Bauer Willi, Video
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Bio fordern ist nicht schwer – Bio Anbau dagegen sehr

Sascha Singh aus Frechen im Rheinland will es praktisch wissen. Darum hat er die Internet-Seite selfbio.de ins Leben gerufen, die interessierten Menschen dabei hilft ihre eigenen Bio-Lebensmittel zu erzeugen. Unterstützt wird er von einer wachsenden Community, die alle ihr Wissen rund um ihr eigenes Bio-Wissen einbringen. Ich habe Sascha besucht, ihm ein paar Fragen gestellt und mich in seinem Garten umgesehen.

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57 Kommentare

  1. Lieschen Müller sagt

    Bioanbau im Garten kennen eigentlich die meisten, oder können sich etwas darunter vorstellen. Das Selbstversorgung aus dem Kleingarten nicht möglich ist, wissen wir Verbraucher auch. Im Kleingarten macht man arbeitsintensive Kulturen wie Erbsen. Schmecken lecker, aber vom Verkauf könnte nie jemand leben. Hühner und Eier schaffen auch noch einige, aber schon bei Schafen wird es schwerer. Da muss man in die Tierseuchenkasse einzahlen (heißt das so?), wohin mit den Schlachtabfällen und der ganzen Wolle? Aber darum geht es doch gar nicht! Die Arbeitsteilung gibt es schon sehr lange. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass nur eine biologische Landwirtschaft die Zukunft sein kann. Den biologischen Obst- und Gemüsebau gibt es doch auch.
    Besucht doch bitte mal einen Erzeuger von Bioweizen! Wofür gibt es da eigentlich das Zertifizat?

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    • Mark Rössler sagt

      Frag doch mal woher der Biobauer sein Saatgut bezieht und warum.
      Wieso wird so viel Bio-Saatgut aberkannt?

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      • Lieschen Müller sagt

        Es scheint mir eine rhetorische Frage zu sein. Sie können es doch einfach sagen!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      >>Bioanbau im Garten kennen eigentlich die meisten, oder können sich etwas darunter vorstellen. <<

      Da fällt mir ein Gespräch mit einem Alternativen in Würzburg ein, der ein Plakat an seinem Stand heftete: Glyphosat verbieten.

      Als ich ihn fragte, ob er schon mal eine Hacke in der Hand hatte.

      Er sagte nein, kann sich aber vorstellen, wie eine Hacke aussieht!

      Derzeit werden in unserem Ort, Gärten mit Rasen und Schotter angebaut, will aber nicht bestreiten, dass die in der Landlust noch nie was vom Bioanbau im Garten gelesen haben.

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  2. Sabine sagt

    Also, der Selbstversorger-Kanal, hat ja mal ganz wunderbar dargelegt, was er alles aus seinen Beeten holt… und dass es trotzdem nicht reicht, den Kohl alleine macht nicht Fett. Das Problem in den Nutzgärten ist halt, dass man nur wenig hochkalorische Pflanzen anbauen kann. Die anfänglichen versuche mit Weizen und Co. sind ja aufgrund der geringen Masse und des unglaublichen Aufbereitungsaufwands dann doch irgendwann eingestellt worden.
    Ich finde so ein bisschen wilder Nutzgarten hat was und ist für mich jedenfalls schöner wie die aufgeräumten, pflegeleichten 08/15 Gärten. Also Buch zu den Tube-Kanälen kann ich übrigens den Goldenen Grubber empfehlen.

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  3. Danke für den selfbio-Artikel.

    Dieses Jahr habe ich im Hoch- und Tischbeet, in den Töpfen und Kästen Erbsen, Salate, Kräuter, Mangold, Erd- und Himbeeren, Bohnen, Tomaten, Paprika und Kartoffeln.
    Mein Traum ist ein richtiger Garten vor oder hinter dem Haus wie ich ihn aus Kinderzeiten noch kenne.

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  4. Paulus sagt

    Selfbio ist sicher sehr interessant für Urban Gardening-Projekte und selbst mit lächerlichen 200 m² sogen. Versuchsfläche durchaus lobenswert. Wenn ich auf deren Website allerdings allein die Ergüsse über die Wühlmaus-Lebendfalle lese und das man die Tierchen nicht dem Ertrinkungstod aussetzen darf, sondern sie möglichst weit vom Standort wieder ausgesetzt sollten, kommen mir Zweifel an der Ernsthaftigkeit. Der Bauer, der so zwischen Frechen und Hürth oder Köln wirtschaftet wird sich für den Zuwachs bedanken. Obwohl, das erledigt sich ja weitgehend mit einem großen Fendt.
    Diesen bärtigen Einflüssterer, der auf der Website von Selfbio auftaucht meine ich zu kennen; der Typ verheißt nichts Gutes. Wenn das die Zukunft der deutschen LW sein soll hoffe ich sehr, dass uns europäische und außereuropäische Nachbarn mit ausreichend Nahrungsmitteln versorgen.
    Aber wie das so ist, der gute Willi scheint z.Zt. alle Register zu ziehen um für seinen Hofnachfolger den Boden für die Umstellung auf eine biologische LW zu bereiten. Das ist legitim und er ist sozusagen Lobbyist in eigener Sache. Ich finde das gut.

