Alle Artikel in: Bauer Willi

Liebe grüne Bundestagsfraktion…

Ich habe euer aktuelles Video (21.8.2019) zum Thema Landwirtschaft auf Facebook gesehen. Ich muss euch sagen: So wird das nix mit der Agrarwende. Es gibt schon eine Partei, die versucht, mit einfachen Botschaften auf Stimmenfang zu gehen. Die wähle ich auch nicht. Und nein, es gibt nicht nur schwarz oder weiß, gut oder böse, Bio oder Traditionell. Die Welt ist bunt und vielfältig. Wenn ihr ernst genommen werden wollt, wenn ihr wirklich ernsthaft Verantwortung übernehmen wollt, solltet ihr aufhören, gegen die über 90 Prozent traditionellen Landwirte zu argumentieren. Denn die meint ihr doch, wenn ihr von industrieller Landwirtschaft redet. Alle eure Forderungen könnt ihr nur mit den Landwirten umsetzen. Natürlich geht es auch mit noch mehr Verboten, noch mehr Regelungen, noch mehr Gängeleien. So lange, bis es wirklich nur noch industrielle Landwirtschaft gibt. Weil der bäuerliche Familienbetrieb (wir haben noch einen) damit nicht mehr klarkommt. Fachlich und emotional. Wenn ihr die vielen kleinen Betriebe platt machen wollt, dann macht weiter so. Aber dann sagt uns das früh genug. Damit wir den Zeitpunkt der Betriebsaufgabe rechtzeitig …

Kreislauf-Folien…?!

Was soll das denn nun wieder sein? Es geht um Folien, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, zum Beispiel zur Abdeckung von Silos oder als Stretch-Folie, um Heu- oder Silageballen damit einzuwickeln. Silierung geht mal nur unter Luftabschluss und solange niemand dieses biologische Gesetz außer Kraft setzt (wer weiß, vielleicht gelingt das doch einmal einem Politiker) müssen halt Kunststoffe dazu verwendet werden. Das hat auch hygienische Vorteile. Ich kann mich jedenfalls noch an unsere Rübenblatt-Silagen erinnern, die mit Erde abgedeckt wurden. Eine schöne Sauerei und auch das Vieh schaute etwas unglücklich aus dem Trog. Wohin aber mit dem Kunststoff?  Was kaum einer weiß, aber viele wissen sollten: Es gibt in Deutschland ein funktionierendes Rücknahmesystem! Das nennt sich „Erntekunststoff-Recycling Deutschland“ und weil das zu lang und kompliziert ist auch einfach ERDE. https://www.erde-recycling.de/ueber-erde/was-ist-erde.html Wie funktioniert das? Landwirte bringen ihre besenreinen Kunststoffe an Sammelstellen. Wo die sind, kann man auf der Homepage unter „Sammelstelle suchen und finden“ erfahren. Es spielt keine Rolle, wo man die Folien gekauft hat. Danach werden die Folien sortiert und es wird daraus neues …

Die nächsten 30 Ernten (Video)

Bitte das Video unbedingt bis zum Schluss anschauen. Bitte! Vor allem die, die noch unter 30 sind. Überlegungen eines jungen Landwirt, der seinen Betrieb aufgibt. Mit einem – ich sag mal – „ungewöhnlichen“ Ergebnis.   Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren  

Spinat bald auf der Doping-Liste?

Heute mal was zur Entspannung. Das Thema von gestern hat ja heftige Reaktionen ausgelöst. Daher dient dieser Artikel nur zur allgemeinen Information und braucht ausdrücklich nicht kommentiert werden! Popeye, der Seemann hatte recht. (Auf das Bild klicken) Es klingt absurd, aber Forscher haben herausgefunden, dass ein bestimmter Stoff (Ecdysteron) im Spinat nachweisbar leistungssteigernd wirkt und schlagen daher vor, Spinat auf die Doping-Liste zu setzen. Man darf gespannt sein, wie die Doping-Agentur reagiert. Denkbar ist ja alles… Euer Bauer Willi Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren Weitere Informationen  

Essen für alle

Unter dem Titel „Wissen in Bildern“ hat die Zeitschrift „Zeit“ einige sehr anschauliche Grafiken zum Thema Welternährung veröffentlicht. https://www.zeit.de/2019/33/nahrungsmittel-essen-hunger-uebergewicht-konsum Ich persönlich halte diese für eine gute Grundlage für Diskussionen. Auch für den Schulunterricht oder bei Hofbesuchern stellen sie komprimiert und für jeden verständlich einige Grundbausteine dar. Ausdrucken und weitergeben. Euer Bauer Willi

Was wäre wenn…

Was wäre wenn einige unkalkulierbare Ereignisse im Bereich der Ernährung zusammenkommen? Das hat der Versicherer Lloyds einmal zusammengefasst. Unten der Link auf die Originalversion (30 Seiten) in Englisch mit sehr guten Grafiken. Manches liest sich etwas sperrig, aber das Papier wurde ja für die Versicherungsbranche geschrieben und nicht für den Laien. Danke an Bauer Fritz für den Tipp und die Übersetzung. 1 Milliarde Menschen hungern, jedes Jahr, eine Zahl, die sich verdreifachen könnte bis 2050. Die Lücke zwischen Produktion und Versorgung zu schließen ist ein wesentlicher Bestandteil der Ernährungssicherheit und einer, auf den Lloyd´s sich in ihrem Bericht von 2013 fokussierte. Ernährungssicherheit hat jedoch eine weitere Dimension, die bisher vernachlässigt wurde: die Anfälligkeit des vernetzten und überdehnten globalen Ernährungssystems für plötzliche systemische Schocks wie katastrophale Wetterereignisse oder Pflanzenpandemien – viele davon werden durch den Klimawandel verschärft. Erhebliche Störungen in irgendeinem der großen Lebensmittelproduktionsgebiete in der Welt hätte verheerende Auswirkungen auf Unternehmen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt, und dennoch wird die Ernährungssicherheit schlecht verstanden. Modelle, die von den Versicherern verwendet werden, um ihre Fähigkeit, Ansprüche …

Glyphosat: Eine Meldung, die es in sich hat…

Bisher ist diese Meldung nur in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zu lesen: Demnach „wies die amerikanische Regierung Unternehmen an, auf ihren Produkten nicht mehr vor dem Inhaltsstoff Glyphosat zu warnen.“ Und weiter heißt es: „Die Umweltbehörde EPA teilte nun mit, dass sie mit sofortiger Wirkung keine entsprechenden Hinweise auf Produkten mehr genehmigen werde. Es sei unverantwortlich, Etiketten auf Produkten zu verlangen, die ungenau seien, wenn die EPA selbst davon ausgehe, dass von dem Produkt kein Krebsrisiko ausgehe, sagte Behördenchef Andrew Wheeler.“ Die Begründung: „Es sei wichtig, dass staatliche Regulierungsbehörden wie die EPA den Verbrauchern genaue, wissenschaftlich fundierte Informationen über Risiken, die Pestizide für sie darstellen können, zur Verfügung stellen, betonte Wheeler.“ Den Wortlaut der FAZ-Meldung mit weiteren Details findet ihr hier: https://t.co/xzWdb7MbtM In den großen Medien ist die Meldung, außer in der FAZ, bisher nicht zu finden. Warum? Ich darf mir ja meinen Teil dazu denken… Euer Bauer Willi P.S.: Landwirtschaftliche Medien berichten mittlerweile schon darüber: http://www.lafranceagricole.fr/actualites/etats-unis-fini-les-etiquettes-qualifiant-le-glyphosate-de-cancerigene-1,8,4181886339.html?utm_source=FAA&utm_medium=infoquotidienne&utm_campaign=mailnumero#sd_source=&sd_id https://www.topagrar.com/acker/news/verwirrung-um-freikauf-geruechte-von-bayer-bei-glyphosatverfahren-11738615.html    

And the winner is? Palmöl!

Heute mal ein wenig Marktforschung: Palmöl gilt ja allgemein als umweltschädlich. Und Soja kommt vor allem aus Brasilien und den USA, meist aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Raps und Sonnenblumen sind, zumindest in Europa, nicht gentechnisch verändert und es muss dafür auch kein neuer Acker gewonnen werden. Wie der Grafik zu entnehmen ist, gewinnt am Markt aber Palmöl und Soja, während Rapsöl sogar leicht zurückgeht, obwohl Rapsöl auch dem Diesel beigemischt wird. Folglich muss es ja wohl etwas mit unserem Konsumverhalten zu tun haben. Oder etwas konkreter: kein Mensch will Palmöl, aber alle kaufen es. Weitere Informationen gibt es hier: https://ooe.lko.at/der-globale-ölsaatenmarkt-europa-schafft-sich-ab+2500+2969762 Danke an Christian von der LK Oberösterreich für den Hinweis, den ich gerne aufgenommen habe. Ich sag es ja immer: von Österreich lernen… Bauer Willi Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28649/umfrage/pflanzliche-oele-weltweiter-verbrauch-von-1995-bis-2009/