Bauer Willi
Kommentare 13

AfD will EEG abschaffen

Laut einer Meldung des Deutschen Bundestages vom 5.6.2019 plädiert die AfD für eine Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes.

https://www.bundestag.de/presse/hib/646144-646144

Für Anlagen, die nach dem 1. August 2019 in Betrieb gehen, soll kein Anspruch auf  Zahlungen mehr bestehen.

Da ich ja im Urlaub bin und von den Segnungen des EEG nichts abbekomme, könnt ihr ja gut ohne mich diskutieren.  Was meint ihr? Gute Idee?

Bauer Willi

(Aufrufe 1.347 gesamt, 1 heute)

13 Kommentare

  1. Bernd Mücke sagt

    Ich hab tatsächlich Energieelektriker und Elektriker bei der Aufzählung vergessen. Sie gehören natürlich nicht zur „etc..“ Gruppe.

    0
  2. Bernd Mücke sagt

    Ich bin für die weitere Förderung, damit der Wandel zu umweltfreundlichen Technologien eine Chance hat. Die Förderung hat im Stromsektor einen Anstieg der erneuerbaren Energien auf fast 40% geschafft. Wärme und Verkehr hinken laut statistischem Bundesamt stark hinterher. Wärme ca. 10% Verkehr ca. 5,5%.

    Ich bin wie Friedrich der Meinung, dass PowerToGas (PTG) und GasToPower (GTP) noch sehr viel Potential auch für die Bereiche Wärme und Verkehr bieten. Kombiniert man das mit Solarenergie, Biogas, Windkraft, etc…. hat man eine saubere Lösung. Wenn man kleinere Vernetze dezentrale Strukturen inkl. Speichereinheiten für Gas hat muss man nicht in teure und relativ umweltschädliche Akkus investieren oder aufwendig Stromtrassen durch die Landschaft ziehen. Ausserdem gibt es für Gas bereits eine Infrastruktur. Ich würde gerne auch mehr Wasserstoffanwendungen sehen. Methan hat im Verkehrsbereich immer noch die CO2 Problematik. Methan kann aber sehr gut in geschlossenen Kreisläufen verwendet werden. Also im Sinne von Methan als Energieträger in einem PTG – GTP Kreislauf. Im Individualverkehr ist man davon weit entfernt evtl. macht es auch keinen Sinn zumindest bei derzeitigem Stand der Technik.

    Kohle wird stark subventioniert. Erdöl ist viel zu billig aber auch zu wertvoll um es zu verbrennen. Mit geostrategische Bedenken mag ich nicht anfangen. Erdöl ist vielleicht billig, aber es kommt uns auf Dauer teuer zu stehen. Es ist ein Spiel auf Zeit.

    Solar hat einfach auch durch die Netzstabilität und das mangelnde Speicherangebot einen schlechten Stand aktuell. Die Wirtschaftlichkeit von Solarenergie ist immer im Kontext des bestehenden Stromnetzes (Infrastruktur) zu sehen. Deswegen auch mein Appell zu Power-To-Gas. Beispiel: Letztes Jahr war das erste Mal, dass Solarbetreiber eine Strafe zahlen mussten beim Einspeisen ins Netz. Die Wirtschaftlichkeit hängt sehr stark an der Infrastruktur. (Spitzenlasten, Überangebot bei wenig Abnahme)

    Power-To-Gas und das Umkehrpendant haben insgesamt zwar einen schlechteren Strom zu Strom Wirkungsgrad von derzeit 50% bis 60% aber die Solarenergie ist kostenlos und das Speicherproblem wäre gelöst. Ausserdem ist der Rest der Wirkungsgradverluste Wärme. Ich hab gelernt, dass der Heizbereich überwiegend fossil ist. Es ist nur logisch die „verschwendete“ Wärmeenergie bei den Umwandlungsprozessen (Wirkungsgradverluste) für lokale Fernwärme zu nutzen.

    Der Übergang zu solchen Zukunftsvisionen dauert kostet Kraft und Geld ist aber gut angelegt.

    Die Leute, die jetzt in der Kohleindustrie arbeiten, sind gut ausgebildet und können mit Sicherheit mit in den Prozess eingebunden werden. Ich bin überzeugt davon, dass es ohne sie nicht geht. Es sind Schlosser, Verfahrenstechniker, Chemikanten, Lastwagenfahrer, Anlagenfahrer, Abwasserspezialisten, Laboranten, Ingenieure, Manager, Personaler, Einkäufer, PR Leute, Sicherheitsleute, etc….. All diese Berufe werden bei einer stärkeren dezentralen Technologisierung ebenfalls benötigt. Es muss jetzt begonnen werden, parallele alternative Technologien in den Kohleregionen zu pushen. Die Energieversorger und die Bundesregierung sollten sich einigen und das Szenario planen. Meiner Meinung nach kann nicht alles dem freien Wettbewerb und der Gewinnmaximierung überlassen werden. Bei der Wasserversorgung würden wir das aktuell Gott sei Dank auch noch nicht akzeptieren.

