Bauer Willi
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Bundeskanzler Robert Habeck

Bildquelle: www.robert-habeck.de

In einer Forsa-Umfrage vom 1.6.2019 werden die Grünen mit 27% knapp vor der CDU/CSU (26%) gesehen. Und auch INSA (3.6.2019) kommt zu ähnlichen Ergebnissen

https://www.wahlrecht.de/umfragen/

Da ist es logisch, sich mit einem Szenario auseinanderzusetzen, dass offensichtlich so ganz unwahrscheinlich nicht ist. Da die stärkste Fraktion normalerweise den Kanzler*in stellt, könnte es also Robert Habeck sein. Für das Szenario ist es aber nicht so wichtig, wie diese Person heißt.

Bei zwei Parteien, die nahezu gleich stark sind, werden auch die Ministerien paritätisch besetzt. Die Grünen werden für sich für folgende Besetzungen stark machen:

  • Wirtschaft und Energie
  • Umwelt und Naturschutz
  • Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • Arbeit und Soziales
  • Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Gesundheit
  • Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Damit bleiben für die CDU: Verteidigung, Inneres, Auswärtiges Amt, Familie, Finanzen, Justiz, Bildung und Forschung. Für jeden also 7 Ministerien. Passt.

Welche Personen diese Ämter besetzen, kann hier nicht näher erläutert zu werden. Zur Orientierung: Folgende Personen bilden derzeit den Bundesvorstand: Robert Habeck, Annalena Baerbock, Jamila Schaefer, Gesine Agena, Michael Kellner und Marc Urbatsch.

https://www.gruene.de/personen

Im obigen Link sind die Biografien und der berufliche Werdegang beschrieben. Es lohnt sich, dort einmal hineinzuschauen.

Das Programm der nächsten Jahre

Grundanliegen der Grünen ist es, in vielen Bereichen, vor allem Klima, Umwelt und Verkehr, eine Wende herbeizuführen. Ich habe mir daher bei Wikipedia und anderen Quellen Rat geholt. Es handelt sich (blau) um wörtliche (z.T. gekürzte) Zitate. Rot sind Ergänzungen von mir.

  • Energiewende

„Ziel der Energiewende ist es, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren. Die Energiewende umfasst die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität, ferner auch die perspektivische Abkehr von den fossilen Rohstoffen, bei deren stofflicher Nutzung etwa in der Kunststoff- oder Düngerproduktion. Wesentliche Elemente der Wende sind der Ausbau der erneuerbaren Energien, verbunden mit dem Aufbau von Energiespeichern, die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Realisierung von Energieeinsparmaßnahmen. Zu den erneuerbaren Energien zählen Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie (Solarthermie, Photovoltaik), Bioenergie, Erdwärme und Meeresenergie.“

Die Energiewende ist im Bereich Atom- und Kohlestrom so gut wie beschlossen. Die erneuerbaren Energien müssen dazu massiv ausgebaut werden. Die dazu notwendigen Stromtrassen zum Ort des Verbrauchs müssen geschaffen werden. Höhere Strompreise werden kaum vermeidbar sein. Wie die Versorgungssicherheit gewährleistet kann, ist mir persönlich noch nicht klar.

  • Verkehrswende

„Der Begriff Verkehrswende (auch Mobilitätswende genannt) bezeichnet den Prozess, Verkehr und Mobilität auf nachhaltige Energieträger, sanfte Mobilitätsnutzung und eine Vernetzung verschiedener Formen des Individualverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs umzustellen. Sie beinhaltet auch einen kulturellen Wandel, eine Umleitung von Geldströmen und bezieht vor allem auch den Güterverkehr ein. Zahlreiche regulatorische Maßnahmen zur Steuerung sind möglich, zum Beispiel eine Innenstadtmaut, eine Besteuerung des Luftverkehrs, eine Reform der Dienstwagenbesteuerung, eine Parkraumbewirtschaftung oder eine Ausdehnung des Emissionsrechtehandels auf den Straßenverkehr. Die Einführung eines Tempolimits hätte ebenfalls Auswirkungen auf die CO2-Emissionen.“

Die Verkehrswende bedarf also eines grundsätzliches Umdenken in der individuellen Mobilität. Mehrkosten für den Bürger durch diverse Umlagen und Steuern sind wahrscheinlich.

  • Agrarwende

Agrarwende ist sowohl ein Begriff für einen Paradigmenwechsel in der Agrar- und Verbraucherpolitik als auch ein politisches Schlagwort zur Bezeichnung agrarpolitischer Ziele. Im Allgemeinen versteht man heute darunter die Ökologisierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten, also das Forcieren einer umweltverträglicheren und nachhaltigeren Agrarproduktion.

Eine Ökologisierung der Landwirtschaft (mehr Bio-Lebensmittel) haben zwangsläufig höhere Preise zu Folge, da die Gestehungskosten höher sind.

2001 sprach Künast vom „magischen Sechseck der Agrarwende“ und wandte sich damit an verschiedene (gesellschaftliche) Gruppen:

  • die Verbraucher: Den Konsumenten sollte in Zukunft anhand von Labels Einfluss auf die Produktion der Lebensmittel eingeräumt werden.
  • die Landwirte: In der Landwirtschaft sollte wieder mehr auf Klasse, statt allein auf Masse gesetzt werden. Es sollte ein Bündnis der Bauern mit der Natur geben. Sie forderte mehr direkte und regionale Vermarktung.
  • die Futtermittelindustrie: Die Qualität der Futtermittel sollte vor dem Hintergrund der BSE-Seuche und den Tiermehlskandalen gesichert werden.
  • die Lebensmittelindustrie: Auch hier sollte mehr auf Klasse, statt auf Masse gesetzt werden.
  • den Einzelhandel: Die Ministerin verlangte „Wandel durch Handel“ und forderte den Einzelhandel auf, im Wettbewerb auch auf Qualität zu setzen.
  • die Politik: Neben konkreten Maßnahmen zum Umgang mit der BSE-Krise und dem Tiermehlskandal, sollte sich die Politik für eine ökologischere Landbewirtschaftung, artgerechtere Tierhaltung und die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum einsetzen.

Die Frage, ob eine Agrarwende derzeit stattfindet, lässt sich nicht einfach beantworten. Es gibt aber einige Indikatoren, die bei der Einschätzung gegenwärtiger Entwicklungen helfen. (Die folgende Liste gibt dabei nur einen Einblick und ist nicht vollständig, die Zahlen auch nicht mehr ganz aktuell, aber in der Tendenz ähnlich):

  • Der bei der Agrarwende von rot-grün angepeilte Ausbau auf 20 % wurde nicht erreicht.
  • Die deutschen Agrarexporte (Güter der Agrar- und Ernährungswirtschaft) betrugen im Jahr 2016 insgesamt rund 68 Milliarden Euro.
  • Der Selbstversorgungsgrad Deutschlands ist in vielen Bereichen (z.B. Obst, Gemüse, Eier, Honig) nicht gesichert. Bei Fleisch, Milch, Zucker und Kartoffeln wird mehr als für den eigenen Bedarf produziert.
  • 2008 gab es in Deutschland noch 321.600 Bauernhöfe. Heute sind es ca. 275.000. Die durchschnittliche Betriebsgröße und die Zahl der gehaltenen Tiere pro Betrieb nimmt stetig zu, rein familiäre geführte Betriebe nehmen weiter ab.
  • Bei der Agrarpolitik war und ist der Verbraucher eine zentrale Größe. Eine kulturelle Veränderung findet in Teilen der Gesellschaft statt. Konsumentscheidungen entwickeln sich verstärkt zu einer Frage der Moral – Nachhaltigkeit und Ansprüche an die Qualität werden in den Augen mancher Menschen wichtiger.

