungsstrassen, woran sich auch einige Bauern durch Landverkauf bereichert haben.

    Einzig der Aussage: “Veränderung braucht starke Persönlichkeiten” kann ich halbwegs zustimmen, nur leider finde ich solche eher selten unter den netzaffinen Vertretern der “modernen” Landwirtschaft.

      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        Demeter ist nicht nur der älteste Bioverband, er vertritt in Deutschland 1500 Erzeuger, weltweit sind es 5000. Es steht jedem frei, sie ernst zu nehmen oder nicht. Zu leugnen, daß sie ein landwirtschaftlicher Verband sind und die Aktion Hendrix gut fanden ist und bleibt gelogen.

        • Burkhard Pracht sagt

          Demeter ist ein Verband von Landwirten welche eine fundamentale Lebensmittelproducktion für Besserverdiener betreiben und für die Werbung für 1,6 Millionen Euro dankbar sind. Wenn diese Leute nicht genügend Lebensmittel erzeugen werden die fehlenden eben vom Weltmarkt importiert oft den Neschers direckt vom Teller runter. So versteht man Verantwortung in solchen Kreisen.

          • Biobauer Andreas Fendt sagt

            ich glaube kaum, daß die Mehrzahl meiner Demeter-Kunden zu den Besserverdienenden gehört. Das sind oft Familien mit mehreren Kindern, die alle Schulgeld auf der Waldorfschule kosten. Die Zahl der Fahrer von SUV´s neuerer Baureihe ist da eher selten anzutreffen, eher der alte klapprige VW Bus. “diese Leute” “solche Kreise” zu verwenden offenbart auch eine Gesinnung, eine Widerliche!

        • Bauer Willi sagt

          Ich habe Demeter nicht mit einem Wort erwähnt! Hören Sie endlich auf, mit Unterstellungen zu arbeiten!!
          Bauer Willi

    • Walter Parthon sagt

      Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Minister Remmel,
      als gemeinnützige Tierschutzstiftung, die sich u.a. mit Ziegen befasst, haben wir die Berichterstattung über einen Ziegenhof in Brillon am Sa. 11.2.17 im Sender VOX (“Hund-Katze-Maus”) mit Entsetzen verfolgt. Aktuell hat PETA einen Ausschnitt über den Betrieb im Netz veröffentlicht:
      https://www.youtube.com/watch?v=7B6un6FVasY
      Nach uns vorliegenden Informationen wurde der mutmaßliche und damalige Bioland Betrieb von der Kontrollstelle ABCert am 26.8.2015 überprüft.
      Wurden schon damals Auffälligkeiten zu abgemagerten und oder verletzen Tieren gefunden?
      Im April 2014 informierte eine Bürgerin das zuständige Veterinäramt Hochsauerlandkreis über massive Tierschutzverstösse auf dem Betrieb. Scheinbar wurde seitens der Kontrolleure nichts gefunden, was z.B. ein Tierhaltungsverbot gerechtfertig hätte. Verletzungen und massive Abmagerungen (wie im Filmbeitrag zu sehen), sowie hohe Tierverluste treten jedoch nicht innerhalb von Wochen auf, sondern entstehen über einen längeren Zeitraum. Wurden diese nicht bemerkt?
      Welche Maßnahmen hat das Amt ergriffen? Erfolgt beim Verdacht auf Tierschutzverstösse eine automatische Information seitens der Veterinärämter an die jeweiligen Ökokontrollstellen, wenn es sich um Biobetriebe handelt. Falls nein, warum nicht? Bitte um Prüfung, dieses obligatorisch einzuführen.
      Bioland hat dem Betrieb laut eigener Auskunft Anfang Dezember gekündigt, vermutlich stand in diesem Zusammenhang die erneute Kontrolle durch ABCert am 3.12.2016.
      Ist es üblich, daß tierhaltende Betriebe, die laut Bioland Richtlinien zur Weidehaltung verpflichtet sind, erst so spät im Jahr kontrolliert werden? Welche Auffälligkeiten gab es bei dieser Kontrolle?
      Bereits am 18.1.2017 erfolgte wieder eine Kontrolle. Wieso in so kurzem Abstand? Wie konnte zum dritten Mal ein Biozertifikat ausgestellt werden, wenn es doch auf dem Betrieb offensichtlich massive Defizite bei der Versorgung und Betreuung der Milchziegen gibt?
      Wir danken Ihnen herzlich für die Beantwortung unserer Fragen.
      mit freundlichen Grüssen
      Andreas Fendt
      (Stiftungsvorstand)