    0
  3. Gephard sagt

    Die AfD will so vieles. Mir fällt es schwer auch sinnvolle Vorschläge ernst zu nehmen.

    0
  4. Ludwig Wreesmann sagt

    Unabhängig von deren Forderungen, sollten wir für NEUE Technik eine Anschubfinanzierung gewähren und nicht auf alle Ewigkeit durchfüttern. Wenn es danach nicht wirtschaftlich ist, dann weg damit. Danach neuer Versuch mit anderer Technik. So kommt Fortschritt zu Stande.

    6+
  5. Friedrich sagt

    Das EEG sollte einmal eine Kugel Eis im Monat kosten lt. dem grünen Trittin. Den durchschnittlichen Haushalt kostet das aber heute 800 Euro/Jahr (4000 KW x 20 ct). Auf unserem Bauernhof rd. 10.000 Euro. Um diese Summe zu reduzieren haben wir rd. 40.000 Euro investiert in Energieeinsparung. Obwohl wir eine 20 KW-PV-Anlage mit viel Selbstverbrauch haben , bin ich dafür das EEG abzuschaffen , weil ich der festen Meinung bin , daß wir mit der Ökoenergie unseren Energiebedarf nicht lösen können. Die Strom- produktion beträgt von der gesamten Energie in unserem Land keine 10% . Auch wenn wir die Nord- und Ostsee , sowie das ganze Land mit PV und Windrädern zupflastern , werden wir nie das Ziel erreichen. Jedes Jahr kostet das EEG rd. 25 Mrd. Euro. Dafür könnte man jedes Jahr fünf Großkraftwerke bauen. Ohne Großkraftwerke werden wir unseren Wohlstand und unsere Industrieproduktion nicht aufrecht erhalten können. Ich sehe die Zukunft unserer Energieproduktion in einem Mix aus grüner und Großkraftwerksproduktion. Wobei ich der Kernfusionstechnik zukünftig die größten Chancen einräume , weil dort die Gefahrenzeit bei knapp 100 Jahren liegt und die Temperaturen bei 1000 Grad und nicht wie bei Atomkraftwerken erheblich höher liegen.
    Auch kann die KW Strom für einen Cent produziert werden. – Leider wird heute in politischen Diskussion nur über STrom geredet. Wir haben ein perfektes Gasnetz und die Power to Gas-Anlagen sind heute einsatzbereit den überschüssigen Ökostrom des Nordens in Gas umzuwandeln . Unsere Gaskavernen können den umgewandelten Strom lagern , oder wir können das Gas , statt Südlinkleitung , nach Süddeutschland pumpen und dort wieder zu Strom machen. _Leider sagt uns von den Politikern keiner, wo nach der Abschaltung der AKWs und der Braunkohlegruben die Energie herkommen soll. -Unsere Regierung ist der größte Hedgefond der Welt , der eine der größten Wetten eingegangen ist auf das Funktionieren der Energiewende und man wird diese Wette verlieren. Zahlen dürfen das , wie immer , die kleinen Leute.

    23+
    • Paulus sagt

      @Friedrich, die Sache mit dem Power to Gas, und dabei reden wir im Wesentlichen von Wasserstoff; ist nicht so einfach wie es gerne in den Medien dargestellt wird. Das Gasnetz verträgt, abgesehen von der Mischung, nur eine begrenzte Druckerhöhung und Kavernen, bzw. Speicher im großtechnischen Maßstab sind doch genau so wenig durchzusetzen wie neue KKW. Da sollten wir uns nichts vormachen.

      Wir brechen uns jetzt einen Ast ab weil wir irgendwelche theoretischen Klimaziele einhalten wollen bzw. müssen und schalten als erste Maßnahme die nahezu CO2-freien KKW ab. Auf die Idee kommen nur Politiker mit einem IQ nahe Null.
      Für den vorzeitigen Ausstieg entschädigen wir die KKW-Betreiber mit gigantischen Summen und gleichzeitig droht uns Brüssel mit Strafzahlungen in Höhe von Milliarden wenn die Ziele bezügl. des CO2-Reduzierung nicht eingehalten werden. Toll gelaufen! Die drei Betreiber der deutschen KKW sind noch nicht einmal bereit über mögliche Laufzeitenverlängerungen auch nur nachzudenken. Das ist das Resultat einer völlig verfehlten und unkoordinierten Energiepolitik. Ein hoffnungslos überforderter Laberkopp oder besser gesagt Dollbohrer namens Altmaier soll die sogen. Energiewende nun koordinieren. Gratuliere!
      Und dann gibt es da noch so einen CSU-Knallkopp aus Bayern, der sich anschickt Präsident der EU-Kommission zu werden und als erste Amtshandlung Nord-Stream 2
      verhindern will. Den Polen, den baltischen Staaten und der Ukraine zu liebe.

      8+
    • Bernd Mücke sagt

      Hallo Friedrich,
      danke für Ihren Power-To-Gas Beitrag. Das ist ein sehr interessantes Thema! Ich sehe darin die Hauptspeichermöglichkeit der Zukunft für Ökostrom, bei dem gleichzeitig Fernwärme erzeugt wird. Einfach durch die Wirkungsgrad – Wärmeverluste der Strom zu Strom Kette von derzeit 50% bis 60%.

      Ihre Aussage über die in Deutschland benötigten Solarflächen sind nicht ganz richtig. In Deutschland werden bereits ca. 38% der Gesamtenergie aus Ökostrom hergestellt. Also alle Ökotechnologien.

      Die folgende Rechnung ist nur eine grobe Daumenpeilung. Ich bin kein Experte stütze mich allerdings bei den Berechnungsgrundlagen auf Expertenwissen. Wenn man den Flächenbedarf berechnet der benötigt wird um den kompletten Strombedarf (Privat, Wirtschaft, Verkehr) mit PV zu decken, kommt man über den Daumen gepeilt auf 520 km². Im Schnitt beträgt der erzeugte Strom pro Quadratmeter in Deutschland 1000 kWh pro m² jährlich. Deutschland hat im Jahr 2017 520 TeraWattStunden (TWh) verbraucht. Das sind 520 Billionen Wh (520.000.000.000.000 Wh). Teilt man den jährlichen Verbrauch durch die mittlere jährliche Stromerzeugung kommt man auf 520 km² oder 520 Millionen Quadratmeter PV – Fläche. Das ist nicht mal die Fläche Berlins zum Vergleich. Mit einem Sicherheitsfaktor von 8 für Ausfallsicherheit, Wirkungsgrad, Strom-zu-Strom (Power-To-Gas), Transport und Leitungsverluste, etc… kommt man auf eine Fläche von 4160 km². Das Ruhrgebiet hat eine Fläche von ca 4400 km². Der Hambacher Tagebau ist heute bereits subventioniert. Solarzellen drauf. Power-To-Gas und Gas-To-Power Speicheranlagen drauf und 85 km² sind weiterhin gut genutzt. Die Wärmeverluste gehen in die Fernwärme für Köln und Umgebung.
      Die heute 1500 Beschäftigten halten den Laden weiterhin in Schuss. Einen Teil Kohle braucht man auch trotzdem noch.
      Mit nachhaltigen Übergangsszenarien beschäftigen sich aber bestimmt schlauere Leute.
      Da gibt es komplexe Abhängigkeiten zu Wirtschaft und Umgebung.
      Hauptsache man macht nicht alles kaputt und ignoriert die Beschäftigten und den Stolz der Leute auf Ihr bisheriges Schaffen. Denn darauf können Sie stolz sein! Sie versorgen uns seit Jahren mit Kohle für die Energiegewinnung und für die Verfahrenstechnik.
      Ich denke da auch an den Ausverkauf der DDR – Firmen nach Wende. So darf das nicht laufen.

      Ich bin überzeugt davon, dass Solarenergie in Zukunft wirtschaftlich wird. Sobald das Gesamtsystem darauf optimiert ist. Das wird erstmal teuer. Die ökologischen Folgen des Klimawandels aber auch. Und die Risiken der Kernkraft sind nicht zu unterschätzen.

      Es muss noch weiter an Speichertechnologien geforscht werden. Batterie finde ich unverantwortlich. Evtl. funktioniert auch ein geschlossener Methan (Erdgas) und CO2 Kreislauf zur lokalen, regionalen Speicherung der Solar bzw. insgesamt des Ökostroms.

