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Solidarische Landwirtschaft – von der Vision in die Realität

Ab und zu habe ich auch mal mit dem Gedanken gespielt, unseren Betrieb zu einer SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft) zu machen. Ganz in der Nähe, in Krefeld, gibt es einen Hof, der das schon seit langem macht und über den die Rheinische Post hier berichtet: https://rp-epaper.s4p-iapps.com/artikel/1091623/21451871 Einige Auszüge aus dem Artikel: „Wir hatten relativ viele Kündigungen in diesem Jahr. Das hat mich zunächst schockiert.“ Für Motté ist es schade, dass die Solawi weithin als Vergnügen für Besserverdiener angesehen wird. „Wir sind schon eine Blase. Das zeigt sich in mehreren Bereichen“ Der Betrieb hat Mühe, die Liste, die für einen rentablen Betrieb notwendig sind, in diesem Jahr 2022 voll zu bekommen.Lesen Sie mal, was die Gründe sind. Es gibt in Deutschland derzeit 393 SoLaWis, in NRW gerade mal 38. https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis      

Der Krieg

Der Angriff Russlands auf die Ukraine dürfte heute morgen wohl jeden von uns geschockt haben. Putin macht, was er sagt. Ob es bei der Besetzung der Ukraine bleibt oder ob er weitere Pläne hat: niemand weiß es. Wir haben eine völlig neue Situation. Das gilt auch für unsere Lebensmittel. Dazu einige erste – subjektive – Einschätzungen, die mir heute morgen durch den Kopf gehen. Welche Auswirkungen hat der Krieg auf die Versorgung mit Lebensmitteln? In den letzten Monaten war die Situation schon angespannt. Negative Witterungseinflüsse, hohe Düngemittelpreise und auch politische Einflüsse ließen die Preise für Agrarrohstoffe auf breiter Front ansteigen. In dieser Nacht (23./24. Feb.) stiegen an der Börse in Chicago (CBot) die Preise für Weizen und Soja weiter stark an. Auch an der Matif ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. https://www.kaack-terminhandel.de/de/cbot-weizen.html https://www.kaack-terminhandel.de/de/cbot-sojabohnen.html Zukünftige Börsennotierungen von 300 €/t bei Weizen und 900 €/t bei Raps für die neue Ernte erscheinen nicht unwahrscheinlich, auch eine weitere Steigerung ist möglich. (Panikkäufe). Russland und Ukraine sind große Exporteure von Getreide und Ölfrüchten (Soja, Raps, Sonnenblumen) und es …

Die „Fleisch-Wasser-Lüge“ – ein Podcast

Hört sich reisserisch an, oder? Normalerweise mag ich solche Überschriften ja nicht, aber im Falle des Wasserverbrauchs von Nutztieren stimmt es mit der Lüge sogar. https://www.florianschwinn.de/wordpress/ffe06-die-fleisch-wasser-luege/ Doch stelle ich mir die Frage, ob es eine bewusste Lüge ist oder nur Unkenntnis. Und gegen Unkenntnis kann der Menschheit geholfen werden. So wie im obigen Podcast von Florian Schwinn, der im Gespräch mit Demeter-Bauer Dieter Euler locker und verständlich erzählt, warum das mit den 15.000 Liter pro Kilo Rindfleisch einfach nicht stimmen kann. Aber das haben Sie vermutlich schon immer geahnt. Dann können Sie den Podcast ja weiterempfehlen. (auf den blauen Button klicken, dann beginnt der Podcast)     Foto: Dieter Euler Wer den Text nachlesen will, hier der Link: https://krass-und-konkret.de/klima-umwelt/die-fleisch-wasser-luege/ https://www.florianschwinn.de/wordpress/ffe06-die-fleisch-wasser-luege/

Werden Sie Soja-Forscher!

