Bauer Willi
Kommentare 50

Zieht euch warm an…

Ist das alles nur Panikmache oder ein realistisches Szenario? In Großbritannien jedenfalls könnte es ernst werden.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Energiekrise-bedroht-Europas-Wirtschaft-article22812178.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Und was ist mit Nord-Stream 2? Soll ja am Jahresende in Betrieb genommen werden.

Bin eben an der Tankstelle vorbeigefahren. Wir werden wohl in diesem Jahr bei einigen Sorten noch eine Zwei vor dem Komma sehen. Mit den 5 Mark für ein Liter Benzin ist es also nicht mehr so weit.

Weitere Folgen: Diesel für Trecker wird teurer, Düngemittelpreise explodieren, Pflanzenschutzmittel werden sicherlich auch teurer.

Wir haben die Rübenherbizide für 2022 schon vorgekauft. Auf der Bank gibt es ja keine Zinsen.

(Aufrufe 2.243 gesamt, 1 heute)

50 Kommentare

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Nachdem ich mit einem Gasanschluss geliebäugelt hatte, bin ich froh, dass ich mich für einen CO2 neutralen Heizstoff entschieden habe.

    • Thomas Apfel sagt

      Ich finde die Häme immer lustig, Frau Ertl. Fakt ist, dass die alternativen Flüssiggaslieferungen aus den USA (Fracking), die die Basis des Streits um Nordstream 2 sind, zur Zeit gar nicht in Europa ankommen, weil Asien höhere Preise zahlt Soviel zur Zuverlässigkeit der “Freunde” jenseits des Atlantik. Bütikofer ist übrigens, wie viele andere Gegner auch, Mitglied der “Atlantikbrücke”. Ein Schelm, der Böses dabei denkt !!!

      • Reinhard Seevers sagt

        Genau Thomas!
        Frankreich deckelt gerade die Energiepreise, um Krawalle und Demos zu vermeiden.
        Nordstream ist ein Europäisches Projekt, und alle Nutzer werden sich anstrengen, das Gas fließen zu lassen.

        “Durch den zunehmend integrierten und vernetzten EU-Binnenmarkt für Erdgas kommt das Nord Stream 2-Projekt ganz Europa zugute (siehe hierzu Studien von Arthur D. Little und ewi Energy Research & Scenarios).

        Die Offshore-Pipeline wird an der deutschen Anlandestation den EU-Binnenmarkt erreichen. Das Erdgas fließt dorthin, wo es benötigt wird, wobei die Preise vom Markt bestimmt werden. Darüber hinaus schafft das privat finanzierte Projekt wichtige wirtschaftliche Impulse, da über 1.000 Unternehmen aus 25 Ländern in die Planung, das Engineering und den Bau des Pipeline-Systems involviert werden.”

  1. Panikmache sehe ich nicht denn Realität ist, wir kratzen schon heute an 2 Euro für Super. Aktuell Autobahn: 1,98 Euro Super – 1,8 Euro Diesel. Kleinstadt vor der Haustüre mit Wettbewerb: Diesel heute morgen 1,57 – nachmittags 1,48 – abends 1,39 in der Nacht waren es 1,6. Tendenz seit 3 Wochen Durchschnittspreise nach oben.
    Monatelang wird im Wahlkampf über Energiethemen philosophiert und kein Politiker, außer Putin und dem Rest der Gaslieferanten weltweit, merkt die Gasspeicher sind eher unzureichend gefüllt! Mit welchen Energieträgern, vor allem zum Heizen, wir kurzfristig zu bezahlbaren Kosten arbeiten werden/sollen dazu gibt es nichts konkretes von der Politik. Stattdessen wird auf der persönlichen Ebene herumgekaspert. Hatte die Chance den Gaspreis für 1 Jahr zu fixieren damit kann ich erstmal kalkulieren, aber dann!
    Vorkauf von Rübenherbiziden durch Willi war sicher sinnvoll vor allem auch aufgrund der unsicheren Warenverfügbarkeit. Wie schnell es Probleme geben kann erleben VW und andere Autohersteller aktuell durch die Chip Knappheit und Häusle Bauer bei der Holzversorgung.

