Bauer Willi
Kommentare 27

Essen für alle

Unter dem Titel „Wissen in Bildern“ hat die Zeitschrift „Zeit“ einige sehr anschauliche Grafiken zum Thema Welternährung veröffentlicht.

https://www.zeit.de/2019/33/nahrungsmittel-essen-hunger-uebergewicht-konsum

Ich persönlich halte diese für eine gute Grundlage für Diskussionen. Auch für den Schulunterricht oder bei Hofbesuchern stellen sie komprimiert und für jeden verständlich einige Grundbausteine dar. Ausdrucken und weitergeben.

Euer Bauer Willi

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27 Kommentare

  1. bauerhans sagt

    die üblichen beschuldigungen in den kommentaren:
    dass die mehrheit der verfütterten kalorien durch tiermast verloren gehen,die man doch direkt zur menschlichen ernährung nutzen könnte.
    fragt man nach,kommt nix konkretes.

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  2. Friedrich sagt

    Gut , daß hier mal erklärt wird , daß die meiste ldw. Fläche nämlich Grasland ist und nur ein kleiner Teil Ackerland . Unsere hiesige Debatte über Methan ist damit hinfällig und reine Verdummerei der Mitbürger , weil die meisten Menschen von des Graslandtieren (Wiederkäuern) leben. Diese Tiere liefern den Menschen Eiweiß und Fleisch , denn vom Grasessen kann kein Mensch leben. Die derzeitige, in unserem Land laufende Klimaangstmache , hat doch nur ein Ziel den Mitbürgern nur noch mehr Geld mit der CO2-Steuer aus der Tasche zu ziehen, damit die Umverteilungsmaschine weiter am laufen und so die Wählergunst erhalten bleibt. –Was aber auffällt ist nur der geringe Weltvorrat , wovon der größte Vorrat in China liegt. Wenn in allen anderen Staaten eine unvorstellbare Katastrophe , wie z.B. ein Vulkanausbruch , der die Erde verdunkelt , passieren würde , dann würde es sehr knapp und Hungernot in einem riesigen Ausmaß vorprogrmmiert.– In diesem Jahr fangen die Zuckerfabriken schon früh im September an Zuckerrüben zu verarbeiten , weil die Silos , trotz niedrigen Preises ,leer sind. Auch Getreide reicht in der EU nur für wenige Tage. Ich hoffe , daß uns diese Just in Time -Politik nicht einmal schwer treffen wird. Mit dem Fall des eisernen Vorhangs hat man die staatliche Vorsorge- und Vorratswirtschaft nahezu abgeschafft. All diese Vorräte haben wir auf dem Altar des Konsums und der Kontrollwirtschaft verfrühstückt. Kann nur allen Mitbürgern empfehlen , selbst ein wenig Vorsorge zu treffen , denn im Falle einer Katastrophe werden wir von unseren Politikern nur beschwichtgende Worte erwarten können. Wie fähig sie sind , können wir beim erfolglosen Bau des Berliner Flughafens oder beim Verfall unserer Infrastruktur gerade erleben. Vom Erfolg der Energiewende oder der Zukunft unserer Währung will ich garnicht erst reden.

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    • Inga sagt

      Ich habe mal gelesen, dass die Bevorratung von Nahrungsmittel zu teuer ist. Na ja, vielleicht dachte man sich auch, man könne sich das nach der Phase des kalten Krieges sparen.

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  3. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, was mir auch heute bei einigen Beiträgen nicht gefällt und das ist öfter so, ist das suchen der Nadel im Heuhaufen.

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    • Bauer Willi sagt

      Danke. Genau so sehe ich das auch. Die Grafiken finde ich gut, über den Text kann man streiten.