Das steht auf der Homepage: „Wissenschaft trifft Praxisbezug: Die Initiative „1000 Gärten“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim und des Tofu-Herstellers Taifun GmbH. Unterstützt wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.“ https://www.1000gaerten.de/startseite Und darum geht es: „Wenn Soja bei uns heimisch werden soll, brauchen wir dafür neue, besser an unser Klima angepasste Sorten. Sojapflanzen lieben Wärme – aber welche Sorten gedeihen in welchen Regionen Deutschlands am besten? Welche Sorten bringen auch bei kühlerem Wetter noch guten Ertrag? Und aus welchen entsteht der beste Tofu? Diese Fragen sind nicht im Labor zu beantworten. Auch nicht so einfach auf einem Versuchsfeld der Universität. Für die Antworten braucht es die Erfahrungen vieler Menschen, in den verschiedensten Gärten und Regionen. Wenn Sie in Ihrem Garten auf 5qm Soja aussäen und uns Ihre Beobachtungen mitteilen, tragen Sie dazu bei, den Sojaanbau in der Zukunft ökologischer und vielfältiger zu machen.“ Und hier kann man mitmachen. https://www.1000gaerten.de/das-experiment/infos-zum-mitmachen Es braucht nur ein paar Quadratmeter und Freude an der Sache. Übrigens: das Bild oben ist bei uns im Garten entstanden…

Was sind wirkliche Probleme?

Seit gestern ist die Welt anders geworden. Viele Menschen, so auch ich, haben Sorgen, dass die Entwicklung in der Ukraine kein gutes Ende nimmt. Und dann habe ich noch die Pressemeldung des BMEL von gestern, 21.02.2022 gelesen… https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/22-oezdemir-agrarrat-bruessel.html Die Themen des Agrarrates laut Pressemitteilung des BMEL Initiative für „Faires Einkommen für Landwirte“ Austausch zu illegalem Welpenhandel und entwaldungsfreie Lieferketten Seit Wochen aus dem BMEL kein Wort zur Situation der schweinehaltenden Betriebe in Deutschland. Wo ist Özdemir?  

Was frisst eine Raupe?

Nein, es geht nicht um das Lebewesen, sondern um die Pistenraupen, die jetzt im Winter in den Skigebieten eingesetzt werden. Da hat es mich interessiert, was so eine Pistenraupe an Sprit verbraucht. „Die 2.000 Pistenraupen, die in Österreich unterwegs sind, verbrauchen pro Jahr rund 30 Millionen Liter Diesel. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 40.000 Tonnen.“ https://tirol.orf.at/stories/3129641/ Bei 30 Liter pro Stunde „frisst“ so eine Raupe bis zu 60.000 l im Jahr. Sie haben rund 400 PS und kosten etwa 350.000 €. https://www.autobild.de/artikel/kaessbohrer-pistenbully-600-fahrbericht-3821713.html Ich gönne jedem seinen Wintersport. Wer aber meint, die Bauern bezüglich des Klimawandels auf die Anklagebank setzen zu können, sollte sich bewusst sein, dass diese Form des Sportes in mehrfacher Hinsicht äußerst problematisch ist. Für die Regionen, in denen der Sport ausgeübt wird, ist es allerdings oft die einzige Möglichkeit, ein vernünftiges Einkommen zu erzielen. Es bleibt: ein Zielkonflikt.    

Samstags for Future

Am Samstag habe ich wieder einmal einen Vortrag in meiner ehemaligen Schule gehalten. Natürlich wieder digital. Dort findet jedes Jahr für die Jahrgangsstufe 9 – Q2 ein Berufs-Orientierungs-Tag statt, der von ehemaligen Schülern gestaltet wird, die aus ihren Berufen berichten. Die von den Schülern gewählten Berufsfelder waren: Wirtschaft/Jura, öffentlicher Dienst:     384  (davon 73 „Berufe bei der Polizei“) Medizin/ Psychologie/Pharmazie :        187  (davon 116 „Psychologie“) Architektur:                                                81 Soziale Berufe                                           81 Medien :                                                     69 Kunst/Kultur                                             58 IT/Informatik                                           50 Naturwissenschaften                               46 Landwirtschaft, Natur, Umwelt             5 Irgendwie erscheint mir das Interesse an den Berufen nicht mit den Jugendbewegungen wie Fridays for future oder auch Letzte Generation zusammenzupassen. Einfach mal den Links folgen. Übrigens waren mindestens drei der fünf Teilnehmer Kinder von Landwirten, die planen, den elterlichen Betrieb weiterzuführen. In dieser Woche hatte ich auch die Klasse …

Narrative zur Tierhaltung – aufgeklärt!

Fakten zur Tierhaltung. Dieses Video ist zwar wissenschaftlich, aber sehr gut verständlich. Es erläutert, warum ein Verzicht auf Tierhaltung die Welt nicht besser machen würde. Es sind gut investierte 25 Minuten. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Mehr Informationen Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

Bauern fordern Ernährungswende

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Nun, es sind nicht alle Bauern, sondern, glaubt man dem Bayrischen Rundfunk, nur die Bio-Bauern. https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/bio-branche-deutschland-fordert-ernaehrungswende-gesellschaft-ist-bereit,SxW7SGb Die Bio-Bauern, die ich kenne, fordern dies jedoch nicht, obwohl sie mehrheitlich über ihre Verbände beim BÖLW organisiert sind. Sie befürchten vielmehr, dass ein zu schnelles Wachstum ohne die entsprechende Nachfrage zu einem Verfall der Preise führen könnte. Der BÖLW sieht das anders: Zitat: „Die Bio-Fläche in Deutschland wächst nach BÖLW-Meinung zu langsam. Aktuell liegt die ökologisch bewirtschaftete Fläche bei 1,78 Hektar oder knapp elf Prozent. Die neue Bundesregierung will aber 30 Prozent bis 2030 schaffen – eine Verdreifachung. Das können wir schaffen, meint BÖLW-Vorsitzende Tina Andres, aber nur mit mehr Anstrengung als bisher. Ab sofort müssten dafür jedes Jahr zwölf Prozent der Landwirte auf Bio umstellen.“ Tina Andres ist die Nachfolgerin von Felix Prinz zu Löwenstein. Ihrer Logik kann ich allerdings nur bedingt folgen. Wenn jedes Jahr 12% der Landwirte umstellen….? Der DBV hat zum Umstellungswillen der Landwirte eine ganz aktuelle Umfrage gemacht: DBV_Umfrageergebnisse_Umstellungsbereitschaft_OEko-Landbau_Dez._2021(1) Demnach könnten sich 18,7% eventuell eine Umstellung vorstellen, …

Verschärfung der Dokumentation für Arzneimittel?

Im nachfolgenden Artikel ist beschrieben, wie Rückstände von Medikamenten weltweit unsere Flüsse verseuchen. https://www.derstandard.at/story/2000133360098/rueckstaende-von-medikamenten-belasten-fluesse-weltweit?ref=article Zitat: „Am häufigsten detektiert wurden das Antiepileptikum Carbamazepin, Metformin, das zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird, und Koffein. Weltweit gefunden wurde außerdem Nikotin, Paracetamol und eine Reihe von Antidepressiva und Antihistaminen – Stoffe, die auch in den Lebensstil Einblick geben. Betablocker gegen Bluthochdruck, die Antibiotika Sulfamethoxazol und Ciprofloxacin sowie ein Antiallergikum wurden in so hohen Konzentrationen gefunden, dass sie schädlich sein können.“ Ähnliches schreibt ganz aktuell auch der SPIEGEL: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/arzneimittelrueckstaende-in-104-laendern-belastung-in-den-fluessen-a-d8b7427d-405b-4e1d-bcdc-19237c668c0a Zahlreiche NGO haben auf diesen Mißstand hingewiesen und gemahnt: „So kann es nicht weitergehen“. Daher hat die EU-Kommission kurzfristig einen Referentenentwurf vorgelegt, der folgende Maßnahmen enthält: Reduktion der Medikamente bis 2030 um 50% Nationale Ziele dürfen um 5% nach oben oder unten abweichen Jeder Patient muss jede Medikamenten-Einnahme täglich in einem elektronischen Register erfassen. Mit Begründung und Nennung des Namens des Arztes Die Staaten müssen einen jährlichen Fortschrittsbericht über den Rückgang an Medikamenten an die EU melden. Veröffentlichung im Internet. Wenn mehr Medikamente eingenommen werden als der Durchschnitt, muss dieser Anwender …