Bauer Willi
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Katerstimmung – oder: Das Ende der Spaß-Republik

Lebensmittelampeln, Feinstaubbelastungen, vegetarisches Essen, Biolandbau und Rauchverbote, Gendertoiletten und die Bekämpfung der Gentechnik waren und sind immer noch die Themen, die die Partei der Grünen besetzen.

Doch damit haben sie ein Problem: Diese Themen sind derzeit nicht wirklich gefragt und auch der Gedanke eines Fahrverbotes für alte Dieselfahrzeuge wird sie in der Wählergunst nicht wirklich nach vorne bringen.

Somit kommt der Autor des nachfolgenden Beitrages zu dem Schluss: “Einmal noch muss das Lifestyleprogramm aus gesunder Ernährung, erneuerbaren Energien und Verbraucherschutz funktionieren.” Ob das aber klappt?

http://www.svz.de/deutschland-welt/politik/die-schwaeche-der-starken-id16188996.html

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45 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Eine Verbotspartei bleibt eine Verbotspartei. Die habens noch nicht kapiert. In unserer Stadt wollen die GRÜNEN eine Baumschutzsatzung einführen. Das ist für mich ein Eingriff in den Privatbesitzbereich . Wenn die Baumschutzsatzung kommen würde , dann fallen meine alten 150 Jahre alten Bäume vorher um . Meine Familie entscheidet wann ein Baum wegkommt und nicht irgendwelche Behördenmitarbeiter . Bei uns pflanzt leider kein Bauer mehr Bäume oder Büsche in der Feldmark , weil dann die Behörden immer dazwischenreden , selbst beim Kurzhalten. Mit dieser Behördenwillkür erreicht man eher das Gegenteil. Außerdem sind viele öffentliche Anpflanzungen lt. Gesetz illegal. Die setzen sich über ihre eigenen Gesetze hinweg. Es gibt Abstandsauflagen nämlich ein Meter Zuwachs zzgl. ein Meter abstand zu Gräben und Wegen. Danach würde in den Gemarkungen nicht viel übrigbleiben.

    • bauerhans sagt

      “Baumschutzsatzung”

      haben wir hier schon lange und interessant ist,dass selbstbewusste rentner z.b. durch meinen wald gehen und dem ordnungsamt eine meldung machen: baum total trocken,fällt direkt auf fussgänger!
      und der chef vom amt schickt mir ne entsprechende mail,dass ich da sofort kontrollieren müsse und ich wiederum muss dem amtsleiter erklären,dass wald nen bestimmten status hat.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In einem Stadtteil einer Nachbarstadt hat ein Landwirt seinen Bauaushub, – den er nach dem Hausbau wieder brauchte – , zwischen seine am Wegesrand stehenden Pappeln zwischengelagert.
      Dann bekam er vom Umweltbeauftragten die Aufforderung, er muss unverzüglich die Ablagerungen zwischen den Pappeln entfernen.

      Die Antwort des Landwirtes war, er sägt die Pappeln ab, dann ist das Problem gelöst.

      Die Ablagerungen sind wie geplant verschwunden und die Pappeln stehen immer noch. 🙂

  2. Willi sorgt sich um die Grünen. Das finde ich fast schon rührend 😉 Aber im Ernst jetzt: Wer, wenn nicht die Grünen brächten (euch) Bauern noch irgendwie in die politische Wahrnehmung? Folglich müsst ihr euch tatsächlich aus eigenstem Interesse Sorgen um euren Stachel im Fleisch machen, nicht wahr?

    • Elke W. sagt

      !Herr Fuchs, wenn Sie irgendwann einmal vor leeren Lebensmittelgeschäften stehen und Hunger haben, werden Sie sicherlich die Bauern wahrnehmen.