    • Thomas Apfel sagt

      Wir begeben uns in vielerlei Hinsicht in (unnötige) Abhängigkeiten. Frühkauf hilft auch nur, wenn es was zu kaufen gibt.
      Viele Pflanzenschutzmittel sind kaum verfügbar (die “Bio-Alternativen” übrigens ebenso !). Das ist wie in der Autoindustrie auch, die Produktion der “Rohstoffe” (auf der einen Seite die Wirkstoffsynthese, auf der anderen Seite die Chip-Produktion) sind nach Asien verlagert.
      Dithianon und Captan, als DIE Basisfungizide im Obstbau, kann ich gar nicht kaufen, weil sie nicht verfügbar sind (Wirkstoffsynthese China + Indien).

  2. “Und was ist mit Nord-Stream 2? Soll ja am Jahresende in Betrieb genommen werden.”

    steigen deswegen die Gaspreise?

    • Wir können jusnnich leisten, von der E-mobilität abhängig zu machen.
      Es gibt auch noch andere Techniken, und die beleben die Wirtschaft.

      Außderdem, wenn unserer Verbrennungsstinker ins Ausland verkauft werden, dann verpesten die ja die selbe Umwelt, die wir schonen wollen.

      Also muß ein umweltschonender Alternativtreibstoff entwickelt werden

      und bei uns kann man dann weiter verschiedene Autos kaufen, das belebt das Geschäft und senkt den Preis.

  3. Christian Bothe sagt

    Was sagt uns das? Energiewende und die Abzocke der Verbraucher mit CO2 Steuer sind der falsche Weg! Ich hoffe,das die neue Regierung eine energiepolitische Kehrtwende macht( mit oder ohne die grünen Weltverbesserer) und erkennt,das man nur erfolgreich wirtschaften kann,wenn kontinuierlich Energie jedweder Art bereitgestellt wird. Deshalb ist das Weiterbetreiben von AKWs,Kohle und die fossile Gewinnung von Öl und Gas weiter notwendig! Das alles im Mix mit renewable Energy, um in den nächsten Jahrzehnten den CO2 Ausstoß zu mindern! Selbiges betrifft auch diesen E-Hype von Automobilen. Biokraftstoffe im Mix mit fossilen Kraftstoffen als B7-B20+,E 10-E85, Methanol u.a. sowie E-Fuels als zukünftiger Energieträger CO2 neutral für Verbrenner mit entsprechender Technologie sind zukunftsträchtige Entwicklungen und Energieressourcen weltweit! Unsere LW kann da massiv dazu ihren Beitrag leisten (Rapsöl, Bioaethanol) und gewinnt nebenbei noch Rapskuchen,Protigrain als Eiweißfuttermittel). Was die Gaslieferung aus Russland betrifft,wird Nordstream 2 gebraucht(Merkel sei Dank) und Deutschland u.a. mit versorgen können. Jedem wirtschaftlich denkendem Mensch sollte klar sein, das ich erst mit einer funktionierenden Wirtschaft und LW Investitionen auch in die Zukunft realisieren kann.Dazu gehört dann auch Klimaschutzmassnahmen u.a. Das sollte man auch den Unruhestiftern von FFF erklären, falls diese nicht gerade Schule schwänzen und demonstrieren…

    • Kleinbauer sagt

      Durch die Energiewende werden wir ja gerade unabhängig von fossilen Importen. Viele Landwirte haben eigenen Strom und einige laden auch ihre Autos damit. Geheizt wird auf vielen Betrieben mit Knickholz.
      Großbritannien hat nach wie vor Atomkraft, aber auch hier sind sie von Importen abhängig. Die Preise von Öl, Gas und Kohle sind enorm gestiegen, die von Wind- und PV-Strom massiv gesunken. Nur eine regionale Energieversorgung macht uns resilent und unabhängig.

