Alle Artikel in: Bauer Willi

Zero Emission Tractor

Die Landwirtschaft soll ja noch klimafreundlicher werden. Mit einem neuen Verbrenner-Motor wäre das möglich. https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/alternative-antriebe/deutz-wasserstoffmotor-verbrenner/ Allerdings müsste dafür genügend Wasserstoff zur Verfügung stehen. Und eine Hoflagerung dürfte wohl ausscheiden… 🙂 Was meint ihr? Hat das Zukunft?

Ackerland in Bauernhand

Die Überschrift stammt aus dem BMEL. Dort wurden Probleme, die es auf dem Bodenmarkt in Deutschland gibt, aufgeschrieben und mit Lösungsmöglichkeiten versehen. Ackerland-in-Bauernhand-Initiative.pdf;jsessionid=B46D087285CCF4074A1D9C88A69E847B Bisher sind alle Versuche, Verkäufe von Grund und Boden im Sinne der Landwirte zu steuern, mißlungen. Ob es mit den hier gemachten Vorschlägen gelingt? Eure Meinung ist gefragt. Habt ihr eventuell bessere Vorschläge? Dann könnte ich die mitnehmen zur nächsten Sitzung des Praktikernetzwerk Anfang Oktober. Übrigens: es gibt auch ein Papier der AbL e.V. mit dem gleichen Titel „Ackerland in Bauernhand“ 2020-07-10_Ackerland_in_Baurenhand_-_Vorschlag_der_AbL_zu_regulierung_des_Bodenmarktes

Essen als Droge? Morphium in der Milch?

Ich habe ja schon viel Blödsinn gelesen, aber der hier war mir neu: Morphine in der Milch. Wie schon häufiger, so kommt auch diese Aussage vom SWR unter der Rubrik „Wissen“. https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/gesundheit/1000-antworten-2238.html Übrigens: Die Milchflasche mit dem pfiffigen Etikett stammt aus dem deutschsprachigen Belgien. Der unterste Satz ist von mir…

SoLaWi wächst… aber langsam…

In meinem Buch „SAUEREI“ habe ich mich in 2016 auch mit dem Thema Solidarische Landwirtschaft befasst. Seitdem hat sich etwas getan, aber der Durchbruch ist dieser Form der Nahrungsmittelerzeugung und -verteilung nicht gelungen. Hier ein paar Zahlen: https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/solidarische-landwirtschaft-paradies-fuer-bauern-585640?utm_campaign=ah-mo-fr-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2021-09-24

Zieht euch warm an…

Ist das alles nur Panikmache oder ein realistisches Szenario? In Großbritannien jedenfalls könnte es ernst werden. https://www.n-tv.de/wirtschaft/Energiekrise-bedroht-Europas-Wirtschaft-article22812178.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE Und was ist mit Nord-Stream 2? Soll ja am Jahresende in Betrieb genommen werden. Bin eben an der Tankstelle vorbeigefahren. Wir werden wohl in diesem Jahr bei einigen Sorten noch eine Zwei vor dem Komma sehen. Mit den 5 Mark für ein Liter Benzin ist es also nicht mehr so weit. Weitere Folgen: Diesel für Trecker wird teurer, Düngemittelpreise explodieren, Pflanzenschutzmittel werden sicherlich auch teurer. Wir haben die Rübenherbizide für 2022 schon vorgekauft. Auf der Bank gibt es ja keine Zinsen.

Und was ist in 10 Jahren?

Am Abend nehme ich an einer Konferenz teil, in der ein international tätiges Unternehmen aus der Agrarbranche sieben Landwirten aus Deutschland, Großbritannien und Russland die unten stehenden Fragen stellt. Die Zuhörer sind überwiegend keine Landwirte, sondern Manager. Die Antworten sollen kurz und knapp sein und, wenn möglich, in zwei Sätzen gegeben werden. Ich wüsste gerne, wie eure Antworten aussehen. Ganz schön knifflig… 1. Was sind die größten Herausforderungen, denen sich Ihr Betrieb kurzfristig stellen muss (Zeithorizont 1-5 Jahre)? Wie sieht es langfristig aus (Zeithorizont 10-20 Jahre)? 2. Sprechen Sie mit uns über die Kosten, die Qualität, die Beschaffung und das Management von Arbeitskräften. Wie werden sich Ihrer Meinung nach die Arbeitsbedingungen im Laufe der Zeit verändern? 3. Mit welchen Problemen haben Sie bei Ihren Anbauprodukten am meisten zu kämpfen? Zum Beispiel: Fruchtbarkeit, Schädlinge, Unkrautbekämpfung, Rückstandsmanagement, Bodenfeuchtigkeit, Vegetationsperiode usw.? Bei welchen Kulturen und welchen Hauptproblemen? 4. In welchen Kategorien sehen Sie die größten Möglichkeiten zur Verbesserung der Rentabilität? Welche Kosten könnten gesenkt werden? Gibt es eine Möglichkeit, den Erntepreis zu verbessern oder den Ertrag zu steigern? …

…grün…gelb…und ?

Es ist Sonntag, 26.9.2021 um 22:00 Uhr. Die Hochrechnungen liegen sehr nahe beieinander. Die SPD liegt leicht vor der CDU und haben zusammen plus/minus 50% der Stimmen. Die Grünen sind mit rund 14% drittstärkste Partei, gefolgt von der FDP mit rund 11,5 %. Beide zusammen also noch einmal rund 25%. Macht zusammen 75%. Schließt man eine nochmalige Große Koalition aus (und davon muss man bisher ausgehen), werden Grüne und FDP den nächsten Kanzler bestimmen. Geht die FDP mit der SPD, wird dies die angestammten Wähler enttäuschen, gehen die Grünen mit der CDU wird es bei deren Wählern ähnlich sein. Sieht so aus, als wäre es eine schwierige Situation. Nun kommt sowohl von Robert Habeck als auch von Christian Lindner der Vorschlag, dass sich zunächst Gelb und Grün über Gemeinsamkeiten unterhalten,  bevor man in Gespräche mit SPD und CDU eintritt. (Ich wollte zuerst noch „Volksparteien“ schreiben, aber das passt bei diesen Zahlen nicht mehr so gut.) Beide plädieren dafür, sich nicht über Kleinigkeiten zu unterhalten sondern über die Idee, die Geschichte, die Vision, die eine Regierung …

Wahlkampf…

Heute, am 26.9. sind in Ober-Österreich Landtagswahlen. Dazu haben sich die Grünen ein einfaches und eingängiges Wahlplakat einfallen lassen. https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/bio-oder-gift-gruenes-wahlplakat-in-ooe-sorgt-fuer-wirbel/401727972 Dass das Plakat in den Reihen der Landwirte für Aufregung sorgt, dürfte verständlich sein. Doch wie denkt der Bürger darüber? Wird eine solche Aussage einen Wähler dazu bringen, die Grünen zu wählen? Und was impliziert die Aussage noch? Ich sitze heute nachmittag im Wahllokal, kann also nicht mitdiskutieren. Heute vormittag sitze ich auf dem Trecker, weil wir in der Gemeinde einen Erntedank-Umzug mit Gottesdienst machen.

Der Ausstieg

Morgen ist Bundestagswahl. Es steht zu vermuten, dass an der Regierung Bündnis90/Die Grünen beteiligt sein werden. Dazu passt dieser Artikel. https://www.welt.de/wirtschaft/article233654275/Fleischindustrie-Umweltschuetzer-planen-Ausstieg-aus-Massenproduktion.html Auch wenn der Artikel hinter der Bezahlsperre steht, muss man kein Prophet sein um zu erahnen, dass die Tierhaltung in Deutschland keine Zukunft mehr hat. Wenn Markus Söder und Armin Laschet in der „Schlussrunde“ von ARD und ZDF auf die Frage, worauf sie wegen des Klimas verzichten, antworten, dass sie jetzt weniger Fleisch essen, wenn der Deutsche Landfrauenverband in seinem Positionspapier meint „dass Fleisch grundsätzlich nicht ungesund ist, wir aber mehr essen als uns und der Umwelt gut tut“, dürfte auch der Letzte erkannt haben, dass es sinnvoll ist, aus der Tierhaltung auszusteigen. Zuerst wird es wohl die Schweinehalter treffen, die sich mit niedrigen Preisen und deutlich gestiegenen Futterkosten auseinandersetzen müssen. Wenn dann noch die Afrikanische Schweinepest weiter Richtung Westen wandert, wird die Situation noch aussichtsloser. Alle Gespräche, an dieser Situation etwas zu ändern, sind ergebnislos verlaufen. Der Lebensmitteleinzelhandel reagiert, wie er immer reagiert: er kauft billig ein. Die Politik reagiert, wie sie immer …

Öko-Weizen 2021

Vergangene Woche wurden die Erträge und Qualitäten des Öko-Weizen für NRW, Hessen und Niedersachsen im Wochenblatt veröffentlicht. Es handelt sich um die Landessortenversuche. An den lehmigen Standorten in den Regionen Soest, Lippe und Paderborn wurde im Schnitt der letzten drei Jahre ein Ertrag von 46,6 dt/ha geerntet. Die Schwankungsbreite ging von 33,9 bis 55 dt/ha. Nimmt man alle 16 Standorte, also Hessen und Niedersachsen mit dabei, kommt man auf einen Durchschnittsertrag der letzten 3 Jahre von 53,6 dt/ha. Der Proteingehalt der empfohlenen Sorte liegt zwischen 8,0 und 11,8. Bekannte Sorten wie Chevignon und Informer kommen auf 9,4.  Der Kleber-Gehalt schwankt zwischen 10,8 und 24,3. Je höher der Kleber-Gehalt, umso voluminöser das Gebackene. Im Schnitt der letzten drei Jahre lagen die Erträge im konventionellen Anbauauf den guten Lößböden des Rheinlandes bei rund 100 dt/ha. Der Proteingehalt unseres Weizens lag – mit wenigen Ausnahmen – zwischen 12,0 und 13,8%. Zumindest in unserer Region ist das Standard. Die Weizenbilanz der EU ist derzeit angespannt: https://www.wochenblatt-dlv.de/maerkte/getreideversorgung-enge-eu-weizenbilanz-566701 Der Selbstversorgungsgrad bei Getreide liegt bei rund 100%. Würden alle Landwirte auf Bio …