Alle Artikel in: Bauer Willi

Fachliche Frage an meine Bio-Kollegen

Liebe Bio-Kollegen, bei der aktuellen Änderung der Düngeverordnung (13.6.2019) finde ich folgenden Satz: „Für extensiv wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe und Ökobetriebe gelten Ausnahmen. So sollen Betriebe, die durchschnittlich auf ihren Landwirtschaftsflächen weniger als 160 kg Stickstoff je Hektar und Jahr und davon max. 80 kg mineralisch düngen, von der Reduzierung der Düngung und der Mengen-Obergrenze freigestellt werden.“ Ich dünge zu Weizen 90 kg N organisch zum Schossen,  40 kg N mineralisch (als Andüngung und zur Ährengabe).  Sind zusammen 170 kg, also 10 kg mehr als ein Bio-Betrieb darf. Hier im Rheinland werden von Bio-Betrieben rund 50-55 dt/ha Weizen geerntet. Ihr dürft bis 160 kg N (ca. 3 kg N pro dt Weizen) düngen.  Ich ernte in etwa das Doppelte und werde von der Poltitik eingeschränkt. Und Raps baut ihr erst garnicht an. Ich schon, und der braucht auch im Herbst schon etwas zum Wachsen. Ist ja schön, dass ihr von der DVO ausgenommen seid. Aber wer kann mir das fachlich erklären? Oder ist euer Nitrat irgendwie anders? Vielleicht Bio-Nitrat? Nee, ernsthaft, ich verstehe das nicht mehr.  Und …

Eine völlig neue Erkenntnis

Und wieder zwei Artikel, die nicht hätten geschrieben werden müssen… https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/es-fuehrt-kein-weg-daran-vorbei-echter-klimaschutz-bedeutet-verzicht-16230427.html?m https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/alle-wollen-mehr-klimaschutz-aber-nicht-dafuer-zahlen-16230425.html?m

AfD will EEG abschaffen

Laut einer Meldung des Deutschen Bundestages vom 5.6.2019 plädiert die AfD für eine Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes. https://www.bundestag.de/presse/hib/646144-646144 Für Anlagen, die nach dem 1. August 2019 in Betrieb gehen, soll kein Anspruch auf  Zahlungen mehr bestehen. Da ich ja im Urlaub bin und von den Segnungen des EEG nichts abbekomme, könnt ihr ja gut ohne mich diskutieren.  Was meint ihr? Gute Idee? Bauer Willi

Soja aktuell

Es wird ja immer von einer europäischen Eiweißstrategie gesprochen.  Um das mal in Relation zu Übersee zu setzen: So sehen die aktuellen Anbauflächen aus. In Süd- und Nordamerika dürfte weit über 90 % GV-Soja sein. In Österreich und Deutschland natürlich nicht.    

Nachhaltigkeit: #saturday-was-badetag

Gedanken eines alten weissen Mannes über Nachhaltigkeit früher und heute. Habe ich was falsch gemacht? Hygiene Als ich Kind war, lebten wir relativ nachhaltig. Toilettenpapier wurde aus der Tageszeitung geschnitten und mit einer Kordel im Klo aufgehängt. Es wurde vor der Benutzung etwas geknäult, damit es auch seine Funktion erfüllte. Und manchen Artikel konnte man hier, während der Sitzung, noch mal nachlesen. Heute kaufen wir das Toilettenpapier im Supermarkt. Aber nur dreilagig. Manchmal auch aus Recycling-Papier. Auf dem Waschbecken lag ein Seifenstück („Kernseife“) für alle, was wochenlang hielt. Heute benutzen wir Flüssigseife und jedes Familienmitglied hat sein eigenes Duschgel. Gebadet wurde damals samstags. Heute dusche ich zweimal in der Woche, stinke aber trotzdem nicht. Kleidung Kleidungsstücke wurden lange getragen. Ich musste –als Junge – die Strumpfhosen meiner älteren Schwester unter der kurzen Lederhose auftragen. Sehr peinlich. Vieles wurde weiter oder enger gemacht, länger oder kürzer gemacht, genäht, gestopft oder geflickt. Wenn es wirklich nicht mehr ging, wurden an den abgetragenen Textilien die Knöpfe abgeschnitten und die Reißverschlüsse herausgetrennt und der Rest für Putzlappen in der …