      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        Hallo Willi, kann man bitte Walter Parthon darauf hinweisen, daß es keinen Sinn macht, hier irgendwelche von ihm zusammengesuchte Texte von meinen Seiten reinzukopieren, die so gar nichts mit der Sache zu tun haben und die aus dem Zusammenhang gerissen eher zu Verwirrung beitragen.

        Der hier zitierte Text steht im Zusammenhang mit dem Tierschutzskandal auf einem Bioziegenhof, zu diesem habe ich im Namen meiner Tierschutzstiftung obige Email an Minister Remmel und das Ministerium gesendet und auch auf meinen Seiten geteilt, nur WAS zum Teufel hat das hier verloren?

        • Bauer Willi sagt

          Haben wir schon ein paar Mal gemacht, vor allem kopiert er oft Texte und gibt sie als seine eigenen aus. Immerhin gibt er jetzt meist die Quelle an. Aber Du weißt ja, das wir nicht gerne Kommentatoren sperren 😉 😉
          Bauer Willi

      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        PS: falls Walter Parthon, der ja weder eine Quelle angibt, noch was er uns damit sagen will, das in der Absicht tut, mich zu diskreditieren so dürfte das reichlich schief gegangen sein.

        Der Fall zeigt ja, daß ich mich generell für Tierwohl einsetze, unabhängig, ob es sich um einen Bio- oder konventionellen Betrieb handelt. Bei Biofällen sogar noch etwas energischer, da Bio ja den Anspruch hat bzw. werbetechnisch nutzt, mehr Tierwohl zu bieten.

        Sollte Herr Parthon hiermit zeigen wollen, daß es auch bei Bio “schwarze Schafe” gibt, so hat er Recht. Das ist aber trivial und würde auch nicht direkt zum Thema hier passen, allenfalls, daß man auch von gewissen selten auftretenden Formen der Biolandwirtschaft nicht nur enttäuscht, sondern auch entsetzt sein muss.

        • Walter Parthon sagt

          @ Biobauer Andreas Fendt solang er solche Unverschämtheiten schreibt

          “zuletzt: wir treiben keine Säue mehr durchs Dorf. Die sind längst eingezwängt, ohne Tageslicht und Auslauf, in moderne computerüberwachte Stallabteile und selbst der Viehtransporter, der sie zum Schlachthof bringt (wo sie teilweise unbetäubt ihren Tod bewusst erleben müssen), fährt nicht mehr durchs Dorf, sondern auf Umgehungsstrassen, woran sich auch einige Bauern durch Landverkauf bereichert haben.”
          Werde ich entsprechend antworten.
          Dieser besagte Brief kann auf Seite von Herrn Fendt nachgelesen werden, auch ist klar ersichtlich das er von Fendt stammt. Da kann er nicht sagen das es nicht stimmt, er verdreht die Dinge leider gerne

          • Biobauer Andreas Fendt sagt

            hä? Selbstverständlich stammt der von Ihnen, ohne meine Einwilligung, zitierte und hier herein kopierte Text zu 100 % von mir, und ich stehe vollkommen hinter jedem einzelnen Wort.

            Das Problem ist doch nur: er passt überhaupt nicht zum Thema hier und Sie haben uns auch nicht verraten, was Sie uns sagen wollten, indem Sie meinen Text zum Thema hier kommentarlos reinkopierten?

            Für mich erscheint das alles eher als eine wilde Verwirrung…

        • Der Brandenburgbauer sagt

          @Biobauer Andreas Fendt. Weist Du, bei Deinen umfangreichen, sehr schlauen Kommentaren, passt vieles nicht zum Thema ,und Wir müssen sie ertragen.
          Für mich stellt sich immer und immer wieder die Frage, wollen wir auf dieser Seite Dialog oder “Hetze”.Denke bitte einmal darüber nach.