      • Stadtmensch sagt

        “Geheizt wird auf vielen Betrieben mit Knickholz”

        Genau. Verluste minimieren (dämmen), Knicks anlegen und nutzen.
        Eigenen Dünger produzieren. Regional im Kreislauf…

        Ist besser als nachts zur Tanke zu fahren, den Spritpreis zu checken und in Ohnmacht zu fallen.

        Biosprit ist eine lausige Option. Zumindest wenn man sich jeden Tag mit dem Anspruch motiviert, die Welt ernähren zu wollen und Ackeland global betrachtet Mangelware ist:
        https://www.welt.de/wissenschaft/article3131881/Biokraftstoff-verbraucht-mehr-Energie-als-er-liefert.html

        • Reinhard Seevers sagt

          Ach Stadtmensch…..irgendwann werden es wohl auch die Engstirnigsten merken, dass die Bewohner von Marzahn, Mümmelmannsberg oder Tenever sich der Diskussion durch “leckt ins alle am Arsch” entziehen und auf den Straßen stehen und ein Recht auf Nahrung, Wohnung und Arbeit einfordern. Da können sich bis dahin noch viele über den richtigen Weg streiten….😉

          • Die haben ja kein Knickholz.
            Die können nur mit Solar heizen, und wenn das Holz knapp wird, müssen sie ihre Möbel ein Leben lang behalten,

            Und auf andere “hirnverbrannte things”, wie es Udo Jürgens in seinem Weihnachtslied besungen hat, verzichten.

      • Thorens sagt

        Ja, eigener Strom ist wunderbar und das zentrale Element der Energiewende. Habe ich auch. Aber, wenn die Ressourcen mal knapp werden und die Gasspeicher nicht gefüllt sind, wie im Augenblick, dann stehen alle ohne Kohle- und Atomstrom ganz schnell im Regen. Auch die meisten PV-Anlagenbetreiber. Denn diese Anlagen laufen nur, wenn es (Steuer-) Strom aus dem Netz gibt. Zumindest so lange ist das so, wie kein notstromfähiger Energiespeicher an der PV hängt. Das haben heute die allerwenigsten.

        Der kommende Winter kann spannend werden in dieser Hinsicht. Wir wollen aber diesen Herbst noch weitere AKW stilllegen.

  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wenn man diese Diskussion hier liest, muss man wohl davon ausgehen, dass den meisten Diskutanten nicht bewusst ist, wie schlecht der Wirkungsgrad in Verbrennungsmotoren ist.

    Wir müssen uns angesichts der gegenwärtigen Entwicklung konsequent überlegen, ob man forthin 800-1000 kg Masse -die SUVs lasse ich hier bewusst außen vor- für den Transport von 80-100 kg Lebendgewicht im Individualverkehr einsetzen darf. Schlichtweg können wir uns eine solche CO2-Belastung tatsächlich nicht mehr leisten; die Willi-Generation wohl schon noch, alle die danach kommen, werden hierfür jedoch noch bitterböse bezahlen müssen.

    1998 – die legendären heiß diskutierten 5,00 DM. Wie drastisch sich diese Thematik verschärfen würde innerhalb kürzester zeitlicher Verläufe, hat man damals sicherlich noch nicht einmal ansatzweise in einer ganzen Allgewalt erahnen können.

    Wir Bauern könnten einen Großteil dieser Energie heute auf unseren Äckern erzeugen, so man uns denn ließe. Was aber bildet in dieser Frage die äußerst traurigen Fakten ab!? – Die Politik würgt ein solches Ansinnen bislang (noch immer) gnadenlos ab! Ob das wohl jetzt besser werden könnte!?…
    Wir vermengen aktuell Rapsöl mit Diesel und schon kassiert Vater Staat ganz legitim mit ordentlichen um die 500,00 €/ha gehörig ab; so wir denn dieses „schwarze Gold“ solo verfahren dürften, wie partizipierte er sich dann!? Dabei relativierten sich sofort unsere Treibstoffkosten auf der Fläche, die Wertschöpfung verbliebe dort, wo sie im eigentlichen hingehört: Auf unseren Äckern. Die Luftraumüberwachung müsste natürlich sofort dringend geändert werden, diese „Schwarzfahrer“ auf dem Acker müssen schließlich systematisch enttarnt werden. Neue, noch präzisere Techniken müssen her – die Wärmebildkamera reicht dafür nicht mehr aus!