      • Alois Wohlfahrt sagt

        Bei Kritik immer gleich die “KO-Frage” stellen, ist sinnlos. Peter hat Recht.
        Der “grüne Augenmerk” auf die Landwirtschaft ist auch eine Chance zur Kommunikation und zur Weiterentwicklung, bzw. Problemlösung. Es kommt darauf an, ob die Landwirtschaft aktiv (mit)gestalten wird. Oder ob die bisherige Strategie des “Zurückweisen” und gleichzeitig “weiter so”, beibehalten wird.
        Dazu passt das Zitat von Gustav Heinemann: “Wer nichts verändern will, der wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.”
        http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_gustav_heinemann_thema_veraenderung_zitat_23851.html

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die Chance zur Kommunikation muss man der Landwirtschaft auch eingestehen, in dieser Hinsicht haben die Medien noch Nachholbedarf.

          Die Elke W. verstehe ich auch, man muss nicht bei jedem Trommelfeuer aus der Worthülsenkanone kuschen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sag ich doch immer,
      für was brauchen wir noch Bauern, bei ALDI & Co gibt es doch alle Lebensmittel zu kaufen.

    • Bauer Willi sagt

      Tja Peter, ich muss mich halt um alles kümmern, jetzt sogar schon um die Grünen 🙂 .
      Im Ernst: die immer kleine Partei hat viel bewegt was dann aber von den großen Parteien umgesetzt wurde. Damit war das Thema weg ohne dass sie sich damit profilieren konnten. Zur Zeit sind deren Themen nicht en vogue und werden es auch wohl bis September nicht werden. Sorgen mache ich mir trotzdem nicht, weil sehr viele Medienleute grün sind und die Vertreter der Partei auch noch bei 5,1% vor die Kamera holen.

      Wo du es gerade sagst: den Hofreiter hab ich schon seit Wochen nicht mehr im Fernsehen gesehen. Die Frau Peter auch nicht, Künast nicht und Bärbel Höhn auch nicht. Nur den Cem Özdemir…
      Bauer Willi

    • Andreas Schmid sagt

      Mal anders herum gefragt: Brauchen wir solch eine öffentliche Wahrnehmung? Wenn wir in Ruhe unsere Arbeit(die Verbraucher mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen) machen könnten, ohne dass jeden Tag irgend ein “Fuzzi” von uns irgend etwas anderes will(uns vorhält, was wir alles Falsch machen), wäre, glaub ich auch schön.

  3. Stadtmensch sagt

    Der Autor wirbt für ein Ende der “Spaßgesellschaft” und für einen “autoritären Ruck” nach dem Motto, es gibt wichtigeres als sexuelle Diskriminierung, Rassismus und Umweltschutz. Nämlich (Rüstung=Verantwortung), Standortsicherung (noch mehr Freiheit fürs Kapital) und die unvermeidliche Steuererleichterung (Trump lässt grüßen). Weiterhin kommt er in seinem Artikel völlig ohne Fakten aus. Die Grünen waren und sind hervorragende Kriegstreiber. Da muss man nur diverse Statements von Frau Harms oder Herrn Fischer zur Kenntnis nehmen. Der Deutsche braucht einfach die Knute. Das war schon immer so und wird auch noch ne Weile so bleiben. Da hatte Heinrich Mann schon recht.

    • rebecca sagt

      “Menschenrechtler ” Rebecca Harms und Marielouise Beck, Volker Beck.

      Damit ist zur Qualität desd Artikels alles gesagt.

      Wer Fans von ukrainisschen Nazis, Transatlantiker, Pädophile und Drogensüchtige als erwähnenswerte Menschenrechtler bezeichnet hat ganz klar jeglichen Bezug zur Realität verloren.

  4. Martin Gork sagt

    Die Grünen und deren Wähler sind aber sehr fleißig unterwegs,
    Deutschland hat seinen persönlichen Rekord an Flugreisen aufgestellt.
    Der Spaß geht also weiter, schädlich ist nur die Landwirtschaft.

  5. Andreas Müller sagt

    Aber bitte morgen konsequenterweise folgt ein Positivbeitrag von Bauer Willi über seine Liberalen – die knacken die 5 % mit Wolkenschlössern für Landwirte – Gentechnik, Düngen, PSM, Glyphosatfreigaben, modernen Zukunftstechniken und Steuererleichterungen

    • Bauer Willi sagt

      Wie wäre es denn ohne Züchtung, Düngen, PSM, Zukunftstechniken und Steuererleichterungen? Das wäre ja dann Bio ohne Prämien. Machbar?
      Bauer Willi

      • Martin Grube sagt

        Klar ist das machbar…
        Andreas Müller stelle ich als Knecht aber nicht ein…

        • Andreas Müller sagt

          macht nichts, bin als Dipl. Ing. schon in guter Anstellung in einem nachhaltigem Wirtschaftsbereich.

      • Brötchen sagt

        Konventionelle Züchtung ist erlaubt und Düngung auch! Nur bestimmte Düngung. Demeter hat eine ausgefeilte kompostwirtschaft. Ein bio verband hat sich für improvac Kastration entschieden, denke das die bio Verbände nicht so vernagelt sind. Die Regeln stellen die ja für sich auf. Ich bin da unabhängig wollte das nur klarstellen. Und neben der allgemeinen plattheiten kann man gern diskutieren, wo die konv. Züchtung ausgereizt ist und wo nicht!

        • Martin Gork sagt

          Wo sehen Sie die Unterschiede?
          Welche verschiedenen Ansätze unterscheiden Gentechnik und “Züchtung”.
          Halten Sie Protoplastenfusion für Züchtung oder Gentechnik?

          • Brötchen sagt

            Martin gork! Ich habe eine sehr hohe akademische Bildung und bin auch praktisch in der Züchtung tätig. Auf ihre Frage die zielt auf den Ausschluss von gentechnischen Methoden. Mir ist bekannt, daß in der klassischen PflanzenZüchtung auch mit bewusst ausgelösten Mutationen gearbeitet wird. Da gibt es Grauzonen, die man immer als Gegenargument anführen kann. Bei der grundlegenden Diskussion kommt es gegenüber dem Kunden darauf an, eine durchgängige Leitlinie zu vertreten! Da können Sie gerne versuchen mit Schlagwörtern zu überzeugen, so wie der Autor hier unbewusst und vielleicht etwas unbedarft geschrieben hat, bio würde Züchtung generell ablehnen. Ich als konv. Interessenvertreter würde mir viel mehr Gedanken machen, welche Leitlinie ich vertrete und ganz wichtig! Was der Kunde davon wahrnimmt! Und danoch kann man sich immer noch streiten, welche Gentechnik vertretbar ist oder nicht.

            • bauerhans sagt

              “Ich habe eine sehr hohe akademische Bildung”

              das ist doch nicht schlimm!
              ich bin theoretischer bauer,hatte nie ne lehre gemacht,aber learning by doing.

            • Brötchen sagt

              @bauerhans;) hat man bei dem pietrainthema gemerkt! Sonst aber angenehmer Typ! Bezüglich Soja ist gerade die neue sortenprüfung für Ostdeutschland veröffentlicht. 34 dt für d- Standort geht doch schon.

          • Zenzi sagt

            Ganz klar Gentechnik. Die verschmelzung zweier Zellkerne, die in der Natur niemals vorkommen würde. Ich brauche keine Tomoffeln.

            • Martin Gork sagt

              Laut Greenpeace nicht, daher findet man seit langer Zeit viele auf dieser Art gezüchteten Lebensmittel im Gemüseregal.

            • bauerhans sagt

              “Tomoffeln.”

              ich hatte mal “tomafer” geerntet: unten platt liegender hafer und oben tomaten,weil dort klärschlamm gedüngt worden war.
              die pferde mochten diesen “schwarzhafer” nicht,weils eigentlich ein gelbhafer gewesen war.

    • Martin Gork sagt

      Was bitte ist eine “Glyphosatfreigabe”?
      Und Düngen ist ein Wolkenschloss oder notwendig?

      • Andreas Müller sagt

        standortbezogenes, bodenpflegendes Düngen mit organischen Dünger mit Nutzung der Bodenorganismen ist sehr notwendig

        • Martin Gork sagt

          Organischer Dünger steht nicht allen in ausreichender Menge zur Verfügung.
          Und könnten Sie mir den Unterschied von dem organischem Element N und dem vom mineralischem erklären?

          Standort bezogen darf eh nur gedüngt werden, ein Blick in die Düngeverordnung sollte da reichen, wenn man das nicht weiß.
          Zu dem kostet eine nicht bedarfsgerechte Düngung eines Standortes (Feldes) unnötiges Geld.

            • Bauer Willi sagt

              Auch wenn @Andreas Müller das nicht wissen will: meine Hoftorbilanz, die ich schon seit über 10 Jahren gewissenhaft mache, weist im Schnitt der letzten 5 Jahre bei N ein Plus von 36 kg/ha aus, bei P und K regelmäßig ein Minus von 10 bis 25 kg/ha. Darunter nicht ein einziges Jahr mit positivem Saldo bei P und K. Eingesetzt wurden Champost und Gärrest. Was lernen wir daraus? Erst einmal nichts, weil es auch wichtig wäre, die Erträge dazu zu kennen. In 2016 war es bei Getreide und Raps mies. Dementsprechend war die Bilanz nicht so, wie ich es in den Vorjahren gewohnt war. Und jetzt?
              Bauer Willi

            • Andreas Müller sagt

              Danke Bauer Willi, natürlich machen solche Zahlen nur Sinn im Verhältnis zum Ertrag. Aber Bauer Willi hat doch nur ne Katze, die Kacki fällt nicht so ins Gewicht

            • Martin Gork sagt

              Die Nährstoffsalden werden immer mit dem Ertrag wie auch dem Input ermittelt Herr Müller

        • Brötchen sagt

          Ich habe das jetzt gerade nicht auf dem schirm, mineralisch ist doch kalken und urgesteinsmehl erlaubt?

          • bauerhans sagt

            bei mir wird demnächst eine fläche von schutzzone 3 in schutzzone 2 umgewidmet d.h. keine organische düngung mehr,aber mineralische!
            ich bin im moment noch etwas verwirrt.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Gülle, Jauche, Silagesickersaft u.ä., Sekundärrohstoffdünger ausgenommen rein pflanzlicher Herkunft sind in der Wasserschutzgebieten der Zone II ganzjährig verboten.

          • Schmeckt gut sagt

            Und Rohphosphat und Kaliumsulfat…. 😉 . Es muß gedüngt werden – in Bio und Konvi. Nur, wir müssen hierüber vernünftig reden – auch in der Öffentlichkeit. Dieses “Verschwiegene” hat nicht nur der konventionelle Anbau (hier wird es nach und nach besser werden/müssen) – auch der Bioanbau macht hier Fehler und diese fehlende Kommunikation wird in Zukunft auch viele Probleme bringen. Mit dem Ausspruch: “wir Düngen nicht und setzen keine Pestizide ein” sollten sich alle Anbaurichtungen zurückhalten – oder die Methoden offen vertreten. Dazu gehört selbstverständlich auch Düngung und Pflanzenschutz. Diese Erkenntnis ist bisher auch nur bei wenigen Grünen angekommen. Die Grünen werden auch in diesem Bereich irgendwann Farbe bekennen müssen. Der Weg dahin bleibt spannend.

            • Brötchen sagt

              Ich kann Ihnen futterdeklarationen zeigen, da fallen sie vom Glauben ab ;). Was sie schreiben, kann ich voll unterschreiben.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Dass Bio-Betriebe Mist von Kühen, Pferden, Schafen und Ziegen von konventionellen Betrieben zugekaufen können, verschweigen die gerne.

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