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    • Bauer Willi sagt

      Nö Paulus, das hat mit dem Hofnachfolger nix zu tun. Ist einfach Interesse an einer anderen Sichtweise. So wie bei Greenpeace, wo ich ja auch kein Mitglied bin.

      Der „bärtige Einflüsterer“ (kein Landwirt) kommt auch noch in einem nächsten Video. Stammt übrigens aus der gleichen Gemeinde wie ich. Immerhin hat der bei Youtube 99.500 Abonnenten….
      Daran arbeiten wir noch… 😉
      Bauer Willi

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      >> Wenn ich auf deren Website allerdings allein die Ergüsse über die Wühlmaus-Lebendfalle lese und das man die Tierchen nicht dem Ertrinkungstod aussetzen darf, sondern sie möglichst weit vom Standort wieder ausgesetzt sollten, kommen mir Zweifel an der Ernsthaftigkeit.<<

      Ganz brutale Menschen stellen zb. eine Bierfalle für die Schnecken auf, die dann in Bierseliger Weise ertrinken. Ich trinke das Bier selber und verwende BIO Schneckenkorn (Eisen-III-Phosphat).

      Erst dieser Tage habe ich Spinnosat in meinem Betreib angewendet, zugelassen nach er EU-BIO Verordnung, auf mein ökologisches Fachwissen, bin ich bin so was von Stolz.

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      • Paulus sagt

        @ Ehemaliger
        Jou, mit dem Schneckenkorn hast Du wohl Recht. Habe es mal mit Kochsalz (NaCl) versucht, wirkte gut bei Schnecken, war aber sonst alles andere als toll. Bierfallen erwiesen sich als weitgehend zwecklos, weil sich die Schneckenpopulation nur vermehrte.
        Dann habe ich etwas streng Verbotenes getan und abendlich Igel eingefangen und diese von hier nach da verbracht. Die zeigten aber trotz Igelhütten, gem. den Empfehlungen des NABU, ein ausgeprägtes Territorialverhalten und ich konnte zum ersten Mal hören und beobachten wie sich Igel in die Wolle kriegten.
        Von der Anschaffung irgendwelcher Laufenten habe ich abgesehen, nachdem mich unser benachbarter Altbauer und Mitbewirtschafter mit freundlichen Worten für bescheuert erklärte.
        Aber immerhin, mit Eisen III Phosphat ist zumindest alles EU-konform. Es gibt aber noch eine andere Methode, die wirkt ganz schnell und wird von dem Vorgenannten bevorzugt angewendet. Die könnte man, je nach Betrachtungsweise auch als bio bezeichnen.
        Wie Du siehst, sind die Definitionen was bio ist und was nicht, eher unbegrenzt. An der Erweiterung meines ökologischen Sachverstandes arbeite ich noch.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Kochsalz, das wird von manchen gerne in den Gärten zur Schneckenvernichtung genutzt. Es ist schädlich für den Boden, und für die Schnecken ist es ein qualvoller Tod.
          Ich stehe dazu, dass wegen meinem Fleischgenuss Tiere getötet werden, auch das töten von Schnecken, dann bitte die humanere Methode

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  5. Sophus sagt

    Hand auf’s Herz, reicht so ein Garten für eine ganzjährige Lebensmittelversorgung für eine 4 köpfige Familie? Welche der Familienmitglieder werden die Arbeit von der Aussaat bis zum Einwecken/Konservieren der Früchte machen? Als Hobby alles schön und gut, aber zur Nahrungsmittelversorgung unsere Mitmenschen wohl kaum mehr geeignet oder?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei Kartoffeln, Bohnen, Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Chayoten, Karotten, Zucchini, sind wir Selbstversorger, wer die meiste Arbeit macht, na ich.

      Wenn die anderen Rentner sich vom Stress des Arbeitslebens erholen, bin ich halt im Garten.

      Hab immer im TV gesehen, wie man des leckere Gemüse einfach aus dem Garten holt,bei mir funktionierte es so nicht, ich muss immer zuerst Säen und pflanzen. 😉

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    • Inga sagt

      Da siehst zu mal, was so eine einfache Hausfrau von früher zu tun hatte.

      Die hatte keine Zeit an die Arbeit zu gehen,

      aber es gehört ja eine bestimmtes Fachwissen dazu, und das ist betimmt auch nicht geehrt wurde.