    Wieso dürfen wir eigentlich nach wie vor kein Getreide verbrennen!? – Bevorzugt produzieren wir einen hohen quotalen Anteil an Nahrungsmittel-Müllbergen. – Kaum mehr verantwortbarer Schwachsinn!

    Nun aber gleich die wohl ganz simple Antwort: Weil Vater Staat hierauf keine CO2-Abgabe erheben könnte, für nachwachsende Rohstoffe nicht. Mithin entstünden enorme Löcher in unserem Staatssäckel! Wir sitzen und schwitzen das genau eben darum einfach aus!!! Diese Geldgier hat absolute Vorfahrt gegenüber Menschen- und Klimaschutz!

    • Reinhard Seevers sagt

      Das mit dem Treibstoff vom Feld geht doch nur dann neutral aus, wenn die Subventionen, Ausgleichszahlungen und Prämien gestrichen werden. Ansonsten würde der Steuerzahler euch schön den Hals umdrehen für dieses greenwashing auf seine Kosten.
      So lange die Steuergelder fließen, wird die Gängelung wohl bleiben (müssen).

      • Verwechselt du jetzt Steuerneutralität mit CO2 Neutralität?

        Wenn eine Energiepflanze eine Jahr lange wächst, CO2 Aufnimmt uns Sauerstoff abgibt,

        dann darf aus der Pflanze ein Treibstoff verfahren werden, der das CO2 ausstößt, dass sie vorher gefressen hat, oder ihr Nachfolger im Feld vernichtetet.

        Wenn das hinkommt und gut läuft, dann ist uns alles geholfen
        und
        da kann der Steuerzahler ruhig bei helfen. Dir auch!

        Das ist wichtiger , wie den Reitsport und andere weniger wichtige Sachen zu unterstützen oder so.

    • Christian Bothe sagt

      Schon mal was von synthetischem Sprit gehört? Erste Tankstellen gibt’s bereits und die Investitionen von Porsche und Siemens in Chile sind auch nicht ohne…Eine wunderbare Broschüre bei Auto-Bild vorige Woche dazu! Einfach mal lesen!
      Wie war das mit dem Wirkungsgrad der Dampfmaschine von J.Watt damals und den Dampfloks im folgenden Jahrhundert? Hat die industrielle Revolution weit voran gebracht,denke ich.

      • Reinhard Seevers sagt

        Lesen heißt verstehen Christian. Ich habe nichts über die technische Realisierbarkeit geschrieben, sondern die finanzielle und gesellschaftliche Umsetzbarkeit in Frage gestellt, so lange der Steuerzahler die Fläche eh schon subventioniert.
        Der hier ist übrigens schon lange als Bauer unterwegs um mit Wasserstoff und CO., Geld zu verdienen und einen kleinen Teil der Welt zu retten:
        https://www.gp-joule.de/

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Eine gigantische Pflanzenvielfalt existiert schon wie lange auf unserem Blauen Planeten!?

        Über den zeitlichen Verlauf ist der Mensch bereits wie lange nachweislich imstande, diese in den unterschiedlichsten Richtungen sich nutzbar zu machen!?

        Benötigen die von Ihnen euphorisch gefeierten synthetischen Kraftstoffe keine Energie!?

        Pflanzenöle existierten schon zu Pharaos Zeiten. Sie, werter Herr Bothe, stellen den Bauern ein absolutes Armutszeugnis aus, wenn Sie davon ausgehen, dass diese nicht imstande sind, ihre eigenen Pflanzenöle zu pressen.