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  4. Thomas Apfel sagt

    Im Übrigen gilt das mit den Falschangaben auch für die Abfallmengen, die den Verbrauchern zugeordnet werden. Lt. ÖKO-Institut (priv. Institut in Freiburg/Breisgau)
    wird die Menge der weggeworfenen Lebensmittel mit 20 % angegeben (Stand 2013).
    Davon fallen rund 2/3 aus den Haushalten und 1/3 aus Handel und Gewerbe an.
    Vermeidbar sind 41 % , das sind 9 % des Gesamtverbrauchs.
    In der Darstellung bei ZEIT-online hat man sich, von ehemals: „Die Hälfte aller Lebensmittel wird weggeworfen“, mit der jetzigen Darstellung an die Wirklichkeit ANGENÄHERT, mehr aber auch nicht. Das würde ja sonst auch so schlecht ins Bio-Umstellungs- und Extensivierungskonzept passen.
    Die Mit- Hereinnahme der Verarbeitungs- und Feldverluste ist vom Ansatz her unzulässig, weil diese „Reste“ nicht zum Abfall gehören sondern unvermeidliche Prozessverluste sind (an deren Minderung permanent gearbeitet wird). Gerade die Reststoffe aus der Verarbeitung meist konventioneller Rohstoffe machen einen großen Teil der im BIO-Anbau eingesetzten Düngemittel aus.
    So arbeiten selbst die veganen Solawis bei uns vorrangig mit Maltaflor, einem Restprodukt aus der (meist konventionellen) Bierbrauerei.

    Zum Thema Fleisch und Fettleibigkeit sei nochmal erwähnt: die Menge der aufgenommenen Energie im Verhältnis zur verbrauchten Energie entscheidet über dick oder dünn und nicht die Herkunft aus Tier oder Pflanze.
    Dass mehr Zucker aus Früchten (wegen Verteufelung von Weisszucker) und ein hoher Anteil von Kohlehydraten an der Ernährung durchaus auch ordentlich dicke Kinder produziert, sehen wir in BIO-Familien in unserem Umfeld.

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  5. Mark sagt

    Bevor man das ausdruckt und weiter gibt, sollten die falschen Aussagen darin (siehe A.Krämer und H. Müller) richtigstellen. Die Zeitredaktion muss darauf hingewiesen werden.

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  6. Arnold Krämer sagt

    Und immer wieder die falschen Aussagen:
    Die Tiere werden nicht mit Soja, sondern mit Sojaextraktionsschrot gefüttert. Das Sojaöl wird anderweitig verwendet. Und der Sojaextraktionsschrotanteil liegt z. B. Im Schweinefutter bei deutlich unter 20 Prozent. Im Rinderfutter ist noch weniger vorhanden.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Einspruch Herr Krämer, in einer vielzahl von Fällen wird auch Sojaöl in der Rinder und Schweinefütterung eingesetzt. Der Einsatz ist zwar gering aber er erfolgt. Milchproduzenden werden ihre Milch hier, bei den Molkereien nur noch los, wenn diese Genfreies Soja einsetzen.

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      • Arnold Krämer sagt

        Ich weiß auch, dass teilweise (in sehr geringen Anteilen) Vollsoja und Sojaöl in den Futtermischungen verwendet wird (da wo eine hohe Energiedichte verlangt wird). Aber in den Medien wird doch immer wieder der Eindruck erweckt, dass der Sojaanbau nur dazu dient, Tiere zu füttern, die man eigentlich gar nicht braucht. Die Bauern sind schuld, wenn der Urwald gerodet wird.
        Mit diesen verkürzten Darstellungen wird doch Meinung und Stimmung gegen die Landwirtschaft gemacht.
        Übrigens: Genfreies Soja gibt es nicht. Alle Pflanzen haben Gene.
        Und das was Sie meinen, ist in der Regel auch Extraktionsschrot. Fragt der Verbaraucher eigentlich danach, dass sein Hautpflegemittel nur Sojaöl enthält, das aus nicht gentechnikveränderten Pflanzen hergestellt wurde?

        6+
        • Brötchen sagt

          Herr Krämer ich sehe es auch so, wie sie. Statt dem Sojaöl kann man auch ein anderes Öl nehmen. Man nimmt das Öl ja wegen dem Preis.