Weitere wichtige Indikatoren sind die Entwicklungen im Bereich der Biodiversität, der Subventionen (Stichwort Gemeinsame Agrarpolitik), der Böden und andere.

 

  • Ernährungswende (Zitat Broschüre Öko-Institut 2007)

Ganz offensichtlich nützt es…wenig, einzelne Probleme rund um das Thema Ernährung unabhängig voneinander zu betrachten. Deshalb waren bisherige Lösungsansätze auch nur begrenzt erfolgreich. Was fehlt, ist ein integriertes Gesamtkonzept, das alle BürgerInnen einbezieht und das auch sozial Benachteiligten ermöglicht, sich nachhaltig zu ernähren. Nur so ist sichergestellt, dass die Ernährungswende nicht nur ein »Projekt für Bessergestellte« sein wird. Ein solches Gesamtkonzept umzusetzen und die Ernährungswende zu gestalten, ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe. Sie betrifft die Politik und Verwaltung ebenso wie die Ernährungsbranche, wie Nichtregierungsorganisationen und den Gesundheitsbereich und natürlich auch die KonsumentInnen selbst. Es werden Strategien benötigt, die von allen Akteuren gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden. Das ist mit dem Begriff Ernährungswende gemeint.

Die zur Ernährungswende benötigten Ministerien würden  in diesem Szenario von den Vertretern der Grünen besetzt. Es wäre also ihre Aufgabe, dieses Gesamtkonzept mit den genannten Beteiligten zu entwickeln und umzusetzen.

Bis hierhin habe ich auf jeden persönlichen Kommentar verzichtet. Beim Schreiben ist mir jedoch klar geworden, welche Aufgaben vor Bundeskanzler Habeck und seinen Minister*innen stehen. Dabei habe ich die Themen Alternde Gesellschaft, Migration, Digitalisierung und Arbeitsplätze, Krise der EU und andere noch nicht erwähnt.

Bei einem neuen Kanzler wird immer geschaut, wo er seinen ersten Antrittsbesuch macht. Meine Vermutung: Papst Franziskus.

Und erst dann Donald Trump, Wladimir Putin und Xi Jinping.

Victor Orban, Recep Tayyip Erdogan und Kim Yong Un wird es sich für später aufheben.

Man darf gespannt sein.

Bauer Willi

 

 

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60 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    Heute im Bundestag – 5.6.2019:
    02. Grüne wollen Handwerk stärken
    Wirtschaft und Energie/Antrag

    Berlin: (hib/PEZ) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will mit einem Bündel an Maßnahmen Handwerker stärken und die Branche attraktiver für Nachwuchs machen. In einem Antrag (19/10628) fordern die Abgeordneten unter anderem einen Steuerbonus für die energetische Sanierung für Eigenheimbewohner und ein Programm zum Dachausbau. Kleine und mittlere Unternehmen müssten bei Strompreisen entlastet werden, indem Industrieprivilegien auf das notwendige Maß reduziert werden, regionale Energieberatungen stärker gefördert werden. Weitere Vorschläge machen die Abgeordneten beispielsweise für Unternehmensgründungen und Nachfolgeregelungen, den Bürokratieabbau sowie zu Bezahlung und sozialer Absicherung.

    Das Handwerk sei im Alltag überall präsent und unverzichtbar, heißt es zur Begründung. Es brauche gut qualifizierte Fachkräfte und attraktive Rahmenbedingungen, die umweltfreundliches und sozial verantwortliches Unternehmertum fördern. Zudem gelte es, Nachwuchs und Fachkräfte für das Handwerk zu gewinnen und zu halten

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  2. Eckehard Niemann sagt

    Bei der vorherigen „Wende“ waren leider im Bereich Landwirtschaft die agrarindustriellen LPG-Kader erfolgreich – dank Unterstützung von Bundesregierung. Länderregierungen und Bauernverband…

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    • Christian Bothe sagt

      Was für eine von Unwissenheit geprägte Ansicht, Herr Niemann. Akzeptieren Sie das endlich mal, das die Umgestaltung der LW im Osten und der Übergang zu AGs und GmbHs hervorragend funktioniert hat(Ausnahmen gab es natürlich).Selbst große Wiedereinrichter konnten sich etablieren und eine funktionierende Kooperation mit umliegenden Genossenschaften und auch Kleinbauern gestalten. Selbst Bauern aus den westlichen BL bewundern diesen Kooperationsgedanken. Leider muß ich Ihnen sagen,das Ihre Aussagen zur Entwicklung der LW im Osten von wenig Wissen zeugen.Ich bin stolz,die LW als VEG-Chef schon zu DDR-Zeiten mitgestaltet zu haben über die KAP,LPG-und VEG-Bildung und freue mich natürlich,das viele dieser Betriebe den Übergang hinbekommen haben und Arbeitsplätze sichern. Das aus ökonomischen Gründen Agrarinvestoren solche Rechtspersönlichkeiten kaufen oder kaufen können,ist zwar bedauerlich aber wenn es um die Sicherung des Unternehmens geht,ist das ja ein alltäglicher Vorgang in der Marktwirtschaft und das schließt auch die LW ein. Sie sehen also H.Niemann,das wir keine neue „Wende“ jedweder Form brauchen und das die LW im Osten stolz sein kann,nicht Opfer der Zerschlagung von Industrien (auch funktionierener)durch die Treuhand geworden ist mit Ausnahmen von VEG’s und VVB’s.

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    • Schmeckt gut sagt

      Bitte nein. Sie hat das Talent, Pseudoargumente mit der nötigen Aggressivität als richtig darzustellen – bei völliger Unkenntnis vieler Sachzusammenhänge. So etwas nenne ich Populismus. Habeck formuliert hier sehr viel diplomatischer und dadurch wird er „wählbar“. Die Doppelspitze soll halt beide Lager erreichen. Realo- und Fundi-wähler.

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      • Mark sagt

        …halt beide Lager erreichen.. Die haben doch zwischenzeitlich drei Lager. AB gehört zum dritten.

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  3. Eckehard Niemann sagt

    Hallo, Kommentatoren: Einfach mal der Realität näher rücken:

    WELT – Jan Dams – 4.6.2019:
    Annalena Baerbock punktet auf fremdem Terrain
    Für eine Grüne ist der Tag der Deutschen Industrie kein Heimspiel. Dass Annalena Baerbock dennoch mehr Applaus einheimst als ihr Vorredner, ist erstaunlich. Denn der war lange Zeit so etwas wie der heimliche Hoffnungsträger der Wirtschaft.
    Annalena Baerbock hat beim Tag der Deutschen Industrie das letzte Wort. Was für sich genommen schon bemerkenswert ist. Denn normalerweise hebt man sich das Beste für das Ende auf, wenn man es nicht gleich am Anfang gierig konsumiert. Zu Beginn der vom Industrieverband BDIausgerichteten Veranstaltung sprach die Bundeskanzlerin. An ihrem Ende die Parteichefin der Grünen. Mancher könnte das für ein bewusst gesetztes Zeichen halten.
    Baerbock nutzte ihre Chance auf einem Spielfeld, das naturgemäß keinen Heimvorteil für eine Grüne bietet. Verbandsvertreter der Industrie, Unternehmensvertreter, nicht wenige davon männlich und jenseits der 50, hörten aufmerksam zu, was die Politikerin zu sagen hatte.
    Baerbock warb leidenschaftlich: für die EU zum Beispiel. „Die Menschen sind zur Wahl gegangen, weil sie der Meinung sind, dass die großen globalen Herausforderungen nur europäisch zu lösen sind“, rief sie den Teilnehmern zu.
    Auf der einen Seite seien die Chinesen mit ihrem autoritären Staatskapitalismus, auf der anderen die Amerikaner mit ihrem Finanzkapitalismus. „Europa muss zu einer eigenen strategischen Autonomie kommen, wenn es nicht nur Empfänger der Befehle anderer werden will.“
    Es war eine Botschaft, die bei den Gästen gut ankam. Schon Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hatte mit seinem Plädoyer für mehr Europa Ovationen des eher konservativen Publikums erhalten. Baerbock schloss daran an und kam in der Betrachtung der Teilnehmer wohl ebenfalls gut weg.
    „Dafür, dass die Grünen hier nicht nur Freunde haben, war das ein Erfolg“, sagt ein Vertreter der Industrie. „Misst man es an Lautstärke und Länge des Beifalls, hat sie besser abgeschnitten als ihr Vorredner Christian Lindner.“
    Für den FDP-Chef ist der Tag der Deutschen Industrie in der Regel ein Heimspiel. Schließlich sind Unternehmer und Manager so etwas wie die natürlichen Verbündeten der Liberalen. Baerbock hat ihre Chancen an diesem Tag besser genutzt.
    Die Grünen waren eigentlich immer das Feindbild
    „Freundlich war sie, den Leuten zugewandt und gar nicht wirtschaftsfeindlich“, sagt ein Verbandsvertreter im Anschluss, der seinen Namen nicht genannt sehen will. Man spürt den Wandel auf beiden Seiten. Den Versuch, miteinander ins Gespräch zu kommen, Gemeinsamkeiten auszuloten, einander besser kennenzulernen. Das war nicht immer so.
    Für die Grünen war die klassische deutsche Industrie immer ein Feindbild. Hoher Energieverbrauch, der Ausstoß von Treibhausgasen, die vermutete Veränderungsfeindlichkeit – in diesen Fragen trennten beide Welten. Denn auf der Industrieseite wiederum hielt man der Partei Realitätsferne und Wirtschaftsfeindlichkeit vor.
    Angesichts der politischen Alternativen scheint sich da etwas zu ändern. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) musste während seines Vortrags beim BDI Applaus regelrecht einfordern für die Maßnahmen der Regierung.
    Sein französischer Kollege Le Maire, der direkt im Anschluss auf Scholz auf Deutsch sprach, wurde hingegen mit Beifall überschüttet. Baerbock wiederum warf im Zusammenhang mit Europa Fragen auf, die für den Erfolg wichtiger Industriebereiche so essenziell sind, dass ihr die Aufmerksamkeit des Publikums sicher war.
    Die Frau, die neben Robert Habeck die Grünen führt, sprach über Huawei, über künstliche Intelligenz und darüber, wie wichtig es sei, dass Europa auf diesen Feldern eigene Regeln setze und eigene Industrien aufbaue. Nicht erst, wenn es zu spät sei, sondern jetzt.
    „Wir müssen klarmachen, dass wir eine Werteunion sind, gerade wenn es um unsere kritische Infrastruktur geht“, sagte sie. Das Wichtige sei, dass man den Fehler, den man bei der Mobilfunktechnologie 5G und dem Netzausbau begangen habe, beim Thema KI nicht noch einmal begehe.
    Baerbock: Gemeinsame Wertebasis mit den Amerikanern
    Bei 5G hat man sich vor allem von den Zulieferungen des chinesischen Anbieters Huawei abhängig gemacht, der vor allem in den USA im Verdacht steht, möglicherweise Daten aus dem Westen an die chinesische Regierung weiterzuleiten. Baerbock sprach auch davon, in solchen Fragen mit den US-Partnern zu kooperieren, „weil wir da eine gemeinsame Wertebasis haben“.
    Gleichzeitig forderte sie, endlich europäische Regelungen beim Klimaschutz zu beschließen, die europäischen Unternehmen Wettbewerbsvorteile böten. Chinesische Firmen, die dann wegen niedrigerer Wettbewerbsstandards mit Dumpingpreisen den Europäern Konkurrenz machen könnten, sollten mit einer Strafsteuer belegt werden.
    Das dürfte manchem Unternehmer aus der Seele sprechen. „Ich will als Politikerin nicht mit neuen Grenzwerten drohen“, sondern mit neuen Zielen die Standorte von Auto- und Stahlindustrie sichern. „Ich glaube, dass die Zeit drängt, da können wir uns nicht noch 48 Kommissionen und Stuhlkreise leisten.“
    Auch die anwesenden Industrievertreter machten den Eindruck, als wäre ihnen das lieber als ein weiteres Verzögern und Zagen der großen Koalition. Die Frage ist nur, ob das auch so bleibt, wenn Annalena Baerbock eines Tages mitregieren sollte.

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    • Obstbäuerin sagt

      „Ich glaube, dass die Zeit drängt, da können wir uns nicht noch 48 Kommissionen und Stuhlkreise leisten.“ Siehe Mark: Die Grünen und ihr organisatorisches wie mediales Umfeld bedienen seit etwa einem Jahr dreier Instrumente in Perfektion, während die anderen Parteien die Praxis noch nicht einmal begreifen: Astroturfing, Framing und gezielte Beeinflussung des Overton Windows.

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  4. Bauer Fritz sagt

    Ich bin ja nur aus dem benachbarten Österreich, und es verbietet sich daher eigentlich so etwa wie Einmischung in innere Angelegenheit. Da aber vor kaum 3 Woche ein gewisse Andrea Nahles sofortige Neuwahlen in Österreich forderte (Grins, wo ist die Dame 3 Wochen später und nochmal Grins, wird womöglich Deutschland noch vor Österreich zu Neuwahlen schreiten) wird man es mir nicht übel nehmen.

    Als interessierter Beobachter hat man ja schon den eine oder anderen (medialen) Hype erlebt (z.B. nächster Bundeskanzler Karl-Thoedor zu Guttenberg, nächster Bundeskanzler zu 100% Martin Schulz). Ein emotionaler und lokaler Anstand von den Prophezeiungen der Blasenbewohner (in Berlin oder Wien) hilft da beträchtlich. Was der Tagesspiegel (https://m.tagesspiegel.de/politik/deutsche-eigenheiten-nach-der-europawahl-die-grenzen-der-gruenen/24411340.html?utm_referrer=http%3A%2F%2Fm.facebook.com) hier auch sehr gut beschreibt und die Landkarte nach der EU-Wahl sehr deutlich bestätigt, gilt auch ähnlich in Österreich.

    Vor oder spätestens kurz nach der tatsächlichen Bewährungsprobe eines Mitregierens sind die Hype-Parteien sehr rasch und sehr schlimm auf den Boden der Realität geholt worden. Siehe Versuche in Ö von einer Partei wie de FPÖ s etwas wie Verantwortung abzuverlangen (2 gescheitert), auch beim Versuch eine Koalition mit den Grünen zu gestalten haben diese (2000 in Österreich und jüngst in D) kurz vorher gekniffen.
    „Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, so gib ihm Macht.“
    (Abraham Lincoln)

    Grüne würde lieber Koalitionen mit Linksparteien eingehen ( in Ö und D) nur zeigt sich, daß dieser Typus SPD/SPÖ einfach nicht mehr gefragt ist. Und mit Rechtsparteien scheint ihnen klar zu sein, daß die Bewährungsproben noch viel härter sein werden und das Scheitern der ideologischen Theorien an der Lebenspraxis der 80-90% Bevölkerung die nicht Grün gewählt haben viel offensichtlicher wird.

    Irgendwann kann das auch den Hauptstadtblasen und ihren medialen Wasserträgern nicht mehr verborgen bleiben. Und dann sind Hypes sehr rasch auch wieder Teil der Google-Bibliothek.
    „Man kann alle Leute eine Zeitlang an der Nase herumführen,
    und einige Leute die ganze Zeit,
    aber nicht alle Leute alle Zeit.“
    (Abraham Lincoln)

    4+
  5. Paulus sagt

    Das heutige Thema ist ja ganz gut gemeint aber zu viel zu vielschichtig, als das man auch nur halbwegs umfassend darauf eingehen könnte.

    Nur zu diesem leidigen Thema Energiewende.
    Annalena Baerbock lässt sich medienwirksam (s. Willis Link) vor einem Transparent mit der Aufschrift „Hambi bleibt“ fotografieren. Damit bringt sie gleichzeitig ihre Sympathie mit Krawallmachern zum Ausdruck, denen die Energiewende im Grunde scheißegal ist und die völlig andere Ziele verfolgen. Nachzulesen auf der Seite des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

    Zur Braunkohle: Allein die rheinischen Tagebaue versorgen nicht nur Kraftwerke incl. Fernwärme etc. sondern auch die chemische Industrie mit beachtlichen Mengen.
    Die Braunkohle ist endlich, das ist bekannt und weitere Abbaufelder werden nicht erschlossen, das ist auch bekannt. Allein diese Tatsache zwingt uns eh die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Energieversorgung zu intensivieren.
    Umso schwachsinniger ist es die einmal erschlossenen Tagebaue vorzeitig stillzulegen.
    Stand heute müssen bei einem Ausstieg aus der Kohle, die mittels Kohle betrieben Dampferzeuger zwecks Aufrechterhaltung der Netzstabilität zwingend durch gasbetriebene Dampferzeuger ersetzt werden. Damit sind wir immer noch bei einem fossilen Energieträger. Alternativ bliebe die nahezu CO2-freie Energieumwandlung mittels Kernkraft, das Thema haben wir allerdings abgehakt.

    Bei allen fälschlicherweise als EE bezeichneten Energiequellen stehen sich vorzugsweise die Grünen selbst im Weg, sobald sie in ihrem Umfeld auch nur annähernd davon betroffen sind.
    Bekannte Beispiele sind:
    Speicherkraftwerke mit erheblichen Veränderungen der Landschaften und ebenso gravierender Beeinträchtigung der Ökosysteme, WKA, großflächige Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen mit den damit verbundenen Voraussetzungen, Stromtrassen incl. der notwendigen Konverter usw.
    Dies stößt doch gerade bei den Anhängern der Grünen auf erbitterten Widerstand.
    Wenn der erste Wasserstoffspeicher im großtechnischen Maßstab realisiert wird, stehen die Grünen doch auch wieder in der ersten Reihe und dagegen dürften die Demos der alten Brokdorf-Socken ein laues Lüftchen sein.

    Ich erwäge bei der nächsten BT-Wahl die Grünen zu wählen, damit sie endlich mal entzaubert werden.
    Die Grünen profitieren nicht nur von dem Versagen der sogen. etablierten oder auch Volksparteien, sondern in erster Linie von dem medialen Begleitkonzert, ähnlich wie eine Nummer im Zirkus, die ohne die Musik der Kapelle nur halb so (oder auch gar nicht) interessant wäre.

    11+
    • Bauer Willi sagt

      Sehr gut analysiert. In der Nähe der Braunkohlenkraftwerke hier im Rheinland stehen zwei große Aluminium-Anlagen. Die dürften mit dem Ende der Braunkohle auch Geschichte sein.
      Die Idee, grün zu wählen, finde ich „interessant“. Ich meine auch in den Kommentaren zum Rücktritt von A. Nahles die Grünen so zu interpretieren, dass ihnen eine Fortsetzung der GroKo schon lieb wäre. Wenn sie morgen regieren müssten, so hätten sie m.E. ein Problem: sie könnten ihren eigenen Ansprüchen in der Realität nicht gerecht werden.

      Aber wie sagte es neulich ein Kommentator: „Das ist wie eine Operation am offenen Herzen“. Und die muss nicht immer gelingen…

      10+
    • Stadtmensch sagt

      „Speicherkraftwerke mit erheblichen Veränderungen der Landschaften und ebenso gravierender Beeinträchtigung der Ökosysteme“

      Ich würde lieber versuchen, die Norweger zu überzeugen, einen ihrer Fjorde als Speicherbecken zu opfern. Die brauchen eh eine Alternative zu ihren „öllastigen“ Pensionsfonds.

      „Energiewende“ mit kühlem Kopf gerechnet in: „Erneuerbare Energien: Ohne heiße Luft“
      eBook kostenlos bei Amzon…

      Auch eine Diskussion zur Definition von Wohlstand lohnt sich. Selbstverständlich ist bei uns Nutzmenschen Beschäftigung wichtig, damit wir nicht durchdrehen. Man kann aber auch sehr befriedigend beschäftigt sein, ohne den gegenwärtigen Material- und Energieeinsatz. Alles Kopfsache.

      Das Problem ist übrigens nicht neu:

      „So verging die Zeit der ersten Generation, aber keine der folgenden war anders, nur die Kunstfertigkeit steigerte sich immerfort und damit die Kampfsucht. Dazu kam, daß schon die zweite oder dritte Generation die Sinnlosigkeit des Himmelsturmbaus erkannte, doch war man schon viel zu sehr miteinander verbunden, um die Stadt zu verlassen.“

      https://www.textlog.de/31998.html

      1+
      • Inga sagt

        Ja, das wäre gut:
        „Ich würde lieber versuchen, die Norweger zu überzeugen, einen ihrer Fjorde als Speicherbecken zu opfern. Die brauchen eh eine Alternative zu ihren „öllastigen“ Pensionsfonds.“
        Denn „„Energiewende“ mit kühlem Kopf gerechnet“
        anstatt viele teure Versuche!

        0
      • derTom sagt

        Hm…

        > Ich würde lieber versuchen, die Norweger zu überzeugen, einen ihrer
        > Fjorde als Speicherbecken zu opfern. Die brauchen eh eine Alternative
        > zu ihren „öllastigen“ Pensionsfonds.

        Da sind wir wieder dort: Wir haben große Pläne, aber dann sollen andere für uns die Kastanien aus dem Feuer holen…
        Vielleicht haben die Norweger ja selbst auch Interesse dran, ihre Landschaft nicht zuzubauen? Oder sie brauchen besagten Fjord für die eigene Energieversorgung, wenn das Öl kein Thema mehr ist? Oder sie haben ihn schon Finnland und Schweden versprochen?

        3+
        • Stadtmensch sagt

          Kein Problem. Dann fahren wir Fahrrad, die Bude hat im Winter max 19°C,
          Waschschüssel statt Dusche, Ernährung regional saisonal.
          Sonderwünsche gibts mit 25% Ökosteuer-Aufschlag.
          Das muss man auch gar nicht erzwingen, denn nach dem Platzen der Wohlfühlblase (durch Klima- und Ressourcenkriege) ist einfach nix mehr da zum Verteilen…

          Bin übrigens auch aus dem Tal der Ahnungslosen und selbstverständlich nicht in die „Wohlstandszentren“ migriert!

          „Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf, Freie Deutsche Jugend, bau auf.
          Für eine bessre Zukunft richten wir die Heimat auf!“

          Das musste jetzt sein 😉

          1+
          • Bauer Willi sagt

            Klasse. Freue ich mich schon drauf. Regional, saisonal. Wir haben in diesem Frühjahr einen großen Folientunnel aufgebaut. Genau genommen hat das unsere freie deutsche Jugend (unser Sohn) aufgebaut…
            Du kannst ja dann mit dem Fahrrad kommen, wobei das für Paulus einfacher ist, der wohnt um die Ecke. Aber bitte Schmuck, Teppiche oder ähnliches zum Tauschen mitbringen. Dem Bargeld traue ich nicht mehr.
            Meine Mutter erzählte mir, dass es diese Situation schon mal gab. Beliebt waren die Bauern damals auch nicht.

            https://www.basellandschaftlichezeitung.ch/kommentare-basel/zehnders-zettelkasten/erst-kommt-das-fressen-und-dann-was-129808334
            Das musste jetzt sein…

            1+
          • derTom sagt

            „Zurück zu Bäumen und Höhlen!“ ist vielleicht ein wenig übertrieben, auch wenn mehr regionale und saisonale Versorgung (die guten alten Spreewald-Bananen, hach ja… 😉 ) durchaus kein schlechtes Konzept wäre.

            Mich stört noch nicht mal die NIMBY-Mentalität in Hinblick auf Windräder usw., sondern dass (nicht nur) die ganze EE-Geschichte genau nach dem gleichen „Ich will! Jetzt! Und nach mir die Sintflut!“-Konzept angegangen wird, das man Anderen vorwirft. Aktuell funktioniert’s ganz gut, weil wir das europäische Verbundnetz praktisch allein als Puffer nutzen, mittags unsere Solarspitzen einspeisen und an lauschigen Winterabenden Strom beziehen können. Andererseits heißt’s aber „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“ – und sobald unsere europäischen Nachbarn wirklich nachziehen, wird’s interessant. Wer nimmt uns dann noch unseren überschüssigen Solarstrom ab, wenn’s dort um die gleiche Zeit Mittag ist? Wer liefert dann noch Strom, wenn’s dort genauso kalt und dunkel ist wie hier? So groß ist Europa (der böse Iwan muss ja eh‘ außen vor bleiben) nun auch wieder nicht, dass sich das über ‚zig Zeitzonen und Großwetterlagen ausmitteln würde.

            Sinnvoller wäre es IMHO gewesen, den Ausbau der EE an die Speicherkapazitäten zu koppeln („maximal das x-fache der verfügbaren Speicherkapazität“) und sich dahinterzuklemmen, dass Letztere aus dem Knick kommen. Da wird nun seit 10 Jahren eine Wunderlösung nach der anderen durch die Presse getrieben, bloß irgendwie schafft’s nichts davon großmaßstäblich in die Realität. Stattdessen werden weiter Erzeugungskapazitäten hochgefahren, die entweder (siehe Photovoltaik) á la „Im Durchschnitt war der Teich ’nen Meter tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen…“ nicht wirklich zur Versorgungssicherheit beitragen oder aber (Stichwort Energiemais) einen Rattenschwanz eigener Probleme mit sich bringen. Die Nachbarn sorgen ja dafür, dass bei uns das Licht nicht ausgeht.

            Kurz: Ich möchte es in diesem Land /einmal/ erleben, dass /irgendwas/ mal bis zum Ende durchdacht und dann gezielt umgesetzt anstelle erst ausgesessen und dann hektisch über’s Knie gebrochen wird. Egal, von welcher Partei.

            4+
            • Stadtmensch sagt

              Es geschieht genau deshalb nix, weil es so schön bequem ist, Öl, Gas und Kohle zu verbrennen und die Probleme auf morgen zu vertagen. Ein weiterer Grund ist, dass Leute nicht selber denken wollen. Das „Netz als Energiespeicher“ – das sagt schon alles. Das Netz speichert gar nichts! Was vorne rein geht muss hinten raus.
              Wie gesagt, rein rechnerisch könnten wir (wenn man etwas optimistisch ran geht) unseren hohen Energiebedarf mit den bekannten Mitteln der (momentan sehr verlustbehafteten Speicherung) aus regenerativen Quellen fast decken (111 zu 125kWh pro Person und Tag). Man muss nur die politischen Weichen für die Ressourcenverwendung entsprechend stellen. Will man Autos, Straßen und neue Einfamilienhäuser oder Blockheizkraftwerke und Smart-Grids. Wachstum und etwas Trickle-down oder Umverteilung, damit alle zufrieden sind…

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              • fingerphilosoph sagt

                @ Stadtmensch
                Glaubst Du eigentlich im Ernst, dass es für die Umwelt ohne Folgewirkungen bleibt, wenn der Mensch die Unmengen Energie, die er derzeit aus fossilen Energieträgern gewinnt, fortan hauptsächlich den Windströmungen entnimmt, wie das in dem von Dir geschätzten Buch „Erneuerbare Energien – ohne heiße Luft“ vorgeschlagen wird?

                Was das CO2 angeht, so wird argumentiert, dass der im Vergleich mit dem globalen Gesamtumsatz doch relative geringe menschengemachte CO2-Ausstoß (ca. 3%) auf ein System mit fragilem Gleichgewicht stößt und die Balance stört.

                Was mit dem fragilem Gleichgewicht passiert, wenn dieselbe Menge Energie einem System mit noch fragileren Strömungsverhältnissen entnommen wird, interessiert in der grünen Szene offenbar niemanden. Lieber erst mal das Schelf und die Landschaften mit Windrädern zupflastern.

                Wenn dem Wind in großem Stil die Energien entzogen und über Windkraftanlagen in Strom umgewandelt werden, dürfte das einen empfindlichen Einfluss aufs kontinentale Klima haben. Das Geschrei wird dereinst groß sein, wenn die 400.000 notwendigen Windkraftanlagen erst mal in Betrieb sind und fortan über Deutschland kein kühlendes Lüftchen mehr weht.

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                • Mark sagt

                  Interesante Überlegung. Ich habe mir erlaubt, die Frage des Einflusses von WKA auf die Strömungsverhältnisse an Prof. Rahmstorf weiter zu leiten. Bin gespannt, ob er diesmal antwortet. Meine letzen Kommentare in seinem Blog hat er erst garnicht veröffentlicht.

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                • Christian Bothe sagt

                  Genauso ist es.Die Windmühlen in Deutschland sind eine landschaftliche Katastrophe und dann noch im Wald.Dazu noch, das ab 2020 1200to/a Windmühlenflügel entsorgt werden müssen(keiner weiß wie?)und nach kanadischen Untersuchungen die Windlast in den nächsten Jahren nachlassen wird…Komme gerade aus der Tschechei und keine Windmühlen zu sehen, einfach herrlich…

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  6. Eckehard Niemann sagt

    Die unsäglichen Rundumschläge bisheriger „Kommentatoren“ auf dieser Seite gegen Habeck, die Grünen oder – noch pauschaler – gegen „die Städter“ beruhen auf sorgsam gepflegten und bequemen Vorurteilen und offensichtlich nicht auf Tatsachen. Siehe dazu den nachfolgenden Artikel zur Positionierung selbst des Bauernverbands Schleswig-Holstein:

    AGRAR-ZEITUNG – 29.1.2018:
    Schleswig-Holstein: Bauernverband bedauert Habecks Weggang

    Die Landwirte im Norden hoffen, dass auch nach dem Weggang von Robert Habeck das gute Gesprächsklima mit dem Kieler Agrarministerium erhalten bleibt. Für die Bundespolitik könnte der Wechsel ein Gewinn sein.
    Robert Habeck bleibt noch etwas Zeit, bis er die Führung im Agrar- und Umweltministerium Schleswig-Holstein abgibt. Binnen acht Monaten muss die Nachfolge geregelt sein. Spätestens dann kann sich Habeck voll auf seine neue Aufgabe als Bundesvorsitzender der Grünen konzentrieren.

    Seit Mitte 2012 prägt der Grünen-Politiker die Agrarpolitik in Schleswig-Holstein – zunächst in einer rot-grünen und seit Sommer 2017 in einer Jamaika-Koalition. Er hat sich in dieser Zeit Ansehen in der Landwirtschaft erworben. Habeck sei sachorientiert und fähig, tragbare Kompromisse einzugehen, lobt ihn Stephan Gersteuer, Generalsekretär des Bauernverbandes Schleswig-Holstein. Im Gespräch mit agrarzeitung.de unterstreicht Gersteuer besonders, dass Habeck immer auch die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten in der Landwirtschaft respektiert habe. Natürlich seien sich Bauernverband und Ministerium nicht immer in allen Punkten einig gewesen, aber in der Sache sei es voran gegangen. Vom Nachfolger oder der Nachfolgerin im Kieler Ministerium wünscht sich Gersteuer, dass ein ebenso gutes Gesprächsklima wie mit Habeck möglich sei.
    Für die deutsche Landwirtschaft könne der Wechsel Habecks an die Parteispitze von großem Vorteil sein, glaubt Gersteuer. Er erhofft sich, dass der neue Parteivorsitzende künftig stärker die agrarpolitische Ausrichtung der Grünen in Richtung Sachlichkeit und Pragmatismus lenken könnte.

    3+
      • Christian Bothe sagt

        So kann man es auch sehen wie Mark es formulierte.Die Grünen sind genauso wenig regierungsfähig wie AfD und Linke. Spätestens bei den Landtagswahlen im Osten werden wir sehen,wo die „etablierten“ Grünen stehen. Baerbock ist ja schon politisch aus dem Osten geflüchtet und ich habe den Eindruck, das sie gar nicht so richtig Verantwortung tragen wollen? Aus der 2. Reihe kann man doch viel besser schießen…Die CDU mit Kanzler Merz (Merkel muß endlich in den Ruhestand) und die FDP sollten unser Land und die Landwirtschaft in die Zukunft führen. Leider reicht momentan die Mehrheit dafür nicht und man muß die Grünen evt. mit ins Boot nehmen wie Willi in den Thesen dargelegt hat. Aber unter Einfluß von beiden Parteien können diese dann weniger Schaden anrichten,da sie ja bisher, dem Klimawandel und der Dieselkrise sei Dank, nur damit beschäftigen einschließlich Selbstdarstellung und andere volkswirtschaftliche Probleme und Sorgen, auch die in unserer LW,außen vor bleiben. Wäre dem nicht so hätten sie an irgendeiner Stelle mitbekommen,das beispielsweise die Agrarwende schon längst stattgefunden hat…Auf jeden Fall wird es spannend in der Parteienlandschaft von Deutschland und hoffentlich nicht zum Schaden der Bauernschaft. Ich denke wir bewegen uns auf Neuwahlen zu.

        2+
        • Ottmar Ilchmann sagt

          Tja, Herr Bothe, nach den neuesten Umfragen haben Grüne und CDU (in dieser Reihenfolge) eine gemeinsme Mehrheit. Niemand braucht die FDP – vorausgesetzt, sie schafft es überhaupt wieder in den Bundestag. Sie sollten langsam versuchen, sich mit den Realitäten vertraut zu machen, sonst ist nachher der Schock zu groß!

          1+
          • Christian Bothe sagt

            Umfragen ist wie Statistik : „das Glaubhaftmachen der Lüge…“ Hatten wir früher schon!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Niemann,
      offensichtlich haben sie die Rundumschläge der Städter gegen die Landbevölkerung noch nicht mitbekommen, ich zitiere mal ein Beitrag aus einem anderen Forum:

      „“Wann immer ich in ländlichere Gegenden Deutschlands fahre, bin ich genervt von den altmodischen Menschen dort. Wenn dort jemand grüne Haare hat ist das Dorfgespräch, wenn dort eine syrische Familie wohnt haben die Leute Angst vor Bombenanschlägen. Bier, Wurst, Fußball, AfD, CSU, „der böse Ausländer“, „die Verbrecher in Brüssel“….. nur eine Auswahl an nervigen Themen, welche immer wieder an mich rangetragen werden. Ich will mich nicht mehr mit Hinterwaldthemen auseinander setzen, deshalb kommt ein Umzug aufs Land für mich nicht in Frage. Dann doch lieber Enteignung. Landleben ist auf Grund der meist engstirnigen Bewohner dort keine Alternative.““

      Ach wie ich doch die großkotzigen Städter und deren Speichellecker liebe.

      10+
    • Bauer Willi sagt

      @Eckehard
      Was Habeck persönlich angeht, so teile ich obige Einschätzung. Er persönlich ist Realo und hat in S-H keinen schlechten Job gemacht. Habeck ist aber nicht die Partei. Deshalb im Artikel auch eine mögliche Aufteilung der Ministerien. Siehst Du da das passende Personal? Was ist mit der Außenpolitik und andere Themen, die ich angesprochen habe? Dazu fehlen mir belastbare Stellungnahmen.

      Nur Klima alleine ist ja etwas wenig, auch wenn das Thema derzeit die Medien bestimmt.

      2+
      • Eckehard Niemann sagt

        Wenn Du so wenig zum Thema weißt, warum dann dieser Kommentar von Dir?????

        1+
    • Obstbäuerin sagt

      Zu den Tatsachen gehört, Herr Niemann, dass sich die Grünen-Wähler in den Großstädten auch noch in zentraler Lage mit den höchsten Mieten oder teuren Eigentumswohnungen konzentrieren. Da deutet sich eine Spaltung der Gesellschaft an. Interessant fand ich die Aussage einer jungen Anhängerin aus der Frydays for Future-Szene, die offensichtlich total überrascht war, dass die Grünen schon mal über längere Zeit mitregiert haben. Ob sie darüber hinaus von den verheerenden Ereignissen wusste, die die Grünen mit abgesegnet haben, darf bezweifelt werden.

      3+
    • derTom sagt

      Ich gehe mal davon aus, das

      > Die unsäglichen Rundumschläge bisheriger „Kommentatoren“ auf
      > dieser Seite gegen Habeck

      auch an meine Adresse geht. Sei’s drum.

      Zuerst einmal: Habeck als Person ist mir egal. Ja, er mag genauso wie zB Kretschmann oder das „schwarze Schaf“ Palme Realist und Pragmatiker sein. Aber wie groß mag im Gegenzug die Chance sein, dass er sich auf Bundesebene gegen die innerparteilichen Ideologen rund um Roth, Göring-Eckard & Co durchsetzen kann? Die Zeiten, wo es im politischen oder öffentlichen Diskurs noch um Argumente ging, sind vorbei – seit Jahren zählen nur noch Emotionen („Drama, Baby!“) und die größere bzw lautere Peergroup. Und da spielt’s keine Rolle, wie der Mensch im Chefsessel nun heißt, sondern welche Politik unter’m Strich rauskommt.
      Prophezeiung: Sobald Habeck auch nur versucht, gegen den Strom der Partei-Nomenklatura zu schwimmen, ist er weg vom Fenster.

      Kommen wir also zu

      > die Grünen

      Ganz ehrlich: Die hatten mal meine Sympathie. Damals, als sie noch eine Umweltschutz- und Bürgerrechtspartei waren. Damals, als die Parteidoktrin noch nicht „Steht nicht einfach nur rum! Verbietet irgendwas!“ lautete. Damals, als man sich auch mal über Konsequenzen der Forderungen oder gar ihre Umsetzung Gedanken gemacht hat. Na ja, tempus fugit. Strich drunter.
      Heute dagegen? Blinder Aktionismus (je lauter und öffentlicher, desto besser) bei allen Themen – über das „Wie“ sollen sich gefälligst andere (bevorzugt das Lieblingsfeindbild „alter weiser Mann“) Gedanken machen und die Folgen tragen. Und nein, da gehe ich jetzt nicht ins Detail, sonst tippe ich mir den Rest des Abends die Finger blutig…

      Zu guter Letzt

      > oder – noch pauschaler – gegen „die Städter“

      Ich darf das – ich bin einer von denen. 😉 Genauer gesagt habe ich beide Seiten kennen gelernt: die ersten 25 Lebensjahre habe ich in einem kleinen Dorf im „Tal der Ahnungslosen“ (Ganz böses Stigma, ich weiß. Aber keine Angst, ich hole jetzt nicht Stahlhelm und Knobelbecher aus’m Keller und marschiere in Polen ein…) verbracht. Inklusive Mist schippen, Kartoffeln lesen, Stämme rücken und welche Freizeitgestaltungen sonst noch so angefallen sind.
      Na ja, und irgendwann haben mich die „blühenden Landschaften“ dann ein ganzes Stück gen Westen und in den Randbereich einer Großstadt verschlagen. Und ja, dort herrscht eine andere Mentalität – nicht bei jedem, aber dennoch bei der großen Mehrheit. Die Leute haben sich so daran gewöhnt, dass alles verfügbar bzw in Reichweite ist, dass sich praktisch niemand mehr Gedanken macht, woher a) Waren und Dienstleistungen eigentlich kommen, und b) dass es anderen Leuten vielleicht nicht so gut geht. Ist alles selbstverständlich.

      Putzig finde ich zB die Geschichte mit dem Diesel. Es ist noch gar nicht so ewig her, da durften Autos vielerorts nur vorwärts einparken, damit die Hauswände auf Dauer keine Rußflecken bekamen. Da tränten einem im Winter in den Innenstädten die Augen, weil Millionen von Briketts durch tausende von Öfen ohne irgendwelche Filter gingen. Da gingen die Fische in Rhein und Elbe freiwillig zu Fuß. Und so weiter…
      Und /jetzt/ gibt’s plötzlich Hysterie und Aktionismus, weil Grenzwerte nicht eingehalten werden? /Jetzt/ ist von „Killerdieseln“ die Rede, wenn ein Fahrzeug bei Überschreitung der Grenzwerte vielleicht 10% von dem Dreck ausspuckt, der noch vor ein paar jahren zulässig gewesen wäre? /Jetzt/ wird plötzlich mit Sterblichkeitszahlen um sich geworfen, die im Umkehrschluss bedeuten, dass wir eigentlich vor 30 Jahren negative Bevölkerungszahlen gehabt haben müssten? Also irgendwie…

      Und um den Rant komplett zu machen: „FFF“ gab’s damals im Osten schon – als „Freitags Demonstrierende Jugend“ a.k.a. „FDJ“. Uns hat man auch Flöhe in die Ohren gesetzt und uns mit Transparenten an die Straße gestellt. Wir waren die Guten! Wir wussten, was richtig ist und dass die Welt den Bach runter geht, wenn nicht bald alle so leben, wie wir das beigebracht bekommen haben!
      Vielleicht sollte beispielsweise jemand „FFF“ dezent darauf hinweisen, dass das Internet inzwischen mehr als 10% der weltweit produzierten Energie (und damit mehr als der verabscheuungswürdige Flugverkehr) verschlingt und es deswegen sinnvoller wäre, auf’s neueste Smartphone und dessen Nutzung zu verzichten, anstelle an Flughäfen wahllos Leute anzugehen, die das zweifelhafte Vergnügen haben, von ihrem Chef auf zum Arbeiten ans andere Ende der Welt geschickt zu werden?

      @Bauer Willi:
      Gibt’s hier eigentlich auch eine eingebaute Zitierfunktion?

      10+
  7. Mark sagt

    Gut möglich, dass der grüne Höhenflug mit einer Kanzlerschaft Habecks oder Baerbocks endet. Schlimm dabei ist die Schiere Hilflosigeit der anderen (Alt-)Parteien:
    „Das Wahlergebnis der Grünen in Deutschland lässt sich nicht verstehen ohne drei Begriffe, die in der US-amerikanischen Politik seit Jahrzehnten eingeführt, hierzulande allerdings – zumindest zwei von ihnen – als Begriff noch weitgehend unbekannt sind. Als Technik selbst allerdings nicht.
    Die Grünen und ihr organisatorische wie mediales Umfeld bedienen seit etwa einem Jahr dreier Instrumente in Perfektion, während die anderen Parteien die Praxis noch nicht einmal begreifen: Astroturfing, Framing und gezielte Beeinflussung des Overton Windows.“ aus: http://www.publicomag.com/2019/05/publico-dossier-die-psychologie-des-gruenen-erfolgs/

    10+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “ Es sei denn, viele Deutsche setzen sich wesentlich mehr als bisher mit den Mitteln der psychologischen Politkampagnenführung auseinander.“

      Das ist meiner Meinung nach ein hoffnungsloses unterfangen.

      Der Deutsche will nicht hören wie Gut es ihm geht,
      nein, er will hören wie Schlecht es ihm angeblich geht.

      Er jammert rum an dem was die Lebensmittelindustrie in den Fertigfraß packt,
      ist jedoch nicht gewillt selbst zu Kochen.

      5+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der deutsche Bürger, wenn „Der Deutsche“ stört.

          Sie gehen bei jedem Thema auf Konfrontation, das lässt auf eine völlige Unzufriedenheit schließen.

          1+
    • Obstbäuerin sagt

      Das sollte jeder, der sich zu fridays for future Gedanken macht, lesen Mark. Auf der Seite der Bundjugend, von der aus die Klimaproteste bundesweit durchorganisiert werden (samt Spendenaufruf mit Kontonummer) https://fridaysforfuture.de/regionalgruppen/ kann man sich auch einen Eindruck über die betreute Selbstorganisation machen.

      1+
    • Paulus sagt

      Hallo Mark,

      man kann den Grünen ja alles Mögliche vorwerfen aber die zu ihrem Erfolg beigetragene Klaviatur beherrschen sie virtuos, im Gegensatz zu anderen Parteien. Der anfangs belächelte Marsch durch die Institutionen erweist sich, nach anfänglichen und zwischenzeitlichen Entgleisungen, zunehmend als Intelligenzgeprägt, selbst wenn manche schwer veränderbare Realitäten bis heute ausgeblendet werden.

      Ich komme jetzt mit einem zugegeben etwas hinkenden Beispiel, aber vergleich doch bitte mal diesen omnipräsenten und in der allgemeinen Wahrnehmung als „gefühlt ältesten jungen Menschen“ wahrgenommenen Herrn Philipp Amthor, mit den smarten und deutlich älteren Galionsfiguren der Grünen. Herr Amthor erinnert mich immer noch an die Jungs vom RCDS, die fand ich schon als Student zum kotzen.
      Auf die junge Generation wirken solche Typen, allein aufgrund ihres zur Schau gestellten Habitus‘ eines frühindustriellen General- oder Arbeitsdirektors incl. der Doppelmanschetten nebst Krawatte, gestern wie heute als abschreckend.
      Wenn sie in ihrer politischen Arbeit wenigstens noch etwas Sinnvolles zu Stand brächten …

      Ich gehe davon aus, dass die nächste Kanzlerschaft den Grünen gehört. So dumm sich auf Bundesebene auf grün/rot/rot einzulassen werden sie allein aufgrund des Selbsterhaltungstriebs nicht sein. Mit grün/schwarz und gerne noch gelb wäre ich durchaus einverstanden.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Vergleichen wir den Philipp Amthor mit dem neuen Heilsbringer rezo,
        der bei der Jugend so gut ankommt. Na ja die jungen Mädels werden beim Anblick von Philipp Amthor nicht kreischen, aber Fachlich macht er manchem Grünen was vor. Gar manche hat den vermutlich geilsten Kerl geheiratet um anschließend festzustellen, dass er außer einer großen Klappe nichts auf der Pfanne hat.

        1+
        • Paulus sagt

          Mein lieber Ehemaliger,
          dieser Rezo ist eine von einer Tochter des Ströer-Konzerns betreute und gesteuerte Kunstfigur. Das ist für die, die bis heute noch nicht einmal 1.0 verstanden haben verständlicherweise zu hoch. Das betrifft leider sowohl die Jungen als auch die Alten.

          Ich sprach von Herrn Amthor, dem gefühlt ältesten 26 jährigen auf der Erde, Berufspolitiker und nebenbei noch Anwalt in einer Wirtschaftskanzlei. Gleichzeitig der Prototyp eines spießigen Strebers, passend zu den Wunschvorstellungen der Generation schon älterer CDU-Wähler, die im Altenheim so gerade noch das Kreuzchen an der für sie vermeintlich richtigen Stelle machen können.

          Nee, so einen hätte ich mir als Schwiegersohn nun wirklich nicht gewünscht.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Siehste,
            deine Probleme habe ich nicht, zumindest hoffe ich, dass ich keinen Schwiegersohn bekomme. 😉

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      • Mark sagt

        Hallo Paulus,
        dass die Grünen die zu ihrem Erfolg führende Klaviatur perfekt spielen, werfe ich denselben in keinster Weise vor, sondern nehme ich mit Anerkennung zur Kenntnis. Dass den „Altparteien“ dazu nicht mehr einfällt, als wie ein Schaf hinterher zulaufen, ist dagegen jämmerlich und zu kritisieren. Die „Qualität“ des Politpersonals aowohl bei CDU/CSU als auch bei der SPD ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen, als misserabel zu bezeichnen. Bei der CDU wurden gute Leute „entsorgt“ und guter Nachwuchs erfolgreich verhindert.
        Was P. Amthor betrifft mag es ja sein, dass er nicht an die optische Attraktivität der Grünenspitze heran kommt. Aber wie heisst es so schön: Schönheit und Verstand sind selten verwandt. Bei A.B. und KGE bin ich mir sicher, dass dies zutrifft. Vielleicht schaust Du Dir das Video nochmal an, wo sich Amthor Hofreiter zur Brust nimmt, ich kann da nur sagen: Chapeau!
        http://www.youtube.com/watch?v=jCLdLVEABfw
        PS: Ich denke, dass sich das Anforderungsprofil eines Politikers und eines Schwiegersohnes doch signifikant unterscheiden 🙂

        1+
  8. Bauer S sagt

    Klinkt irgendwie nach mehr Verboten, mehr Kontrollen und mehr Ueberwachungen. Also schöne neue Welt!

    6+
  9. bauerhans sagt

    Habeck muss zuerst mehrheiten finden,dann versuchen,die wirtschaft ökologisch umzubauen,was überhaupt nicht einfach werden wird,weil der deutsche sein auto liebt und gern schnell mit dem flieger verreist.
    falls es sich dann doch abzeichnen sollte,dass er gegen den willen der wirtschaft,eine ökologische wende einleiten könnte,würde Trump einmaschieren.

    1+
    • Eckehard Niemann sagt

      Peinlich und weltfremd, wie Sie die total berechtigten Anliegen von Greta und Fridays für Future versuchen, runterzumachen…

      1+
      • derTom sagt

        Glauben Sie mir – wenn ich jemanden verunglimpfen wollte, würde das anders klingen. Ganz anders.

        Ich kann’s nur einfach irgendwann nicht mehr ernst nehmen, wenn jemand medial derart zur quasireligiösen HeilsbringerIn hochstilisiert wird (wobei es ja um Greta ziemlich ruhig geworden ist, seit sie sich erdreistet hat, das Wort „Kernkraftwerk“ in den Mund zu nehmen) oder uns FFF als grassroot-Bewegung verkauft werden soll. Nennen Sie’s meinetwegen schlechte Erfahrungen plus gesundes Misstrauen.

        3+
      • Christian Bothe sagt

        Das hat nichts mit Peinlichkeit zu tun! Es handelt sich um eine notorische Schulschwänzerin, welche noch andere dazu anstachelt dem Unterricht trotz Schulpflicht fernzubleiben. In Berlin-Wedding gibt es erste Überlegungen aufgrund der Fehlzeiten solche Schulschwänzer als versetztungsgefährdet einzustufen und das ist korrekt. Am Ende sind dann auch noch die Abiaufgaben zu schwer… Das Umweltanliegen in allen Ehren aber demonstrieren kann man auch an freien Tagen,wenn mir die Sache ernst ist…Ich frage mich natürlich auch,ob die Jungen und Mädels überhaupt so richtig wissen warum demonstriert wird? Oder ist es nur ein Event von vielen?

        1+
        • Mark sagt

          Also bitte, Greta ist der einzige Mensch der Welt, der CO2 sehen kann (laut eigenen Angaben). Deshalb ist auch jede ihrer Forderungen berechtigt!

          1+
  10. Obstbäuerin sagt

    Dann hätten wir einen Großstadt- und Alte Bundesländer Kanzler, mit dem sich über 90 % der Ossis nicht identifizieren können. Es drohen schwierige Zeiten.

    3+
    • derTom sagt

      Das steht zu befürchten. Die typische Grünen-Wählerschaft rekrutiert sich ja aus Großstädten (Supermarkt gegenüber, Arztpraxis eine Straßenbahnhaltestelle weiter – „Ein Auto braucht niemand!“) bzw den dazugehörigen Speckgürteln (Eigenheim mit EEG-Umlage-finanzierter Solaranlage auf dem Dach, Elektroauto in der Garage und Rasenmäh-Roboter im Vorgarten – „Natürlich sind erneuerbare Energien und Elektromobilität flächendeckend machbar!“). Wirkliche Natur oder auch nur Landwirtschaft aus eigenem Erleben kennt da kaum noch jemand, man hängt eher irgendwelchen Idealbildern aus TV und dem Internet an. Wie war das? „Realität ist etwas für Leute, die kein Youtube haben.“

      > mit dem sich über 90 % der Ossis nicht identifizieren können

      Auch in den „gebrauchten Bundesländern“ gibt es viele Menschen, die angesichts immer wieder demonstrierter Weltfremdheit nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber so lange die übergroße Mehrheit der Bevölkerung in Städten lebt, wo der Strom aus der Steckdose, das Wasser aus der Wand und die Sprossen vom Bioladen gegenüber kommen, braucht man nicht auf Rationalität zu hoffen.

      9+
    • Lieschen Müller sagt

      Es gibt auch Ossis in Großstädten 🙂
      Ich z.B. Doch, den Habeck als Kanzler könnte ich mir vorstellen, meistens nehmen sich die Neuen ja viel vor und dann passiert lange nichts.

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      • Obstbäuerin sagt

        Zumindest sieht er besser aus, als manch anderer Politiker, Lieschen Müller.

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    • Christian Bothe sagt

      Lieber Gott, bewahre uns vor solch‘ einem Szenario…Eine Wende war genug.

      3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Könnten sie mir mal erklären, was sie ständig mit ihrer Post „Christian“ bezwecken wollen, ich komm nicht dahinter.

      3+
      • Christian Bothe sagt

        Meine Dussligkeit, geht manchmal nicht…weiß auch nicht wieso.Entschuldigung!

        1+
        • Ottmar Ilchmann sagt

          Endlich mal ein Kommentar von Ihnen, dem ich rückhaltlos zustimmen kann!

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          • Christian Bothe sagt

            Ist aber nett von Ihnen! Wir hatten früher hier das Tal der Ahnungslosen.Mir scheint Sie leben auch im so einer Ecke der BRD bei dieser „Qualität“Ihrer Kommentare.
            Schönen Tag!

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