        Der direkte Weg vom Acker in den Tank ist natürlich extrem kurz; viele fresswütige Geldgeier könnten sich auf diesem Wege daran nicht ordentlich laben und genau aus diesem Grunde wird das in einer solchen Form auch nie kommen, selbst wenn man damit wider die derzeitigen Erfordernisse von Mensch, Tier u. Natur still und heimlich in unseren Hinterzimmern (erfolgreichst) ankämpft.

        An Ihrem Beispiel lässt sich perfekt erkennen, dass dafür die scheinheiligsten Argumente niemals ausgehen werden…

        • Ostbauer sagt

          Den direkten Weg vom Feld in den Tank hatten wir doch schon.
          Mitte der 2000 er haben wir große Teile unserer Maschinen auf 100% kaltgepresstes Rapsöl umgestellt; Lief nach Anfangsschwierigkeiten gut. Dann kam die Mineralölsteuer und plötzlich war Diesel wieder billiger und die ganzen dezentralen Ölmühlen, welche vorher alle gefördert wurden, sind Pleite gegangen.
          Alle Motorenhersteller haben ihre Forschung dazu so gut wie eingestellt.
          Die Mineralölindustrie hat gejubelt und die Tank oder Tellerdiskusion war vom Tisch.
          Ein Schelm der Böses dabei denkt.

  5. Lieschen Müller sagt

    Also noch kostet der Liter Benzin keine 2 Euro, die Bemerkung “dann haben wir bald die 5 Euro” ist also sehr weit hergeholt und einfach nur eine Stammtischparole. Erdöl ist ein Rohstoff, der leider irgendwann alle ist, bzw. mit sehr viel Mühe aus der Erde geholt werden muss.

      • Welchen Klimawandel? Heuer fängt die Weinlese 14 Tage später an als im Mittel. Oechslegrade sind nicht berauschend… Weinrebe ist eine Temperatursummenpflanze.
        Ach ja, die PIWI’s haben sich bewährt in diesem Pilzjahr. Nur so als Info. Was möglich ist, wenn man sich dem Fortschritt nicht verschliesst

        • Reinhard Seevers sagt

          Ja, der Wein ist wirklich existentiell für die Menschheit, das stimmt…..nobel geht die Welt zu Grunde…..Fortschritt inkl.

          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Die künftige Verfügbarkeit von Wasser wird doch auch heiß diskutiert:

            Handhaben wir es doch lieber so, wie Marie Antoinette es analog dereinst Ihrem Volk nahelegte:

            Warum geschmacklos fades Wasser trinken, das ohnedies bald zum Mangel mutieren wird, wenn wir anstelle dessen mit charaktervoll edelsten Tröpfchen unsere Gaumenknospen verwöhnen können!?

            “Ein gutes Glas Wein ist geeignet, den Verstand zu wecken.” – so wusste schon unser Altkanzler Adenauer viele Hoffnungen zu wecken. 😉

            • Merke: ohne alkoholhaltigen Getränke wäre die europäische Menschheit im Mittelalter verreckt. Und angesichts des ach so sauberen Trinkwassers heute ist ein selbstvergorenes vielleicht gar nicht so schlecht….

              • Reinhard Seevers sagt

                Ja, sicher…..wie war das noch mit dem Fortschritt? Die Menschheit wäre ohne Alkohol verreckt….steile These. Dann gibt es ja überhaupt keine Probleme mit dem Wasser….Leute, macht euch keine Sorgen, Wein ist ausreichend da!😆

                • Winzer Günter sagt

                  Wer mal die Gelegenheit hatte, eine Führung in Weingut des staatlichen Hofkellers unter der Würzburger Residenz mitzumachen, hat erfahren, dass den Beamten im 17./18. Jahrhundert Unmengen an Wein als Deputat zustanden. Dieser Wein wurde anstelle des häufig mit Keimen etc. belasteten Wasser aus Zisternen oder Flüssen benutzt. Zu damaliger Zeit weit verbreiteter Usus. Ähnliches gilt für Bier. Die natürliche Konservierungsmittel Alkohol und Kohlensäure sorgten für die Haltbarkeit. Weiterhin soll in manchen kargen Gegenden des Südens (Südtirol, Toskana) früher der Wein vor allem im Winter zu Deckung des Kohlehydratbedarfs der Landbevölkerung beigetragen haben. Also so ganz daneben liegt Nico mit seinen Ausführungen nicht.