„Muten wir den Landwirten zu viel zu?“

Im „Tagesgespräch“ des Bayrischen Rundfunk geht es hoch her. Es geht um das Volksbegehren, um den Dialog zwischen Stadt und Land, um Bürokratie und Gesetze, um Bio-Landwirtschaft und Weltmarkt und vieles mehr. Im Studio ist Alois Penniger (28), Landwirt aus Fürstenzell, der sehr sachlich Rede und Antwort steht, auch wenn es nicht immer unbedingt sachlich hergeht. Übrigens auch eine hervorragend moderierte Sendung. https://www.br.de/radio/bayern2/bauer-sucht-zukunft-muten-wir-den-landwirten-zu-viel-zu-100.html Die Sendung ist auch als Podcast verfügbar, so dass man die Sendung gut nebenher hören kann. Und schließlich ist heute Sonntag… https://www.br.de/mediathek/podcast/tagesgespraech/bauer-sucht-zukunft-muten-wir-den-landwirten-zu-viel-zu/1624606 Bauer Willi    

Beste Noten für Deutschlands Badeseen

Gute Nachrichten für das Wasser in Deutschlands Badeseen. 92,7% erhalten die Bestnote „ausgezeichnet“. Lediglich 6 von 2289 Badeseen erhielten die Note „mangelhaft“, vor allem wegen der Bildung von Algen aufgrund des heißen Wetters in 2018. . Die Untersuchungen vergleichen verschiedene europäische Länder miteinander. In Italien stieg der Prozentsatz der mit „mangelhaft“ eingestuften Seen von 79% auf 89%, in Spanien von 38 auf 50%. https://www.n-tv.de/panorama/Deutschlands-Badeseen-sind-ausgezeichnet-article21071831.html Schade, dass diese gute Botschaft in den Medien wenig Resonanz findet. Good News are good News. Gerade vor der Diskussion zur Verschärfung der Düngeverordnung finde ich diese Einstufungen bemerkenswert.

Naturbelassene, regionale Weidemilch…

…mit kurzen Transportwegen und von „glücklichen Kühen“ will der Kunde haben. Zumindest, in Umfragen. Die Realität sieht anders aus: (Zitat) „Die rund 4 000 Liter Milch, die diese Kühe pro Tag produzieren, liefert die Familie Troue nun wieder ausschließlich an die Molkerei – auch wenn Lena Troue sich das anders gewünscht hätte: Die Direktvermarktung der Hofmilch in drei Supermärkten, einem Café und einem Hofladen hat sich nicht rentiert. Die Nachfrage der Kunden blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Deshalb musste Lena Troue das Projekt aufgeben.“ (Zitatende) https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bruchhausen-vilsen-ort52437/wieder-gibt-direktvermarkter-12345588.html

Medien: Es geht auch sachlich…

Hier ein Pressebericht der Rheinischen Post zu einer Veranstaltung über Glyphosat in Düsseldorf. Ich durfte dort teilnehmen und war gespannt, wie die Presse berichten würde. https://rp-online.de/leben/gesundheit/wie-gefaehrlich-ist-glyphosat_aid-39233297 Es ist nicht alles fachlich richtig wiedergegeben, was bei dem Thema ja auch schwierig ist. Der große Rahmen und das Gesprächsklima sind aber sehr gut getroffen. Es wird berichtet ohne zu werten. Danke. Bauer Willi  

Bundeskanzler Robert Habeck

Bildquelle: www.robert-habeck.de In einer Forsa-Umfrage vom 1.6.2019 werden die Grünen mit 27% knapp vor der CDU/CSU (26%) gesehen. Und auch INSA (3.6.2019) kommt zu ähnlichen Ergebnissen https://www.wahlrecht.de/umfragen/ Da ist es logisch, sich mit einem Szenario auseinanderzusetzen, dass offensichtlich so ganz unwahrscheinlich nicht ist. Da die stärkste Fraktion normalerweise den Kanzler*in stellt, könnte es also Robert Habeck sein. Für das Szenario ist es aber nicht so wichtig, wie diese Person heißt. Bei zwei Parteien, die nahezu gleich stark sind, werden auch die Ministerien paritätisch besetzt. Die Grünen werden für sich für folgende Besetzungen stark machen: Wirtschaft und Energie Umwelt und Naturschutz Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Arbeit und Soziales Verkehr und digitale Infrastruktur Gesundheit Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Damit bleiben für die CDU: Verteidigung, Inneres, Auswärtiges Amt, Familie, Finanzen, Justiz, Bildung und Forschung. Für jeden also 7 Ministerien. Passt. Welche Personen diese Ämter besetzen, kann hier nicht näher erläutert zu werden. Zur Orientierung: Folgende Personen bilden derzeit den Bundesvorstand: Robert Habeck, Annalena Baerbock, Jamila Schaefer, Gesine Agena, Michael Kellner und Marc Urbatsch. https://www.gruene.de/personen Im obigen Link sind …