    • Bauer Willi sagt

      @Andreas, bitte die Spielregeln beachten. Es macht mir keinen besonderen Spaß, von Dir immer wieder Kommentare zu lesen, die private Sachverhalte zum Gegenstand haben. Laß bitte meine Familie aus dem Spiel!!! Noch mal und du fliegst raus! Ich bin es leid!! Verstanden?
      Und noch etwas: Du bist ja nicht dumm und verstehst sehr wohl die Zielrichtung meiner Aussagen. Warum deutest Du die dann immer wieder bewusst um?
      Die Diskussion ist bisher relativ sachlich gewesen. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass es Dir nur darum geht, IMMER eine ANDERE Meinung zu haben und machst daraus ein Prinzip. So wie bei diesem gebetsmühlenartigen Beitrag.
      Bauer Willi

      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin Willi, ich währe dafür, und viele andere auch, endlich einmal die Notbremse zu ziehen. Unser Anliegen ist Dialog, offen und ehrlich und private Beleidigungen gehören nicht hier her.

        • Sandra Harms sagt

          ich sehe das nicht so, ohne andreas fendt ist es hier meist ein wenig langweilig. ein reinigendes gewitter ab und an gehört mit dazu. und sollte auch andreas mal zurück zur guten kinderstube bringen.

      • Johann Meyer sagt

        Das ist jetzt nicht angemessen, diese Drohung. Ich gewinne auch immer mehr den Eindruck, daß das Willi Prinzip auch wohl nicht besser ist, im Dialog um das Überleben einer kleinstrukturierten bäuerlichen Landwirtschaft. Herr Fendt ist ein bißchen extrem, aber er beschreibt einige Hintergründe sehr pointiert, auch auf die Gefahr hin ,daß nicht alle seinen Erfahrungshintergrund haben.

        • Bauer Willi sagt

          @Johann Meyer, es geht um die Seitenhiebe auf meine Privatsphäre. Ist ja schließlich mein Blog und es gibt übrigens Spielregeln, die oben nachzulesen sind.
          Bauer Willi

          • Johann Meyer sagt

            Auf dieser Seite werden auch andere grenzwertig Beiträge zugelassen,mit Seitenhieben auf andere Kommentatoren. Da hätte in der Vergangenheit schon einiges gelöscht werden können von Ihnen ,als andere betroffen waren. Ihre Familie bringen Sie selbst ins Spiel.

    • Der Brandenburgbauer sagt

      @Biobauer Andreas Fendt. Wieviel Frust schleppst Du mit Dir herum, um Willi so zu beleidigen? Es ist normal das die Menschen zu ein und dem selben Fakt verschiedene Auffassungen haben, aber die sollte man doch auf einer gewissen Stufe der Anstandes artikulieren.

      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        Willi mag das als Beleidigung aufgefasst haben, das war es nicht (sonst hätte ich geschrieben “der alte Depp kapiert aber auch gar nichts”, o.ä.) und das kann man auch nicht hineindeuten.

        Ich habe ja auch keine Details aus seiner Familie offenbart, die er hier nicht selbst schon genannt hätte (ich kenne auch solche Hintergründe aus dem Hause K.-S. ja auch gar nicht).

        Die Intention meines Beitrages war anzumerken, daß Willi seit einem Jahr +/- diesselben starren Positionen vertritt, eine Entwicklung sehe ich nicht, einen Dialog mangels mitlesender Verbraucher auch nicht mehr. Insofern: alles gut, nur muss man nicht haben und daran orientiere ich mich auch künftig.
        Viel Spass noch …

  6. Hartmut Keller sagt

    Ich bin sehr enttäuscht von unserem Landwirtschaftsminister Schmidt. Er lässt sich zur Zeit von der Frau Hendricks das Heft komplett aus der Hand nehmen. Aus seinem Hause kommt auch schon lange nichts Konkretes, das staatliche Tierwohllabel ist dabei nur ein trauriges Beispiel. Ich bin sicher, dass es nach der Wahl kein eigenständiges LW-Ministerium mehr geben wird. Es wird im günstigsten Falle dem Wirtschaftsministerium angeschlossen, sehr wahrscheinlich aber eher dem Umweltministerium.
    Dieses wurde schon 2014 von Frau Merkel so beschlossen, indem sie Christian Schmidt zum Minister machte, obwohl es bessere Kandidaten gab.
    Die deutsche Landwirtschaft ist doch zur Zeit für die Bundesregierung nur ein lästiger Klotz am Bein. Gerade jetzt mit Trump in den USA wird die Sicherung des Industrieexports wieder wichtiger. Da wird die Bereitschaft noch größer, Agrarprodukte zu importieren.
    Ich persönlich halte viele Diskussionen mittlerweile für vertane Lebensmühe. Die Weichen sind schon lange von da oben in Berlin gestellt. Es geht doch nur noch darum, mit welcher Lok ( Draisine, Dampflock oder ICE) und mit welchem Lockführer die Fahrt weiter geht.