      Wenn die ganze Famiie mithilft, besonders beim Ernten und Verarbeiten, dann kann man das in der Freizeit schaffen.
      auch beim Hacken und Unkrautbeseitigen!

      Saatbettbereiten – Männersache
      Säen – Frauen- und Männersache
      Aufhacken – Frauensache
      Unkrautbeseitigen – Männer- u. Kindersache
      Einzelernte zum Sofortverbrauch – Kinder- oder Herr u. Frau Koch seine Sache

      Großernte – Männer- und Kindersache
      Verarbeitung u. Haltbarmachung – Herr o. Frau Kochsache
      Lagerverwaltung – Herr oder Frau Kochsache
      Herr o. Frau Koch in der Familie muß auch wissen, was man wie einlagert und haltbar macht.

      Wenn Kinder überall bei helfen, dann finden sie eventuell Interesse daran und erfahren
      learning by doing

      und mache es nach, wenn sie mal eine eigene Familie haben!

      Jetzt müßte noch jemand wissen, wieviel ein 4 Köpfige Familie braucht und wie lang edaran arbiten muß.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Nein Inga, die Bauersfrau war nicht nur Hausfrau und Mutter, sie war auch im Betrieb tätig. Jeder Landwirt weiß das zu würdigen. Wir Männer sollten der Hausfrau die modernsten Geräte zur Verfügung stellen, zumindest sollten die wenigen die das noch nicht kapiert haben, das noch tun.

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  6. Zenzi sagt

    Danke Willi, für deine Aufgeschlossenheit in deiner Darstellung zu Anbaumethoden vom „anderen Ufer“. Die Seite ist gut und informativ gemacht, allein die „Unkrautseite“ gibt guten Input.
    @Florian Wil: „Bio ist heutzutage zur Industrie wie jeder normale Betrieb geworden . Außer vllt. Demeter aber ehrlich . Damit ernähren wir keine 8milliarden. Oder 80 Millionen“

    Einspruch: Wer die Wüste fruchtbar machen kann, könnte mit diesen Prinzipien auch mehr Menschen ernähren. https://de.wikipedia.org/wiki/Sekem
    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologische_Landwirtschaft (Liechtenstein 31% Bio!)
    Im Weltagrarbericht wurde festgestellt, dass es die Kleinbauern sind welche die „Welt“ ernähren. Langfristig gesehen müssten es die Prinzipien Biolandwirtschaft sein um z.B Bodenerosionen Einhalt zu gebieten und Wege raus aus der rohölgestützen Lw zu finden.

    Ich gebe dir Recht, dass die Bioschiene z.B. in Spanien /Almeria nichts anders ist als konv. erzeugte Lebensmittel nur mit weniger Spritzmittel. Auch da werden Menschen als billige Arbeitskräfte ausgebeutet und der Preiskampf ist das gleiche.

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    • Bauer Willi sagt

      Bitte Zenzi.
      Aber was die „andere Seite“ (Ufer klingt irgendwie komisch) angeht: dann hast Du mein Interview mit Felix zu Löwenstein noch nicht entdeckt. Wir reden halt mit jedem, siehe auch Greenpeace.
      Was Erosion und Biolandwirtschaft angeht, bin ich aber fachlich anderer Meinung. Mit Mulchsaat erreicht man da mehr als mit dem Pflug, der in der Bio-Landwirtschaft mehr zu finden ist als bei den „Konvis“…
      Aber wir müssen ja noch was zum Streiten haben 🙂 😉
      Bauer Willi

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  7. Friedrich sagt

    Tolle Sache . Würde die deutsche Klimabilanz kräftig entlasten. Wenn man in West deutschalnd durch die Wohnsiedlungen fährt , sieht man von Rasen- und Friedhofskultur selten Gemüsenabau. In Ostdeutschland ist das noch anders . Hier sieht man noch viele Gärten mit
    Kartoffeln , Erbsen , Erdbeeren usw. . Alle reden vom Umweltschutz , Klimabilanz und Öko , doch in den Privatbereichen passiert nicht ganz viel. Es sollen eben die Anderen , wie Industrie , Gewerbebetriebe , die Bauern machen. Die Privathaushalte schränken sich selten mit der Hausheizung oder dem Autoverkehr ein. Auch Urlaubsflüge werden kräftig genutzt.
    Ohne den privaten Bereich werden wir nie die Klimabilanz verbessern können. Mit wenigen PV_Platten und Solaranlagen kann jeder ohne große bauliche Hausisolierung sehr wirtschaftlich zum Umweltschutz beitragen. Das ist allemal wirtschaftlicher als eine Hausisolierung oder von Doppelverglasung auf Dreifachverglasung zu gehen.

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    • Inga sagt

      Ja, richtig bauerhans,
      dann werden die Gartennutzer auch erfahren, dass die Stangenbohnen ertragreicher sind als die Buschbohnen.
      Dann braucht man weniger Fläche dafür!

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