          „da wo eine hohe Energiedichte verlangt wird)“ so richtig stimmt das nicht, muss ich mäkeln;)…….in der Schweinehaltung braucht man fast immer eine hohe Energiedichte, teilweise wird das auch wegen der Staubbindung und als Pelletierhilfmittel gemacht. Das sind jetzt Spitzfindigkeiten.

          „Die Bauern sind schuld, wenn der Urwald gerodet wird.
          Mit diesen verkürzten Darstellungen wird doch Meinung und Stimmung gegen die Landwirtschaft gemacht.“

          Das sehe ich als Hauptproblem und das bedienen die Grafiken super.
          Aber gut, man kann ja einiges dazu erklären. Davon hängt das dann ab.

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          • Arnold Krämer sagt

            Da hier im Blog auch viele Nichtlandwirte angesprochen werden, vermeide ich es bei meinen Kommentaren in der Regel allzusehr ins Detail zu gehen.
            Ja, Staubbindung, Pelletierung, Energiedichte, Verdaulichkeiten; Mischfutterherstellung ist Hochtechnologie und Tierernährung ist wissenschaftlich weiter entwickelt und erforscht als Humanernährung.

            3+
  7. Peter sagt

    Wäre das hilfreich für den Schulunterricht, wenn u.a. 9,1 Millionen Menschen, welche hungern, als „Rest“ bezeichnet werden?

    2+
    • Bauer Willi sagt

      Ihr Vorschlag? Wäre „übrige“ besser? Aber ändert das etwas an der Aussagekraft der Grafiken?

      2+
      • Obstbäuerin sagt

        Übrige Länder wäre korrekt, Bauer Willi. Die Aussage, dass die meisten Menschen in Asien und Afrika hungern, wird dadurch nicht beeinträchtigt.

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    • Obstbäuerin sagt

      Da es sich in der Grafik um 100 % der hungernden Menschen handelt und deren Herkunft ausgewertet wird, bezieht sich der Begriff Rest auch auf die Herkunft. Etwas unglücklich gewählt aber nicht abwertend zu deuten.

      2+
  8. Harald Müller sagt

    Interessante Grafiken … wenn da der abschließende blödsinnige Satz …
    „Die Folge von zu viel Verzehr von Fleisch, Eiern und Milchprodukten ist Fettleibigkeit“
    … nicht wäre.

    9+
    • Elisabeth Ertl sagt

      Fettleibigkeit kommt nicht primär vom Fleisch. Aber ich finde es gut an dieser Darstellung, dass Fettleibigkeit einmal nicht nur als persönliches Gesundheitsproblem dasteht, sondern auch als eine unsoziale Form, sich zu ernähren. Völlerei hätte man früher dazu gesagt.

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      • Brötchen sagt

        Elisabeth, meines Erachtens ist das nicht direkt ein Problem der Ernährung sondern eher Bewegungsmangel.
        In der einen Grafik zu den Ernteverlusten taucht plötzlich auch der Verbraucher auf.

        Ich würde mich anbieten eine/mehrere Grafiken zu erstellen. Zusammenhänge:

        Bodenfruchtbarkeit/Tierbestände/Futterversorgung/Nahrungsmittelversorgung in D.

        Vielleicht kann jemand zuarbeiten.

        Wie Mark oder Thomas Apfel.

        Ich halte die Grafiken für ungeeignet oder nur für den Diskussionseinstieg brauchbar.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Der Bewegungsmangel bei Kindern ist oft schon eine Folge von Übergewicht. Die Eltern haben nicht mehr die Konsequenz, ihren Kindern etwas zu versagen, weil sie es oft bei sich selber auch nicht mehr tun. Fragen Sie die Schulärzte!
          Außerdem bemüht sich die Lebensmittelverarbeitung um Rezepte, die Appetit auf mehr machen, ganz zu schweigen von überflüssiger Lebensmittelwerbung in den Städten.

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