        • @ Nico: Weinanbauer waren doch schon immer offen für den Fortschritt, auch im Bio Weinbau. In Jahren wie diesen (z.B. 2021) mit geringen Oechsle Graden kann Willi als Rübenanbauer helfen. Zusatz von Zucker ist bei konventionellen Weinen bis QbA zur Erhöhung Alkohol Gehalt erlaubt. Bei Premium Weinen ist dies nicht erlaubt da ist es entscheidender für die Lage geeignete Sorten anzubauen. Sollte es sich z.B. um einen Oechsle schwachen Bio Wein z.B. PIWI Sorte handeln ist ein Zucker Zusatz (Bio Zucker oder Traubenmostkonzentrat) ebenfalls möglich. Not macht halt erfinderisch auch im Bio Anbau.

          • firedragon sagt

            Limes,

            Prädikatweine dürfen nicht verbessert werden.

            Die Bezeichnung Premium hat mit Weinrecht nichts zu tun. Jedes Weingut kann eine Premiumlinie fahren, bedeutet aber nicht automatisch, dass dieser Wein ein Prädikatwein ist.

            • sorry da war ich zu schnell und ungenau Premiumwein ist nicht zutreffend meinte natürlich Prädikatwein

          • Winzer Günter sagt

            Eigentlich geht es in dem Post von Bauer Willi um die Kostensteigerung bei den Produkten der dem Bauern partnerschaftlich verbundenen Unternehmen der Agrarchemie, Und eigentlich wollte ich mich raushalten, wenn aber jemand so dummes Zeug zu Thema „Oechsle arme Bioweine wie z.B. PIWIs“ schreibt wie Du lieber Limes, kann ich dann doch nicht schweigen.
            Die Oechslegrade sind anhängig von Sorte, Lage und Bestandsführung. Z.B. Müller-Thurgau und Dornfelder sind Rebsorten, die höchste Erträge ermöglichen, aber i.d.R. eher geringe Oechsle-Grade. Von Dornfelder Spätlese oder gar Auslese hab ich noch nie gehört. Südhang bring ebenfalls mehr als Nordhang oder die berühmte Wannenlage mit den damit verbundenen nächtlichen Kaltluftseen. Und wenn der Winzer den Bestand so führt, dass nur mittlere oder geringe Menge geerntet werden – Über die Anzahl der neuen Triebe, die er zulässt oder über Rausschneiden von Trauben zeitig vor der Ernte – auch dann wird er höhere Oechslegrade erreichen.
            Da alles gilt für Konvis und Bios gleichermaßen. Nach meiner Erfahrung liegen die Bios sogar häufig höher, da hier nicht der Massenertrag im Vordergrund steht. Ja und noch zum Thema Piwis. Mein Bio-Kollege hat letzte Woche – also zu Beginn der diesjährigen Ernte die Piwi-Sorte Solaris über 100Grad Oechsle – also Auslese-Qualität geerntet.
            Noch Fragen?

        • Thomas Apfel sagt

          Resistenzen sind relativ. Auch die PIWI´s faulen mancherorts vor sich hin. Bis zum Schorfdurchbruch 1998 waren die Pi-Apfelsorten auch pilzresistent. Nicht nur der Fortschritt schreitet fort, die Anpassung der “Mitesser” an unseren Kulturpflanzen auch.

          • Schorsch Summerer sagt

            Das ist mir auch eingefallen. War Pilnitz nicht führend mit Schorfresistenten Apfelsorten? Es ist halt immer ein Wettkampf zwischen Mensch und Natur. Nur auf einem Bein zu stehen kann schnell zu Umfallern führen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert