Bauer Willi
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Samstags for Future

Am Samstag habe ich wieder einmal einen Vortrag in meiner ehemaligen Schule gehalten. Natürlich wieder digital. Dort findet jedes Jahr für die Jahrgangsstufe 9 – Q2 ein Berufs-Orientierungs-Tag statt, der von ehemaligen Schülern gestaltet wird, die aus ihren Berufen berichten.

Die von den Schülern gewählten Berufsfelder waren:

  • Wirtschaft/Jura, öffentlicher Dienst:     384  (davon 73 “Berufe bei der Polizei”)
  • Medizin/ Psychologie/Pharmazie :        187  (davon 116 “Psychologie”)
  • Architektur:                                                81
  • Soziale Berufe                                           81
  • Medien :                                                     69
  • Kunst/Kultur                                             58
  • IT/Informatik                                           50
  • Naturwissenschaften                               46
  • Landwirtschaft, Natur, Umwelt             5

Irgendwie erscheint mir das Interesse an den Berufen nicht mit den Jugendbewegungen wie Fridays for future oder auch Letzte Generation zusammenzupassen. Einfach mal den Links folgen.

Übrigens waren mindestens drei der fünf Teilnehmer Kinder von Landwirten, die planen, den elterlichen Betrieb weiterzuführen.

In dieser Woche hatte ich auch die Klasse 3c unserer Grundschule auf dem Hof (die Klassen 3a und 3b waren im Dezember hier) . Die Schüler haben mir ein Heft mit 17 Aufsätzen geschenkt, was mich sehr gefreut hat. Stellvertretend für alle möchte ich den (fehlerfreien!) Aufsatz von Liana hier zur Kenntnis bringen:

Mein Ausflug bei Bauer Willi

Lieber Bauer Willi, ich fand den Ausflug zu dir richtig schön. Auch wie du alles erklärt hast. Ich finde es nur schade, dass du keine Tiere hast. Mir hat es sehr gut gefallen, dass ich alle Traktoren angucken konnte. Und dass du uns gesagt hast, was du alles anpflanzt. Man sieht, dass ihr den Bauernhof sehr pflegt. Besonders schön fand ich euren Rasen. Mir ist aufgefallen, dass deine Mama aussieht wie meine Uroma aus Polen.

Liebe Grüße

Deine Liana

Vielen Dank für das Geschenk und wir haben vereinbart, dass ihr im Sommer noch einmal wiederkommt.

Euer Bauer Willi

 

 

(Aufrufe 1.849 gesamt, 1 heute)

15 Kommentare

  1. Ja, im Sommer, wenn die Mähdrescher laufen.
    Nur Schade, dass da
    1. keine Tiere sind
    2. kein Sumpf, Elevator, Gebläse, die das Getreide sichtbar auf den Boden oder wenigstens in Solos befördert, wo man es im Winter wieder rausholen und in die Mühle fahren kann , um es zu Mehl zu vermahlen, wo dann Brot und Kuchen draus gebacken werden und in den Supermarkt befördert werden, wo man es kaufen kann.
    Und wenn noch Tiere im Stall wären dann würde es mit Hilfe einer Mahl- und Mischanlage zu Tierfutter zu Schrot zermahlen.

    Kühe fressen lieber Gras und Schweine lieber Schrot.

    2
  2. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Insbesondere,seit es Gesamtschulen gibt,streben alle nach “oben”,sehr viele kommen aber nicht an!

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    • Und wegen den Eltern.
      Seit es die Möglichkeit hier im vorindustriellen Land gibt.

      Handwerk hat Goldenen Boden, das merkt man jetzt, können ja die Ausländer machen.
      Und für die stessige Drecksarbeit in der Landwirtschaft interessiert sich keiner und stellt sich aich niemand die Zukunft vor.

      Man weiss ja auch nicht so richtig als Städter, was man als Landwirt alles tun muss.
      Ist eben keine Vorstellung da.

      1
  3. Schorsch Summerer sagt

    Die deutschen Anhänger von FFF und Letzte Generation kündigen ihre Radikalisierung an. Was soll man da sagen? die sind so unglaublich “Deutsch”, sprich extrem gründlich oder “An deutschem Wesen soll die Welt genesen”. “Wer nicht für uns ist ist gegen uns”. “…Kampf radikaler als er jemals geführt wurde…”.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article237019391/Klima-Proteste-Aktivisten-kuendigen-Radikalisierung-an.html
    Erinnert dieses Vokabular nicht an die Sportpalastrede von Göbbels?
    So gesehen ist die Abkehr der Jugend von den FFFs und den Endzeitgläubigen verständlich und ein gutes Zeichen für ein sensibles Gespür der Mehrheit gegen solche terroristischen Auswüchse.
    Ich sehe auch kein Problem darin dass jetzt noch viele Beamte werden wollen. Kreativität (da zähle ich auch den Stolz auf selbst geschaffenes im Handwerk dazu!) ist in einem solchen Beruf nicht zu finden und wenn man die Vorzüge der Kreativität und die Erfüllung daraus den Kindern vermittelt dann ergreifen sie auch solche Berufe. Es liegt an den Eltern das zu tun. Ich weiss durchaus wovon ich rede. (4 Kinder)
    Wieviele von uns wollten einmal Lokführer, Baggerfahrer, Kindergärtnerin, Polizist (ml/wbl/div :<)) ) werden und sind dann doch was anderes geworden.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich werde mich der Gruppierung anschließen! Endlich macht mal einer was….
      Gegenüber im Mehrfamilienhaus brennt seit 4 Jahren 24/7/365 das Licht im Badezimmer, Dem werfe ich schon mal die Scheiben ein! 😎👉

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    • evo.... sagt

      Die Psycho- / Sozialleute könnten momentan gut beobachten, wie man eine Gesellschaft in den Wahn treiben kann.
      Mit den Beobachtungen könnte sie dann wahrscheinlich eine Erklärung dafür finden, wie die Braunen an die Macht kamen.

      Von Trumps “Ehemaligen” Bannon habe ich mal gelesen, dass sich durchschnittlich alle 70 Jahre die politischen Systeme ändern. Das würde momentan wieder hinkommen. 1945 +70 Jahre = 2015 und jetzt gibt es wieder einen Wahn.

      Man hat zwar immer stramm gegen Rechts gekämpft, aber nicht gegen die Neigung zu einem dümmlichen Fanatismus.
      Meine Meinung kennt ihr ja:

      Hitler wäre heute ein Grüner!

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      • Peter sagt

        @evo…”Die Psycho- / Sozialleute könnten momentan gut beobachten, wie man eine Gesellschaft in den Wahn treiben kann.”

        Dass ist so nicht ganz richtig! Diese Leute beobachten nicht, sondern die treiben an vorderster Spitze die Gesellschaft (so es eine gibt…) in den Wahn:

        https://www.youtube.com/watch?v=_78Vn_qh5yM

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        • Reinhard Seevers sagt

          Der junge Mann studiert Psychologie, weil er Mathe nicht schaffen würde….so viele Rechenfehler in einem Beitrag, das ist ein schönes Beispiel für unser Bildungssystem.
          Und die Angst, die aus seinen Worten spricht, lässt sein Denken komplett aussetzen.

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          • Der Natur-Wissenschaftsjournalist Jean Pütz hat sich auch beschwert, dass es von den heutigen Politikern welche gibt, die stolz darauf sind
            von der Naturwissenschaft keine Ahnung zu haben!
            Wie es früher welche gab, die stolz darauf sind kein handwerkliches Geschick zu haben und von Land- und Hauswirtschaft schon gar keine Ahnung haben.

            Brauchen wir uns noch zu wunder?
            Wiele Generationen ist das jetzt her?

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      • “Von Trumps “Ehemaligen” Bannon habe ich mal gelesen, dass sich durchschnittlich alle 70 Jahre die politischen Systeme ändern. Das würde momentan wieder hinkommen. 1945 +70 Jahre = 2015 und jetzt gibt es wieder einen Wahn.”

        Wir sind doch Menschen und können was dagegen tun, oder?

        Wofür sind die Sozialwissenschaften da?

  4. Ludwig sagt

    Ist schon interessant , daß nur rd. 20% in körperlich/praktische Berufe gehen wollen und der größte Anteil in den öffentlichen Dienst gehen will. Ob da wohl alle Wünsche in Erfüllung gehen , oder ob das Geld oder die Bezahlung dafür vorhanden ist ? Ich habe da meine Zweifel , denn wo nicht mehr produziert wird , kann auch im nachfolgenden Bereichen kein
    Steuergeld für Gehälter ausgegeben werden. Meiner Meinung spiegeln die Berufswünsche
    nicht die Realität in der Zukunft wieder und lassen die Vermutung aufkommen , daß viele Berufseinsteiger eine Enttäuschung erfahren werden , weil einfach bei der Vielzahl der Bewerber keine Nachfrage bestehen wird. – Willi , der Brief von Liana zeigt , daß du unseren Beruf gut vermitteln kannst. Das wird nachhaltig auch Wirkung zeigen . Das Problem ist die derzeitige Situation für uns Bauern. Gerade auch deshalb weil wir z.Zt. eine ideologische Politikklasse an der Macht haben , die Staatswirtschaft und Moralideologie durchführen. Diese Leute zerschlagen gerade das deutsche Erfolgsmodell der “Sozialen Marktwirtschaft” von Ludwig Ehrhard. Die galloppierende Inflation , wundersame Geldvermehrung und Verschuldung lassen bei diesen Verantwortlichen nur das “Fahren gegen die Wand ” vermuten. Bin gespannt wie lange die wenigen Realitätspolitiker in der Regierung das noch mitmachen. Es werden sogar in verschiedenen privaten Bereichen schon Wetten abgeschlossen wann die Regierung auseinander bricht. Man darf gespannt sein. Für uns Bauern ist es eh zu wünschen.

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