    • Bernd Buss sagt

      Ich frag mich bloß wie die Banken ihr Geld wieder bekommen wenn reihenenweise Bauern das Handtuch schmeißen.
      Aber auf den Zeitplan der Kredite wird es hinaus laufen.
      In 10-15 Jahren ist die Landwirtschaft nach den Vorstellungen der Politiker und Verbraucher umgebaut.
      Fragt sich bloß ob die Verbraucher dann das essen was wir erzeugen.

      • Brötchen sagt

        Das wird verkauft, die FinanzHaie warten schon. China hat massig Devisen rum liegen, die kaufen hier mit Kusshand. Z.b.

  7. Der Brandenburgbauer sagt

    An alle Kommentatoren in Willis Block! Auf diese Internetseite hat mich vor vielen Monaten der Chefredakteur der größten Bauernzeitung in Ostdeutschland aufmerksam gemacht. Ich habe mich damit beschäftigt, mit dem Hintergrund, wie erreicht man einen Dialog unter Bauern, Landwirten, um mit einer Sprache unser Anliegen den Verbrauchern und der Politik zu vermitteln. Da schon, die vielen Verbände (sogenannte Interessenvertreter der Landwirte )mit einander nicht können oder wollen, sollten wir doch an der Basis einen Konsens finden. Tut mir leid ,bis auf sehr wenige Ausnahmen, hat dieses Anliegen nicht geklappt. Die Vorbehalte gegen über dem anderen” sind unüberbrückbar”, finde ich sehr, sehr schade,

    • Sabine sagt

      Ich denke, dass kommt daher, dass man nicht miteinander, sondern übereinander redet. Das fand ich übrigens auch bei den Hendriks Aktionen der letzten Zeit so gefährlich.
      Nur sonn Gedanke: Es gibt ja recht große landw. Ausstellungen, die ja – wenigstens empfinde ich das so- ganz gerne besucht werden. Wie wäre es da mal ein Internationales Treffen am Rande zu organisieren und zwar unabhängig von Verbänden etc. Glaubt mir, Bauern auf der ganzen Welt haben so ziemlich die selben Sorgen. Ob man jetzt Soja in USA, Rinder in Brasilien oder Schweine im Münsterland zieht, alle stehen unter Druck durch den globalen Handel, müssen sich durch Vorschriften kämpfen und haben Probleme mit Boden, Klima, Krankheiten……
      Ich bin überzeugt davon, dass die Landwirtschaft einen dritten Weg braucht, der kann aber nur von den Landwirten kommen, nicht von der Politik und nicht von den Handelsketten. Wäre es da nicht wichtig mal geballt Infos quer durch den grünen Bereich zu präsentieren?

      • bauerhans sagt

        ” die ja – wenigstens empfinde ich das so- ganz gerne besucht werden.”

        weisste warum…….um GROSSE trecker anzuschauen!

        • Sabine sagt

          Große Trecker sind schon toll, nur lösen die nicht von selber Probleme. Wenn die Leute aber schon mal da sind, könnte man ja auch mal sowas wie TED-Talks anbieten.

  8. Schmeckt gut sagt

    Hallo Willi. Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht. Besonders bedenklich ist, dass auch im Bioanbau in Sachen Wirtschaftlichkeit deutliche Grenzen erkannt werden. Bedenken werden insbesondere von den Bio-Pionieren geäussert – vor ein paar Tagen zur Biofach in Nürnberg u.a. von EU-Parlamentarier Martin Häusling. Wenn in keiner Anbaurichtung mehr Geld verdient werden kann, was bleibt uns dann? Willi liegt absolut richtig – wir können auch Bio. Auf den meisten Höfen gibt es noch 3 Generationen, die vom Betrieb leben (müssen). Dies ist einer der wichtigsten Gründe, warum jemand Landwirtschaft betreibt. Liebe Kommentatoren, kommt mir jetzt nicht mit dem Vorwurf, dass ich es doch nicht nur mit der ökonomischen Brille sehen darf. Ich darf nicht nur – ich muß es mittlerweile, und wir dürfen nicht aufhören, immer und immer wieder darauf hinzuweisen. Liebe Politiker und ihr habt letztendlich die Verantwortung, ob es uns in 10 Jahren noch gibt.

  9. Brötchen sagt

    Morgen Willi! Ich dich absolut verstehen! Mein Vorschlag : einfach machen! So wie hier: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-83794.html was echt belastend ist, das ist diese ausufernde vorschriftenwut. Daran halten sich aber wohl nur die dt. Landwirte. 😉 vielleicht wäre es wirklich mal heilsam das in einer Woche das NahrungsmittelAngebot stark eingeschränkt wäre. So wie die Flugleute ständig streiken.

    • bauerhans sagt

      solchen stall hatte ich schon 1981 in amerika gesehen,der allerdings nicht genau zur passenden windrichtung gebaut worden war und der farmer hatte für den sommer einen riesigen flugzeugpropeller zum lüften eingebaut.

      • Brötchen sagt

        Ja ist an sich nichts besonderes, bestimmte detaillösungen sind interessant. Der Reporter erzählt Blödsinn ? die Amis machen viele effektive Sachen. Es muss einfach sein und darf nicht viele Ressourcen brauchen! Energie und so. Genau betrachtet ist das ein verbesserter tiefstreustall. Aber eben nicht bio.

        • bauerhans sagt

          die amis machen vieles sehr einfach,um kosten zu sparen ,aber im umgang mit energie sind die immer noch sehr verschwenderisch.

  10. bauerhans sagt

    in onlineforen von zeitungen lese ich die üblichen vorwürfe:
    ihr bauern macht die umwelt kaputt!
    wenn ich dann darauf hinweise,dass alle menschen für die umwelt verantwortlich sind,nicht nur die bauern,bekomme ich zustimmung,dass man nicht dauernd vorschriften erlassen kann,die mit “subventionen” honoriert werden,von denen das meiste bei grossbauern landet,sondern dass kleine bauern auch gezielter unterstützt werden müssen.

    • Der Brandenburgbauer sagt

      @bauerhans, was sind in Deinen Augen Großbauern? Das ist genau wieder so ein nicht definierbarer Begriff, wie Massentierhaltung.

        • bauerhans sagt

          ich habe nur das wieder gegeben,was ich gelesen habe!

          ich weiss noch genau,als ich 1991 in sachsen-anhalt vor einem 76ha schlag stand und den wiedereinrichter fragte,wie er sich denn merke,aus welcher fahrgasse er mit der leeren spritze raus und mit der vollen wieder rein muss,gps gabs damals noch nicht.

          • Brötchen sagt

            Bauerhans viele begreifen nicht, das es bei uns kein Weg zurück mehr gibt. Bis auf ein paar Ausnahmen. Das begreifen selbst hochkarätige Westdeutsche Wissenschaftler nicht, wie kann es sonst sein, das Vorträge gehalten werden mit Inhalten, die im Osten keine Relevanz haben. Tierbestand pro ha und nährstoffanfall pro ha

        • Der Brandenburgbauer sagt

          @Brötchen, Warum? Wir sollten mal beide den kontakt suchen um die Ursachen zu klären.

          • Brötchen sagt

            @Brandenburgbauer danke für das Angebot! Ist glaube ich egal woran das liegt, es gibt Unterschiede, die sollte man anerkennen und nicht versuchen, so eiapopeia massig eine Decke drüber zu decken. Die lw. Wird sich mehr polarisieren, muss sich sogar mehr polarisieren. Was daraus die Schlussfolgerung ist, dass ist die große Frage.

  11. Diese Machtpolitiker müssen endlich aus allem rausgehalten werden.
    Die haben von nichts eine Ahnung, aber wollen alles bestimmen.
    Das ist Schwachsinn, zum Prinzip erhoben.

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