      Das Fraunhoferinstitut hat einen kleinen Kurzbericht zur Photovoltaik veröffentlich:
      https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf

      0
      • Bernd Mücke sagt

        Korrektur: In der Flächenberechnung ist ein entscheidender Fehler. Die Sonneneinstrahlung beträgt 1000 kWh pro m² und pro Jahr. Das heisst Das Fraunhofner Institut rechnet mit ca 150 kWh für durchschnittliche Module. Also 15% Wirkungsgrad Sonne zu Strom des Solarmoduls. Spitzenmodule schaffen 180 kWh im Jahr aus 1000 kWh Sonneneinstrahlung zu produzieren.

        –> Der vorher berechnete Flächenbedarf von 520 km² versiebenfacht sich dadurch in etwa. Das ist aber noch lange nicht die Fläche Deutschlands 🙂

        0
  6. Lausitzer Braunkohlerevier in Brandenburg, anstehende Landtagswahlen.

    Grüne sind der Endgegner, also alles Grüne, Klimawandel etc. angreifen.

    Die berechtigte Kritik an der EEG-Umlage mißbrauchen, um sie als Ganzes abschießen zu wollen, Kritikpunkte wie:
    Der bis heute so geläufige NaWaRo-Bonus, durch den Biogasanlagen überhaupt erst im großen Stil gebaut werden (Energiemais, Gülle, Grundwasser etc. als Themen hinterher)
    Die Überbelastung der Verbraucher (Netzentgelte, Steuer)
    Die Befreiung energieintensiver Unternehmen von der EEG (massive Steigerung der Einwegflaschenproduktion beispielsweise)
    usw.

    Also schnöder Wahlkampf für Retros und Traditionalisten. Eben weil die EEG-Umlage in der jetzigen halbherzigen Form nicht zur Zukunftsfähigkeit beiträgt, siehe auch Zehntausende Stellen, die in der Branche der Erneuerbaren verlorengegangen sind durch die Politik der Regierung.

    Oder wie Beatrix von Storch sagen würden:
    Sagen wir doch der Sonne, sie solle weniger scheinen!

    Oder wenn man nicht das sieht, was man sehen will, macht man die Plakate halt selbst:
    https://www.maz-online.de/Brandenburg/AfD-verbreitet-manipuliertes-MAZ-Foto-von-Fridays-for-Future-Demo-in-Potsdam

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Bevölkerung sollte mal sagen, was sie will, Kernkraft weg, Kohle weg und den Einspeisevorrang mit gesicherten Preisen für EE auch. Was noch bleibt wäre das Gaskraftwerk, oder hat man das schlicht und einfach vergessen?

      4+
  7. Günter Thomsen sagt

    Das EEG abzuschaffen ist eine längst überfällige Maßnahme um diesen, v.a. bei der Wind- und Agrargasindustrie, übertriebenen Wahn zu stoppen. Aber leider wird die parteiübergreifende Gretafraktion die Notwendigkeit zur Kurskorrektur bei dieser die Landschaft und Natur zerstörende und den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdende Industrie, nicht begreifen können und wollen.

    1+
  8. bauerhans sagt

    auch die afd muss erst mehrheiten gewinnen,um regierungsverantwortung übernehmen zu können,was ich nicht erwarte.

    2+
    • JimBob sagt

      sie wird keine Mehrheiten bekommen, alleine aus dem einfachen Grund, das Leute, die entweder vom Staat abhängig sind oder vom Staat ausgehalten werden, diese nicht wählen würden.
      AfDWähler sind mehrheitlich, alt, weiß und in einem Arbeitsverhältnis/Selbstständig.
      Ein paar die arbeiten gehen, kommen für die auf, die vesorgt werden müssen oder wollen.
      Und wenn man nicht für andere buckeln will, ist man per se ein Nadzi.

      aber da wir ja alle eine DDR 2.0 oder ein neues Venezuela haben wollen, dauert es sicher nur ein paar Jahre bis Kapitalverkehrskontrollen bzw. eine neue Mauer gebaut wird, weil die Leistungsträger unserer Gesellschaft von Jahr zu Jahr mehr unser Land verlassen.

      https://www.cicero.de/wirtschaft/die-elite-sieht-rot/39028
      https://www.stern.de/wirtschaft/geld/millionaere-fliehen-aus-deutschland—die-nerze-verlassen-das-sinkende-schiff-7354096.html

      bin ja mal echt gespannt, wer uns Zukunft diesen ganzen „Sozialquatsch“ finanziert.

      Ich buckle dann garantiert nicht mehr auffen Feld, für Grüne, die im 3. Stock wohnen.
      Und solange ich meine Grundsteuer zahlen kann, kriegen die auch kein Wohntraum für andere Leute.

      3+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.