Alle Artikel in: Bauer Willi

Rundgang im Bio-Mustergarten

Ich war mit Ralf und Sascha in deren Bio-Mustergarten. Sie wollten von mir wissen, was sie hätten anders und vielleicht auch besser machen können. Jetzt konnte ich endlich mal meine Pflanzenbaukenntnissen auspacken. Dieses Video und auch der zweite Teil (folgt später) sind nicht unbedingt für Landwirte gedacht, sondern vor allem für den Hobbygärtner. Wenn man die Kommentare liest, hab ich wohl nicht allzu viel Unsinn erzählt. Aber vielleicht sehen das meine Berufskollegen ja anders.   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Exklusiv und nur für kurze Zeit…

…gibt es bei mir garantiert gentechnikfreies Weizenstroh. Nur auf Vorbestellung, da die Weizenernte noch nicht begonnen hat. Auf Wunsch auch mit selbstgemachtem Zertifikat GtfWs. Da soll mal einer sagen, die Bauern wüssten nicht was der Verbraucher wünscht. Übrigens: bei Lidl gibt es jetzt gentechnikfreies Schweinefleisch… Angebote bitte in die Kommentare schreiben. Preis gilt pro Rundballen ab Feld. Gewicht wird geschätzt. Verladung und Transport muss selbst organisiert werden. Euer Bauer Willi

Selbstversorger

Knapp 100.000 Abonnenten hat der „Selbstversorgerkanal“ auf Youtube. Offensichtlich suchen viele Menschen Tipps, wie sie im eigenen Garten ihre eigenen Lebensmittel erzeugen können. Wenn möglich, in Bio-Qualität. Ich habe mich mit dem Betreiber Ralf über die Idee, die Hintergründe und Motivation unterhalten. Und das er aus der gleichen Gemeinde wie ich stammt, sei nur am Rande erwähnt. Noch einer, der sich um den Kontakt zum Mitbürger kümmert und sein Wissen gerne weitergibt. Und der die Arbeit von uns Landwirten schätzt.  Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen https://www.youtube.com/user/rrhase http://www.neulichimgarten.de

Im Gänsemarsch durch´s Gemüse…

…ging es neulich für eine Schulklasse unserer örtlichen Grundschule. Nicht ganz einfach, denn die Wege zwischen den verschiedenen Kulturen in unserem Gemüsefeld waren auf den Besuch nicht eingerichtet. Mit dem Erkennen der verschiedenen Früchte klappte das bei Kartoffeln, Zwiebeln, (Zucker)Mais, Tomaten und Bohnen ganz gut. Aber bei Auberginen, Paprika, Kürbissen und Mangold hatten sogar die „Großen“ (Lehrer und Eltern) einige Probleme. Und dann gab es noch Soja, Knoblauch, Süßkartoffeln, Petersilie, Rotkohl und diverse Sorten von Salat. Natürlich durfte jeder auch mal probieren. Dicke Bohnen, Zuckererbsen und Basilikum fanden reißenden Absatz.  Anschließend ging es noch in die Maschinenhalle, aber da ließ die Konzentration nach fast einer Stunde „im Gemüse“ schon nach. Denn die längst fällige Frühstückspause machte sich bemerkbar. Die Kinder haben mir fest versprochen, mir ein Bild vom Besuch im Gemüsegarten zu malen. Ich freue mich schon drauf. Euer Bauer Willi P.S.: Aus Datenschutzgründen habe ich ein Bild gewählt, auf dem möglichst die Gesichter der Kinder nicht zu erkennen sind.

Einfach, authentisch, glaubwürdig…

…so präsentiert sich dieser Landwirt, der seine Mitbürger einfach einlädt und mitnimmt auf´s Feld und erklärt was er macht. Natürlich werden auch kritische Fragen gestellt aber er nimmt die Sorgen und Ängste seiner Mitbürger ernst und spricht mit ihnen auf Augenhöhe. Und das kommt an. http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau/bauern-landwirtschaft-image-bauerntag-100.html Was würde wohl passieren, wenn das jetzt alle Landwirte machen würden….Ist ja nicht sonderlich schwierig, das nachzumachen…oder? Euer Bauer Willi

Interview: Bauern und die Medien

Dirk Fisser ist Redakteur der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ und schreibt oft über landwirtschaftliche Themen. Nachdem er mich mal interviewt hat und wir gemeinsam in einer Podiumsdiskussion an der Hochschule Osnabrück wieder aufeinander getroffen sind, habe ich ihm jetzt mal in seiner Funktion als Journalist ein paar Fragen gestellt.   Herr Fisser, eines scheinen Bauern und Journalisten gemeinsam zu haben: ihr Ansehen in der Bevölkerung ist nicht sehr hoch. Auch wenn das eine Studie jetzt anders beschreibt, zumindest was die Bauern angeht. Wie fühlen Sie sich eigentlich als „Underdog“ und finden Sie die Kritik an den Medien eigentlich gerecht? Das ist richtig: Journalisten und Landwirte stehen derzeit unter besonderer Beobachtung und besonderem Druck. Journalisten sind es dabei vielleicht eher gewohnt, kritisiert zu werden als Landwirte. Natürlich ist das nicht angenehm, aber es gehört für mich dazu! Es ist nicht meine Aufgabe möglichst vielen Menschen zu gefallen und ihnen nach dem Mund zu reden. Ein Artikel ist immer nur eine Momentaufnahme, auf der ein sehr kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit festgehalten wird. Das ist doch das Wesen des …

Was wäre eigentlich wenn…

… sich Landwirte  und Verarbeiter einig wären und dem Lebensmittelhandel (LEH) sagen würde: „Es reicht“. Und ab sofort die immer neuen Anforderungen, die der LEH stellt, einfach nicht erfüllen würde… Weiter Gen-Soja aus Südamerika verfüttern, weiterhin Kühe in Anbindehaltung halten, weiterhin enthornen und Schwänze kupieren. Auch am Platzbedarf für die Tiere würde sich nichts ändern, alles bliebe so, wie es ist. Keine neuen Investitionen, keine neuen Dokumentationspflichten, keine Qualitätssicherungssysteme mit stundenlangen Audits, keine neuen Label. Einfach mal Pause mit neuen Wünschen. Wer mehr Tierschutz will, wer keine Rückstände in seinen Nahrungsmittel haben möchte, wer nicht möchte, dass Glyphosat eingesetzt wird soll doch ganz konsequent nur noch Bio-Produkte kaufen. Immer. Und alles.  Unverarbeitet, zum Selbermachen. Er kann auch direkt auf dem Bauernhof seiner Wahl einkaufen, wo er den Bauern kennt und ihm vertraut. Denn wo Vertrauen ist, funktioniert auch der Markt. Davon träumt… …euer Bauer Willi

Bio fordern ist nicht schwer – Bio Anbau dagegen sehr

Sascha Singh aus Frechen im Rheinland will es praktisch wissen. Darum hat er die Internet-Seite selfbio.de ins Leben gerufen, die interessierten Menschen dabei hilft ihre eigenen Bio-Lebensmittel zu erzeugen. Unterstützt wird er von einer wachsenden Community, die alle ihr Wissen rund um ihr eigenes Bio-Wissen einbringen. Ich habe Sascha besucht, ihm ein paar Fragen gestellt und mich in seinem Garten umgesehen. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Biologische Waffen…

…in meinen Zuckerrüben. Weil es immer noch nicht geregnet hat, bin ich gerade dabei, Schosser-Rüben (Rüben sind zweijährig und blühen normalerweise erst im zweiten Jahr, woran sich aber nicht alle halten) aus dem Feld zu entfernen. Aus den Vorjahren sind auch noch ein paar Kartoffelknollen übrig geblieben, die gekeimt sind und jetzt als ausgewachsene Pflanzen zwischen den Rüben stehen. Die hacke ich aber nicht weg, denn erstens ist mir das zu mühsam und zweitens machen sich gerade fleißige Helfer darüber her, die das Kartoffellaub innerhalb weniger Tage bis auf das Gerippe herunterfressen. Es sind die Larven des Kartoffelkäfers, der in Kulturkartoffeln natürlich unerwünscht sind, hier aber gute Dienste leisten. In diesem Falle wird also aus dem Schädling ein Nützling, quasi eine „biologische Waffe“ um meine Zuckerrüben frei von Kartoffeln zu bekommen. Wollte ich euch mal zeigen. Auf eure Bemerkungen bin ich gespannt. Kann mir schon denken, was da jetzt so kommt … 🙂 Euer Bauer Willi

Fragen an Greenpeace

Martin Hofstetter ist der Agrarexperte und Political Advisor bei Greenpeace Deutschland. https://blog.greenpeace.de/autor/martin-hofstetter Ich habe ihn im Frühjahr auf einer Podiumsdiskussion getroffen. Im Nachgang hat er mir einige Fragen beantwortet. Herr Hofstetter, Greenpeace ist bei Bauern nicht gerade beliebt und das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Können Sie das verstehen? Natürlich werden wir nicht von allen Landwirten geliebt, aber von vielen respektiert. Wobei es da ja durchaus Unterschiede gibt. Meiner Erfahrung nach honorieren viele Landwirte, dass wir sehr aktiv gegen die Klimaerwärmung, z.B. gegen die Kohle-Industrie arbeiten und uns für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzten. Der Ausbau der Wind- und Solarenergie hat ja auch manchen Landwirten durchaus finanziell glücklich gemacht, da gibt es also gemeinsame Interessen. Und auch bei unseren Landwirtschafts-Kampagnen gegen die Grüne Gentechnik, die Macht von Agrarkonzernen, die Patentierung von Ackerpflanzen habe ich viel Unterstützung aus der Landwirtschaft erfahren. Auf der anderen Seite gibt es Themen wie den Einsatz von Pestiziden, Umbau der CAP oder auch Veränderungen bei der Tierhaltung, da  tun sich manche Landwirte mit unseren Forderungen deutlich schwerer. Vermutlich weil sie uns da als …